14. Oktober Ronda – Jardines de Cuenca & La MinaVon der Plaza del Soccoro führt uns eine stellenweise steile Gasse hinunter zu den
Jardines de Cuenca, benannt nach der Partnerstadt von Ronda. Der Garten ist in Terrassen direkt an der Abbruchkante der Schlucht El Tajo angelegt.

Gleich oben am Eingang befindet sich mal wieder ein Mirador für etwas andere Blicke auf Puente Nuevo und Canyon.

Hier können wir mal wieder "Influenzas" bei der Arbeit zuschauen, diesmal britische "Gimme a smile" - Klick, klick - "Another pose" klick, klick

Kersten darf sich auf einer Bank im Schatten ausruhen, während ich die Treppen hinabsteige bis zur
Puente Viejo
Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut, ist aber entgegen dem Namen nicht die älteste Brücke. Die liegt noch etwas tiefer und heißt heute Puente San Miguel.
Der Blick von der Brücke zeigt, wie eng El Tajo eigentlich ist.

Außerdem kann ich schon deutlich die Fortführung des Camino del Desfiladero del Tajo erkennen; typischer Klammsteig. Bis zur kompletten Eröffnung kann es eigentlich nicht mehr lange dauern und um den zu gehen würden wir glatt nochmals wiederkommen

Ebenfalls zu sehen einen nun abgesperrten Abstieg in die Schlucht hier bei der Brücke. Kann mich leider nicht erinnern, ob wir den mal gegangen sind.

Puente San Miguel und weitere Eindrücke
Iglesia de Padre Jesúsein paar Schritte von der Brücke entfernt, leider auch geschlossen
Jenseits der Brücke führt ein Weg weiter hinunter zur Puente San Miguel und alten arabischen Bädern, sowie ein weiterer durch den Arco de Felipe V hinauf in die Altstadt. Da ich aber noch den Gatten wieder einsammeln muss, stiefele ich die Terrassen des Jardin wieder hinauf. Gemeinsam spazieren wir weiter zurück bis zur neuen Brücke und zum südlichen Rand. Jetzt wird es aber Zeit für eine Kaffeepause!
Die Bar beim Museum Lara hat nicht nur nette Außenplätze, sondern serviert neben den üblichen belegten Broten und - wie wir am Nachbartisch sehen - üppigen Tapas auch Eisbecher

Frisch gestärkt nehmen wir den nächsten Abstieg in Angriff und zwar den einzigen, auf den wir schon mal bis zum Rio gekommen sind. Der führt in der
Casa del Rey Moro, über in den Fels geschlagene Treppen. Im 14. Jhd. wurde nämlich hier in einer natürlichen Felsspalte eine Wassermine - La Mina - angelegt. Sie diente dazu, die Wasserversorgung der Festung auch in Belagerungszeiten sicherzustellen. Ein Brunnenrad schöpfte das kostbare Nass aus dem Fluss und Sklaven - häufig katholische Gefangene - schleppten die Gefäße hinauf. Die Felsspalte wurde außerdem zu einer Art Turm erweitert, mit Kammern, in denen Wasserkrüge gelagert werden konnten. Das Gebilde war auch als Fluchtweg nicht zu verachten.
Der Zugang heute erfolgt über eine breite Wendeltreppe, die sich über sechzig Meter durch den Felsen schlängelt. 195 Stufen zählen die vor uns.
La MinaUnten kommen wir durch einen Felsbogen zu einer Plattform am Guadalevin am Fuße der Schlucht.

Auch hier führt der Klammweg schon vorbei, ist aber versperrt. Also müssen wir wohl oder übel die Stufen wieder hinauf

Der Eintritt ins Casa del Rey Moro kostet mittlerweile 10 Euro pP. Am Haus selber wird grad gebaut, wir könnten noch die Gärten besichtigen, verzichten jedoch. Denn das hieße ein weitere Ab- und Anstieg, sie sind nämlich ähnlich wie die Jardines de Cuenca angelegt. Außerdem waren wir dort schon mal.
Wir spazieren zurück zur Puerta del Almocábar und den Roller. Hier noch Eindrücke aus den Gassen Rondas


Kersten ist neugierig, ob wir wohl mit dem Roller bis zu den Aussichtspunkten bei den Mühlenhäusern kommen. Okay, probieren geht über studieren

Wir fahren also vom Platz aus eine Straße am Fuß des Hügels entlang, kommen an einem großen staubigen Parkplatz vorbei und schließlich zu einer Gabelung ohne Beschilderung. Wir bleiben auf der oberen Route, die bald zu einer löchrigen Kopfsteinpiste wird. Nach zweimal Wegrutschen und vor einer steilen Abfahrt, drehen wir allerdings um und versuchen die untere Strecke. Die ist zwar besser zu fahren, liefert aber nur entfernte Ansichten.


Danach geht's zurück zum Campingplatz. Übliches Abendprogramm.
Fußweg Teil 1, ohne Camino Strecke
Fußweg Teil 2
Rollerstrecke: