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Tolle Bücher - was habt ihr gerade gelesen?
Andrea:
Liest denn hier keiner mehr was Empfehlenswertes? Bestimmt doch, schließlich habe ich vor einer Weile zwei tolle Tipps von Gabi und Flicka bekommen. Bei der Gelegenheit habe ich nur diese beiden Bücher bestellt ("Into thin Air" und "A Walk in the Woods") sondern auch eines, das ich bestimmt schon ein Jahr auf meinem Merkzettel hatte: "Couchsurfing im Iran" von Stephan Orth.
Dieses Buch hatte ich damals als Tipp meiner Tageszeitung entdeckt und jetzt endlich bestellt. Überrascht war ich über den Aufkleber auf dem Buch, das es als Spiegel Bestseller auswies. Na gut, der Orth schreibt ja auch für den Spiegel ;)
Heute nun habe ich es fertig gelesen und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Es ist kurzweilig geschrieben in lauter kurzen Kapiteln, so dass man auch noch kurz vorm Einschlafen mal schnell noch ein Kapitel lesen kann. Oder zwei. Oder drei...
Worum aber geht es? Es geht ums Couchsurfing. Das ist eine Form des Reisens, die noch spezieller ist als AirBnB oder so. Es handelt sich dabei um eine Community, die weltweit Anbieter einer (kostenlosen) Schlafgelegenheit mit Reisenden zusammen bringt. Der Reisende hat dabei oft die Gelegenheit ins Leben der Gastgeber hineinzuschnuppern und das Land mal nicht nur von der touristischen Seite kennenzulernen. Der Gastgeber lernt im Gegenzug viele Leute aus aller Welt kennen ohne selbst verreisen zu müssen.
Stephan Orth ist erfahrener Couchsurfer und hat sich für sein Buch auf den Weg in den Iran gemacht. Ihn empfängt unglaubliche Gastfreundschaft und lernt schnell, dass Iraner nach außen hin nicht dieselben sind, die sie privat sind. Da gibt´s Parties mit Alkohol, unverschleierte Frauen oder auch "Nicht-Glaubens-Bekenntnisse". Aber natürlich hinter verschlossenen Türen. Er reist kreuz und quer durch´s Land und erlebt die verrücktesten Dinge, macht "Bekanntschaft" mit dem Gesetz und lernt das Land oder vielmehr die Leute lieben.
Ich fand es interessant über ein Land zu lesen, über das man so wenig weiß. Und machte mir das erste Mal Gedanken über die Menschen im Iran, die aufgrund der Regierung/Religion viele Einschränkungen hinnehmen müssen und doch ihre Freiheiten im System finden. Und wie gut es ist, dass wir doch so frei leben und reden/schreiben können.
http://www.stephan-orth.de/couchsurfing-im-iran.html
Silke:
Klingt interessant.
Ich habe gerade "Deutschland im Blaulicht" gelesen. Eine Polizistin beschreibt ihren Alltag, besonders die Probleme mit straffälligen Menschen mit Migrationshintergrund. Sehr interessant. Leider werden es die Leute, die sich dafür interessieren müssten, nicht lesen.
serendipity:
Derzeit bestücke ich gerade meinen neuen Tolino - der andere wollte nicht mehr - mit Lesefutter für Norwegen. "Couchsurfing im Iran" ist dabei, ebenso die "Totenfrau". Für mich natürlich auch der neue Bannalec - Bretagne-Krimi, die ich zwar krimi-und literaturmäßig nicht sehr hoch einordne, aber wenn man die Gegend kennt, ist das für mich zu vernachlässigen ;)
Ein Fachbuch, welches ich schon lange lesen wollte ist ebenfalls geladen: "Classroom Management", mein Referendar bekommt es in Papierform zu den Sommerferien geschenkt :)
Ein Tipp von der Freundin meines Sohnes: Madame Picasso von Anne Girard - ebenfalls geladen, da ich mich immer wieder mit Picasso auseinandergesetzt habe im Studium und auch im Lehrerinnenleben, das ich im 2./3. Schuljahr immer eine Picasso-Einheit plane.
Andrea:
Ich habe mich ja hier mal als Fan von Stuart Macbride geoutet, aber ich glaube, dass ich das nun wieder etwas relativieren muss. Blutig oder sonstwie fies waren alle drei Teile der Logan McRae, die ich bisher gelesen habe. Und da Heiko Fan von guten und auch richtig schlechten Horrorfilmen ist, habe ich schon so einige blutige und widerliche Szenen gesehen. Solche Dinge aber zu lesen, ist noch mal übler, weil man sich dann nur schlecht sagen kann, dass das eh nur Kunstblut und Kunststoff ist.
So geschehen im 4. Band (Flesh House). Da geht´s wirklich extrem blutig zur Sache und auch der bissige Humor kommt dieses Mal irgendwie zu kurz. Ich hatte sogar Albträume und habe mir dabei die Lippe total kaputt gebissen. Zur Seite legen konnte ich das Buch trotzdem nicht und finde es nun umso ärgerlicher, dass so einige Fragen offen geblieben sind.
Alles in allem keine Empfehlung. Aber irgendwie will ich jetzt wissen, ob meine offenen Fragen im nächsten Band geklärt werden.
Aber um meine Nerven zu schonen, habe ich nun Gabis Buchtipp "Into thin Air" von Jon Krakauer zur Hand genommen. Dass das kein gutes Ende nimmt, weiß ich ja...
Flicka:
Ich empfehle heute mal ein Buch, das angenehm unaufgeregt ist:
Armin Maiwald
Aufbau vor laufender Kamera
https://www.amazon.de/Aufbau-vor-laufender-Kamera-Geschichten/dp/3462047450/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1474487509&sr=1-1&keywords=Aufbau+vor+laufender+Kamera
Armin Maiwald? Ja, das ist der mit der Sendung mit der Maus. Beim Kauf dachte ich eigentlich, dass der größte Teil des Buches sich um "die Maus" dreht, man kann sich ja nicht vorstellen, dass Mister Maus persönlich in seinem Leben noch Zeit für anderes gefunden hat. Hat er aber doch. Und erzählt es in einer eher beiläufigen, sich selbst nicht zu erst nehmenden Art, genauso, als würde er gerade eine "Sachgeschichte" kommentieren.
Mir hats gut gefallen. Einziger Kritikpunkt: Es hätte ruhig ein wenig länger sein können. :)
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