Noch 13. Mai Inner Temple Gegen Ende des 13. Jahrhundert wurde in England das weltliche vom kirchlichen Recht getrennt. Für die wachsende Anzahl der weltlichen Rechtsgelehrten wurden in London Campus ähnliche Gebäude eingerichtet: die
Inns of Court. Auf dem Gebiet, das bis 1312 den Tempelrittern gehörte, entstanden so zwei Anwaltskammern, Inner Temple und Middle Temple. Außer diesen Namen erinnert noch die Rundkirche
Temple Church an den Ritterorden. Breiter bekannt wurde sie durch den Robert Langdon Roman/Film
The Da Vinci Code – Sakrileg.
Der Eintritt hier ist nicht im London Pass enthalten, wir zahlen 5 Pfund pro Person.

(Die Sonne kam während unseres Besuchs wieder hervor, Bild daher von dann)
Die Kirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet, original als Rundkirche nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem. Ein halbes Jahrhundert später gab es auf Wunsch des damaligen Königs einen rechteckigen Anbau "The Chancel".

Den schauen wir uns zuerst an, da in der Rundkirche gerade etwas aufgebaut und geliefert wird.

Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg arg getroffen. Da sie jedoch schon oft fotografiert worden war, konnte sie nahezu originalgetreu rekonstruiert werden. Das neue Ostfenster, gestiftet von der Glaserinnung, zeigt ua. eine Szene vom "Blitz" und der Temple Church vor dem Krieg.

Der dreiteilige Altaraufsatz aus Holz stammt von Christopher Wren, der die Kirche 1680 umgestaltete. Er zeigt das Glaubensbekenntnis, die Zehn Gebote und das Vaterunser.

Wir sehen hier auch noch Sarkophage und einen Ritter, allerdings kann ich nicht mehr nachvollziehen, wer das war.


Über eine steile Wendeltreppe kommen wir zu einer Galerie der Rundkirche - nicht ganz so viele Stufen wie in St. Paul's. Der Fußboden hier oben besteht aus Fliesen, die Mönchen im 12. Jahrhundert gestaltet wurden. Ursprünglich wurden sie für den Kirchenboden gemacht. Diejenigen, die den "Blitz" überstanden haben, wurden nun hier verwendet. In den Wänden scheinen Urnengräber zu sein.

Durch Spitzbögenfenster können wir hinunter in die Rundkirche schauen.

Die Wendeltreppe führt noch weiter nach oben, ist aber abgesperrt.
Arkadenbögen zieren die Wand des Rundbaus, darüber sehen wir Gargoyle Fratzen. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise findet man solche an den Außenwänden einer Kirche. In den Bögen sind Erklärungstafeln zur Geschichte der Templer und dieser Kirche aufgehängt. So wurde hier auch die Magna Carta unterzeichnet, eine wichtige Quelle der englischen Verfassung.

Natürlich versäumen wir auch nicht das anzuschauen, was Robert Langdon hierher geführt hat: die Grabplatten von Rittern.


Die Sonne zeigt sich, das gibt mir Hoffnung für die Temple Gardens. Unser Weg dorthin führt uns über Höfe der Anwaltskammern. Das erinnert mich an die Romantrilogie
Rubinrot - Saphirblau-Smaragdgrün von Kerstin Gier. Die streng geheime Geheimgesellschaft der Zeitreisenden hatte hier nämlich ihr Quartier

( Ja, es ist eine Teenager-Geschichte, gefällt mir aber immer noch)


Wir kommen direkt zum
Inner Temple Garden


Leider haben wir keine lange Freude daran, denn es ziehen schon wieder dunkle Wolken auf.

Heftige Windstöße und dann legt das Unwetter so richtig los: Platzregen wird zu Hagel. Da hilft auch der Schirm kaum noch. Wir flüchten unter einen der Bogengänge. So hat das keinen Sinn mit den Gärten. Als der Hagel wieder in normalen Regen übergeht, spazieren wir zur Underground Station Temple und fahren zurück zur Unterkunft. Von einem griechischen Bäcker in Bayswater nehmen wir uns ein paar süße Teilchen für den Nachmittagskaffee mit. Danach können wir uns in Ruhe für das Abendprogramm aufhübschen.
