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Utahs Nationalparks ab morgen wieder geöffnet!
Rainer:
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:08:08 ---Der Personalstand ist inzwischen so absurd niedrig, dass die Nationalparks Hilfeanfragen bei Notfällen zurückweisen müssen, weil sie schlicht und ergreifend niemanden mehr haben, der rausgehen und Hilfe leisten könnte. Das haben wir im Mai in Moab mitbekommen. Früher ging es beispielsweise, dass man sich bei einer Ranger Station meldete und hinterliess, "Wenn ich mich bis XX nicht melde, dann sucht bitte nach mir:" Das geht schon längst nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Was nicht bedeutet, dass der Personalstand je höher war, mit einiger Sicherheit hat sich aber das Touristenaufkommen ver-x-facht in den letzten 20 Jahren. Das ist ja definitiv nicht zu übersehen.
Die Nachricht zu hinterlassen halte ich für völlig verfehlt, wenn Erwachsene sich nicht auf sich selbst aufpassen können, kann das unmöglich auf Kosten der Allgemeinheit geschehen, dann muss man sich eben einen persönlichen Bodyguard leisten. Wieso sollte ich als Besucher dafür bezahlen, dass andere irgendwo Harakiri-Kletterei betreiben, ich aber nur ein paar Fotos schieße? Und irgendwer muss es bezahlen, wenn es die Betroffenen nicht selbst machen.
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:08:08 ---Zahlen des National Park Services:
"According to the National Park Service, there are approximately 20,500 professionals working, including permanent, temporary, and seasonal. There are also 145,000 volunteers working in the parks."
Es ist erschreckend.
--- Ende Zitat ---
Was ist daran erschreckend? Macht ca. 350(!) professionelle Angestellte pro Nationalpark (das ist schon mal Holz). Und über 2.000 Freiwillige (die aber sicherlich nur in Teilzeit arbeiten).
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:08:08 ---Wer im Übrigen glaubt Features wie den Arch, den viele Einheimische kennen nur eben die "Laien" vom NPS nicht, über Google Maps zu finden, der wird schwer enttäuscht werden. Das funktioniert gerantiert nicht.
--- Ende Zitat ---
Wenn er so unbekannt ist, dass ihn nur ein paar Einheimische kennen, wird man den Verlust verschmerzen können.
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:08:08 ---An sich sind 400 NPs für umgerechnet 3,2 Milliarden $ doch verdammt preiswert
--- Ende Zitat ---
Es gibt exakt 59 Nationalparks in den USA.
Und bei den National Monuments und Recreational Areas sind auch massenhaft Klitschen dabei.
Hatchcanyon:
Also meine Mathematik ergibt mal gerade 50 Festangestellte pro Einrichtung und diese sind noch nicht mal alle vollzeit beschäftigt.
Nach den Zahlen die ich kenne hat sich die Anzahl der Festangestellten in den letzten 20 Jahren dramatisch reduziert (halbiert oder sogar noch mehr) und wenn Du annimmst, dass man so eine Rettungsaktion nicht hätte bezahlen müssen, dann bist Du einfach schlecht informiert. Das ist nämlich bestenfalls ein Vorurteil, aber keine Tatsache.
Genauso wie die Annahme, dass nur das was viele kennen, etwas wert ist. Sorry aber das ist total daneben. Wie kann man sich ein Urteil anmassen über etwas was man nicht kennt und auch noch darüber, was für andere wichtig ist? Da fühle ich mich echt auf den Fuss getreten! :denk: Offenbar sind meine Vorstellungen von "wichtig" in Deinen Augen nichts wert? :gruebel:
Gruss
Rolf
Rainer:
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:49:25 ---Also meine Mathematik ergibt mal gerade 50 Festangestellte pro Einrichtung und diese sind noch nicht mal alle vollzeit beschäftigt.
--- Ende Zitat ---
Oben sprichst Du aber explizit von "NP" und das ist die Abkürzung von "Nationalpark". "Einrichtungen" gibt es mehr, aber da sind eben auch massenhaft 1-Mann Klitschen dabei.
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:49:25 ---Nach den Zahlen die ich kenne hat sich die Anzahl der Festangestellten in den letzten 20 Jahren dramatisch reduziert (halbiert oder sogar noch mehr) und wenn Du annimmst, dass man so eine Rettungsaktion nicht hätte bezahlen müssen, dann bist Du einfach schlecht informiert. Das ist nämlich bestenfalls ein Vorurteil, aber keine Tatsache.
--- Ende Zitat ---
Es geht nicht um die Rettungsaktion, die bezahlt werden muss, sondern schon um die Aktion "aufpassen". Die ist nämlich schon sehr personalintensiv und die wurde ganz sicher nicht von den Bittstellern bezahlt. Da muss man eben seinen Bodyguard mitbringen. Dass man den Hubschrauber nachher bezahlt, wenn man Mist baut, halte ich sowieso für selbstverständlich.
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:49:25 ---Genauso wie die Annahme, dass nur das was viele kennen, etwas wert ist. Sorry aber das ist total daneben. Wie kann man sich ein Urteil anmassen über etwas was man nicht kennt und auch noch darüber, was für andere wichtig ist? Da fühle ich mich echt auf den Fuss getreten! :denk: Offenbar sind meine Vorstellungen von "wichtig" in Deinen Augen nichts wert? :gruebel:
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist die Definition von Meinungsfreiheit. Und wenn es nur ganz wenige interessiert, ist es für die Allgemeinheit (und die bezahlt das wieder einmal) nicht von Interesse. Glücklicherweise haben die Menschen eben verschiedene Interessen und was den einen interessiert, kann den anderen nicht im Ansatz begeistern. Hier geht es aber um den Mainstream, mehr kann man sicher nicht ernsthaft mit öffentlichen Geldern finanzieren. Das mag Dir dann noch so wichtig erscheinen, wenn es 1000 andere dafür unwichtig finden, gibt es kein Geld mangels öffentlichem Interesse.
Ich verlange von Dir ja auch nicht, dass Du meine Interessen teilst, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass Du sie nicht einmal kennst (allenfalls rudimentär, wenn überhaupt). Ich fühle mich deswegen allerdings nicht auf den Schlips getreteten, weil ich das für den Normalfall halte.
Horst:
Hi Rolf,
--- Zitat von: Hatchcanyon am 12. Oktober 2013, 15:08:08 ---Der Personalstand ist inzwischen so absurd niedrig, dass die Nationalparks Hilfeanfragen bei Notfällen zurückweisen müssen, weil sie schlicht und ergreifend niemanden mehr haben, der rausgehen und Hilfe leisten könnte. Das haben wir im Mai in Moab mitbekommen. Früher ging es beispielsweise, dass man sich bei einer Ranger Station meldete und hinterliess, "Wenn ich mich bis XX nicht melde, dann sucht bitte nach mir:" Das geht schon längst nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
In anderen Ländern gab's das noch nie.
Wenn ich durch Islands Hochland fahre (auch wenn das ein Nationalpark ist) und dort wandere muss mir klar sein daß ich im Notfall auf mich gestellt bin und mir mit viel Glück ein anderer Touri hilft.
Das ist in Afrika, Südamerika usw. und sogar in vielen Ländern um uns herum auch so.
Die meisten Touris in den USA sterben oder verunglücken sowieso nicht auf NP-Gebiet sondern irgendwo in nicht NP-Gebiet, wo sowieso kein Ranger käme selbst wenn die USA nicht so pleite wäre, daß man in Afrika für sie sammeln müsste ....
Hatchcanyon:
Sorry, zu dem Thema "Rettung" möchte ich mich nach so viel "Urban Legend" nicht mehr äussern.
Nur nebenbei: Die Statue of Liberty, Mount Rushmore und GC sind wieder zugänglich.
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