Autor Thema: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026  (Gelesen 6351 mal)

Horst

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Desert Sun
durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas
im März 2026

 
 






Im März 2026 hat sich für mich relativ kurzfristig die Möglichkeit ergeben, Urlaub zu machen. Für den Fall des Falles hatte ich die Wochen vorher mal überlegt wo es hingehen könnte und mich dann für ein sonniges Ziel entschieden, bei dem ich auch wieder etwas Einsamkeit haben kann und ich hatte große Lust auf die Wüste.
Zwei Wochen vor dem Abflug gab es dann das Go vom Arbeitgeber und ich habe im Hau-Ruck-Verfahren Flug, Auto und Zimmer (alles bei Booking damit es schneller und einfacher geht) für den Südwesten der USA gebucht.
Im Dezember 2025 hatte ich mir auf Verdacht auch einfach mal so einen Nationalparkpass geordert, den es 2025 letztmalig zum Schnäppchenpreis von 80$ gab. Jetzt kostet der 250$ (für Non-Residents). Ohne diesen Jahrespass erheben die elf beliebtesten Nationalparks (darunter der Grand Canyon, Yosemite, Yellowstone und Zion) von ausländischen Besuchern seit Januar 2026 eine zusätzliche Zusatzgebühr von 100 US-Dollar, pro Person!
Das wären dann beim Grand Canyon oder Yellowstone zu den 35$ für das Auto nochmal 100 pro ausländischer Person also z.B. 135$ pro Park.


Mein Schwerpunkt soll diesmal auf den Wüstenregionen Kaliforniens und Nevadas liegen.
Eigentlich wollte ich ursprünglich auch ganz in den Süden Kaliforniens zum Anza Borrego State Park aber nachdem ich eine Woche vorher die Langzeit-Wettervorhersage gesehen hatte mit über 40 Grad habe ich den wieder verworfen. Anders als im Death Valley gibt es dort wenig Möglichkeiten in der Höhe der Hitze zu entkommen.
So kam dann dafür der Mono Lake und der Norden Kaliforniens für 2 Tage ins Programm.

Ein etwas mulmigeres Gefühl, wenn man an die USA und die Einreise dort denkt, hat man inzwischen auch. Letztendlich hat mich das dann aber doch nicht davon abgehalten mich selbst in die (US-) Wüste zu schicken. 

Wer lesen möchte, wie es mir bei diesem „Hot Trip“ in die Mojave-Wüste ergangen ist, darf gerne mit.
Kostet auch keine 135$ ….

Ilona

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Hallo Horst,

schön, dass es mal wieder einen USA-Reisebericht und vor allem aus dem Südwesten gibt :beifall:.

Einreisen haben sie dich wohl lassen, denn sonst gäbe es jetzt nix zu lesen  :zwinker: . Das mit dem letztjährigen Kauf vom Nationalparkpass zu den alten Bedingungen war eine gute Idee :thumb:. Ich kenne Leute, die haben das auch so gemacht.

Jetzt bin ich gespannt, was es alles zu sehen gibt und auf das Erlebte :adieu:.

Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susan

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Bin natürlich auch sehr interessiert an dem Bericht. Da wir grad im hohen Norden unterwegs sind, werde ich das meiste aber wohl nachlesen müssen

 :usa:
Liebe Grüße
Susan


Horst

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1.Tag - 19.3.26 Donnerstag: Viva Las Vegas




Die Nacht vor dem Abflug ist kurz und endet um halb 3 Uhr. Wirklich geschlafen habe ich bis dahin nicht.
Auf der Fahrt zum Flughafen in Nürnberg zeigt mein Autothermometer +3 Grad an. Da wird heute noch ordentlich draufgepackt werden.
Pünktlich geht der KLM-Zubringer-Flug um 6 Uhr nach Amsterdam, wo ich 80 Minuten später lande. Nun folgt ein längerer Aufenthalt.
Der Weiterflug nach Las Vegas erfolgt erst um 12.30 Uhr. Ich hätte auch erst um 10 Uhr mit mehr Schlaf von Nürnberg abfliegen können aber eine Umstiegszeit von nur einer Stunde war mir einfach zu stressig und zu ungewiss, bezüglich der Gefahr bei einer Verspätung aus Nürnberg den Transatlantik-Flug zu verpassen. Die Zeit geht letztendlich auch schneller vorbei als befürchtet und so sitze ich mal wieder in einem Flugzeug Richtung USA.
Meine gute Meinung von KLM wird auch auf diesem Flug wieder bestätigt. Die sind einfach gut organisiert. Auf jeden Fall spürbar besser als die Lufthansa, die ich, wenn es Alternativen gibt, meide. So kommt mein Flug pünktlich um 15:20 Ortszeit Las Vegas, Nevada an.
Gerade unter der Trump Administration hat sich die USA-Einreise die letzte Zeit ja nicht unbedingt erleichtert. So geht man schon mit leicht mulmigem Gefühl Richtung Immigration. Am großen Los Angeles Airport war ich vor 2 Jahren über 90 Minuten in der Schlange vor der Einwanderungsbehörde gestanden und diesmal, ja wie wird es diesmal?
Nach 5 … in Worten FÜNF Minuten stehe ich vor dem Immigration Officer, bekomme eine Frage – was ich in den USA vorhabe – ich antworte „Urlaub“ – erhalte meinen Reisepass zurück und das war‘s schon – ich bin drin. Auf den Koffer warte ich dann etwas länger.

Mit dem Shuttle geht es zum Car Rental Center zu Alamo, wo auch gar nichts los ist. Gebucht habe ich wie beim letzten Mal den Jeep Wrangler.





Draußen in der Halle kann ich mir aus 10 Wranglern, die sich nur in der Farbe unterscheiden, einen aussuchen. So nehme ich wieder einen weißen Jeep - dann muss ich mich nicht umgewöhnen. ;)




Bis auf Fliegen kann das Ding so ziemlich alles. Ich habe zwar nicht so viele Allrad-Strecken wie vor 2 Jahren im Programm aber der Wrangler wird auch diesmal Möglichkeiten bekommen, sein Können aufblitzen zu lassen.

Die Temperatur in Las Vegas hat sich zu der am Aufbruchsmorgen zu Hause um satte 32 Grad auf 35°C erhöht. Also erst mal alle Schichten die über dem T-Shirt liegen möglichst schnell herunterreißen.






Danach geht es zum Einrollen etwa eine Stunde auf dem Highway 160 nach Pahrump, Nevada.





Typisch für die Region gibt es hier typische Wüstenvegetation und viel „wide open space“ – also genau das worauf ich mich freue.





In Pahrump angekommen organisiere ich mir noch ein paar Getränke und fahre dann zu meinem vorgebuchten Hotel, dem Nugget Hotel und Casino. 




Ganz Nevada hat als einziger US-Bundestaat die Erlaubnis für Glücksspiele.




Der Bundesstaat Nevada entschied 1931 Glücksspiel im gesamten Bundestaat zu erlauben, um der damaligen wirtschaftlichen Depression entgegen zu wirken.

Nach ca. 45 Stunden ohne Schlaf verabschiede ich mich von diesem Tag, wohl nicht ganz unüberraschend, relativ schnell.


Übernachtung: Nugget Hotel & Casino, Pahrump, Nevada


Ilona

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Eine gute Anreise und dann noch einen Rubicon :herz: . Mit der Karre konntest du den Südwesten durchplügen :thumb:. Die Autovermieter und Motels merken sicherlich, dass weniger Touristen unterwegs sind.

Das Pahrump Nugget Casino war bestimmt viel günstiger als die Schuppen in LV.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Horst

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Die Autovermieter und Motels merken sicherlich, dass weniger Touristen unterwegs sind.
Es war zumindest überall zu lesen, dass es dieses Jahr einen spürbaren Rückgang der Besucher vor allem aus Europa und Kanada gibt.
Da ich jetzt nicht so in den überlaufenen Hot Spots unterwegs war, kann ich das selbst nicht beurteilen.

Das Pahrump Nugget Casino war bestimmt viel günstiger als die Schuppen in LV.
Der Preis außerhalb von beliebten Städten ist das Eine. Zum anderen mag ich es am Ankunftstag einfach ein bisschen dem Horizont entgegen zu fahren und hab das trotz Müdigkeit und Hitze genossen, durch die Wüste zu rollen. Zudem war dann auch schon wieder eine Stunde Fahrzeit vom nächsten Tag weniger und da musste ich früh raus um den Sunrise am Zabriskie Point zu erwischen.

Christina

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Ich reise auch sehr gerne mit.

Bei der Anreise ging ja schon mal alles reibungslos, so wünscht man sich das.

Gut, dass du den NP Pass noch letztes Jahr gekauft hast, das ist jetzt ja doch ein recht heftiger Preissprung.



LG Christina