16.11.2025 Matarangi - TaupoDer Himmel war wolkenlos und ein Frühstück auf der der Terrasse wieder möglich.

Bevor wir uns von dieser sehr schönen Unterkunft verabschiedeten, unterhielten wir uns noch mit der Gastgeberin über Ziel auf der fast 5-stündigen Fahrt nach Taupo. Als erste Ziel wurde der Putaruru oder Te Waihou Blue Spring auserkorene.
Nach Thames enden die kurvenreichen Straßen und wechseln zu langen Geraden. Das Navi führte uns auf den kürzesten Weg zu den Blue Springs. Wir fuhren daher auf vielen interessanten Nebenstraßen und bekamen so einen tieferen Einblick in die Landschaft und deren Bewohner. Nach 3 Stunden erreichten wir den Parkplatz auf der Whites Road.
Der Zutritt erfolgt über ein Tor, gleich neben dem Fluss. Eintritt ist keiner zu bezahlen. Es war Sonntag und daher einiges los. Der Spazierweg führt immer entlang des Flusses und ist sehr schön angelegt. Die grünen Hügel und das klare Wasser ergaben eine tolle Kulisse.



Je weiter wir flussaufwärts gingen, desto schöner wurde das Farbenspiel im Fluss.




An manchen Stellen tummelten sich Enten im Wasser.


Das Tal wurde enger und die Bäume dichter. Zwischen den Bäumen lugte das blaue Sediment des Baches herauf.

Nach etwa mehr als einer Stunde erreichten wir die Blue Spring. Hier entfaltete sich die ganze Pracht des farbenfrohen Sedimentes, mit den Wasserpflanzen und dem kristallklaren Wasser- Sehr schön anzusehen.




An diesem Punkt wird auch 50% des in Neuseeland abgefüllten Trinkwassers über einen Brunnen gewonnen.
Zurück geht auf dem gleichen Weg. Für den 14 km langen Weg und den 270 Höhenmetern haben wir wenig mehr als 2 Stunden gebraucht.


Das nächste Ziel war Rotorua, die größte Stadt in dieser Gegend. Auf halben Wege sagte Heike, dass wir vom nationalen Shuttle Dienst ein Mail erhalten hatten, dass der Transport im Tongariro Nationalpark storniert wurde. Wir beschlossen bis Rotorua zu fahren und uns die Sache genauer anzusehen.
Rotorua liegt an einem großen Kratersee und es gibt heiße Quellen in einem Park mitten in der Stadt. Wir sind zu diesem Park gefahren. Schon vom Parkplatz aus war der Dampf zu sehen. Bevor wir seine Sehenswürdigkeiten genießen konnten, wollten wir noch die Sache mit dem Shuttle klären.

Tatsächlich wurde der Transport storniert. Begründet wurde das damit, dass die Neueröffnung erst um 10 Uhr sein wird und sie sich den Stress mit den vielen zu erwartenden Besuchern nicht antun wollten. Wir können das Geld zurückfordern oder den Termin verschieben, wobei gleich angemerkt wurde, dass ab Dienstag einige Wetterwarnungen aktiv sind.
Verschieben war wegen dem Wetter nicht möglich. Wir begannen daher nach anderen Anbietern zu suchen, ob sie Transporte durchführen. Wir stießen auf Tongariro Expeditions das noch zum letzten Termin Plätze frei hatte. Wir buchten sofort und hofften, dass es funktionieren würde.
Nun konnten wir uns dem Park widmen. Wir spazierten die einzelnen Pools ab.


Die interessantesten waren an der Nordseite. Dort gibt es einen größeren dampfenden Teich mit schönen Farbspielen.



Nicht weit davon entfernt gab es ein kleiner Geysir ist zu sehen.
Daneben befinden sich tiefe dunkle Pools.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Fußbadestelle. Sie war gut besucht.
Mit dem Auto fuhren wir den kurzen Weg zur Uferpromenade. Sie dürfte relativ neu sein.


Am Weg sind Skulpturen zu sehen. Am meisten ins Auge springen die 3 kunstvoll geschnitzten Holzpfähle. Sie haben spirituelle Zwecke und heißen in der Maorisprache Pouwhenua oder kurz Pou. Oft wirken sie bedrohlich.

Während wir auf der Promenade entlang schlenderten, kam ein Hubschrauber herangeflogen, der direkt vor der Promenade auf einer Plattform landete. Wir gingen zu dem Häuschen und sahen, das Hubschrauberrundflüge über die Vulkane angeboten werden.
Unser nächstes Ziel waren die Schlammtöpfe beim Sulphur Point. Wie der Name schon sagte, roch es hier sehr stark nach Schwefel. Ansonsten gab es hier nichts Besonderes zu sehen.


Mehr erfreute uns der Anblick des Mail von Tongariro Expeditions. Sie teilten uns mit, dass wir morgen spätestens um 9 Uhr bei ihrem Parkplatz bei den angeführten Koordinaten sein sollten, da morgen mit viel Verkehr gerechnet wird. Ihre Shuttles würden um 9:30 abfahren.
Beruhigt machten wir uns auf den Weg Richtung Taupo, dass wir nach rund einer Stunde erreichten. Nachdem wir uns mit Lebensmittel für die morgige Wanderung eingedeckt hatten, fuhren wir zu unserer Unterkunft dem B&B Kowhai Studio, das wir über Airbnb gebucht hatten.
Das Breakfirst war eher symbolisch gemeint. Es handelt sich Kaffee, Tee, Milch und Butter, Marmelade und komische Brötchen. Ansonsten war es hier sehr angenehm und ruhig. Mit der Besitzerin hatten wir, außer einem kurzen Hallo, weil sie gerade zufällig auf der Terrasse war, keinen direkten Kontakt. Sie hat uns aber mit vielen Notizzetteln auf allen Geräten usw. Nachrichten hinterlassen, was wir nicht tun sollten.
Es gab auch zwei E-Bikes, um ins Stadtzentrum zu fahren. Zu unserem Glück, ließ sich aber das Fahrradschloss nicht öffnen. Es wurde am Abend sehr kühl. Wir wären bei der Heimfahrt erfroren.
Wir fuhren daher mit dem Auto Richtung Stadtzentrum. Zuerst machten wir einen halt bei den heißen Badestellen. Diese Badestellen waren aber nicht mehr zu gebrauchen. Als der Tauposee etwas aufgestaut wurde, wurden sie überschwemmt.

Der Lake Taupo ist ein riesiger Kratersee, der bei einem der stärkten bisher bekannten Vulkanausbrüchen auf dieser Erde vor rund 26.500 Jahren entstanden ist.

Wir fuhren daher weiter zum Zentrum und suchten uns ein Lokal zum Essen. Die Wahl fiel auf das Dixie Browns. Die erste Hürde war das Bestellen. Es konnte nur über einen QR-Code am Tisch bestellt werden. Das funktionierte aber mit unseren Handys nicht. Daher musste ich zur Theke gehen und unsere Bestellung aufgeben. Die nächste Hürde war das Bier. Normals gezapftes Bier aus Neuseeland zu bestellen ist nicht so einfach. Die Neuseeländer stehen auf Ale oder Bier mit einem Zusatzgeschmack nach Kräutern, Früchten usw. Natürlich konnte normales Industriebier der internationalen Anbieter wie Heineken, Corona usw. in Flaschen bestellt werden. Das wollten wir aber nicht. Ale ist für mich ok, aber Bier mit Geschmack brauche ich nicht. Heike mag weder das eine noch das andere. Da ich das noch nicht wusste, bestellte ich ein Pilsner von einer lokalen Brauerei im Glauben es sei ein normales Bier.
So kamen wir zum ersten Mal in Kontakt mit dem neuseeländischen Bier mit Geschmack. Das Essen war dagegen hervorragend. Vor dem Lokal leuchtet ein Kunstwerk mit einem Pou im Zentrum in der Abendsonne.
