5. Tag – Montag, 02.02.Gegen 7 Uhr stehen wir nach einer sehr unruhigen Nacht mit Sturm, der an den Fenstern rüttelte und Balkonmöbel umwarf und Regen, der an die Scheiben klatschte, auf. Heute Morgen sieht das Wetter aber wieder recht freundlich aus.
Um 9.15 Uhr fahren wir nach Armação de Pêra, etwa 30 km östlich von Alvor gelegen. Etwas außerhalb des Orts liegt der Strandparkplatz, der Ausgangspunkt für die Rother Wanderung Nr. 31 ist. Die letzten hundert Meter der Anfahrt zum Parkplatz führen über eine unbefestigte Straße, die hauptsächlich aus Schlaglöchern besteht. Als wir einparken kommt ein heftiger Regenschauer herunter, Aussteigen nicht möglich. Wir warten ein Weilchen und entscheiden uns dann, nicht hier zu bleiben, sondern uns im Ort einen befestigten Parkplatz zu suchen und von dort loszuwandern. Wer weiß, wie matschig die unbefestigte Straße nach dem erneuten Regen noch werden wird, womöglich stecken wir dann fest.
In Armação de Pêra gibt es einen großen fast leeren Parkplatz am Ortsrand, der allerdings gebührenpflichtig ist, auch jetzt in der Nebensaison.
Inzwischen scheint wieder die Sonne und wir gehen erstmal ein Stück in den Ort hinein auf der Suche nach einer Toilette. Wir werden schnell fündig und wenden uns dann dem Strand zu. Hier am Ortsrand haben sich die lokalen Fischer niedergelassen, in kleinen Holzhütten und auf dem Strand davor bewahren sie ihre Ausrüstung auf. Auch die Boote liegen hier auf dem Sand, zur Zeit ist hinaus aufs Meer fahren vermutlich wegen des schlechten Wetters nicht möglich.
Wir gehen wieder zurück zum Parkplatz, hier beginnt nämlich ein Boardwalk, der durch das Marschland und die Dünen führt (und eben mit anderem Ausgangspunkt auch Teil der eigentlich geplanten Rother-Wanderung ist).
Wir folgen dem Holzbohlenweg ein Stück und wechseln dann an den Strand – ist das herrlich hier, der weite Strand, das blaue Meer mit den weißen Schaumkronen, der Wind, die Sonne, nur die dichte Bebauung beim Blick in Richtung Armacão de Pêra stört etwas.
Nach einiger Zeit wechseln wir durch die Dünen zurück zum Boardwalk.
Auch hier ist es sehr schön mit den verschiedenen Gräsern und Tümpeln, es gibt ein paar Vögel zu beobachten und Enten, die sich vom Wind auf dem Wasser treiben lassen, sehr lustig anzuschauen.
Die Sicht auf die Tiere wäre von der eigens dafür gebauten Beobachtungsplattform sicher besser, diese ist aber völlig verfallen, der Pfad dorthin zugewachsen.
Wir wenden uns dann wieder in Richtung Ortszentrum. Bei der Suche nach einem Restaurant fürs Mittagessen kommen wir am schön gestalteten Bereich der Ermida de Santo Antonio vorbei.
Zum Essen gehen wir dann in ein einfaches, typisch portugiesisches Restaurant („Real Cozinha“), das optisch wenig einladend ist, aber gut besucht von Einheimischen und ein paar englischen Touristen. Es gibt ein Mittagsmenu für EUR 13,00 pro Person, das Brot und Oliven sowie eine (etwas geschmacklose) Suppe als Vorspeise, ein Hauptgericht und einen Nachtisch samt Kaffee sowie Mineralwasser beinhaltet. Als Hauptspeise nehme ich eine Art Gulasch aus Schweinfleisch mit Muscheln, Peter ein paniertes Fischfilet dazu bekommen wir Reis und Pommes als Beilage sowie einen Salat. Zum Nachtisch wähle ich eine sehr leckere Mousse au Chocolat, Peter nimmt irgendeinen Kuchen.
Pappsatt verlassen wir nach dem Essen das Restaurant und bummeln noch etwas durch den Ort bzw. haben das vor, der Himmel hat sich jedoch leider wieder zugezogen, neuer Regen droht. Wir beschränken uns daher auf die Besichtigung der Igreja Matriz de Armacão de Pêra auch wieder mit Skulptur davor,
gehen nochmal zur Ermida wo wir vor dem Essen schon waren, da waren einige Leute im Weg, nun möchte ich das Foto von der kleinen Kirche nachholen (jetzt ist es leider bewölkt und es sitzen trotzdem Leute davor),
dann geht es schnellstens zurück zum Auto, beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h) fallen bereits die ersten Tropfen, als wir im Auto sitzen, schüttet es wieder.
Wir fahren ein Stück zu einem anderen Küstenabschnitt. Bei der Kirche Nossa Senhora da Rocha gibt es einen großen Parkplatz (kostenlos) und ein Restaurant, dessen Toiletten man nutzen kann.
Hier gibt es mal die Gelegenheit für ein Foto vom Mietauto ohne andere Autos daneben
und wir schauen uns die Kirche von Nahem an, das lohnt aber nicht weiter, die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen. Vor dem noch dunklen Himmel hebt sich das Weiß der Kirchenmauer gut ab. Von Westen wird der Himmel schon wieder blau, daher folgen wir dem Küstenpfad ein ganzes Stück, bis es uns zu matschig und steil wird.
Dann fahren wir weiter bis zum Parkplatz der Praia da Marinha. Dieser Strand war ja Ausgangspunkt unserer schönen Klippenwanderung vorgestern. Den Strand haben wir uns da aber nur von oben angeschaut, nun wollen wir die Felsformationen auch noch von unten sehen. Leider hat der Himmel aber schon wieder teilweise zugezogen und der Wasserstand ist so hoch, dass uns nur ein recht kleiner Sandabschnitt bleibt, der trocken liegt, die Felsbögen und sonstigen Felsen würde man höchstens schwimmend erreichen – sehr schade.
Von der Praia da Marinha fahren wir zum Supermarkt und dann in die Unterkunft, die wir gegen 17 Uhr erreichen. Wir machen uns nochmal zu Fuß auf den Weg zum Strand mit seinen Felsen, ich möchte mich noch an Fotos mit „weichem Wasser“ mit der ND Filterfunktion meiner Kamera versuchen, leider fängt es schon nach ein paar Bildern wieder an zu regnen.
Wetter: Sonne und Regen im Wechsel, ca. 18°C
Wanderung: bei Armacão de Pêra, 5,8 km, 124 Höhenmeter