20. Juni Skuleskogens Nationalpark Der Samstag zeigt sich sonnig und warm.
Wir holen den Roller aus der Garage und fahren zum Nordeingang des Skuleskogen NP. Da müssen wir zwar auch die E4 benutzen, heute ist da aber wenig Verkehr. Aufregender ist die letzte Strecke auf Schotterpiste.
Der Park liegt in der Höga Kusten (hohe Küste) genannten Region. Dort war in der letzten Eiszeit das Inlandeis kilometerdick und drückte das Land weit nach unten. Nach dem Abschmelzen der Gletscher stieg das Land auf und es entwickelte sich auch durch die Wellen der Ostsee eine sehenswerte Landschaft. Typisch sind Klippen aus Granit, felsige Bergkuppen, Bergseen und Moore.
Die größte Sehenswürdigkeit des Parks ist die
Slåttdalskrevan, eine etwa 200 m lange Schlucht mit 40 m hohen senkrechten Wänden.
Schaut hier Die Wanderung dahin wird als schwierig beschrieben, also leider zur Zeit nichts für uns. Außerdem habe ich gelesen, dass der Durchgang gesperrt sein soll. Doch es gibt ja noch mehr zu sehen.

Vom Eingang aus führt eine 70 Meter lange Holzrampe auf einen Platz am Fuße des Krypenbergs. Dort könnte man schön am Lagerfeuer sitzen und auch grillen.
Von dort geht es über Stock und Stein weiter. Erst noch halbwegs eben, vorbei am

Salsvikensee

und Granitklippen
Dann rechts (Wegweiser in der ersten Collage) bergauf – schließlich ist hier die hohe Küste

Links und rechts Wald

Kersten will vor Anstrengung schon umkehren, doch ich höre ein Rauschen und tatsächlich erreichen wir dann schnell den
Skravelbäcken Wasserfall

Es war ja noch von einem Bergsee - Tärnettvattnen - die Rede. Oberhalb des Falls führt eine Brücke über den Bach. Danach geht es über Treppen weiter in die Höhe, da streikt Kerstens Knie.

Wir legen am Wasserfall eine Pause ein, mit Rhabarberschorle und PickUps. Schön friedlich hier

Auf gleichen Weg wandern wir zurück zum Parkplatz. Etwas länger verweilen wir unterwegs noch am Ufer der Ostseebucht hier.


Laut Schrittzähler sind wir ungefähr 4 km gelaufen. Obwohl Parkplatz gut belegt war, haben wir kaum eine Handvoll Leute getroffen.
Der Tag ist noch jung genug für eine weitere Erkundung. Wir steuern den
Herrgårdsparken bei Köpmanholmen an. In den 1860er Jahren siedelte sich hier am Mündungssee des Flusses Nätraån Sägewerksindustrie an. Zu der Zeit wurde dort auch ein Herrenhaus erbaut. Nachdem die Sägewerke aufgegeben wurden, übernahm die Natur wieder die Kontrolle über die Stelle. Irgendwann wurde dann teilweise dort ein Park gestaltet.
Ein Rundgang führt überwiegend durch unberührten Wald. Wir sehen Kunstinstallationen und von Kindern mitgestaltete Erklärungstafeln.

Steg am See
Früher wurden die Baumstämme dorthin geflößt, heutzutage ist der für Angler oder Kajakfahrer.
Im Herrenhaus ist nun ein Brauchtumsmuseum mit Café untergebracht. Beides heute leider nicht geöffnet. Eigentlich hätte ich am Feiertag dort mit mehr Besuchern gerechnet, doch die wussten wohl alle von der Schließung.


Uns bleibt also nichts anderes übrig, als zurück zum Campingplatz zu rollern. Den Rest des Tages relaxen wir am WoMo.