Autor Thema: Das andere Holland - Rotterdam April 2026  (Gelesen 2827 mal)

Ilona

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #30 am: 01. August 2026, 13:59:51 »
Morgens in die Stadt und mittags an den breiten, hellen Strand. In Rotterdam ist was geboten.

Der Tornado begeistert mich natürlich auch. Da hätte ich mir sogar den Rest vom Museum angeschaut. So altes verstaubtes Museumsgut mag ich nicht, aber dieses ist modern.
Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #31 am: 03. August 2026, 17:17:43 »
Wir sind tatsächlich wieder im Lande  ;D

Ungewohnt warm hier  ;) da macht Reiseberichte (nach)lesen mehr Spaß als Bügeln. Rotterdam als Ziel konnte ich mir so gar nicht vorstellen, doch beim flüchtigen Drüberschauen gefällt mir doch so einiges dort. Werde jetzt etwas gründlicher schauen.

Ich dachte schon, ihr kommt erst wieder zurück, wenn es hier wieder erträgliche Temperaturen hat ;D

Freut mich, dass du auch noch mit dabei bist.


LG Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #32 am: 03. August 2026, 17:36:02 »
5. Tag – Samstag, 25.04. - 1. Teil

Auch heute habe ich es nach dem Frühstück nicht eilig loszukommen, mein erstes Ziel heute, das Museum Huis Sonneveld öffnet erst um 10 Uhr. Mit der am heutigen Samstag um diese Uhrzeit sehr leeren Metro



fahre ich gegen 9.20 Uhr mit einmal Umsteigen zur Haltestelle Eendrachtsplein, von hier sind es nur ein paar Gehminuten bis zum Museumspark in dem auch das Huis Sonneveld liegt.

Ich bummle nochmal zum Nieuwe Instituut mit seinem Teich und der Skulptur darüber und dem Depotmuseum Van Beuningen daneben.




Dann ist es 10 Uhr und das Huis Sonneveld öffnet.


Ich kaufe mein Ticket (EUR 12,00), bekomme einen Audioguide und muss Plastiküberzieher über meine Schuhe ziehen. Der Fußboden der Räumlichkeiten des Museums soll geschützt werden, ist doch (fast) die gesamte Inneneinrichtung inklusive Fußbodenbelag im Original erhalten. Beim Huis Sonneveld handelt es sich nämlich um die Villa der Familie Sonneveld, erbaut 1933 im Stil des holländischen „Neuen Bauens“, ähnlich dem deutschen Bauhaus Stil. Architekt war das Büro von Brinkman en Van der Vlugt, das auch für die Inneneinrichtung verantwortlich war, die Möbel stammen überwiegend von der holländischen Marke Gispen. Herr Sonneveld war einer der Direktoren der Van Nelle Fabriek, die von Brinkman en Van der Vlugt designt worden war und er war davon so begeistert, dass er die Architekten auch für sein Wohnhaus beauftragte (von der Van Nelle Fabriek werde ich morgen mehr sehen).



Man kann alle Räume in eigenem Tempo anschauen, zu jedem Zimmer gibt es mittels des Audioguides Erklärungen.












Ich bin begeistert, sowieso mag ich den Bauhaus Stil sehr, auch die funktionale schnörkellose Inneneinrichtung (wobei es mir hier in einigen Räumen wie dem Gästezimmer


aufgrund des Chroms und der glänzenden Oberflächen etwas zu karg und ungemütlich erscheint), dazu ist es für die 30iger Jahre eine unglaublich moderne Einrichtung, z.B. die Bäder mit Badewanne und im Badezimmer der Eltern zusätzlich eine Dusche mit mehreren Sprühköpfen, die Herr Sonneveld auf Geschäftsreisen in Amerika kennengelernt hat. Die Geschichten, die man mittels des Audioguides (auf Deutsch) hören kann, sind richtig interessant, es werden neben den Fakten viele kleine Einzelheiten aus dem Leben der Familie Sonneveld liebevoll erzählt. Gleichzeitig mit mir ist noch ein Paar im Museum, wir können uns die Räume ohne uns gegenseitig zu stören in Ruhe anschauen.

Eine Stunde halte ich mich im Haus auf, dann gebe ich meine Schuhüberzieher und den Audioguide wieder ab und unterhalte mich kurz mit der Dame am Empfang über das Haus und die Einrichtung. Das war für mich ein weiteres Highlight meines Rotterdam Besuchs.

Nun ist es 11 Uhr und ich kann nahtlos ins nächste Museum wechseln, denn gestern habe ich mir online ein Ticket fürs Depotmuseum Bojmans van Beuningen für den ersten Zeitslot ab 11 Uhr gekauft (EUR 20,00). Ich bin schon gespannt, wie es in der „Salatschüssel“ innen aussieht. Wie schon bei meiner Außenbesichtigung am zweiten Urlaubstag geschrieben, ist dieses Museum kein eigentliches Museum, sondern (wie ja auch der Name schon sagt) ein Depot für die Kunstwerke, die sich normalerweise im Museum Bojmans van Beuningen befinden, das aber zurzeit (mit einer mehrjährigen Dauer) umgebaut wird.

Ich lasse mein Ticket scannen (auch hier kann man übrigens wieder, entgegen der Angabe auf der Museumshomepage, Tickets vor Ort kaufen), verstaue meine Tasche in einem der bunten durchsichtigen Schließfächer und nehme den Aufzug ganz nach oben auf die Dachterrasse. Die Außenterrasse des Museumsrestaurants ist hier und auf der restlichen Fläche fühlt man sich fast als wäre man im Wald, ganz viele Birken wurden gepflanzt. Die Ausblicke werden durch die spiegelnde Glaswand etwas beeinträchtigt, sind aber trotzdem nett, nur wegen der Aussicht herzukommen, ist allerdings nicht lohnenswert (es gibt aber für den Abend ein sehr günstiges Ticket, mit dem man nur auf die Dachterrasse kommt).





LG Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #33 am: 03. August 2026, 17:54:48 »
5. Tag – Samstag, 25.04. - 2. Teil

Im Inneren arbeite ich mich dann Stockwerk für Stockwerk nach unten.


Als erstes schaue ich mir die Ausstellung „Pixel Pioneers“ an, die heute ihren ersten Tag hat. Bereits in den 1960iger Jahren gab es Künstler, die mittels Computern Kunstwerke geschaffen haben, was sich seitdem natürlich bis heute fortgesetzt hat. Mal sind die Bilder digital hergestellt, mal sind Computerbildschirme das Kunstwerk, mal werden analoge Bilder bekannter Künstler digital wiedergegeben und die Besucher können mittels ihrer Bewegung das jeweilige Bild beeinflussen. Das alles ist nicht so ganz mein Geschmack, schade, aber ich bin ja nicht wegen einer einzelnen Ausstellung hier, sondern wegen des Gebäudes an sich.


Und das ist gut gemacht, auch das Treppenhaus ist Teil der Ausstellungsfläche, es wird sehr viel buntes zwischen sehr viel durchsichtigen Flächen gezeigt, so dass man auf den ersten Blick oft gar nicht sieht, wo was hingehört.



An mehreren Stellen kann man in das eigentliche Depot schauen, also die Lagerräume der Kunstwerke, dazu kann man jeweils einen Lichtschalter betätigen, dann wird der hinter einer Glaswand liegende Raum für kurze Zeit hell und damit sichtbar.


Außerdem besteht die Möglichkeit zu geführten Überraschungs- oder Spontanbesuchen in verschiedenen Lagerräumen, dazu wird auf einem kleinen Schild am jeweiligen Eingang eine Uhrzeit angezeigt zu der man sich einfinden muss. Leider komme ich immer entweder zu spät oder ich werde zu der angegebenen Zeit nicht mehr im Museum sein.

Schließlich gibt es eine weitere Ausstellung „Diary of Things“, da geht es anhand von konkreten Ausstellungsstücken darum, wie ein Museum zu seinen Werken kommt. Mal werden sie von anderen Museen gekauft, wie z.B. das Gemälde „Schwarzes Dreieck“ von Kandinsky, 1964 gekauft vom Guggenheim Museum New York, das zu viele Werke von Kandinsky hatte,



mal sind es Spenden oder Geschenke, manchmal geht ein Werk auch illegale Wege, was oft erst später festgestellt wird und dann zu Erwägungen darüber führt, ob und an wen das Kunstwerk zurückgegeben werden soll. Ein sehr interessantes Thema, das eine Vielzahl von völlig unterschiedlichen Werken in einer Ausstellung zusammenführt.

Leider habe ich nur eine gute Stunde Zeit für das Depotmuseum, weil ich später noch einen Termin habe, meinen Wunsch, die Dachterrasse und das Innere dieses einfallsreichen Gebäudes zu sehen, kann ich in der Stunde aber natürlich erfüllen, auch ein kurzer Blick in die beiden Ausstellungen war möglich. Möchte man diese aber genauer anschauen und vielleicht auch an einer kurzen „Spontanführung“ teilnehmen, braucht man zumindest zwei Stunden.

Gegen viertel nach zwölf Uhr verlasse ich also das Depotmuseum und mache auf einer der Bänke davor eine kurze Mittagspause, dafür habe ich mir gestern im Supermarkt ein Sandwich besorgt und heute mitgenommen, ich konnte nicht einschätzen, ob Zeit für einen Restaurantbesuch bleiben würde. Dann spaziere ich in Richtung Schiffsanlegestelle bei der Erasmusbrücke.

Auf dem Weg dorthin komme ich am Westersingel an einem weiteren Kunstwerk vorbei, der Skulptur „Elevazione“ des italienischen Künstlers Giuseppe Penone aus dem Jahr 2001, ein Baumstamm aus Bronze ist inmitten von fünf echten Bäumen befestigt, ich muss mehrmals hinschauen, bis ich mir sicher bin, dass der „Baum“ in der Mitte künstlich ist.


Die Idee dahinter ist, dass sich im Laufe der Jahre Spuren des künstlichen Baums bzw. dessen Wurzeln in der Rinde der echten Bäume finden werden. Ob und wie gut das gelingt, müsste man jetzt schon beurteilen können, immerhin steht die Baumgruppe schon seit 25 Jahren hier, gewachsen sind die Bäume auf jeden Fall, das kann ich beim Vergleich zwischen meinem Foto und dem auf der „Sculpture International Rotterdam“ Homepage sehen.

Für 13.30 Uhr habe ich schon von zu Hause aus online ein Ticket für die „Extended Harbour Tour“ Schiffsrundfahrt, durchgeführt von „Spido“ gekauft (EUR 32,50). Diese findet während meines Rotterdam Aufenthalts nur am heutigen Samstag einmal vormittags und einmal nachmittags statt, die üblichen, kürzeren Hafenrundfahrten werden dagegen mehrmals täglich angeboten.

Um 13.15 Uhr bin ich an der Abfahrtsstelle, das Schiff kann schon betreten werden, ich reihe mich in die recht lange Schlange ein und habe kurz Zweifel, ob das eine gute Idee war mit der Schiffsrundfahrt, auf so eine touristische Menschenmenge habe ich nicht wirklich Lust und bis ich auf dem Schiff sein werde, werden die besten Plätze ganz vorne oben sicher schon belegt sein.

Die Zweifel sind zum Glück schnell zerstreut, denn erstaunlicherweise gehen die meisten Leute entweder ins Innere des Schiffs (bei strahlendem Sonnenschein und einer Fahrt, die man ausschließlich wegen der Ausblicke macht!) oder an die Tische auf dem mittleren Deck. Außerdem ist das Schiff alles andere als voll belegt, was ich aufgrund der langen Schlange nicht vermutet hätte. Ich kann mir also problemlos meinen Wunschplatz sichern und die Fahrt genießen.

Wir fahren unter der Erasmusbrücke durch, wenden dann aber bald wieder. Man hat einen schönen Blick auf das Denkmal „The Bow“ aus dem Jahr 1956 von Frederico Carasso, die Skulptur ist einem Schiffsbug nachempfunden und soll an die während des Zweiten Weltkriegs Gefallenen der Handelsmarine erinnern.

Das dunkle Hochhaus mit dem überstehenden Dach beherbergt das Hotel Doubletree by Hilton und die beiden dunkelgrauen Hochhäuser ganz links sind „De Hoge Heren“ („Die hohen Herren“), Apartmenthäuser aus dem Jahr 1997. Beide haben jeweils 29 Stockwerke, alle 285 Apartments haben Blicke sowohl auf den Fluss als auch auf die Stadt. Die Fassaden bestehen aus Beton und heben sich aufgrund der dunklen Farbe gut von den eher helleren Hochhäusern der Innenstadt ab.



Wir fahren am historischen Fährhafen vorbei, an dem ich schon zu Fuß war


und erreichen dann das Lloydkwartier mit einigen interessanten Hochhäusern. Besonders auffällig ist das „Shipping and Transport College“ mit dem periskopartig geformten oberen Bereich, typisch für das Architekturbüro Neutelings Riedijk.





Es geht noch an ein paar unspektakulären Wohnblocks vorbei,




dann beginnt der Hafenbereich. Hier gibt es nun eine Vielzahl von Trockendocks, Kränen und riesigen Schiffen bzw. stationären Plattformen zu sehen.



Leider gibt es dazu, anders als beim Vorbeifahren an den Hochhäuern vorhin, keine Erklärungen dazu, was genau man da sieht, aber ich finde diese farbigen Riesen mit all den Rohren und Gerüsten und Aufbauten einfach faszinierend, genau deshalb habe ich die ausführliche Hafenrundfahrt gebucht.



Eine gute halbe Stunde bewegen wir uns ganz langsam rund um die Giganten,



dann machen wir einen Abstecher zu einem weiteren Hafenbereich, hier dominieren die Kräne sowohl an Land als auch auf Schiffen.









Dann wird gedreht und wir fahren wieder in Richtung Innenstadt.





LG Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #34 am: 03. August 2026, 18:10:03 »
5. Tag – Samstag, 25.04. - 3. Teil

Jetzt habe ich auch endlich mal Zeit, um auf die Toilette zu gehen, da ich die Strecke ja schon von der Hinfahrt kenne.


Die letzten Minuten geht es entlang der Halbinsel Katendrecht, hier liegt das ehemalige Kreuzfahrtschiff SS Rotterdam dauerhaft vor Anker. Es ist das größte in den Niederlanden gebaute Passagierschiff (1958) und kann heute besichtigt werden, es gibt Restaurants, Cafés und man kann dort in einem Teil der ehemaligen Kabinen übernachten.


Auf der anderen Maasseite ist nun der Euromast, der Zugang zum Maastunnel für Fußgänger (für den ich wohl keine Zeit mehr finden werde) und ein Pier im chinesischen Stil, mit Chinarestaurant, Supermarkt und Hotel (mit extrem schlechten Bewertungen) zu sehen.


Wir kommen am Wilhelminapier vorbei und legen gegen 16 Uhr wieder nahe der Erasmusbrücke an.



Nun möchte ich erstmal einen Kaffee trinken und mir dabei überlegen, was ich mit der begrenzten Zeit, die mir heute noch übrigbleibt, anfange. Kaffee und Kuchen hätte es auch auf dem Schiff gegeben, da war ich aber mit Gucken und Fotografieren beschäftigt ;).

Ich gehe ein Stück nach Norden und finde im „Maritiem Museum“ am Leuvehaven ein Café. Bei Cappuccino und einem Muffin (EUR 6,50) überdenke ich meine Möglichkeiten: Museen fallen weg, die schließen alle schon um 17 Uhr, zum Maastunnel und unter der Maas hindurch spazieren, nochmal Bummel durch die Innenstadt, Lloydviertel und die vom Schiff aus gesehenen Hochhäuser von nahem anschauen?

Ich entscheide mich für letzteres und nehme die Metro ab der Station Leuvehaven und erreiche mit einmal Umsteigen die Haltestelle Coolhaven. Von hier ist es noch ein Stückchen zu Fuß zum Lloydkwartier, das Laufen tut gut nach dem langen Sitzen auf dem Schiff.

Als erstes schaue ich mir die Schiecentrale 4B an. An einem Netz aus Metall, das vor der eigentlichen Fassade hängt (an der Gebäuderückseite, über die Galerien gelangt man ins Innere der Wohnungen, an der Vorderseite hat das Gebäude eine normale Glasfassade) sind „Boxen“ befestigt. Sie dienen als Aufbewahrungsräumlichkeiten für die Apartments. Diese ungewöhnliche Idee hatte 2008 das Architekturbüro Mei architects and planners.


Dann geht’s zum vom bereits vom Schiff aus gesehenen Shipping and Transport College mit dem „Periskopdach“ von 2006



und schließlich entdecke ich noch eine Wohnanlage aus Holz in einer Form, die mich an ein Schiff erinnert. Dieses Gebäude ist (noch) nicht in meinem Architekturführer aufgeführt (aber in Google Maps zu finden, es handelt sich um das „SAWA“, das Gebäude wurde in großen Teilen aus Holz errichtet, ist als solches eine technische Neuheit und Vorbild für vertikales Bauen mit Holz, Architekten sind auch wieder Mei architects and planners. Erst im November 2025 wurde es in Anwesenheit der niederländischen Königin eröffnet.)



Auch das Gebäude ein Stück die Straße hoch sieht interessant aus mit den „Hütten“ auf dem Dach (dazu sehe ich in Google Maps, dass es sich dabei um die 3 Penthäuser „Eden District“ handelt, zwei davon sind schon verkauft, das größte mit über 400 qm Fläche ist für 2,4 Mio EUR noch zu haben) – ach in diesem Stadtviertel gäbe es noch einiges zu entdecken, aber für heute ist es genug.


Ich mache mich auf den Rückweg zur Metrostation und fahre zum Hotel.

Wetter: sonnig, kaum Wind, ca. 6°-17°C


LG Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #35 am: 04. August 2026, 11:37:06 »
Das Bad in dem Huis ist ja schrill  ;D und die Zimmer wie im Krankenhaus.

Die Bootsfahrt gefällt mir, dafür bin ich immer zu haben.

Ansonsten könntest du wirklich Reiseführer über die von dir besuchten Städte verfassen. Immer sehr ausführlich und detailliert. 
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susan

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #36 am: 04. August 2026, 22:37:16 »
Zitat
Ich dachte schon, ihr kommt erst wieder zurück, wenn es hier wieder erträgliche Temperaturen hat
;D Nö, wir hatten genug kühle Sommertage - endlich können wir bis spät abnends im T-Shirt draußen sietzen.  ;)  Obwohl es schon etwas weniger schwül sein dürfte.

Habe jetzt endlich alles nachgelesen. Vor etlichen Zeiten habe wir mal zumindest eine große Hafentour in Rotterdam gemacht - da gab es aber viele der Hochhäuser noch nicht. Imposant waren da die Schiffe und die Anlagen zum Bau, Reparatur und Verladung.

Eigentlich bin ich ja kein besonderer Freund von moderner Archtektur, hier wurde aber viel Einfallreichtum gezeigt. Besonders gefallen haben mir da die Kubus Häuser, das Depot und der Tornado und auch dein Hotel. Die Kofferausstellung finde ich sehr interessant, hört sich spannend an, die Geschichte zu den Teilen hören zu können. Von Cyanotypie hatte ich noch nie gehört, doch die Bilder in Blau wären total mein Fall. Türkis ist eine meiner Lieblingsfarben, doch das Bad im Huis Sonneveld ist dann doch etwas grell  8)

Dordrecht mit seinem eher traditionellen Stil und der Strand sind eine nette Abwechslung zwischendurch.  Der Schaum an letzerem sieht mir aber gar nicht gesund aus.  :(

Schade, dass es mit den Nachtbildern nichts geworden ist. Mir war nicht bewusst, dass es dort schon im April so lange hell ist.
Liebe Grüße
Susan

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #37 am: 05. August 2026, 18:14:52 »
6. Tag – Sonntag, 26.04. - 1. Teil

Auch heute habe ich einen Termin, auch heute um 13.30 Uhr, was die Gestaltung des Vormittags wieder etwas erschwert bzw. einschränkt.

Ich fahre mit der Metro zur Station Marconiplein, um mir den Fuchs anzuschauen. Der Fuchs nennt sich auf Niederländisch Bospoldervos und wurde von Florentijn Hofman 2020 gestaltet.



Die Skulptur ist 16 m lang und 10 m hoch und soll die Straße bzw. Gegend aufwerten und Aufmerksamkeit auf sie lenken, die Plastiktüte im Maul soll die Verbindung von Natur und Stadt zeigen oder auch die Problematik von Plastiktüten für die Natur. Mir gefällt der Fuchs sehr gut, ist doch mal eine andere Art von Skulptur als die sonst üblichen, sehr viel auffälliger, sehr viel einfacher zu deuten. Florentijn Hofmann hat noch andere Skulpturen in Rotterdam geschaffen, den großen Raben neben dem Naturhistorischen Museum (siehe mein 2. Urlaubstag) oder die bunten „Papier“boote, die ich bei der Schiffsrundfahrt gestern vor einer Wohnanlage gesehen hab (siehe mein Bericht zum gestrigen Tag) und von ihm stammen auch die riesigen gelben Gummienten, die vor ein paar Jahren in verschiedenen Häfen weltweit zu sehen waren.

Vom Fuchs ist es nur Spaziergang den Schiedamseweg entlang zu meinem nächsten Ziel, Delfshaven. Heute ein Stadtteil von Rotterdam gehörte der Hafen früher zur Stadt Delft und war dann eine Zeitlang eine eigenständige Stadt. Hier findet man noch ein Stück Holland wie aus dem Bilderbuch mit Kanälen, Ziehbrücken und Giebelhäusern.




Das schöne Gotteshaus nennt sich Kirche der Pilgerväter, denn von hier starteten 1620 die Pilgerväter mit dem Schiff in die heutigen USA, wobei sie korrekterweise nur bis Southampton fuhren und dort an Bord der bekannten Mayflower gingen, die sie schließlich nach Amerika brachte. Das Innere der Kirche kann ich leider nicht anschauen, denn darin findet, nicht überraschend für einen Sonntagvormittag, ein Gottesdienst statt.






So hübsch Delfshaven auch ist, der wirklich alte Teil ist sehr klein. Man sieht auf der Karte zwar zwei Kanäle umgeben von Bebauung und überspannt von Brücken, alt ist aber davon nur der kleinste Teil, überwiegend handelt es sich um recht neue Häuser, auch die alte Mühle ist umgeben von solch moderneren Häusern, von etwas weiter weg, sieht sie aber sehr typisch holländisch und alt aus.



Schneller als gedacht bin ich daher mit meinem Besuch von Delfshaven fertig. Durch das angrenzende Wohnviertel




gelange ich zu einer weiteren interessanten „Sehenswürdigkeit“ der Gegend, dem Dakpark. Vor einigen Jahren wurde auf dem Dach eines Einkaufszentrums in neun Metern Höhe eine Grünfläche mit über einem Kilometer Länge und 85 m Breite eingerichtet, mit Rasenflächen zum Grillen und Spielen, Bänken, Wasserspielen, auch ein Restaurant in einem gewächshausähnlichen Gebäude gibt es. In diesem Restaurant hatte ich mir überlegt Mittag zu essen, da ich nun aber schon so früh hier bin, spaziere ich nur vorbei und komme am Ende des Dakparks wieder zum Marconiplein mit der Metrostation.




Es ist jetzt 11 Uhr und ich beschließe mit der Metro nach Schiedam zu fahren, eigentlich ist die Zeit bis zum Termin später zu kurz, aber besser ein bisschen was von Schiedam sehen, als überhaupt nicht dort gewesen zu sein. Schiedam ist zwar mit Rotterdam zusammengewachsen und auch nur eine Metrostation vom Marconiplein entfernt, aber trotzdem ein eingeständiges Städtchen mit einem historischen Stadtkern. Diesen erreicht man von der Metrostation nach einem Spaziergang am neu gestalteten Kanalufer entlang in ungefähr 10 Minuten. An der Grote of Sint Janskerk und dem nebenanliegenden Platz Grote Markt angekommen, bin ich gleich begeistert. Eine gemütliche Kleinstadtatmosphäre herrscht hier, dazu die hübschen alten Häuser und der Kanal. Da wäre es besser gewesen nach einem Besuch beim Fuchs direkt hierher zu fahren und Delfshaven samt Dakpark auszulassen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.






Ich schaue mich noch ein wenig um, gehe in die Kirche hinein



und suche dann nach einem Restaurant fürs Mittagessen. Am Grote Markt werde ich fündig, „Lucas Drinkwinkel“ bietet schöne, auch sonnige Plätze auf der Außenterrasse und Sandwiches und ähnliche Kleinigkeiten. Es ist noch nicht ganz 12 Uhr, daher bin ich anfangs der einzige Gast, das ändert sich aber schnell. Mein Schinken-Käse Brot ist lecker (zusammen mit einem Eistee EUR 17,70) und gegen halb eins muss ich mich dann leider auf den Rückweg zur Metrostation machen.



LG Christina

Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #38 am: 05. August 2026, 18:31:18 »
6. Tag – Sonntag, 26.04. - 2. Teil

Ich fahre wieder zurück zur Station Marconiplein. Von hier erstreckt sich in Richtung Norden / Nordosten das Wohnviertel Spangen, das zum Stadtteil Delfshaven gehört und eines der ärmsten Wohnviertel der Niederlande sein soll, in Spangen ist aber auch Sparta Rotterdam, der älteste Fußballklub Hollands zu Hause mit seinem Stadion „Het Kasteel“. Nördlich davon befindet sich die Van Nelle Fabri(e)k, wo ich um 13.30 Uhr an einer Führung teilnehmen möchte. Das Ticket (EUR 19,50) habe ich mir schon zu Hause online gekauft, die englischsprachige Führung findet nur samstags und sonntags um jeweils 13.30 Uhr statt.

Vom Marconiplein könnte ich nun noch die Straßenbahn für ein Stück des Wegs nehmen, ich bin aber nicht unter Zeitdruck und das Wetter ist schön, also gehe ich zu Fuß. Am Wohnviertel ist nichts besonders auffällig, es sind keine zigstöckigen Wohnblocks, sondern drei bis vierstöckige Häuser aus dem typischen roten Backstein. Ich komme an besagtem Stadion vorbei und kann für das letzte Wegstück auf einem Fußweg am Fluss/ Kanal Schie entlang gehen.



An der Pförtnerloge ist der Treffpunkt für die Führung, in einem kleinen Raum lasse ich mein Ticket scannen, es gibt Sitzmöglichkeiten, ein paar Bildbände und Bücher über die Fabrik und Architektur allgemein liegen aus und sind auch käuflich erwerbbar. Auch eine Toilette ist vorhanden.

Ungefähr 15 Leute aus unterschiedlichen Ländern (da kann ich nur anhand der Sprachen raten, eine Vorstellung der Teilnehmer gibt es natürlich nicht, wir sind ja nicht in den USA :)) nehmen an der Führung teil. Der Guide ist älterer Holländer.

Die Van Nelle Fabrik gehört zum Weltkulturerbe und ist architektonisch eines der herausragendsten Gebäude der Niederlande. Sie wurde in den 1920iger Jahren erbaut, wie schon bei meinem Besuch des Sonneveld Hauses (das einem der Direktoren der Van Nelle Fabrik gehörte) gestern erwähnt, waren Brinkman en Van der Vlugt die Architekten, die im Auftrag des Fabrikinhabers eine für diese Zeit hochmoderne Fabrik erbauten. Sehr viel Glas wurde verwendet, das viel Licht und Luft (viele Fenster zum öffnen) in die Fabrikräume ließ, eine weitere Besonderheit war die Stahlbetonskelett Bauweise die mit ihren pilzartigen Trägern ebenfalls sehr viel Platz für Licht und Luft ließ. Außerdem waren die sanitären Einrichtungen für die Arbeiter meilenweit oberhalb des damaligen Standards, Duschen hatten die meisten damals nicht mal zu Hause, ganz zu schweigen von ihrem Arbeitsplatz.




In der Fabrik wurden Tee, Kaffee und Tabak verarbeitet und zum Verkauf verpackt, angeliefert in Rohform mit dem Schiff vom Rotterdamer Hafen direkt an die Anlegestelle vor der Fabrik.

Die gläsernen Verbindungen zwischen den zwei Gebäuden sind übrigens keine Gänge für Fußgänger, sondern waren mit elektrischen Transportbändern für den Warentransport ausgestattet. Diese „Brücken“ sollten ursprünglich waagrecht angebracht werden, aufgrund von finanziellen Problemen wurden die Gebäude aber mit weniger Stockwerken gebaut als geplant, was also eher zufällig zum heute herausragendsten Merkmal der Fabrik führte.



Im leicht gebogenen Gebäude waren die Büros der Direktoren, drei gab es, sichtbar an den drei Garagen, die sich im Erdgeschoss des Gebäudes befinden. Vom Bürogebäude führt eine diesmal tatsächlich für Fußgänger gedachte verglaste Brücke zum Treppenhaus des Produktionsgebäudes. Von dort ist der runde Pavillon auf dem Dach erreichbar mit Panorama Blick über das gesamte Gelände und darüber hinaus.


Die Fabrik gehört heute (nach mehreren Verkäufen) einer belgischen Firma, die einzelne Räume an Unternehmen (Anwaltskanzleien, Architekturbüros, Unternehmensberater, Designer usw.) vermietet, aber auch Events finden hier statt. Drei interessante Details noch: eines der Unternehmen, die heute Mieter in der ehemaligen Fabrik sind, ist das Architekturbüro Brinkmann en Van der Vlugt bzw. deren Nachfolger, so schließt sich der Kreis; einer der Räume wird von der finnischen Designfirma Marimekko genutzt, die fast schon als Synonym für Finnland steht und mich natürlich sofort an meine Finnland Urlaube erinnert; die türkisfarbigen Fliesen im Treppenhaus sind die gleichen, die im Bad des Hauses Sonneveld verwendet wurden, entweder weil Herrn Sonneveld diese so sehr gefielen, dass er sie auch zu Hause haben wollte oder weil noch viele der Fliesen nach der Fertigstellung der Fabrik übrig waren (das lässt sich heute nicht mehr klären).







Eine Stunde ist für die Führung vorgesehen, sie dauert aber länger, auch, weil ein paar der Teilnehmer ständig Fragen haben. Insgesamt war die Führung sehr interessant, ich hatte mir aber erhofft, mehr vom Inneren der Fabrik zu sehen, z.B. in eine der gläsernen Brücken gehen zu können oder auch in die gläserne Panoramalounge auf dem Dach. Aber das alles erlaubt der belgische Inhaber nicht bzw. würde dafür sehr viel höhere Gebühren fordern. Da das Außengelände für jedermann zugänglich ist, kann man sich also überlegen, ob man nicht auf die Führung verzichtet und sich die Gebäude nur von außen anschaut. Sehr schön wäre das Ganze auch bei Dämmerung oder Dunkelheit, der ikonische Schriftzug auf dem Dach ist dann farbig beleuchtet.

Die Führung wird vom Chabot Museum organisiert und im Ticketpreis für die Führung ist auch der Eintritt ins Chabot Museum enthalten und dorthin möchte ich nun noch gehen.

Das Chabot Museum steht neben dem Haus Sonneveld, also im Museumspark und dieser ist praktischerweise mit der Straßenbahnlinie, die ihre Endstation in Spangen am Sparta Fußballstadion hat, gut erreichbar. Dorthin mache ich mich also nach dem Ende der Führung zu Fuß auf den Weg.

Die Haltestelle Museumspark erreicht die Tram gegen 20 nach drei, ein paar Minuten später bin ich beim Museum. Das Museum ist in einer Villa untergebracht, das wie das benachbarte Huis Sonneveld im Bauhaus Stil in den 1930iger Jahren errichtet wurde. Architekten waren hier nicht Brinkman en Van der Vlugt, sondern Gerrit Willem Baas, der aber ein ehemaliger Angestellter von Brinkman war. Besonderheit des Hauses ist der gebogene Balkon, während am Haus Sonneveld alles kantig ist.


Gezeigt werden zurzeit die Werke von drei Künstlerinnen aus Rotterdam. Im Erdgeschoss stellt Anne Wenzel aus, sie macht große, dunkle, wuchtige Skulpturen, die sich auf frühere oder aktuelle politische Ereignisse oder Personen beziehen, so z.B. der Sturm auf das Capitol in Washington 2021. Es geht um Heldentum, Macht und Gewalt und um die Macht des Volkes gegen die Macht der Politik.



Im ersten Stock schaue ich mir die unterschiedlichen Objekte von Evelyn Taocheng Wang an. Sie malt, zeichnet und schreibt, ihre Werke wirken oft humorvoll und leicht. Es geht bei ihr um Migration, Verbindung und wie wir uns präsentieren mittels Kleidungsstil und Marken.



Im dritten Stock schließlich finden sich die Werke von Silvia B. In den hier gezeigten Skulpturen geht es um die heutige junge Generation, die geprägt ist von hohem Druck hinsichtlich Aussehen und Kleidung und der eigenen Darstellung in den sozialen Medien, dazu die Hoffnung und Erwartung die Umwelt zu retten, die Klimakrise in den Griff zu bekommen. Sehr ungewöhnliche Skulpturen finde ich.




Im Untergeschoß wird ein kurzer Film über den Bau der Van Nelle Fabrik gezeigt, der eine tolle Ergänzung zur Führung ist.

Am Ausgang kann man noch seine Stimme abgeben, welche der drei Künstlerinnen den diesjährigen Chabot Preis erhalten soll, ich wähle Evelyn Taocheng Wang, da mir die Leichtigkeit ihrer Werke gefallen hat, trotz der ernsten Themen, die zugrunde liegen.


LG Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #39 am: 05. August 2026, 18:37:06 »
6. Tag – Sonntag, 26.04. - 3. Teil

Eine Kaffeepause hatte ich heute noch nicht, das möchte ich nun nachholen. Da bietet sich das Museumscafé des Het Nieuwe Instituut an, das neben dem Chabot Museum ist, noch eine gute halbe Stunde geöffnet (es ist 16.30 Uhr) und eine wunderbar in der Sonne liegende Terrasse mit Blick auf das Depotmuseum hat. Bei hausgemachter Limonade und einem Brownie (EUR 9,00) entspanne ich ein Weilchen.



Bis zur Schließung um 17 Uhr bleibt dann noch Zeit für einen Besuch der Toilette, erwähnenswert wegen der bunten Farben und des Museumshops, der unzählige Bücher, auch auf Englisch zum Thema Design und Architektur bietet.



Das Wetter ist so schön sonnig und warm, das lädt zu einem abschließenden Spaziergang ein. Ich gehe in die Innenstadt, wo ich mir die „Lijnbaan“ anschaue. Zur Bauzeit in den 1950iger Jahren war das die erste (oder eine der ersten) Fußgängerzone Europas, gesäumt von zweistockigen Gebäuden in Modularbauweise, mit Geschäften im Erdgeschoss und Büros und Lagerräumen im ersten Stock. Dahinter wurden 10 große Wohnblocks gebaut. Das ganze Ensemble ist ein nationales Monument seit 2010.




Ich wäre gerne noch ein bisschen länger durch die Innenstadt geschlendert und hätte vielleicht in den ein oder anderen Laden geschaut, aber es ist mir viel zu voll, nicht nur viele Fußgänger hat es, sondern auch Autos ohne Ende, gefühlt zieht sich durch die gesamte Innenstadt ein einziger Stau. Vermutlich liegt das am morgigen Feiertag, dem Königstag oder vielleicht ist es Sonntagnachmittags immer so, ich jedenfalls mache mich auf den Weg zum Hotel.

Dabei komme ich noch am Karel Doorman Gebäude vorbei, gebaut 1951, renoviert und dabei mit der heutigen Fassade versehen 2012, wirkt es auf mich ein bisschen wie eine Plastikbox. Das „Plastik“ ist aber Glas mit Streifendesign und soll als Windschutz für die Balkone / Loggias dahinter dienen.


Auch interessant die Skulptur Two Turning Vertical Rectangles (1969) von George Rickey.


Kurz vor der Erasmusbrücke fallen mir noch diese drei unterschiedlichen Fassaden ins Auge.


Dann folgt noch ein Einkauf im Supermarkt um die Ecke vom Hotel und gegen 18 Uhr bin ich im Zimmer.

Wetter: sonnig, ca. 7 - 17°C


LG Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #40 am: 05. August 2026, 18:44:45 »
Zitat
Ich dachte schon, ihr kommt erst wieder zurück, wenn es hier wieder erträgliche Temperaturen hat
;D Nö, wir hatten genug kühle Sommertage - endlich können wir bis spät abnends im T-Shirt draußen sietzen.  ;)  Obwohl es schon etwas weniger schwül sein dürfte.

Habe jetzt endlich alles nachgelesen.

Von Cyanotypie hatte ich noch nie gehört, doch die Bilder in Blau wären total mein Fall.

Schade, dass es mit den Nachtbildern nichts geworden ist. Mir war nicht bewusst, dass es dort schon im April so lange hell ist.

Ja, wenn man bisher hauptsächlich kühle Tage hatte, kann man das aktuelle Wetter genießen, wenn man das nun, ich glaube in der fünften Woche am Stück erlebt (und immer noch keine Aussicht auf Änderung hat), ist es eher unerträglich.

Da hattest du einiges zum Nachlesen, bei Städtetrips werden es immer ziemlich viele Fotos und viel Text bei mir.

Wenn ich nicht so ungeschickt beim Basteln wäre, könnte ich mir vorstellen, die Cyanotypie mal auszuprobieren.

Das mit der langen Helligkeit war mir auch nicht so klar, ich hatte zwar die Sonnenuntergangszeiten angeschaut, aber es ist ja nicht direkt dunkel nach diesem Zeitpunkt und daher konnte ich das nicht richtig einschätzen.


LG Christina

Ilona

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #41 am: 06. August 2026, 14:48:29 »
Boah, ist das bei dir immer viel Lesestoff. Ich komme derzeit eigentlich nur zum Überfliegen der Texte. Deshalb ist meine Antwort stichwortartig:

Der Fuchs springt gleich ins Auge, den finde ich klasse.

Grachten mit Narrowbooten mag ich sowieso und

die Toilette des Museums sieht nach Blutbad aus ;D.

Rotterdam ist wirklich eine vielfältige Stadt.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #42 am: 06. August 2026, 18:26:35 »
Boah, ist das bei dir immer viel Lesestoff. Ich komme derzeit eigentlich nur zum Überfliegen der Texte. Deshalb ist meine Antwort stichwortartig:


Tut mir leid ;), aber ich schreibe den Text ja auch für mich und möchte das alles hinterher noch nachlesen können, aber Überfliegen ist auch erlaubt ;D Vom nächsten Urlaub gibt es dann dafür umso weniger Text, von Wanderungen oder Autofahrten gibt es nicht so viel zu erzählen und auch viel weniger Fotos.


LG Christina

Ilona

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #43 am: 07. August 2026, 08:09:41 »
Tut mir leid ;), aber ich schreibe den Text ja auch für mich und möchte das alles hinterher noch nachlesen können, aber Überfliegen ist auch erlaubt ;D Vom nächsten Urlaub gibt es dann dafür umso weniger Text, von Wanderungen oder Autofahrten gibt es nicht so viel zu erzählen und auch viel weniger Fotos.

Alles gut, Christina. Ich wollte mich damit nur für meine kurz gehaltenen Antworten entschuldigen.
Liebe Grüße

Ilona

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Silv

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Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Antwort #44 am: 07. August 2026, 13:33:34 »
Tut mir leid ;), aber ich schreibe den Text ja auch für mich und möchte das alles hinterher noch nachlesen können, aber Überfliegen ist auch erlaubt ;D Vom nächsten Urlaub gibt es dann dafür umso weniger Text, von Wanderungen oder Autofahrten gibt es nicht so viel zu erzählen und auch viel weniger Fotos.

Alles gut, Christina. Ich wollte mich damit nur für meine kurz gehaltenen Antworten entschuldigen.

Lieber kurz als gar nicht  :-[ ::)  - so wie ich

Die Kanäle gefallen mir, aber mit der Kunst kann ich nichts anfangen. Diese halben Menschen... Dann heißt die Künstlerin auch noch wie ich - oje  ;D
Liebe Grüße
Silvia