27.12.25 – Von Sur nach MaskatNach dem Frühstück fuhren wir in Richtung Maskat. So langsam schloss sich unsere Runde und ca. 200 km lagen an dem Tag noch vor uns.
Wir tankten kurz nach Sur an einer Autobahntankstelle. Hierzulande vermeidet man das, doch im Oman kostete der Liter überall umgerechnet 50 Cent.
In der Nähe vom Wadi Shab verließen wir die Autobahn. Der Parkplatz unter der Brücke war schon gut belegt, doch kein Vergleich zum Vorjahr. Von unserer Seite war ohnehin kein weiterer Besuch geplant. Im Gegensatz zum Bimmah Sinkhole, einem weiteren Hotspot in der Nähe.
Die Doline befindet sich nur 600 m vom Meer entfernt. Einheimischen Legenden nach soll ein Meteorit einen 40 Meter großen Krater in die Küstenregion geschmettert haben. Tief genug, um das türkisblaue Meerwasser zum Vorschein zu bringen, das sich hier mit Grundwasser vermischt. In Wirklichkeit hat der nahe gelegene Golf von Oman die Küste unterspült und dabei unterirdische Höhlen in dem porösen Sandgestein gebildet. Nach einiger Zeit brach die Oberfläche ein und brachte eine Badebucht zum Vorschein. Nichtsdestotrotz wird das wundersame Loch immer noch als Hawiyat Najm (Sternschnuppe) bezeichnet.
Eine Treppe führt über hohe Stufen 20 Meter hinab, wo das Baden, Schnorcheln und Tauchen kostenlos gestattet ist.
Wie schon letztes Jahr, wollten wir hier nicht schwimmen und fuhren nach einem Boxenstopp weiter.
Wir fuhren der Küste entlang bis zur nächsten Highway-Auffahrt weiter. Dort fiel mir das Schild Wadi Al Arbeieen (die Schreibweise ist immer unterschiedlich) auf. Spontan entschieden wir uns zu einem Abstecher. Nicht ahnend, dass es 25 km auf größtenteils staubiger Piste werden.
Die Fahrt entlockte mir plötzlich einen Schrei

, denn oft glich die Piste einer Achterbahn, d. h. es ging unerwartet nach einer Kuppe steil nach unten. Langweilig ist die Strecke jedenfalls nicht. Zum Schluss wird die unbefestigte Straße zudem sehr schmal.
Wir erreichten den kleinen Parkplatz und waren überrascht.
War das schön hier

und so gut wie keine Leute. Nur vereinzelt verirren sich Touranbieter mit ihren Geländewagen in diesen Wadi.
Auch in diesen Pools darf man baden.

So schön es im Wadi Al Arbeieen auch war, wir mussten leider weiter.
Auf der Rückfahrt sahen wir noch ein Historisches Monument
und ein kleines Dorf in einem Seitental. Selbst ein großes Gesundheitszentrum wurde in der abgeschiedenen Gegend gebaut.
Es lässt sich nicht vermeiden, dass das Auto eingestaubt wird
und das erinnerte uns an die Zeiten im Südwesten der USA.
Das ist die Autobahn kurz vor Maskat, auf der man total entspannt fahren kann.
In einem Außenbezirk machten wir eine Pause beim Güldenen M. Nach den vielen orientalischen Gewürzen schmeckte ein Hamburger Royal mit Pommes mal wieder richtig gut.
Nach dem Snack machten wir einen Abstecher nach Mutrah. Mit über 150000 Einwohnern ist das eine der größten Städte im Oman und gleichzeitig ein Vorort der Hauptstadt Maskat. Die Stadt ist das Handelszentrum des Sultanats und verfügt über den größten Hafen des Landes.
Das Wahrzeichen ist der große, weiße Weihrauchbrenner.
Auf den Souq und das Fort hatten wir in der Hitze keine Lust. Wir gingen ein Stück die Corniche (Promenade) entlang und schauten zum Hafen, an dem wir ein Jahr zuvor mit der Mein Schiff 4 anlegten.
Die Yacht vom Sultan wird anscheinend selten bewegt. Die stand ein Jahr zuvor an derselben Stelle.
Wir fuhren auf dem Highway in Richtung Seeb zu unserem letzten Hotel. Sultan parkten wir kostenlos in der riesigen Tiefgarage. Nicht nur die junge Frau am Check-in, sondern auch die kleine Suite war richtig nett. Es roch gut im Zimmer, die Temperatur war regulierbar und man konnte ein kleines Fenster kippen.
Wir kamen zur rechten Zeit, denn täglich von 16:00 – 17:00 Uhr gibt es Leckereien vom Schokobüffet aufs Haus.
Das Zimmer hatte ich mit Halbpension gebucht, da das Hotel ziemlich außerhalb liegt. Wir hatten zudem keine Lust, uns auf die Suche nach einem Restaurant zu machen.
Im Büffetrestaurant sind wir im Schlaraffenland gelandet und selbst die Tischgetränke waren im Preis inklusive.
Die Augen waren mal wieder größer als der Magen. Um das schlechte Gewissen zu beruhigen

, machten wir noch einen Verdauungsspaziergang ums Hotel, bevor wir unsere Taschen für den nächsten Tag packten.
Übernachtung: Mövenpick Ghala Heights, 2 Nächte 242 € mit Halbpension