Die letzten TageLeider verschlechtert sich das Wetter zum Ende unserer zweiten Woche in Whistler. Mittwoch gab es im Ort ständig Regen! Schauer. Da uns eine Skipause aber ganz guttut, nutzen wir den Vormittag für Souvenireinkäufe. Schade, das Squamish Lil'wat Cultural Centre ist nicht geöffnet.
Am Nachmittag testen wir den Wellnessbereich des Hotels. Okay, unsere Schlüsselkarten geben uns Zugang zu Umkleidekabinen – getrennt nach Weiblein und Männlein. Dort befindet sich auch jeweils eine Saunakabine. Da wir nicht wissen, ob bei dem Schietwetter nicht noch mehr Leute kommen, saunieren wir brav jeder für sich. Kersten bekommt tatsächlich Gesellschaft, während ich allein vor mich hin schwitze. Zumindest bemerkt so keiner, dass ich beim Kaltduschen etwas schummle.

Einen extra Ruheraum gibt es leider nicht, wir relaxen stattdessen im nicht ganz heißen Sprudelbad.

Am Donnerstag schaut es ein klein wenig besser aus. Wir fahren erstmal ohne Ausrüstung mit der Whistler Gondel nach oben. Manchmal ist ja über den Wolken die Sonne. Heute schaut es aber nicht so aus.
Wir machen ein paar Bilder

und finden tatsächlich die Umbrella Bar.

Das eher zeltförmige Gebilde animiert uns jetzt nicht unbedingt heute dort etwas zu trinken. Wir gönnen uns eine letzte heiße Schokolade mit Marshmallows in der Roundhouse Lodge und gondeln wieder nach unten.
Tja und am Nachmittag ist leider schon wieder Packen angesagt.
Am Freitagmorgen werden wir gegen 8:45 Uhr vom Shuttlebus abgeholt. Es schüttet mal wieder wie aus Eimern.

Trotzdem herrscht Richtung Whistler lebhafter Anreiseverkehr. Auch in Vancouver schaut es nicht besser aus. Was bin ich froh, dass wir das Angebot für Verlängerungstage in der Stadt nicht in Erwägung gezogen haben. Die LH-Check-In Schalter sind schon geöffnet, wir werden unser Geraffel schnell los. Trotzdem sind wir zu spät dran für die Frühstückszeiten der Restaurants hier. Es gibt also zum "Brunch" Burger und Chickenwings

Da unser Flug erst nachmittags geht, haben wir Zeit uns den Flughafen näher anzusehen. Es gibt hier netteres zu sehen als nur die üblichen Geschäfte.

The Spirit of Haida Gwaii
ein bronzenes Kanu mit Jade Patina. Vorbild waren Miniaturkanus aus dem 19. Jhd. Bevölkert ist das Boot mit Gestalten aus den Legenden und der Geschichte der Haida (eine der First Nations British Columbias).
Auch nach der Sicherheitskontrolle gibt es noch einiges Nettes zu sehen.

und ein großes Aquarium


Unsere Maschine aus München trifft ein.

Wir haben uns gewundert, dass zwei Maschinen aus Deutschland Vancouver anfliegen; eine aus Frankfurt, eine aus München. Beide voll belegt und mit bunt gemischter Reisegesellschaft. Scheinbar fungiert Deutschland da als Drehkreuz.
Wir rollen pünktlich vom Gate ab, stehen dann aber ungefähr eine Stunde auf dem Rollfeld herum. Die Piloten haben einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen. Es wird alles mögliche überprüft. Die Maschine dreht nochmal in den Wind, damit sie nicht die eigenen Abgase ansaugt. Die Piloten neutralisieren dann mit fünf Minuten Sauerstoffmaske ihren Geruchssinn und als sie dann nichts ungewöhnliches mehr erschnuppern, starten wir endlich.
Ein letzter Blick auf British Columbia, der Mond ist auch schon aufgegangen.

Mein Zeitgefühl ist einfach nicht auf Schlafen eingestellt, daher wird es mal wieder eine Filmnacht. Allerdings mit schon älteren Filmen, die neuen sagen mir alle nichts.
Kurz vor der Landung in München bekommen wir dann mit, wohin überall die Passagiere so weiterfliegen wollen (und wie sie umgebucht wurden). Für uns ändert sich nichts. Wir hätten fast fünf Stunden Aufenthalt in München gehabt, nun ist es glücklicherweise weniger. Auch der letzte Hopser nach Hannover verläuft reibungslos.
Dort erwartet uns mehr Schnee und Winter als in Whistler Village, Vancouver und München


Fehlte nur ein Berg
Kurzes FazitSkifahren in Kanada empfanden wir als ausgesprochen angenehm! Zwar war die Schneelage laut Anwohnern und heimischen Besuchern nicht so pudrig wie sie sollte, wir waren jedoch mehr als zufrieden. Ich bin eh kein Tiefschnee-Fan. Sympathisch die Anstell-Kultur, da können die Europäer sich noch Scheiben von abschneiden. Auch dass es am Berg wenig Alkohol gibt, können wir nur begrüßen. Im Hotel Listel Whistler haben wir uns wohl gefühlt und es hat eine gute Lage zu den Liften und der Fußgängerzone. Whistler als Ort hat uns ebenfalls sehr gut gefallen. Wenn es nicht insgesamt doch einiges kosten würde, kämen wir nächstes Jahr wieder!
Unser Besuch hier hat uns außerdem Appetit gemacht, einmal auch im Sommer die Gegend zu bereisen. Mal sehen, wann sich das verwirklichen lässt.
War Whistler Blackcomb besser als die Skiorte in Utah und Colorado, die wir besucht haben? Schwer zu sagen

Die Bedingungen waren da anders. Punkt für USA: wir konnten Skifahren mit einer kleinen Südwesttour kombinieren.
Euch vielen Dank fürs Mitlesen! Bis demnächst
