06/07.11.2025 Wien – SingaporeMit dem Abendflug ging es nach München und mit Lufthansa weiter nach Singapore, das am späten Nachmittag erreicht wurde. Von knapp über 0°C bei dichtem Nebel in München, schaut das gleich ganz anders aus.

Zur besseren Navigation hatten wir ein e-SIM bei Holafly gekauft. Sie soll praktisch fast überall funktionieren. Wir hatten sofort Kontakt und sie funktionierte in Singapore sehr gut.
Für Europäer verläuft die Einreise unkompliziert. Die Einreiseerklärung muss innerhalb von 3 Tagen vor der Einreise online durchgeführt werden. Am Flughafen braucht dann an den vielen Schleusen nur noch der Pass eingescannt werden. Noch ein Foto und es ist alles ist in wenigen Sekunden ohne Warten erledigt.
Mit der MRT ging es in die Stadt. Zum Bezahlen der Fahrt braucht es nur eine Kreditkarte, Apple Pay etc. Das Zahlungsmittel wird an der Zugangsschleuse eingescannt und beim Verlassen der U-Bahn wieder auf das Lesegerät gelegt. Bezahlt wird nach der Länge der Fahrt.
Beim Einsteigen war ich schon im Zug als die Türen sich schlossen. Heike war noch auf dem Bahnsteig. Die Reise hatte noch gar nicht richtig begonnen und wir waren schon getrennt. Wir konnten noch kommunizieren, dass ich bei der nächsten Station aussteigen soll. So machte ich es und wir waren im nächsten Zug wieder beisammen.
Bei der Station Bugis verließen wir die MRT und gingen den kurzen Weg zu unserer Unterkunft dem Park View Hotel. Die schwülen 30°C waren schweißtreibend. Kamen wir doch aus dem vorwinterlichen Österreich.
Das Hotel war nicht weit von dem Hauptsehenswürdigkeiten entfernt. Das hatte den Vorteil, dass alles fußläufig zu erreichen war. Wir machten uns gleich auf den Weg.
Um den Weg zu verkürzen wollten wir einen Abschneider durch ein großes Einkaufzentrum der Suntec City, das dem Hotel gegenüber lag, machen. Gleich nach dem Eingang war unverkennbar, dass auch in Singapore Weihnachten ist. Auch wenn es sich nicht so anfühlt.

Aus dem Abschneider wurde ein Irrweg, bis wir einen Ausgang an einer ganz anderen Stelle fanden, als erwartet. Google Maps hat uns aber wieder auf den richtigen Weg zur Marina Bay gebracht.
Bald war der Aufgang zur Helix Bridge erreicht. Es war nun schon finster und die Beleuchtung der Brücke und des Marina Bay Sands kam voll zur Geltung. Die Farben wechselten innerhalb von wenigen Minuten.


Wie der Name schon sagt, ist die Brücke der Doppelhelix unserer DNA nachempfunden. Am Boden sind im regelmäßigen Abstand die 4 Aminosäuren, in unterschiedlichen Kombinationen als Lichtpunkte eingebaut, die unsere DNA ausmachen.
Von der Brück gibt es schon einen ersten wunderbaren Ausblick auf die beleuchtete Skyline, sowie die Lichtspiele des ArtScience Museum im Vordergrund.

Die Lichtspiele zogen uns in ihren Bann. Wir konnten uns gar nicht stattsehen. Es tat sich immer etwas. Warum werden wir erst später erfahren. Wir waren zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.


Nach der Brücke machten wir uns auf den Weg zu den Gardens by the Bay. Auf der anderen Seite etwas abgelegen ist das Riesenrad zu sehen. Die Farben wechselten ebenfalls laufend.

Wir wollten zur 19:45 Lichtshow beim Supertree Grove sein. Angeblich soll es bei den Vorführungen immer sehr voll sein. Daher wunderte es uns sehr, dass bei den vermeintlichen Bäumen keine Menschen sind.


Bis wir bemerkten, dass wir bei der falschen Baumgruppe waren. Aber auch beim Supertree Grove war nicht viele los. Der Platz war gut besucht, aber alles sehr aufgelockert und keine Drängerei. Gleich nach unserer Ankunft begann die Show.




Die Musik zur Lichtshow war ein Medley aus verschiedenen bekannten Musicals. Alles sehr stimmig und toll anzusehen.
Nach etwas mehr als einer viertel Stunde war die Show beendet und der Tross machte sich mit uns auf den Weg Richtung Marina Bay Sands.

Auf der Brücke zum Hochhaus sind Insektenskulpturen zu sehen.

Wir durchquerten dieses imposante Bauwerk und gingen weiter zum Sands Expo & Convention Centre. Dabei handelt es sich um ein großes Einkaufzentrum. Auch hier war alles schon weihnachtlich geschmückt.

Der Nussknacker entspricht hier dem Christkind oder dem Weihnachtsmann.

Hauptsächlich gibt es Geschäfte der bekannten Luxus-Ketten. Im Keller gibt es eine Art Hawker Center. Hawker Centers sind im Prinzip Food Corners. Hier können günstig Mahlzeiten aus verschiedenen Verkaufsständen je nach kultureller Herkunft der Besitzer erstanden werden. Das macht die Auswahl recht schwierig. Alles wird frisch zubereitet.
Nach dieser Stärkung gingen wir zur Waterfront um die Skyline der Hochhäuser rund um die Bucht zu sehen. Wir kamen genau zum Beginn der Spectra - Light & Water Show. Das ganze Hafenbecken und die Gebäude wie das Mariana Bay Sands, das Sands Expo & Convention Centre und das ArtScience Museum sind in die Show eingebunden. Wir standen seitlich, so konnten wir nicht alle Figuren erkenne, aber wir hatten ja noch zwei weitere Abende. Jetzt war klar, warum auf der Helix-Brücke alles wechselnd geleuchtet hatte.

Schon etwas müde, setzten wir uns zu einer Bar vor dem Convention Centre und beobachteten das Treiben auf der Promenade. Eine Kühlung darf nicht fehlen.

Nach 22 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Es ist deutlich zu erkenne, dass Singapore eine der sichersten Städte der Welt ist. Eine Frau geht vor uns allein, auf das Handy blickend durch einen dunklen Park. Es gibt kein ängstliches Aufblicken, wer geht im Dunkeln hinter mir. Auch nicht als wir die Frau in eine finstere Unterführung folgten.