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Rainer:

--- Zitat von: Andrea am 09. Juni 2017, 22:31:46 ---A propos Batterien: Die genau sind das große Manko bei den e-Fahrzeugen. Geht dir die nach 6-7 Jahren kaputt, kostet die fast genauso viel wie ein neues Auto.
--- Ende Zitat ---

Das habe ich auch mal gehört. Angeblich werden deswegen bei E-Autos gleich spezielle Versicherungen angeboten, die die Batterie bezahlen. Aber das halte ich für Augenwischerei, wenn jeder die Batterie irgendwann tauschen muss, dann kann die Versicherung sich nicht lohnen. Versicherungen funktionieren nur, wenn wenige Schadensfälle auftreten. Wenn aber jeder einen Schadensfall hat, steigt die Prämie viel zu hoch und übersteigt letztendlich den durchschnittlichen Schadenswert, denn die Versicherung will ja auch noch selbst etwas verdienen.

Ich habe das Konzept da auch nicht verstanden und das geht offensichtlich den meisten so. Ich frage mich auch, ob es überhaupt mal eine ernsthafte Studie gegeben hat, ob ein E-Motor auch wirklich die Umwelt weniger belastet als ein Verbrennungsmotor. Das Auto selbst produziert ja nur augenscheinlich keine Abgase, aber die notwendige Stromproduktion (reiner E-Autos, Hybrid Autos haben ja eh Verbrennungsmotoren dabei) muss ja auch betrieben werden. Sind das stinkende Kohlekraftwerke oder auch unsichere Kernkraftwerke, dann wird auch da massiv die Umwelt belastet. Selbst bei Windmühlenstrom ist bessere Umweltverträglichkeit nicht per se gewährleistet, laut einer Studie sind die Windmühlen so teuer und so wartungsintensiv, dass deren Betrieb summa summarum mehr Energie kostet, als sie letztendlich produzieren. Das klingt verrückt, aber es ist angeblich so. Eigentlich findet nur ein räumlicher und zeitlicher Energietransfer statt, aber ob eine geringere Umweltbelastung erreicht wird, wird zu untersuchen sein.

Man ist im ersten Moment immer geneigt zu sagen, E-Autos sind viel sauberer, aber vor dem Hintergrund der Energiegewinnung und Bereitstellung ist das gar nicht so einfach zu beweisen. Aber so weit denken Politiker sowieso nicht...

Silke:



--- Zitat von: Andrea am 09. Juni 2017, 22:31:46 ---Wir können an unserem Fahrzeug diese Start-Stopp-Automatik ausschalten und tun das auch. Hier steht man ständig im Stau oder an Ampeln, so dass die Batterie da ordentlich was zu leisten hat. Seitdem Heiko die ausschaltet, ist auch der Benzinverbrauch gesunken. Klar, wenn der ständig neustarten muss...

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube, Neufahrzeuge müssen alle mit diesem Feature ausgestattet sein. Ich nehme an, damit fälscht man dann legal die Abgaswerte  ::) Auf jeden Fall sind dafür leistungsfähigere (und natürlich teurere) Batterien nötig.

A propos Batterien: Die genau sind das große Manko bei den e-Fahrzeugen. Geht dir die nach 6-7 Jahren kaputt, kostet die fast genauso viel wie ein neues Auto. Wir haben uns mit unserem Autoverkäufer darüber unterhalten. Die einzigen Kunden, die kurz vor der Unterschrift des Kaufvertrages standen, stellten dann schlauerweise die richtige Frage und schon kauften sie ein anderes Fahrzeug. Ich glaube ihm diese Geschichte.

--- Ende Zitat ---

Ja, alle Neuwagen müssen diese Start-Stopp-Automatik haben.
Könnt ihr das dauerhaft ausschalten? Beim Smart meines Mannes muss man das bei jeder Fahrt wieder neu machen.

Die Batterien bei E-Autos kann man auch (oder nur?) leasen, zahlt also eine monatliche Gebühr, und bekommt dann dafür auch neue, wenn die defekt sind.

nordlicht:

--- Zitat von: Rainer am 09. Juni 2017, 22:46:39 ---Selbst bei Windmühlenstrom ist bessere Umweltverträglichkeit nicht per se gewährleistet, laut einer Studie sind die Windmühlen so teuer und so wartungsintensiv, dass deren Betrieb summa summarum mehr Energie kostet, als sie letztendlich produzieren. Das klingt verrückt, aber es ist angeblich so.

--- Ende Zitat ---
Hast Du vielleicht einen Link zu genannter Studie?
Ich hab das mal gegoogelt und eine Seite vom Verein Deutscher Ingenieure (sicherlich kein Haufen blauäugiger Weltverbesserer ;) ) gefunden, die behauptet, dass sich eine Windturbine je nach Standort nach einem halben Jahr oder weniger von der Energiebilanz her amortisiert  hat. Anschliessend produziert sie mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20 Jahren zwiswchen 35 und 50 mal soviel Energie wie zu ihrer Produktion aufgewendet wurde. Das ist ja so ziemlich das Gegenteil, dass die Studie, die Du erwähnst, behauptet.

Andrea:

--- Zitat von: Silke am 09. Juni 2017, 23:16:10 ---


--- Zitat von: Andrea am 09. Juni 2017, 22:31:46 ---Wir können an unserem Fahrzeug diese Start-Stopp-Automatik ausschalten und tun das auch. Hier steht man ständig im Stau oder an Ampeln, so dass die Batterie da ordentlich was zu leisten hat. Seitdem Heiko die ausschaltet, ist auch der Benzinverbrauch gesunken. Klar, wenn der ständig neustarten muss...

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube, Neufahrzeuge müssen alle mit diesem Feature ausgestattet sein. Ich nehme an, damit fälscht man dann legal die Abgaswerte  ::) Auf jeden Fall sind dafür leistungsfähigere (und natürlich teurere) Batterien nötig.

A propos Batterien: Die genau sind das große Manko bei den e-Fahrzeugen. Geht dir die nach 6-7 Jahren kaputt, kostet die fast genauso viel wie ein neues Auto. Wir haben uns mit unserem Autoverkäufer darüber unterhalten. Die einzigen Kunden, die kurz vor der Unterschrift des Kaufvertrages standen, stellten dann schlauerweise die richtige Frage und schon kauften sie ein anderes Fahrzeug. Ich glaube ihm diese Geschichte.

--- Ende Zitat ---

Ja, alle Neuwagen müssen diese Start-Stopp-Automatik haben.
Könnt ihr das dauerhaft ausschalten? Beim Smart meines Mannes muss man das bei jeder Fahrt wieder neu machen.

Die Batterien bei E-Autos kann man auch (oder nur?) leasen, zahlt also eine monatliche Gebühr, und bekommt dann dafür auch neue, wenn die defekt sind.

--- Ende Zitat ---

Nein, wir müssen sie auch jedes mal neu aussschalten. Aber Heiko hat sich schon daran gewöhnt und spätestens nach dem ersten Mal stehen bleiben denkt er dran  ;)


--- Zitat von: nordlicht am 10. Juni 2017, 06:51:44 ---
--- Zitat von: Rainer am 09. Juni 2017, 22:46:39 ---Selbst bei Windmühlenstrom ist bessere Umweltverträglichkeit nicht per se gewährleistet, laut einer Studie sind die Windmühlen so teuer und so wartungsintensiv, dass deren Betrieb summa summarum mehr Energie kostet, als sie letztendlich produzieren. Das klingt verrückt, aber es ist angeblich so.

--- Ende Zitat ---
Hast Du vielleicht einen Link zu genannter Studie?
Ich hab das mal gegoogelt und eine Seite vom Verein Deutscher Ingenieure (sicherlich kein Haufen blauäugiger Weltverbesserer ;) ) gefunden, die behauptet, dass sich eine Windturbine je nach Standort nach einem halben Jahr oder weniger von der Energiebilanz her amortisiert  hat. Anschliessend produziert sie mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20 Jahren zwiswchen 35 und 50 mal soviel Energie wie zu ihrer Produktion aufgewendet wurde. Das ist ja so ziemlich das Gegenteil, dass die Studie, die Du erwähnst, behauptet.

--- Ende Zitat ---

Würde mich auch mal interessieren. Ebenso die Bilanz von Solarstrom. Nur weil es nicht stinkt, heißt es ja nicht, dass die Umwelt nicht belastet wird.

Rainer:
Ich habe leider keinen Link, das ist auch ziemlich lange her, dass ich das gelesen habe. Ich will es auch gar nicht als Maß der Dinge formulieren, so oder so glaube ich nicht daran, dass man eine entsprechende Einschätzung (egal mit welcher Tendenz) seriös machen kann, dafür gibt es zu viele Unsicherheiten wie Ausfallhäufigkeit und Strompreisentwicklung auf dem Energiemarkt, um wirklich eine sichere Aussage treffen zu können. Dazu gehören auch solche "Katastrophen" wie vor ein paar Jahren geschehen, dass ein fertiger Windmühlenpark in der Nordsee nicht mit dem Land verbunden werden kann, weil sich der Betreiber nicht in der Lage sieht, das sich als vermint (aus dem 2. Weltkrieg) herausstellende Terrain unter Wasser "bombensicher" zu machen. Das war ja vor ein paar Jahren mal ein Riesenthema in D, das ist übrigens inzwischen gelöst und die Anlagen sind in Betrieb (was deutlich weniger kommuniziert wird als damals der Umstand, dass sie nicht angeschlossen werden konnte).

Mit geht es mehr darum, einen Denkanstoß zu geben, dass vermeintlich offensichtliche Dinge dann doch nicht so offensichtlich sind. Beim E-Auto sind es u.a. die horrenden Kosten der Lithium Batterien, die noch einmal einen großen Teil der Wirtschaftlichkeit in Frage stellen und eben auch die Frage, was der "Preis" ist für die Bereitstellung des notwendigen Stroms ist. Ob ich Kohle verbrenne im Kraftwerk oder Benzin im Motor - ist das so ein Unterschied?

Und in dem Zusammenhang ist eben auch die Wirtschaftlichkeit von Windmühlenanlagen zu hinterfragen. Dazu gehört auch die Problematik, dass der Strom aus den Nordseeanlagen auf irgendeine Weise auch nach Süddeutschland kommen muss. Viele Bundesländer verweigern aber den Ausbau von Überlandtrassen. Die dann notwendige, unterirdische Verlegung kostet aber ein "Schweinegeld". Und was die "Loyalität" unserer Ingeneure betrifft - das sind die gleichen Leute, die da behaupten, wir hätten in D einen Ingeneursmangel. Bei genauem Hinschauen definiert sich dieser Mangel aus einer willkürlichen Vorgabe der Arbeitsagentur, die statistisch Bewerbungen auf freie Stellen erfasst und wenn sich (pi mal Daumen) weniger als sechs Leute auf eine freie Stelle bewerben, dann nennen die Ingeneure das einen "Mangel". Hmmm.

So oder so könnte ich bei keiner Studie beweisen oder nachvollziehen, ob die stimmt oder nicht. Und man wird überall Befürworter und Gegner finden. Ich will nur darauf aufmerksam machen, dass es keinesfalls offensichtlich so ist, dass E-Autos der richtige Weg ist. Das wird sich vielleicht in vielen Jahren einmal zeigen - oder auch nicht. Aber die Thematik ist deutlich komplexer als einfach nur "mein Wagen hat keinen Auspuff".

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