Autor Thema: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland  (Gelesen 6004 mal)

Susan

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #75 am: 05. März 2026, 20:12:54 »
Wieder interessante Wanderungen, schade, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat. Immerhin war euch am Abend noch ein Blick vergönnt.

Über die Brücke würde ich wenn, dann auch ziemlich eiligen Schrittes gehen  8) Als Zugang zum Skifahren wäre mir das Geschleppe da hoch auf jeden Fall zu weit  :P
Liebe Grüße
Susan


Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #76 am: 06. März 2026, 18:42:55 »
21.11.2025   Pouakai Crossing

Tatsächlich war das Frühstück um 5 Uhr 15 fertig. So konnten wir überpünktlich nach rund einer Stunde Fahrzeit am Mangorei Road Car Park sein. Schon auf der Anfahrt war zu sehen, dass es an diesem Tag Kaiserwetter gab. Nur eine ganz tiefe dünne Wolkenschicht war an manchen Stellen zu sehen.



Der Parkplatz ist der Endpunkt des Pouakai Crossing und Ausgangspunkt für zahlreiche andere Wanderungen. Kurz vor 7 Uhr kam der Shuttle Bus aus New Plymouth. Als wir abfuhren, war der Bus halb gefüllt. Es wird auf dem Weg daher nichts los sein, da zu keiner anderen Zeit Shuttle Buse fahren. Nach einer ½ Stunde haben wir den Ausgangspunkt das Mt Egmont Visitor Center auf 940m erreicht. Der Vulkan thront über dem Parkplatz.



Der Weg führt zuerst durch das Gebüsch. Die Sträucher und das Moos ergeben wieder eine sehr schöne Umgebung.





Bald ist die Gebüschgrenze auf ca. 1.400m erreicht. Das Wetter war perfekt. Wir waren über der dünnen Nebeldecke und der mit Schneeresten bedeckte Vulkangipfel vor uns.





Auch hier gab es die Warnschilder, die auf eine große Gefahr hinweisen. Der Weg war aber nie auch nur ansatzweise gefährlich.



Nach diesem Anstieg ging es der Vulkanflanke entlang, mit spektakulärer Aussicht auf die weite vom Hochnebel bedeckte Ebene.







In der Ferne ist der Schicksalsberg zuerkennen.



In der Bergflanke ist der Weg gut zu erkennen.





Wie überall in Neuseeland sind am Wegesrand unzählige Fallen mit Giftköder aufgestellt, um unerwünschte eingeschleppte Tiere wie Ratten, Nerze, Possums usw. zu eliminieren.





Ein Einschnitt nach dem anderen wurde hinüber zum Holly Hut durchwandert.









Nach einiger Zeit war in der Ferne eine Grasebene zu sehen, in dem wir den Mirrow Lake vermuteten. Er soll der Höhepunkt der Wanderung sein. Es war auch zu erkennen, dass die Nebeldecke anstieg. Wir beschleunigten daher, damit uns der Nebel nicht einen Strich durch die Rechnung macht.



Nun ging es rasch an der Nordseite des Vulkanes hinab zum Holly Hut.







Die Holly Hut ist eine unbewirtschaftete Berghütte und Schlafstelle. Diese Hütten sind in Neuseeland generell nicht bewirtschaftet. Bei der Hütte legten wir eine Jausenpause ein.



In der Hütte hängt eine Beschreibung, wie Spuren der Kiwis erkannt werden.


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Susan

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #77 am: 08. März 2026, 12:11:11 »
Ah, endlich mal Prachtwetter  ^-^ Ein toller Weg so quasi über den Wolken. Dann hoffe ich mal, dass die nicht allzu sehr näher gekommen sind.
Liebe Grüße
Susan


Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #78 am: 08. März 2026, 17:05:45 »
Ah, endlich mal Prachtwetter  ^-^ Ein toller Weg so quasi über den Wolken. Dann hoffe ich mal, dass die nicht allzu sehr näher gekommen sind.

Vom Wetter her ist Neuseeland etwas problematisch. Die Insel liegt quer im Westwindband, daher ist es sehr unbeständig und es gibt oft Unwetter.
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Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #79 am: 08. März 2026, 17:08:18 »
21.11.2025   Pouakai Crossing   Teil 2

Nach dieser Pause machten wir uns wieder auf den Weg. Wir sahen, dass der Nebel weiter heraufgekommen war. Das bereitete uns Sorgen, dass er die Grasebene vor uns, auf der wir den Mirror Lake vermuteten, zuerst erreichen würde.



Gleich nach der Hütte begann ein landschaftlich außergewöhnlich schöner Weg.











Dieses mit hohem braunem Gras bedeckte Becken war landschaftlich mit dem mächtigen Vulkan im Hintergrund ein Höhepunkt der gesamten Reise.







Nach dem Bach im Becken, vermuteten wir die Abzweigung zum Mirror Lake.





Die Angst vor dem Nebel war unbegründet, da es nach diesem Becken wieder länger einen Berg hinauf ging. Die Aussicht von diesem Weg hinauf war vom Feinsten. Wir konnten gar nicht genug bekommen.





Oben angekommen tauchten wir wieder in einen Wald ein, der nach uns oder in die Landschaft zu greifen schien.







Es ging nun einem Bergrücken entlang zur Abzweigung zum Mirror Lake. Die Aussicht war auch hier mit dem dominanten Vulkan wieder traumhaft.







In der Ferne war das Meer zu sehen.



Was für eine Farbenpracht.




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Christina

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #80 am: 09. März 2026, 18:18:51 »
Wow, was für eine tolle Landschaft und dazu noch das herrliche Wetter.


LG Christina

Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #81 am: 10. März 2026, 18:56:28 »
21.11.2025   Pouakai Crossing   Teil 3

Bei der Abzweigung gibt es einen Aussichtspunkt mit Info-Tafeln. Vom Holly Hut kommend kann die Abzweigung leicht übersehen werden, da der Mirror Lake nicht angeschrieben ist.



Der Ausgebaute Weg führt spektakulär durch die Landschaft. Er schien ins nichts zu gehen.





Bei Mirror Lake war leider eine Baustelle. Der Boardwalk wurde neu errichtet. Trotzdem konnten bei günstigem Wind tolle Bilder gemacht werden.







Weil es hier so schön war, verbachten hier eine längere Rast. Der See diente als Kultstätte und steht unter besonderen Schutz der Maori.



Es waren deutlich mehr Leute hier, da die meisten direkt vom Mangorei Road Car Park heraufkamen.

Als wir wieder zurück bei der Abzweigung waren, ergaben eine Nebelschicht und der Vulkan ein schönes Schauspiel ab. Der Nebel versuchte den Vulkan zu umzingeln.







Von der Abzweigung weg, ging es nun nur noch die knapp 700 Höhenmeter durch Gebüsch und den Wald hinab zum Parkplatz. Kurz nach der Abzweigung befindet sich der Pouakai Hut in schöner Lage.





Diese Wanderung hat uns ebenso gut gefallen, wie die Tongariro Überquerung. Sie war 21,1 km lang und hatte etwas mehr als 900 Höhenmeter. Wir waren zu Fuß 8 Stunden und 40 Minuten unterwegs. Schöner ist der Weg in die andere Richtung. Den Vulkan hat man dann immer vor sich. Der Wermutstropfen ist, dass 400 Höhenmeter mehr zu überwinden sind.

Zum Abendessen sind wir wieder zum Colonel Malone's Restaurant & Bar gefahren. Die Kellnerin von gestern war nicht da, sondern eine jüngere. Sie hat überhaupt nicht verstanden, was wir wollten. Sie brachte uns ein Bier, das extrem schmeckte. Einen anderen Kellner, den wir zur Hilfe holten, schnaufte durch und verdrehte die Augen, als er von unserer Kellnerin erfuhr, was sie uns gebracht hatte. Es war ein Craft Bier mit fast 10% Alkohol.

Zum Sonnenuntergang waren wir zurück bei unserer Unterkunft und besichtigten den gepflegten Garten.






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Susan

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #82 am: 11. März 2026, 11:13:10 »
Eine weitere tolle Wanderung!

Mit der Gräserebene, den Wald mit den urig knorrigen Bäumen und als Höhepunkt der Vulkankegel und der See eine fantastische Landschaft  :herz:

Die Unterkunft schaut auch ausgesprochen nett aus. Wo bucht man so etwas?
Liebe Grüße
Susan


Christina

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #83 am: 11. März 2026, 18:36:53 »
Eine wirklich tolle Wanderung, ganz anders als die Tongariro Crossing, aber genauso beeindruckend.


LG Christina

Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #84 am: Heute um 20:36:30 »

Die Unterkunft schaut auch ausgesprochen nett aus. Wo bucht man so etwas?

Diese Unterkunft habe ich auf Bookingcom gefunden und sehr früh gebucht.
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Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #85 am: Heute um 20:50:17 »
22.11.2025   Stratford - Auckland

Beim Frühstück fragten wir die Besitzerin, warum das Haus verkauft werden soll. Sie sagte, dass die Kinder wo anders leben und sie für das große Haus und dem Garten schon zu alt sind. Sie suchen schon seit 2 Jahren einen Käufer. Es muss der richtige sein, der den Garten zu schätzen weiß. Den Bauträgern, die großes Interesse haben, wollen das Grundstück nicht verkaufen.

Es war fast wolkenlos, als wir uns auf den Weg machten. Der Vulkan steht in seiner vollen Pracht in der Landschaft.




Da das Wetter so schön ist fuhren wir nochmals zum Stratford Plateau hinauf. Bei Sonnenschein und klarer Sicht kommt die Brücke und die Aussicht noch viel besser zur Geltung.





Es sind auch gut die Bergstation des Schigebietes und die Sicherheitszäune der Piste zu sehen.



Auf der Brücke ist es auch gleich viel spektakulärer.





Nach diesem kurzen Ausflug ging es Richtung Auckland. Wie bei der Herfahrt zuerst entlang der Westküste. Zwischen Inglewood uns Waitara war eine Baustelle mit wechselseiteigen Anhaltungen. In der Mitte der Baustelle wurden wir offensichtlich gezielt von einer Frau mit Tablett fotografiert. Uns war nicht bewusst, was wir falsch gemacht haben könnten. Bis jetzt wurde noch nichts vom Vermieter abgezogen, hoffentlich bleibt das so. Verkehrsstrafen sind in Neuseeland teuer. Die Straßen sind in Neuseeland eher im schlechten Zustand. Auch auf den Hauptverbindungen können unvermutet große tiefe Schlaglöcher vorkommen.

Unser erstes Ziel an der Küste waren die White Cliffs. Wir hatten schon befürchtet, dass wir wegen der Flut nicht auf den Strand können. Genauso war es auch.





Gleich erging es uns klarerweise bei den Three Sisters and the Elephant Rock. Hier gab es wenigstens gegenüber einen schönen wenig besuchten Aussichtspunkt.







In der Ferne schaut der Vulkangipfel über der Wolkengrenze hervor.



Beim Aussichtspunkt besuchten wir noch einen alten Friedhof aus der Zeit der Einwanderer.



Unser Hauptziel an diesem Tag war das Otorohanga Kiwi House. Neben anderen Tieren und Vögeln Neuseelands gibt es hier ein spezielles Kiwi Gehege. Zuerst besuchten wir die Geckos. In Terrarien werden verschiedene Arten gehalten. Gar nicht so einfach sie zu entdecken.







In großen Vogelgehegen wurden verschiedene einheimische Vögel gehalten. Auch sie versteckten sich recht gut.



Als wir bei einem Wassertümpel vorbeikamen, war gerade eine Führung und es wurden riesigen Ale angefüttert.

Zum Schluss gingen wir zum Höhepunkt dem Kiwi Gehege. Kiwis sind nachtaktiv, daher muss im Gehege eine Vollmondnacht simuliert werden, damit sie zu sehen sind.



Als wir ins Gehege traten, sahen wir eine Zeitlang wenig bis nichts. Erst als sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnten Details erkannt werden. Es brauchte nun Geduld. Nach einiger Zeit war im Hintergrund Bewegung zu sehen und wir konnten einen kurzen Blich auf diesen sonderbaren Vogel erhaschen. Danach geschah für längere Zeit nichts. Die weinigen Besucher hatten meist keine Geduld und verließen das Gehege gleich wieder.

Plötzlich tauchte der Kiwi vor uns auf und wir konnten ihn gut beobachten. Mir gelang sogar ein halbwegs brauchbares Foto.



Im Verhältnis zum Vogel ist das Ei, das sie austrägt, riesig.



Nach diesem Erlebnis fuhren wir direkt nach Auckland. Außer dass es vor Auckland wieder einmal kurz geregnet hatte, verlief die Fahrt ereignislos. In Auckland hatte ich wegen dem frühen Frühstück das JetPark Auckland Airport Hotel gebucht. Als wir ankamen, fand genau vor unseren Augen eine Taufe im Pool des Hotels statt.

Es war noch früher Abend, so fuhren wir zum Otuataua Stonefields Reserve einer historischen Stätte der Ureinwohner und es gab auch Pseudokrater zu sehen. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang durch die weitläufige parkähnliche Anlage. Natürlich darf ein Pou nicht fehlen.



Als wir in das Hotel zurückkamen, packten wir unsere Gepäckstücke für den morgigen Flug. Wir waren schon sehr gespannt.
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