Andalucia y más 2026
VorwortSchon sehr lange stand Andalusien auf unserer Liste und im Frühjahr 2026 sollte es endlich soweit sein. Sehr viele schwärmen von der Costa del Sol und haben sogar ihren Altersruhesitz dort. Ein paar Jahre vor der Rente könnte man sich Südspanien schließlich auch unter diesem Gesichtspunkt anschauen

.
Nach der Rückkehr fragte mich mein Chef, wie denn der Urlaub so war. Meine Antwort lautete:
Aufregend
Anstrengend
Erlebnisreich
SchmerzhaftDen Flug hatte ich 11 Monate im Voraus direkt bei der Frusthansa gebucht. Da konnte keiner ahnen, dass die Piloten genau in diesem Zeitraum zu einem mehrtägigen Streik aufrufen.
Zwei Tage vor Abflug erhielt ich mitten in der Nacht eine Mail, dass der Direktflug nach Malaga annulliert wurde. Ich hätte zwar die Möglichkeit gehabt, nach einem Alternativflug zu suchen, doch nachts schlafe ich und checke keine Mails. Am Morgen war bereits eine weitere Mail im Postfach, dass unser Flug automatisch umgebucht wurde. Die KI oder eine andere schlaue Software hatte es zu gut mit uns gemeint und uns von Frankfurt nach Wien (Austrian), von Wien nach Zürich (Austrian) und von Zürich nach Malaga (Swiss) umgebucht. Aus den vormals drei Flugstunden wären neun Stunden geworden. Da unsere Reisen immer durchgetaktet sind, wären die erste Hotelübernachtung und die Tickets für die Alhambra flöten gegangen. Das Hotel wäre mir egal gewesen, doch die begehrten Alhambra-Tickets muss man Monate im Voraus kaufen.
Die Aufregung war somit an dem Sonntagmorgen groß. Ich hing an dem Tag unzählige Male und insgesamt 8,5 Stunden in der Warteschleife der Senator-Hotline. Nach 30 Minuten wurde ich immer aus der Leitung geworfen. Nachmittags waren wir zum Geburtstag eingeladen. Dies war die einzige Unterbrechung. Am Abend kam ich dann endlich durch und landete bei einer netten Dame in Istanbul. Sie buchte uns auf die zwei letzten Plätze der zweiten Lufthansa-Maschine um, die nachmittags startete. So fiel an dem Tag nur einer der beiden LH-Flüge dem Streik zum Opfer und wir trafen zwar später, aber nicht erst am nächsten Morgen in Malaga ein. An dem Abend fielen uns riesige Felsbrocken vom Herzen. Schnell schickte ich noch eine Mail an das Mietwagenunternehmen, dass wir ca. fünf Stunden später eintreffen. Nun blieb zu hoffen, dass dieser Flug nicht auch noch gestrichen wird.
AnreiseAm 14.04.26 war es dann so weit und wir machten uns vormittags in aller Ruhe auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Das Auto stellten wir wieder bei Parkobello unter. Flugreisende waren an dem Tag rar und im Parkhaus viel mehr Platz als sonst.
Mein Senator-Status ermöglichte uns den First Class Check-in, obwohl wir nur Economy Tickets hatten.
Das war eine feine Sache, denn an den drei Schaltern war nichts los.

Danach kommt gleich die Siko und die Kontrolle verlief am Streiktag recht zügig. Anschließend besuchten wir die Senator-Lounge. Genügend Zeit bis zum Abflug um 13:50 Uhr hatten wir.
In der Lounge war aufgrund des Streiks auch wenig los. Wir frühstückten und informierten uns über das Welt- und Boulevard-Geschehen.
Die Lufthansa feierte einen Tag später ihr 100jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund wurden zwischendurch Cocktails und süße Leckereien gereicht.
Nach dem Süßkram fand noch eine kleine Portion Currywurst Platz.
Pappsatt machten wir uns auf den Weg zum Gate. An der netten Servicekraft vom Jubiläums-Leckereien-Tisch kamen wir jedoch nicht vorbei, ohne dass sie uns noch wenigstens ein Macaron auf die Hand mitgab. Tortenstücke lehnten wir ab, denn die konnten wir schlecht auf der Hand zum Gate balancieren.
Der Airbus musste erst noch betankt werden und das Bording verzögerte sich um 15 Minuten. Zudem mussten Techniker anrücken, da dem Pilot beim Rundgang um die Maschine ein Fleck am Triebwerk aufgefallen war. Weitere 20 Minuten vergingen. Aber das sahen wir nach der ganzen Aufregung im Vorfeld gelassen.
Der Vogel hob mit etwas Verspätung ab und das Triebwerk funktionierte einwandfrei.
Nach der guten Vorlage genügte uns dies auf dem dreistündigen Flug.
Nach der Landung um 17:30 Uhr holten wir das Gepäck und gingen schnell zum Treffpunkt des Mietwagenanbieters. Wir hatten uns für ein Fahrzeug von
Marbesol entschieden. Preis und Leistung stimmten hier.
Mit dem Shuttlebus wurden wir ein paar Kilometer außerhalb des Flughafens gebracht. Bei der Autovermietung wird man nach Nummern aufgerufen. Die Abwicklung erfolgte schnell und unser Erstaunen war groß, als wir den SUV sahen. Eigentlich wollten wir ein kleineres Modell und kein Riesenschiff. Doch dieser EBRO S700 war uns zugeteilt.

Die Automarke war uns kein Begriff, so dass ich unterwegs googelte. Die KI wusste natürlich Bescheid:
Ebro ist eine wiederbelebte spanische Automobilmarke, die seit 2025 in Barcelona moderne SUV-Modelle (S700, S800, S900) auf Basis chinesischer Chery-Technologie produziert. Das Angebot umfasst Benziner und Plug-in-Hybride mit Leistungen von 147 bis über 400 PS, wobei der Fokus auf Platzangebot, moderner Technik und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis liegt. Aha, wir hatten auf einen Asiaten getippt und keinen feurigen Spanier erwartet. Daraufhin gab ich ihm den Namen El Toro.
Das Riesenschiff hatte nur 4408 km auf dem Tacho und eine kleine Delle im Blech. Damit konnten wir leben.
Wir mussten noch bis Granada zu unserer ersten Unterkunft fahren. El Toro hielt den Fahrer auf Trab. Sobald Heiko den Blick von der Straße nahm, meckerte ihn das Auto an

. Wurde Heiko von der Sonne geblendet und kniff die Augen zusammen, stand auf dem Display, dass er eine Kaffeepause einlegen soll

. Nach 1,5 Stunden erreichten wir ein großes Einkaufszentrum in Granada. Dort kehrten wir auf einen Imbiss beim Burger King ein, bevor wir zum Hotel fuhren.
Das Hotel ist in der Nähe der Alhambra und verfügt nur über ein paar Parkplätze. An dem Abend war allerdings keiner mehr frei und der Mietwagen wurde vis-à-vis auf dem P2 Parkplatz der Alhambra abgestellt. Die Parkgebühren sind gleich und kosteten stolze 23 € für 24 Stunden. Das wussten wir aber.
Die Zimmer und vor allem die Bäder in dem älteren Hotel sind etwas klein. Für eine Nacht reicht der Platz aber vollkommen aus.
Da wir uns an dem Tag noch nicht groß bewegt hatten, machten wir einen Abendspaziergang hinunter zur Alhambra und schauten, wo der Eingang zum Nasridenpalast ist.
Wo es hinunter geht, geht's auch wieder hinauf

. Wir waren jedenfalls nach dem Spaziergang platt und fielen nach dem Duschen gleich ins Bett.
Übernachtung:
Hotel Porcel Alixares - 96,62 € inkl. Frühstück