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Neue Vergabekriterien für Hotelsterne in Europa

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Andrea:
Ich habe in D mal in einem vermeintlichen 3Sterne Haus übernachtet: Kein Aufzug (nicht schlimm, da es nur den bis in den ersten Stock ging), abgewohnt, fleckiger Teppich, schimmelige Duschkabine, kaputte Fliesen, entsetzlich durchgelegene Matrazen, einige die Lampen gingen nicht... Ich glaube, der Fernseher hatte nicht einmal eine Fernbedienung  ;)

Ja, ich lese auch auf Hotelbewertungsportalen, wobei man da genau lesen und filtern muss. Aber es hilft einen Eindruck zu verschaffen. Was wir allerdings auch tun: Wir schauen uns die Gegend mit Google an. So wussten wir beispielsweise, dass wir in SLC in einer Gegend schlafen würden, die von Firmen wie Autohäusern etc. geprägt ist. Das Super 8 dort war super, sogar mit großem Frühstücksbuffet. In Fresno dagegen erkannten wir, dass die Gegend wohl eher abgerissen ist und dass man da auch Zimmer stundenweise mieten kann... Das haben wir dann direkt wieder storniert.

Angenommen ich wollte in Spanien oder der Türkei Urlaub machen: Vermutlich würde ich da auch nach Sternen schauen, aber auch vergleichen, wie viele Sterne denn dort so die Hotels im Schnitt haben. Wenn 3 Sterne unterster Standard zu sein scheint, dann würde ich vermutlich nichts mit 2 Sternen buchen. So fiele etwa Michaels Unterkunft in Asturien raus... Aber wenn 3 Sterne dort nur selten auftauchen würden, dann hätte ich schon fast Angst, dass es bei drei Sternen dort eine Kleiderordnung gibt  ;)

In Schottland gibt es übrigens für Campingplätze das Distelsymbol...

Flicka:
Ich habe mal überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass die Hotelsterne bei der Auswahl bei mir schon eine Rolle spielen. Aber weniger als Kriterium dafür, ob das Hotel in Betracht kommt oder nicht, sondern als Grundlage dafür, wie ich die Bewertungen des Hotels einzuschätzen habe. Wenn beispielsweise bei einem 2-Sterne-Hotel die Kritiken von dem großen Badezimmer und der schönen Ausstattung des Zimmers berichten, dann weiß ich, dass ich dennoch keinen Wellnesstempel und keine Designer-Möbel zu erwarten habe. Bei einem 5-Sterne-Haus hätte ich bei den gleichen Kritiken durchaus höhere Erwartungen.

Birgit:
Na ja, ich frage mich schon manchmal, wie oft diese Kontrollen durchgeführt werden.

Ich bin ja manchmal dienstlich in Sonneberg, wo im Grunde alle Unterkünfte das leiche Niveau haben. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass seit der Verteilung der vielen Drei-Sterne-Einstufungen nichts mehr passiert ist: Teppiche, deren Grundfarbe man kaum noch erkennt, absolut durchgelegene Matratzen, seit 15 bis 20 Jahren nicht mehr renovierte Bäder. Und ich vermute mal, in keinem der Zimmer ist ein defekter Fön ausgetauscht worden. Irgendwie ist da alles so auf dem Stand von Anfang der 90er.

Will damit sagen: Wenn Sterne in erster Linie nach Größe des Zimmers und des Betts oder unter dem Aspekt verteilt werden, ob ein Fön und eine Möglichkeit rund um die Uhr Getränke zu kaufen vorhanden sind, vergeben werden, dann ist mir bei fehlenden Nachkontrollen des allgemeinen Standards oftmal eine nette neu eingerichtete Pension ohne Sterne lieber als ein Vier-Sterne-Hotel, das vor 15 Jahren zertifiziert wurde und in dem seitdem nichts mehr gemacht wurde.

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