15. Tag, Donnerstag, 12.02.Peter kann gegen 4.30 Uhr nicht mehr schlafen, steht auf und macht sich einen Tee. Als er gegen 5 Uhr wieder ins Bett kommt, sagt er mir, er hätte von LH eine Mail bekommen, weil sich sein Sitzplatz geändert hätte. Na, da muss ich gleich nachschauen, da kann ja eigentlich nur ein anderer Flugzeugtyp der Grund sein. Und weil wir getrennte Tickets haben, sitzen wir nun sicherlich nicht mehr nebeneinander.
Tatsächlich wird ein anderes Flugzeug eingesetzt, weil nun wegen des Streiks nicht die LH fliegt, sondern Air Baltic. Das andere Flugzeug ist kleiner und hat keine 3-3 Bestuhlung, sondern 2-3. Wir sitzen natürlich nicht nebeneinander, aber es sind noch zwei 2er Reihe komplett frei, da setzen wir uns beide gleich um. Perfekt, nun haben wir eine 2er Reihe für uns.
Wir machen nochmal das Licht aus und schlafen bis 7 Uhr.
Nach Frühstück und Abwasch packen wir alles zusammen, checken gegen 8.45 Uhr aus und fahren in Richtung Flughafen. Ach ja, an unserem Abreisetag scheint die Sonne

, aber bei einer Abflugzeit um 13.10 Uhr und einer knappen Stunde Fahrt zum Flughafen, ist leider keinerlei Outdoor Aktivität an diesem Tag mehr möglich. Von der Autobahn aus sehen wir die Berge in der Ferne, wo wir gestern waren - heute völlig wolkenfrei

.
An der Tankstelle beim Flughafen machen wir den Tank nochmal voll und nutzen gleich nochmal die auch hier vorhandenen Wasch- und Saugmöglichkeiten fürs Auto (ich finde es übertrieben, aber wenn Peter das möchte, bitte sehr, genug Zeit haben wir).
Die Autorückgabe erfolgt wie meist für meinen Geschmack viel zu schnell, da muss man sich wirklich konzentrieren, damit nicht irgendetwas im Auto liegen bleibt und natürlich vergesse ich, ein Foto vom Display zu machen (mit Kilometerstand und Tankanzeige). Ich verstehe nicht, weshalb einen die jeweiligen Mitarbeiter nicht in Ruhe ausräumen lassen und erst, wenn man fertig ist, sich den Schlüssel holen.
Um 10 Uhr sind wir dann im Flughafen und stellen fest, dass der „drittgrößte Flughafen Portugals“ zu den kleinsten gehört, an denen wir je waren. Aber er ist sehr hell und freundlich und es gibt sogar außerhalb des Flughafengebäudes ein Café mit Außenterrasse.
Während wir auf die Öffnung des Schalters für die Kofferaufgabe warten (Automaten gibt es hier für LH nicht), kommt schon die Mail von Sixt mit dem Rückgabebeleg, 1261 km sind wir gefahren, angeblich ist in der Windschutzscheibe ein Steinschlag (auf dem angehängten Foto kann man aber nichts erkennen und uns ist auch nichts aufgefallen) und das Auto wäre außen schmutzig, dass letzteres nicht stimmt, sieht man auf dem Foto vom angeblichen Steinschlag, da ist auch ein Teil des restlichen Autos mit drauf). Na ja, zum Glück ist in unserer Versicherung auch Glas inkludiert und wir haben keinen Selbstbehalt, der wäre sonst jetzt weg. Mal abwarten, was die Endrechnung enthalten wird.
Bei der Kofferaufgabe bekommen wir jeweils einen EUR 5,00 Gutschein, weil im Flugzeug wegen des Streiks keinerlei Service stattfinden wird. Nicht schlecht im Hinblick darauf, dass man an Bord außer einem Becher oder einer kleinen Flasche Wasser und vielleicht einem kleinen Täfelchen Schokolade sowieso nichts kostenlos bekommen hätte, da können wir mit den EUR 5,00 mehr anfangen.
An der Sicherheitskontrolle müssen Flüssigkeiten separat herausgelegt werden, Elektronik nicht, mal eine neue Variante.
Der gute Eindruck, den der Flughafen bis jetzt auf uns gemacht hat, ändert sich nach der Sicherheitskontrolle. In diesem Bereich gibt es noch genau zwei Möglichkeiten etwas zu essen, eine Art Foodcourt, in dem es aber an allen drei oder vier Ständen nur Snacks wie eine Portion Pommes mit einem Sandwich oder einem Hühnchenschlegel gibt und eine „Paul“ Filiale, bei der es ebenfalls kein warmes Essen oder auch nur einen Salatteller gibt, nur diverse Sandwiches und süßes Gebäck. Dazu Preise, wie sie z.B. am Flughafen Frankfurt üblich sind oder noch teurer, was ist denn da los?
Aber irgendetwas müssen wir essen, wir entscheiden uns für „Paul“, ich bestelle einen Croque Monsieur, der immerhin recht lecker und außerdem riesig ist, Peter ein Sandwich, dazu jeweils einen großen Cappuccino und für später zum Abendessen nehmen wir jeweils noch ein Sandwich mit (EUR 50, davon können wir 2 x EUR 5,00 abziehen).
Vom Gate können wir die Lagune und die dahinter liegende Ilha de Faro mit dem Strand von Faro sehen, wo wir vor ein paar Tagen spazieren waren und vor dem Regen in ein Café flüchten mussten, heute hätten wir dieses Problem nicht, sondern könnten die Sonne genießen.
Unseren damaligen Spazierweg über die Brücke können wir nach dem Start aus der Luft noch besser sehen.
Der Flug ist sehr angenehm, zum Vorteil der 2er Reihe gibt es auch noch wesentlich mehr Sitzabstand nach vorne als im größeren LH Airbus vom Hinflug und über jeder Sitzreihe hängt ein kleiner Monitor auf dem man die Flugroute, Flugdauer usw. sehen kann, das hatte ich auf einem Kurz – und Mittelstreckenflug noch nie – da hat uns der Streik nur Vorteile gebracht.
Wir landen recht pünktlich gegen 17.30 Uhr in Frankfurt und werden mit dem Bus zum Terminal 1 gebracht, was den Vorteil hat, dass es zu Fuß nicht mehr weit zur Kofferabholung ist. Der Flughafen ist wegen des Streiks wie ausgestorben (obwohl ja nur Lufthansaflüge davon betroffen sind), unser Kofferband ist weit und breit das einzige, an dem Passagiere auf ihr Gepäck warten.
Nach ca. 10-minütiger Wartezeit sind unsere beiden Koffer da und wir gehen zum Parkhaus. Kurz sind wir etwas verwirrt, wie wir zu unserem Parkplatz finden sollen (Ebene und Parkplatznummer haben wir fotografiert, die Beschilderung ist aber ziemlich unklar), dann werden wir doch noch fündig und fahren gegen 18.30 Uhr los. Da auf der Autobahn ziemlich viel Verkehr ist, wechseln wir nach der Hälfte der Strecke auf die ruhigere Landstraße und sind um 19.45 Uhr zu Hause.
Wetter: FAO sonnig, leichte Bewölkung, ca. 18°C; FRA bewölkt, ca. 7°C
In den nächsten Tagen folgt dann noch das Fazit.