Autor Thema: O(h) Man(n), Oman 2025  (Gelesen 1176 mal)

Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #30 am: 20. Februar 2026, 15:31:13 »
die Wanderung gefällt mir gut, aber im Dezember ist es wirklich sehr karg. Im Frühling müßte das toll sein oder? Oder ist es dann schon zu heiß?

In der Höhe sind die Temperaturen im Frühjahr bestimmt noch erträglich. Die Sonne brannte aber selbst bei 14°C ganz schön.

Die Sache mit dem halsverdeckenenden Schal geht mir sehr gegen den Strich. Muss man als Frau immer eine Kopfbedeckung tragen im Oman oder gilt das nur an religiösen Orten? Wenn ich den ganzen Tag eine Kopfbedeckung tragen muss würde ich da nicht hinfahren.

Anscheinend überfliegst du die Texte, liebe Paula. Ich hatte nur beim Moscheebesuch von einer Kopfbedeckung gesprochen. Den Schal habe ich anschließend gleich an die nächste Frau gebracht. Aber wahrscheinlich liest du diese Antwort auch nicht :totlach:.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #31 am: 21. Februar 2026, 11:31:44 »
Hallo Ilona,
sorry das habe ich wirklich falsch verstanden. Dass du den Schal nur in der Moschee getragen hast habe ich verstanden, aber du hattest ja schon eine Kopfbedeckung auf und hast den Schal noch zusätzlich tragen müssen. Die "normale" Kopfbedeckung ist also sonst auch nicht nötig, verstehe ich das richtig? Das ist für mich wirklich ein entscheidender Punkt. Ich würde nicht in ein Land reisen wo ich den ganzen Tag eine Kopfbedeckung tragen muss (egal welcher Art mit Hals verhüllt oder ohne), mich nervt das wirklich ungemein.
Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #32 am: 21. Februar 2026, 13:43:02 »
Hallo Ilona,
sorry das habe ich wirklich falsch verstanden. Dass du den Schal nur in der Moschee getragen hast habe ich verstanden, aber du hattest ja schon eine Kopfbedeckung auf und hast den Schal noch zusätzlich tragen müssen. Die "normale" Kopfbedeckung ist also sonst auch nicht nötig, verstehe ich das richtig? Das ist für mich wirklich ein entscheidender Punkt. Ich würde nicht in ein Land reisen wo ich den ganzen Tag eine Kopfbedeckung tragen muss (egal welcher Art mit Hals verhüllt oder ohne), mich nervt das wirklich ungemein.

Alles gut, Paula :knuddel:. Wir waren doch nicht im Iran.

Bei einem Moschee-Besuch dürfen nur das Gesicht, die Hände und die Füße zu sehen sein. In Abu Dhabi war man da nicht ganz so streng. Deshalb hatte ich im Oman keinen Schal im Gepäck und musste vor Ort einen kaufen.

Wenn nicht-jüdische Männer eine Synagoge betreten, dann ist eine Kopfbedeckung (Kippa) Pflicht. Die Frauen hingegen brauchen keine, jedoch sollten auch die Schultern und Knie bedeckt sein. So hat jede religiöse Stätte ihre Regeln, die man bei einem Besuch befolgen muss.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #33 am: 22. Februar 2026, 10:37:23 »
22.12.25 – Vom Jebel Akhdar zum Jebel Shams

Geschlafen haben wir auf über 2000 m Höhe sehr gut.

Zum Sonnenaufgang glühten die Berge



und die wilden Esel zog es zum Wasserreservoir unterhalb des Hotels.
 

 
Uns zog es ein Stockwerk höher zum überschaubaren Frühstücksbüffet. Das war eher auf den englisch/orientalischen Gaumen abgestimmt. Doch das frisch gebackene Fladenbrot mit Honig und Ei schmeckte gut und machte satt.



Etwas Bedenken hatten wir vor der Rückfahrt, denn wo es steil rauf geht, geht es auch steil runter. Da dürfen die Bremsen nicht versagen.

Nach 15 Minuten Fahrt und bevor es die steilen Serpentinen abwärts geht, sieht man den Ort Sayq, wo wir übernachtet hatten.



Dann hieß es, soweit mit der Motorbremse möglich, die Serpentinen herunterzufahren. Falls die Bremsen versagen, liegt die Rettung hoffentlich in solchen Notbremsrampen. 



Mit heißgelaufenen Bremsen erreichten wir das Tal und fuhren nach Nizwa, der einstigen Hauptstadt, zum Fort weiter. Die Festung ist die älteste und berühmteste im Oman.



Der Eintritt kostete 5 OMR/Person = ca. 11 €.



Einzig in diesem Fort gibt es einen mächtigen Rundturm (40 m Ø und 24 m hoch). Er ist ein Bollwerk omanischer Verteidigungsarchitektur.

Musikanten begrüßen die Besucher mit traditionellem Gesang und Tanz.







Über eine enge verwinkelte Treppe besteigt man den Festungsturm. Nach sechs Türen erreicht man heutzutage unbeschadet die obere Plattform. Feinde stürzten früher in solche Falllöcher und wurden mit heißem Dattelsirup übergossen.



Von oben hat man einen guten Rundumblick über Nizwa.



Im Fort selbst befindet sich noch ein Museum und im Garten ein kleiner Zoo.



Die Folkloregruppe zieht immer wieder durch den Innenhof. Hochachtung vor diesen Männern, die den ganzen Tag und in der Hitze die Besucher unterhalten.





Außerhalb vom Fort ist der Nizwa Souq. Untypisch für einen orientalischen Markt ist, dass es hier Festpreise gibt und man nicht handeln kann.


 
Hier lief uns das Ehepaar von den Bahamas wieder über den Weg. Nach einem kurzen Plausch gingen wir zum Dattelmarkt weiter. Ich kaufte eine Packung leckere Datteln in dunkler Schokolade, die mit Mandeln gefüllt waren. So offene Ware, von der sich jeder (selbst mit einem Zahnstocher) bedient, meide ich grundsätzlich.



Unser nächster Abstecher führte uns nach Misfat Al Abriyeen, einem urigen Bergdorf, das man nach 9 km serpentinenreicher Straße erreicht. Da im Ort die Parkplätze rar sind, müssen Besucher 450 m entfernt auf dem Parkplatz parken.



Die zwei- bis dreistöckigen Lehmhäuser wurden dicht aneinander und übereinander an den Berghang gebaut. Ich bezeichnete den Ort als Meteora des Orients.



In einer Gasse ist der Zutritt für Männer verboten.



Meine Neugierde führte mich kurz diesem Wasserkanal entlang zu einem Frauengebetssaal.

Das Dorfschwimmbad war nicht befüllt.



Am späten Nachmittag lichteten sich die Besuchergruppen und wir setzten unsere Fahrt in die Berge fort.





Diesmal ohne Fahrzeugkontrolle, doch auch sehr steil und die letzten 9 km auf einer Dirtroad



erreichten wir nach 1,5 Stunden das Sama Heights Resort auf über 2000 m Höhe. Auf den ersten Blick war dies eine traumhafte Unterkunft am Fuß des Jebel Shams, dem mit 3000 m höchsten Berg im Sultanat.



Wir hatten ein Steinhäuschen gebucht und die Katze davor wollte mit einziehen. Während es im Tal mollige 30°C hatte, waren es in der Höhe trotz :strahl: nur 14°C. Die Sonne ging aber schnell unter und die Cabin hatte keine Heizung. Es gab nur eine Klimaanlage ohne Heizfunktion. Stattdessen stand ein Mini-Heizlüfter im Raum und dieser brachte null Leistung, denn er schaltete nach einer Minute ab. An der Rezeption holte ich einen zweiten Heizlüfter, der nach kurzer Zeit überlastet war. Im Bad gibt es keinen Heizstrahler, sondern zu allem Elend nur eine Ventilatoröffnung, durch die die Kälte hereinströmte. Ein Fenster hatte die Cabin nicht. Nur ein Fliegengitter mit einem Klappladen davor. Die Holztüre dichtete auch nicht ab. Kurzum enttäuschte die Unterkunft sehr. Etwas wärmer war es nur in der 100 m entfernten Lobby und dort versammelten sich alle Gäste zum kurzen Aufwärmen.

Um 19 Uhr gab es Essen im 150 m entfernten Restaurant, das auch nicht beheizt ist. Zwei Gasstrahler im großen Raum brachten nichts und mit jedem Gast, der durch die Tür trat, strömte eiskalte Luft herein.

Das Essen vom Büffet war schmackhaft. Es wurde von der indischstämmigen Belegschaft zubereitet.



Die Getränke waren im Preis inklusive. Also Wasser und Softdrinks, da die wenigsten Restaurants eine Alkohollizenz haben. 

Nun hieß es bei 0°C Außentemperatur in der 8°C kalten Eishöhle zu übernachten. Nach einer Katzenwäsche zogen wir schnell drei Lagen Klamotten über. Das klamme Bett war so kalt, dass man bei jeder Drehung einen Kälteschock bekam :frier:.

Mitten in der Nacht und mit Stirnlampe (die Raumbeleuchtung war zu schwach) buchte ich über Booking.com ein Zimmer im warmen Tal. Eine weitere Nacht würden wir hier nicht verbringen, denn der Fahrer klagte schon über Halsweh und durfte auf keinen Fall krank werden.

Übernachtung: Sama Heights Resort, Jebel Shams, 2 Nächte 1 Nacht für 308 € mit Halbpension über Booking.com

Liebe Grüße

Ilona

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Susan

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #34 am: Heute um 13:01:41 »
Interessantes Fort, immer wieder faszinierend wie sie diese runde Bauweise zustande gebracht haben. Die Fallen hinter den Türen sind wohl international  ;) Heißer Sirup wird wohl zumindest besser riechen als Pech.

Dass man im Nizwa Soup nicht handeln muss, käme mir sehr entgegen. Darin bin ich nämlich eine absolute Niete.

Das Bergdorf erinnert wirklich an Meteora  ^-^ Zum schwimmen war es vermutlich auch den Dörflern zu kalt.

Zu schade, dass es im Resort so kalt war, denn eigentlich schaut es da ja wirklich nett aus. Doch die Schlaftemperaturen wären selbst mir zu eisig  :frier: Ich hoffe, Heikos Erkältung liess sich im Zaum halten. 
Liebe Grüße
Susan


Ilona

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #35 am: Heute um 14:10:23 »
Interessantes Fort, immer wieder faszinierend wie sie diese runde Bauweise zustande gebracht haben. Die Fallen hinter den Türen sind wohl international  ;) Heißer Sirup wird wohl zumindest besser riechen als Pech.

Ich denke, der Geruch war das geringste Problem :cool2:.

Dass man im Nizwa Soup nicht handeln muss, käme mir sehr entgegen. Darin bin ich nämlich eine absolute Niete.

Und ich habe das Feilschen im Arabisch-Kurs geübt und konnte es nicht anwenden :totlach:. War mir so aber viel lieber.

Man wird auch nicht von den Verkäufern bedrängt. Das haben wir in Dubai anders erlebt.

Das Bergdorf erinnert wirklich an Meteora  ^-^ Zum schwimmen war es vermutlich auch den Dörflern zu kalt.

Es gibt in dem Ort einige urige Hotels samt Cafés auf dem Dach. Da muss man fast so viele Treppen wie in Meteora steigen :toothy9:.

Das Dorf liegt nicht allzu hoch, aber dennoch ist es dort im Dezember zum Planschen zu kühl.

Zu schade, dass es im Resort so kalt war, denn eigentlich schaut es da ja wirklich nett aus. Doch die Schlaftemperaturen wären selbst mir zu eisig  :frier: Ich hoffe, Heikos Erkältung liess sich im Zaum halten.

Es ist eine Frechheit von dem Betreiber, dass die Unterkünfte in dieser Höhe keine Heizung haben. Gleich eine Aircon mit Heizfunktion zu installieren, hätte doch nicht viel mehr gekostet.

Sama Resorts hat sich sozusagen die Logenplätze im ländlichen Oman gesichert und es anscheinend nicht nötig, sich um das Wohl der Gäste zu kümmern. Preis und Leistung stimmen einfach nicht. Man bezahlt nur für die Lage. Mir taten all die Gäste leid, die nur hochsommerliche Kleidung im Gepäck hatten. Als Bergwanderer wissen wir, dass das Wetter immer umschlagen kann und es in dieser Höhe überall frisch ist. Dass man aber auch nachts im Bett warme Kleidung benötigt, davon sind wir nicht ausgegangen :floet:. Sonst hätten wir den Schlafsack eingepackt.

Gut, dass es bei den kurzzeitigen Halsschmerzen blieb.
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Antwort #36 am: Heute um 18:16:50 »
Das Fort sieht interessant aus, wobei die Außenwände sicher immer wieder renoviert werden, die sehen so neu aus.

Dass man nicht feilschen muss, käme mir auch entgegen, war das nur bei diesem Basar so oder überall im Oman?

Solche Datteln hätten mir sicher auch geschmeckt, da hätte ich auch die ein oder andere Sorte gekauft.

Wie ärgerlich, dass die an sich wirklich wunderschön aussehenden Unterkünfte, die ja auch nicht gerade günstig waren, nicht beheizt werden konnte. Wie du schreibst gibt es ja heutzutage Klimaanlagen, die auch heizen, das müsste doch im reichen, fortschrittlichen Oman eine Selbstverständlichkeit sein, zumal es ja kein Ausnahme Wetter war, sondern zu der Jahreszeit in der Höhe sicher immer so kalt ist. Ich wäre auch am nächsten Tag abgereist (und hätte mich am nächsten Morgen mit einer Katzenwäsche begnügt, Duschen geht dann gar nicht). Das Kälteproblem ging aus den Bewertungen nicht hervor?


LG Christina