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Alltag in Corona-Zeiten
Ilona:
--- Zitat von: Rainer am 04. Juli 2020, 15:58:30 ---Du bist auf dem besten Weg, als "Corona-Leugner" beschuldigt zu werden. In dieser Diskussion gibt es keine Gnade, Wahrscheinlichkeiten interessieren nicht.
--- Ende Zitat ---
:totlach: Corona-Leugner wird bestimmt das Unwort des Jahres 2020. Gut, dass wir nicht mehr im Mittelalter sind, sonst würde der Scheiterhaufen lodern :toothy9:.
Ich leugne Covid-19 keinesfalls. Auch SARS, MERS und sämtliche andere Grippeviren nicht. Ich gehe zu keiner Demo, trage beim Einkaufen immer eine Maske, meide geschlossene Räume mit zu vielen Leuten und praktizierte das Händewaschen schon lange vor dem Corona-Ausbruch. Das Händeschütteln mochte ich noch nie und Umarmungen von Fremden sind mir befremdlich :cool2:.
--- Zitat von: Rainer am 02. Juli 2020, 23:24:14 ---Die Rhetorik in der Corona Krise ist unerträglich. In keinster Weise "leugne" ich Corona, schon gar nicht bin ich irgendein Verschwörungstheoretiker. Ich erlaube mir einzig und allein eine eigene Meinung, wobei ich bis Corona davon ausgegangen bin, dass eigene Meinungen erwünscht sind und diskutiert werden können. Aber wer sich nicht den Befindlichkeiten der verängstigten Bevölkerungsteilen anschließt, wird (absolut unsachlich) als "Corona-Leugner" abgeurteilt.
--- Ende Zitat ---
So geht es mir auch, denn ich beobachtete den Verlauf erst einmal, ließ mich nicht Kirre machen, verfiel nie in Panik und bildete mir eine eigene Meinung.
Viren gab es schon immer und die wird es auch weiter geben.
Horst:
Im Moment haben Verschwörungstheoretiker so zugenommen (das ist wirklich inflationär) das man mit einer etwas kritischeren Haltung aktuell wirklich aufpassen muss, nicht in diesen Haufen dazu geworfen zu werden. Wenn man sieht was z.B. auf youtube alles an Schwachsinn verbreitet wird, kann einem Himmelangst werden. Bei mir in der Arbeit laufen auch ein paar solcher Exemplare rum. ::)
Was Corona angeht gibt es zumindest pragmatisch gesehen zwei Denkansätze:
Herr Lauterbach z.B. geht davon aus dass es in absehbarer Zeit (1 Jahr) einen Impfstoff gibt und propagiert strengere Regeln um bis dahin so wenig wie möglich "Verluste" an Kranken und Toten zu haben - weil es danach ja "geschafft" wäre.
Herr Streek wiederum glaubt nicht an einen Impfstoff und empfiehlt leichtere Regeln die wir eben die nächsten 10-20 Jahre auch durchhalten können um mit dem Virus zu leben.
Die Politik muss sich entscheiden, welchen Weg sie gehen will. Im Moment sind wir noch nicht bei einem Verfahren, dass wir 10-20 Jahre durchhalten.
Rainer:
--- Zitat von: Horst am 05. Juli 2020, 13:20:42 ---Im Moment haben Verschwörungstheoretiker so zugenommen (das ist wirklich inflationär) das man mit einer etwas kritischeren Haltung aktuell wirklich aufpassen muss, nicht in diesen Haufen dazu geworfen zu werden. Wenn man sieht was z.B. auf youtube alles an Schwachsinn verbreitet wird, kann einem Himmelangst werden. Bei mir in der Arbeit laufen auch ein paar solcher Exemplare rum. ::)
--- Ende Zitat ---
Ja, leider. Und da ist auch überraschend viel Prominenz dabei (Xavier Naidoo, Novak Djokovic etc.). Durch diese "Lichtgestalten" wird eine objektive Diskussion leider nicht möglich. Dieser Verschwörermüll verhindert jeden sachlichen Austausch.
--- Zitat von: Horst am 05. Juli 2020, 13:20:42 ---Was Corona angeht gibt es zumindest pragmatisch gesehen zwei Denkansätze:
Herr Lauterbach z.B. geht davon aus dass es in absehbarer Zeit (1 Jahr) einen Impfstoff gibt und propagiert strengere Regeln um bis dahin so wenig wie möglich "Verluste" an Kranken und Toten zu haben - weil es danach ja "geschafft" wäre.
--- Ende Zitat ---
Genau das. Lauterbach bekommt ungefährdet seine ansehnliche Diät weiter und lebt ungebremst seine Corona Angst mit Steuermitteln aus. Er muss nicht unter seinen eigenen Beschlüssen leiden. Das ist natürlich dann ein sehr einfaches Entscheiden. Ich habe das an anderer Stelle mal mit Poker verglichen, Karl Lauterbach setzt "All In". Alles auf eine Karte. Wenn es schief geht - was solls?! Sein Salär wird weiter fließen. Er kann sich einen Vollirrtum problemlos leisten, der Steuerzahler steht parat. Da kann man natürlich beliebig mit dem erhobenen Zeigefinge drohen. Oder mit dem Knüppel draufhauen. Für Herrn Lauterbach hat das alles keinerlei negativen Konsequenzen.
Ich kann auch nur im Interesse der vielen Verlierer dieser gewagten Strategie hoffen, dass die Rechnung aufgeht. 10 Millionen Arbeitnehmer befinden sich in Kurzarbeit und bekommen nicht mehr ihr volles Gehalt ausbezahlt. Wehe dem, der eine Familie ernähren muss und vielleicht auch noch ein Eigenheim abbezahlen muss. Der fällt in ein schreckliches, tiefes soziales Loch, wenn die Rechnung nicht auf geht. Aber das ficht Herrn Lauterbach nicht an, der drischt unverhohlen auf "Corona Leugner" ein, als gäbe es kein Morgen mehr. Das ist ja alles soooo klar und soooo einfach.
Ja, das hat es in der jungen Geschichte des westdeutschen Volkes noch nie gegeben, dass unsere in der Verfassung verankerten Rechte so mit Füssen getreten werden, wie es aktuell der Fall ist. Und dass bei der Bekämpfung der fatalen sozialen Folgen so ungefähr jeder zweite schlapperdings übersehen wird, ist auch absolutes Neuland für uns und erschüttert viele in ihrem Glauben an unsere Demokratie. Und da machen es die (durchgeknallten - sorry, aber ich sehe das so) Verschwörungstheorien nicht einfacher für uns alle.
Christina:
Natürlich können auch die Pflegekräfte das Virus ins Heim einschleppen, aber ohne die geht es eben nicht. Dann müsste man das Heim schließen. Und Besuche im Freien gibt es je nach Heim, nur mein Vater kann sowieso nicht hinaus, daher wäre das keine Alternative. Und Schutzkleidung plus Abstand ist sowieso (zumindest im Heim meines Vaters) Pflicht.
Meine Mutter ist eine der alten Menschen, die Verständnis hat für die Maßnahmen und ich kenne in meiner Nachbarschaft eine alte Dame, die ebenfalls mit den Einschränkungen einverstanden ist, ich bin sicher, da gibt es noch viele weitere.
Rainer:
--- Zitat von: Christina am 06. Juli 2020, 17:42:42 ---Dann müsste man das Heim schließen.
--- Ende Zitat ---
Ja, dann müßte man seine Eltern wieder zu Hause pflegen. Wieso eigentlich nicht? In China ist das nach wie vor der Normalfall (obwohl zugegebenermaßen dort langsam auch Altersheime entstehen, das ist u.a. aber auch der Einkindpolitik seit vielen Jahren geschuldet, was zu einer völlig ungewohnten Bevölkerungsstruktur geführt hat). Dennoch sind nach wie vor nur sehr wenige Alte in Altenheimen untergebracht.
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