27. Juni Über die Senja Landschaftsroute nach AndenesTromsø ist unser nördlichstes Ziel gewesen, von nun an hangeln wir uns nach Süden durch. Die kürzeste Route für unsere nächste Etappe wären nur 154 km. Allerdings ist eine Fährfahrt dabei, von Brensholmen nach Botnhamn. Und die hat heute für uns blöde Abfahrtszeiten.

Wohl oder übel fahren wir deshalb ein Stück über die E8 und E6 zurück ehe wir nach Westen abbiegen. Die Strecke ist fast doppelt so lang, zeitlich aber kürzer als die mit Warten auf die Fähre.
Das Wetter zeigt sich auch heute bescheiden, immer wieder schauert es.
Wir erreichen schließlich über eine Brücke
Senja, die zweitgrößte Insel Norwegens. Die Zeit erlaubt es uns, daher wollen wir trotz der suboptimalen Bedingungen zumindest einen Teil der Senja Landschaftsroute fahren. Erstmal geht es auf der Fv861 wieder eine Ecke nach Norden bis wir auf die Fv862 treffen. Die folgt mehr oder weniger der Nord- und Nordwestküste der Insel.


Diese dem Meer zugewandte Seite ist felsig und stark zerklüftet; ein Fjord folgt dem nächsten. Die Berge auf der Insel sind bis zu 1001 m hoch.

Segla
nur 639 m, dafür ein bekanntes Wahrzeichen

Blick zur Bergseite
Hier und da sehen wir sehen wir Fischerorte in geschützten Buchten.


Ersfjordstranda
bei Sonnenschein bestimmt sehr nett. Der Golfstrom sorgt hier oben für milderes Klima als anderswo auf den gleichen Breitengraden. Trotzdem bestimmt nicht meine Wassertemperatur

An der Spitze der Landzunge zwischen Steinfjord und Ersfjord befindet sich der Rastplatz
Tungeneset. Heute ist da zum Glück nicht allzu viel los, wir bekommen problemlos einen Parkplatz für unser Dickschiff. Über einen Holzsteg gehen wir hinunter zum felsigen Ufer.

Anziehungspunkt ist hier der Ausblick auf die "Teufelszähne"

Es ist windig und feucht, lange halten wir uns nicht dort auf. Weiter auf der Touristenstraße



zum Aussichtspunkt
Bergsbotn

Ausblick
Das Wetter scheint sich bessern zu wollen


Kurz nach 17 Uhr erreichen wir den Fischerort
Gryllefjord. Dort stellen wir uns gleich bei Fähranleger an. Wir möchten nämlich noch zur Nachbarinsel Andøya.
Uns bleibt Zeit für eine Kaffeepause - schön wärs. Beim Anleger gibt es eine Snackbude, sonst ist tote Hose.

Sportboothafen

Graffiti + Kunst
Die Seeschlange unten darf gern durch eigen bemalte Steine ergänzt werden.
Die Fähre kommt. Sie verkehrt nur im Sommer, meist von Mitte Mai bis Ende September.

Bezahlt wird elektronisch: Nummernschild per Handy gescannt, Abrechnung über das Mautsystem EPASS. Oder auch nicht

bisher bei uns keine Abbuchung. Das Schiff hat eine Cafeteria, dort holen wir uns endlich Waffeln und Kaffee. Die Helligkeit bringt einen ganz durcheinander, eigentlich ist fast schon Abendessenzeit.

Gegen 19 Uhr legen wir ab, die Überfahrt dauert rund anderthalb Stunden.

letzter Blick auf Senja

Andøya voraus
Nach dem Anlegen fahren wir gleich weiter zum
Andenes Camping. Dort hatte ich ebenfalls reserviert, die haben schon auf uns gewartet. Wir bekommen einen der parzellierten Stellplätze am Meer. Ich frage gleich nach einer Verlängerung, möglich, jedoch müssen wir umziehen. Nach dem späten Abendessen können wir noch ein wenig den Strand genießen (gegen 22:30 Uhr).
Maps will die Route beim Einbetten nicht richtig darstellen, selbst nicht zur Sommerszeit, daher heute als Bild.