Autor Thema: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland  (Gelesen 1307 mal)

Christina

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #45 am: 31. Oktober 2026, 18:05:21 »
Das gefällt mir richtig gut am Wasserfall, die Wassermassen an sich und auch der Weg ist schön angelegt. Gut, dass bei deinem Sturz nichts schlimmeres als die dreckige Hose passiert ist.

Die Schweden grillen wohl auch so gerne wie die Finnen, wenn sie in der Natur unterwegs sind, vermute ich mal, weil ich den Grillplatz sehe und du hast die Grillplätze ja auch schon öfter erwähnt.

Die Wettervorhersage (in Finnland nutze ich die dortige ilmatieteenlaitos.fi immer), so unzuverlässig, nicht mal vom Vorabend auf den nächsten Tag konnte man sich darauf verlassen, mal war es schlechter, mal viel besser als vorhergesagt.



LG Christina

Paula

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #46 am: 01. November 2026, 11:43:42 »




also das ist das bisher schönste Foto  ^-^ in solchen Potholes findet man (zumindest in wärmeren Gegenden) oft Urzeitkrebse. Weißt du zufällig ob es die in Schweden gibt?
Die Stromschnellen finde ich auch sehr beeindruckend, das hat mich an den Rheinfall erinnert.

Verstehe ich das richtig dass man in Schweden nach Geschlechtern getrennt sauniert? Das ist ja blöd...
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #47 am: 01. November 2026, 12:39:21 »
Zitat
YR hatten wir auch genutzt. Aber dieses Jahr lagen zu 90% irgendwie alle daneben. So oft hieß es Regen und dann war es doch trocken und die Sonne zeigte sich viel öfter als vorhergesagt.

Na besser so als umgekehrt  ;) Meist checke ich die Wetter Apps nur für größere Rollertouren - nass werden macht da nicht so ein Spaß  :P Hier ging es um rund 1200 km mehr Fahrt, da sollte sich das schon lohnen. Was es nicht getan hätte.

Bin mir ziemlich sicher, dass Kajaken und Rafting da verboten ist. Nur absolute Adrenalin-Junkies würden das überhaupt wollen. Fika nenne die Schweden ihre Kaffeepause. Ob sie da mehr tun als Gebäck verzehren, entzieht sich meiner Kenntnis  ^-^

Diese Grill- / Lagerfeuerplätze haben wir wirklich sehr oft gesehen - schon auf der letzten Reise. Finde ich gut dass es sowas gibt.

Leider haben wir keine Erklärungstafel zum Leben in den Tümpelchen gesehen.  In Schweden wird in der Regel tatsächlich getrennt sauniert, außer vielleicht, wenn man sich eine privat mietet. In Norwegen ist das anders, allerdings trägt man dort in der Sauna immer Badeklamotten. Ausser es ist ausdrücklich erlaubt. 
Liebe Grüße
Susan

Christina

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #48 am: 01. November 2026, 17:59:15 »
Sauna ist in Finnland (in Hotels) auch immer nach Geschlechtern getrennt (da gibt es dann unterschiedliche Uhrzeiten, das ist bei Paaren dann etwas doof, wenn man hintereinander gehen muss und nicht gleichzeitig) und in Badekleidung.


LG Christina

Susan

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #49 am: 01. November 2026, 21:49:35 »
23. Juni Weiter ins Land der Samen

Leider ist das Wetter nicht mehr ganz so schön wie gestern Nachmittag. Der Kurs für die Weiterreise ist immer noch Nordnordwest. Das nächste Ziel ist nur eine gute Stunde entfernt, doch ein wichtiger Stopp zwischen drin darf nicht verpasst werden. 8)  Natürlich weisen Schilder rechtzeitig genug auf den Parkplatz hin.



Wir lernen: der Polarkreis ist keine feste Linie sondern mehr eine Zone. Lange hell war es die letzten Tage ja schon, ab jetzt wird es wohl erstmal nicht mehr dunkel nachts. Es sei denn durch finstere Regenwolken.

Von dort nach Jokkmokk ist es dann nur ein Katzensprung. Hier am See Talvatissjön schlugen regelmäßig Sámi, das indigene halbnomadische Volk Nordskandinaviens, ihr Winterquartier auf. Auf Beschluss des damaligen Königs wurde dort 1605 ein "Marktplatz" eingerichtet. Er wollte besser mit dem Urvolk handeln, außerdem natürlich sie missionieren - eine Kirche folgte -  und Steuern eintreiben. Seitdem findet der Wintermarkt in Jokkmokk traditionell jedes Jahr am ersten Donnerstag, Freitag und Samstag im Februar statt. 

Nach einem Einkaufsstopp beim ICA Supermarkt fahren wir zum Ájtte Fjäll und Sámi Museum. Das bietet spannende Einblicke in die Natur Lapplands sowie in die Kultur und Geschichte der Samen. Wir bekommen eine Mappe mit der deutschen Übersetzung der Erklärungen dazu, Audioguides gibt es in schwedisch und englisch.

Die Räumlichkeiten sind wie eine Rentierkoppel angelegt: ein langer Gang führt zum Zentrum der Ausstellung. Dort begegnen uns die Leute, die hier lebten seit das Land eisfrei ist. Vom Sammler und Fischer über Jäger und Siedler zu Waldarbeitern und modernen Rentierzüchtern.



Weiter kommen wir durch Öffnungen in die verschiedenen Ausstellungen (die Gehege). Die über die Eiszeiten, Natur, Flora und Fauna schauen wir eher flüchtig an.




die Vogelwelt



Hergekommen sind wir schließlich, um etwas über die Lebensweise der Samen damals und heute zu erfahren.



Zitat
Wir sind ständig unterwegs – auf der Suche nach Essen und Wasser, nach Wärme und Schutz.
(aus der Begleitmappe)

Skier und Boote waren dafür unerlässlich. Wir sehen ältere Modelle ebenso wie die Folgen der Motorisierung im 20. Jahrhundert. Eisenbahn durch die Sumpfgebiete, Autos auf geräumten Straßen,  Schneemobile und Flugplätze dort, wo die Straßen enden.  Neben Vitrinen mit Ausstellungsstücken und Dioramen gibt es auch einiges an Filmmaterial. Hier z.B. über das Flößen von Baumstämmen zum Sägewerk mittels Kanu




Wohnzelt



Wir sehen etliche alte, kunstfertige Trommeln. Diese spielten im Glauben der Samen eine große Rolle. Mit ihrer Hilfe sollten sie in geistige Welten reisen, dort Hilfe erbitten und in die Zukunft schauen können. (erstes Bild)


weitere (moderne) Kunstwerke


Trachten, Messer und Handarbeiten
 
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der vielen Exponate dort. Ich fand das alles ausgesprochen interessant.

Einen Shop gibt es natürlich auch. Waren interessante Sachen - besonders Kunsthandwerk -  dabei, die wir aber doch dort gelassen habe  ;)

Kleine Pause ...
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #50 am: 01. November 2026, 22:25:43 »
Weiter geht's ...

Zum Museum gehört noch ein kleiner botanischer Garten: Ájtte Fjällträgård. Dorthin spazieren wir durch ein kleines Wäldchen und sehen traditionelle Hütten.






Erinnerung an eine Legende?

Der Berggarten ist entlang des Flusses Kvarnbäcken angelegt. Ein Teil ist natürlich gewachsen, anderes sind angelegte Beete mit Pflanzen von Berggipfeln, Südhängen, Schneefeldern, Morast und anderem.







Blühendes ist kaum zu sehen, wahrscheinlich noch zu früh im Jahr hier oben im Norden



Es gäbe hier noch Trails, z. B. um den Talvatissjön, doch bei dem Wetter ist uns nicht danach. Auf dem Weg zum parkenden WoMo kommen wir noch an der "neuen" Kirche in Jokkmokk vorbei.



Erbaut 1887. Sie soll auch im Innern sehenswert sein, ist aber leider geschlossen.

Unser Quartier schlagen wir auf dem Arctic Camp auf. Der Campingplatz liegt am Ufer des hier Seen artigen Flusses Lilla Lulle und bietet etliche Aktivitäten.



Bei dem Wetter bevorzugen wir mal wieder

 :read2:

Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #51 am: Heute um 13:10:09 »
Schöne Eindrücke, aber ich könnte dort nicht leben :floet:, weil

1. zu viel Wald
2. Entweder wird es nicht dunkel oder im Winter nicht hell.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #52 am: Heute um 17:57:13 »
Auch das scheint ein interessantes Museum über die Sámi zu sein, ich habe dieses Jahr in Finnland zwei Museen zu diesem Thema besucht - da kommt dann also auch in meinem Bericht noch etwas zu dazu ;D.

Ein paar Blümchen gab es ja immerhin schon.

Dort leben könnte ich auch nicht, das ist so extrem abgelegen, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie man sein Leben dort organisiert, klar, heute dank online Bestellungen z.B. oder auch digitaler Sprechstunden ist sicher vieles einfacher geworden, aber dennoch, mal eben ein MRT machen lassen, mal doch irgendein Kleidungsstück im Laden anprobieren wollen, mal einen Stadtbummel machen - alles nur nach mehrstündiger Autofahrt möglich und man ist zwar mitten in der Natur, aber kann sie doch nicht so nutzen, wie wir das hier können. Dort gibt es ja außer den angelegten Wanderwegen keine Möglichkeit sich zu Fuß fortzubewegen, hier gehen wir einfach los und spazieren auf Wirtschaftswegen durch die Felder und Weinberge. Dort bleibt für den Hundespaziergang oder die kleine Radtour oder den Sonntagsspaziergang nur die Landstrasse (oder wenn man in den Ortschaften wohnt, natürlich die Strassen in den Wohnvierteln), die Natur ist viel zu undurchdringlich - das alles auf Finnland bezogen, ich weiß nicht, ob das in Schweden vergleichbar dünn besiedelt ist.


LG Christina

Susan

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #53 am: Heute um 19:24:50 »
Wohnen würden wir da auch nicht wollen  ;) Wald und die langen Mittsommerabende würden uns nicht stören, doch Kersten wäre es meist viel zu kalt   ;) Und dunkle Winter  :verpiss:

Wir haben beide immer stadtnah gewohnt, da würde uns auch einiges fehlen.

Schweden hat etwa 24 Einwohner pro km2, Finnland 17, Norwegen 15 - also alle eher dünn besiedelt.   

Als Alternative - wenn Finnland - hatte ich noch das Sámi Museum Siida in Inari uf dem Zettel. Bekommen wir davon etwas zu sehen?
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Antwort #54 am: Heute um 19:48:50 »
24. Juni Abisko Nationalpark & Björkliden

Nach dem Frühstück brechen wir auf. Kurzer Einkaufsstopp beim ICA. Kersten hat errechnet, dass das Bier in Schweden billiger ist als in Norwegen, selbst mit fälligem Zoll. Auch dafür gibt es eine offizielle App  ^-^
Wir fahren über die E45 und die E10 weiter Kurs Nordwest. Auf einmal Lichthupe!  Schilder haben wir ja schon einige gesehen, jetzt mal live





Noch zwei weitere Male haben wir das Vergnügen für die "Rudolfs" anhalten zu dürfen.





Die sonstigen Aussichten: noch mehr Wald so weit wir schauen können.  ^-^ Ein Fluss oder See hier und da



Auf der Strecke herrscht wenig Verkehr. Wenn wir mal andere Fahrzeuge sehen, sind es zu 80% Wohnmobile.  ^-^ Wir staunen, wie viele Norweger uns entgegenkommen. Offenbar nutzen auch die für den Weg nach Süden die schnellere Durchfahrt durch Schweden.

Wir müssen durch einige Baustellen. Sehr rumpelig mit dem WoMo, denn hier wird auch die verbliebene Spur abgefräst. Manchmal noch mit blöden Schwellen drin. Das Geschirr ist aber heil geblieben.  ;)



Schließlich kommen wir an der Stadt vorbei, die uns im Maßstab 1: 87 aus dem Miniaturwunderland bekannt ist: Kiruna. Die nördlichste Stadt Schwedens lebt vom weltgrößten unterirdischen Eisenerzbergwerk.





Kurios: der Bergbau hat unter dem alten Stadtzentrum tiefe Hohlräume hinterlassen, Einsturzgefahr droht. Darum wird ein Großteil der Stadt schrittweise rund 3 Kilometer nach Osten verlegt.
Nach einer Weile kommen mehr Seen zu den Aussichten. Und es sieht eher aus wie nördlich des Polarkreises.



Unter Ziel heute ist der Abisko Nationalpark. Wir bekommen einen Parkplatz am Naturum. Schwedens bedeutender Fernwanderweg Kungsleden startet hier. Er führt 470 km durch Lappland. Zu weit für uns, doch es gibt auch nette, kürzere Wanderungen. 8)

Wir spazieren einen Kiesweg den Hang hinunter, biegen dann links ab und unterqueren die E10, sowie die Eisenbahnstrecke im Sámi Gesangstunnel. Wände und Decke sind komplett mit bunten Szenen aus der samischen Kultur und der arktischen Natur bemalt. Sobald man die Unterführung betritt, wird automatisch traditioneller samischer Gesang abgespielt.




Wege im NP

Teil 2 folgt gleich ...
Liebe Grüße
Susan