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Söder verliert die Kontrolle...

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Rainer:
Und in Ergänzung, damit wir die extrem teuren Maßnahmen (speziell so Dinge wie Lockdown) auch bezahlen können, müssen wir natürlich die Steuern deftig anheben. Mit einem Mehrwertssteuererlass steuern wir in die total falsche Richtung, was soll das denn bringen?

Da ein gewaltiger Berg zu begleichen ist und da ja ein beachtlicher Teil der Bevölkerung eine unfassbar noble Empathie zu haben scheint, schlage ich eine Art Solidaritätszuschlag vor, allerdings NICHT (wie beim Soli) abhängig von der Einkommenssteuer, sondern direkt abhängig vom Bruttolohn und dann auch nicht lachhafte 5 Prozent, das ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein, sondern wir fangen mal mit 15% "Coronasteuer" an. Jeder gibt von seinem Brutto zusätzlich 15% für die Finanzierung der Lockdowns ab. Mit der Option, das auch gerne auf 20% oder gar 30% zu steigern, so teuer wie es klingt: es wird dennoch einige Jahre dauern, bis wir den angerichteten Schaden auf diese Weise begleichen können. Aber das gebietet ja die Empathie, das ist es Wert, damit 82-jährige Menschen noch ein paar Jahre leben, trotz schwerster Erkrankungen.

Da gehe ich ja davon aus, dass das mit Freuden aufgenommen wird, zumindest wenn ich im Internet die Kommentare lese, dass ja jedes Leben mehr zählt als schnöder Mammon, dann kann ja auch der geneigte Empathiker seinen Willen mit der entsprechend notwendigen Zahlung untermauern. Ich muss zugeben, dass ich nicht glaube, dass das durchzusetzen wäre. Wahrscheinlich wird sich dann herausstellen, dass sehr viele Menschen nur heiße Luft produzieren. Wenn es dann wirklich ans eigene Geld geht, sieht die Welt auf einmal ganz anders aus. Aber vielleicht vertue ich mich da auch, ich würde es sehr gerne herausfinden. Obwohl es ja schon einen ganz zarten Vorschlag in diese Richtung gab, da war auf einmal blankes Entsetzen in der Bevölkerung. Verstehe ich wirklich nicht.

Horst:

--- Zitat von: Rainer am 26. Oktober 2020, 12:52:34 ---Um auch mal wirklich weiter konstruktive Vorschläge zu machen (die allerdings jetzt wohl kaum noch zu erfüllen sind, Spahn und die Politik hat die wertvolle Sommerzeit tatenlos verstreichen lassen und als großes Vorbild ist er auch noch selbst erkrankt - Totalversagen!)
--- Ende Zitat ---
Wäre mal interessant zu hören wo sich unser Gesundheitsminister angesteckt haben könnte - irgendein Hyginenekonzept hat da nicht gegriffen oder er war auf einer Party zu viel ...



--- Zitat von: Rainer am 26. Oktober 2020, 12:52:34 ---1) In Anlehnung an oben: ich würde mindestens Altenheime und weitestgehend Risikopersonen mit FFP2 Masken ausstatten. Ohnehin auch das komplette Pflegepersonal. Leider ist das nicht geschehen, es gibt kein durchgängiges Konzept, Risikopersonen zu schützen.
--- Ende Zitat ---
Vorsicht.
Bei den FFP2 Masken die aus China kommen gibt es Qualitätsmängel. Die haben praktisch Löcher.
Darauf achten, dass die aus der EU sind.







--- Zitat von: Rainer am 26. Oktober 2020, 12:52:34 ---2) In Krankenhäusern hätte ich eigene Corona Stationen eingerichtet. Die Betten mit Atemgeräten ausgestattet, aber vielleicht dennoch nicht so überladen wie ein HighCare Intensivbett, welches jetzt von Corona Kranken belegt wird (und was ein Problem ist). Das verstehe ich überhaupt nicht, warum da nicht ansatzweise etwas in dieser Richtung unternommen wurde. Die Stationen werden isoliert, die Pfleger mit Schutzausrüstung ausgestattet und sind nur für die Corona Patienten zuständig. Das ganze wird im Herbst aktiviert, wenn im Frühjahr die Welle wieder abebbt (vorher glaube ich da sowieso nicht dran), werden die Stationen für alle Patienten freigegeben.

Ggf. hätte man auch eigene Gebäude oder Etagen in Hotels o.ä. auch belegen können. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, leider regiert aber die vollkommene Phantasielosigkeit und Planlosigkeit. Mit Lockdowns ruiniert man stattdessen zusätzlich die Wirtschaft.
--- Ende Zitat ---
Rainer, da muss ich noch mal Wasser in den Wein gießen, in Deutschland fehlt es weniger an Technik und Equipment (zumindest jetzt wo wir nicht das Maskendebakel aus dem Frühjahr verursacht von Spahn haben), sondern uns fehlt das Personal. Es nützt wenig diverse Intensivbetten nachzuschieben wenn Du keine Leute mehr hast, die sich um die Patienten kümmern können. Wobei die Pflegebetten (vor 5 Minuten in den TV-Nachrichten gehört) zu 71 % ausgelastet sind und zu 4% von Corona-Patienten. Ich denke jeder kann selbst mal für sich nachdenken, was in unserem Land eigentlich das Problem ist. Ich denke nicht Corona ...


Ich denke wir steuern auf einen Light-Lockdown zu.

Rainer:

--- Zitat von: Horst am 26. Oktober 2020, 19:59:02 ---Rainer, da muss ich noch mal Wasser in den Wein gießen, in Deutschland fehlt es weniger an Technik und Equipment (zumindest jetzt wo wir nicht das Maskendebakel aus dem Frühjahr verursacht von Spahn haben), sondern uns fehlt das Personal.

--- Ende Zitat ---

Ich weiß, das ist mir auch bewusst (warum eigentlich - warum nicht der Politik??), aber andererseits sieht es auch da immer noch besser aus als in Ländern wie Polen oder Belgien, wo die paar Pflegekräfte jetzt schon auf dem Zahnfleisch gehen. Aber auch dieses Problem hätte man professionell angehen können, immerhin hatte man 7 Monate Zeit, das reicht vielleicht nicht für einen vollprofesionellen Pfleger, aber mit Sicherheit hätte man Hilfskräfte rekrutieren können, die bei vielen Handgriffen hätten helfen können, ohne selbst Entscheider zu sein. Das Bessere ist der Feind des Guten, aber brauchbare Pflegekräfte hätte man haben können (davon bin ich zu 100% überzeugt), wenn man es mit den entsprechenden Maßnahmen (in erster Linie natürlich Geld) angegangen wäre. Aber auch da ist ja überhaupt gar nichts geschehen. Gruselig!

Im Moment kann niemand seriös abschätzen, ob Deutschland mit "einem blauen Auge" durch den Corona Winter kommt. Aber es ist durchaus möglich, zumindest sind wir um Faktoren besser aufgestellt als unsere Nachbarländer und last not least ist auch die Disziplin besser. Egal wie gerade gewettert wird, aber in Belgien, Tschechien usw. ist die Situation um Faktor 20 (mindestens!) enger. Weniger Intensivbetten (pro 100.000 Einwohner), weniger Pflegekräfte, mehr Infektionen. Im statistischen Vergleich liegen wir Lichtjahre vor diesen Nachbarn. Wir werden sehen, ob es ausreicht. Aber der Ärger um die verpassten Möglichkeiten bleibt in jedem Fall. Spahn ist ein Idiot (sorry, aber ich kann es nicht anders sagen). Auch seine neueste Einlassung zur Grippeimpfung ("es gibt genügend Impfungen für alle"), völliger Müll! Sowohl bei unserem Hausarzt als auch bei der Ärztin (aus unserer Korrespondenz) gibt es keine Impfung - nur eine Warteliste. Jens labert Müll.

Horst:

--- Zitat von: Rainer am 26. Oktober 2020, 20:59:11 ---
--- Zitat von: Horst am 26. Oktober 2020, 19:59:02 ---Rainer, da muss ich noch mal Wasser in den Wein gießen, in Deutschland fehlt es weniger an Technik und Equipment (zumindest jetzt wo wir nicht das Maskendebakel aus dem Frühjahr verursacht von Spahn haben), sondern uns fehlt das Personal.

--- Ende Zitat ---

Ich weiß, das ist mir auch bewusst (warum eigentlich - warum nicht der Politik??), aber andererseits sieht es auch da immer noch besser aus als in Ländern wie Polen oder Belgien, wo die paar Pflegekräfte jetzt schon auf dem Zahnfleisch gehen. Aber auch dieses Problem hätte man professionell angehen können, immerhin hatte man 7 Monate Zeit, das reicht vielleicht nicht für einen vollprofesionellen Pfleger, aber mit Sicherheit hätte man Hilfskräfte rekrutieren können, die bei vielen Handgriffen hätten helfen können, ohne selbst Entscheider zu sein. Das Bessere ist der Feind des Guten, aber brauchbare Pflegekräfte hätte man haben können (davon bin ich zu 100% überzeugt), wenn man es mit den entsprechenden Maßnahmen (in erster Linie natürlich Geld) angegangen wäre. Aber auch da ist ja überhaupt gar nichts geschehen. Gruselig!

Im Moment kann niemand seriös abschätzen, ob Deutschland mit "einem blauen Auge" durch den Corona Winter kommt. Aber es ist durchaus möglich, zumindest sind wir um Faktoren besser aufgestellt als unsere Nachbarländer und last not least ist auch die Disziplin besser. Egal wie gerade gewettert wird, aber in Belgien, Tschechien usw. ist die Situation um Faktor 20 (mindestens!) enger. Weniger Intensivbetten (pro 100.000 Einwohner), weniger Pflegekräfte, mehr Infektionen. Im statistischen Vergleich liegen wir Lichtjahre vor diesen Nachbarn. Wir werden sehen, ob es ausreicht. Aber der Ärger um die verpassten Möglichkeiten bleibt in jedem Fall. Spahn ist ein Idiot (sorry, aber ich kann es nicht anders sagen). Auch seine neueste Einlassung zur Grippeimpfung ("es gibt genügend Impfungen für alle"), völliger Müll! Sowohl bei unserem Hausarzt als auch bei der Ärztin (aus unserer Korrespondenz) gibt es keine Impfung - nur eine Warteliste. Jens labert Müll.

--- Ende Zitat ---

Ja, die "Performance" des Gesundheitsministers lässt zu wünschen übrig (ich formuliere freundlich  ;)). Aber das offenbart ein grundlegendes Problem des politischen Establishments - fragwürdige Struktur und zu schlecht bezahlt (wirklich gute Leute gehen nicht in die Politik - die verdienen anderswo besser).
Man hatte im März mal einen Ansatz mit Medizinstudenten, die geholfen haben/parat standen. Prinzipiell aus der Not eine Möglichkeit - das hätte man für den Herbst/Winter  für den Fall einer 2.Welle rekrutieren/strukturieren können. Höre jetzt nichts von einem Konzept dazu. Ich höre nur von sich ständig ändernten Regeln die überall im Land anders sind und keiner mehr durchblickt was er wann, wo, wie lange darf.

Jedenfalls siehe dem super Artikel von der Berliner Zeitung - das wird ein Marathon. Lockdown - Öffnung - Lockdown - Öffnung wird uns nicht helfen. Hier braucht man eine langfristige Strategie für die nächsten Jahre, auch wirtschaftlich. Ich finde nach wie vor das schwedische Konzept als das langfristig bessere.
Wenn wir das Virus nur durch Lockdowns bekämpfen und dann unseren Wohlstand/Struktur/Handlungsfähigkeit für Generationen zerstören, schießen wir ein größeres (auch medizinisches) Eigentor, dass uns mehr zu schaffen machen wird als Covid-19. Die aktuelle Politik ist aber wieder nur bis zur Nasenspitze (also super kurzfristig) gedacht und null was soll in den nächsten Jahren passieren.
Im übrigen Deinen "Corona-Solidaritätszuschlag" musst Du nicht fordern - der kommt sowieso. Allein für 2021 sind 1,5 Billionen Euro zu bezahlen. Wer wird das wohl übernehmen? Es wurde bereits angekündigt, dass die Krankenkassenbeiträge dramatisch steigen werden. Dabei wird es nicht bleiben. Wieder eine Belastung vor allem für den schwindenden Mittelstand ...

Da kommt was auf uns zu wenn sich der Rauch gelichtet hat. Manches davon ist alternativlos, manches muss man jetzt tun und ist auch richtig - aber die Gießkanne schwenkt auch nutzlos in Richtungen die nur Geld verbrennen und uns über Jahrzehnte nachhängen werden, so dass wir uns Schnitzer wie Scheuer's Maut-Desaster wünschen werden ...

Corona wird sicher nicht verschwinden. Wir müssen langfristige Strategien finden - gut damit klar zu kommen - wahrscheinlich auch einen neuen Sommer - Winter Rhytmus erfinden (was auch unser Thema Reisen beeinfliussen könnte), solange bis eine gewisse Grundimmunität geschaffen ist, bzw. das Virus den Gefährdungsstatus (vor allem in den Köpfen) der Grippe einnimmt, für den wir ja auch nichts geändert haben.

Rainer:

--- Zitat von: Horst am 26. Oktober 2020, 19:59:02 ---Vorsicht.
Bei den FFP2 Masken die aus China kommen gibt es Qualitätsmängel. Die haben praktisch Löcher.
Darauf achten, dass die aus der EU sind.

--- Ende Zitat ---

Ist nur alles nicht so einfach - ich habe vorhin noch eine Bestellung "FFP2" Masken bekommen - ausgepackt: steht aber "KN95" auf der Maske. Und das ist eine chinesische Norm, also nix mit FFP2. Im Prinzip sind die zwar auch so dicht wie FFP2 Masken, aber es sind eben chinesische Masken. Ich glaube sowieso, dass fast alle Masken im Endeffekt aus China kommen. Aber ich sehe das nicht soo eng, wenn die Löchlein haben, schlupft vielleicht dieses oder jenes Virchen noch hindurch, aber man müßte sie ja ohnehin komplett dicht am Gesicht tragen, was ja auch nicht richtig gelingt (ist nicht so einfach). Aber ich bin trotzdem überzeugt, dass so eine Maske einen erheblich besseren Schutz darstellt als die billigen Papierfetzen, die die meisten herumtragen. Und 100% Sicherheit hat man sowieso nicht, aber angeblich ist es ja schon eine große Hilfe, wenn die Virenlast an sich reduziert wird, führt angeblich im Zweifelsfall zu deutlich leichteren Verläufen.

Heute habe ich übrigens einen Artikel im Internet gelesen, dass man auf der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten wieder ein altes Medikamt (irgendein Psychopharmaka) gefunden hat, welches wohl sehr potent die Ausbreitung des Virus im Körper blockiert und damit zur aktiven Heilung verhilft. Da das Medikament schon lange eine Zulassung hat, braucht es ja auch nicht mehr die langen Studienzeiten zu absolvieren, die Hoffnungen sind recht groß, die man in das Medikament setzt und man ist auch sehr optimistisch. Wenn es wirklich so ein Medikament geben sollte, halte ich das fast für noch wichtiger als eine Vaccine, denn es würde die Angst vor der Ansteckung nehmen (die eigentliche Crux an Corona, die Angst und das, was wir daraus machen). Ich komme gerade leider nicht mehr auf den Namen, aber ich werde es wiederfinden. Da war auch noch von einem zweiten Medikament die Rede, welches ebenso ein Hoffnungsträger ist. Dieses Remdesivir ist dagegen wohl relativ bedeutungslos und leistet nicht wirklich viel, ist zumindest sehr umstritten.

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