Allgemeines > Grüße & Unterhaltung
Reihenweise Rätselreihen und andere Rätseleien
Andrea:
Aber irgendwie sind sie doch liebenswert, diese durchgeknallten Typen ;) Einer meiner Professoren schaffte es ein Diagramm über 9 (!) Tafeln zu malen, wild mit Pfeilen, Farben und Formelzeichen verziert. Am Ende gingen ihm die Tafeln aus und verzweifelt sagte er: "Dann müssen Sie sich den Rest eben denken" LOL
Paula:
--- Zitat von: Andrea am 26. Juni 2014, 11:42:46 ---Aber irgendwie sind sie doch liebenswert, diese durchgeknallten Typen ;) Einer meiner Professoren schaffte es ein Diagramm über 9 (!) Tafeln zu malen, wild mit Pfeilen, Farben und Formelzeichen verziert. Am Ende gingen ihm die Tafeln aus und verzweifelt sagte er: "Dann müssen Sie sich den Rest eben denken" LOL
--- Ende Zitat ---
:lach:
die beiden müssen verwandt sein ;)
unserer war noch schlimmer, der hat immer auf eine Rollfolie geschrieben am Overheadprojektor und öfter hin und hergerollt und was dazu geschrieben und mit Begeisterung Bäume gemalt (also die Informatikbäume mit Strichen, Ziffern und Buchstaben) und man wußte nie wie tief die werden, das war ein Alptraum da mitzuschreiben. Bäume waren seine liebste Datenstruktur.
Einmal war die Rolle voll, da hat er dann auf der Glasplatte weitergeschrieben bis die voll war. Dann stand er ratlos neben dem Projektor und sagte: kann mal jemand Bescheid sagen?
aus 400 Mündern schallte es "Bescheid" (kennst du den Werner Film? er kannte ihn nicht!). Schließlich kam der Hausmeister, nahm ein Papierhanddtuch machte es naß und wischte das Glas ab. Er stand daneben und bewunderte das Wunder der Technik! Bestimmt hat ihm seine Frau morgens die Socken und Unterhosen die anziehen soll ins Bad gelegt. Man muss ihn erlebt haben, wirklich schildern kann man es nicht. Wir kamen uns regelmäßig vor wie im falschen Film...
DocHoliday:
--- Zitat von: Rainer am 26. Juni 2014, 10:08:59 ---
--- Zitat von: DocHoliday am 25. Juni 2014, 17:40:35 ---e
--- Ende Zitat ---
Das hast Du aber gegooglet...
--- Ende Zitat ---
Nö, kannte ich schon. Zwar auf deutsch aber der Transfer war dann nicht so schwer.
Rainer:
--- Zitat von: Paula am 26. Juni 2014, 11:34:01 ---Einmal hat er uns einen Algorithmus am Overheadprojektor demonstriert mit Bauklötzchen unterschiedlicher Größe die man nach bestimmten Regeln von einem Platz auf einen anderen schieben mußte, es durfte nie ein größeres über einem kleineren liegen oder so ähnlich.
--- Ende Zitat ---
Ach ja - das andere "Standardproblem". Das sind die berühmten "Türme von Hanoi".
Und was soll damit gezeigt werden? Die sog. "Rekursion". Das ist ein wesentlicher Bestandteil in der Programmierung, die sog. rekursive Programmierung. Und diese "Türme von Hanoi" ist ein klassisches rekursives Problem - man hat einen Turm aus einer Anzahl übereinanderliedener Scheiben und man hat drei Abstellplätze, auf einem steht der fertige Turm (wie eine Pyramide von unten nach oben schlanker werdend, weil die Scheiben immer kleiner werden) und man muss diesen Turm komplett auf ein freies Feld bringen. Dazu darf man jeweils nur eine oberere Scheibe abnehmen und entweder auf einen freien Platz oder auf einen Turm legen, aber man darf nicht eine größere Scheibe auf eine kleinere legen.
Und dieses Problem läßt sich rekursiv (und ähnlich wie vollständige Induktion) so lösen, dass man wie folgt überlegt:
Der hat Turm besteht aus n Scheiben.
a) man legt die kleinste Scheibe von oben auf eines der freien Felder
b) nun hat man einen Turm mit (n-1) Scheiben übrig. Hier beginnt die Überlegung quasi von vorne, die Aufgabe ist die gleiche wie am Anfang, nun muss ich diesen kleineren Turm verschieben, dieser wird nach dieser hier festgelegten Regel auf das andere freie Feld geschoben. Das geht natürlich nicht in einem Rutsch.
Dieser Punkt wird so lange "unterverschachtelt", bis der zu verschiebende Turm nur noch einen Stein besitzt - und den kann man nun einfach umlegen.
c) danach legt man von einem Nachbarfeld den "Restturm" zurück auf den untersten Stein, auch das geschieht wieder als rekursive Unteraktion (gleiches Problem - Turm verschieben). Bis man das so oft unterverschachtelt hat, dass man nur noch einen Stein umlegen muss, den legt man wirklich zurück.
Es ist ein sehr vertrackter Gedankengang, man muss immer daran denken, dass das Problem immer das gleiche ist, weil man "Untertürme" verschiebt.
Und so etwas man kann mit den moderenen Programmiersprachen sehr schön programmieren. Und das heißt "Rekursion", im Kopf kann man das nur sehr schwer auflösen, der Computer macht das natürlich in Windeseile.
Und jetzt Fibonacci, das ist auch ein rekursives Problem, man kann die n-te Position berechnen, in dem man die (n-1) und die (n-2)-te Position berechnet und zusammenzählt. Dazu muss man aber wieder unterverschachteln, um diese beiden Positionen zu berechnen. Und so weiter, irgendwann braucht man die 1. und die 2. Position und dann löst es sich endlich auf, die sind beide gleich 1 und dann wickelt sich Programm "von hinten zurück". Das gilt als Musterbeispiel für eine schlechte Rekursion, denn wenn man das aufmalt, was war für gewaltige Untersysteme aufgemacht werden, da rechnen sich selbst schnelle Rechner schon sehr bald kaputt. Die kommen nie an. Und deswegen wird dieses Beispiel in der Informatik benutzt, um auch die Kehrseite der rekursiven Programmierung zu zeigen. Es wäre viel einfacher, von links nach die Zahlen zusammenzuzählen und eine lange Kette zu bilden.
Paula:
Rainer du hast Recht: es waren die Türme von Hanoi :)
hatte ich völlig vergessen, ist auch schon ein paar Jahre her ^-^
und das Thema war -genau- Rekursion. Dann muss das im ersten Semester ziemlich am Anfang gewesen sein. Er sprach ständig von Rekursion aber ohne das Prinzip zu erklären (er meinte wohl das sei eh klar). Nach einer Weile wagte ein Student aufzustehen und zu fragen was Rekursion sei? Da meinte er nur das sei genau so wie das lateinische Wort sagt. Darauf der Student: ich kann kein Latein. Seine Antwort: das macht nichts, Englisch ist ja wie Latein und Latein wie Englisch, drehte sich um und machte weiter. Das war das erste und letzte Mal dass jemand in der Vorlesung eine Frage gestellt hatte .Nach 4 Semestern hatte die Hälfte der Studenten entnervt aufgegeben...
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln