12. Tag, Montag, 09.02.Jetzt hat es mich auch erwischt, über Nacht hat sich mein bislang leichter Schnupfen verschlimmert und ich habe starke Kopfschmerzen, die sich weder durch Migränetabletten noch durch Ibuprofen oder Paracetamol bekämpfen lassen. Peter geht es etwas besser.
Das Wetter soll auch überwiegend regnerisch sein, immerhin verpassen wir diesbezüglich nichts.
Ich bleibe länger im Bett, dann fahren wir zur Apotheke, da wir für uns beide Nachschub an Erkältungsmedikamenten brauchen und zum Supermarkt, um was fürs Mittagessen einzukaufen.
Nach dem Mittagessen möchten wir doch noch ein bisschen was unternehmen, ich habe die Felsformation Algar Seco bei Carvoeiro als schnell zu erreichendes und schnell anzuschauendes Ziel herausgesucht.
Leider verschlechtert sich das Wetter je näher wir Carvoeiro kommen, dichter Nieselregen und viel schlimmer, Nebel lassen die Sicht immer weniger werden. Wir parken bei der Kirche Nossa Senhora da Encarnação am Ortsrand. Hier startet ein relativ kurzer Holzbohlenweg vorbei an den Felsformationen und vom Platz vor der Kirche blickt man auf den Ortsstrand von Carvoeiro – besser gesagt würde man blicken, man kann nämlich außer Nebel gar nichts sehen.
Besser ist der Blick vom Holzbohlenweg aus auf die Felsen, das Ganze ist (vielleicht auch dem Wetter geschuldet) aber eher etwas enttäuschend, so wirklich außergewöhnliche Felsformationen sind das nicht. Und die (wohl) interessanteste Stelle ist doch tatsächlich mit zwei Bars zugebaut (der Weg dorthin ist gesperrt), ich verstehe einfach nicht, warum man so etwas macht, ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendjemand toll findet.
Der Zugang zum Strand ist leider (mal wieder) gesperrt, vielleicht wäre der Anblick von unten lohnenswerter gewesen. Am Ende des Holzbohlenwegs drehen wir um und gehen den gleichen Weg zurück. Man könnte noch auf einem unbefestigten Pfad weiterwandern, aber auf den matschigen und rutschigen Weg haben wir keine Lust.
Wir machen uns auf die Rückfahrt und fahren durch den Ortskern von Carvoeiro, oh je, das ist ziemlich entsetzlich, der Ort liegt in einem Taleinschnitt vom Strand in Richtung Landesinnere und entlang der gesamten Hauptstraße, die sich durch den Taleinschnitt windet, befinden sich mehrstöckige Hotel- und Apartmentkomplexe unterschiedlichster Baustile, in den Erdgeschossen Geschäfte und Restaurants. Der Anblick ist deprimierend.
Da es mir nicht wirklich gut geht, stoppen wir nirgends mehr auf einen Kaffee, wie eigentlich geplant, sondern fahren direkt in unsere Wohnung zurück. Bei Kopfschmerzen sind die Straßen hier kaum auszuhalten, die vielen Speedbumps an den Fußgängerüberwegen, dazu die vielen Löcher in den Straßen, ich bin froh, als ich aussteigen und mich ins Bett legen kann.
Wetter: überwiegend Regen, um die Mittagszeit mal kurz trocken, ca. 18°C