Freitag 10. Juli 2026Als wir heute morgen aufgewacht sind war der Balkon nass, es muss nachts geregnet haben. Ich hatte wieder Rückenscherzen, habe auch nicht gut geschlafen, das Bett war leider sehr hart.
Es hatte nur 22 Grad, wir konnten zum Frühstück aber gut draußen sitzen.
Wir ließen uns Zeit, denn für heute hatten wir nicht viele Programmpunkte. Ursprünglich hatte wir geplant die prähistorische Höhle Cueva de Tito Bustillo zu besichtigen, als wir mit unserem Reiseplan soweit waren dass wir den ungefähren Zeitplan fertig hatten waren bereits alle Tickets ausgebucht

das muss man wohl schon Monate vorher machen (es dürfen pro Tag 360 Besucher rein und sie ist nicht jeden Tag geöffnet). Das hat mir die Möglichkeit eröffnet ins Dinosauriermuseum zu gehen

Josef ist nicht so ein großer Dinofan wie ich, aber er hatte auch keine bessere Idee, vor allem da für den Tag Regen angekündigt war und so machten wir uns auf den Weg ins Museo del Jurásico de Asturias in Colunga. Als wir dort am Parkplatz ankamen fing es tatsächlich leicht zu nieseln an.
Vor dem Besuch des Museum haben wir den kurzen Fußweg vom Parkplatz zum Eucalipto Gigante de Colunga gemacht. Das hatte ich auf Google Maps entdeckt: neben dem Museum ist ein Eukalyptuswald in dem ein riesiger Baum steht. Erstaunlicherweise war weder am Parkplatz noch im Museum ein Hinweis darauf, aber mit Google Maps war er leicht zu finden. Im Wald riecht es ganz herrlich nach dem Eukalyptusöl. Der Baum war so groß dass ich ihn kaum aus Bild brachte:

die Eukalyptusbäume die wir bis dahin gesehen hatten waren alles ganz dünne Stangen, wenn auch oft etliche Meter hoch. Wie alt der wohl ist? Leider gab es vor Ort keine Hinweise, aber nach Horsts Anregung habe ich gleich mal die KI gefragt und sie meint der Baum ist so 150 bis 200 Jahre alt und hat hinzugefügt dass ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Asturien Eukalyptusbäume großflächig angebaut werden (vor allem für die Papier- und Holzindustrie)

Danach haben wir uns die Dinos angeschaut, erst mal die Plastikversionen im Außenbereich

erinnert das nicht an Jurassic Park?

damit die Kinder ihren Spaß haben standen vor den meisten Dinos noch Miniaturausgaben zum Reiten


Dinosaurier in allen Größen, also das war sehr schön gemacht, selbst Josef hat Fotos gemacht!
hier gab es eine Nachbildung der Fußspuren von Ribadesella
auf der Nachbildung habe ich aber auch nicht mehr erkannt als am Felsufer...
am Eingang des Museum zeigte man sich hocherfreut über die ausländischen Besucher, die Mitarbeiterin rief eine englisch sprechende Kollegin herbei die uns einen Film an Herz legte der einmal am Tag in englisch gezeigt wird und in einer Stunde beginnen würde. Er kostet 1,5 € extra Eintritt, das haben wir uns gegönnt. Sie hat uns dann gleich den Weg zum Kinosaal gezeigt und hat uns 5 Minuten vor Filmbeginn in der Ausstellung gesucht und uns auf den baldigen Beginn hingewiesen. Wie im Kino wurde von einer dritten Kollegin unser Ticket gescannt. Wir waren die einzigen im großen Saal, bestimmt waren wir heute wieder die einzigen Nicht-Spanier. Der Film war aber eine Art Trickfilm für Kinder

Die Ausstellung hat mir sehr gut gefallen, zum Glück gibt es Google translate denn die Texte waren zu 90% nur spanisch.
hier zum Beispiel das Skelett eines Platoesaurus
das war ja ein richtiger Koloss, sieht man den Knochen gar nicht an
über den Hinweis auf Holzmaden habe ich mich sehr gefreut, das ist eins meiner Lieblingsmuseen, hoffentlich verirrt sich mal ein Spanier dahin
versteinerte Dinosauriereier habe ich noch nirgends gesehen
Tyrannosaurier dürfen natürlich nicht fehlen

dieser gefiederte Bursche war auch sehr lustig, ein Dromaeosaurus aus Nordamerika


Also das ist wirklich ein schönes Museum, nicht zu groß und mit einer Übersetzungsapp kann man alle Texte lesen (sonst wäre es für Ausländer wenig geeignet)
Leider gibt es im Museum kein Café, wir haben auf der Weiterfahrt in einer Autobahnraststätte gehalten und Kaffee getrunken.
Weil das Wetter für den Nachmittag besser werden sollte sind wir ans Cap Vidio gefahren wo wir um 14 Uhr ankamen, dort gibt es einen kurzen Weg zu einem Leuchtturm
tja, den Leuchtturm hätten wir für den Weg auch gebrauchen können, denn wie Sie sehen, sehen Sie nix

hier war dann Schluß, ich weiß nicht ob man den Leuchtturm prinzipiell besichtigen kann, heute hätte sich das eh nicht gelohnt

Man hat weder die schönen Klippen noch das Meer gesehen, Josef war ziemlich enttäuscht, er hatte im Internet so tolle Fotos von den Klippen gesehen
danach ist uns nichts mehr weiter eingefallen und wir sind nach Cudillero in unser nächstes Hotel gefahren, eine sehr schöne alte Villa am Ortsrand in einem parkähnlichen Garten

im Garten war es sehr nass, es muss kurz vorher noch geregnet haben, jetzt war es zum Glück trocken.
Wir bekamen eine Suite im ersten Stock
mit sehr schönem Blick auf den Garten

Da für morgen besseres Wetter angesagt war habe ich den für morgen geplanten Besuch im Waschsalon vorgezogen. Ich hatte mir den Weg auf Google Maps ins Ortszentrum angeschaut, sollte zu Fuß kein Problem sein, parken kann man da definitiv nicht. Was ich wieder übersehen hatte (bzw was man auf maps ja nicht sieht) sind die etlichen Höhenmeter, denn die Altstadt liegt am Meeresufer und der Ort zieht sich steil den Berg hoch. Runter war es kein Problem, zurück geht man dann nur halb so schnell...
Cudillero wird in den Reiseführern als besonders schöner Ort beschrieben, darum hatten wir ihn als nächste Station ausgesucht. Naja auf den ersten Blick ganz okay, aber bestimmt keine Reise wert

am nächsten Tag sind wir noch weiter durch die Altstadt gebummelt, es gibt schon ein paar ganz nette Plätze, da war dann auch mehr los. Wir dachten erst der Ort wirkt richtig ausgestorben, das liegt aber daran, dass die Spanier erst spät losgehen, nicht um 18 Uhr wie wir. Während ich im Waschsalon war hat sich Josef auf die Suche nach einem Restaurant gemacht, fand aber im Hafen nichts passendes und so sind wir in einem Lokal ein paar Meter neben unserem Hotel eingekehrt (so dass wir auch nicht nach dem Essen noch einen Berg erklimmen mußten).
Laut Google Maps ist das Lokal berühmt für seine Schnitzel, das habe ich dann natürlich bestellt. Also falls ihr jemals im Restaurante Arbichera einkehrt bestellt nur eins, es hatte fast die Größe eines DIN A4 Blattes

Josef hatte Fisch bestellt und der fiel zum Glück viel kleiner aus, er hat mir dann geholfen

ich weiß nicht ob es hier einen cheesecake gegeben hätte, falls ja würde ich gern wissen wie groß der ist

(falls ihr da mal hinkommt...)
Übernachtung:
Casona de La Paca, Cudillero, gebucht bei booking.com, 340 € für 2 Nächte ohne Frühstück
die heutige Route: