Autor Thema: Norderney im Oktober 2018  (Gelesen 12721 mal)

Christina

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Re: Norderney im Oktober 2018
« Antwort #15 am: 12. April 2019, 18:24:18 »
5. Tag – Mittwoch, 24,10.

Nach Sturm kommt Sonne, zumindest am Morgen………
Nachdem ich mich gestern wetterbedingt am Hafen nicht richtig umsehen konnte, gehe ich da heute nochmal hin. Am Weststrand entlang, wo das Meer heute blau ist, die Wellen aber immer noch recht hoch. Immerhin liegt der Spielplatz wieder auf dem Trockenen.




Vorbei an den heute sonnenbeschienenen Wasserzeichen im Tonnenhof,


dem Seenotrettungskreuzer


bis zum Jachthafen. Von hier hat man einen schönen Blick auf das neue Hafengebäude.


Hinter dem Jachthafen beginnt die Surferbucht, die dazugehörigen Hütten erinnern mich an südliche Strände.





Zwischen Surferbucht und Jachthafen gibt es ein nettes Restaurant – Café - Bar «Ney’s Place». Hier esse ich ein kleines, frühes Mittagessen (Milchkaffee, Currywurst und Pommes), dann geht es auf dem Deichweg rund um die Surferbucht.


Weiter auf dem Südstrandpolderdeich, hier kann man viele Vögel sehen, sowohl im Bereich des Polders, als auch im Wattenmeer, die Pflanzen sind herbstlich gefärbt und es ist wirklich erstaunlich, dass es auf dieser kleinen Insel so viele verschiedene Landschaften gibt.





Am Campingplatz «Um Ost» verlasse ich den Polderweg und gehe westwärts durch die Dünenberge zur Thalasso-Plattform «Dünensender» mit (mal wieder ;D) schönem Blick auf den Leuchtturm.



Gegen 14 Uhr komme ich dann wieder in den bebauten Bereich der Insel und mache Pause im Restaurant «Meierei» mit Milchreis und Tee. Im zugehörigen Shop kaufe ich noch ein paar Gläser Sanddornmarmelade, für Peter und mich und die Nachbarn, die aufs Haus aufgepasst haben. Dann geht’s durch ein Wäldchen (ja sogar das gibt es hier) und den Kurpark zurück ins Zentrum. Im Conversationshaus stöbere ich durch den Souvenirladen, finde aber nichts.

Für ein Stündchen mache ich dann Pause in der Ferienwohnung, bevor es am Abend natürlich wieder an den Weststrand zum Sonnenuntergang geht. Der fällt leider sehr bescheiden aus, immerhin ein paar nette Wolken und das beleuchtete Restaurant «Marienhöhe» ist auch ein gutes Motiv.



Wetter: teils sonnig, teils wolkig, kurze Regenschauer, kräftiger Wind, ca. 13° C


LG Christina

Susan

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Re: Norderney im Oktober 2018
« Antwort #16 am: 12. April 2019, 21:33:57 »
Hi,

Badewelten und Saunieren ist grad das richtige an son stürmischen Regentag.   ;D Rausgucken -zumindest ein kleine Weilchen - macht durchaus auch Spaß. Trotzdem schön, dass es am nächsten Tag wieder besseres Wetter hatte.
Vermisse im Hafen die Krabbenkutter - versuche mich vergeblich dran zu erinnern, ob es auf Norderney damals welche gab.  :gruebel: Zumindest in den diversen Siels war das immer ein Highlight.
Liebe Grüße
Susan


Christina

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Re: Norderney im Oktober 2018
« Antwort #17 am: 15. April 2019, 18:37:47 »
Hi,

Badewelten und Saunieren ist grad das richtige an son stürmischen Regentag.   ;D Rausgucken -zumindest ein kleine Weilchen - macht durchaus auch Spaß. Trotzdem schön, dass es am nächsten Tag wieder besseres Wetter hatte.
Vermisse im Hafen die Krabbenkutter - versuche mich vergeblich dran zu erinnern, ob es auf Norderney damals welche gab.  :gruebel: Zumindest in den diversen Siels war das immer ein Highlight.

Leider sind ja in den meisten Hafenorten in Ostfriesland die Krabbenkutter weitgehend verschwunden bzw. die Anzahl stark reduziert, 2015 habe ich noch viele in Neuharlingersiel und Greetsiel gesehen. Ob es die auf den Inseln überhaupt noch gibt - keine Ahnung. Finde ich auf jeden Fall auch schade.


LG Christina

Christina

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Re: Norderney im Oktober 2018
« Antwort #18 am: 16. April 2019, 17:32:48 »
6. Tag – Donnerstag, 25.10.

Auf anderen Wegen als gestern spaziere ich heute Morgen wieder durch den Kurpark, dann durch ein Wohngebiet, vorbei an der Windmühle «Selden Rüst», dem einzigen reetgedeckten Gebäude auf Norderney


und weiter zum Südstrandpolder. Hier nehme ich den innenliegenden Weg (gestern bin ich außen gelaufen) wieder bis zum Campingplatz «Um Ost» und dann weiter auf dem Polderweg am südlichen Rand der Insel entlang. Wolken und Sonne bieten interessante Ausblicke, den Leuchtturm sehe ich mal von der anderen Seite.






Ich gehe den Polderweg bis zu seinem Ende, nämlich am Parkplatz Ostheller, wo der Weg durch die Dünen bis zum Schiffswrack im Osten beginnt, den ich am Sonntag gewandert bin. Hier am Parkplatz mache ich auf einer Bank eine kurze Pause, danach wandere ich wieder westwärts durch die Dünen bis zum Restaurant «Oase», das allerdings gerade komplett renoviert wird und daher geschlossen ist. Aber immerhin gibt es Toiletten.

Dann wandere ich weiter durch die Dünen bis zum Restaurant «Weiße Düne». Hier esse ich ein spätes Mittagessen (es ist schon 14 Uhr), wieder mal leckeres Fish ‘n Chips, Ingwertee und zum Abschluss einen Milchkaffee.

Eine Stunde später nehme ich die letzte Etappe in den Ort zurück in Angriff, jetzt am Strand entlang, wo es einige Fotomotive gibt.










Gegen halb fünf bin ich zurück in der Ferienwohnung, nach einer Pause gehe ich natürlich wieder an den Weststrand, mal sehen, was der Sonnenuntergang heute so macht: nicht schlecht, sehr viel goldfarbenes Licht ist zu bewundern.







Wetter: teils wolkig, teils sonnig, kurze Regenschauer kräftiger Wind, ca. 13° C


LG Christina

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Re: Norderney im Oktober 2018
« Antwort #19 am: 18. April 2019, 17:54:08 »
7. Tag – Freitag, 26.10.

Heute ist mein letzter voller Urlaubstag und das soll ein „Lumpensammlertag“ werden, d.h. ich möchte mir verschiedene Dinge anschauen, die ich bisher noch nicht geschafft habe und am Nachmittag nochmal eine schöne Strandwanderung machen. Soweit der Plan. Leider macht mir das Wetter die Umsetzung ziemlich schwer: es regnet sehr häufig, die Schauer sind recht lang anhaltend und vor allem, z.T. extrem heftig.

Ich versuche es trotzdem. Etwas außerhalb des Ortskerns liegt das Wilhelm-Augusta Heim, ein ehemaliges Lehrerinnenerholungsheim, erbaut 1890. Wirklich schade, dass so viele dieser schönen alten Gebäude auf Norderney abgerissen wurden.


Danach geht’s in den Ortskern. Zuerst zur evangelischen Inselkirche, in ihrem Inneren verbringe ich sehr viel Zeit, da es über längere Zeit so heftig regnet, dass ich trotz Regenjacke vollkommen nass geworden wäre.


Die zweite Kirche für heute ist Stella Maris im Bauhausstil.


Die zweite katholische Kirche der Insel, St. Ludgerus habe ich schon am Sonntag vor der Wanderung angeschaut. Ganz in der Nähe liegt der hübsche Onnen-Visser-Platz.


Nun klart es etwas auf und ich wage mich an den Ortsrand zum Kap von Norderney (jede der Ostfriesischen Inseln hat eine eigene geometrische Figur, die auf einem erhöhten Platz angebracht, in früheren Zeiten den Fischern als Erkennungszeichen gedient hat. Norderneys Seezeichen ist also ein auf der Spitze stehendes Dreieck), erst 2017 neu aufgebaut.



Noch etwas weiter östlich befindet sich am Übergang zum Strand die Thalasso-Plattform „Am Nordstrand“ (damit war ich auf allen sog. Thalasso-Plattformen). Von oben hat man einen Blick auf den Nordstrand und auf einen alten Bunker in den Dünen.





Zum Mittagessen gehe ich nochmals ins Strandrestaurant Cornelius, auch hier am Nordstrand. Nach einem leckeren Backfisch mit Kartoffelsalat und Früchtetee starte ich meine letzte Strandwanderung des Urlaubs: ich möchte am Nordstrand entlang bis zur „Oase“ gehen, also denselben Strandabschnitt wie gestern, aber in die andere Richtung.

Gerade als ich losgehe, fängt es wieder mal zu regnen an. Soll ich noch warten? Nö, so schlimm wird es wohl nicht werden, gerade war doch sogar ein bisschen die Sonne herausgekommen. Leider schätze ich das Wetter falsch ein. Es regnet ziemlich heftig, so dass ich an der Thalasso-Plattform „Am Nordstrand“ den Strand verlasse und mich unter die Plattform stelle, um einigermaßen geschützt vom Regen zu sein. Die Kamera packe ich in den Rucksack, über den Rucksack kommt die Regenhülle. Als der Regen nachlässt, gehe ich weiter – was sich als großer Fehler herausstellt.

Schon nach kurzer Zeit setzt wieder heftiger Regen und Wind ein. Der Regen kommt fast waagrecht von hinten. Immerhin bleibe ich dadurch vorne fast trocken und ich kann die Strecke dank Rückenwindhilfe in Rekordzeit bewältigen. Meine Regenjacke hält mich trocken, aber die Trekkinghose wird hinten völlig durchnässt und was das schlimmste ist, von der Hose läuft das Wasser in die an sich wasserdichten Schuhe und nach einiger Zeit „schwimme“ ich darin. Oh Mann, ist das unangenehm. Jetzt hätte ich meine für Wales gekauften Gamaschen gut gebrauchen können, aber die liegen trocken und warm zuhause.

Im Restaurant „Weiße Düne“ angekommen, muss ich mich erst einige Zeit im Vorraum aufhalten, bis die Hose etwas trockener ist, das Sitzen wäre sonst ziemlich nasskalt gewesen. Bei den Schuhen gibt es keine Chance auf Besserung. Unterhalb des Restaurants ist eine Bushaltestelle, leider fährt der nächste Bus ins Ortszentrum erst in knapp einer Stunde. Daher setze ich mich dann doch noch einen der bequemen Sessel am offenen Feuer und bestelle Kuchen und Tee. Na ja, gemütlich ist etwas anderes, ich wünsche mir nur noch, in die Ferienwohnung zu kommen und die Schuhe ausziehen zu können.

Dieser Wunsch erfüllt sich zum Glück dann bald.

Als es Zeit zum Sonnenuntergang ist, bin ich wieder soweit trocken und warm und bereit wieder raus zu gehen, wo es immerhin gerade nicht regnet.

Das Licht beim Sonnenuntergang ist ganz eigenartig und gerade deshalb auch schön. In der Ferne sieht man verschiedene Regenschauer. Ich schaffe es dann - zum Glück - trocken zurück in die Ferienwohnung, höre aber den ganzen Abend und sogar in der Nacht immer wieder den heftigen Regen.




Wetter: wolkig, mittags kurz sonnig, häufige, z.T. kräftige Regenschauer, starker Wind, ca. 11°C


LG Christina

Susan

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Re: Norderney im Oktober 2018
« Antwort #20 am: 18. April 2019, 19:03:00 »
Nur weil ich keine Krabben mehr essen darf, müssen doch nicht gleich die Kutter verschwinden  :zwinker:
Es wär wirklich schade, wenn es die Krabbenkutter gar nicht mehr geben würde.

Wieder einige interessante Eindrücke und schöne Bilder, besonders vom Sonnenuntergang. Habe mal in den alten Fotoalben geblättert, aber außer Strand und Strandkorb habe ich nur wenige von Noderney.
Liebe Grüße
Susan