Autor Thema: O(h) Man(n), Oman 2025  (Gelesen 739 mal)

Christina

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #15 am: 14. Februar 2026, 18:50:43 »
Bei einem Streik hat man leider keinen Anspruch auf Entschädigung.


Ich habe nur kurz gegoogelt, weil es ja eh nicht relevant wurde, aber es ist bei einem Streik des Personals der Fluggesellschaft nicht so eindeutig wie bei einem Streik des Bodenpersonals oder sonstigen fluggesellschaftfremden Personals. Bei letzterem gibt es keine Entschädigung, bei ersterem kommt es auf den Einzelfall an, schreibt Flightright und die Verbraucherzentrale. Aber ich hätte mich auch ohne Entschädigung über eine Verlängerung des Urlaubs gefreut :).


LG Christina

Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #16 am: 17. Februar 2026, 17:20:56 »
20.12.25 – Maskat

Nach einem hervorragenden Frühstück mit allerlei Köstlichkeiten, vom Lachs bis zu warmen indisch/arabischen Gerichten, machten wir einen Abstecher zur Rezeption.

Bis auf die Aircon war in dem Hotel alles perfekt. Sie schickten gleich den Techniker vorbei, der sich eine Weile im Schrank verkroch.



Letztendlich brachte das aber nichts und wir machten uns mit Sultan auf den Weg in die Stadt. Blitzersäulen wurden anscheinend frachterweise gekauft, denn alle 2 km steht so ein Teil. Also nix mit Gas geben :floet:.


 
Unser erstes Ziel war die Sultan Qaboos Grand Moschee. Kostenlose Parkplätze gibt es genügend sowie ein paar Worte auf Deutsch zum islamischen Glauben.







Ich war für den Besuch gewappnet, zumindest dachte ich das :verlegen:. Weite Hosen, eine Langarmbluse überm T-Shirt und die Kopfbedeckung, die ich im Vorjahr schon in der Moschee in Abu Dhabi trug, verhüllten mich nicht ausreichend. Die Outfitwächter schickten mich tatsächlich in den angrenzenden Shop, weil mein Hals zu sehen war. Ich musste einen breiten Schal kaufen.

Preisschilder gibt es keine und so wurden beim Bezahlen 7 OMR = ca. 15,50 € fällig. Dafür wurde ich von der Dame an der Kasse fachfrauisch verhüllt.



Kaum war ich in der Moschee rutschte mir das Kopftuch runter, aber der Hals blieb verdeckt.



Die Grand Moschee wurde zwischen 1995 und 2001 auf einem 40000 m² großen Gelände errichtet. Sie bietet 20000 Gläubigen Platz. Über dem Gebäude erhebt sich eine Kuppel und ein 90 m hohes Minarett. Vier weitere Minarette vervollständigen das Bauwerk und alle fünf Minarette zusammen symbolisieren die fünf Säulen des Islam. Das ist der große Gebetssaal mit einem 4343 m² großen handgeknüpften Teppich aus dem Iran. Meistfotografiert ist jedoch der prächtige acht Tonnen schwere Kronleuchter (14 m hoch und 8 m breit), den das süddeutsche Unternehmen Faustig entworfen und gefertigt hat.





Mit den Tausenden von Swarovski-Kristallen konnte meine Kopfbedeckung durchaus mithalten :zwinker: .



Hier noch die Außenanlage.





Der Eingang ist gleichzeitig der Ausgang und da bekam ich mit, wie eine junge Deutsche trotz Hoodie-Kapuze zurückgeschickt wurde. Ich nahm sie zur Seite und bot ihr den Schal für die Hälfte des Preises an. Ihr Mann hatte aber nur einen 5-Rial-Schein und den gab er mir. Das war eine Win-Win-Situation, denn sie konnte den Schal nach der Besichtigung an die nächste Frau bringen.

Nach der Besichtigung fuhren wir zum Royal Opera House aus weißem Marmor weiter.



Auch hier gibt es jede Menge kostenlose Parkplätze im angrenzenden Parkhaus. Der Eintritt ins Opernhaus kostete pro Person 3,15 OMR = 7 € und Besichtigungen sind nur mit einer Führung möglich.

Das Königliche Opernhaus wurde 2011 eröffnet und ist nach wie vor das einzige auf der Arabischen Halbinsel.

Das Foyer.



Der Innenraum aus dunklem Teakholz und rotem Samt.





Die Lounge mit den drei Leuchten ist immer für die Sultansfamilie reserviert.



Die gewaltige Orgel wurde von der Orgelbaufirma Klais aus Bonn gebaut.



Spätestens hier war uns klar, dass im Oman geklotzt und nicht gekleckert wird.

Nach der Besichtigung hatten wir etwas Hunger. Das Opernhaus befindet sich im noblen Stadtteil Qurum Heights. Hier hatte ich bei Google Maps ein gut bewertetes türkisches Restaurant entdeckt. Baba Salem stellte sich eher als großer Imbiss mit schönem Freisitz heraus. Wie in den meisten einfachen Restaurants üblich, stand auf jedem Tisch eine Box mit Kosmetiktüchern. Die allseits beliebten Kosmetiktücher werden als Servietten genutzt und bei der Oman Airlines sogar als Handtücher in den Flugzeug-WCs.
 
Was wir bestellten, wussten wir nicht, aber das Essen hat uns vom Bild her gut gefallen. Man brachte uns zwei Shawarmas. Das sind gewürzte Fladenbrote mit gegrillten Hähnchenbruststückchen. Sehr lecker und viel zu viel. Eine Portion davon hätte uns gereicht.


 
Als nächstes fuhren wir zum königlichen Qasr al-ʿAlam Palast weiter. Der Palast wurde Anfang 1970 im Auftrag von Sultan Qaboos errichtet. Heute dient der Al-Alam-Palast ausschließlich repräsentativen Zwecken, wie beispielsweise dem Empfang von Staatsgästen oder der jährlichen Tea Party zum Nationalfeiertag.



Besichtigen kann man den Palast zwar nicht, aber für Besucher stehen genügend kostenlose Parkplätze in der Nähe zur Verfügung.
 


Das Essen musste noch verdaut werden, deshalb machten wir auf dem Rückweg einen langen Strandspaziergang am Qurum Beach.



Die Mall of Oman lag anschließend auf dem Rückweg zum Hotel. Die Tiefgarage ist riesig und überall stehen diese Wägen herum.



So geht Autowäsche im Oman :thumb:.



Die Mall ist sehr groß und wir suchten eine Weile nach der Schneehalle. Anders als in Dubai kann man hier aber nicht Skifahren.



Das war genug Sightseeing für den Tag.

Zurück im Hotel erwartete uns wieder die Kältekammer. Der Flur hingegen war angenehm temperiert. Da wir anscheinend keine Zimmernachbarn hatten und auch die Presidential Suite gegenüber unbewohnt war, ließen wir einfach die Tür offen.

Um 18 Uhr gingen wir wieder in die Lounge und genossen den lauen Abend auf dem Balkon. Die Lounge war an dem Abend gut besucht, aber die meisten Gäste blieben lieber im klimatisierten Bereich.

Übernachtung: Radisson Collection Muscat, Hormuz Grand

Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #17 am: 17. Februar 2026, 18:26:25 »
Die Bauwerke (Moschee, Oper, Palast) finde ich sehr interessant, erstaunlich, dass da so vieles aus Deutschland stammt. Aber die Sache mit der Halsbedeckung ist für mich dann wieder einer der Gründe dort nicht hinzufahren. Warum sollte es nicht reichen den Kopf zu bedecken? Aber du hast das dann ja sehr gut gelöst, Kopftuch farblich passend zum Rest der Bekleidung und auch noch mit Glitzer :)

Faszinierend die spiegelnden Böden, ist das nicht extrem rutschig?

Wäscht man mit den Wägelchen im Parkhaus selbst sein Auto oder beauftragt man damit jemand?

Insgesamt scheint es nirgends allzu viele Leute / Touristen gehabt zu haben oder täuscht das auf den Fotos?


LG Christina

Susan

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #18 am: 17. Februar 2026, 19:23:15 »
Die Bauwerke gefallen mir auch sehr, hätte die nur viel älter geschätzt. Der Reichtum des Oman kam wohl erst in jüngerer Zeit. Mit dem Schal hätte ich keine Probleme, so von weitem sieht er doch ganz adrett aus. Allerdings habe ich keine solch weiten Hosen, kommt frau mit einem Rock herein?

Verrückt das Snow Oman ::) Hat zwar keine Skipiste, doch offenbar können die Leute wenigstens Rodeln und Eislaufen.  ;)
Liebe Grüße
Susan


Silv

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #19 am: 18. Februar 2026, 13:26:29 »


Die Bauwerke (Moschee, Oper, Palast) finde ich sehr interessant, erstaunlich, dass da so vieles aus Deutschland stammt.

Ein Bauer bei uns vom Ort hat vor zig Jahren sogar mal einen Weihnachtsbaum - zwar nicht in den Oman - aber nach Dubai geliefert.

Die Gebäude gefallen mir auch sehr gut, aber ein Reiseziel ist es dennoch nicht für mich. Es zieht mich einfach nicht in diese Richtung...
Liebe Grüße
Silvia

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #20 am: 18. Februar 2026, 13:30:13 »
Die Bauwerke (Moschee, Oper, Palast) finde ich sehr interessant, erstaunlich, dass da so vieles aus Deutschland stammt. Aber die Sache mit der Halsbedeckung ist für mich dann wieder einer der Gründe dort nicht hinzufahren. Warum sollte es nicht reichen den Kopf zu bedecken? Aber du hast das dann ja sehr gut gelöst, Kopftuch farblich passend zum Rest der Bekleidung und auch noch mit Glitzer :)

Made in Germany bedeutet Qualitätsarbeit. Dazu kommt, dass Sultan Qaboos viele Jahre einen Wohnsitz in Garmisch-Partenkirchen hatte. Oder kennst du ein Opernhaus mit einer Orgel? In einer Kirche ja, aber in der Oper oder im Theater sieht man eher Orchestergräben.

In Abu Dhabi war man mit dem freien Hals großzügig. Dafür entsprach der Zugang dem eines Flughafens samt Security. In Abu Dhabi darf man auch die Schuhe anlassen. Man geht ohnehin auf einem extra Bodenbelag.

Die Schals (da größer als ein Kopftuch) gab es in allen Farben. Also wenn ich schon eine Auswahl habe, dann muss es farblich passen :zwinker: . Meine Mütze mit den Steinchen drauf, ist allerdings caramelfarben.

Für mich gehört so eine große Moschee zum Besichtigungsprogramm und da ist es mir egal, wenn ich mich kurz verhüllen muss.

Faszinierend die spiegelnden Böden, ist das nicht extrem rutschig?

Die auf Hochglanz polierten Natursteine (Marmor und Granit) sind überhaupt nicht rutschig. Im ersten Moment dachte ich, dass die Böden nass sind, aber das ist bei der Trockenheit selten der Fall.

Wäscht man mit den Wägelchen im Parkhaus selbst sein Auto oder beauftragt man damit jemand?

Im Oman lässt man waschen. Das könnte sogar eine Serviceleistung in den Malls sein. Man winkt einfach dem Mitarbeiter und nach der Rückkehr ist das Auto vom Staub befreit.

Dazu muss man wissen, dass es im Oman seit 1973 eine durch Sultan Qabus Ibn Said verfügte Vorschrift gibt, die das Fahren schmutziger Autos verbietet. Verschmutzte Fahrzeuge im Straßenbild führen zu Geldstrafen. Aufgrund dessen sind trotz des Wassermangels Autowäschen notwendig.

Der Oman ist allgemein ein sehr reinliches und sauberes Land. Da kannst man vom Boden essen.

Insgesamt scheint es nirgends allzu viele Leute / Touristen gehabt zu haben oder täuscht das auf den Fotos?

Das täuscht, denn ich habe immer nach Menschenlücken vor dem Knipsen geschaut. Das Opernhaus war drinnen sehr voll. Wir mussten deshalb über eine Stunde warten, bis die Führung begann.

Hier ist noch eine Collage von der Moschee. Auf dem Bild links unten sieht man Besucher.

Liebe Grüße

Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #21 am: 18. Februar 2026, 13:32:14 »
Ein Bauer bei uns vom Ort hat vor zig Jahren sogar mal einen Weihnachtsbaum - zwar nicht in den Oman - aber nach Dubai geliefert.

Das kann ich mir gut vorstellen. Geld spielt keine Rolle.

Die Gebäude gefallen mir auch sehr gut, aber ein Reiseziel ist es dennoch nicht für mich. Es zieht mich einfach nicht in diese Richtung...

Jeder hat so seine Richtung und das ist doch gut :thumb: .
Liebe Grüße

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #22 am: 18. Februar 2026, 14:03:17 »
Die Bauwerke gefallen mir auch sehr, hätte die nur viel älter geschätzt. Der Reichtum des Oman kam wohl erst in jüngerer Zeit.

In den 60er Jahren begann die Ölwirtschaft, die das Land wohlhabend machte. Mittlerweile wird auch viel LNG exportiert. Im Gegensatz zu anderen Golfstaaten hat der Oman aber keine riesigen Ölvorkommen.

Mit dem Schal hätte ich keine Probleme, so von weitem sieht er doch ganz adrett aus. Allerdings habe ich keine solch weiten Hosen, kommt frau mit einem Rock herein?

Frau kommt selbstverständlich mit einem Rock hinein ;D. Wenn er nur übers Knie reicht, dann sollte frau eine blickdichte Leggins darunter ziehen. Schlaghosen sind seit letztem Jahr wieder in, so dass ich mir ein paar preiswerte für die Reisen zulegte. Sofern die Hosen nicht allzu knackig körperbetont sind, gehen auch ganz normale Hosen.

Verrückt das Snow Oman ::) Hat zwar keine Skipiste, doch offenbar können die Leute wenigstens Rodeln und Eislaufen.  ;)

Hier mal ein Bild von der Dubai-Mall samt 4er Sessellift. Das ist noch verrückter.

Liebe Grüße

Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #23 am: 18. Februar 2026, 18:15:04 »


Dazu muss man wissen, dass es im Oman seit 1973 eine durch Sultan Qabus Ibn Said verfügte Vorschrift gibt, die das Fahren schmutziger Autos verbietet. Verschmutzte Fahrzeuge im Straßenbild führen zu Geldstrafen. Aufgrund dessen sind trotz des Wassermangels Autowäschen notwendig.

Was es nicht alles gibt!


LG Christina

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #24 am: 19. Februar 2026, 14:50:16 »
21.12.25 – Von Maskat zum Grünen Berg

Wir schlemmten uns noch einmal durchs Büffet und waren danach froh, die Kühlkammer hinter uns zu lassen.

Unser erstes Ziel war die Amouage Parfümfabrik. Schließlich verfügt das Land mehr als reichlich über die Grundsubstanzen wie Weihrauch, Myrrhe und Rosenwasser.

Auf Wunsch von Sultan Qaboos und im Auftrag eines Unternehmers, kreierte Guy Roberts 1971 das einst kostbarste Parfüm der Welt: Amouage.





Guy Roberts, der aus einer Familie von Parfümherstellern aus Frankreich stammt, wählte 120 der anspruchsvollsten natürlichen Öle und Essenzen aus. Weihrauch verleiht den Parfüms zudem eine längere Haltbarkeit, so dass der Geruch länger auf der Haut haftet.



Mittlerweile gibt es unzählige Parfüms der Marke. Nach wie vor wird jeder Flacon von Hand befüllt und auch die Sonne als Designelement auf die Flasche geklebt. Die fleißigen Damen wollte ich bei der Arbeit jedoch nicht fotografieren.

Edle Essenzen und Handarbeit haben ihren Preis. So kostet ein Flacon mit 100 ml Inhalt zwischen 300 – 400 €.



Für unsere Nasen waren die Düfte alle viel zu schwer und deshalb machten wir uns schnell auf den Weg nach Jebel Akhdar, dem Grünen Berg.

Die Autobahn ist anfangs vierspurig. Alle Autobahnen und Überlandstraßen sind übrigens nachts beleuchtet.



Die Schilder sind zweisprachig.



Eine asphaltierte Straße führt zum Sayq-Plateau auf 2000 m Höhe. Um dorthin zu gelangen, sind Fahrzeuge mit Vierradantrieb vorgeschrieben. Am Checkpoint im Tal wird jedes Auto von der Polizei kontrolliert und mittels Tablet registriert.


 
Die serpentinenreiche Straße führt über 30 km steil nach oben.





Der aufheulende KIA tat uns richtig leid, doch auch stärker motorisierte Fahrzeuge stoßen auf dieser Strecke an ihre Grenzen.

Nach über einer halben Stunde Fahrt erreichten wir das Plateau und checkten gleich im Green View Hotel ein.



Das Hotel ist ein Familienbetrieb und noch ziemlich neu. Unser geräumiges Zimmer verfügte sogar über ein Klimagerät mit Heizfunktion, um das wir in dieser Höhe sehr dankbar waren.

Unser wichtigstes Gadget im Gepäck war übrigens ein Wasserabzieher.



Die meisten Duschen im Oman sind recht offen und nach dem Gebrauch das Badezimmer vollkommen nass. Deshalb hatte ich vor der Abreise so ein verlängerbares Teil besorgt.

Wir bedienten uns von den bereitgestellten Knabbereien und vernaschten eine Tüte Chips und Waffelkekse. Danach machten wir uns auf den kurzen Weg zum Wanderparkplatz.



Wir entschieden uns für den Three-Villages-Walk, der mehr oder weniger entlang den Klippen verläuft,



mit Blick auf die Terrassen.



Die Region gehört zu den fruchtbarsten im Oman. Von Mitte März bis Ende April blühen hier Rosen, aus denen kostbares Rosenwasser hergestellt wird. Aber auch Obstbäume gedeihen hier prächtig. Von November bis Januar ist es allerdings nachts kalt und die Pflanzen befinden sich in der Vegetationsruhe.
 




Ohne Bewässerung wächst dennoch nichts.







Die Wanderung war recht kurzweilig, denn uns schloss sich ein deutsches Auswanderer-Ehepaar von den Bahamas an. Sie verbringen ihren Ruhestand mit langen Reisen und erzählten uns ihre interessante Lebensgeschichte.

Eigentlich wollten wir bis zu dem Ort absteigen,



doch hohe Treppenstufen und meine fortgeschrittene Hüftarthrose verhinderten das.

Wir machten uns auf den Rückweg, denn wir wollten noch zu dem Hotel rechts oben auf der Klippe.



In den engen Gassen des Ortes entdeckten wir einen kleinen Shop und kauften Rosenwasser ein.



Zusammen mit dem Ehepaar gingen wir zum Anantara Hotel weiter. Es ist eines der höchstgelegenen Luxushotels der Welt. Man darf aber aufs Gelände, denn bevor das Hotel gebaut wurde, landeten Lady Di und Prinz Charles mit einem Hubschrauber an der Stelle. Seitdem befindet sich dort, wo die beiden Leute stehen, der Lady Diana Viewpoint.



Der Zugang war allerdings aufgrund eines privaten Dinners gesperrt. So ein Infinity Pool mit dieser Aussicht ist sicher etwas Feines.



Wir verabschiedeten uns von unseren Wanderbegleitern. Spätestens auf dem Rückflug würden wir uns wieder begegnen.

Zurück im Hotel kam so langsam der Hunger. Da wir Halbpension gebucht hatten, sollte das Essen im angrenzenden Grill-Restaurant serviert werden. Das war jedoch ein Imbiss mit Außenbestuhlung. Bei mittlerweile windigen 5°C war uns das zu kalt. Wir hätten zudem zwei Stunden warten müssen, denn der Grill war noch nicht angeheizt. So bemüht und gastfreundlich die drei Omanis vom Grill auch waren, wir entschieden uns auf eigene Kosten für ein türkisches Restaurant in der Nähe. Dort war es windgeschützt und der preiswerte Grillteller sehr lecker.

Übernachtung: Green View Hotel, Jabal Al Ahkdar, 129 € mit Halbpension über Booking.com

Liebe Grüße

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #25 am: 19. Februar 2026, 18:32:25 »
Alle Autobahnen und Überlandstraßen sind übrigens nachts beleuchtet.

Wie in Belgien (dort aber nur die Autobahnen).


Unser wichtigstes Gadget im Gepäck war übrigens ein Wasserabzieher.

Vorbildlich vorbereitet ;D. Diese Abzieher stehen in Finnland in jedem Hotelbadezimmer, da dort die Duschen ja auch immer offen sind.

Die Parfümmarke Amouage kenne ich gar nicht, muss ich zugeben :verlegen:, ist allerdings auch deutlich über meiner Preisklasse.

Eure Wanderung gefällt mir. Solche terrassenförmig angelegten Felder hätte ich da gar nicht erwartet. Schade, dass der Viewpoint an dem Tag nicht zugänglich war.

Wegen der Pflicht eines Vierradantriebs hätte ich nicht erwartet, dass es da ein Hotel gibt, aber scheinbar haben genug Leute ein entsprechendes Auto.


LG Christina