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Allgemeines => Reiseberichte => Thema gestartet von: Horst am 24. Oktober 2025, 14:53:21
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Roadtrip Schweiz Sommer 2025
Im August 2025 war ich für eine Woche für einen Solo-Kurztrip im nordöstlichen Teil der Schweiz unterwegs.
Diesmal sollten einerseits Ziele ins Programm, die in den letzten Jahren bei zwei vorhergehenden Reisen in die Schweiz nicht geklappt hatten und andererseits einige Ziele die, abseits der großen Besucherströme, auch für die nötige Entspannung sorgen.
1.Tag, So.17.8.2025
Vom Norden Bayerns geht es in der Nähe des Bodensees zunächst über die Grenze nach Österreich und dann hinüber in die Schweiz.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559599/DSC02518.jpg)
Nach knapp 5 Stunden Fahrt erreiche ich nicht nur den Schweizer Kanton Glarus und blicke auf die Berge der Glarner Alpen, sondern erreiche auch das Ufer des Klöntalersees.
Der der 5km lange Klöntalersee ist ein durch eine Sackung von der südlichen sowie einen Bergsturz von der nördlichen Talflanke entstandener Natursee, der mit einem Damm zu einem Stausee aufgestaut wurde.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559600/DSC02528.jpg)
Ursprünglich als Attraktion für Hotelgäste verkehrten von 1892 bis in die 1950er-Jahre verschiedene Dampfschiffe auf dem See.
Seit 1908 wird der Klöntalersee für die Gewinnung von Elektrizität genutzt. Es handelt sich um den ältesten größeren Speichersee der Schweiz.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559602/DSC02536.jpg)
Ich halte an einigen Stellen des Sees für ein paar Aufnahmen aber am "wertvollsten" ist letztendlich dann diese Aufnahme vom westlichen Ende des Sees. Die 10 Minuten die ich dort für das Foto auf einem Parkplatz stand und noch keine Schweizer Münzen für den Automaten hatte (und somit kein Parkticket gezogen hatte), kosteten mich letztendlich 40 Schweizer Franken.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559603/DSC02541.jpg)
Nachdem ich danach gleich mal nach einem Geldautomaten Bargeld gezogen hatte und in einer Tankstelle Münzen organsiert hatte, halte ich südlich von Luchsingen am 120m hohen Diesbachfall.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559608/DSC02573.jpg)
Die Klausenpassstraße (Nr.17) führt mich nach Süd-Westen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559607/DSC02568.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559604/DSC02546.jpg)
Nachdem die Straße etwas an Höhe gewonnen hat, lohnt sich ein Stopp an der Strecke am Berglistüberwasserfall.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559606/DSC02550.jpg)
Eindrucksvoll hat sich der Fätschbach ein junges Bett in den Kalkstein eingefressen, um in drei Wasserfällen vom Urnerboden auf 1200 m in die Talsohle der Linth bei 720 m zu stürzen. Bereits 1897 wurde der mittlere dieser drei Fälle, der «Berglistüber» mit einer Fallhöhe von 44m als einer der schönsten Wasserfälle der Schweiz beschrieben.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559605/DSC02554.jpg)
Immer wieder etwas Besonderes, wenn man bei einem Wasserfall hinter den Vorhang treten kann.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559610/DSC02588.jpg)
In schönen Kehren schraubt sich die Straße Nr.17 in die Höhe.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559613/DSC02600.jpg)
Schließlich ist bei 1952 Höhenmetern der Klausenpass erreicht.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559612/DSC02606.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559611/DSC02610.jpg)
Von der Passstraße blickt man hinab zum 100m hohen Stäubifall.
Die Straße führt hinab zum Vierwaldstättersee und in den Kanton Schwyz.
Entlang am Ostufer des Urner Sees, der Teil des Vierwaldstätter Sees ist, fahre ich zu meiner Unterkunft hinauf nach Morschach.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559614/DSC02615.jpg)
In Morschach kann man auf einem Spazierweg oberhalb des Urner/Vierwaldstätter Sees den Blick auf den wohl populärsten See der Schweiz werfen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559616/DSC02621.jpg)
Auf einer Uferlänge von 144km erstreckt sich der See über 4 Kantone und genießt mit seiner fjordähnlichen Landschaft hohe Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559629/DSC02792.jpg)
Meine Unterkunft ist das B&B Mattli Hotel im Antoniushaus einem Seminarhotel der Franziskanischen Gemeinschaft der Schweiz.
Das Hotel wirbt damit , die schönste Aussichtsterasse der Schweiz sein eigen zu nennen und ja, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559617/DSC02625.jpg)
... die ist wirklich nicht schlecht.
U: B&B Hotel Mattli, Morschach
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Bei der Schweiz bin ich gerne mit dabei, mal sehen, wieviel Neues und wieviel Bekanntes dabei ist, ich vermute mal überwiegend erstes.
Nach der langen Anreise, wenn man sich nicht abwechseln kann beim Fahren, noch ein ganz schön strammes Besichtigungsprogramm absolviert, aber die Wasserfälle sehen alle sehr beeindruckend aus und haben sogar im August noch viel Wasser. Ärgerlich mit dem Parkticket, da konnte man nur bar bezahlen, die Schweizer sind doch sonst so digital?
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:adieu: Da spring ich auch gleich mit auf
Ärgerlich mit dem Parkticket gleich am ersten Tag und die langen ganz schön hin bei fehlendem Ticket.
Ansonsten ein toller Start, herrliche Wasserfälle, tolle Landschaften und wirklich eine Superaussicht von der Terrasse des Hotels :thumb:
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Ärgerlich mit dem Parkticket, da konnte man nur bar bezahlen, die Schweizer sind doch sonst so digital?
Ob man an dem Parkplatz auch digital hätte bezahlen können weiß ich jetzt gar nicht mehr - wahrscheinlich schon.
Da entsteht aber schon mal das nächste Problem - mobiles Internet in der Schweiz und Deine Frage nötigt mir einen kleinen Exkurs zum Thema Telefontechnik im Nicht-EU-Ausland ab - obwohl ich sicher auch kein Top-Experte auf dem Gebiet bin. ;)
Nach dem letzten Schweizbesuch und der digitalen Totalkatastrophe mit meinem Anbieter in Deutschland von dem ich ein Auslandspaket für die Schweiz gekauft hatte (https://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,2037.msg52695.html#msg52695), hatte ich mich dieses Mal für eine eSIM entschieden, die für nahezu alle Länder recht preiswert funktioniert und die man aufladen kann ( https://esim.sm/en/global-esim ). Letzteres kann ich prinzipiell absolut weiterempfehlen. Vorteil, man organisiert sich einmal diese eSIm und automatisch wenn man ins Ausland kommt und die eSIM auf dem Handy aktiviert, bucht sie sich kostengünstig in ein geeignetes Netz vor Ort ein und bucht das vom hochgeladenen Guthaben ab, solange eben Guthaben drauf ist und das verfällt nicht und kann die nächsten Reisen für diverse Nicht-EU Einsätze genutzt werden.
Problem ist nur, und das sollte ich im Verlauf dieser Reise noch erleben, für zumindest eine prominente Schweizer Park-App, wo ich das ausprobieren wollte (musste), hat die App eine Telefonnummer verlangt an die sie eine SMS schicken konnte. Das geht mit der Daten-eSIM von Global eSIM nicht (Whatsapp Anrufe oder ähnliches natürlich schon). Dazu braucht man eine eSIM die eine Telefonnummer hat. Das war mir aber prinzipiell nicht wichtig, da ich sonst nur mit z.B. WhatsApp oder Satellite nach zu Hause telefoniert habe und dafür reicht die Daten-SIM ja völlig. Da ich meine eigene SIM von Deutschland nicht aktivieren wollte (wer sich fragt warum kann mal hier (https://www.verivox.de/handy/nachrichten/roaming-falle-schweiz-bis-zu-10-euro-fuer-den-versand-eines-fotos-1121223/)reinlesen) hatte ich da dann ein Problem ... doch dazu im Verlauf der Reise wie geschrieben noch der entsprechende Fall dazu.
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Hallo Horst,
bin auch an Bord :adieu:.
Nach dem letzten Schweizbesuch und der digitalen Totalkatastrophe mit meinem Anbieter in Deutschland von dem ich ein Auslandspaket für die Schweiz gekauft hatte (https://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,2037.msg52695.html#msg52695), hatte ich mich dieses Mal für eine eSIM entschieden, die für nahezu alle Länder recht preiswert funktioniert und die man aufladen kann ( https://esim.sm/en/global-esim ). Letzteres kann ich prinzipiell absolut weiterempfehlen. Vorteil, man organisiert sich einmal diese eSIm und automatisch wenn man ins Ausland kommt und die eSIM auf dem Handy aktiviert, bucht sie sich kostengünstig in ein geeignetes Netz vor Ort ein und bucht das vom hochgeladenen Guthaben ab, solange eben Guthaben drauf ist und das verfällt nicht und kann die nächsten Reisen für diverse Nicht-EU Einsätze genutzt werden.
Die Esim.sm aus San Marino nutze ich auch außerhalb der EU. Das Unternehmen ist mir lieber als Airolo usw., da der Firmensitz in Europa und nicht irgendwo in Asien ist. Aber ich kaufe die immer nur für das jeweilige Land bzw. die Regionen (mit begrenzter Zeit und Datenvolumen) und nehme nicht die globale Esim.
Problem ist nur, und das sollte ich im Verlauf dieser Reise noch erleben, für zumindest eine prominente Schweizer Park-App, wo ich das ausprobieren wollte (musste), hat die App eine Telefonnummer verlangt an die sie eine SMS schicken konnte. Das geht mit der Daten-eSIM von Global eSIM nicht (Whatsapp Anrufe oder ähnliches natürlich schon). Dazu braucht man eine eSIM die eine Telefonnummer hat.
Die Esim ist doch an deine Handynr. gekoppelt :gruebel:. Man gibt doch beim Kauf die Handynummer an. Werden die SMSen nicht auch digital über ein Google Konto verschickt?
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Hallo Horst,
die Bilder aus der Schweiz schauen ja toll aus, da springe ich auch noch an Bord.
Das Theater mit der esim klingt ja anstrengend. Bisher hatte ich keine sondern habe meinen Glocalme Router verwendet, ich merke mir erstmal dass das für die Schweiz weiterhin eine gute Idee ist (bisher habe ich ihn nur in USA benutzt). Eigentlich wäre mir eine esim lieber, da muss ich nicht noch ein Gerät mit mir rumschleppen...
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Prinzipiell ist die eSIM auch top.
Im nachhinein hätte ich mir die Parkapp(s) schon in D organisieren sollen dann wäre alles ok gewesen aber mein Trip war auch etwas kurzfristig.
Empfehlenswert scheint hier vor allem https://parkingpay.ch/ und eventuell noch https://www.easypark.com/de-ch.
Mit den beiden im Vorfeld als App installiert ist man auch mit eSIM safe.
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Die Esim ist doch an deine Handynr. gekoppelt :gruebel:. Man gibt doch beim Kauf die Handynummer an. Werden die SMSen nicht auch digital über ein Google Konto verschickt?
Beim bestellen der Global-eSIM wurde keine Handynummer bei mir abgefragt. Die könnte man also auch z.B. auf einem Tablet nutzen, wo man keine Telefon-SIM hat.
Mit dem Google-Konto hatte das bei mir auch nichts zu tun. Ich habe einen Account bei denen gemacht und die eSIM installiert. Bis hierhin ist ja noch alles kostenlos.
Erst wenn man Guthaben auflädt kostet es was - habe ich dann per Kreditkarte oder Paypal bezahlt.
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Beim bestellen der Global-eSIM wurde keine Handynummer bei mir abgefragt. Die könnte man also auch z.B. auf einem Tablet nutzen, wo man keine Telefon-SIM hat.
Ah ok, das ist der Unterschied. Wenn man je Land ein zeitlich begrenztes Datenpaket kauft, dann muss die Mobilnummer angegeben werden.
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Ach je, daran habe ich gar nicht gedacht, dass die Schweiz ja nicht in der EU ist und damit auch das EU Roaming nicht gilt, könnten die eigentlich mal einführen, in Norwegen z.B. gilt das ja auch und ich meine auch in GB, obwohl sie nicht mehr in der EU sind.
Ich war zuletzt in den "Vor-Internet-dauernd-verfügbar-haben-müssen" Zeiten außerhalb der EU und das ist ein weiterer Punkt, weshalb ich auf solche Reisen immer weniger Lust habe.
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2.Tag, Mo.18.8.2025
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559632/DSC02631.jpg)
Das autofreie Stoos, ist der Hausberg der Gemeinde Morschach, für mich aber nur eine Zwischenstation, den man per Seilbahn wie ich von Süden (Morschach) oder Norden (Dorf Schwyz) erreichen kann. In Stoos angekommen gehe ich etwa 20 Minuten weiter zur nächsten Bahn, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559633/DSC02648.jpg)
... diesmal ein Sessellift, der mich am frühen Morgen hinauf zum Klingenstock führt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559631/DSC02647.jpg)
Schon zweimal wollte ich die Tour Klingenstock – Fronalpstock während einer Schweizreise erleben aber einmal das Wetter und einmal die noch zu frühe Jahreszeit (Juni) sorgten dafür, dass es beim Wunsch blieb.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559630/DSC02645.jpg)
Die Gratwanderung zwischen diesen beiden Gipfeln gilt als eine der schönsten in den Schweizer Bergen, weshalb ich mich darauf auch besonders freue.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559634/DSC02659.jpg)
Die mittelschwere Tour beginnt für mich am Klingestock auf 1926m über dem Meer und ist mit durchschnittlich 3 Stunden angegeben. Ziel ist der Fronalpstock, den man auch schon aus der Ferne erkennen kann (ganz rechts im Bild).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559636/DSC02661.jpg)
Die Wegstrecke beträgt vier Kilometer, es sind 380 Höhenmeter im Auf- und 400 im Abstieg zu überwinden.
Der Weg geht selten eben voran. Meistens führt er in auf und ab zur nächsten Kuppe.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559635/DSC02660.jpg)
Weit schweift der Blick über die Schwyzer Berge.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559638/DSC02670.jpg)
Der Urnersee kommt als erster blauer Tupfer des Vierwaldstättersees in den Blick.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559637/DSC02672.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559640/DSC02687.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559641/DSC02698.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559639/DSC02675.jpg)
Irgendwann erfolgt ein größerer Abstieg ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559643/DSC02702.jpg)
... und ein markanter Aufstieg
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559642/DSC02710.jpg)
Die letzte Etappe führt an weiteren Aussichtsmöglichkeiten auf die Seenlandschaft des Vierwaldstättersees vorbei.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559645/DSC02716.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559644/DSC02714.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559646/DSC02719.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559647/DSC02723.jpg)
Schließlich erreiche ich den Fronalpstock auf 1921 Höhenmeter.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559648/DSC02727.jpg)
Von hier genießt man den besten Blick auf den Vierwaldstättersee.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559649/DSC02733.jpg)
Nach einem kleinen Einkehrschwung geht es mit der Bergbahn über den Ort Stoos zurück nach Morschach.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559651/DSC02738.jpg)
Mit dem Auto fahre ich weiter ins Muotatal nach Südosten und zur Sahli Bergbahn, die hinauf zur Glattalp auf 1852m führt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559652/DSC02741.jpg)
Oben angekommen beginnt der Weg ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559650/DSC02747.jpg)
... zum malerischen Glattalpsee, der schnell in den Blick kommt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559655/DSC02749.jpg)
Der See kann umrundet werden.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559656/DSC02782.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559653/DSC02759.jpg)
Man trifft hier oben nur auf sehr wenige andere Besucher, ein Naturjuwel in absolut entspannter Atmosphäre.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559657/DSC02788.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559654/DSC02781.jpg)
Am späten Nachmittag geht es zurück ins Hotel nach Morschach.
B&B Hotel Mattli, Morschach
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die Bilder von der Gratwanderung sehen toll aus, aber bei dem Gedanken einen solchen Weg gehen zu müssen bricht mir der Angstschweiß aus :schreck:
die Wanderung um den See wäre aber genau das richtige für mich, idyllischer als der Glattalpsee geht es ja kaum. Fehlen eigentlich nur ein paar Blümchen auf der Wiese. Du warst doch im Hochsommer unterwegs, die Wiesen waren ja bei beiden Wanderungen "nur" grün, eigentlich erstaunlich, gibt es eine "Baumgrenze" für Wiesenblumen?
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Du warst doch im Hochsommer unterwegs, die Wiesen waren ja bei beiden Wanderungen "nur" grün, eigentlich erstaunlich, gibt es eine "Baumgrenze" für Wiesenblumen?
Meines Wissens blühen die meisten Blumen in den Bergregionen bis ca. 1500 Höhenmeter. Darüber gibt es einige wenige angepasste Blumen (z.B. das Edelweiss) die ihre Pracht aber in kürzeren Perioden zeigen als die Blumen in den tieferen Lagen.
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Zwei tolle Wanderungen sind das und eine schöne Kombination an einem Tag, weil sie so unterschiedlich sind.
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3.Tag, Di.19.8.2025
Am Morgen verlasse ich Morschach und fahre entlang am Vierwaldstättersee nach Westen bis Alpnachstad.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559661/DSC02795.jpg)
Es geht wieder hoch hinauf und diesmal auf den vielleicht prominentesten Berg am Vierwaldstättersee - den Pilatus.
Es gibt zwei Bahnen hinauf auf den Berg, eine Zahnradbahn und von der Rückseite des Berges auch eine Gondel.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559660/DSC02798.jpg)
Von Alpnachstadt erreicht die 1889 in Betrieb genommene, steilste Zahnradbahn der Welt, in rund 30 Minuten Fahrzeit bis zu 48% Steigung.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559670/DSC02844.jpg)
Sie erklimmt Meter für Meter den Weg von Alpnachstad hinauf ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559669/DSC02845.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559662/DSC02815.jpg)
... zu Pilatus Kulm auf 2128 Höhenmeter, was einer Höhendifferenz von 1635m entspricht.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559659/DSC02801.jpg)
Oben angekommen blicke ich zunächst vom Drachenweg auf die Gondel „Dragonride“, die alternativ von Fräkmüntegg nach oben schwebt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559668/DSC02843.jpg)
Vom Gipfel des "Oberhaupt", der in wenigen Minuten erreicht ist, geht der Blick im Gegenlicht zum Vierwaldstättersee.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559666/DSC02838.jpg)
Ein kurzer Aufstieg führt auf den Gipfel des "Esel", ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559663/DSC02824.jpg)
... der heute neben der tollen Aussicht ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559667/DSC02833.jpg)
... auch einen Alphornbläser im Programm hat.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559665/DSC02828.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559664/DSC02820.jpg)
Blick vom Esel auf Oberhaupt (vorne rechts) und Tomlishorn (hinten links).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559691/PilatusMap.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559671/DSC02846.jpg)
Schließlich kann man auf einem schönen Panoramaweg ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559674/DSC02865.jpg)
... zum Tomlishorn gehen und so den Aufenthalt am Pilatus am intensivsten genießen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559672/DSC02849.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559673/DSC02858.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559676/DSC02881.jpg)
Von Alpnachstad geht es zu einem weiteren Ziel das am Vierwaldstättersee bisher wetterbedingt nicht möglich war – das Tal von Engelberg.
Der berühmte Skiort ist auch im Sommer sehenswert.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559675/DSC02887.jpg)
Der touristisch überlaufene Tittlisgletscher auf 3200m, auf dem sich meist Heerscharen von Asiaten tummeln, reizt mich weit weniger ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559677/DSC02884.jpg)
... als die Fahrt mit der Bergbahn ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559678/DSC02889.jpg)
... hinauf zum Trübsee.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559679/DSC02900.jpg)
Hier verlaufen sich die Besucher auf den Wegen um den See und man hat wieder viel Raum und kaum das Gefühl an einem touristischen Hotspot zu sein.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559680/DSC02905.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559681/DSC02912.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559682/DSC02937.jpg)
Den See (der auch einiges an Wasser eingebüßt hat) ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559686/DSC02947.jpg)
... und auf einer Höhe von 1763m liegt, kann man in 2 Stunden bequem ohne große Höhenunterschiede umrunden.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559685/DSC02950.jpg)
Ein wirklich schöner Weg, der viele wundervolle Motive bietet.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559684/DSC02955.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559689/DSC02957.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559688/DSC02961.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559683/DSC02915.jpg)
Natürlich richtet man auch mal den Blick hinauf zum Tittlis Gletscher (im Hintergrund).
Am späten Nachmittag fahre ich aus dem Tal wieder nach Norden an den Vierwaldstättersee nach Stans ins Hotel.
Ü: Tailormade Hotel Stans Süd, Stans
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Du warst doch im Hochsommer unterwegs, die Wiesen waren ja bei beiden Wanderungen "nur" grün, eigentlich erstaunlich, gibt es eine "Baumgrenze" für Wiesenblumen?
Meines Wissens blühen die meisten Blumen in den Bergregionen bis ca. 1500 Höhenmeter. Darüber gibt es einige wenige angepasste Blumen (z.B. das Edelweiss) die ihre Pracht aber in kürzeren Perioden zeigen als die Blumen in den tieferen Lagen.
interessant, das wußte ich nicht. Ich dachte Blumen gibt es überall wo Gras wächst. In den Bayerischen Voralpen ist man halt nicht so hoch, da gibt es immer Wiesenblumen.
Die Wanderung um den Trübsee hätte mir wieder sehr gefallen, alles wo man keinen Abhang sieht...
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Auch hier bin ich gerne dabei :)
Als ich vor 2 Jahren in der Schweiz war, gab es viele Blumen, auch oberhalb von 1.500 m - allerdings war ich im Juni unterwegs.
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Was für ein beeindruckender Blick vom Pilatus, aber dass da gleich zwei so riesige Hotels hingebaut wurden - verschönert die Landschaft nicht gerade.
Der Trübsee (was für ein negativer Name) war dann das Gegenteil, so richtig schön idyllisch.
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4.Tag, Mi.20.8.2025
Wie angekündigt ist das Wetter heute kühl und feucht. Dazu wabern Nebelschwaden um und auf dem Vierwaldstättersee. Was macht man an so einem Tag?
Auf Museen, Shoppen & Co habe ich wie üblich keine Lust und fahre dafür zum Bürgenstock, der nach gut 10 Minuten erreicht ist.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559754/DSC02975.jpg)
Vom Parkplatz erreiche ich nach wenigen hundert Meter den Beginn des Felsenwegs, der mit traumhaften Ausblicken auf den Vierwaldstättersee aufwarten soll.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559753/DSC02977.jpg)
Die Aussichten muss ich mir heute wirklich erträumen, den in der Nebelsuppe ist man schon froh, wenn man den See überhaupt von hier oben vom Bürgenstock erkennen kann.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559756/DSC02985.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559770/DSC03028.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559755/DSC02978.jpg)
Der Begriff „Stock“ ist in der Schweiz nicht selten. Vorgestern wanderte ich ja vom Klingenstock zum Fronalpstock.
Was ist also ein Stock? Das Internet weiß dazu:
Ein Stock im Sinne der Geologie ist eine größere, unregelmäßig geformte, relativ homogene Gesteinsmasse, die mit steilen Kontakten als Fremdkörper andere Gesteine durchstößt oder in diesen eingebettet ist. Der Begriff ist eng verwandt mit der geomorphologischen Bezeichnung Bergstock, denn oft wird eine solche Felsmasse durch Verwitterung herausgearbeitet, und bildet dann einen mehr oder weniger steil aufragenden Berg, oder, wenn sie besonders groß ist, ein ganzes Bergmassiv.
Von Luzern aus gesehen hat der Bürgenberg die typische Bergform eines Stocks. Mit diesem Begriff werden vor allem in der deutschsprachigen Schweiz zahlreiche Berge bezeichnet, deren Gipfel eine gegenüber dem umgebenden Relief deutlich abgesetzte Form haben.
Kurz zusammengefasst – ein Stock ist ein Berg der sich optisch von seiner Umgebung abhebt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559757/DSC02983.jpg)
Auch wenn man heute auf die tollen Aussichten auf das Panorama des Vierwaldstättersees und seine umgebenden Berge verzichten muss gefällt mir der Weg recht gut.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559761/DSC02997.jpg)
Die nebelige Atmosphäre hat etwas Mystisches.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559760/DSC02995.jpg)
Auch der eine oder andere kurze Tunnel ist zu durchqueren.
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Highlight ist dabei ein kleiner Urwald, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559763/DSC03005.jpg)
... dessen Baumriesen im Nebel eine fast unwirkliche Stimmung erzeugen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559766/DSC03008.jpg)
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Auf dem Weg passiert man auch den 152,8m hohen Hammetschwand-Lift. Den höchst gelegenen freistehenden Außenlift Europas.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559765/DSC03021.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559771/DSC03034.jpg)
Der Weg führt wieder durch den einen oder anderen Tunnel und am Aussichtspunkt Känzeli (an dem man heute gar nichts sieht) drehe ich um und laufe die Strecke zurück.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559769/DSC03032.jpg)
Ein letzter Blick auf den See bzw. auf das was es heute davon zu sehen gibt.
Den Rest des Tages verbringe ich mit Planen der nächsten Tage – denn morgen verlasse ich den Vierwaldstättersee in Richtung Süden.
Ü: Tailormade Hotel Stans Süd, Stans
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den Lift bist du also nicht gefahren? Fährt man den hoch um runter zu schauen (das lohnt sich natürlich nur bei besserem Wetter) oder geht da eine Wanderung weiter?
Ich fand die Stimmung übrigens sehr schön! Wobei ich wahrschenlich schon bei "Museen, Shoppen & Co " gelandet wäre ;D
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Auch hier werde ich nun mit einsteigen bzw. eher hinterherfahren. Mit unserem zweiten Schweiztrip hatten wir ja kein Glück, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Da kommen ein paar weitere Anregungen gelegen.
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den Lift bist du also nicht gefahren? Fährt man den hoch um runter zu schauen (das lohnt sich natürlich nur bei besserem Wetter) oder geht da eine Wanderung weiter?
Ich fand die Stimmung übrigens sehr schön! Wobei ich wahrscheinlich schon bei "Museen, Shoppen & Co " gelandet wäre ;D
Beides. Oben hat man (angeblich - ich war ja nicht oben) eine tolle Aussicht und auch die Wanderung kann man vom oberen Liftzugang weiter führen und auf einer Runde wieder auf den unteren Weg gehen, auf dem ich war.
(https://www.raonline.ch/images/hike/map/nw_buergenstockM19004.gif)
Ich war vom Bürgenstock-Resort auf dem Felsenweg bis zum Känzeli unterwegs. Vom Känzeli hätte man dann wieder auf einem oberen Weg über den oberen Zugang Hammetschwand-Lift zum Resort zurück kehren können oder eine andere Variation wählen.
Auch hier werde ich nun mit einsteigen bzw. eher hinterherfahren. Mit unserem zweiten Schweiztrip hatten wir ja kein Glück, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Da kommen ein paar weitere Anregungen gelegen.
Hallo Susan,
ich denke da könnten noch ein paar Anregungen folgen. :)
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Immerhin hast du den See überhaupt hin und wieder gesehen, aber einige Ansichten sind auch mystisch und du warst dort wohl praktisch alleine unterwegs, das wäre bei Sonne sicher anders gewesen.
Ich hätte wohl Museen und Shoppen bzw. durch die Stadt bummeln vorgezogen, da es dort ja die Möglichkeit gibt, in Finnland diesen Herbst hatte ich auch die ein oder andere "mystische" Wanderung, da gab es aber keine Alternativen (außer in der Unterkunft bleiben), aber es hat sogar trotzdem Spaß gemacht, das war bei dir ja sicher auch der Fall.
Der Lift senkrecht nach oben ist heftig, ich dachte erst, das Bild wäre versehentlich im Hochformat :schreck:
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Ich hätte wohl Museen und Shoppen bzw. durch die Stadt bummeln vorgezogen, da es dort ja die Möglichkeit gibt, in Finnland diesen Herbst hatte ich auch die ein oder andere "mystische" Wanderung, da gab es aber keine Alternativen (außer in der Unterkunft bleiben), aber es hat sogar trotzdem Spaß gemacht, das war bei dir ja sicher auch der Fall.
Museen wären prinzipiell denkbar aber da muss es schon ein besonderes Thema sein, damit es mich auf einer Reise lockt.
Shoppen macht mir generell eigentlich nur in Buchhandlungen, Musikläden und Baumärkten Spaß. ;)
Ich erinnere mich an eine Reise Mitte der 90er Jahre quer durch Westkanada wo ich mit einem Freund unterwegs war und wir wohl durchschnittlich jeden 3.Tag in einem CD-Laden waren.
Das waren noch Zeiten. :D
Heute in Zeiten des seelenlosen Downloads, gibt es solche "Musiktempel" ja eigentlich nicht mehr.
Dagegen Klamotten kaufen, steht bei mir auf einer Stufe mit dem Besuch beim Zahnarzt. ;)
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Ich hätte wohl Museen und Shoppen bzw. durch die Stadt bummeln vorgezogen, da es dort ja die Möglichkeit gibt, in Finnland diesen Herbst hatte ich auch die ein oder andere "mystische" Wanderung, da gab es aber keine Alternativen (außer in der Unterkunft bleiben), aber es hat sogar trotzdem Spaß gemacht, das war bei dir ja sicher auch der Fall.
Dagegen Klamotten kaufen, steht bei mir auf einer Stufe mit dem Besuch beim Zahnarzt. ;)
So ähnlich ist es bei mir inzwischen auch, mit Ausnahme von Wanderklamotten und -zubehör. Aber so ein Stadtbummel mit Schaufenster gucken und gemütlich Kaffeetrinken kann schon nett sein.
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Durchaus eine schöne Wanderung. Okay, das Wetter hätte für Ausblicke besser sein können, ansonsten haben besonders die Bilder mit Wald etwas märchenhaftes. Würde ich zumindest dem Shopping vorziehen ;)
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5.Tag, Do.21.8.2025
Auch heute fällt dem Wetterbericht außer Regen nichts anderes ein.
Dafür gibt’s den Regen dann in allen Varianten. Schon beim Einladen der Koffer in das Auto – absolut unterirdisches Wetter.
Also – ein verlorener Tag – ich hoffe nicht!
Unterirdisch? Warum nicht!
Google Maps (der in der Schweiz schon auch mal einen wenn auch seltenen Aussetzer hat und irgendein Nirvana ansteuert) führt mich nach Süden und am Brienzer See vorbei zum Thuner See. Unterhalb des Beatenbergs biege ich auf einen Parkplatz ein, der natürlich kostenpflichtig ist. Da ich ja schon „Lehrgeld“ in Sachen Parkplatzstrafticket in der Schweiz bezahlt habe und extra noch ein paar Münzen aufgehoben habe, sollte das ja kein Problem geben. Ich checke mein Münzvermögen – 6,90 Schweizer Franken – das sollte reichen.
Ich nähere mich dem Parkautomaten – oh – 7 Franken … kann doch nicht sein …
Karte nimmt er nicht. Ich lade mir die nötige Park-App herunter während der strömende Regen an meiner Regenjacke herunterläuft. Jetzt möchte die Park-App, dass ich meine Handynummer eingebe um mir eine Bestätigungs-SMS senden zu können. Autsch. Ich habe extra wegen den teuren Roaminggebühren meine Handy-SIM deaktiviert nachdem ich von Leuten gelesen hatte, dass die zu Hause Rechnungen über 200€ bekommen haben für gar nicht mal lange Gespräche.
Alternativ hatte ich mir eine eSIM mit Auflade-Guthaben organisiert was übrigens top funktioniert hat. Ich scheue mich also davor, die Handy-SIM nur wegen der App zu aktivieren. Bleibt mir nichts anderes übrig andere Parkplatzbesucher um eine Münze anzuhauen (komme mir wie ein Tippelbruder vor). Ein Japaner erbarmt sich dann dem ich zwei Euro für einen Schweizer Franken gebe.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559855/DSC03043.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559854/DSC03045.jpg)
So kann ich endlich weiter zu meinem heutigen Tagesziel und dabei geht es zum Beatenberg, bzw. dem Niederhornmassiv – einem Teil des des Beatenbergs und mit einem hübschen Wasserfall garniert.
Das eigentliche Ziel für mich im Beatenberg ist eine Höhle – also perfekt für den heutigen Schlechtwettertag.
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Vom Eingang der Höhle hier blickt man auf den türkisfarbenen Thuner See.
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Die St.Beatushöhle ist auch nicht irgendeine Höhle – sie zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Ausflugszielen der Schweiz.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559872/DSC03227.jpg)
Auf einem gut ausgebauten und ausgeleuchteten Weg (Führung nicht nötig) kann man unterirdisch rund einen Kilometer (von insgesamt 14 bereits erschlossenen Kilometern) erkunden.
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Einer Sage nach dienten die Höhlen als Unterschlupf für den heiligen St. Beatus, der im 6. Jahrhundert den dort lebenden, feuerspeienden Drachen im Kampf besiegt und vertrieben haben soll.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559864/DSC03152.jpg)
Das Besondere, neben tollen Stalaktiten und Stalagmiten, welche über Millionen von Jahren entstanden sind, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559867/DSC03187.jpg)
... gibt es auch bunte von Mineralen gefärbte Steine...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559856/DSC03063.jpg)
... und sprudelnde Wasserläufe und Kaskaden.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559862/DSC03111.jpg)
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559857/DSC03065.jpg)
Die faszinierendste Unterwelt der Schweiz.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559858/DSC03075.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559860/DSC03091.jpg)
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559865/DSC03157.jpg)
Ich bin regelrecht geflasht und begeistert von dieser unterirdischen Welt ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559869/DSC03200.jpg)
... und brauche für den Weg durch die Höhle die mit einer Stunde angegeben wird, über drei Stunden.
Äußerst zufrieden mit diesem Schlechtwettertag fahre ich weiter nach Osten.
In der Nähe von Meiringen folge ich einer Straße hinauf zum Hasliberg, wo ich mich in einem Hotel für 2 Nächte einquartiere.
Ü: Hotel Wetterhorn, Hasliberg bei Meiringen
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Die schöne Höhle :beifall: mit den Kaskaden hat den verregneten Tag gerettet. Im August rechnet man eher mit :strahl:.
Mittlerweile wird leider so viel Geld mit den Parkplätzen gemacht und der Eintritt kommt noch obendrauf.
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Puh, Parken scheint ja überall schwieriger und kostspieliger zu werden. :P
Ansonsten ist eine Höhle immer ein nettes Ziel an Regentagen ^-^ Diese hier ist wirklich toll und mit den Kaskaden und Wasserläufen mal was anderes. Auch der Wasserfall draußen am Berg ist sehr sehenswert.
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wirklich toll! Ich habe schon etliche Höhlen besichtigt, auch solche mit einem Fluss oder See aber einen Wasserfall in einer Höhle habe ich noch nie gesehen.
Die Parktickets sind echt nervig. Wir hatten im Urlaub ja Glück dass ich die gleiche Parkapp die am Gardasee benötigt war auch in München benutze. Am Gardasee konnte man meist nur noch mit der App bezahlen. Das gehört dann in Zukunft zu den Reisevorbereitungen zu eruieren welche Parkapps und sonstige Apps man vor Ort barucht...
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Das einfachste (was ich beim nächsten mal machen würde) wäre sich in Ruhe von zu Hause aus die zwei gängigsten Park-Apps zu installieren und vor allem zu autorisieren (mit Bestätigungs-SMS die man akzeptiert und z.B. Eingabe der Kreditkartendaten).
Dann ist es vor Ort kaum ein Problem. Ein paar Franken-Münzen dabei können aber definitiv nicht schaden...
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Von dieser Höhle habe ich noch nie gehört, aber sie war auf jeden Fall ein perfektes Schlecht-Wetter Ziel. Mit den unterirdischen Wasserfällen, den bunten Steinen und den Farnen nochmal anders als sonstige Höhlen.
Wirklich nervig mit diesen Park Apps, ich verstehe nicht, wieso man nicht einfach mit Kreditkarte zahlen kann. Ich habe so eine App bisher noch nirgends gebraucht zum Glück.
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Wirklich nervig mit diesen Park Apps, ich verstehe nicht, wieso man nicht einfach mit Kreditkarte zahlen kann. Ich habe so eine App bisher noch nirgends gebraucht zum Glück.
In England und Wales ist es ähnlich, App oder Bares. Karte geht meistens nicht.
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6.Tag, Fr. 22.8.2025
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559937/DSC03285.jpg)
Am Morgen beginnt sich der Nebel zu lichten.
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Auch heute wird ein wässriger Tag – aber ich hoffe, dass das Wasser heute eher von unten als von oben kommt. Zunächst mache ich davon aber nochmal eine Ausnahme, denn beim Oltschibachfall fällt das Wasser 140m in die Tiefe des Haslitals. Eines der vielen Wasserhighlights der Region rund um den Ort Meiringen.
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Mein nächstes Ziel ist nur wenige Autominuten entfernt, nach wie vor im Haslital und schon eher aus der Kategorie Besuchermagnet – die Aareschlucht bei Innertkirchen.
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Hier hat sich die Aare eine bis zu 200 Meter tiefe Schlucht durch die Kalkfelsen gegraben.
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Die ganze Schlucht kann dank Stegen und Tunnel zu Fuss mühelos durchwandert werden.
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Es ist noch früh am Morgen, die Schlucht hat gerade geöffnet und somit sind nicht allzu viele Leute unterwegs.
Das wird sich im Laufe des Tages noch signifikant ändern.
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Der 1.4 Kilometer lange Weg durch die Schlucht kann dank Stegen und Tunnel zu Fuss mühelos durchwandert werden. Normalsterbliche, die sich nicht wie ich die Finger wund knipsen, sollten für den Weg (einfach) 40 Minuten benötigen.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559952/DSC03366.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559958/DSC03396.jpg)
Interessant an der Schlucht ist neben dem grünen Gletscherwasser auch die Wandlungsfähigkeit der Schlucht – von weitläufigen Abschnitten bis hin zu engem Sotcanyon mit einem Meter Durchlaß an der engsten Stelle kann man hier erleben.
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In der Kategorie Klamm/wasserführende Schlucht sicher eine der absolut stärksten Vertreter die ich bisher erleben durfte (und als Fan solcher Naturwunder waren das schon einige).
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Da ich für den Hinweg deutlich länger als die 40 Minuten benötige, hat der Zeiger schon fleißig an der Uhr gedreht und mir kommen auf dem Rückweg schon manche Heerscharen entgegen.
Kein Problem, die Aufnahmen sind ja schon dank dem Hinweg im Kasten.
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Am Parkplatz gönne ich mir ein verspätetes Frühstück oder frühes Mittagessen und fahren dann weiter ins eher einsame Tal Von Rosenlaui. Eine zwar asphaltierte aber kurvenreiche enge Straße führt in stetiger Steigung dem Talschluß entgegen.
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Wasserfälle ...
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... und wuchtige Berge prägen die landschaftlich reizvolle Strecke.
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Vor allem der Blick auf das Klein Wellhorn wäre ein Highlight aber dessen Spitzen verstecken sich heute in den Wolken.
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Das größte Naturjuwel dieses Tales findet man aber am Ende der Asphaltstraße – die Gletscherschlucht Rosenlaui.
Gleich hinter dem Kassenhäusschen stürzt ein imposanter Wasserfall aus dem Fels.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559964/DSC03451.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559967/DSC03453.jpg)
Die Schlucht ist ein wildes Ensemble aus plätschernden Kaskaden, wuchtigen Wasserfällen, glatt geschliffenen bizarren Felsen und urigen Grotten. Während Jahrtausenden hat das Gletscherwasser ein fantastisches Kunstwerk aus Fels geformt und formt es weiter. Immerfort. Sprudelnd, tosend, schäumend…
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559966/DSC03454.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559969/DSC03481.jpg)
Die Schlucht ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.
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Ein gesicherter Weg von 573 Metern Länge mit mehreren Tunnels und einer Höhendifferenz von 155 Metern wurde in den Fels gesprengt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559970/DSC03484.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559973/DSC03487.jpg)
Auch hier macht es großen Spaß die enge Schlucht zu erkunden, zumal hier fast gar keine Besucher unterwegs sind.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559974/DSC03493.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559976/DSC03494.jpg)
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So wie der Tag begonnen hat soll er auch enden, nämlich mit einem hohen Wasserfall, dem Falcherenbachfall.
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Der 70m hohe Wasserfall ist nach 10 Minuten Fußweg von der Straße 6 erreicht.
Danach geht es wieder zurück zum Hotel auf den Hasliberg.
Ü: Hotel Wetterhorn, Hasliberg bei Meiringen
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Ein schluchtenreicher Tag.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559947/DSC03347.jpg)
Da sind ganz schön viele rote Jacken unterwegs :zwinker:. Habt ihr euch in der Schlucht verabredet?
Die Gletscherschlucht Rosenlaui gefällt mir etwas besser, denn sie ist wunderschön ausgewaschen :beifall:.
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wow die sind ja beide fantastisch! Ich gehe immer wieder gern in die Partnachklamm aber deine Bilder aus der Schweiz schauen um den Faktor 10 spektakulärer aus! Vor allem der Slotcanyon, sowas habe ich außerhalb der USA noch gar nicht gesehen, absolut faszinierend!
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Wie schön, ein Wiedersehen mit der Aareschlucht :herz: Da haben wir auch deutlich länger als 40 Minuten gebraucht.
Die vom Rosenlaui Tal haben wir leider verpasst, äußerst schade, wie ich jetzt sehen kann.
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In England und Wales ist es ähnlich, App oder Bares. Karte geht meistens nicht.
Ich war zuletzt 2018 in Wales, da gab es noch keine Apps und wir hatten uns gleich zu Beginn des Urlaubs Bargeld besorgt (das hattest du ja empfohlen) und somit gab es dann keine Probleme bei den Parkautomaten. Aber ja, wenn wir mal wieder dorthin bzw. nach England, Schottland oder Irland fahren sollten, dann komme ich nicht darum, mir so eine App einzurichten.
Wow, beides tolle Schluchten (keine Ahnung was die Mehrzahl von Klamm ist). Wie Ilona gefällt mir aber die unbekanntere Rosenlaui Klamm noch besser wegen der Felsformen. Wieviel hat denn der Eintritt jeweils gekostet?
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Ein schluchtenreicher Tag.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559947/DSC03347.jpg)
Da sind ganz schön viele rote Jacken unterwegs :zwinker:. Habt ihr euch in der Schlucht verabredet?
Das sind alles meine Stunt-Doubles. ;)
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In England und Wales ist es ähnlich, App oder Bares. Karte geht meistens nicht.
Ich war zuletzt 2018 in Wales, da gab es noch keine Apps und wir hatten uns gleich zu Beginn des Urlaubs Bargeld besorgt (das hattest du ja empfohlen) und somit gab es dann keine Probleme bei den Parkautomaten. Aber ja, wenn wir mal wieder dorthin bzw. nach England, Schottland oder Irland fahren sollten, dann komme ich nicht darum, mir so eine App einzurichten.
Für Schottland und Irland braucht man außerhalb von Städten keine Parkplatzgebühren, also da würde sich eine App nur dann lohnen, wenn man in größeren Städten unterwegs ist.
Wow, beides tolle Schluchten (keine Ahnung was die Mehrzahl von Klamm ist). Wie Ilona gefällt mir aber die unbekanntere Rosenlaui Klamm noch besser wegen der Felsformen. Wieviel hat denn der Eintritt jeweils gekostet?
Die Aareschlucht 13 Schweizer Franken, die Rosenlaui Gletscherschlucht 10 Schweizer Franken.
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In England und Wales ist es ähnlich, App oder Bares. Karte geht meistens nicht.
Ich war zuletzt 2018 in Wales, da gab es noch keine Apps und wir hatten uns gleich zu Beginn des Urlaubs Bargeld besorgt (das hattest du ja empfohlen) und somit gab es dann keine Probleme bei den Parkautomaten. Aber ja, wenn wir mal wieder dorthin bzw. nach England, Schottland oder Irland fahren sollten, dann komme ich nicht darum, mir so eine App einzurichten.
Für Schottland und Irland braucht man außerhalb von Städten keine Parkplatzgebühren, also da würde sich eine App nur dann lohnen, wenn man in größeren Städten unterwegs ist.
Wow, beides tolle Schluchten (keine Ahnung was die Mehrzahl von Klamm ist). Wie Ilona gefällt mir aber die unbekanntere Rosenlaui Klamm noch besser wegen der Felsformen. Wieviel hat denn der Eintritt jeweils gekostet?
Die Aareschlucht 13 Schweizer Franken, die Rosenlaui Gletscherschlucht 10 Schweizer Franken.
Danke.
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So, ich bin jetzt auch wieder auf dem Laufenden .... mit tollen Erinnerungen an die Rosenlaui und Aareschlucht :herz:
Deine Nebelwanderung am Bürgenstock das wäre auch meins gewesen :happy:
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Ein schluchtenreicher Tag.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37559947/DSC03347.jpg)
Da sind ganz schön viele rote Jacken unterwegs :zwinker:. Habt ihr euch in der Schlucht verabredet?
Die Gletscherschlucht Rosenlaui gefällt mir etwas besser, denn sie ist wunderschön ausgewaschen :beifall:.
Das war auch mein erster Gedanke: ganz schön viele rote Jacken :toothy9:
Ein toller Tag. Ich liebe ja Schluchten, Klammen und Wasserfälle.
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7.Tag, Sa.23.8.2025
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560030/DSC03578.jpg)
Eigentlich ist für heute, für die Etappe nach Osten, gutes Wetter versprochen. Zunächst ist davon wenig zu sehen, denn hartnäckiger Nebel verschluckt Berge und Seen. Nach 40 Minuten auf der Straße 6 erreiche ich die Talstation der Gelmerbahn. Hier hatte ich geplant mit der steilsten offenen Standseilbahn Europas (laut Betreiber) eine Steigung von 106% zu bewältigen. Der Blick auf die Handeckfallhängebrücke, die am Fuß der Talstation die Straße 6 überbrückt, zeigt, dass die Nebelsuppe im Moment nahezu alles verschluckt.
Also was tun.
Weiterfahren (?) - es gibt ja noch einiges heute an Strecke zu absolvieren – oder die Fahrt hinauf mit der Bahn zum Gelmersee riskieren (?).
Würde ich weiter fahren würde ich schon in wenigen Minuten den schönen Grimselpass erreichen und werde dort auch nicht viel sehen. Ich entscheide mich für die Gelmerbahn, auch um dem Wetter für die Weiterfahrt etwas Zeit zu geben. Ich muss mich für eine Rückfahrzeit entscheiden und gebe mir insgesamt 2,5 Stunden für den Trip.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560031/DSC03579.jpg)
Die feuerrote Standseilbahn ist gut gefüllt und wird wirklich teilweise so steil in 12 langen Minuten nach oben gezogen, dass ich mich an Kindertage in irgendwelchen Achterbahnen erinnere, und mir bleibt nichts anderes übrig, als mich auf die Schweizer Ingenieurskunst zu verlassen. (Anmerkung: Bezüglich Steilheit ist inzwischen allerdings die Stoosbahn zum Fronalpstock bei Schwyz mit 110% noch steiler).
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Die erste Bahnfahrt in den Bergen die mir doch etwas den Puls beschleunigt hat – aber einfach auch Technik klasse umgesetzt.
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Oben auf 1850m angekommen empfängt mich wieder der Nebel.
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Der Gelmersee, den man umrunden kann (was ich auch machen möchte), hat eine Staumauer, die der Rundweg auch überquert und die völlig im Nebel verschwindet.
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Aber wie so oft gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
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Die Sonne kämpft sich durch den Nebel und löst ihn auf. Für mich ist das so, als wenn man am Geburtstag ein Geschenk auspackt, vorher nicht wusste, was drin ist, und dann beim ersten Blick auf den Inhalt restlos begeistert ist.
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Hier oben ist es wirklich schön.
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Zudem wieder ein Ziel bei dem sich die wenigen Besucher so verteilen, dass man sie kaum wahrnimmt.
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Auch dieser See kämpft ein bisschen mit der Trockenheit aber die türkise Farbe ...
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... und die steil aufragenden Berge, die den See umgeben, sind schon ein grandioser Anblick, an dem man sich kaum sattsehen kann.
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Der Weg wird immer spektakulärer und umläuft den See in ca.5km wobei 125 Höhenmeter zu absolvieren sind, also eine eher bequeme Wanderung mit einer Ausnahme.
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Es gibt eine Schlüsselstelle etwa in der Mitte des Rundwegs.
Für Leute mit starker Höhenangst ist diese Ausgesetzte Engstelle vielleicht schon ein Problem – ich fand es jetzt eigentlich unproblematisch, da es nicht wirklich sehr hoch ist ...
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... und man sich ja an dem Stahlseil festhalten kann.
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Schließlich geht es auf die letzte Etappe und ich muss mich etwas beeilen, um meine gebuchte Bahn noch zu erreichen.
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Fotos werden jetzt also nur noch im Wyatt Earp-Stil aus der Hüfte geschossen.
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Schließlich fahre ich mit der Bahn wieder nach unten und kann nun auch nochmal die Handeckfallhängebrücke ohne Nebel bewundern.
Auch ringsum hat sich der Nebel verzogen und die Sonne strahlt mir ins Gesicht.
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So kann es weitergehen, denn die Straße 6 wird nun richtig spektakulär, denn es geht hinauf auf den Weg zum Grimselpass.
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Der Grimselpass war zur Römerzeit bereits als Alpenübergang bekannt. Und schon 1397 ist belegt, dass nicht nur der angehende Diktator im Weißen Haus Zölle kennt, sondern dieser Pass aufgrund seiner Bedeutung als wichtige Handelsroute (Luzern-Mailand) von den Bernern und Wallisern auch damals schon mit Zöllen belegt wurde. Von Süden her waren beispielsweise Wein, Reis oder Glas und von Norden her Käse, Leder, Eisenwaren, Pferde, Braunvieh etc. die meistbeförderten Handelswaren.
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Mit dem Strassenbau im 19. Jh ging die grosse Handelszeit über die Grimsel zu Ende. Mit der Gründung der Kraftwerke Oberhasli AG und damit der Wasserkraftnutzung im Grimselgebiet 1925 (Bau der Stauseen) musste die Naturstrasse (erbaut 1894), die auf die Bedürfnisse der Pferdepost ausgerichtet war, teilweise verlegt und verbessert werden.
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Inzwischen ist die Strecke über den Grimselpass gut ausgebaut und bietet mit seinen Stauseen und der imposanten Bergwelt spektakuläre Ansichten.
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Totensee am Grimselpass
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Der Grimselpass liegt bei Motoradfahrern besonders hoch im Kurs ...
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... und ist nicht nur bei Zweibeinern beliebt.
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Die Abfahrt vom Grimselpass auf der „Grimselstraße“ führt kurzzeitig durch den Kanton Wallis und stößt im Tal auf die Furkastraße (Nr.19).
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Hier begegne ich auch einer historischen Dampfbahn, die ordentlich schwarzen Rauch in die Landschaft bläst.
Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB) betreibt auf einer knapp 18 Kilometer langen Strecke zwischen Realp im Kanton Uri und Oberwald im Kanton Wallis eine konzessionierte Schienenverbindung. Die Strecke führt durch einen grösstenteils unberührten, teilweise sonst nur schwer zugänglichen Teil der Schweizer Alpen. Sie windet sich durch wilde Schluchten und entlang von steilen Berghängen bis auf hinauf auf über 2000 Meter über Meer. Auf einer meterspurigen Zahnradstrecke stehen zum Teil über 100-jährige Triebfahrzeuge und Wagen im Einsatz.
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Ich folge der Furkastraße hinauf Richtung Furkapass.
Der Furkapass verbindet die Kanton Wallis und Uri miteinander und wurde 1863–65 von den beiden Kantonen und mit Unterstützung des Bundes erbaut. Die Passstrasse ist nur von Juni bis Oktober befahrbar. Im Winter wird der Pass nicht offengehalten. Auf der Passhöhe die sich in 2429 Metern über dem Meer befindet, liegt auch die Grenze der beiden Kantone Uri und Wallis.
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3km vor Erreichen der Passhöhe aber immerhin schon auf 2300m Höhe, halte ich am alten längst geschlossenen Hotel Belvedere und finde sogar einen kostenfreien Parkplatz.
Im Gletscher-Stübli erwerbe ich ein Ticket für 9 Schweizer Franken für den Zugang zum Rhonegletscher und einer Gletscherhöhle. Im Internet hatte ich auch einen kostenlosen kurzen Weg hinauf zu einem Aussichtspunkt gefunden, mich dann aber spontan für die kostenpflichtige Variante entschieden – die zweite sehr gute Entscheidung heute.
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Zunächst blickt man aus der Ferne auf den Gletscher ...
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... und kann zu einem kleinen Teil des Gletschersees hinuntersteigen.
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Danach folge ich einem Pfad zum eigentlichen Gletscher. Bemerkenswert sind die glazialen Felsen die den Weg säumen.
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Sie sind durch die Erosion des Gletschers geformte, vom Eis und Moränenmaterial polierte Felsformationen wie Rundhöcker und Gletscherschliffe und geben Einblicke in die Kraft des Eisstroms und die Prozesse der Gletscherschmelze.
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Fast noch bemerkenswerter, für mich fast verstörend, sind die Eisverhüterli. Eisblöcke aus dem Gletschersee hat man hier an Land gezogen und mit Vlies-Tüchern vor der Sonne geschützt, was rund 50% der Eisschmelze verhindern soll. Die bedeckten Eisblöcke dienen letztendlich als Baumaterial für die „Eisgrotte“.
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Ob der Besuch der Eisgrotte am Rhonegletscher ein Höhepunkt ist oder nicht, darf jeder selbst entscheiden. Leider ist die Eishöhle genauso wie der Rest des Gletschers durch den permanenten Eisverlust bedroht.
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Die Vliesmatten konnten den Gletscherrückzug zwar bremsen aber nicht völlig aufhalten. Der Kontakt zum Haupteisstrom des Gletschers ist mittlerweile völlig abgerissen.
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Gut 50 Meter liegen mittlerweile zwischen dem Rhonegletscher und der Eishöhle.
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Der Rhonegletscher zählt zu den bekanntesten Gletschern der Schweiz und im gesamten Alpenraum. Durch die Furkastrasse ist er der am leichtesten zugängliche Gletscher der Schweizer Alpen.
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Heute ist der Rhonegletscher an seiner dicksten Stelle noch rund 350 Meter mächtig, verliert aber pro Jahr im Schnitt 25 cm an Eisdicke.
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Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zunge des Gletschers hinter den Steilhang zurückgezogen und den heutigen See gebildet. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der Rhonegletscher mehr oder weniger verschwunden sein wird.
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Der Blick auf das Eis des Gletschers, ...
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... den spektakulären Gletschabfluss mit kleiner Eishöhle ...
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... und hinauf zum Tällistock und Tieralplistock ist traumhaft schön.
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Hin und wieder kann man sogar Teilnehmer von Gletschertouren entdecken, die auf dem Eis unterwegs sind und sich auch selbst mal ein paar vorsichtige Schritte auf das Eis wagen.
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So eine Szenerie wie am Rhonegletscher bekommt man (außerhalb von Island) normalerweise nicht so einfach geboten. Für mich das absolute Highlight dieser Tour.
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Der Rest der Strecke über den Furkapass bis Andermatt ist schnell absolviert.
Am frühen Abend ist noch etwas Zeit für einen Ortsrundgang in Andermatt, ...
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... dass einige durchaus sehenswerte historische Holzhäuser im Zentrum der 2000-Einwohner-„Metropole“ zu bieten hat.
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Ü: Gasthaus Skiclub, Andermatt
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:beifall: Alles richtig gemacht .... und mit einem traumhaften Tag belohnt worden. Ich liebe es wenn Nebel dann plötzlich so eine schöne Landschaft freigibt :herz:
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Ich wußte nicht dass man in Festlandeuropa eine Gletscherwanderung machen kann! Das ist absolut genial, vor allem die abgeschliffenen Steine, aber auch der Gletscher selber! Wir waren vor ein paar Jahren in der Eishöhle im Nationalpark Berchtesgaden, die ist ja leider dieses Jahr eingestürzt.
Ich sollte also nicht bis zur Rente warten um diesen Gletscher zu besuchen, vielleicht ich das was für uns im nächsten Herbst. Danke für die tollen Bilder! Verstehe ich es richtig, dass es eine Route gibt die nur per Ticket zugänglich ist? So wie Z.B in der Partnachklamm wo man dann am Eingang bezahlt?
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Wow, das wäre ein Tag nach unserem Geschmack :beifall:. Den könnte man eins zu eins übernehmen.
Zuerst die Nervenkitzel-Bergbahn-Fahrt im roten Wägeli (wieder passend zu deiner Jacke :thumb: ), dann die Wanderung samt ausgesetztem Weg, die Murmelis :herz: und dem Gletscher so nahe.
In der Rhonegletscher-Eishöhle war ich schon. Damals war das Eis noch viel dicker. Die Gletscherschmelze ist leider nicht mehr aufzuhalten. Solche Überzieher verzögern dies trotzdem nicht.
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Ich wußte nicht dass man in Festlandeuropa eine Gletscherwanderung machen kann! Das ist absolut genial, vor allem die abgeschliffenen Steine, aber auch der Gletscher selber! Wir waren vor ein paar Jahren in der Eishöhle im Nationalpark Berchtesgaden, die ist ja leider dieses Jahr eingestürzt.
Ich sollte also nicht bis zur Rente warten um diesen Gletscher zu besuchen, vielleicht ich das was für uns im nächsten Herbst. Danke für die tollen Bilder! Verstehe ich es richtig, dass es eine Route gibt die nur per Ticket zugänglich ist? So wie Z.B in der Partnachklamm wo man dann am Eingang bezahlt?
Genau. Da gibt es gegenüber vom alten Hotel Belvedere einen Shop wo man das Ticket kaufen kann und dahinter geht es dann auch gleich zu einem Aussichtspunkt und weiter hinab zum Gletscher.
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Was für ein wunderbarer Tag.
Toll, dass die Gelmerbahn offene Wagen hat, das erhöht den "Nervenkitzel" noch ein bisschen :). Und der Rundweg um den See bietet sehr schöne Ausblicke.
Der Rhonegletscher sieht ja wirklich nach einem Highlight aus, gerade auch im Hinblick darauf, dass man das so womöglich in wenigen Jahren nicht mehr sehen kann.
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Okay, die steile Bahn mit den offenen Wagen wäre mir wohl ein Tick zuviel Nervenkitzel. Ebenso vielleicht die schmale Stelle auf dem Rundweg; immerhin ein Stahlseil zum Festklammern ;) Ganz zu schweigen von der Hängebrücke. Aber über die muss man ja nicht, oder?
Ansonsten eine tolle Wanderung! Klasse, dass die Sonne noch hervorgekommen ist.
Bei unserer ausgefallenen Schweiztour hatte ich den Rhonegletscher auch auf dem Plan. Schön, jetzt ein paar Bilder davon zu sehen. Definitiv ein besonders Highlight.
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Boah, die steile Bahn hätte ich wahrscheinlich auch nicht genommen...
Die Hängebrücke im Nebel finde ich tatsächlich interessanter als bei Sonnenschein. :)
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8.Tag, So.24.8.2025
Die letzte Etappe dieses Roadtrips in der Schweiz steht an.
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Zunächst verlasse ich Andermatt für einen kurzen Abstecher von wenigen Autominuten nach Norden zur Teufelsbrücke.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560153/DSC03926.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560159/DSC03942.jpg)
Eine hübsche Sage zur Teufelsbrücke über die Reuss:
Der enge Felsriegel oberhalb Göschenen versperrte seit jeher den Zugang zum Gotthard und damit zum Übergang Richtung Süden. Bereits im 13. Jahrhundert hatten die Urner immer wieder versucht, einen Saumweg durch die enge Schöllenenschlucht anzulegen und eine Brücke über die wilde Reuss zu schlagen, doch allzu oft waren die Säumer mit ihren Maultieren und Waren an den senkrechten Felswänden in die Tiefe gestürzt.
Das verdross und bekümmerte die Urner, die gar zu gern hin und wieder aus ihren rauhen Bergtälern ins schöne Italien hinuntergestiegen wären, um sich dort an dem süßen Wein und anderen schönen Sachen zu erfreuen. Sie wünschten sich daher eine stabile Brücke, über die man auch mit Ross und Wagen hinüberkommen könnte. Aber alle Mühe und aller Schweiß waren umsonst – der wilde Bergstrom riss immer wieder alle Brückensätze weg.
Da rief man die Landsgemeinde zusammen, um die Brückennot zu beraten, doch niemand fand einen Ausweg. Schließlich erhob sich ein Landammann und rief verzweifelt: „Zwar ist's gefährlich, sich mit dem Bösen einzulassen, doch man solle mit dem Teufel einen Vertrag machen, dass er uns die Brücke erstelle.“ Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten und willigte unter einer Bedingung ein: „Ich will euch eine Brücke bauen. Aber der Erste, der darüber gehen wird, soll mir gehören!"
Am nächsten Tag stand zum Staunen der Urner auch schon eine feste Steinbrücke über der wilden Reuss. Doch die Laune trübte sich schnell, als sie am anderen Brückenende den Teufel sahen, der bereits mit stechenden, grasgrünen Augen auf seinen Lohn wartete.
Die Urner wussten nicht, wen sie hinüberschicken sollten, bis ein schlauer Bauer eine geniale Idee hatte. Er band seinen Ziegenbock los, der sogleich über die Brücke auf den Teufel zustürmte. Da wurde dieser über die schlauen Urner so rasend, dass er den Ziegenbock packte und ihn in hundert Fetzen zerriss. Er lief abwärts bis unterhalb Göschenen, wo gewaltige Felsblöcke in den Bergweiden herumlagen. Den größten von allen packte er, lud ihn auf und keuchte damit wieder aufwärts, um die schöne neue Brücke zu zerschmettern.
Als er nun mit der ungeheuren Last, schwer schnaufend, bergan ging, kam ein altes Mütterchen daher. Da setzte sich der Teufel kurz, um zu verschnaufen. Als das Mütterchen seinen Bocksfuß erblickte, machte sie schnell das Kreuzzeichen über sich und auch gegen den Stein, der auf einmal im Rasen steckenblieb und trotz allem Reißen sich vom Teufel nicht mehr vom Fleck bewegen ließ. Nun merkte er, dass mit den Urnern bös handeln sei, und fuhr beschämt zur Hölle. Seither heißt die Brücke in den Schöllenen die Teufelsbrücke und der riesige Stein in den Weiden am Weg unterhalb Göschenen der Teufelsstein.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560158/DSC03938.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560157/DSC03928.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560155/DSC03927.jpg)
Tatsächlich wurde die erste Steinbrücke über die Reuss 1595 errichtet. Am 25.September 1799 kam es in der Gegend zur Schlacht zwischen den Russen unter General Suworow und den Franzosen mit ihrem Anführer Napoleon, dabei wurde die Teufelsbrücke schwer beschädigt. An die Schlacht erinnert seit 1898 das 28 Meter hohe Suworow-Denkmal. Zwischen 1820 und 1830 wurde die zweite Teufelsbrücke errichtet, die bis heute erhalten ist
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560160/DSC03933.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560162/DSC03947.jpg)
Übrigens noch einen Steinwurf weiter nach Norden findet sich die sehenswerte Häderlisbrücke.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560161/DSC03946.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560165/DSC03963.jpg)
Nun wird erst mal Strecke Richtung Osten auf der Straße 19 gemacht.
Nach anderthalb Stunden erreiche ich den Parkplatz zum Caumasee. Ein kurzer Fußweg führt zu einer schönen Aussicht über den türkisgrünen Caumasee ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560166/DSC03981.jpg)
... und zum kostenlosen Aufzug der die Besucher nach unten zum See bringt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560164/DSC03971.jpg)
Der See ist im Sommer als Badesee sehr beliebt (Wassertemperatur zwischen 17 und 24 Grad) und gibt auch optisch einiges her.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560168/DSC03986.jpg)
Ein Weg führt um den See, der immer wieder schöne Motive zum Gucken oder Knipsen bietet.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560152/DJI_20250824112835_0698_D.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560167/DSC03994.jpg)
Es grünt so grün ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560169/DSC03995.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560171/DSC04000.jpg)
Nur ein paar Autominuten weiter nach Osten findet sich der Crestasee.
Ebenfalls ein Badesee, zu dem ein Fußweg von etwa 20 Minuten von einem Waldparkplatz führt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560170/DSC03999.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560172/DSC04002.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37560173/DSC04026.jpg)
Auch hier kann man den See umrunden.
(http://[URL=https://www.pic-upload.de/view-37560154/DJI_20250824130305_0714_D.jpg.html] [IMG]https://www2.pic-upload.de/thumb/37560154/DJI_20250824130305_0714_D.jpg)
Der Weg ist etwas uriger (teilweise viele Wurzeln und auch mal etwas zugewachsen) aber auch dieser Ausflug ist eine willkommene Abwechslung bevor nun die letzten langen Kilometer Richtung Heimat abgespult werden sollen.
Fazit:
Die Schweiz ist immer eine Reise wert und ist nach wie vor für mich die spektakulärste und schönste Bergregion Europas.
Die Mischung aus bekannten und weniger besuchten Zielen hat sehr gut gepasst.
Highlights ganz klar der Rhonegletscher, die Tour vom Klingenstock zum Fronalpstock, die St.Beatushöhle und der Gelmersee.
Danke fürs Mitlesen :)
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Solche Sagen mag ich total gern :thumb:. Die Teufelsbrücke kannte ich bis dato nicht.
Abgesehen davon, dass es sich um ein hochpreisiges Reiseland handelt, muss in der Schweiz das Wetter mitspielen. Aber auch das können wir alle besser steuern, wenn wir mal im Ruhestand sind.
:danke: fürs Teilen des schönen Reiseberichts. Besseres Wetter hätte ich dir auf jeden Fall gegönnt.
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Sehr schön, Bilder von weiteren Zielen, die wir nicht anschauen konnten. :toothy9:
Die Schöllenenschlucht mit den alten Brücken ist wirklich sehenswert. Kurios die Sage dazu, eine ähnliche haben wir zur Teufelsbrücke der Tscheppaschlucht gehört.Die beiden Seen sind ebenfalls sehr hübsch, scheinen auch wärmeres Wasser zu haben als der bei Disentis.
Es ist wahrscheinlich der Jahreszeit geschuldet (Sperre Oberalp Pass), dass die Karte nicht mit dem Text übereinstimmt?
Herzlichen Dank für den schönen Reisebericht aus der Schweiz. Schade, dass er schon vorüber ist.
:danke:
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Mir gefällt es in der Schweiz auch sehr gut. Andy zieht allerdings nicht mit, weil es schon bei einer geringen Geschwindigkeitsübertretung ganz schön teuer wird...
Aber ich fahre bestimmt nochmal hin ^-^
Vielen Dank fürs Mitnehmen!
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Das war ja nochmal ein herrlicher Tag, der Caumasee gefällt mir besonders gut, was für eine wunderbare Farbe, das wäre was für einen Sommerurlaub. Wie die anderen schon geschrieben haben vor allem wenn wir mal in Rente sind und spontan hinfahren können wenn das Wetter mitspielt!
Danke für den interessanten Bericht und die vielen schönen Bilder!
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Sorry die Frage hatte ich übersehen:
Okay, die steile Bahn mit den offenen Wagen wäre mir wohl ein Tick zuviel Nervenkitzel. Ebenso vielleicht die schmale Stelle auf dem Rundweg; immerhin ein Stahlseil zum Festklammern ;) Ganz zu schweigen von der Hängebrücke. Aber über die muss man ja nicht, oder?
Nein über die Hängebrücke muss man nicht. Die geht direkt beim Kassenhäusschen über die Schlucht und man kann es dort machen oder nicht. Kostet auch nix.
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Sehr schön, Bilder von weiteren Zielen, die wir nicht anschauen konnten. :toothy9:
Die Schöllenenschlucht mit den alten Brücken ist wirklich sehenswert. Kurios die Sage dazu, eine ähnliche haben wir zur Teufelsbrücke der Tscheppaschlucht gehört.Die beiden Seen sind ebenfalls sehr hübsch, scheinen auch wärmeres Wasser zu haben als der bei Disentis.
Es ist wahrscheinlich der Jahreszeit geschuldet (Sperre Oberalp Pass), dass die Karte nicht mit dem Text übereinstimmt?
So ist es. Man kann bei Google Maps einen anderen Startzeitpunkt wählen, wenn man nur Start- und Endpunkt eingibt. Bei mehreren Zielen geht nur sofortiger Start der Route und da im Moment die Pässe zu sind, kann Google die Route nicht darstellen.
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Ach schade, schon zu Ende.
Nochmal schöne Ziele hattest du am letzten Tag, das türkise Wasser des Flusses und dann die idyllischen Seen.
Vielen Dank für deinen Bericht, das waren nun tatsächlich alles unbekannte Ziele für mich, die mir mit ihrem Schwerpunkt Wasserfälle und Seen alle gefallen würden. Mal sehen, viellleicht wird es irgendwann mal wieder die Schweiz als Reiseziel.
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Ein herzliches Dankeschön :danke: für den Kurztrip in die Schweiz - hätte meines Erachtens gerne länger dauern dürfen. Einige bekannte Ecken waren dabei und viele neue Eindrücke.
Ich muss wirklich mal wieder meine schweizer Bekannten besuchen 8)