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Geisterstädte / Ghosttowns

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Horst:
Hallo zusammen,

welche Geisterstädte habt Ihr schon besucht und welche haben Euch besonders beeindruckt - welche möchtet Ihr gerne noch sehen ?

Shadra:
Mit viel kann ich hier nicht aufwarten.

Calico war bis jetzt das einzige Geisterstädchen, welches ich besucht hatte.

Wobei .. bevor ich dort war, hatte ich mir eine "Geisterstadt" völlig anders vorgestellt. Wir kamen fast gleichzeitig mit 2 Reisebussen an und aufgrund dessen, war diese Geisterstadt ganz schön voll  ::) Daher wohl auch der Spruch auf dem Stein des Örtchens: "Calico lives again"  ;D

Ansonsten eigentlich ganz nett aufgemacht. Ein zweites mal braucht es zwar nicht, aber so für einen Besuch war es ganz OK. Wobei ich natürlich Null Vergleichsmöglichkeiten habe ...

Silv:
Ich habe bisher auch nur eine besucht: Grafton (bei Springdale, Utah). Zwar nicht groß, dafür aber nichts los - deshalb fast zurecht "Geisterstadt".

Man muss zwar nicht unbedingt hin, aber wenn man eh in der Nähe ist - ein paar schöne Fotomotive gibt es schon.

Hatchcanyon:

--- Zitat von: Horst am 22. September 2013, 20:40:35 ---Hallo zusammen,

welche Geisterstädte habt Ihr schon besucht und welche haben Euch besonders beeindruckt - welche möchtet Ihr gerne noch sehen ?

--- Ende Zitat ---

Da haben wir sicher eine ganze Menge gesehen. Im unterschiedlichsten Zustand von nicht mehr auffindbar bis ziemlich bewohnt war alles dabei. Experten - wir gehören sicher nicht dazu - unterscheiden Typ und Class der Ansiedlung.

Typ:
1 - Mining Town
2 - Ranch/Farm Town
3 - Railroad Town
4 - Sonstige

Class:
1 - Vollständig verschwunden, die Lage ist manchmal nicht genau bekannt
2 - geringe Reste wie Schutt, ein Grabstein etc.
3 - Ruinen, keine intakten Gebäude, keine Bewohner
4 - Ruinen und intakte Gebäude, aber unbewohnt (Die beliebteste Klasse bei Touristen)
5 - Ruinen und intakte Gebäude in der Nachbarschaft bewohnter Orte und Plätze
6 - wenige Ruinen, viele intakte Gebäude, wenige Einwohner.
7 - Orte mit vielen verlassenen Gebäuden, aber auch einer erklecklichen Anzahl Einwohnern; auch als Semi Ghost Town bezeichnet.

Sehr viele Ghostly Places haben wir im alten Bergbaugebiet der San Juan Mountains in Colorado gesehen.

Auch im Umfeld von Moab gibt es mehr als viele Touristen wahrscheinlich bemerken:
- Miners Basin hoch oben in den LaSal Mountains. Ehemalige Bergbausiedlung (Gold), hatte ein Postamt. Die Gebäude sind heute Privatbesitz. Bis zu den Gebäuden sind wir nicht gekommen.


- Polar Mesa: Mining Camp (Vanadium) bis in die 1960er Jahre

- Owl Draw: Mining Camp bis ??


- Yellow Cat: Mining Camp (Uran). Hier lebte auch zeitweise Charlie Steen mit seiner Familie.

- Valley City: Direkt an der US 191 in Richtung I 70. Landwirtschaft. Ein grossangelegter Betrug, mit dem man viele Leute um ihr Geld brachte. Heute steht nur noch ein Keller neben der US 191 und ein gebrochener Damm.


- Thompson Spring: Eine Mischung aus Mining- und Railroad Town. Heute noch ca. 30 Einwohner. Früher mal Expresszugstation.

- Sego: Mining (Kohle) wenige Meilen nördlich von Thompson Spring. Bis Anfang der 1950er Jahre bewohnt.

- Elgin: Landwirtschaft; im Ortsbereich von Green River

- Richardson: zwischen UT 128 und dem Colorado River. Hatte eine Art Hafen am Fluss.

- Dewey: an der gleichnamigen Bridge hatte mal Tankstelle und Laden, heute nur noch wenige Einwohner.

- Cicso: südlich der I 70 in Richtung Colorado State Line. Bis in die 1960er Jahre bewohnt, heute nur noch ganz wenige Menschen (wenn überhaupt?) (Nördlich der I 70 findet sich Danish Flats)

- Camp Vinero: Nördlich der I 70 nahe am San Rafael Reef, Mining (Uran?, Vanadium)


- Woodsite an der US 6 in Richtung Price haben wir noch bewohnt erlebt.

Das sind sicher nicht alle Locations. Es gibt noch einiges mehr und dazu auch noch Ghost Railroads (z.B. Baxter Pass) und Ghost Roads, z.B. die alte UT 24.


Gruss

Rolf

Rainer:
Eigentlich haben wir auch schon eine ganze Menge Ghosttowns gesehen, wie bei Rolf war auch alles vertreten, von "extrem gut gepflegt" bis hin zu "totaler Müll".

Spontan fällt mir ein:

a) am Apache Trail das Örtchen "Goldfields". Das ist aber schon eher ein nett angerichteter Touri Ort mit Antiquitäten und Shops, weniger Ghosttown. Das war unsere erste Ghosttown überhaupt.

b) natürlich Bodie, wahrscheinlich das absolute Highlight unter den Ghosttowns. Liebevoll gehegt und gepflegt.

c) fast ebenso gehegt und gepflegt erscheint das (sicherlich erheblich unbekanntere) "Nevada City" in Montana, was übrigens nur zu Fuss zu besuchen ist (der sog. Museumsteil, was aber die historischen Gebäude umfasst) und auch Eintritt kostet. Aber das muss sich nicht hinter Bodie verstecken.

d) die Totalenttäuschung "Rhyolite", das ist selbst den allerkleinsten Umweg nicht wert.

e) "Mogollon", eine Mining Town im gleichnamigen Gebirgszug in Nex Mexico. Hier wurde (wie ich an anderer Stelle schon einmal geschrieben habe) ein Großteil des Kinoerfolgs "My Name is Nobody" (mit Terrence Hill und Henry Fonda in den Hauptrollen) gedreht, aber wir haben definitiv gar nichts wiedererkannt. Ist aber durchaus besser als Rhyolite

f) und dann noch die Ausfälle "Sheakespeere" und "Steins" (unweit der I10 in New Mexico, nahe Lordsburg), die sich seit einigen Jahren offensichtlich in Privatbesitz befinden und liebevoll per Stacheldrahtzaun beschützt sind (und sowieso nur aus je zwei Bretterbuden bestehen).

Wir haben sicherlich noch diesen oder jenen langweiligen Haufen Steine auch noch irgendwo gesehen, aber lange nicht alle Ghosttowns sind auch wirklich einen Ausflug wert.

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