Autor Thema: Nordspanien Juli 2026  (Gelesen 2112 mal)

Ilona

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #45 am: 25. Oktober 2026, 09:31:56 »
Das Bergdorf und die zerklüffteten Felsen am Strand gefallen mir.

Mittlerweile muss man fast überall die Touristenmagnete weit im Voraus reservieren und nach Freischaltung schnell Tickets kaufen. Deshalb verlasse ich mich nur noch auf die Angaben im Internet. Die Reise-/Wanderführer sind diesbezüglich veraltet.

Auf der anderen Seite verstehe ich es, wenn die Behörden/Betreiber auch aus Sicherheitsgründen wissen möchten, wie viele Wanderer unterwegs sind. In Andalusien war das nicht anders.

Zitat
Eure Abendessen sieht lecker aus, gut, dass ihr euch an die spanischen späten Essenszeiten anpassen könnt, das geht bei uns gar nicht, bis 20 Uhr bin ich verhungert und könnte dann auch nachts nicht schlafen, so kurz nach dem Essen.

Da geht's mir wie Christina. Wir essen spätestens um 18:30 Uhr. Erstens werde ich hungrig zur Diva ;D und zweitens liegt uns spätes Essen im Magen. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Silv

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #46 am: 25. Oktober 2026, 12:00:04 »
Mir hat die Wanderung auch sehr gut gefallen - schön viel Grün  :)

Die Bezeichnung Kolibri-Motte hatte ich noch gar nicht gehört. Bei uns heißen die Taubenschwänzchen und flogen diesen Sommer zahlreich um unseren Schmetterlingsflieder.
Liebe Grüße
Silvia

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #47 am: 25. Oktober 2026, 16:55:56 »
Noch eine Frage: du schreibst, dass ihr den GPS Track im Auto aufs Garmin geladen habt, wie habt ihr das gemacht, mit W-Lan? Ich kriege die Tracks nur auf die Uhr, indem ich sie, also die Uhr daheim mit dem PC mittels Kabel verbinde und den vorher auf der Garmin Seite hochgeladenen Track dann übers Kabel auf die Uhr übertrage. Es wird allerdings, wenn ich die Uhr mit Garmin Connect verbinde, immer gefragt, ob man eine W-Lan Verbindung einrichten möchte, das habe ich aber noch nie gemacht. Funktioniert das gut?

Da wir an diesem Tag weitergereist sind hatten wir ja das komplette Gepäck im Auto und Josef hat einen Laptop dabei, damit konnte er die GPS Daten erst mal runterladen und ein Verbindungskabel fürs Garmin hat er natürlich auch dabei. Das Garmin ist ein GPS Wandergerät größer als ein Handy, ich weiß nicht ob es auch wlan fähig ist oder wlan braucht, aber wlan haben wir über den normalen Handyvertrag mit genügend GB auch, das ist technisch also nie ein Problem. Üblicherweise überträgt er die Daten aber per Kabel aufs Garmin (natürlich schon daheim für alle geplanten Routen), das geht schneller. Ohne das Laptop im Gepäck hätten wir wohl ins Hotel zurück fahren müssen, das nimmt er tagsüber natürlich nicht mit.
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #48 am: 25. Oktober 2026, 16:57:22 »
Die Bezeichnung Kolibri-Motte hatte ich noch gar nicht gehört. Bei uns heißen die Taubenschwänzchen und flogen diesen Sommer zahlreich um unseren Schmetterlingsflieder.

Ich habe den Namen mal so gelesen, kann natürlich sein, dass das keine offizielle Bezeichnung ist, in München sieht man die im Sommer auch häufig.
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #49 am: 25. Oktober 2026, 17:04:17 »

Zitat
Eure Abendessen sieht lecker aus, gut, dass ihr euch an die spanischen späten Essenszeiten anpassen könnt, das geht bei uns gar nicht, bis 20 Uhr bin ich verhungert und könnte dann auch nachts nicht schlafen, so kurz nach dem Essen.

Da geht's mir wie Christina. Wir essen spätestens um 18:30 Uhr. Erstens werde ich hungrig zur Diva ;D und zweitens liegt uns spätes Essen im Magen. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken.

Also in den spanischen Regionen wo deutsche Touristen zahlreich sind bekommt man ja früher Abendessen. In Santiago de Compostela zum Beispiel war das kein Problem. Ansonsten hatten wir aber den Eindruck dass Nordspanien komplett auf spanische Touristen ausgerichtet ist, da ist das Essen ja öfter sogar eher um 21 Uhr, sprich das Restaurant macht vielleicht um 20 Uhr auf, aber da muss der Koch dann erst mal den Ofen anwärmen…Haben wir ein paarmal erlebt dass man um 20 Uhr noch nichts warmes bekommen hat.
Da bleibt einem deutschen Touristen im Notfall eigentlich nur Selbstverpflegung in einer Ferienwohnung. Für uns ist das kein Problem und das wußten wir ja schon von früheren Aufenthalten in Spanien.
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #50 am: 25. Oktober 2026, 17:13:52 »

Kurz nach 9 Uhr waren wir da, der Parkplatz war noch erstaunlich leer. Im Internet hatte gestanden dass die Parkautomaten total nervig sind und nicht gut funktionieren, ich hatte extra 1 € Münzen gesammelt. Vor Ort war aber gar kein Parkautomat zu finden. Statt dessen gab es jetzt ein Verkaufshäuschen wo man bei einem jungen Mann Tickets kaufen konnte, soweit so erfreulich. Er sprach auch englisch und so konnte er uns erklären dass man die Bustickets vorab kaufen kann und dass bis 14 Uhr keine mehr verfügbar sind (und die einzigen Rückfahrtickets gabs für 16 Uhr, da waren dann die späten ausverkauft). Tja davon stand im Internet nichts (und auch nicht im Rother Wanderführer in der neuesten Ausgabe von 2023)  >:( für 2 Stunden da rauf fahren macht ja gar keinen Sinn. Ich finde es ja sinnvoll dass man mit einem Shuttle in einen Nationalpark fährt, aber dass man Tickets zu bestimmten Zeiten buchen muss (und dann auch noch für die Rückfahrt) finde ich völlig daneben. Da soll ich dann vorher genau wissen wann meine Wanderung zuende ist? Unter solchen Bedingungen macht das keinen Spaß.

Hi Paula,
das ist einfach eine Folge des Massentourismus und nicht mehr anders händelbar - zumindest im Sommer.
Beim Kathedralenstrand ist das ja schon seit vielen Jahren so.
Da muss man sich heutzutage leider vorab im Web um Infos und Tickets bemühen.
Ich bin gerade von Kroatien zurück. Da musste ich nun im Oktober für die Plitwizer Seen vorab für Oktober ein Ticket und eine Uhrzeit buchen, wo ich innerhalb einer Stunde die Zeit die ich gebucht hatte treffen muss. Im Sommer muss man da auch inzwischen lange voher die Tickets ergattern.
Eine Alternative für die Bus-Tour hoch zu den Seen ist übrigens die Fahrt mit dem Taxi, die ich in Erwägung gezogen hatte aber dann doch nicht gemacht hatte.
Es gibt einige Anbieter mit denen man hochfahren kann und die zur vereinbarten Zeit wieder abholen.

Eure Alternativ-Wanderung war aber auch sehr schön und sicher mit weniger Leuten gespickt. :)

Cuevas del Mar ist einer der schönsten Strände Nordspaniens. :D

Tja wie ich schon sagte: unsere Reisevorbereitung war diesmal unzureichend…für den Kathedralenstrand hatten wir Tickets gebucht, da stand aber schon überall dass man Tickets braucht. Für diese Wanderung hatte ich nur in Google Maps geschaut und hatte ich nur Hinweise zu Parkautomaten gefunden, das war wohl veraltete Info. Ich hatte nicht damit gerechnet dass diese Seen so überlaufen sind, so spektakulär erschienen sie mir gar nicht. Für mich war das einfach eine schöne Wanderung ohne viel Höhenmeter und ohne in einen Abgrund schauen zu müssen  8)
Hätte ich geahnt dass das ein Top-Ziel ist, hätte ich mir das genauer angeschaut.
Taxi haben wir auch versucht, es standen dort keine und die Taxinummer die wir angerufen haben hat nicht abgehoben, dann haben wie es eben gelassen.

@all: wir hatten übers Wochenende Besuch, ich komme erst morgen dazu am Bericht weiter zu schreiben. Der nächste Tg ist einer mit besonders vielen Bildern, da muss ich erst aussortieren..
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #51 am: 25. Oktober 2026, 18:34:39 »


Da wir an diesem Tag weitergereist sind hatten wir ja das komplette Gepäck im Auto und Josef hat einen Laptop dabei, damit konnte er die GPS Daten erst mal runterladen und ein Verbindungskabel fürs Garmin hat er natürlich auch dabei. Das Garmin ist ein GPS Wandergerät größer als ein Handy, ich weiß nicht ob es auch wlan fähig ist oder wlan braucht, aber wlan haben wir über den normalen Handyvertrag mit genügend GB auch, das ist technisch also nie ein Problem. Üblicherweise überträgt er die Daten aber per Kabel aufs Garmin (natürlich schon daheim für alle geplanten Routen), das geht schneller. Ohne das Laptop im Gepäck hätten wir wohl ins Hotel zurück fahren müssen, das nimmt er tagsüber natürlich nicht mit.

Ah ok, dann ist das so wie ich das auch mache. Wir haben auch so ein Garmin Gerät, aber seit ein paar Jahren habe ich auch eine Garmin Uhr, das ist noch praktischer, daher wird das andere Gerät gar nicht mehr genutzt. Aber die Uhr funktioniert genauso wie das andere Gerät.


LG Christina

Christina

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #52 am: 25. Oktober 2026, 18:38:22 »

Also in den spanischen Regionen wo deutsche Touristen zahlreich sind bekommt man ja früher Abendessen.

Also letztes Jahr in Andalusien, was ja wohl eine Region mit sehr vielen (deutschen) Touristen ist, gab es nirgends früher Abendessen oder auch Mittagessen (da ist es ja genauso problematisch). Auf Mallorca dagegen schon.


LG Christina

Horst

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #53 am: 25. Oktober 2026, 21:07:00 »
Ich hatte nicht damit gerechnet dass diese Seen so überlaufen sind, so spektakulär erschienen sie mir gar nicht.
Einerseits waren diese Seen und Cavadonga schon immer besonders herausragend beliebt, was auch historische Gründe hat.
Covadonga gilt als die Wiege Spaniens und als symbolischer Ausgangspunkt der christlichen Rückeroberung (Reconquista).
Also jeder Spanier der etwas auf sich hält, sollte hier mal gewesen sein. Dann nimmt man natürlich auch gerne die Seen in den Bergen, die auch für jeden leicht erreichbar sind, mit.

Seit den Corona-Jahren hat sich meines Erachtens die Situation weltweit an den touristischen Hotspots extrem verschärft.
Wo es vorher einfach gut gefüllt oder voll war, platzt es nun aus allen Nähten. Ich lese immer häufiger davon, dass irgendwo Beschränkungen eingeführt werden müssen (man denke nur daran was z.B. inzwischen in Südtirol los ist) - vor allem immer da wo es Spots gibt die bei Instagramm & Co gehyped werden.
In Nordspanien gibt es da zum Glück nur Cavadonga, Kathedralenstrand und San Juan de Gaztelugatxe (Stand heute).



Also in den spanischen Regionen wo deutsche Touristen zahlreich sind bekommt man ja früher Abendessen.

Also letztes Jahr in Andalusien, was ja wohl eine Region mit sehr vielen (deutschen) Touristen ist, gab es nirgends früher Abendessen oder auch Mittagessen (da ist es ja genauso problematisch). Auf Mallorca dagegen schon.
Damit hatten wir auch in Spanien (auch in Nordspanien) schon häufig das Problem, dass es erst ab 20.30 oder 21 Uhr Abendessen gibt. Mit ein Grund warum wir immer Ferienwohnungen mit Küche buchen. Die sind auch nicht teurer, bieten mehr Platz und eben Küche und Kühlschrank.

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #54 am: 26. Oktober 2026, 18:06:15 »
Ich hatte nicht damit gerechnet dass diese Seen so überlaufen sind, so spektakulär erschienen sie mir gar nicht.
Einerseits waren diese Seen und Cavadonga schon immer besonders herausragend beliebt, was auch historische Gründe hat.
Covadonga gilt als die Wiege Spaniens und als symbolischer Ausgangspunkt der christlichen Rückeroberung (Reconquista).
Also jeder Spanier der etwas auf sich hält, sollte hier mal gewesen sein. Dann nimmt man natürlich auch gerne die Seen in den Bergen, die auch für jeden leicht erreichbar sind, mit.

Seit den Corona-Jahren hat sich meines Erachtens die Situation weltweit an den touristischen Hotspots extrem verschärft.
Wo es vorher einfach gut gefüllt oder voll war, platzt es nun aus allen Nähten. Ich lese immer häufiger davon, dass irgendwo Beschränkungen eingeführt werden müssen (man denke nur daran was z.B. inzwischen in Südtirol los ist) - vor allem immer da wo es Spots gibt die bei Instagramm & Co gehyped werden.
In Nordspanien gibt es da zum Glück nur Cavadonga, Kathedralenstrand und San Juan de Gaztelugatxe (Stand heute).

ah okay, das wußte ich nicht, von Covadonga hatte ich vorher noch nie gehört. Für den Kathedralenstrand und San Juan de Gaztelugatxe hatten wir Tickets. zum Glück gibt es noch einige Highlights wo noch nicht so viele Influencer waren!
Viele Grüße Paula

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #55 am: 26. Oktober 2026, 18:07:44 »


Da wir an diesem Tag weitergereist sind hatten wir ja das komplette Gepäck im Auto und Josef hat einen Laptop dabei, damit konnte er die GPS Daten erst mal runterladen und ein Verbindungskabel fürs Garmin hat er natürlich auch dabei. Das Garmin ist ein GPS Wandergerät größer als ein Handy, ich weiß nicht ob es auch wlan fähig ist oder wlan braucht, aber wlan haben wir über den normalen Handyvertrag mit genügend GB auch, das ist technisch also nie ein Problem. Üblicherweise überträgt er die Daten aber per Kabel aufs Garmin (natürlich schon daheim für alle geplanten Routen), das geht schneller. Ohne das Laptop im Gepäck hätten wir wohl ins Hotel zurück fahren müssen, das nimmt er tagsüber natürlich nicht mit.

Ah ok, dann ist das so wie ich das auch mache. Wir haben auch so ein Garmin Gerät, aber seit ein paar Jahren habe ich auch eine Garmin Uhr, das ist noch praktischer, daher wird das andere Gerät gar nicht mehr genutzt. Aber die Uhr funktioniert genauso wie das andere Gerät.

Josef hat auch eine Garmin Uhr, aber dass man da Routen drauf laden kann ist mir neu. Da ist doch das Display super klein, sieht man da denn genug?
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #56 am: 26. Oktober 2026, 18:53:11 »

Damit hatten wir auch in Spanien (auch in Nordspanien) schon häufig das Problem, dass es erst ab 20.30 oder 21 Uhr Abendessen gibt. Mit ein Grund warum wir immer Ferienwohnungen mit Küche buchen. Die sind auch nicht teurer, bieten mehr Platz und eben Küche und Kühlschrank.

Habe ich ja auch immer, auch in Andalusien (einmal ein Hotel, da gab es aber auch Kühlschrank und Wasserkocher im Zimmer).



Josef hat auch eine Garmin Uhr, aber dass man da Routen drauf laden kann ist mir neu. Da ist doch das Display super klein, sieht man da denn genug?

Ja, kein Problem, ich war auch erst skeptisch, aber die Karte wird automatisch so groß dargestellt, wie es passend für die jeweilige Umgebung ist. Das heisst, wenn es irgendwo sowieso nur einen Weg gibt, dann ist der Massstab etwas kleiner, wenn man z.B. in einer Stadt ist (gibt ja auch Stadtwanderungen), ist der Massstab sehr groß. Man kann aber auch selbst zoomen, so wie man es haben möchte. Ich bin sehr zufrieden damit und brauche nichts anderes mehr.


LG Christina

Paula

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #57 am: 27. Oktober 2026, 21:39:47 »
Donnerstag 9. Juli 2026

Heute konnten wir in Ruhe ausschlafen. Erstens gab es erst um 8:30 Uhr Frühstück und außerdem hatten wir zwei von drei Tagespunkten bereits gestern absolviert (die beiden Strände) und hatten also gar keinen großen Plan.

Frühstücken konnte man draußen auf der Terrasse, aber Spanier bevorzugen wohl wie Amis die innenräume, wir waren die einzigen die sich nach draußen setzten, wir waren auch wieder die einzigen Deutschen. Das Frühstück war okay, aber für den Preis hätte ich mehr erwartet, es gab weder Eier noch Gemüse, dafür aber Tortilla und sehr guten Schinken und Käse und diverse Kuchen. Also eher das was Spanier frühstücken. Was ich etwas frech fand war die Kaffeemaschine in der Rezeption: da hätte man außerhalb der Frühstückszeiten 1 € für einen Kaffee bezahlen sollen. Also bei 180 € pro Nacht würde ich jetzt schon erwarten dass das im Preis inbegriffen ist. Zum Glück haben wir ja immer einen Tauschsieder und Tassen dabei und löslicher Kaffee gehört immer zum ersten Einkauf im Urlaub.

Heute habe ich auch dran gedacht Fotos vom Hotel zu machen
unser Zimmer:



Balkon



Blick in den Garten



Blick vom Garten aufs Hotel, ich weiß nicht mehr welcher Balkon userer war.



Wie man sieht war es komplett bewölkt, das sollte den ganzen Tag so bleiben, es war ca 25 Grad und leider sehr schwül.
Nach dem Frühstück mußten wir zunächst noch ein paar Sachen einkaufen. Ich habe einen Supermarkt (Supermercados Dia) in der Nähe des Hafens rausgesucht wo ein großer Parkplatz ist. Wir haben gerade noch so einen Parkplatz bekommen  :o, der Supermarkt war leider nicht besonders gut sortiert, ich habe wieder keine Haferflocken gefunden. Das ist mir im Urlaub öfter aufgefallen dass die AUswahl in den Geschäften doch ziemlich beschränkt ist, da sind deutsche Supermärkte ein Paradies dagegen (außer beim Angebot von Schinken, Chorizo und frischem Fisch. Ansonsten ist in Deutschland die Auswahl um Klassen besser).

Anschließend sind wir auf den Parkplatz vor Llames gefahren, Ziel waren heute die Buffones de Pria. Der Weg ist auf der Karte mit dicken schwarzen Punkten idiotensicher eingetragen



und eine Beschreibung und schöne Fotos was man zu erwarten hat gab es auch



So sah es dann in der Realität aus:



Völlig überlaufen  :( und weil es absolut windstill war und keinerlei Wellen gab es auch an den blowholes nichts zu sehen. Das war auch im Wanderführer so beschrieben. Wahrscheinlich kommt man am besten im Winter bei stürmischer See. Man sieht auch nix wenn man in so ein Loch reinschaut (man sieht nur schwarz, vermutlich sind sie zu tief)



Es gibt da mehrere solcher Löcher und mit Wandersandalen war auf den Felsen sehr schwer zu gehen, mir war heute außerdem schwindelig, ich vertrage wohl die Schwüle nicht. Ich habe mich an einer geeigneten Stelle hingesetzt und in eine Richtung geschaut wo nicht so viele Leute unterwegs waren und habe Josef die restlichen Löcher erkunden lassen (da sah es natürlich genau gleich aus)



er war nach 20 Minuten wieder zurück und dann haben wir überlegt was wir mit dem restlichen Tag anfangen. Josef hatte die Beschreibung eines Spaziergangs  gelesen, die ein Spanier hier immer mit seinem Hund macht und mangels besserer Alternativen (so richtig Badewetter war auch nicht) haben wir uns diesen Weg vorgenommen. Das sollte auch mit meinem schwachen Kreislauf zu machen sein. Ich habe versucht die Route auf Google Maps nachzuzeichnen, das müßte ungefähr hinkommen:



dazu sind wir aber erst zum Parkplatz zurück gegangen wo ich meine Sandalen gegen die Wanderschuhe getauscht habe. Der Trick bei dieser Route ist dass man den Fluß der hier ins Meer fließt durchqueren muss was nur bei Ebbe geht. Auf der Karte ist das bei dem roten Punkt "Guadamia Beach", am nächsten Foto sieht man die Treppe auf der gegenüberliegenden Seite (etwas verdeckt ungefähr in der Bildmitte). Im Moment stand das Wasser zu hoch, wir haben gehofft dass es genügend gefallen ist bis wir dahin kommen (sonst müßte man eben den gleichen Weg zurück gehen)



aber zunächst geht der Weg ja erst mal weg von der Küste ins Hinterland. Es war eine schmale Strasse die man auch hätte fahren können. Uns sind unterwegs aber keinerlei Menschen und nur ein oder zwei Autos begegnet.



ein Teil des Weges ist Jacobsweg (Pilgerweg nach Santiago de Compostela)



und auf eine alte Römerbrücke sind wir auch gestoßen. Vorher sind wir einmal in einer Sackgasse an einem Bach gelandet. Diesen überquerten wir hier. Die Wegbeschreibung war halt nur so ungefähr, Google Maps hat unterwegs sehr geholfen.



in der Landschaft verstreut standen ein paar sehr schöne Häuser, meist hinter hohen Mauern, hier wohnen bestimmt keine Armen. An einem Anwesen stach dieser historische Speicher raus





wieder mal sehr viel Farn



und schließlich sogar ein Stück Eukalyptuswald



und dann waren wir an der Treppe angelangt die wir runter zum Fluss gehen müßten. Da war übrigens auch ein kleiner Parkplatz wo drei Autos Platz hatten. Vor uns ging eine Familie runter, wir konnten sehen wie sie bis zum Hintern im Wasser die Taschen über den Kopf haltend durchs Wasser rüber zum Strand gegangen sind, also für uns noch nicht niedrig genug. Wir hatten keine Badesachen dabei.



wir sind erst mal die Strasse weitergegangen von wo aus man einen schöne  Blick auf die Bucht hat



die Strasse endet an einem Parkplatz. Ich habe extra das Schild fotografiert, damit ich später noch weiß wo wir gelandet sind.





von dieser Recreation area wußten wir nichts, da sind wir ja mehr zufällig gelandet.
Der Parkplatz ist zwar klein, aber dahinter erstreckt sich eine riesige Hochebene, die wunderbar für Besucher hergerichtet ist.



schön verstreut stehen da Tische und Bänke jeweils mit einem Mülleimer und einem gemauerten Grill ausgestattet (und immer weit genug weg vom nächsten Tisch so dass man völlig ungestört dort sitzen kann). Die wenigen Leute die hier oben waren haben sich in der weiten Landschaft verloren, wir hatten das Gefühl wir haben das alles für uns allein  8)



und davor dann der Blick auf die bizarre Felsenküste





ein Paradies für Fotografen  ^-^



die Felsen haben extrem scharfe Kanten, man muss sehr aufpassen wo man hintritt, Josef hat sich einen fetten Kratzer in einer Wade zugezogen. Gut dass wir unsere Wanderschuhe angezogen haben, die Sandalen wären hier nicht geeignet.



wir sind überall rumgelaufen und haben Fotos gemacht.





Und nach einer Weile haben wir uns an einen der Tische gesetzt und die mitgebrachten Äpfel verzehrt. Dabei ist uns dieses Paar aufgefallen über das wir uns so amüsiert haben, diese Szene (der Mann trägt die beiden Stühle) haben wir in Spanien ständig gesehen.



die beiden verschwanden hoch oben auf der Klippe, wir hatten gar keinen Weg gesehen der da rauf führt und haben den Weg dann gesucht und gefunden. Ich glaube ohne die beiden wären wir nicht auf die Idee gekommen.



dort wurde es dann noch viel interessanter, denn hier gab es Löcher wie morgens an den Buffones, aber hier hat man bis aufs Wasser gesehen. Wie faszinierend   O0











schließlich war ich nah genug bei Ihnen dass ich hören konnte wie sie miteinander gesprochen haben: das waren Deutsche! Wahrscheinlich sind sie schon lange hier da sie die spanischen Gewohnheiten wo prinzipiell immer der Mann die Stühle trägt angenommen haben  ;D



es gibt Spalten die sich tief in die Klippe einschneiden und man muss weit drumrumlaufen um auf die andere Seite zu kommen



dahinten sind zwei Männer beim Angeln, wir haben sie gefragt: sie angeln hier regelmäßig und meistens fangen sie was (heute hatten sie noch nix vorzuweisen)



noch mehr Löcher





wieder mit Blick bis zum Wasser



okay, die restlichen 100 Felsenfotos erspare ich euch. Ich denke unsere Begeisterung für die Landschaft hier ist rübergekommen  ;)

eigentlich war es vom Wetter auch besser als es auf den Bildern ausschaut, trüb war es nur wenn man Richtung Landesinnere schaute und es war angenehm warm. Als wir uns sattgesehen hatten sind wir zur der Treppe zurück gekehrt und jetzt war das Wasser nur noch wadenhoch, wir haben also die Schuhe ausgezogen und sind durchs Wasser an den Strand gewatet.



unten hat uns die nächste Überraschung erwartet: hier mündet ja ein Fluß ins Meer und bei Ebbe fällt auch hier das Wasser total ab, man kann ins Flussbett reinlaufen:



total klasse hier!



je weiter man ins Flußbett reinläuft umso steiniger wird es und die grün bewachsenen Steine sind total glitschig, irgendwann kommt man nicht mehr weiter



ich bin noch nie in einen Fluss reingelaufen der ins Meer fließt  O0



und dann ist da ja uch noch die Meeresbucht in die man bei Ebbe auch reinwandern kann  ^-^





in den Uferklippen schienen da ähnliche Höhlen zu sein wie gestern am Playa Cuevas del Mar

Blick von weiter oben auf die Meeresbucht, von links kommt der Fluß rein.



Hier waren natürlich wie immer Duschen, so dass wir den Sand von den Füßen waschen konnten!
Völlig begeistert von unsrer Tour und richtig hungrig sind wir gleich hier oben im Restaurant El Rancho de Nacho eingekehrt wo wir Kaffee, Wasser und eine Käseplatte geordert haben



was für ein toller Tag! Völlig unerwartete Highlights, manchmal muss man sich einfach überraschen lassen. Das ist jetzt neben dem Strand von Liencres der nächste Ort wo ich gern mal wieder hinfahren möchte

Wir sind dann ins Hotel zurück gefahren und haben noch eine Weile im geheizten Pool verbracht und gemütlich auf den Liegen.

Zu Abend gegessen haben wir Restaurant La Portiella, gleich gegenüber vom Restaurant gestern Abend. Wir suchten uns einen Platz im großen Biergarten mit Blick aufs Meer



und heute stand der Cider auf der Karte den wir in Asiegu nicht probieren konnten. Er schmeckt leider nicht so gut wie Cidre in Frankreich. Aber die Einheimischen machen eine ziemliche Show um das Zeug: der Profi nimmt die Flasche in die rechte Hand uns hebt sie so hoch er kann, das Glas in der anderen Hand wird so tief gehalten wie möglich und dann wird aus der Flasche ins Glas eingeschenkt (das Glas in Armspannweite von der Flasche weg) und dabei darf man natürlich nichts verschütten. Diese Technik haben sowohl die Kellner als auch einzelne Gäste beherrscht. Also ein Bayer kann eine Flasche Weissbier in einem Zug in ein Weissbierglas füllen ohne dass es überschäumt, aber diese Technik hier ist deutlich kunstvoller  ;D



das Essen war deftig und lecker (wieder eine Fabela)



und der Cheesecake kam diesmal im Glas, nicht schlecht aber kein Vergleich zum ersten



Übernachtung: wie gestern

die heutige Route:

Viele Grüße Paula

Ilona

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #58 am: 28. Oktober 2026, 15:37:20 »
Zitat
Dabei ist uns dieses Paar aufgefallen über das wir uns so amüsiert haben, diese Szene (der Mann trägt die beiden Stühle) haben wir in Spanien ständig gesehen.

Tja, in der Türkei würden das die Frauen tragen und dazu noch einen Kühlschrank :totlach:.

Der Zufallsfund mit den schroffen Felsen und die Fluss-/Meerlandschaft dazu toll. 
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Horst

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Re: Nordspanien Juli 2026
« Antwort #59 am: 28. Oktober 2026, 15:45:01 »
Hi Paula,
an dem Parkplatz mit den "spitzen Steinen" an dem ihr auf Eurer schöne Wanderung vorbeigekommen seid waren wir im August auch. Von dort beginnen Richtung Westen die Acantilados de Ribadesella - eine meiner Lieblingsecken der Nordspanischen Küste. Wir sind dort entlang der Küste diesmal sogar zweimal gelaufen.
Wie Du richtig vermutest hat man an den Bufenes de Pria im späten Herbst oder Winter bei Flut und starkem Wind die Möglichkeit die "Meeresgeysire" zu erleben. Leider war ich noch nicht zu dieser Jahreszeit dort (steht noch auf meiner Wunschliste). An den Prias war ich bei meinem letzten Besuch 2021 auch im Mai zur falschen Jahreszeit aber immerhin bei Flut. Wenn man dann an den Löchern gestanden ist hat man immerhin das Fauchen der See aus der Tiefe hören können, das sich manchmal wie das Grollen eines Löwen anhörte, was auch recht eindrucksvoll war.
Generell ist es bei Nordspanien für mich als Perfektionist immer schwierig zur idealen Zeit am rechten Ort zu sein. Für einige Orte ist Flut sinnvoll für sehr viele andere die beste Ebbe. Oftmals gar nicht so leicht dann zu entscheiden welchem Spot man die beste Ebbe widmet und welchem nicht - man kann ja leider nicht überall gleichzeitig sein. :( :)





je weiter man ins Flußbett reinläuft umso steiniger wird es und die grün bewachsenen Steine sind total glitschig, irgendwann kommt man nicht mehr weiter

Diese überwachsenen Steine die mir als Farbklecks auch immer extrem gut gefallen hat man nur im Frühsommer. Im August oder Herbst ist das Grün dann oft schon verschwunden.
Auf jeden Fall kann ich gut nachvollziehen, dass Euch diese Tour begeistert hat. Da war auch vieles drin was an der nordspanischen Küste Spaß macht, inklusive durchs Wasser gehen.  :D