Autor Thema: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke  (Gelesen 260 mal)

Susan

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Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« am: 05. März 2026, 22:33:23 »
Jetzt melde ich mich doch eher wieder als gedacht  ;)

Ich weiß die meisten von euch sind keine Skifahrer (mehr). Vielleicht habt ihr trotzdem Spaß an ein paar Eindrücken von unserer Januarreise. Die Gegend ist sicher auch im Sommer sehenswert. Ich habe erst überlegt, den Kurzbericht unter dem Topic Kanada zu posten, doch hier scheint er mir besser aufgehoben.

Ähnlich wie Heike und Heimo hatten wir für Kerstens runden Geburtstag an eine ausgedehnte Tour in Neuseeland gedacht. Obwohl zur Planungszeit mein Vater für seine Krankengeschichte recht rüstig erschien, kann ja mit knapp 90 Jahren immer mal was sein. Und dann möchte ich nicht grad am anderen Ende der Welt sein. Also Pläne verschoben, dann sollte es  zumindest für unseren Skiurlaub etwas Besonderes sein. Angebote von Canusa für Ski Canada flatterten ins e-mail Postfach. Kurz verglichen mit meinen eigenen Buchungsquellen – so günstig bekomme ich das nicht hin.  Also haben wir gebucht.

Januar 2026 Ski Kanada Whistler Blackcomb

Die Anreise

Die kanadische ETA bekommen wir schnell und problemlos, sie ist gültig bis zum Ablauf unserer Reisepässe.

Nachdem British Airways einen der Zubringer ab Hannover gestrichen hat, buchten wir um auf Air Canada. So fliegen wir seit langem mal wieder mit Lufthansa. Zwischenzeitlich kostete dort Skigepäck einiges extra, jetzt kommt es aber wieder umsonst mit. Gebucht habe ich Premium Economy, denn so haben wir mehr Freigepäck. Nötig wegen des Volumens der Skikleidung, trotz Vakuumbeutel. Wegen des ganzen Geraffels checken wir am Vorabend in Hannover ein.

Früh am Morgen starten wir Richtung Frankfurt, Zeit genug für ein Frühstück, dann geht es weiter nach Vancouver. Die Flugroute verläuft nördlicher als wir es kennen, eher an der Norwegenküste entlang, denn über Großbritannien. Zeitweise wurde es dann eher ein Nachtflug. Im Januar geht ja in Grönland kaum die Sonne auf (Polarnacht).


Morgen- oder Abendrot?





Hell ist es dann wieder über den Weiten Kanadas.






Berge British Columbia

Wir landen überpünktlich in Vancouver. Dort sieht es weniger winterlich aus als zurzeit daheim in Hannover.  ::)

Die Einreise erfolgt über Automaten: Pass scannen, in die Kamera schauen und etwa fünf Fragen beantworten. Wir bekommen dann eine Art "Kassenbon", den wir nach Aufgabeln des Gepäcks (alles mitgekommen) bei einem Zollbeamten abgeben müssen.

Da wir diesmal nur an einem Ort bleiben, haben wir statt Mietwagen einen Shuttle gebucht. Der Veranstalter hatte eine mail mit Fotos, wo wir hin müssen, geschickt, eigentlich ist der Schalter aber auch so nicht zu verfehlen. Wir werden schon erwartet und nach einer knappen halben Stunde Wartezeit geht es in einem Kleinbus los. Anfangs fahren wir mitten durch die Stadt, sieht so recht interessant aus. Schön ist dann die Weiterfahrt auf dem Sea-to-Sky Highway. Tolle Aussichten auf die Bucht, nur winterlich wirkt es immer noch nicht so recht.







Der Fahrer hält für einen Boxenstopp am Parkplatz von Porteau Cove Provincial Park.





Nach etwa zweieinhalb Stunden Fahrt erreichen wir Whistler und unser Hotel. Die Dame an der Rezeption ist ganz erstaunt und fragt zweimal, ob wir tatsächlich 14 Tage bleiben.  ^-^ Das ist wohl alles andere als Üblich. Die Skier kommen in einen Skiraum, einer der Angestellten wird sie uns täglich herausgeben und nachmittags wieder verstauen. 
Wir erhalten wie gewünscht ein Two-Queen Zimmer. Die Sitzgelegenheit am Tisch ist etwas beengt, sonst sind wir aber sehr zufrieden. Wir haben einen Kühlschrank, einen Wasserkocher und eine Pad-Kaffeemaschine sowie Starbucks Kaffee. So können wir an den meisten Tagen hier frühstücken, Teller und Picknickbesteck haben wir dabei.  Einen großen Fernseher gibt es freilich auch, den haben wir aber nicht benutzt. Das Bad hat eine Wannendusche und mit den Pflegeprodukten dort duften wir immer frisch zitronig.  ;D



Nach einer kurzen Nacht zuhause und beinah 24 Stunden auf den Beinen, hauen wir uns erstmal aufs Ohr. Den Wecker haben wir auf 20 Uhr gestellt, sind dann aber doch zu dösig um nochmals aufzustehen.
Liebe Grüße
Susan


Ilona

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #1 am: 06. März 2026, 09:13:03 »
Erste :adieu: .

Das war ein tolles Geschenk zum runden Geburtstag!

Bei den großen Betten :thumb: hätten durchaus zwei Personen mehr mitreisen können.

Der Shuttle war bestimmt preiswerter, als 14 Tage ein Auto zu mieten und noch Parkgebühren vor Ort zu zahlen. Vor allem eine entspannte Weiterfahrt nach dem Langstreckenflug. 
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #2 am: 06. März 2026, 17:56:27 »
Das schaue ich mir auch gerne an, ich habe ja schon geschrieben, dass wir 2007 im Mai auf einer Westkanadarundreise auch zwei Nächte in Whistler verbracht haben.

14 Tage außerhalb einer Großstadt ohne Auto ist ja doch etwas ungewöhnlich, aber verständlich, wenn man nur Skifahren möchte.

Ihr habt also eure eigenen Ski mitgenommen? Wir hatten vor Urzeiten auch mal Skifahren in Kanada in Erwägung gezogen, da hätte man dann die Ausrüstung vor Ort geliehen und nur die Kleidung mitgenommen.


LG Christina

Heike Heimo

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #3 am: 06. März 2026, 18:45:17 »
Skifahren ist für uns Ösis immer interessant :beifall:
"Of all the books in the world, the best stories are found between the pages of a passport."

www.heibergweitweg.wordpress.com

Susan

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #4 am: 06. März 2026, 19:39:14 »
 :welcome:  Schön, dass ihr dabei seid.

Wir waren ja schön öfter in Nordamerika zum Skifahren, haben also eine entsprechende Tasche; sogar zum Rollen. Die meisten Fluggesellschaften transportieren Sportgepäck zusätzlich ohne Kosten; zumindest wenn man nicht nur im Light Tarif fliegt. Das kommt dann doch günstiger als Leihen und wir fahren mit vertrauter Ausrüstung  8)

In der Gegend im Winter etwas anzuschauen gibt es nicht so richtig, daher war ein Mietwagen einfach nicht notwendig. Für ein Restaurant im Nachbarort, das uns ein Mitreisender aus dem Shuttle empfohlen hat, hätte es auch ein Taxi getan.
Liebe Grüße
Susan


Susan

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #5 am: 07. März 2026, 00:15:08 »
Whistler Village

Am nächsten Morgen sind wir natürlich sehr früh wach. Wir nutzen die Zeit auszupacken und für die Recherche nach einem Frühstückslokal. Das WiFi hier funktioniert reibungslos und ist ziemlich schnell.
In den USA steht ein langes Wochenende an, wegen des Martin Luther King Jr. Tag. Deswegen – Seattle z.B. ist ja nicht weit weg – hätten wir für den Skipass am Samstag einen extra Aufpreis zahlen müssen. Das sparen wir uns und nutzen den ersten Tag dazu, den Ort näher zu erkunden. Eine erste Runde drehen wir morgens. Von dem Straßenrondell, an dem neben unserem noch zwei weitere Hotels stehen, kommen wir durch eine Passage zur Fußgängerzone Village Stroll So kurz vor acht Uhr ist es noch sehr schattig im Ort.



Wir werden von einem hölzernen Herrn begrüßt


Welcome Figure
Das Kunstwerk würdigt die Zusammenarbeit der Squamish Nation und der Lil’wat Nation in ihrem gemeinsamen Territorium hier in Whistler. Es wurde 2012 im Squamish Lil’wat Cultural Centre geschnitzt. Das Center hätte ich mir gern angeschaut, irgendwie hat es aber nie gepasst mit der Zeit.

Fürs Frühstück landen wir im La Brasserie des Artistes; rustikale Einrichtung und ein passendes Wandgemälde.



Serviert wird so das übliche Diner Essen.  Die Preise schockieren uns erst – doch halt: das hier sind Kanadische Dollar, gaanz anderer Kurs (1 Euro = 1,61 CA$).  ;) Das übliche amerikanische Two Eggs plus Beilagen kostet 19 CAD (+Tip + Tax) Wir frühstücken hier noch zwei weitere Male, einmal sind wir zum Abendessen hier.

Mittags drehen wir eine weitere Runde, da ist es nicht mehr ganz so schattig. Wir spazieren den Village Stroll entlang nach Norden. Die meisten, wenn nicht alle, Gebäude hier scheinen im Erdgeschoss Lokale oder Läden und darüber Urlaubsunterkünfte zu beherbergen. Naturgemäß sind es meistens Sportgeschäfte, nahezu alle Marken vertreten. Als jedoch Kerstens Badelatschen kaputt gingen, wurden wir für Ersatz erst in einem Haushaltswarengeschäft fündig. Souvenirshops dürfen nicht fehlen. Die hatten toll geschnitzte Bärenbilder, leider etwas zu filigran fürs Fluggepäck. So blieb es denn beim üblichen T-Shirts, Magnet, Kaffeebecher Kauf.  ^-^




Brauhaus der High Mountain Brewing Co
Eigentlich besuchen wir ja solche lokalen Brauereien ganz gern, doch hier waren uns die Preise im Restaurant zu abgehoben.


Bach mit "Strand"   ;)
War uns dann doch zu frisch dort zu verweilen.

Am Ende des Strolls finden wir wie erhofft einen Supermarkt, den Fresh Market. Wir kaufen Ginger Ale, Obst und Muffins ein. Sie haben hier auch lecker aussehendes Baguette, damit wären weitere Frühstücke gesichert. Zusammen mit German Salami, Black Forest Ham, Swiss Cheese, Jalapeno Philadelphia und Himbeermarmelade.   ;D Für Bier müssen wir dann in den BC Liquor Store, Wein war dort sehr teuer.  Mineralwasser - auch mit Sprudel - konnten wir im Hotel in eine Karaffe abzapfen.

Wir marschieren zurück zur


Skiers Plaza

Beim Apres Ski kann Whistler durchaus mit den Alpen mithalten. Hier an der Plaza gibt es drei große und immer sehr gut besuchte Lokale: The Longhorn Saloon, Black's Pub und den Dubh Linn Gate Pub. Schon mittags muss man hier ein Weilchen anstehen.



Zur Feier unseres Geburtstages haben wir uns im Black's Pub eine Flasche Prosecco als Aperitif gegönnt.  ;D Im irischen Pub waren wir einen Abend essen. War ein wenig enttäuschend; sowohl irisches Bier als auch meine gewünschten Spare Ribs waren ausverkauft.

Interessant fanden wir noch die Mülltrennung hier im Ort. Offenbar ist hier auch Bärengebiet, zum Glück halten die ja wohl jetzt Winterschlaf.



Danach waren wir meist nur im Dunkeln im Ort unterwegs. Machte viel mehr Spaß mit all den hübschen bunten Lichtern.  ;)







Vielleicht erinnert ihr euch noch? 2010 fanden in Whistler (Vancouver) die olympischen Winterspiele statt. Die Olympic Plaza mit den Ringen gibt es immer noch. Hier könnt ihr abends auch Eislaufen.



Dank des guten Angebots des Fresh Markets waren wir nicht jeden Abend zum Essen im Restaurant. Am Samstag waren wir einfach zu blöd, der Ort war voll und wir hatten nichts reserviert. Da blieb nur eine Pizza zum Mitnehmen, eine sehr leckere immerhin. Es gab dann weiterhin  im La Brasserie und im Irish Pub jeweils Burger, ersterer interessanterweise in einer Art Laugenbrötchen. The Mexican Corner Restaurant im ersten Stock bei Black's Pub können wir auch empfehlen. Zweimal haben wir die Old Spaghetti Factory besucht. Der Clou dort ist, dass im Preis zu den Gerichten Suppe oder Salat vorweg sowie ein Dessert hinterher inbegriffen sind. Von dem Salat allein war ich schon fast satt, die Nudelportion war ebenfalls üppig und sehr lecker. Zum Nachtisch die zwei Kugeln Spumoni Eiscreme (Schokolade mit Pistazie) rutschen zum Glück fast von selbst. (Preis 24 CAD)



Bei der Ankunft im Hotel haben wir einen Gutschein für das Restaurant im Haus, das Bearfoot Bistro, bekommen. Nun ist das nicht unbedingt das, was wir unter einem Bistro verstehen, sondern eher so genanntes Fine Dining. Schließlich wird dort auch das gute und teure Kobe-Rind serviert.  ::) Ich hatte Colin im Verdacht, den Gutschein quasi als Geburtstagsgeschenk veranlasst zu haben. Dem war aber nicht so. Bleibt eigentlich nur noch das Hotel oder Canusa  :gruebel: Wer auch immer hat 100 CAD springen lassen und so reservieren wir dort für das Geburtstagsessen.
Allzu fein muss man sich nicht anziehen, habe vorher gespickt. Trotz gehobener Preise ist der Schuppen voll.

Die Küche ist leicht japanisch angehaucht, Gastrokritiker haben da bestimmt einen tollen Namen für. Wir lassen die Vorspeise aus, lieber Platz für ein Dessert   ;) Erst liebäugele ich mit dem King Salmon, dann nehmen wir doch beide das 170g Steak (das normale, kein Kobe). Dazu bekommen wir zusammen geschmorte Kartoffeln, Zwiebeln, Karottenscheiben und Pilze und eine Rotweinsauce. Wie erhofft, hat der Magen noch Platz für ein Dessert: Crème Brûlée bzw. Coconut Panacotta. Das war ein excellentes Essen zum 70. und 62. Geburtstag, das wir uns vielleicht auch ohne Gutschein gegönnt hätten. Übrigens hat der knapp für eine Person (ohne Wein) gereicht.

Bilder von den Speisen habe ich irgendwie nie gemacht.

Zum Bistro gehört noch der Grey Goose Ice Room, die weltweit kälteste Wodka Probierstube. Dort könnt ihr - in entsprechenden Anoraks gekleidet - bei minus 32°C  vier eurer Wahl aus 50 Sorten Wodka verkosten. Hört sich interessant an, haben wir uns dann aber doch gespart.

Liebe Grüße
Susan


Ilona

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #6 am: 07. März 2026, 11:20:17 »
Zitat
Zur Feier unseres Geburtstages haben wir uns im Black's Pub eine Flasche Prosecco als Aperitif gegönnt.

Liebe Susan und lieber Kersten,

hier nochmals und nachträglich alles Gute  :knuddel: zu euren Geburtstagen am selben Tag. Ich wünsche euch, dass ihr gesund bleibt und noch viele schöne Reisen unternehmen könnt.

Whistler unterscheidet sich wohl nicht von den anderen Nobelskiorten auf dem amerik. Kontinent.

Zitat
Die Preise schockieren uns erst – doch halt: das hier sind Kanadische Dollar, gaanz anderer Kurs (1 Euro = 1,61 CA$).

Da haben wir anfangs in Ontario auch geschluckt, bis das mit der Umrechnung in Fleisch und Blut überging.

Gut, dass es einen Supermarkt in der Nähe gab und diese Pizzen zum Mitnehmen fanden wir auch immer lecker.

Zitat
Wer auch immer hat 100 CAD springen lassen

Der edle Spender hat sich wohl noch nicht zu erkennen gegeben? Hauptsache, das Essen hat in dem Edelschuppen geschmeckt.


Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susan

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #7 am: 09. März 2026, 16:01:46 »
Herzlichen Dank, Ilona. 

Zitat
Der edle Spender hat sich wohl noch nicht zu erkennen gegeben?

Bei der Ankunft im Hotel war ich zu dösig nachzufragen  ::) Danach hat es sich nicht mehr ergeben. Nun sind grad die neuen Frühbucher Specials für den Winter 2026/27 von Canusa ins Postfach geflattert. Da gibts ua. auch Resortgutscheine, daher tippe ich ist unserer so etwas gewesen. 



Ein paar Fakten

Das Skigebiet Whistler Blackcomb wurde 1966 gegründet, sie feiern also diesen Winter ihren 60. Geburtstag. Es entwickelte sich zum größten Skiresort Nordamerikas.

Whistler Village liegt auf 675 m Höhe, Lifte bringen euch bis auf 2284 m. Der höchste Berg hier ist der Blackcomb Mountain mit 2240 m.

Drei Gletscher und sechszehn so genannte alpine "Bowls" bilden das Terrain für den Wintersport. Es gibt 36 Lifte und über 200 markierte Pisten sowie drei Snow Parks für die Trickkünstler.  ^-^ Whistler Blackcomb ist eher ein Gebiet für Fortgeschrittene, nur 20% der Pisten sind als leicht eingestuft. Die Markierungen hier wie auch in den USA: grün= leicht, blau= fortgeschritten, schwarz=schwer, schwarz mit zwei Rauten= nur für Experten.

Wie ihr anhand des Plans sehen könnt, verteilt sich das Skigebiet auf zwei Berge, getrennt durch eine Schlucht.



Größeres Skirama und die Wanderkarte im Sommer

Berühmt ist ja der eher trockene Pulverschnee hier, der Champagne Powder. Leider scheint das nachzulassen. Es hat wohl vorher reichlich Schnee gegeben, allerdings war es jetzt im Januar ungewöhnlich warm. Jeder Einheimische, mit dem wir ins Gespräch kommen und erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, entschuldigt sich für den schlechten und eisigen Schnee. Die sind noch nie in den Alpen gefahren!  ::)  Ja, es gab ein paar glatte Stellen, doch in jedem Skigebiet, das wir so kennen, wären das hier top Bedingungen.

Wer auf den Berg will, braucht einen Liftpass und das kann in eine kleine Wissenschaft für sich ausarten. Ja, an der Tageskasse gibt es Ein- und Mehrtageskarten. Der Preis haut einen jedoch aus den Skischuhen: rund 204 Euro für die Tageskarte.  :o Das toppt selbst Orte wie Zermatt. Besser besorgt man sich im Voraus einen der Pässe, am günstigsten mit Frühbucherrabatt (bis etwa 30.09.). Man bucht eine Anzahl von Tagen, die man dann beliebig in der ganzen Saison abfahren kann. Für einzelne Daten bei Feiertagen, insbesondere Weihnachten, muss man ggfs. einen Zuschlag bezahlen. Kurios für uns, die Höchstzahl an buchbaren Tagen ist 10. Wir brauchten also noch einen zweiten Pass. Kosten für 12 Tage so rund 698 Euro pP. Je nachdem kann sich ab 12 bis 14 Skitagen schon der unlimitierte Saisonpass lohnen. Die entsprechenden Keycards wurden uns Ende Oktober kostenfrei zugeschickt.

Jetzt wollen wir aber Skifoan, foan,  foan ….
Liebe Grüße
Susan


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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #8 am: 09. März 2026, 18:02:26 »
Das sind sehr schöne Eindrücke von Whistler sowohl bei Tag als auch mit der tollen Beleuchtung bei Dunkelheit. Uns hat Whistler damals auch sehr gut gefallen, da kann man drumherum einiges erwandern und abends nett bummeln / Essen gehen. Bei Dunkelheit haben wir es leider nicht gesehen, die fängt Ende Mai zu spät an, aber ich denke nicht, dass es zu der Jahreszeit so schön beleuchtet gewesen wäre.

Das Cultural Centre der First Nations gab es damals leider noch nicht, ich habe inzwischen schon mal irgendwo davon gelesen, schade, dass es bei euch mit einem Besuch nicht geklappt hat.

Euer Geburtstagsessen hört sich lecker und dem Anlass angemessen an (ich glaube so teuer war ich noch nie Essen). Auch von mir nachträglich euch beiden herzlichen Glückwunsch :herz:.



LG Christina

Susan

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #9 am: 09. März 2026, 20:08:04 »
Herzlichen Dank, Christina.

Ich kann mir Whistler sehr gut als Ziel für den Sommer vorstellen. Wenn die Bäumen dann Laub haben, sind sie wahrscheinlich wirklich nicht mehr so hübsch beleuchtet.

Zitat
Das Cultural Centre der First Nations gab es damals leider noch nicht, ich habe inzwischen schon mal irgendwo davon gelesen, schade, dass es bei euch mit einem Besuch nicht geklappt hat.

Als das Wetter schlecht war, hatte es dummerweise nicht geöffnet
Liebe Grüße
Susan


Susan

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Re: Ski Canada Whistler Blackcomb - ein paar Eindrücke
« Antwort #10 am: 09. März 2026, 20:08:18 »
Blackcomb Mountain

Durch unsere Skiurlaube in Frankreich mit Unterkünften direkt an der Piste sind wir etwas verwöhnt  :floet: Hier müssen wir die Skier mal wieder schleppen, zwar nur ca 300 m weit, trotzdem die erste Anstrengung des Tages. Teurere Lodges haben einen Ski-Bringservice bis zur Talstation.

Die direkte Gondel zum Drehpunkt Rendevous am Blackcomb startet im Upper Village. Hier von der Skiers Plaza im Village aus müssen wir umsteigen. Zuerst fahren wir die Excalibur Gondel bis zu deren Bergstation, übrigens ohne Anstehen vorher



Es folgt der 4er Sessellift Excelerator Express. Am ersten Tag hier halten wir uns dann rechts und kommen über die Catskinner Traverse zum gleichnamigen Sessellift. Das ist allerdings ein Ziehweg, der Pisten kreuzt, was ich nicht so gern fahre.  Beim zweiten Mal fahren wir nach links und kommen über ein Stück Piste mit Blick auf die Pisten beim Glacier Express



zum 6er Sessellift Jersey Cream Express,


oben angekommen

Den besten (Teil) Überblick auf den Berg hat man natürlich von gegenüber




der "Siebte Himmel"  ;)
schaut interessant aus. Wir sind leider wegen Wetterverschlechterung da nicht mehr hingekommen.

Laut Prospekt ist Blackcomb bekannt für seine steilen Abfahrten und Gletscher. Die meisten davon liegen in den so genannten Back Bowls und sind mindestens schwarz markiert. Bilder davon muss ich euch schuldig bleiben, denn solche Abfahrten sind nicht so unser Ding. Wir starten mit den familienfreundlichen Pisten beim Catskinner Sessel.







Richtig schön zum Einschwingen  :herz:

Hin und wieder gibt es Netzwände, die zum langsam fahren mahnen. Laut einer der Skilehrerinnen auf der Piste ist dahinter ein sicherer Platz für Verschnaufs -und Fotopausen.  ^-^



Ob wirklich der Skipass eingezogen wird, wenn man zu schnell fährt, kann ich nicht sagen. Zumindest war aber ab und an Bergwacht unterwegs, die Raser gestoppt haben.
Als kleinen Abstecher von dieser Piste findet man etwas versteckt eine der zwei Rutschenanlagen des Skigebiets: Tree Fort am Whistler,  Magic Castle hier.


für kleine und große Kindsköpfe



Hier geht links die Piste Easy Out weiter zum Sessellift. Dass man rechts auf einen Weg - Green Line - kommt bis zur Bergstation vom Excalibur und zur einfachsten Talabfahrt, haben wir erst am  zweiten Tag auf dem Blackcomb bemerkt.  8)

Für den Einkehrschwung gibt es die Rendevous Lodge.



Den größten Teil nimmt das typische Berglokal im Mensastil ein; daneben gibt es noch das Bedien-Restaurant Christine's. Wir bekommen hier einen großen Pott sehr leckerer heißer Schokolade.



Alkoholisches gibt es hier übrigens nur im Christine's. Ich glaube, im SB-Teil konnte man nicht mal alkoholfreies Bier kaufen. 

Fortsetzung folgt ...
Liebe Grüße
Susan