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huhu
sh3t0r:
--- Zitat von: Andrea am 19. Februar 2014, 08:10:57 ---Darf ich das jetzt so verstehen, dass man mit einer 70D weitaus bessere Aufnahmen zustande bekommt wegen der lichtstärkeren Sensoren als mit der 50D mit dem gleichen Objektiv?
--- Ende Zitat ---
Der messbare Unterschied liegt bei 0,4 Blenden, das ist jetzt nicht so umwerfend. Aber die 70D kann ja auch sonst alles viel besser als die 50D - sogar Videos.
Rainer:
--- Zitat von: Michael am 19. Februar 2014, 07:50:20 ---Nö, nicht damit, denn das ist ja zu lichtschwach um damit gescheit freizustellen. :P
--- Ende Zitat ---
Genau... :lach:
--- Zitat von: Michael am 19. Februar 2014, 07:50:20 ---Im Ernst: So was kann bei diesen kurzen Brennweiten natürlich nur im Nahbereich funktionieren.
--- Ende Zitat ---
... und dann funktionieren auch etwas "schlechtere" Blenden durchaus. Es ist eben die Frage, welchen Unschärfeverlauf man haben will, notfalls muss man noch einen Tacken näher an das Motiv heran usw. - man wird auch mit schlechteren Blenden Unschärfeverläufe hinbekommen. Nicht identisch, aber immerhin machbar.
Und genau da setzt meine Überlegung ja ein: man kann sich irgendwie zurechtfummeln. Aber ein 8mm vs. 11mm (im Crop 13mm vs. 18mm), das ist schon ein gewaltiger Unterschied und jeder, der schon einmal in Page war, kennt den Moment, wenn der blöde Horseshoe Bend nicht mehr aufs Bild passt. Und wenn der nicht passt, dann passt der nicht. Man könnte dann "stitchen", aber die Bildwirkung ist dann vollkommen anders.
Wenn das jetzt um die 10mm vs. 11mm ginge (was Thomas erstes Problem war), dann würde ich noch sagen, also so dolle ist das nicht (obwohl es eigentlich auch schon grenzwertig ist), aber 8mm vs. 11mm, sind wir ehrlich: das ist faktisch ein anderes Objektiv.
Was die ISO 10000 Geschichte betrifft: zum einen befinden wir uns natürlich gewollt im Extrembereich. ISO 2500 plus 30 Sekunden, damit es "so gerade noch wird". Ob nun ISO 10000 "keinen Spaß" macht - das ist jetzt die Frage. Mit meinen Kameras sicherlich nicht mehr besonders dolle. Aber ich habe beispielsweise von Dirk (DocHoliday) ein Foto gesehen (ein Löwe am Lagerfeuer), das war mit ISO 25600 (!) gemacht und das sah gut aus (vielleicht zeigt er es uns hier). Und das ist genau die Frage: was hat man für eine Hardware, was muss man für das lichtempfindliche Objektiv investieren, dazu der Vergleich zum lichtschwächeren Objektiv zzgl. besserer Kamera (die dann auch noch den Vorteil hat, dass nun alle Objektive "aufgewertet" werden).
Die gleiche Überlegung kam ja schon in dem Beitrag über Telezooms auf, lohnt sich der Kauf eines 9.000,-€ Objektivs (mit Blende 4 war das), wenn das Objektiv mit Blende 6.5 einen Bruchteil davon kostet und man einfach statt der vorhanden (ggf. schon älteren) Kamera einfach das aktuelle Topmodell erwirbt? Ich würde letzteres tun, wenn der Gewinn an Lichtstärke wirklich so groß ist.
Die letzte (eigentlich entscheidende) Frage stellen sich viele potentielle Käufer seltsamerweise sehr selten (und stellen das dann oft erst im Verlaufe der Zeit fest): was mache ich eigentlich selbst mit dem Objektiv, was ist mein bevorzugtes Einsatzgebiet, wie oft benutze ich das Objektiv in der Praxis zu diesem Zweck? Manch einer stellt dann nach Monaten oder Jahren fest (und das ist vollkommen unabhängig davon, ob das nun 8mm vs. 11mm oder f5.6 vs. f2.8 sind), dass sie bestenfalls eine Hand voll Fotos damit geschossen haben und das gute Teil eigentlich in der Rumpelkammer verstaubt. Das sind dann die einschlägigen "Biete"-Anzeigen im DSLR Forum. Am Anfang steht oft ein großes "Haben-Wollen" und am Ende ein ernüchtertes "Was mach' ich damit eigentlich?"....
Rainer:
--- Zitat von: sh3t0r am 19. Februar 2014, 10:22:42 ---Der messbare Unterschied liegt bei 0,4 Blenden, das ist jetzt nicht so umwerfend.
--- Ende Zitat ---
Ist es sogar nur so wenig? Wegen einer halben Blende würde ich allerdings auch nicht neukaufen. Thomas war so begeistert von der "lichtstarken" 70D, da hätte ich jetzt (rein subjektiv) mehr erwartet.
--- Zitat von: sh3t0r am 19. Februar 2014, 10:22:42 ---Aber die 70D kann ja auch sonst alles viel besser als die 50D - sogar Videos.
--- Ende Zitat ---
Konnte die 50D noch gar kein Video? Ich mache sowieso keine Videos, die aus meiner Sicht schrillste Erfindung der letzten Jahre war seinerseits das "LifeView" Feature - da kauft man sich eine DSLR, deren (fast) einziger Sinn der Konstruktion des wegklappenden Spiegels (mit allen Nachteilen mechanischer Art) darin besteht, dem Anwender einen vernünftigen optischen Sucher anzubieten - und dann soll man doch wieder das elende Display benutzen, auf dem man spätestens im hellen Sonnenlicht gar nichts mehr erkennt??
Im nachhinein hat man das durch den Einbau der Videofunktion "gerettet", weil das offensichtlich nicht anders geht. Aber die Idee an sich habe ich damals nicht verstanden. :weissnicht:
Rainer:
--- Zitat von: Andrea am 19. Februar 2014, 08:10:57 ---Darf ich das jetzt so verstehen, dass man mit einer 70D weitaus bessere Aufnahmen zustande bekommt wegen der lichtstärkeren Sensoren als mit der 50D mit dem gleichen Objektiv? (Wäre ja sinvoll ;)
--- Ende Zitat ---
Ob der Schritt von 50D auf 70D entsprechend groß ist, kann ich nicht beurteilen, ich habe das zugebenermaßen aus den subjektiven Beschreibungen gemutmaßt. Es ist auch nicht so wichtig, ob das nun genau diese beiden Modelle sind.
Insgesamt ist es in der Tat so, dass die Sensoren ständig verbessert werden und entsprechend lichtstärker werden. Die aktuellen Topmodelle der einschlägigen Hersteller sind in jedem Fall deutlich besser als noch vor 10 Jahren (was ja eigentlich kein Zeitraum für eine Kamera ist - aber heute ist das alles anders).
Beim Objektivbau ist die Geschwindigkeit deutlich geringer und man ist schon lange an bestimmten Grenzen, die man rein physikalisch schon kaum noch überwinden kann (man kann kein Objektiv mit Brennweite 600mm und Blende 1.2 bauen - das wäre die "dicke Berta" als Objektiv). Und der für Objektive notwendige Präzisionsschliff ist auch heute noch teuer, mit anderen Worten: sehr gute und sehr lichtstarke Objektive sind recht preisstabil und teuer. Elektronik befindet sich dagegen auf einem dauerhaften steilen Sinkflug. In Zahlen: unsere "erste" DSLR, die Canon EOS 300D, hat mich vor ziemlich genau 10 Jahren im Einkauf 1.300,-€ gekostet. Jetzt, nur 10 Jahre später, bekommst Du für die Kamera nicht einmal mehr 100,-€. Neulich ist eine im DSLR Forum für 60,-€(!) verkauft worden. Grausam.
Wenn man jetzt nicht auf bestimmte Eigenschaften (s.o. "Schärfeverlauf") in bestimmten Ausprägung angewiesen ist (das geht auch weiterhin nur mit den entsprechenden Parametern im Objektiv), sondern schiere Lichtstärke benötigt, dann geht ganz klar die Entwicklung dahin, dass die immer emfindlicheren Sensoren den Kauf eines extrem teuren Objektivs in Frage stellen. Ganz klar: wer gar nicht auf das Geld schauen muss und wer sich stets das Beste leisten kann, wird das eine tun ohne das andere zu lassen. Der kauft einfach des beste Glas und die beste Kamera. Aber wer mit einer veralteteten Kamera vor der Entscheidung steht, wegen der höheren Lichtstärke ein entsprechend besseres Objektiv zu kaufen, der sollte sich in jedem die Alternative durchrechnen, stattdessen die Kamera auszutauschen, WENN diese die gewünschte bessere Lichtstärke auch liefert.
P.S.: Man macht nicht automatisch "die besseren" Aufnahmen mit neueren Kameras. Es ist schon so, dass wir hier in Grenzbereichen denken, insbesondere wo das Licht schlecht ist. Da macht sich das bemerkbar. Für das "ganz normale" Urlaubsfoto (was auch immer das ist....) spielen diese "Verbesserungen" so gut wie keine Rolle. Für sehr viele Aufnahmesituationen bedeutet das gar nichts, da machen auch Kompaktkameras gute Fotos, inzwischen sogar Smartphones. Es muss nicht immer das beste und das neuste sein.
Michael:
Mir fehlt an der Stelle die Zeit, auf die hier genannten Punkte weiter einzugehen und ehrlich gesagt auch ein wenig die Motivation zu erklären, warum mir das eine wichtiger ist als das andere. Daher klinke ich mich hier aus und wünsche dem Thomas, dass er das Objektiv findet, was zu seinen Anforderungen passt.
Grüße aus der Pfalz,
Michael
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