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Alltag in Corona-Zeiten

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Rainer:

--- Zitat von: Paula am 27. März 2020, 15:04:15 ---Wie geht es euch mit der Quarantäne zu Hause? Habt ihr schon einen neuen Tagesablauf gefunden?

--- Ende Zitat ---

Wie soll ich sagen - so geht es mir seit 22 Jahren schon! Ich habe alleine 4 bis 5 Jahre gebraucht, um mich an die Vorstellung zu gewöhnen, dass das "mein neues Leben" ist. Und dennoch - nach den ersten fürchterlichen Jahren bin ich (schon seit vielen Jahren) ein glücklicher Mensch. Das ist für Dritte mehr oder minder unvorstellbar, aber "man gewöhnt sich an alles". (Nur nicht an Schmerzen, das ist nochmal ein Thema für sich).

Erfreut Euch Eurer Gesundheit (auch ich bin mehr als froh, nicht zu den Corona Patienten zu gehören, ich muss zugeben, dass ich große Angst vor einer Ansteckung habe, meine Vorerkrankung ist nicht erfreulich und macht mir Angst) und vergesst nie: es gibt MASSENHAFT Menschen, die um Welten größere Probleme haben.

Bleibt gesund und geniesst Euer Leben. Denkt nicht darüber nach, dass es vielleicht (noch) besser gehen könnte, es geht Euch gut und  hoffentlich bleibt es auch so!

Paula:
Hallo alle,

beruhigend zu hören dass es euch allen irgendwie ähnlich geht  :)


--- Zitat von: Rainer am 27. März 2020, 22:14:59 ---
--- Zitat von: Paula am 27. März 2020, 15:04:15 ---Wie geht es euch mit der Quarantäne zu Hause? Habt ihr schon einen neuen Tagesablauf gefunden?

--- Ende Zitat ---
Wie soll ich sagen - so geht es mir seit 22 Jahren schon!

--- Ende Zitat ---

Rainer: ich glaube es gibt doch einen entscheidenden Unterschied: nämlich das man keinen Besuch mehr zuhause bekommt und auch selber nicht zu jemandem nach Hause gehen kann um ihn zu treffen, geschweige denn einen größeren Kreis Leute einzuladen. Das macht mir mehr zu schaffen als das im Haus eingesperrt sein. Ich bin wirklich gespannt wie das weitergeht. Heute war in der Süddeutschen Zeitung ein sehr interessanter Artikel in dem die Spezialisten meinten dass diese soziale Distanzierung vermutlich viele Monate aufrecht erhalten werden muss um eine Überforderung des Gesundheitswesens zu vermeiden. Wirklich vorstellen kann ich mir das nicht, aber man wächst ja mit seinen Aufgaben...

serendipity:
Schön zu lesen, dass ihr alle noch gesund seid.

Auch uns geht es gesundheitlich gut. Ich bin zwei Mal wöchentlich in der Schule und sonst kümmere ich mich um die Arbeitspläne meiner Klassen und die Homepage-Aktualisierung. Vor allem die Arbeitspläne kosten sehr viel Zeit, da ich alle Materalien selbst erstelle, denn das Urheberrecht verbietet es Kopiervorlagen oder Buchseiten an die Eltern zu verschicken.
Dabei kommt man auf viele dumme Gedanken. So gibt es nächste Woche einige Hamster-Klopapier- und Nudelaufgaben in Mathematik.

Anders als in den "Ferien" fehlen mir die Kinder sehr, denn mir fehlen die spontanen Rückmeldungen und ich kann halt nicht wirklich unterstützen. Ich schicke aber täglich Sprachmeldungen und manchmal auch kleine Videos an die Eltern und Kinder und bekomme ebensolche zurück. Das Kollegium tauscht sich auch täglich aus.

Peter und ich gehen viel Gassi und sind im Garten mit dem Hund - er freut sich über Dauerbespaßung  ;D Ich koche lecker und backe viel - nur alles, was mit Reisen zu tun hat, steht still.

Haltet die Ohren steif!

Rainer:

--- Zitat von: Paula am 28. März 2020, 16:43:12 ---#
Rainer: ich glaube es gibt doch einen entscheidenden Unterschied: nämlich das man keinen Besuch mehr zuhause bekommt und auch selber nicht zu jemandem nach Hause gehen kann um ihn zu treffen, geschweige denn einen größeren Kreis Leute einzuladen

--- Ende Zitat ---

Du "überschätzt" mein Privatleben. Dieser Zustand, problemlos mehrere Tage und Wochen niemanden zu treffen und niemanden zu Besuch zu haben, ist für mich der Normalzustand. Sylvia ist der einzige Mensch in meinem Umfeld, den ich täglich sehe. Deswegen sage ich das ja. Und das war mal viel schlimmer, 13 Monate am Stück im Krankenhaus zu liegen und danach vollkommen ohne Lebensperspektive als Schwerbehinderter zu Hause "abgeladen" zu werden, das ist hart.

Aber jetzt, die paar Tage hier keinen Besuch zu haben - das ist doch GAR NICHTS. Man darf doch immerhin nach draußen gehen und das schöne Wetter genießen. Für mich ist momentan NICHTS anders, als es sonst auch immer ist. Das ist so. Egal wie komisch das erscheint.

Silv:
Hallo,

auch mir/uns geht es noch gut. Kommende Woche habe ich Urlaub, weil wir eigentlich nach Holland fahren wollten. So habe ich nun Zeit für den Garten, der etwas Pflege dringend notwendig hat.

Im Büro haben wir uns bisher aufgeteilt, dass immer nur eine Person im Zimmer ist, sonst sind wir zu zweit. Arbeit haben wir dort noch genug, die meisten Mandanten kommen nun mit Anträgen auf Kurzarbeitergeld, die wir für sie stellen. Vorher möchten Sie natürlich gerne wissen, was das für die Mitarbeiter ausmacht. Wir hatten noch nie mit Kug zu tun, deshalb war das neben den laufenden Arbeiten nochmal ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Jetzt kommt dann noch die Arbeit mit Stundungsanträgen stellen usw. Wie unsere Mandanten die Krise überstehen, wird sich dann zeigen.

Zu Besuch wohin fahren oder Besuch bekommen vermisse ich schon etwas. Aber solange wir noch raus können, Einkaufen, Fahrrad fahren, spazieren gehen oder in den Garten - geht das noch.

Ich kanns zwar bald selbst nicht mehr hören, aber: bleibt gesund!

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