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DocHoliday:

--- Zitat von: Rainer am 10. Januar 2015, 12:32:28 ---Ich empfehle das deswegen, weil es viele Berichte von Nutzern gibt, die davon erzählen, dass es durchaus schwierig ist, bei 600mm das Tamron ruhig genug zu halten, trotz des Stabis. Das erfordert wohl einige Übung und ich selbst habe das mit anderen Objektiven konkret getestet, ein Monopod ist wirklich eine große Hilfe.

--- Ende Zitat ---

Das hat aber jetzt nicht mit der Größe und dem Gewicht des Tamron zu tun sondern schlicht mit den 600 mm Brennweite. Da reicht jeder kleinste Wackler um das Motiv aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen.

Flicka:

--- Zitat von: Michael am 10. Januar 2015, 11:57:07 ---
--- Zitat von: Flicka am 10. Januar 2015, 11:26:57 ---Technisch bin ich da aber im Moment aber überfragt: Beim Einsatz des 2fach-Telekonverters würde die begehrte Offenblende 2.8 ja zu 5.6. Bliebe denn die Freistellungswirkung der Offenblende erhalten oder wäre die Tiefenschärfe dann auch die einer 5.6?

--- Ende Zitat ---
Stark vereinfacht, ohne zu sehr in die optischen Zusammenhänge einzutauchen, kann man sagen: Der Grad der Freistellung hängt von der zum Zeitpunkt der Aufnahme verwendeten Blende ab. Wenn du also z.B. ein Objektiv mit 2.8er Offenblende auf bspw. 8 od. 11 abblendest, bleibt von dem Effekt, den die 2.8 er Blende diesbezüglich hat, nicht mehr viel übrig.


--- Ende Zitat ---

Das verstehe ich schon.

Meine Frage war, weil ihr die Vorzüge der Offenblende herausgestellt habt, ob denn dieser Vorzug bei der Verwendung des Telekonverter überhaupt erhalten bleibt. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass das nicht so ist - 5.6 ist halt 5.6 - und dass ich mit dem genannten 70-200 bei der Verwendung des Telekonverters keine weitere Freistellung hinbekomme als wenn ich das 100-400 oder das Tamron mit 5.6 verwende.

Aber weil ich mich mit der Wirkungsweise eines Telekonverters im einzelnen nicht auskenne und wir uns hier ja konkret über den Einsatz mit Konverter ausgetaucht haben, dachte ich, da gibt es vielleicht irgendeine Ausnahme und der angegebene Wert entspricht nicht der tatsächlichen Blende.

Michael:


--- Zitat von: Flicka am 10. Januar 2015, 12:40:17 ---5.6 ist halt 5.6 - und dass ich mit dem genannten 70-200 bei der Verwendung des Telekonverters keine weitere Freistellung hinbekomme als wenn ich das 100-400 oder das Tamron mit 5.6 verwende.

--- Ende Zitat ---

Genau so ist das! Der Konverter bekommt von der Physik keine "Ausnahmegenehmigung"  :)
Nur für den Fall, dass Du ohne Konverter unterwegs bist, also im Bereich 70-200, käme die bessere Freistellungsmöglichkeit zum tragen.
Für das ganze Viehzeugs, was weit weg ist und nach langer Brennweite ruft, bietet das dann keinen Vorteil.

Grüße aus der Pfalz,
Michael

Rainer:

--- Zitat von: DocHoliday am 10. Januar 2015, 12:35:14 ---Das hat aber jetzt nicht mit der Größe und dem Gewicht des Tamron zu tun sondern schlicht mit den 600 mm Brennweite. Da reicht jeder kleinste Wackler um das Motiv aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen.

--- Ende Zitat ---

Natürlich, das meinte ich aber auch so. Wobei es auch einige Wirrköppe gibt, die dann noch so weit gehen und sagen, dass das auch die Schuld des hohen Gewichts wäre, weswegen eine leichteres (aber nicht stabilisiertes) Objektiv ebenso gut wäre. Hä?? Das widerspricht wiederum vollkommen meinem Verständnis von Physik und Massenträgheit, aber in so Diskussionsforen hat ja oft jeder seine eigene "Physik."

Da bin ich sowieso immer wieder erstaunt, wieviele Leute in so Fotoforen anscheinend Physiker sind, da werden sämtliche Theorien mit "so ist die Physik" begründet, als wenn sie alle Physik studiert hätten. Wenn ich mich dagegen an meine eigene Schul- und Studienzeit erinnere, dann waren Barabara Mittelbach und ich die beiden einzigen der kompletten Stufe, die überhaupt Physik studiert haben - und das bei ca. 170 Abiturienten. Und auf einmal rennen überall nur noch Phyisiker herum...


--- Zitat von: Michael am 10. Januar 2015, 12:50:57 ---Der Konverter bekommt von der Physik keine "Ausnahmegenehmigung"  :)

--- Ende Zitat ---

Das ist auch richtig so und das ist eigentlich einfachste Geometrie. Was ist die Blendenzahl? Das ist der Quotient aus eingestellter Brennweite (also sagen wir 200mm) geteilt durch den Durchmesser der sog. Pupille, also einfach das "Loch im Objektiv". Nehmen wir mal 40mm Durchmesser der Blendenöffnung, so ergibt sich hier die Blende 5, weil 200:40 = 5 (manche schreiben es übrigens auch konsequent richtig als Kehrwert: f1/5.0).

Und wenn man nun einen "Konverter" vor das Objektiv schraubt, das ist Prinzip nichts anderes als eine weitere Linse, womit man die Brennweite verdoppelt, denn geht Brennweite auf insgesamt 400mm. Das Loch ist aber das gleiche wie vorher, das ändert sich ja nicht und es bleibt bei 40mm. Deswegen hat dieses Gesamtsystem nun die Blende 10.

Flicka:

--- Zitat von: Michael am 10. Januar 2015, 12:50:57 ---

--- Zitat von: Flicka am 10. Januar 2015, 12:40:17 ---5.6 ist halt 5.6 - und dass ich mit dem genannten 70-200 bei der Verwendung des Telekonverters keine weitere Freistellung hinbekomme als wenn ich das 100-400 oder das Tamron mit 5.6 verwende.

--- Ende Zitat ---

Genau so ist das! Der Konverter bekommt von der Physik keine "Ausnahmegenehmigung"  :)


--- Ende Zitat ---

Schade!  :)



--- Zitat von: Rainer am 10. Januar 2015, 13:12:12 ---
Was ist die Blendenzahl? Das ist der Quotient aus eingestellter Brennweite (also sagen wir 200mm) geteilt durch den Durchmesser der sog. Pupille, also einfach das "Loch im Objektiv". Nehmen wir mal 40mm Durchmesser der Blendenöffnung, so ergibt sich hier die Blende 5, weil 200:40 = 5 (manche schreiben es übrigens auch konsequent richtig als Kehrwert: f1/5.0).

Und wenn man nun einen "Konverter" vor das Objektiv schraubt, das ist Prinzip nichts anderes als eine weitere Linse, womit man die Brennweite verdoppelt, denn geht Brennweite auf insgesamt 400mm. Das Loch ist aber das gleiche wie vorher, das ändert sich ja nicht und es bleibt bei 40mm. Deswegen hat dieses Gesamtsystem nun die Blende 10.

--- Ende Zitat ---

Ach, jetzt habe ich echt mal einen Aha-Effekt!  :) Ich habe mir ehrlich gesagt nie Gedanken darüber gemacht, auf was sich die Zahlen der Blende tatsächlich beziehen. Danke für die Erklärung! Wenn ich es richtig verstehe, wird bei einem Zoomobjektiv, bei dem ich von 200mm auf 400 mm zoome, die "Pupille" tatsächlich größer, wenn ich den gleichen Blendenwert beibehalte. Um bei deinem Beispiel Blende 5 während des Zoomens zu "behalten", müsste sich die Pupille von 40mm auf 80 mm erweitern. Jetzt ist mir auch klar, warum die Objektive mit großer Offenblende im Telebereich so "dicker Dinger" sind.  ;)



--- Zitat von: Rainer am 10. Januar 2015, 12:32:28 ---
Ich persönlich würde Dir ggf. dazu empfehlen, wenigstens über ein Monopod nachzudenken. Das könnte exakt die kleine Problemlösung sein, die Du noch suchst. Denn es ist um Welten portabler als ein dickes Stativ, bringt aber durchaus eine erheblich Verminderung der "Wackelei". Man wird ein Monopod nicht für Langzeitbelichtungen einsetzen, das ist klar (obwohl im DSLR Forum irgendso ein Freak herumläuft, der selbst Langzeit mit dem Monopod macht, der klemmt das dann an einen Pfosten oder sonst so etwas), aber ich habe es selbst mal wissen wollen und habe mir von Sirui ein günstiges Monopod gekauft - das bringt gerade bei den großen Brennweiten eine deutlich sichtliche Beruhigung im Sucher. Und, wie angedeutet, mit zusätzlicher Unterstützung durch Pfosten, einen Baum oder sonst ein festes Hilfsmittel, kann man die Kamera mindestens für ein paar Sekunden vollkommen beruhigen.


--- Ende Zitat ---

Ja, an ein Monopod hatte ich auch schon gedacht. Ich habe sogar noch ein günstiges zuhause rumliegen, mit dem ich probieren könnte. Schon um das Gewicht mal von Nacken und Armen wegzubekommen, wäre es sinnvoll.

Ich kann aber im Moment überhaupt nicht einschätzen, ob und in welchen Situationen ich es überhaupt sinnvoll einsetzen könnte, so dass die Anforderung erst mal dahin geht, dass Aufnahmen aus der Hand gemacht werden können.

Eine Tour im Urlaub wird so ablaufen, dass verschiedene Plattformen an einem Fluss angefahren werden, von denen aus man dann hoffentlich Grizzlys erspähen kann. Da könnte ich möglicherweise sogar ein richtiges Stativ einsetzen, ein Monopod müsste aber auf jeden Fall gehen.

Eine andere Tour, die ich machen werde, wird so ablaufen, dass mit einem kleinen Boot ohne viel Tiefgang der flache Uferbereich abgefahren wird und man die Bären vom Boot aus sieht. Auf der Homepage des Veranstalters stand der Hinweis, man könne evtl. ein Monopod aus dem Boot heraus ins Wasser stellen, aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob das tatsächlich eine realistische Möglichkeit ist. Und ich befürchte, dass ein Monopod, das man im Boot aufstellen würde, eher noch zu mehr Unruhe führt als das Anvisieren aus der Hand.

Was ich auch schon gesehen habe, ohne mich jetzt aber näher damit beschäftigt zu haben, sind diese Schulterstützen für Kameras. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die eher für Männer konstruiert sind und man als Frau Schwierigkeiten haben könnte, sie unter, über oder um die Oberweite zu schnallen.  ;)

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