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Endlich spricht ein Politiker mal das aus, was ich schon lange denke.
Horst:
--- Zitat von: Rainer am 01. Mai 2020, 21:26:33 ---Last not least: gerade kommt die aktuelle R-Zahl für heute herein: 0,79. Alles gut.
--- Ende Zitat ---
Und nochmal Mathe ... wenn Bayern einen Faktor von 0,57, NRW von 0,448 und Baden-Würtemberg von 0,67 hat (um mal Ländern mit den meisten Infizierten zu nennen) wie kommt man dann auf einen Gesamtwert von 0,79?
Die R-Faktoren der Bundesländer muss man sich sehr mühevoll in Artikeln querbeet herauslesen - habe leider dazu keine gemeinsame Statistik gefunden.
Horst:
Passende Zugabe:
Birgit:
Ich meinte mit "ach so, Bhakdi" eigentlich eher, dass ich mich über einen Link gefreut hätte zu deinem Statement, dass Wissenschaftler der Meinung seien, die Pandemie sei schon vorbei. Daher nochmal: Hast du einen?
Die meisten Verstorbenen in New York sind übergewichtig gewesen? Das kann viele Einflussfaktoren haben:
Wer übergewichtig ist, lebt sicherlich auch sonst in den meisten Fällen nicht unbedingt gesund in Bezug auf Bewegung (Lungenvolumen und Kreislauf) und Ernährung. Ich als Übergewichtige darf das sicher so behaupten ;)
Und jetzt mal hypothetisch und spekulativ nur aus rein subjektiven und sicher auch vorurteilsbehafteten Beobachtungen dort: Das sind in den USA sicherlich auch eher nicht die gut verdienenden smarten Banker und Manager, die bei dem dortigen Gesundheitssystem sicher auch zu lange warten, bis sie ins Krankenhaus oder zum Arzt gehen.
In den USA ist der Anteil der Adipösen sehr hoch, sodass die Grundwahrscheinlichkeit deutlich höher ist.
Da bin ich der Meinung, dass man die jeweiligen Grundpopulationen nicht miteinander vergleichen kann, sodass ich mit einer solchen Behauptung vorsichtig wäre.
Und da ihr nun alle eure Qualifikation herausstellt: In meinem Studium befasst man sich zu einem großen Teil mit Statistik und Methodenlehre, da in der Psychologie auch eher mit weichen Daten, oft nicht gut zu kontrollierenden Variablen und Wahrscheinlichkeiten gerechnet werden muss.
Ich habe in meinem beruflichen Schwerpunkt in den letzten Jahren auch Entwicklungen beispielsweise im laborchemischen Bereich miterlebt, die nur durch empirische Forschung zu gewinnen waren. Es ist für viele schwer zu ertragen, dass Beweise nicht immer Beweise sind, sondern oft lediglich Hinweise, dass man nur über Wahrscheinlichkeiten sprechen kann.
Es gibt einfach oft Felder, denen man sich in der Forschung nur vorsichtig nähern kann. Es ist schwer zu ertragen, dass eine Studie immer nur einen Hinweis geben kann, dass es Studien geben wird, die diese scheinbar widerlegen, dass man immer nur unter bestimmten Bedingungen kleine Teilaspekte betrachten kann.
Aber warum sollte nicht nur Deutschland, sondern auch so ziemlich jeder andere Staat auf der Welt die eigene Wirtschaft bewusst lahmlegen wollen und grundlos Angst verbreiten wollen? Ist das die Weltverschwörung um Trump unmöglich zu machen oder die Menschen wieder mehr zum Beten zu bringen?
Und nein, bei uns gibt es keine extreme Übersterblichkeit und keine Horrorszenen aus Krankenhäusern und über Totentransporte in Kolonnen, Massengräber etc. In anderen Ländern gibt es die schon. Und ich kann mich nicht erinnern, so etwas jemals schon gesehen oder gehört zu haben außer ansatzweise in Bezug auf Ebola.
Horst:
Hi Birgit,
ist halt eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Aktuell gibt es nur noch Corona. Nichts anderes mehr. Keine anderen Gefahren, keine anderen Probleme. Alle sind paralysiert - auch unsere (und andere) Politiker.
In der Geschichte sind viele Menschen für Freiheit und ihre Rechte gestorben. Da möchte ich schon bessere Gründe hören wenn man diese Rechte weiterhin wegnimmt oder stark einschränkt, als Lari-Fari-R-Faktoren und Angstmache ohne Zahlen die das belegen.
Bleiben wir bei der Realität. Corona kann verschwinden, stark abschwächen, bleiben, schwanken, sich verschlimmern usw. Theoretisch alles möglich.
Was bedeutet das für die nächsten Monate und Jahre?
1.Wir loten für die entsprechenden Bereiche aus wie man jeweils am geschicktesten mit dem Problem umgeht um Infektionen so gering wie möglich zu halten und machen dann aber mit allen Bereichen (außer Großveranstaltungen) weiter und zwar sofort (wenn das jeweilige Konzept steht).
2. Wir machen im Endeffekt das gleiche wie bei 1. (weil es auf Dauer gar nicht anders geht) nur zögern wir das hinaus, so dass wir bestimmte Bereiche des Alltags, der Wirtschaft, der Gesundheit, der Gesellschaft massiv schädigen.
Habe ich einen Punkt 3. übersehen?
Rainer:
Das ist ja genau die zentrale Kritik von Bhakdi: die ganze Welt ist wie paralysiert und niemand weiss, ob das wirklich ein gefährliches Virus mit hoher Todesrate ist, oder nur ein sehr infektiöses Virus mit moderater Mortalität, aber wenn dann meistens mit gleicher Ursache für Immunschwache.
Und das Problem ist, dass jetzt relativ viele an der gleichen Ursache sterben, die sonst an verschiedenen Ursachen sterben. Und das zu kurieren überlastet sehr einseitig viele der "kaputtgesparten" Systeme, nicht mehr und nicht weniger. Meine Schwägerin sagt dann auch zu mir, "mit Deiner Einstellung hätten wir italienische Verhältnisse", und ich sage dann, "wieso sollten wir denn 80% unsere Beatmungskapazitäten wegwerfen", denn das ist die Voraussetzung für italienische Verhältnisse. Italien hat auch so jedes Jahr 23000 Grippetote gehabt.
Die Massengrabgeschichte ist doch genauso übertrieben, ja, viele Arme bekamen nur ein Massengrab und wahrscheinlich ist die Sterblichkeit auch erhöht, aber bei weitem nicht so, wie es propagiert wurde und dann ist es eben so, aber der aktuell gezahlte Preis, der ist totaler Irrsinn. Und ja, es machen fast alle Länder so, eben weil es die anderen auch so machen, aber davon wird es nicht zwangsläufig richtig. Nüchtern betrachtet sterben nur Promille an Menschen und die allermeisten waren ohnehin schwerkrank. Nenne mir auch nur ein einziges Land, wo auch nur ansatzweise die behaupteten 3% der Bevölkerung zu sterben drohte, meinetwegen auch nur 1%.
Die haben alle Glück(?), selbst Länder wie Brasilien kommen nicht annähetnd auch nur an den Bruchteil solcher Prognosen.
Einen zweiten Lockdown kann auch ein Deutschland nicht verkraften, einen dritten wird es nicht geben, dann haben wir Bürgerkrieg. Es ist und war überzogen, nicht weit entfernt vom Ende unserer Demokratie. Wenn wir dem Virus wirklich nichts entgegen zu setzen haben, dann sterben eben mehr Menschen als sonst. Vielleicht. Aber diese perspektivenlose Zerstörung der Wirtschaft und der Sozialsysteme wäre nicht einmal mit Millionen Toten zu rechfertigen. Das ist Irrsinn.
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