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Alltag in Corona-Zeiten

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Silke:
Ich glaube, das Problem bei Remdesivir ist die Verfügbarkeit. Die Herstellung braucht wohl recht lange. Auserdem gehört es einer amerikanischen Firma. Ob wir da überhaupt genug bekommen bei Trumps Amerika first Politik?
Anwenden kann man es ja off label, es hat ja eine grundsätzliche Zulassung.

Rainer:

--- Zitat von: Silke am 21. April 2020, 22:47:44 ---Ich glaube, das Problem bei Remdesivir ist die Verfügbarkeit. Die Herstellung braucht wohl recht lange.

--- Ende Zitat ---

Angeblich hat der Hersteller (Gilead) bald schon Vorräte für 140.000 Patienten angefertigt. Da man zunächst nur schwere Fälle behandeln muss, wäre das schon mal so oder so ein ganz schöner Schluck aus der Pulle. Es ist in jedem Fall verfügbar und so oder so hat das ja mit den Auflagen für die Zulassung nichts zu tun.

Wo hast Du gelesen, dass die Herstellung so lange braucht? Selbst wenn es stimmen würde, man kann davon ausgehen, dass in kürzester Zeit auch Generika zugelassen und hergestellt werden. Bis dato scheitert es definitiv an der Zulassung. Ich hoffe jeden Tag neu, dass es endlich mal einen Verantwortlichen schwer trifft, dann würde mich seine Entscheidung interessieren, wenn er sterbend auf dem Krankenzimmer liegt und die Behandlung angeboten bekommt. Die müsste er ja konsequent ablehnen, egal wie scheisse es ihm geht.

Ein Zitat aus der Ärztezeitung https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Gilead-ruestet-sich-fuer-steigende-Nachfrage-nach-Remdesivir-408397.html


--- Zitat ---Zweifel an einem späteren Zulassungserfolg scheint es nicht zu geben: Von Anfang dieses Jahres bis jetzt sei der Wirkstoffvorrat soweit aufgestockt worden, heißt es, dass zehntägige Behandlungszyklen für 30.000 Patienten bedient werden könnten. Bis Ende Mai sollen die Vorräte auf 140.000 mögliche Behandlungszyklen angewachsen sein, bis Oktober auf über eine halbe Million und bis Jahresende auf eine Million.
--- Ende Zitat ---

Das klingt nicht nach Problemen der Verfügbarkeit.

wilma61:

--- Zitat ---Eine Beatmung mit Atemgerät wird aber mit 20.000,-€(!) pro Tag verrechnet.
--- Ende Zitat ---

Sorry Rainer, aber die Zahl ist utopisch. 20000 pro Monat wäre realistisch.

Birgit:

--- Zitat ---Ich kann selbst die Parolen von dem Dr. Drosten nicht mehr lesen, obwohl er mir lange sympathisch war. Aber auch er tutet immer nur ins gleiche Horn, sieht nur die virologische Komponente, aber nie die ethnische Komponente.
--- Ende Zitat ---

Genau das macht ihn seriös. Er macht das, was er am besten kann und vermischt es - im Gegensatz zu Kekulé und Streeck - nicht mit persönlichen Ansichten. Er sagt auch immer wieder, dass er nur aus wissenschaftlicher Sicht spricht, kein Politiker sei, und dass es richtig sei verschiedene Disziplinen aus der jeweiligen Perspektive zu hören.

Silke:



--- Zitat von: Rainer am 21. April 2020, 23:28:48 ---
--- Zitat von: Silke am 21. April 2020, 22:47:44 ---Ich glaube, das Problem bei Remdesivir ist die Verfügbarkeit. Die Herstellung braucht wohl recht lange.

--- Ende Zitat ---

Angeblich hat der Hersteller (Gilead) bald schon Vorräte für 140.000 Patienten angefertigt. Da man zunächst nur schwere Fälle behandeln muss, wäre das schon mal so oder so ein ganz schöner Schluck aus der Pulle. Es ist in jedem Fall verfügbar und so oder so hat das ja mit den Auflagen für die Zulassung nichts zu tun.

Wo hast Du gelesen, dass die Herstellung so lange braucht? Selbst wenn es stimmen würde, man kann davon ausgehen, dass in kürzester Zeit auch Generika zugelassen und hergestellt werden. Bis dato scheitert es definitiv an der Zulassung. Ich hoffe jeden Tag neu, dass es endlich mal einen Verantwortlichen schwer trifft, dann würde mich seine Entscheidung interessieren, wenn er sterbend auf dem Krankenzimmer liegt und die Behandlung angeboten bekommt. Die müsste er ja konsequent ablehnen, egal wie scheisse es ihm geht.

Ein Zitat aus der Ärztezeitung https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Gilead-ruestet-sich-fuer-steigende-Nachfrage-nach-Remdesivir-408397.html


--- Zitat ---Zweifel an einem späteren Zulassungserfolg scheint es nicht zu geben: Von Anfang dieses Jahres bis jetzt sei der Wirkstoffvorrat soweit aufgestockt worden, heißt es, dass zehntägige Behandlungszyklen für 30.000 Patienten bedient werden könnten. Bis Ende Mai sollen die Vorräte auf 140.000 mögliche Behandlungszyklen angewachsen sein, bis Oktober auf über eine halbe Million und bis Jahresende auf eine Million.
--- Ende Zitat ---

Das klingt nicht nach Problemen der Verfügbarkeit.

--- Ende Zitat ---

Ich finde schon, dass das ein Problem mit der Verfügbarkeit ist. Bis Oktober eine halbe Million, weltweit. Was glaubst du, was in einigen Ländern, wo die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden können, los sein wird?
Das Medikament wird ja nicht in Deutschland produziert. Ich befürchte daher, wir werden davon nicht viel abbekommen.

Was ist nicht verstehe, warum so auf die Zulassung gepocht wird. Das Zeug hat doch eine generelle Zulassung, zwar für eine andere Erkrankung, aber man kann doch jedes Medikament off label einsetzen. Ist zwar etwas aufwändiger als mit Zulassung für Covid 19, aber nicht unmöglich.

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