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Endlich spricht ein Politiker mal das aus, was ich schon lange denke.
Susan:
Yep, ebenso krass Addidas: Miete für Geschäftsräume nicht bezahlen wollen, Hilfe beantragen, aber Milliarden bezahlen, damit bestimmte Fußballvereine ihre Ausrüstung kaufen >:(
Rainer:
--- Zitat von: Horst am 28. April 2020, 23:13:57 ---Will man sich auf Kosten des Steuerzahlers gesundstoßen - und das ohne jede geringste Gegenleistung?
Unverschämt.
--- Ende Zitat ---
Ich blicke da auch nicht so ganz durch, ich kenne die Konditionen nicht. Also wenn Lufthansa Geld "geschenkt" haben will, dann kann das ja nur durch Übernahme von Seiten des Staats gehen. Aber dass der Staat Geld in solchen Mengen verschenkt, kann ich mir eigentlich auch nicht vorstellen.
Ansonsten bleiben doch die sonst üblichen Optionen:
a) Kapitalerhöhung (Aktienausgabe). Das wäre eigentlich das adäquate Mittel, aber es bleibt die Frage, ob man damit wirklich 10 Milliarden einspielt. Glaube ich eigentlich nicht. Aber insgesamt ist das der Königsweg, dann betrifft es auch die Richtigen (die Aktionäre).
b) Auflegen von Lufthansa Bonds, also Publikumsanleihen zu einem bestimmten Zinssatz. Das dürfte aber auch schwierig sein, das ist ein Hochrisikopapier und müsste entsprechend verzinst werden. Nach wie vor erscheinen 10 Milliarden als sehr hoch, wohl kaum zu erreichen.
c) der Staat resp. die KfW gewährt einen 10 Milliarden Kredit, natürlich mit einem adäquaten Zinssatz zum Risikoausgleich (sagen wir 8% p.a.) und im Falle einer Insolvenz ist der Kredit erstrangig zu bedienen. Das könnte ich mir durchaus vorstellen, dann aber hat der Staat kein Mitspracherecht und die Lufthansa kann mit dem Geld machen, was sie wollen. Zurückzahlbar in einem angemessenen Zeitrahmen, da habe ich leider keinerlei Vorstellungen, was da realistisch ist. Warum wird dieser Weg nicht eingeschlagen?
d) die Lufthansa geht in den Schutzschirm, versaubeutelt die bereits eingenommen Kundengelder (die eigentlich dem Erwerb von gültigen Tickets dienten), macht damit sicherlich ein paar Euro Gewinn, verliert aber sicherlich jedes Kundenvertrauen. Ich glaube nicht, dass sie im Anschluss daran "saniert" sind. Eher im Gegenteil, danach wird das Insolvenzverfahren eröffnet, weil natürlich niemand so doof ist und zweimal den selben Fehler macht und bei Lufthansa ein Ticket kauft. Das erscheint mir sehr blauäugig, man mag damit drohen, aber das wird ein Boomerang. Und ob damit 10 Milliarden Euro zusammenkommen, das bezweifle ich sowieso.
Eigentlich doch relativ klar, ich würde definitiv c) vorschlagen. Last not least wäre auch die Kapitalerhöhung vorstellbar, nur mit der Einschränkung, dass die Aktien zu einem vordefinierten Kurs ausschließlich an den Staat gehen, ähnlich wie einst bei der Commerzbank. Ist aber gerade dort nicht sonderlich gut gegangen. Der Staat wäre dann Großaktionär bei der Lufthansa und hätte die üblichen Mitspracherechte über die Aktionärsversammlung.
Horst:
Hallo Rainer,
wann sollen die die 10 Mrd reingeholt haben und zurückzahlen können?
So wie die Lufthansa wirtschaftet, müsste der Kredit wohl mindestens hundert Jahre laufen...zumal vielleicht erst ab 2022 wieder Normalzustand herrscht für die Möglichkeiten einer Airline.
Ilona:
Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen
Rainer:
--- Zitat von: Horst am 29. April 2020, 13:55:26 ---Hallo Rainer,
wann sollen die die 10 Mrd reingeholt haben und zurückzahlen können?
--- Ende Zitat ---
Keine Ahnung, aber so schlecht haben die nicht gewirtschaftet, angeblich sitzen sie auf einem Cash-Berg von 4 bis 5 Milliarden(!). Nicht schlecht, Herr Specht?! Und Dividenden haben sie ja auch ausgeschüttet, also ein paar Gewinne kommen da schon noch herein.
Allerdings befürchtet Herr Spohr wahrscheinlich zu Recht, dass sein (um Faktor 100 zu hohes) Gehalt in Abrede gestellt wird, aber da regt sich nicht eine Träne bei mir...
@Ilona: den Artikel kenne ich auch. Es ist ist leider wirklich sehr unwissenschaftlich gearbeitet worden.
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