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Allgemeines => Reiseberichte => Thema gestartet von: Susan am 20. November 2025, 00:16:59
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WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
Hallo ihr Lieben,
nun zeigt uns der November doch noch sein graues Gesicht. Wie wäre es -zumindest virtuell - in den sonnigen Süden zu flüchten? Ihr seid herzlich eingeladen
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Anfang Juli 2025, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. ;D Also wohin geht’s im Herbst: Sardinien nachholen oder die gesammelten Anregungen für Spanien umsetzen? Wahrscheinlich lag es an der Masse von letzteren, dass sich die Waagschale zu Spanien neigte. Klar war allerdings von Anfang an, dass wir nicht alles schaffen würden, obwohl wir fast kein Zeitlimit hatten. Das Land ist einfach zu groß. Letztlich waren wir 50 Tage unterwegs, nicht alle mit vollem Programm. Denn noch bin ich nicht voll "in Rente", sondern zwischendrin ab und zu im WoMo-Office 8)
Zu sehen gibt es: wilde Natur, maurische Pracht, königlicher und kirchlicher Prunk, Kunst und Kurioses, sowie Sand am Meer ;) Vermutlich wir euch so einiges bekannt vorkommen, die Inspirationen kamen schließlich aus Reiseberichten hier. Ein herzliches Dankeschön schon mal dafür!
Also packt das Badezeug ein, Sonnenschutz, einen Pulli für kühle Abende und Wanderschuhe (ein fauler Sommer, unsere Fitness reicht also immer noch nur für kürzere Wanderungen :verlegen: ) Reichlich Proviant und Getränke sind an Bord
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14. bis 16. September Rund 1500 km Kurs Südsüdwest
Die erste Etappe führt uns am Sonntag relativ staufrei Baden-Württemberg.
Vor zig Jahren hatte Klein Colin mal einen Lacherfolg mit seinem Versprecher "Papa tankt immer Piesel". ^-^ Dabei war er einfach nur der Zeit voraus, denn genau das wollen wir heute noch tun. Beziehungsweise einem bisher unbekannten Lämpchen am Armaturenbrett nach müssen; nämlich AdBlue volltanken. Kurz vor’m Ziel finden wir eine Tankstelle mit entsprechender Zapfsäule. Entgegen unserer Befürchtungen hätten wir dann in Spanien noch reichlich eben solche Gelegenheiten.
Wir fahren zu dem bewährten Übernachtungsstopp am Achernsee. Offenbar hatten sie in Süddeutschland bisher ebenfalls einen nassen September, denn die Stellplätze sind mal wieder recht matschig.
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Schöne Aussicht,
doch das Wetter lockt nicht zum Bade. Zum Abendessen mal wieder griechisch; draußen (mit Pulli) beim "Haus am See".
Brötchen gibt es heute leider nicht am Campingplatz, daher fahren wir kurz zum Lidl. Müssen sowieso noch ein paar frische Sachen einkaufen. Außerdem erliegen wir der Verlockung des Spekulatius; die Kekse schmelzen wenigstens nicht bei Hitze :floet: Der Parkplatz ist zu eng und zu voll, um dort zu frühstücken. Das holen wir am nächsten Autobahnparkplatz nach.
Am Dreieck Neuenburg fahren wir dann hinüber nach Frankreich. Über die A36, A39 und A42 geht es Richtung Lyon. Die Stadt umfahren wir relativ weiträumig stockungsfrei, doch auf den letzten Kilometern erwischt uns doch noch der Feierabendverkehr. Gesperrte Autobahnausfahrt, Kreisel und kurvige Umleitung sind da keine gute Kombi.
Heutiger Übernachtungsplatz: Camping des Nations (https://www.campingdesnations.com/de/campingplatz-isere-frankreich.php) in Clonas-sur-Varèze unweit der A7.
Am Dienstag brummen wir weiter in den Süden, auf der Autoroute de Soleil und der La Languedocienne (A7, A9). Kurz hinter Narbonne zweigen wir nach Westen ab auf die Autoroute des Deux Mers (A61). (Ich finde es cool, dass die Autobahnen hier so nette Namen haben). Im Frühsommer war ja die Rede von Waldbränden in der Gegend der Strecke. Doch davon ist nichts (mehr) zu sehen.
Ziel heute ist der Campingplatz Le Malolya (https://www.camping-carcassonne.net/#popup) in Villemoustaussou bei Carcassonne (Die Website ist französich, an der Rezeption spricht man auch englisch)
Zeit und Wetter hätten einen Rollerausflug zum Badesee Lac de la Cavayère (https://www.tourisme-carcassonne.fr/assets/uploads/2023/07/dji-0146-wwwvincentphotographiecom.jpg) erlaubt, doch Kersten hatte verständlicherweise keine Lust mehr zu fahren. Also relaxen wir am WoMo
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Bei Spanien bin ich immer dabei. :)
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Hola y Viva Espana :adieu: .
Ich bin schon gespannt auf eure 50tägige Rundtour, da Südspanien bei uns fast ganz oben auf der Liste steht.
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Ich reise auch noch gerne mit zu Wärme und Sonne.
50 Tage - beneidenswert, ich bin gespannt, wo ihr überall wart. Zumindest eines der Fotos in deiner Collage konnte ich schon zuordnen.
Die Autoroute de Soleil kannte ich schon, die Autoroute des Deux Mers klingt auch toll.
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Springe auch mit auf :adieu: und bin wie Christine etwas neidisch auf die 50 Tage - sei euch aber gegönnt, vor allem da ihr sie ja mit uns teilt ;D
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:welcome: an Bord! Schön, dass ihr dabei seid!
Wärme und Sonne kann ich euch auf jeden Fall bieten. Die lange Zeit haben wir uns mal gegönnt, schliesslich muss sich die weite Anreise ja lohnen ;) Es hätten sogar mehr als 50 Tage werden können, hätten wir a) mehr Pillen mitgenommen und wäre b) nicht etwas dazwischen gekommen. Später mehr dazu.
Bis Südspanien wird es noch eine Weile dauern, doch zwischendrin gibt es auch viel Interessantes. Jetzt bleiben wir allerdings erstmal noch zwei Tage in Frankreich. Ein wenig von den drei Fahrtagen erholen 8)
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17. September La Cité de Carcassonne
Vor über 20 Jahren haben wir eine Zeitlang oft Carcassonne gespielt. Soweit ich mich erinnere, ging es da um die Besiedlung und Vorherrschaft rund um die mittelalterliche Stadt.
Nun wollen wir uns die originale Gegend mal anschauen. Wir satteln den Roller und machen uns auf den Weg zur Cité. Beim vierten oder fünften Kreisel fährt Kersten vorschnell in Richtung Centre, so gelangen wir zum Bahnhof. Immerhin sind wir in der richtigen Stadt
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Allerdings sehen wir hier keine Schilder zur Cité, ich dirigiere den Gatten nach Sonnenstand. Dadurch kommen wir zur Neuen Brücke und zu einem ersten Blick auf die mittelalterliche Festung nebst alter Brücke.
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Schon die Römer gründeten auf dem Hügel am Ufer der Aude eine Siedlung. Im Mittelalter wurde sie zu einer beeindruckenden Festungsstadt ausgebaut. Sie war Zentrum der Katharer, einer anti-katholischen Glaubensgemeinschaft, und später der Inquisition. Irgendwann verfiel die Festung, sie wurde dann im 19. Jhd. restauriert. Mit ihrer drei Kilometer langen doppelten Stadtmauer und den 52 Türmen gilt sie als größte in Europa. Kein Wunder, dass sie zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
Nun finden wir auch wieder Wegweiser und kommen schließlich zum anvisierten Parkplatz beim Haupteingang der Altstadt.
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Porte Narbonnaise,
imposantes Stadttor, das etliche Sicherheitsvorkehrungen aufweist; von Zugbrücke über Fallgitter bis Pechlöcher.
Begrüßt werden wir hier von
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einem der Orlinski Gorillas und Madame Carcas.
Diese Dame, einst Herrin der Cité, muss der Legende nach sehr pfiffig gewesen sein. Als nämlich die Burg belagert wurde und der Hunger die ersten Opfer forderte, ließ sie ein fett gemästetes Schwein von der Burgmauer werfen. Die Angreifer, selbst schon erschöpft, dachten sich daraufhin, dass es wohl noch eine ganze Menge solcher Tiere in der Festung geben müsste. Niedergeschlagen gaben sie auf und zogen ab. Zum Jubel über das Ende der Blockade läuteten die Burgglocken. Da soll einer der Feinde gesagt haben: "Madame Carcas sonne " (Madame Carcas läutet). Und so kam die Stadt zu ihrem Namen. ^-^
Hier mal ein Plan der Cité für die Übersicht.
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Unser erstes Ziel in der Altstadt ist das Château Comtal des Grafen von Trencavel. Eintrittskarten hatte ich bereits zuhause online besorgt und musste dabei weder einen bestimmten Tag noch eine Uhrzeit vorwählen. Kosten 19 Euro pP in der Hauptsaison. Ein modernisiertes altes Bollwerk markiert den Eingang;
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eine Brücke über den nun trockenen Graben führt uns ins Château.
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Auch hier nochmal eine starke Mauer und ein stark befestigtes Tor.
Der Rundgang führt uns durch Räume des Schlosses und auf der Burgmauer entlang zu einem großen Innenhof. Dabei sind die Räume mit ein paar Ausstellungsstücken weniger interessant als die Aussichten von der Mauer.
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Museumsartefakte
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eine Art Kapelle,
in der erst kürzlich bei Restaurierungsarbeiten alte Deckenmalereien freigelegt wurden
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Wehrgang im Château
und Ausblick von dort
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die Kirche Saint Gimer
am Fuße des Burgbergs
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Cour d'honneur,
der Innenhof
Der Schatten spendende Baum ist willkommen für eine kleine Rast. Wegen der Rollerfahrt tragen wir lange Hose, dafür ist es mittlerweile aber irgendwie zu warm :girly:
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Burg vom Hof aus
Fortsetzung folgt ...
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Weiter geht's ...
Frisch betankt mit Rhabarberschorle können wir nun eine Wanderung unter die Füße nehmen. Von Hof aus startet nämlich der Rundweg auf der Stadtmauer; 3 km lang und ein stetes Treppauf - Treppab. ::) Denn wir müssen ja durch die zahlreichen Türme durch.
Eindrücke gefällig? Voila
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Auf der "Innenseite" schauen wir auf die Gassen und Häuserdächer der Cité, haben einen vollständigeren Blick auf das Château.
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und erspähen kleine Gärten
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Außerdem kommen wir an der Basilika Saint Nazaire vorbei, sowie an dem auf dem ehemaligen Klostergelände errichteten Jean Deschamps Theater
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Hier finden diverse Veranstaltungen und Konzerte statt, so auch das jährliche Carcassonne Festival. Leider nichts während unserer Tage hier.
Auch zu sehen das 5-Sterne-Haus Hôtel de la Cité. Es wurde 1909 eröffnet und hatte schon viele Hollywood-Stars zu Gast.
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Nach außen schauen wir einfach weiter die Mauer entlang,
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durch die Zinnen auf Weinberge und die Unterstadt von Carcassonne,
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sowie auf weitere Befestigungsanlagen
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Uff, nun haben wir uns aber eine Erfrischung verdient ;D Wir verlassen das Château und tauchen in die Gassen ein. Lokale gibt es hier genug, nur scheinen die meisten grad ein (spätes) Mittagessen zu servieren. Schließlich finden wir doch ein Café, das Eisbecher auf der Karte hat 8)
Danach sind wir bereit, durch die Altstadt zu schlendern. Wir besuchen kurz die Basilika Saint Nazaire.
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Die Errichtung des heutigen Baus begann im 11. Jahrhundert und er besteht aus romanischen und gotischen Teilen. Doch schon vorher soll hier eine Bischofskirche gestanden haben. Diese Funktion hat die Basilika allerdings nicht mehr.
Eindrücke aus den Gassen
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Neben Deko-Gedöns und den üblichen Andenken gibt es hauptsächlich alles für kleine Ritter und Ritterfräulein zu kaufen ;)
Ein bisschen enttäuscht war ich, dass der Mittelaltermarkt nicht geöffnet war. Entgegen der Info im Internet als auch dem Schild am Zaun zu besagter Stelle. So Vorführungen über das Leben zu der Zeit hätten mich schon interessiert. Auf den Besuch des Musée de l'Inquisition zum Thema Folter haben wir verzichtet.
Natürlich waren wir während der ganzen Zeit nicht allein unterwegs, der Touri-Trubel hielt sich aber noch in erträglichen Grenzen. Übrigens hat die Cité in diversen Filmen mitgespielt. So als Double für Nottingham in "Robin Hood - König der Diebe" mit Kevin Costner sowie in den Fantasy-Filmen "Die Besucher" und "Der Brief für den König".
Wir rollern zurück zum Campingplatz. Dort entspannen wir mit einem Pastis als Aperitif, bevor wir zum Abendessen grillen.
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Carcassonne ist toll, da hat es uns auch sehr gut gefallen. An den Rundgang auf der Mauet kann ich mich noch gut erinnern, die Fresken in der Kapelle sind aber neu für mich, die waren damals wohl noch nicht restauriert, ist ja auch schon wieder etliche Jährchen her dass wir in Frankreich auf Rundreise waren.
Der Mittelaltermarkt hätte mich auch interessiert. Wir waren abends im Dunkeln noch mal in der Altstadt, da war soweit ich mich erinnere eine Art Kunstmarkt. Und sie war natürlich wunderbar beleuchtet.
Von mir aus könnt ihr gern länger in Frankreich bleiben, aber Spanien ist auch immer super.
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Hallo Susan,
ich komme natürlich auch mit. Bei der Stadtmauer musste ich an Rothenburg o.d.T. denken.
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Da seid ihr in einer schönen Filmlocation gelandet :beifall: .
Treppen steigen in der Hitze ist nicht prickelnd. Der Mauer-Rundgang gefällt mir, auch wenn er körperlich fordert.
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Schloss und Stadtmauer von Carcassonne sehen toll aus (an das Spiel kann ich mich auch noch erinnern, allerdings nur an den Namen, gespielt habe ich es selber nie), gerade auch euer erster Blick mit der alten Brücke im Vordergrund. Diese Ecke von Frankreich fehlt uns noch, wird aber sicher irgendwann gemacht. Man zahlt für das Schloss Eintritt, aber auf den Mauergang kann man kostenlos?
Auch die Altstadt ist sehr nett, der Mittelaltermarkt wäre mir nicht so wichtig gewesen.
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Ein herzliches Willkommen auch an die Nachzügler!
Man zahlt für das Schloss Eintritt, aber auf den Mauergang kann man kostenlos?
Ich hatte gelesen, dass man nur über das Château überhaupt auf den Mauergang kommt; also nicht kostenlos. Vor Ort sind wir dann an zwei Stellen vorbei gekommen, an denen wir den Weg durch Abstieg hätten verkürzen können. Hinauf kommt man dort aber wohl nicht.
Die Cité abends beleuchtet hätte ich durchaus auch gern gesehen, doch nach dem Abendessen waren wir immer zu träge :floet:
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18. September La Bastide Saint-Louis & Canal du Midi
:strahl: und 28°C
Nachdem wir morgens einige Haushaltspflichten erledigt haben, geht es wieder auf Tour. Diesmal in kurzer Hose bzw. Rock.
Carcassonne liegt nicht nur am Fluss Aude, sondern auch am Canal du Midi. 2021 in Bezier haben wir die Gelegenheit zu einer Bootstour verpasst, das wollen wir jetzt nachholen.
Wir rollern die gleiche Strecke wie gestern, denn neben dem Bahnhof liegt auch der Hafen von Carcassonne. Leider ist die fast dreistündige Große Tour um 14 Uhr ausgebucht, wir können erst um 16 Uhr zu einer kürzeren starten.
Damit haben wir jede Menge Zeit uns die so genannte Unterstadt anzuschauen, das Viertel Saint-Louis.
Dieses wurde 1260 unter Ludwig IX einem viereckigen Grundriss errichtet. Die Seiten schützten Bastionen und Gassen wurden schachbrettartig um einen zentralen Platz angeordnet. Durch den Bau des Canal du Midi, entwickelte sich hier stark die Tuchindustrie. Reiche Kaufleute bauten im Viertel prächtige Stadthäuser mit farbenfrohen Fassaden. Einige davon sind noch zu sehen. Die engen Gassen sind nun teilweise Fußgängerzone, gesäumt von Lokalen und Geschäften.
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Herzstück ist der Place Carnot. Dort findet grad ein Markt statt bzw. leider schon mehr der Abbau; sprich viele Fahrzeuge im Weg. Daher spazieren wir erstmal weiter Richtung
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Cathédrale Saint Michel de Carcassonne
Sie wurde im 13. Jahrhundert als einfache Pfarrkirche gegründet und das blieb sie auch bis 1801. Im Zuge eines Vetrages zwischen Napoleon und dem Vatikan wurde sie dann an Stelle der Basilika Saint Nazaire zur Kathedrale des Bistums Carcassonne ernannt, erreichte aber nie deren Bedeutung. Leider ist die Kirche zugesperrt, das Innere können wir nicht besichtigen.
Der modernere Platz davor ist den Opfern der Nazi-Zeit gewidmet (Gedenktafeln in Rostoptik).
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Rechts locken uns Baumreihen die Böschung hinauf, sie gehören zu einer mehrreihigen Allee. Das meiste davon wird zum Parken genutzt. Es gibt aber auch Beete, Bänke zum entspannen, einen Spiel- und einen Bouleplatz. Kurze Ruhepause 8) Am Place de Général de Gaulle tauchen wir durch das Portail des Jacobins wieder ein in die Gassen.
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Figuren von Orlinski sehen wir auch hier
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Stand der Kong nicht letztes Jahr noch in Bastia?
Uns begegnen immer wieder Gruppen von jungen Leuten in gleichen T-Shirts; also diesselbe Aufschrift, aber unterschiedliche Farben. Es stellt sich heraus, dass das die Erstsemester der ansässigen Uni sind. Auf einer Art Schnitzeljagd sollen sie die Stadt kennenlernen.
Schließlich kommen wir wieder zum Place Carnot. Jetzt stehen dort unter den Bäumen hauptsächlich Tische und Schirme der umliegenden Lokale.
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Neptunbrunnen
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Auch wir finden hier ein Plätzchen für Café au lait und Crêpes. Obwohl wir dann immer noch eine gute Stunde bis zur Bootsfahrt haben, bummeln wir schon mal zu Kanal.
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Square André Chénier
Dort formiert sich gerade eine Demo. Mehr als "Macron non" verstehen wir aber nicht.
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Kanalhafen von Carcassonne
und die Schleuse
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eines der vielen Miet-Hausboote
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Ich dachte, dass bunte Schiff wäre ein Werbeträger. Tatsächlich aber kann man im Innern eine Show besuchen. Zitat Touristenbüro: Öffnen Sie Ihre Augen und Ohren weit, es könnte sein, dass die Genies, die dem Canal du Midi Leben gaben, zurückkommen und Ihnen von seiner unglaublichen Odyssee im Laufe der Jahrhunderte erzählen. Ideen kommen, die Wände erzählen, die Elemente entfesseln ...
Hätten wir vorher wissen sollen ::) So warten wir im Schatten der Bäume auf unser Ausflugsboot.
Fortsetzung folgt ...
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Eine Bootsfahrt, die ist lustig ....
Es kommen immer mehr Leute, es wird viertel vor (wir sollten 15 Minuten eher da sein) und 16 Uhr, doch kein Boot in Sicht. Die ersten gehen schon wieder zum Ticketkiosk, als endlich die Helios in Sicht kommt. Die Gäste, die die Croisière Cité gemacht haben, gehen von Bord und wir dürfen einsteigen. Das Boot wird voll, heißt hier und da sind für Fotos Leute im Weg. Wir haben die Croisière Nature gebucht, heißt wir schippern Richtung Westen. Leider kommen wir so an keiner Aussicht auf die Festungsstadt vorbei. Unterwegs werden wir mit Erklärungen beschallt, auf französisch und englisch. Dabei ist letztere immer etwas knapper gehalten. Für andere Sprachen, z.B. spanisch für unsere Sitznachbarn, gibt es eine Mappe mit Fotos und Erklärungen.
Kurz zur Erinnerung: der Canal du Midi ist ein Wasserweg vom Mittelmeer nach Toulouse, der 1681 fertig gestellt wurde. Als Ergänzung bis in den Atlantik diente der Fluss Garonne. Später wurde auch da ein Seitenkanal gebaut. Damals bedeutete der Kanal eine enorme Erleichterung für den Handel, musste man ja nicht mehr die iberische Halbinsel umfahren. Heute dient er hauptsächlich der Freizeitschifffahrt. Auch britische Hausboote schaffen es so nach Carcassonne ;)
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Wir unterqueren einige Brücken, rechts und links sehen wir erstmal nur struppige Böschung.
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etwas hübscher
Zumindest Stelzvögel scheinen sich da wohl zu fühlen
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laut App ein Graureiher
Bald jedoch wird der Kanal mehr von Bäumen flankiert. Die ursprünglich gepflanzten Platanen sind von einer Pilzkrankheit befallen, jetzt experimentiert man mit resistenteren Baumsorten.
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Nebenher auf den alten Treidelwegen sind heutzutage viele Radfahrer unterwegs.
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Gegenverkehr
Nach 3440 m (laut Inschrift) kommen wir zum l'Epanchoir de Foucaud.
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Wir halten hier für einen Erfrischungs- und Boxenstopp; auch regionale Produkte soll man hier erstehen können. Wir bleiben an Bord, denn wir haben keine Lust uns in die Schlangen einzureihen.
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es beim Haus so etwas wie Revisionsschleusen. Damit legt(e) man den Kanal abschnittweise zur Reinigung trocken. Was dabei so alles gefunden wird: von jeder Menge Plastikflaschen über Einkaufswagen und Fahrrädern hin zu kompletten Autos.
Erschreckende Zahlen :hammer:
Als wir da so vor uns hin dümpeln, braust ein Hausboot vorbei. Da wird unser Käptn aber ganz fuchsig. Weiß nicht, ob es Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Kanal und Strafzettel gibt, jedenfalls hat er sich die Bootsnummern notiert.
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Wir kreuzen noch 1682 m weiter nach Westen. Hier säumen zum Teil mal Zypressen das Ufer,
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zum Teil überspannen die Äste fast den ganzen Kanal
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Irgendwo liegt dann ein Wrack am Ufer
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Auf Nachfrage erklärt die Reiseleiterin, dass die Gemeinde das erst nach 16 Monaten entfernen darf, wenn bis dahin der Eigentümer nicht ermittelt werden kann.
Wir nähern uns der Schleuse La Douce und durchfahren sie.
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Schleusenwärter Haus
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nach der Schleuse
fahren wir noch ein kurzes Stück, drehen dann und schippern zurück nach Carcassonne.
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Gegen 18: 20 Uhr sind wir wieder am Hafen. Alles in allem haben wir diese Bootstour genossen; kostete übrigens 11 Euro pP. Mit dem Roller düsen wir zurück zum Campingplatz zum üblichen Abendprogramm.
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Solche Narrowboote kenne ich von England. Manche sind richtige Schmuckkästchen.
Die Bootsfahrt hätten wir auch gemacht. 11 € finde ich dafür nicht zu teuer und man hat vom Wasser aus einen anderen Blickwinkel.
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ein paar Tage auf einem Hausboot über den Canal Midi würde ich auch mal gerne machen, aber das findet Josef zu langweilig :(
dass man Ausflugsfahrten machen kann wußte ich gar nicht, wir sind damals am Kanal entlang gewandert, die Perspektive vom Boot aus ist aber einfach mal was anderes. Nach Frankreich fahren wir sicher noch öfter, das merke ich mir mal!
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Da lohnt sich in Carcassonne nicht nur die Burg/Schloss und Stadtmauer, gefällt mir gut die Unterstadt.
Ein netter Bootsausflug im schönen spätnachmittäglichen Licht, aber tatsächlich ein bisschen schade, dass es nicht auch noch Blicke auf die Stadt gab. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Canal du Midi ja auch so ein endlos Projekt mit vielen Verzögerungen, immer höheren Kosten und stand mehrmals vor dem Aus - und heute erfreut man sich immer noch daran.
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19. September Fahrt in die Pyrenäen nach Bielsa
Heute heißt es endlich: Vamos a España! ;D
Vorher stocken wir beim Carrefour noch unsere Vorräte auf.
Die Autobahnen machen einen Schlenker über Toulouse, den möchte Kersten vermeiden. Die Abkürzungsstrecke ist gar nicht soo viel kürzer und deutlich langsamer, doch zumindest kostenfrei. ::)
Wir landen schließlich auf der La Pyrénéenne (A64) und folgen ihr eine Weile.
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Bei der Ausfahrt 16 fahren wir ab und südwärts ins Gebirge.
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Langsam schrauben wir uns hinauf auf 1825 m Höhe. Die Aussichten dabei werden immer spannender.
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Wir kommen durch einige Ortschaften, sehen aber auch einzelne Gehöfte am Hang.
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Das gewaltige Bergmassiv des Pyrenäenhauptkamms mit den Pics Marioule und de l’Aiguillette stellt sich uns in den Weg.
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Um dem Verkehr die Überquerung der Pyrenäen hier zu ermöglichen, wurde ein Tunnel in den Berg gesprengt und 1976 eröffnet. Obwohl die Straße zweispurig ist und nicht allzu eng, wird die Durchfahrt von einer Ampel geregelt, die angeblich alle 11 Minuten umschaltet. Als wir ankommen, wird sie natürlich grad rot. ::)
Gibt uns Zeit, die Ausblicke hier zu genießen.
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westlich
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südöstlich
Auf dem Bild schwer zu erkennen, Wasserfälle kommen hier die Felsen hinunter. Der Parkplatz ist für Wanderer und Kletterer gedacht, es gibt einige Bergrouten hier oben.
Ich habe nicht die Zeit gestoppt, ob es wirklich 11 Minuten waren, doch schon bald bekommen wir grünes Licht.
Mit der Fahrt durch den drei Kilometer langen Tunnel geht es über die Grenze nach Spanien und wieder hinunter auf 1675 m. Das Willkommensschild verpasse ich irgendwie. Nach weiteren 12 Kilometer bergab bis etwa 1025 m Höhe erreichen wir unser Quartier für die nächsten Tage: Complejo Touristico Camping Bielsa (https://www.campingbielsa.com/). Der Campingplatz ist nett in Terrassen am Berghang angelegt. Außerdem gibt es ein Aparthotel dort und Bungalows zu mieten. Restaurant, Cafeteria und Pool haben wir nicht getestet.
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Aussichten
Nach einer Kaffeepause erkunde ich kurz die nähere Umgebung. Im Tal fließt der Rio Cinca. Ans Ufer komme ich nicht heran, das ist eine Schafsweide abgesperrt.
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Richtung Süden führt der Weg bald vom Flussufer weg, Richtung Norden bei der Brücke habe ich dann freie Sicht
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Der Weg geht hier zwar neben dem Fluss weiter, Büsche und Bäume erlauben aber kaum Ausblicke.
Tagsüber hatten wir so um die 28°C. Leider kommt hier schnell Schatten ins Tal und es wird frisch.
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Die Fahrt durch die Pyrenäen gefällt mir sehr gut. Der Hauptkamm ist erstaunlich hoch.
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Sehr beeindruckend die Fahrt durch die Pyrenäen, das hätte ich gar nicht erwartet, dass das so alpin dort ist.
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20. September Valle de Pineta
Vorsichtshalber hatten wir abends die Heizung angestellt, auf die Stufe bis 12°C. Keine Ahnung, ob sie nachts geheizt hat, morgens stelle ich sie aber flugs höher. ^-^
Es ist bedeckt, eine Regenwahrscheinlichkeit von 30%, Schauer aber erst abends. Wir sind also mutig und gehen trotzdem auf Tour. Mit dem Roller fahren wir bis fast ans Ende des circa 12 km langen Valle de Pineta. Schon die Fahrt ist interessant, denn das U-förmige Tal ist umrahmt von hohen und steilen Bergkämmen. Einzig die dunklen Wolken voraus stimmen mich bedenklich. ??? Es gibt einen großen Parkplatz, Kosten für uns 3 Euro. Pünktlich bei Ankunft fängt es an zu nieseln. :( Zu Fuß geht’s weiter. Wir queren auf einer Brücke das steinige Flussbett des Cinca und kommen über eine Wiese – im Winter ist hier eine Langlaufloipe – zum Infocenter. Das hat eine breit überdachte Veranda, hier können wir uns während des unvermeidlichen Schauers unterstellen.
Wir befinden uns nun im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido
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Er wurde am 16. August 1918 gegründet und ist damit der älteste in den Pyrenäen. Das Pineta Tal liegt am Fuße des Monte Perdido (3355 m) und des Circo de Pineta (Gipfelspitzen des Pico de Pineta 2861 m).
Hier mal Karten aus PDF-Prospekten des Nationalparks und der Gemeinde Bielsa.
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Wir entscheiden uns, die grüne oder gelbe Wanderung zu unternehmen. Die rote ist eine lange Tagestour mit 1200 Höhenmetern.
Es dauert keine Viertelstunde, da hört der Regen auf und wir können uns auf den Weg machen. Über einen breiten Forstweg wandern wir erst durch Wald und dann neben Bächlein her. Es geht langsam aber stetig bergauf.
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Circo de Pineta
Der Himmel wird heller und erste blaue Flecken sind zu sehen.
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Die Aussicht auf dem ersten Bild oben erinnert uns an den Cirque de Gavarnie in Frankreich. Tatsächlich ist der Luftlinie nur wenige Kilometer entfernt.
Nach einer knappen Stunde erreichen wir eine weitere Brücke und können dort Blicke auf eine der unteren Kaskaden des Cinca werfen.
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Hier ist auch der Scheidepunkt der Wege. Für die gelbe Route zum oberen Wasserfall geht es jetzt treppenartig ziemlich steil hoch (hellgrün auf unterer Karte) Da bleiben wir lieber auf dem Forstweg und folgen somit der grünen Route. 8)
Etwa eine halbe Stunde brauchen wir bis zur nächsten Brücke, die über den Barranco de la Larri führt. Auch hier gibt es einen Wasserfall zu sehen.
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Quasi gegenüber schweift unser Blick über den Monte Perdido (Gipfel in Wolken) zu den oberen Wasserfällen des Cinca.
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gezoomt
Laut Wegbeschreibung sind wir bis hier rund 3,5 km gelaufen und um die 300 Meter hinauf. Da haben wir uns doch ein Apfelpicknick verdient. ^-^
Der Forstweg würde weiter führen ins Hochtal von Larri bis zu einer Hütte. Bilder davon schauen auch nett aus, wir wollen Knie und Knöchel aber nicht gleich zuviel zumuten. Laut unterer Karte haben wir nun zwei Alternativen für den Rückweg: den Camino de la Larri (orange) und den Camino de las Cascadas (türkis) Hier oben jedoch sind gedruckte Hinweiszettel angenagelt, die die erste Möglichkeit ausschließen. Der zweite Weg geht durch die Schlucht der Larri mit weiteren Wasserfällen des Flusses. Doch der ist steil und steinig mit schon am Anfang großen Stufen. Ich gehe bis zum ersten Ausguck und entscheide bei Blick auf den weiteren Weg "Nix für uns".
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zwei weitere Kaskaden der Larri
Wir gehen also auf gleichen Weg zurück zum Parkplatz. So können wir noch ein paar nette Bilder bei etwas mehr Sonnenschein machen.
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Geröllhang und Parador de Bielsa
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fast wieder am Ziel (Rückblick)
Nach insgesamt rund dreieinhalb Stunden sind wir wieder am Parkplatz. Für Kaffee und Kuchen wollen wir hinunter nach Bielsa fahren. Unterwegs halten wir kurz am
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Embalse de Pineta
einem Stausee des Cinca
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An der Spitzkehre beim Kriegerdenkmal
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finden wir eine Cafeteria, die uns Cappuccino und Flan (Käsekuchen) bzw. Tiramisu serviert.
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Wir können gut draußen sitzen, denn mittlerweile sind es schon wieder 26°C. Frisch gestärkt drehe ich eine kleine Runde durchs Dorf, während Kersten sein Knie schonen und einen zweiten Kaffee trinken darf.
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Kirche
geschlossen wegen Hochzeit
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Dorfplatz mit Arkaden
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Wir rollern dann zurück zum Campingplatz und können dort noch die Sonne genießen. Das für abends angekündigte Gewitter bleibt aus. Knallen tut später nur ein Feuerwerk, vermutlich von der Hochzeitsgesellschaft.
Strecke heute einfach, der Rückweg war genau der gleiche
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Die Wanderung zu den Kaskaden hätte mir auch gefallen. Ich finde es nicht schlimm, wenn man sich solche Wanderungen alters- bzw. gelenkegerecht einteilt. Wir schwächeln mittlerweile auch :totlach:.
Frisch gestärkt drehe ich eine kleine Runde durchs Dorf, während Kersten sein Knie schonen und einen zweiten Kaffee trinken darf.
Kersten hat eine fürsorgliche Gattin :thumb:.
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Das sieht richtig toll aus dort, diese gefalteten Berge und die Wasserfälle, aber auch das Örtchen ist nett. Das ist eine Region, die mir bisher völllig entgangen ist.
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Kersten hat eine fürsorgliche Gattin :thumb:.
Seinen Fahrer muss man pflegen ;)
Das sieht richtig toll aus dort, diese gefalteten Berge und die Wasserfälle, aber auch das Örtchen ist nett. Das ist eine Region, die mir bisher völllig entgangen ist.
Die Gegend hat einiges schönes zu bieten, leider sind wir nicht zu mehr gekommen.
21. + 22. September Verregneter Sonntag & Fahrt nach Zaragoza
Das angekündigte Gewitter hat sich verspätet; gegen 3 Uhr Nacht geht’s los - Donnerschlag auf Donnerschlag. :o So im Gebirge hallt es auch noch immens. Dazu pladdert der Regen, ein Weilchen hört es sich sogar mehr nach Hagel an. Es dauert eine gute Stunde bis sich die Front verzogen hat. Zumindest Blitz und Donner, regnen tut es weiterhin. So bleibt es bis aus Ausnahmen den ganzen Tag. :( Bei dem Wetter haben wir auch keine Lust zu fahren. Wir harren aus und hoffen auf einen trockenen Montag.
Hat irgendwie auch etwas Gemütliches im warmen WoMo zu hocken, dem Regengeprassel zu lauschen und spannende Krimis zu lesen. :read2:
Der Montagmorgen zeigt sich tatsächlich viel freundlicher. Laut den Vorhersagen - da stimmen mal alle Wetter Apps überein - wird es den Rest des Tages jedoch sehr wechselhaft. Ich habe eigentlich zwei bis drei weitere schöne Touren in petto, allerdings mit längeren Rolleranfahrten. Das ist uns zu unsicher; nass werden wollen wir lieber nicht. ::) Per WoMo sind die Ausflüge nicht zu machen. Schweren Herzens beschließen wir nach Zaragoza weiter zu fahren.
Unser Weg führt uns anfangs auf der A 138 gen Süden durchs Tal des Rio Cinca. Rechts und links bis zu 2300 m hohe Berge.
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Das Tal wird enger bis für die Straße kein Platz mehr ist und sie durch einen kurzen Tunnel weiterführt.
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In einem Reisebericht habe ich gelesen, dass es hinter dem Tunnel eine Möglichkeit für einen kurzen Stopp gibt. Hier kommt man nämlich durch einen kleinen Gang im Fels bis ans Ufer. Wir können tatsächlich halten und ich kraxele wagemutig hinunter für einen Blick in die schmale Schlucht.
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Congosto de las Devotas
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In Ainsa biegen wir nach Westen auf die N260 ab. Wir fahren weiter durch die Berglandschaft der Pyrenäen mit Serpentinen und einigen Tunneln.
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Rio Ara
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Bei dem blauen Himmel bereue ich es kurz, dass wir nicht doch noch geblieben sind. Wenig später aber rollen aus Südwesten dicke Wolken heran
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Bei Sabiñánigo kommen wir auf die Autobahn A23, die uns bis nach Zaragoza bringt. Unterwegs sieht es dann schon viel flacher aus.
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Übernachten werden wir heute auf dem Camping Ciudad de Zaragoza (https://zaragozacamping.com/). Wir bekommen einen der etwas kahleren Stellplätze und leider in Hörweite der Straße.
Kurze Mittagspause. Fortsetzung folgt...
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Berge, Wasserfälle und Schluchten - genau mein Ding! ^-^
Das Tal wird enger bis für die Straße kein Platz mehr ist und sie durch einen kurzen Tunnel weiterführt.
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Solche Straßen liebe ich ja mit dem Wohnmobil. Da ziehe ich automatisch den Kopf ein :o
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Eure Wanderung in den Pyrenäen hat mich auch gleich an den Cirque de Gavarnie erinnert! Schade dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat. Dass es dort einen Parador gibt merke ich mir schon mal, das ist meine Lieblingshotelkette in Spanien 8)
Die Fahrt durch die Schlucht sieht interessant aus, aber in einem PKW würde ich mich da wohler fühlen als in einem Wohnmobil.
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Schade, dass euch das Wetter an weiteren Erkundungen der Pyrenäen gehindert hat. Aber immerhin war die Weiterfahrt noch sehr eindrucksvoll mit der schmalen Straße und den überhängenden Felsen.
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Sorry, die Mittagspause war etwas länger als geplant :floet:
Kleine Bemerkung vorab: die Fotos sind nicht immer in der richtigen zeitlichen Abfolge, speziell bei den Collagen. An manchen Plätzen sind wir mehrmals vorbei gekommen. Da wir uns mehr haben treiben lassen, habe ich erst zuhause den Bildern nach bestem Wissen Orte zugeordnet.
Ein Nachmittag in Zaragozas Altstadt
Wir haben keine Lust, für einen Nachmittag den Roller aus der Garage zu holen. Deshalb nehmen wir den Bus in die Stadt; Fahrzeit etwa 30 Minuten, Kosten 1,65 Euro pP. Dabei gondeln wir durch einige Wohnviertel, die erstaunlicherweise wie amerikanische "gated communities" aussehen. Also schicke Häuser, drumherum ein starker Zaun/Mauer und eine bewachte Einfahrt.
Am Endpunkt der Linie am Puerta del Carmen steigen wir aus.
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Weiß nicht, ob das alte Stadttor hier schon immer stand, oder es jetzt nur den Kreisel verziert. ;) Bis zur Altstadt haben wir noch eine Ecke zu gehen. Da Zaragoza eigentlich (noch) nicht auf dem Plan stand, sind wir etwas ziellos unterwegs. Vom Handynavi lassen wir uns erstmal Richtung Kathedrale führen. Wir kommen an dem "Stadtschild" vorbei,
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außerdem schon mal an zwei Kirchen und netten Häusern.
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Schließlich landen wir beim Plaza Pilar, dem Platz vor der Kathedrale Basilica de Nuestra Señora del Pilar
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Die Kathedrale ist die größte Barockkirche Spaniens und Zaragozas berühmteste Sehenswürdigkeit. Der Überlieferung nach erschien hier im Jahre 40 n.Chr. die Jungfrau Maria dem Apostel Jakobus auf einer Säule. Um diese herum wurden seitdem nacheinander einige Kirchen gebaut. Das heutige Gebäude stammt aus dem 17. Jhd. Es hat an jeder Ecke einen Turm und außerdem 11 bunt gekachelte Kuppeln. Der bekannte Maler Francisco de Goya hat sich im Innern mit Fresken verewigt. Die Tür steht offen, man kommt umsonst hinein.
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Viel Zeit zum Gucken bleibt uns leider nicht. Eine Messe beginnt und wer die nicht besuchen will, wird freundlich hinaus gebeten. Auf der Plaza gibt es weitere Sehenswürdigkeiten.
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An der Fassade der Basilika sehen wir ein Relief zur Geschichte mit der Säule, außerdem den Brunnen Fuente de la Hispanidad in Form einer Karte vom alten Hispanoamerika sowie eine steinerne Weltkugel und zwei Skulpturen Niños con Peces. Das Denkmal für Goya und weitere Statuen sind leider von Gerüsten versperrt.
Wir biegen am südwestlichen Turm der Kathedrale rechts ab und kommen so zum Ufer des Ebro. Dort spazieren wir den breiten Fußweg entlang bis zur Ponte de Piedra. (Irgendwie nicht abgelichtet). Von ihr aus haben wir dann eine schöne Aussicht auf die Basilika, leider etwas Gegenlicht.
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Von der Brücke aus gehen wir geradeaus zurück und landen wieder auf der Plaza und zwar bei Zaragozas zweiter Kathedrale Catedral del Salvador, Kosename La Seo. Eigentlich ist diese die ältere der beiden. Nach langjähriger Rivalität garantierte im 17. Jahrhundert der Papst beiden den Status als Bischofssitz. Wir sind erstaunt, dass hinter dem weißen, römisch anmutenden Portal ein eher maurisches Gebäude zu sehen ist.
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Ursprünglich war hier zu Römerzeiten ein Forum (Markt). Später während der maurischen Herrschaft wurde das in eine Moschee umgewandelt und nach der Reconquista im Jahr 1118 dann als katholische Kathedrale geweiht. La Seo wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, der maurische Stil (Mudéjar genannt) blieb teilweise erhalten.
Ab da spazieren wir kreuz und quer durch die Gassen, kommen vorbei an netten Plätzen
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alten Gemäuern, Arkaden, Graffiti und Tapas Bars.
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Spinnen an der Hauswand, schon Vorboten zu Halloween? Wäre ja etwas früh ::)
Es ist deutlich nach Vier daher gönnen wir uns irgendwo unterwegs schon mal ein Feierabendbier. (https://www.eumerika.de/smf/gallery/30_04_08_25_6_41_28.gif)
Wir sehen auch noch zwei weitere der kleineren Kirchen; insgesamt sind es dann vier
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Die Iglesia de Santa María Magdalena weist eine Besonderheit auf: einen Turm im Mudéjarstil. Dafür hat die Iglesia de San Juan de los Panetesden "schiefen Turm von Zaragoza". Quasi nebenan sehen wir Überreste der altrömischen Stadtmauer. Zaragoza würde nämlich zwischen 24 und 12 v. Chr. von den Römern unter dem Namen Colonia Caesar Augusta gegründet
Der Namensgeber Ceasar Augustus steht als Statue hier noch herum, sonst gibt es wohl wenig römische Ruinen. Außerdem befindet hier die Markthalle der Stadt.
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Vom Handynavi lassen wir uns zurück zur Puerta Carmen leiten. Vor der Rückfahrt braucht Kersten dringend einen Boxenstopp. Und so landen wir bei all den Kneipen in Zaragoza in einer, die drinnen ausgesprochen deutsch bayrisch ist.
:totlach:
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Na dann: Prost!
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Wenn Zeit keine Rolle spielt, ist man mit dem WoMo einfach flexibel und kann dem Regen entkommen :thumb:.
Zaragoza hat euch mit einem Traumwetter begrüßt und die Kathedrale ist wirklich sehr beeindruckend.
Gab es in der Bierstube bayr. Tapas oder seid ihr beim Flüssigbrot geblieben?
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deutsches Bier gibts überall ;D
Zaragoza ist eine sehr schöne Stadt, erinnert mich sehr an Andalusien. Dass es gated communities in Spanien gibt höre ich zum ersten Mal, das finde ich schon erschreckend, solche amerikanischen Verhältnisse will ich in Europa nicht sehen!
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Zaragoza gefällt mir gut mit all den schönen Altstadt Gebäuden.
Dass es in den USA immer wieder bayerische Restaurants gibt, kennt man ja und auch noch auf Mallorca, aber hier wundert mich das schon.
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Gab es in der Bierstube bayr. Tapas oder seid ihr beim Flüssigbrot geblieben?
Der Name des Lokals ist Programm: Lecker spanische Tapas & Lecker deutsche Biere ;D Wir haben uns dort nur flüssig gestärkt.
Dass es gated communities in Spanien gibt höre ich zum ersten Mal, das finde ich schon erschreckend, solche amerikanischen Verhältnisse will ich in Europa nicht sehen!
Solche Verhältnisse möchte ich auch lieber nicht sehen. Doch es scheint wohl leider seine Gründe zu haben. Kersten ist aufgefallen, dass in vielen Orten mindestens im Erdgeschoss vor den Fenstern Gitter angebracht sind. Manchmal auch noch in der ersten Etage. Einbruchsschutz wird also ernstgenommen. :o
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Kersten ist aufgefallen, dass in vielen Orten mindestens im Erdgeschoss vor den Fenstern Gitter angebracht sind. Manchmal auch noch in der ersten Etage. Einbruchsschutz wird also ernstgenommen. :o
In Spanien wird viel eingebrochen. Ein Bekannter hatte ein freistehendes Ferienhaus in Andalusien und da wurde trotz Gitter mehrmals im Jahr eingebrochen.
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Dachten wir uns schon so, daher übernachten wir in Spanien und sonst Südeuropa nur auf Campingplätzen.
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23. September Von Zaragoza zur Sierra de Albarracín
Heute lassen wir die Stadt hinter uns und fahren weiter Richtung Süden. Von etwas flacheren Gelände mit Weinanbau kommen wir wieder hinauf in die Berge; von rund 240 m Höhe auf 1171 m.
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Den Großteil der Strecke bringen wir flott auf der Autobahn hinter uns. Danach führt der Weg auf einer Bergstraße durch ein enges Tal.
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Wir steuern den Campingplatz Ciudad de Albarracin (https://www.campingalbarracin.com/de/) an, unser Quartier für die nächsten Tage. Einen Platz können wir uns auf den westlichen Terrassen aussuchen. Von dort haben wir - nicht ganz direkt - einen schönen Blick auf das "schönste Dorf Spaniens" und seine alte Stadtmauer.
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Der Tag ist noch jung genug für eine Erkundung von Albarracín. Mit dem Roller fahren wir die 1,5 km bis zum Zentrum bzw. zum Parkplatz am Fluss. Denn die Straße hinauf dürfen nur autorisierte Fahrzeuge benutzen. Der alte Ort liegt auf einem nahezu vollständig vom Río Guadalaviar umflossenen Felsvorsprung. Eine Hängebrücke führt zum Paseo Fluvial, auf dem man die Stadt umrunden könnte. Wir jedoch steigen über Serpentinen und Treppen hinauf.
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Aussichten von unten und unterwegs
Wir landen auf der Plaza Mayor mit seinen Arkaden und dem Rathaus.
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Auf einer Seite sind die Arkaden offen, hier haben wir einen tollen Blick auf den Ort am Hang und die Kathedrale. Bestimmt zigtausend Male so abgelichtet worden 8)
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bis hinüber zum Kloster Santa Maria
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per Tele
Wir wandern weiter hinauf bis zum Anfang des oberen Teils der alten Stadtmauer, die sich hier über den kahlen Felsen zieht.
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Die Berberdynastie der Raciniden legten hier in den Jahren 1012 bis 1104 das Festungsdorf mit seiner Mauer an. Häufige Streitigkeiten zwischen den maurischen Kalifaten im heutigen Spanien machten diese gewaltige Wehranlage nötig. Am höchsten Punkt steht der Torre del Andador. Über Pfade könnten wir neben der Mauer entlang laufen, doch darauf verzichten wir mal :floet: Die Aussicht ist auch von hier aus schon wunderschön.
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Wir gehen wieder hinunter und schlendern durch die schmalen, verwinkelten Gassen. Da gibt es viel zu entdecken und abzulichten.
Pflanzenschmuck an den Häusern sehen wir nur wenig.
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Auffällig: die ocker bis rötliche Farbe der Fassaden. Sie kommt vom bevorzugten Baumaterial, das aus der Sierra de Albarracin stammt; rötliche Steine und eine Mischung aus Gips und Eisenoxid.
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Es wurde auch viel Holz verbaut; in Balken, Rahmen, Säulen, Dachvorsprüngen und Balkonen.
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hier und da ein Bogendurchgang
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Dies Schild wird diejenigen von euch, die eher früh essen, nicht so begeistern ;)
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Durchaus übliche Restaurant Öffnungszeiten in Spanien.
Schweift der Blick nach oben sehen wir, wie die Häuser dicht an dicht kleben und sich verschachteln.
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Albarracín hat durchaus viele Besucher und lebt vom Tourismus, doch in den Gassen hier sehen wir keine Souvenir oder T-Shirt Läden, keine bunten Plakate oder auffällige Werbeschilder. Einfach nur mittelalterliches Flair!
Auf einer Bastion der ursprünglichen Maurenburg finden wir ein Cafe, dort können wir nett sitzen. Ich weiß allerdings nicht mehr, was wir dort verzehrt haben :gruebel: Von der Mauer aus haben wir nochmal einen anderen schönen Blick auf den Ort.
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Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zur Kathedrale. Der geht vorbei am
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Portal de Agua
mehr oder weniger die Mauer entlang.
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Catedral de Salvador
Innen kann sie anscheinend nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Dafür können wir vom Mirador Catedral endlich mal die komplette Wehrmauer erblicken (passte nicht ganz ins Foto)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_IMG_5895.jpg)
Es gibt wohl auch noch Überreste des Kastells (https://castillosricsol.es/wp-content/uploads/2021/04/alcazaba-albarracin-11-1024x684.jpg) zu sehen, doch das haben wir irgendwie verpasst.
Stattdessen machen wir uns auf den Weg zurück zum Parkplatz. Tagsüber war es sonnig, aber windig, knapp über 20°C. Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird es kalt. Abendessen daher mal wieder drinnen. Heute Nacht soll die Temperatur bis auf 4°C sinken. Also vorsichtshalber wird wieder die Heizung angestellt.
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Pflanzenschmuck an den Häusern sehen wir nur wenig.
Schade, gefällt mir besser mit grün :)
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Klasse rote Steine :beifall:, wenn auch nur gemauert.
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Das ist ja mal ein wunderschönes Dorf, sowohl die engen Gassen als auch die Ausblicke auf den verschachtelten Aufbau und beeindruckend die lange Stadtmauer.
Das mit den späten Essenszeiten in Spanien ist einfach nur nervig ;D, aber irgendwie kann man sich immer behelfen.
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Was für ein toller Ort! Das ist ja erstaunlich dass es keine Andenkenläden oder Ähnliches gibt, das hätte ich auf jeden Fall erwartet. Die Essenszeiten passen für uns :thumb:
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24. September Wanderung Barranco de la Hoz
Morgens drehe ich auch hier die Heizung nochmal hoch. Doch schon bald wärmt wieder die Sonne. In Fleece gehüllt können wir sogar draußen frühstücken.
Danach werden die Wanderstiefel geschnürt und der Roller gesattelt. Durch die beeindruckende Felsenlandschaft der Sierra de Albarracin fahren wir nach Calomarde. Dort habe ich nämlich eine Schlucht Wanderung entdeckt. 8)
Am Ortsausgang können wir den Roller abstellen, einen größeren Parkplatz soll es ein Eckchen weiter geben. Ein wenig verwirrt uns die Beschilderung hier; da steht nämlich Cañón de los Arcos. Erst später bemerken wir das gesuchte Schild und vom anderen Ende aus hat der Weg noch einen anderen Namen ::)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz3a.jpg)
Ein breiter Weg führt in das Tal hinein, durch das der Rio de la Fuente del Berro fließt. Oder auch Rio Blanco, da ist man sich nicht ganz einig in den Beschriftungen. Witzig: hier stehen sogar Straßenlaternen am Rand; wenigstens die ersten hunderte Meter.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_IMG_3995.jpg)
Der erste markante Wegpunkt ist El Moricacho eine Felsformation mit Röhrenhöhle, der zweite der Blick zum Barranco Mingo Marco.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz1.jpg)
Zwischendurch kommen wir noch an einem kleinen Staubecken vorbei, das ziemlich zugewachsen ist.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz5.jpg)
Kurz danach gabelt sich der Weg; rechts geht es den Berg hinauf und später an den Felsen entlang, links am Rio weiter. Ratet mal, wo wir lang gegangen sind ;)
Ist ja nicht so, als gäbe es da keine Herausforderungen ^-^ Bachquerung auf Steinen und wackligem Holzbrett und so einiges an Treppen, hinauf und wieder hinunter..
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz2.jpg)
Nächster Wegpunkt
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_DSCN6989.jpg)
Cueva de las Albardas
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_IMG_3960.jpg)
Blick von einer der Gitterbrücken
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_IMG_3966.jpg)
Wir kommen schließlich zur Pasarelas de Calomarde bei der Puente de Toba. Rio und Weg zwängen sich hier durch eine Klamm, teils auf nur ein Meter Breite. Manchmal müssen wir den Kopf einziehen, einmal gehts sogar nur gebückt weiter. Das Gestein im Durchgang ähnelt einer Tropfsteinhöhle.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz7.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz6.jpg)
Am Ende der Klamm wechseln wir mal wieder die Flussseite. Es geht den Hang hinauf und wenig später wieder eine Treppe hinunter in einen wunderschönen Canyon.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz10.jpg)
Der weitet sich dann, wir müssen mal wieder über eine Brücke. 8)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_IMG_3975.jpg)
Beim Anblick des nächsten Anstiegs streikt Kersten >:D Laut Wanderbeschreibung sind wir zwar erst knapp 2,5 km gelaufen - kann das wirklich stimmen? - doch für uns 60plus hatten die es schon in sich. Vor allem müssen wir ja auch wieder zurück.
Am Fuße des Treppenwegs gibt es einen dicken Baumstamm zum Sitzen. Also
Picknick Pause ;D
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Alle gestärkt? Dann vamos…
Von der Brücke schnell ein Telefoto von der Kaskade
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_DSCN7004q.jpg)
dann wandern wir auf gleichem Weg zurück nach Calomarde. Die Aussichten werden uns ganz und gar nicht langweilig. ;D
Wieder durch den Canyon und die Treppe hinauf
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz11.jpg)
der Abstieg zur Puente de Toba
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz9.jpg)
und durch die Klamm. Nun sehen wir auch die entsprechende Felsbrücke besser
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz8.jpg)
Weitere Impressionen vom Rückweg
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_DSCN7019.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_DSCN7020.jpg)
einer der Aufstiege zum oberen Weg
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz12.jpg)
Wir sind schon wieder an El Moricacho vorbei, als mir die Vögel an und über der Felswand auffallen. Sind das etwa Geier?
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_collHoz4.jpg)
Nach insgesamt etwa zweiunddreiviertel Stunden sind wir wieder beim Parkplatz. Gegenüber gibt es eine kleine Picknick Area. Da verschnaufen wir kurz und tanken Rhabarberschorle.
Danach düsen wir mit dem Roller zurück nach Albarracín. Drei kleine Stopps müssen noch sein:
Bei der Cascada Batida. Da geht es elend viele Treppenstufen hinunter, wir begnügen uns mit dem Blick von oben
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_IMG_3999.jpg)
bei El rollo de Calomarde
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/11/comp_snap_elRollo4.jpg)
und beim Supermarkt, Hack und Wein kaufen.
Zurück beim Campingplatz legen wir die Beine hoch; bei Sonne vorm, danach im WoMo
(https://www.eumerika.de/smf/gallery/30_01_07_25_7_00_36.gif)
heutige Strecke einfach
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Ich liebe :herz: solche Barrancos oder Schluchten, wie sie hierzulande heißen. Diese war besonders sehenswert und es gab sogar noch einen prachtvollen Arch :thumb: .
Die Geier (es sind tatsächlich welche) warten wohl auf Futter. Deshalb mit 60+ bloß keine Risiken eingehen :cool2: .
Wart ihr da ganz alleine unterwegs?
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Wirklich eine sehr schöne Wanderung, abwechslungsreich mit den Treppen, den Wasserfällen und durch die engen Schluchten und voll scheint es auch nicht gewesen zu sein.
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Die Wanderung hat mir auch sehr gut gefallen.
Gab es denn kein Eis oder Kuchen am Nachmittag? ;)
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Freut mich, dass euch diese Wanderung auch gefällt. Bei den Recherchen habe ich erstaunlich viele Schlucht Wanderungen in Spanien gefunden. Ob die alle so interessant sind, wäre noch zu testen ;)
Ganz allein waren wir nicht unterwegs, so vielleicht ein gutes Dutzend Leute sind uns begegnet.
Manchmal gibt es zum Nachmittagskaffee tatsächlich "nur" Kekse ^-^
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Die Schluchtenwanderung ist genau nach meinem Geschmack 8) und den Rollerhelm konntet ihr dabei gut benutzen in den niedrigen Gängen :thumb:
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25. September Kiefern, Felsbrocken & Steinzeitbilder
Nachts hatte es wieder nur um die 5°C, auch morgens ist es noch frisch, jedoch herrlich sonnig.
Unsere Gelenke haben gestern doch etwas gelitten, daher gibt es heute nur eine kurze Wanderung. Mit dem Roller düsen wir zum Naturpark Pinares de Rodeno und zwar zum Parkplatz El Navazo. Dort gibt es einen Aushang mit den Wandermöglichkeiten. Wir entscheiden uns für den Rundweg SL-TE 20 Pinturas Rupestres, ca. 2,8 km. Etwas flüchtig geguckt suchen wir überall nach dem Weg. Oops, erst Adlerauge Kersten entdeckt, dass es vom Parkplatz aus wohl anfangs noch ein Stück neben der Straße her geht.
So kommen wir zum Picknickbereich. Dort sehen wir schon mal Prachtexemplare der hier typischen Rodeno-Kiefer. Sie ist auch als Harz-Kiefer bekannt und fühlt sich wohl im steinigen Gelände. Der Hauptweg ist gut ausgebaut, teilweise auch mit Holzbohlen.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collRodeno2.jpg)
Schon am Parkplatz haben wir uns über junge Leute gewundert, die anscheinend Matratzen mit sich herumschleppen. Als ein solches Pärchen hinter uns deutsch spricht, frage ich da mal nach. Es sind tatsächlich dicke Matten und sie werden fürs Bouldern gebraucht. Da klettert man ohne Ausrüstung Felsen hinauf und springt dann wieder hinunter. Angeblich ist der Park hier bzw. Albarracin eines der bekanntesten und beliebtesten Bouldergebiete. Naja, Felsbrocken gibt es hier ja reichlich. Beim Klettern haben wir dann aber keinen so richtig gesehen.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7047.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7045.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collRodeno3.jpg)
Der Boden hier besteht aus rotem Standstein, "Rodeno" genannt. Durch Erosionen entstand eine Vielzahl an Felsgebilden.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4023.jpg)
Burger
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7059.jpg)
Neandertaler
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collRodeno1.jpg)
Höhlen und Felsüberhänge wurden ebenso ausgewaschen und in einigen von ihnen hat ein Forscher 1903 Felsmalerei (pinturas rupestres) entdeckt, die er der Jungsteinzeit zuordnete. Der Wanderweg führt daran vorbei und wir können sie besichtigen. Zum Schutz sind die entsprechenden Höhlungen mit Gittern abgesperrt. Es gibt Tafeln mit Erläuterungen zu den Zeichnungen, trotzdem müssen wir schon sehr scharf hinsehen, um sie an den Wänden zu entdecken. Beliebt sind offenbar Kühe und Stiere,
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collRodeno4.jpg)
andernorts sehen wir ein Pferd, einen Hirsch und Bogenschützen.
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Ob diese Hütte auch steinzeitlich nachgebildet wurde, stand leider nicht dabei
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7053.jpg)
Wendepunkt des Weges ist ein Aussichtspunkt
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(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7052a.jpg)
Von dort aus ist der Weg unbefestigter, aber immer noch gut zu gehen. Bei Rückkehr am Picknickplatz tanken wir erstmal Schorle, dann rollern wir zurück bis zum Parkplatz del Cabrerizo. Dort führt ein Weg über Felsen bis zu einem Aussichtspunkt über die Cabrerizo Schlucht.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4033.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4029.jpg)
Von hier aus könnte man in die Schlucht hinabsteigen, doch das schaut schon sehr steil aus.
Morgen haben wir etwas mehr vor, daher relaxen wir den Rest des Tages
(https://www.eumerika.de/smf/gallery/30_01_07_25_7_02_05.gif)
Strecke heute einfacher Weg
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Auch wieder eine schöne Wanderung. Erinnert mich fast ein bisschen an das Dahner Felsenland in der Pfalz.
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Du hättest mir die Gegend glatt als Nordamerika verkaufen können :beifall:.
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Auch wieder eine schöne Wanderung. Erinnert mich fast ein bisschen an das Dahner Felsenland in der Pfalz.
Das wollte ich auch gerade sagen :)
Aber solche Zeichnungen findet man dort nicht! Schön das sie noch erhalten sind (im Gegensatz zu unserer Wanderung am Gardasee)
Dass Leute ohne Ausrüstung auf Felsen klettern habe ich schon gesehen, aber dass sie dann auf Matten runterspringen noch nicht. Klingt für mich ziemlich verletzungsanfällig…
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Dass Leute ohne Ausrüstung auf Felsen klettern habe ich schon gesehen, aber dass sie dann auf Matten runterspringen noch nicht. Klingt für mich ziemlich verletzungsanfällig…
Runterspringen eigentlich nicht. Das ist nur zum Schutz beim Bouldern, falls man fällt. Aber vielleicht springen da auch manche runter :weissnicht:, wenn's mit dem Klettern nicht mehr funktioniert. Ein Seil haben die ja nicht.
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Das Dahner Felsenland bzw. der Pfälzer Wald an anderer Stelle kam mir auch gleich in den Sinn ;D besonders auch an diesem Aussichtspunkt mit den Absperrungen auf den Felsen.
Auf jeden Fall gefällt mir das sehr gut, dazu Sonne, blauer Himmel, angenehme Temperaturen :beifall:
Das mit den Matrazen hört sich für mich auch recht risikobehaftet an, egal ob man bewusst springt oder ungewollt fällt. Und wirklich Lust erst mal mit einer Matte loszuwandern hätte ich auch nicht.
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Mit dem Vergleich zum Dahner Felsenland scheint ihr euch ja einig zu sein :D Ich wollte da auch schon mal hin, wurde beim letzten Mal aber überstimmt und "musste" zur Völklinger Hütte ::)
Es sah schon putzig aus, wie die da mit ihren Matratzen losgezogen sind. Leider keine Bilder gemacht. Auf jeden Fall wird Bouldern nicht unser neuer Freizeitsport.
Du hättest mir die Gegend glatt als Nordamerika verkaufen können :beifall:.
Dann warte mal ab, es kommt noch besser :zwinker: So einige Gegenden in Spanien erinnern uns an die Landschaft des amerikanischen Südwestens. Eigentlich kein Wunder, dass die da damals Kolonien gegründet haben.
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Vorab ein herzliches Dankeschön an Horst für diesen tollen Reisetipp!
26. September I. Rambla Barrachina aka El Cañón Rojo
Auch heute haben wir wieder blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein.
Für die Rollerfahrt ziehen wir lange Hose und Pullover an, doch es ist schon zu ahnen, dass es später warm werden wird. Vor dem Vergnügen kommt erstmal ein langer Ritt (fast 42 km) ;) Außerdem muss ich höllisch aufpassen, dass wir den Abzweig nicht verpassen, denn das Ziel ist nicht ausgeschildert. Erschwerend kommt hinzu, dass grad an der N330 gebaut wird. Natürlich müssen wir prompt eine Ehrenrunde drehen ::)
Über Schotter- und Sandpiste kommen wir dann zum Parkplatz. Unter dem von Horst erwähnten Baum stehen sogar zwei WoMos. Sowas hätten wir unserem Dickschiff nicht zugemutet.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4066b.jpg)
Utah-Feeling ;D
Grad kommt der Fahrer des deutschen VW Busses zurück und stellt die übliche Scherzfrage "Seid ihr ganz aus Hannover mit dem Roller hier?" Ja, klar! Er gibt uns dann Tipps, wo denn hier Wege entlang gehen. Vom Parkplatz aus gehen wir gerade einen kleinen Wall hinauf und folgen dann dem ausgetretenen Sandpfad weiter bergan. Rechts wie links blicken wir auf Bryce ähnliche Felswände.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7066.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7068.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collRojo1.jpg)
schroffe Abbruchkanten
Vor Millionen von Jahren angehäufte Ton und Mergelablagerungen erodierten durch Wind und heftige Regenfälle im Lauf der Zeit. Zurück blieben vertikale Rinnen, Türmchen am Fels und flachere Hügel.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7070.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collRojo2.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7087.jpg)
Auch im Boden um den Weg herum zeigen sich Erosionsgräben. So ist hier und da ein beherzter Sprung zum Weiterkommen nötig.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7071.jpg)
Schließlich landen wir auf einem bewaldeten Kamm, hier stoßen wir auf eine weitere Sandpiste. Rechts ginge es in ein weiteres Tal, doch da steht ein fettes Schild "privado". Also wandern wir links weiter und kommen zu einem Aussichtspunkt in besagtes Tal.
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(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7082.jpg)
Von dort aus spazieren wir noch weiter, die Piste verläuft sich in einen Pfad und irgendwann scheint es nicht recht weiter zu gehen. Zumindest nicht ohne etwas Kraxelei.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7083.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7084.jpg)
Aussicht von dort nach Süden, wo wir hergekommen sind
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4049.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4050.jpg)
Berg gegenüber
Der VW-Bus Fahrer sprach zwar von einem Rundweg, sagte aber auch, dass er rund 11 km gegangen wäre. Das ist uns etwas viel, daher tanken wir Rhabarberschorle und marschieren auf gleichem Weg zurück.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7073.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7069.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7094.jpg)
Damit ihr einen Überblick über das Gebiet bekommt, verlinke ich hier mal eine Drohnenaufnahme (https://maps.app.goo.gl/LyrmiToshcaT566ZA)
Im Web hatte ich Bilder von Slotcanyon ähnlichen Abschnitten gesehen, doch die müssen an einem anderen Weg liegen.
Teil II. folgt ...
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Hallo Horst,
habe mir gerade nochmal deinen Bericht angeschaut. Ihr scheint einen etwas anderen Weg gegangen zu sein? Die Felsnadel und den Blick auf die roten Hügel haben wir so nicht gehabt :gruebel:
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:beifall: Das ist doch eindeutig der kleine Bruder vom Capitol Reef NP.
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Schon bei Horst bewundert und nun auch hier, eine ganz unerwartete, beeindruckende Landschaft. Wirklich erstaunlich, dass das scheinbar gar kein so großer touristischer Anziehungspunkt ist.
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Da wir ja Spanien nächstes Jahr als Ziel angedacht haben, habe ich mir die Reiseberichte von Horst auch noch mal durchgelesen und habe es sehr bedauert dass dieses Gebiet nicht an der Nordküste liegt. Muss ich also ein anderes Mal hinfahren. Und natürlich nicht im Hochsommer! Das schaut jedenfalls wie in Utah aus, ich liebe es :herz:
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26. September II. Teruel – Stadt der Mudéjar-Türme
Vom Cañón Rojo rollern wir hinauf zur Altstadt von Teruel. Wir finden einen Parkplatz ehe die Straßen eng werden und landen so am oberen Ende der Escalinata del Óvalo, eine Treppe mit Park zum modernen Teil der Stadt speziell zum Bahnhof.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4068.jpg)
Sie wurde 1920 bis 1921 gebaut und zwar im Neo-Mudéjar Stil, die moderne Variante des Mudéjarstils. Der verbindet alte islamischer Architektur und Stilelementen der Romantik, Gotik oder Renaissance. Er entstand Ende des 12. Jahrhunderts und verbreitete sich in Spanien (und seinen Kolonien) bis ins 17. Jahrhundert. Damit haben wir auch schon zwei der Türme ;)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_teruel9a.jpg)
Die obere Freitreppe habe ich frontal nicht komplett auf den Chip gebannt bekommen (Panorama Stitch Versuche gescheitert).
Wir spazieren durch eine Gasse weiter hinauf und sehen schon bald einen der drei Türme mit alten Toren zur Stadt; die anderen folgen später
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collTeruel3a.jpg)
Wir kommen geradewegs zum zentralen Platz; offiziell Plaza Carlos Castel, inoffiziell Plaza Torico. Im 12. Jahrhundert befand sich Alfons II mit seinem Heer hier in der Gegend auf Eroberungsfeldzug. Die Legende sagt, dass auf einmal die Soldaten einen Stier erblickten, der von einem leuchtenden Stern geleitet wurde. Daraufhin gehorchten sie nicht mehr dem König, sondern folgten dem Stier. Dort, wo der dann stehen blieb, bauten sie eine Festung und gründeten so Teruel.
Der Fuente del Torico mit der großen Säule, die von einem kleinen Stier gekrönt wird, ehrt diese Legende.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collTeruel1.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4070.jpg)
Plaza
Hier erspähe ich schon ein nettes Cafe, doch der Gatte will erst noch nach Alternativen schauen. Also bummeln wir weiter durch die Gassen. Wir kommen am Museum vorbei und kleineren Kirchen zur Kathedrale. Dabei sind wir "Opfer" der spanischen Siestazeit - es ist alles geschlossen. ::)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4071a.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collTeruel4.jpg)
Das Portal der Kathedrale schaut erstmal so gar nicht katholisch aus und auch der Turm ist eindeutig Mudéjar.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collTeruel6.jpg)
Catedral de Santa Maria de Mediavilla
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4076.jpg)
An der Plaza davor steht auch das Rathaus von Teruel und ein Seniorenheim, das ich wegen des Gebäudes fotografiert habe.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7108-1.jpg)
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4077a.jpg)
Links abgebogen kommen wir flugs wieder zur Plaza Torico und mangels Alternativen lassen wir uns dann bei dem Cafe nieder, das ich gleich anfangs gesehen habe. Mit spanischen Brocken meinerseits und Gestik seitens des Kellners kommen wir dort dann sogar zu unseren Eisbechern ;D
In Teruel kursiert außerdem eine Romeo-und-Julia Liebesgeschichte.
Das junge Mädchen Segura, Tochter sehr reicher Eltern, verliebte sich in den armen Juan Martínez de Marcilla. Doch natürlich verbot Seguras Vater eine Hochzeit. Doch die Liebenden gaben nicht auf und drängten den Vater so lange, bis der schließlich einwilligte, Juan dürfe Segura heiraten, wenn er es innerhalb von fünf Jahren schaffe, ein kleines Vermögen zu erwirtschaften. Juan zog also in die Welt hinaus, um Geld zu verdienen. Segura hörte nie auf an den Geliebten in der Ferne zu denken. Sobald allerdings die fünf Jahre um waren, verheiratete Seguras Vater das junge Mädchen mit einem reichen Adeligen.
Juan kehrte mit einem Vermögen zurück und war natürlich untröstlich. Er bat Segura wenigstens um einen letzten Kuss, doch diese, hin und her gerissen zwischen Liebe und Sünde des Ehebruchs, verweigerte ihm den. So starb Juan an gebrochenem Herzen. Bei seiner Beerdigung schenkte Segura ihm den gewünschten Kuss und brach tot zusammen. Man beschloss die Liebenden von Teruel wenigstens im Tode zu vereinen und begrub sie zusammen.
Viele Jahrhunderte später fand man zwei Skelette und erinnerte sich an diese Legende. Da fertigte man richtig prachtvolle Sarkophage an und errichtete ein Mausoleum. Dies suchen und finden wir dann, doch natürlich ist auch hier geschlossen. Immerhin können wir ein Denkmal der Liebenden anschauen. Das Relief an der Treppe zeigt übrigens die Todesszene aus der Geschichte.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_collTeruel5.jpg)
Wir fahren zurück zum Campingplatz. Schon auf der Hinfahrt ist uns aufgefallen, dass am Aeropuerto ungewöhnlich viele Maschinen zu sehen scheinen. Zwischenzeitlich nachgeschlagen: der Flughafen von Teruel ist eher ein Flugzeugfriedhof. Dort werden stillgelegte Flugzeuge abgestellt und ausrangierte Maschinen ausgeschlachtet und verwertet.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_snap_teruel2.jpg)
Tele Schnellschuss
Das Restaurant am Campingplatz schaut sehr nett aus, da gehen wir zum Abendessen hin. Mit Fleecejacke können wir sogar draußen sitzen. Die Bedienung spricht nur spanisch, doch immerhin gibt es eine englische Übersetzung der Speisekarte. Und nun spielt uns unsere Sparsamkeit einen Streich :floet:
Wir bestellen das Sonderangebot: eine Flasche Rioja Rotwein und eine Fleischplatte für zwei Personen für 35 Euro. Erwartet haben wir eine Grillplatte, doch wir hätten slaughter meat wörtlich übersetzen sollen. Schlachteplatte ist nun so gar nicht Kerstens Fall. Er isst sich dann mit Pommes, den Schaschlik ähnlichen Spießen und Schinkengriller ähnlichen Würstchen halbwegs satt. Ich als Landkind darf mich dann mit der gebratenen Rotwurst und fett fettrandigem Braten vergnügen. Zumindest war dessen Speckrand schön kross. Die rosa Brühwürste (vermutlich) gehen wieder zurück. Nächstes Mal gibt es wieder Burger ;)
Zumindest der Rotwein ist wirklich lecker
(https://www.eumerika.de/smf/gallery/30_01_09_25_8_15_34.gif)
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Zwischenzeitlich nachgeschlagen: der Flughafen von Teruel ist eher ein Flugzeugfriedhof. Dort werden stillgelegte Flugzeuge abgestellt und ausrangierte Maschinen ausgeschlachtet und verwertet.
Das ist der europ. Recyclinghof. Der amerikanische ist beim Mojave Air & Space Port in Kalifornien. Was zu verwerten ist, wird ausgeschlachtet bzw. Flugzeuge eine Zeit lang geparkt.
Schlachtplatte ist ja noch schlimmer als labbrige Pommes :totlach:. Ich bin da ganz bei Kersten.
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Teruel sieht richtig toll aus (das blaue Haus hinter derm Stierbrunnen ist auch wunderschön), da hattet ihr zwei wunderbare Ziele an diesem Tag. Wegen der Siestazeit habe ich in Sevilla auch ein paar Kirchen nicht von innen anschauen können, zum Glück war das nur bei den nicht ganz so bedeutsamen der Fall.
Schlachtplatte mag ich sehr gerne, aber da gibt es wohl viele Varianten davon, bei uns sind da keine Pommes dabei, sondern Sauerkraut und Kartoffeln, Kassler, Leberknödel, Blut- und Leberwurst, alles gekocht und heiß, also ein Essen für kühlere Tage.
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Das sieht ja echt aus wie in den USA :)
Richtig schöne Gebäude in Teruel.
Gibt es denn kein Foto von der Schlachtplatte? Die hätte ich gerne mal gesehen. ^-^
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Das blaue Haus ist das Paradebeispiel für den Jugendstil ( spanisch modernista) in Teruel. Anscheinend gibt es so viele Häuser davon, dass die Stadt auch ein Jugendstil-Festival abhält. Uns sind sie jetzt weiter nicht so aufgefallen außer am Plaza Torico
Hier nochmal ein Bild
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_DSCN7098.jpg)
Gibt es denn kein Foto von der Schlachtplatte? Die hätte ich gerne mal gesehen. ^-^
Wir waren wohl zu geschockt eins zu machen. ::) Aber auch im Web - wollte ja wissen, was wir da gegessen haben- habe ich kein entsprechendes gefunden :weissnicht:
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Das blaue Haus ist das Paradebeispiel für den Jugendstil ( spanisch modernista) in Teruel. Anscheinend gibt es so viele Häuser davon, dass die Stadt auch ein Jugendstil-Festival abhält. Uns sind sie jetzt weiter nicht so aufgefallen außer am Plaza Torico
Hier nochmal ein Bild
Danke Susan, ich bin begeistert, richtig schön.
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27. September Von Albarracín nach Aranjuez
Es gäbe in der Gegend von Albarracín noch einiges Nettes anzuschauen, doch zumindest jetzt haben wir noch einen gewissen Zeitplan einzuhalten. Wir fahren daher heute weiter Richtung Westen. Anfangs geht's auf gleicher Strecke nach Calomarde, dann weiter durch Berge und Hochtäler.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4086.jpg)
Chao!
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4092.jpg)
Wir standen schon öfter nahe der Mündung des längsten Flusses der iberischen Halbinsel, nun kommen wir an seinem Ursprung vorbei.
(https://50plusroadtrips.de/wp-content/uploads/2025/12/comp_IMG_4095.jpg)
Fuente Garcia
die Quelle des Rio Tajo / Tejo. Nicht sehr eindrucksvoll ;) Dann schon eher das Monument dazu aus dem Jahr 1974.
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Vater Tajo
und Sinnbilder der drei Provinzen seines Quellgebietes: Guadalajara (Ritter), Cuenca (Vase) und Teruel (Stier). Er fliesst rund 816 km durch Spanien, bildet für 48 km die Grenze nach Portugal und strömt 145 km weiter bis in den Atlantik ( 1009 km).
Es geht weiter durchs Gebirge. Kurzer Stopp mit Aussicht auf einen Stausee (nicht vom Tajo)
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Embalse de la Toba
Etwas längerer Halt beim Ventano del Diablo. Dort hat der Teufel mal keine Brücke gebaut, sondern Fenster - natürlich in Form eines Schädels. ;) In der Höhle soll er Hexensitzungen abgehalten haben und jene, die sich zu weit herauslehnten, in den Abgrund gerissen haben.
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Rund 200 m unter uns der Rio Júcar, immerhin auch 500 km lang. Hier freue ich mich über meine Anschaffung einer Handyhülle mit Kordel, da brauche ich nicht so weit über die Brüstung schauen.
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Wir fahren weiter nach Cuenca, kaufen dort kurz bei Lidl ein und düsen danach über die Autobahn bis nach Aranjuez. Dort steuern wir den Camping Internacional (https://www.samay.com/de/camping-aranjuez/) an. Wir waren hier schon einmal für eine Zwischenübernachtung. Da es so aussah, als gäbe es auch etwas zu besichtigen, wollte Kersten gern nochmal hierher.
Beim Bummel über den Platz stellen wir fest, dass der Tajo um einiges gewachsen ist ^-^
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In der Höhle soll er Hexensitzungen abgehalten haben und jene, die sich zu weit herauslehnten, in den Abgrund gerissen haben.
Gut, dass dich die neue Handyhülle vor einem Sturz bewahrt hat :cool2:.
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Sehr interessant dieser Neo-Mudejar Stil, das habe ich in den wenigen Teilen Spaniens die ich kenne noch nicht gesehen, auch der spanische Jugendstil gefällt mir sehr gut, ich sehe schon: Spanien ist noch einige Reisen wert :)
Eine Handykette habe ich seit ein paar Jahren, eine der besten Anschaffungen ever…
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Auch die Gegend durch ihr heute gefahren seit, sieht sehr interessant aus, wirklich erstaunlich, dass Spanien auf so wenige Ziele (also touristisch) reduziert wird.
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28. September Aranjuez Palacio Real & Jardin de la Isla
Das Wetter macht dem Sonntag keine Ehre. Es ist zwar warm, aber stark bewölkt. Für später wird Regen angesagt. Da ist eine Schlossbesichtigung ja genau das Richtige. Wegen der Einbahnstraßen hier in der Stadt müssen wir gut 3 km mit dem Roller fahren.
Die Gegend hier am Tajo gehörte damals im 9. Jahrhundert dem Orden des heiligen Jakobs vom Schwert. Dessen Ritter errichteten im Dorf Aranjuez ein kleines Jagdschlösschen. In Folge von Skandalen, in denen der Orden verwickelt war, wurde Ferdinand II. 1493 durch den damaligen Papst als Verwalter des Ordens eingesetzt. Sein Nachfolger Karl V. machte Aranjuez zum königlichen Besitz. Er begann, das kleine Schloss und seinen Park auszubauen, und errichtete eine erste Brücke über den Tajo. Philipp II. ließ dann 1560 eine standesgemäße Residenz erbauen, den Palacio Real. Der wurde dann im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet.
Wir kommen über die Plaza de Parejas zum Palast. Die Ausmaße der Residenz sind riesig und kaum in Gänze abzulichten. Leider ist nur ein Teil des Platzes nett anzuschauen, der Rest eher trist und staubig.
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In den Nebengebäuden waren und sind wohl Verwaltungsbüros untergebracht. Vielleicht auch Dienstwohnungen. Tja, und wo ist nun der Eingang? ;) Etwas versteckt da unter den Arkaden
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Eintrittskarten hatte ich kurz vorm Urlaub online gebucht, Zeitschlitz musste angegeben werden. Kosten 9,77 Euro für mich, Kerstens Seniorenrabatt von 5 Euro haben wir in einen Audioguide investiert. Den Helm mussten, den Rucksack haben wir in ein bewachtes Schließfach gesperrt. Über einen Innenhof, in dem gerade für eine Veranstaltung etwas aufgebaut wird, kommen wir ins hochherrschaftliche Treppenhaus.
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Bei der Kuppeldecke sind wir nicht sicher, ob das wirklich Holzeinlegearbeit ist oder geschickte Trompe-l'œil (Maltechnik). Deckenfrescos kriegen wir ebenfalls mehr als reichlich zu sehen.
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Wer all die Künstler gewesen sind, konnten wir uns wirklich nicht merken ;)
Wir spazieren dann durch eine Reihe prunkvoll ausgestatteter Räume.
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Ballsaal
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Musiksalon
Die maurischen Kalifate wurden ja zurückerobert, deren Bewohner vertrieben; Kunststile jedoch weiter verwendet wie hier im Herren Raucherzimmer
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Ankleidezimmer der Königin
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ihr Schlafgemach
Jetzt weiß ich auch, warum die immer Bettvorhänge hatten: damit diese Vielfalt an Gemälden und Deko den Schlaf nicht stört ;)
Überwältigend erdrückend in der Hinsicht ist das Porzellanzimmer. Die einzelnen Motive der Wandverkleidung sind ja nett anzuschauen, doch alles zusammen....
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Wie es sich für eine katholische Königsfamilie gehört, hat natürlich jedes Privatzimmer noch seine eigene Gebetsecke.
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und dann wäre da noch der Thronsaal
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Okay, protzen gehört zum königlichen Handwerk, doch würdet ihr so wohnen wollen?
Wir landen schließlich wieder bei der Freitreppe
Fortsetzung folgt ...
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Weiter gehts...
Im Erdgeschoss können wir dann noch eine Ausstellung von Kutschen bewundern. Außerdem die prachtvollen Brautkleider der letzten beiden Königinnen und den anderen Töchtern von Juan Carlos.
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Sehr üppig, doch irgendwie wirken sie unbequem.
Wir besuchen noch kurz die königliche Kapelle, ehe wir Helm und Rucksack einsammeln und den Palast verlassen.
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Es sieht aus als würde es noch trocken bleiben wollen, daher gehen wir hinüber zu den umliegenden Gärten. Der Jardin del Parterre ist leider mit Bauzäunen abgesperrt.
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Jardin del Rey
direkt am Palastgebäude. Finde ich jetzt nicht sonderlich beeindruckend.
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Der Rio Tajo
fließt hier in Schleifen durchs Tal. Im Zuge des Palastbaus 1560 wurde ein Kanal direkt am Palast vorbei angelegt und auf der dadurch geschaffenen Insel ein Schlosspark gestaltet. Darauf spielt der berühmte Beginn des Dramas Don Carlos von Schiller an: "Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende." Von da an (bis etwa 1656) durfte sich dann nämlich nur noch der Hof dort aufhalten.
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Jetzt dürfen auch wir den Jardin de la Isla betreten 8) Blumenschmuck gibt es kaum zu sehen, umso mehr Bäume und Ornamenthecken. Außerdem einige Brunnen mit Skulpturen aus der griechisch-römischen Mythologie. Um Wasser zu sparen, sprudeln die allerdings immer nur sporadisch.
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Fuente de la Boticaria
da haben wir Glück
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Herkules und die Hydra, sowie Apollo
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Fuente del Niño de la Espina
der arme Junge hat wohl einen Dorn im Fuß
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Diana
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Bacchus und Neptun
Wieder in der Nähe des Schlosses angelangt können wir noch die Cascada de las Castañuelas am Kanal bewundern.
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Fallen euch auch die vielen, vielen Tauben am Palastgebäude auf? Die machen eine Menge Dreck, wie wir bei näherem Hinsehen merken.
Diese Runde durch den Park ist etwa 2 km lang. Den Rückweg zum Roller wählen wir über die La Plazalastetas, einem weiteren eher kargen Platz. Wir kommen noch an einer Statue der Venus vorbei, am Mariblanca Brunnen und der Iglesia de San Antonio de Padua.
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Da die Wolken nun doch immer dunkler werden, sehen wir zu, dass wir flugs zurück zum WoMo kommen. So verpassen wir die Frontansicht vom Palast. (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7e/Palacio_Real_de_Aranjuez_%28bannerportada_esvoy%29.jpg/2560px-Palacio_Real_de_Aranjuez_%28bannerportada_esvoy%29.jpg) Hier habe ich auch noch ein Luftbild des Palacio Real (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fd/Vista_aerea_del_Palacio_de_Aranjuez.jpg/1280px-Vista_aerea_del_Palacio_de_Aranjuez.jpg) zur Übersicht. Ob der Palast außer als Museum noch benutzt wird, konnte ich nicht herausfinden.
Schauern tut es dann erst am frühen Abend.
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Hatte ich beim gestrigen Tag irgendwie übersehen, dass ihr so nah an Madrid wart und mich bei diesem Königspalast schon gewundert, dass der so mitten im Land steht ;D Aber die Karte hat es dann aufgeklärt.
Sehr beeindruckend der Palast, ich war vor zig Jahren mal ein paar Tage in Madrid, das wäre sicherlich noch ein tolles Ziel gewesen (ich nehme an, auch mit den Öffis zu erreichen), aber damals haben wir uns auf das Stadtzentrum beschränkt. Wobei es dort ja auch einen königlichen Palast gibt (und ich frage mich gerade, warum wir den nicht von innen angeschaut haben).
Von der Tapete mit den grünen Ranken würde ich Alpträume bekommen.
Ich dachte, bei diesen Springbrunnen, wird immer wieder dasselbe Wasser verwendet, so dass sich der Wasserbrauch im Rahmen hält.
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Echt nervig dass man überall Tickets mit Zeitslots vorbuchen muss, wie soll ich vorher wissen an welchem Tag es regnen wird und daher ein Museumsbesuch passend ist?
Der Prunk im Schloss erschlägt einen, da gefällt mir der grüne Garten besser.
Tauben die überall Dreck machen sind sehr lästig, vermutlich werden sie von den Touristen gefüttert sonst wären sie bestimmt nicht so zahlreich.
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Okay, protzen gehört zum königlichen Handwerk, doch würdet ihr so wohnen wollen?
Auf gar keinen Fall. Ich denke, dass die modernen Adligen heutzutage auch anders wohnen. Zum Repräsentieren müssen sie halt die alten Gemäuer nutzen.
Dieses Vorbuchen ist wirklich lästig. Für die Alhambra als Touristenmagnet kann ich es verstehen. Aber ob dieser Palast so viele Besucher hat :gruebel:?
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Uiuiui... das jetzt doch etwas viel Schnörkelei :o
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Es gibt eine Bahnverbindung zwischen Madrid und Aranjuez, Fahrtzeit zwischen 31 und 45 min, fährt etwa 25 mal am Tag.
Die Wandverkleidung mit den grünen Ranken ist aus Porzellan, durch das Plastische wirken die Ranken noch aufdringlicher.
Ich dachte ja auch, dass Brunnen gar nicht so viel Wasser verbrauchen, da sie ja umlaufen. Doch so stand es an den Eingängen :weissnicht: Vielleicht wollen sie eher Strom sparen?
Am Wochenende waren im Schloss schon recht viele Besucher, natürlich nicht so viele wie Alhambra oder anderswo. Oft kann man ja noch recht kurzfristig buchen (natürlich nicht Alhambra), so dass uns Zeitschlitze jetzt nicht so viel ausmachen.
Die modernen Adligen haben höchstwahrscheinlich schicke moderne Apartments in den alten Gemäuern. Werden wir nicht beweisen können, da sie uns kaum einladen werden ^-^
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29. September Aranjuez – Jardin del Principe
Heute strahlt wieder die Sonne vom Himmel.
Eigentlich liegt unser heutiges Ziel dem Campingplatz gegenüber, es fehlt nur die Fähre über den Tajo. ;) Also rollern wir dorthin, ähnliche Strecke wie gestern. Wegen der Einbahnstraßen irren wir etwas umher bis wir den Eingang finden.
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Der Jardin del Principe ist ein Landschaftspark, dessen Anlage der Prinz von Asturien, später Carlos IV, 1772 beauftragte. Die Gestaltung sollte die Vielfalt und die Größe des spanischen Weltreiches darstellen. Der Großteil des Parks besteht wieder aus Wald. Ein Labyrinth von Wegen durchzieht ihn – mal symmetrisch, mal sternförmig oder scheinbar wahllos angelegt. Zum Glück gibt es Wegweiser.
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Das erste Gebäude in Sicht; vielleicht mal ein Kiosk?
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Der Tajo bildet die Grenze des Parks, heute sind hier einige mit SUP und Kajak unterwegs.
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Das Museo de Falúas Reales befindet sich im Park. Es zeigt eine Sammlung wunderschön erhaltener königlicher Barken. Das hätte mich schon interessiert, leider ist es zur Zeit wegen Renovierung geschlossen.
Wir spazieren daher Richtung Fuente de Narciso. Altgriechischer Legende nach war Narziss ein schöner Jüngling, der sich an einer Quelle hockend rasend in sein Spiegelbild verliebte und letztlich vor Sehnsucht danach starb.
An der Brunnenanlage tragen vier muskulöse Atlanten quasi die Quelle. Narziss wird von einem Hund begleitet und hinter den beiden ist ein Pfau sichtbar (Symbol für die Eitelkeit).
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Zu unserem Glück fängt der Brunnen doch noch an zu sprudeln und zwar mit durchaus ansehnlichen Fontainen.
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Gleich darauf kommen wir zum Grenzdamm des Gartens am Ufer des Tajo und auch zur -abgesperrten- Anlegestelle gegenüber des Campingplatzes (Bild siehe erster Tag)
Durch die Bäume sehen wir einen weiteren Brunnen hohe Fontainen ausstoßen.
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Als wir dann näher zum Fuente del cisne (Schwanenbrunnen) kommen, tröpfelt es nur noch. Zwei kindliche Wassermänner mit Fischschwänzen halten mit ihren Armen einen Schwan am Hals. Wegen der Faunenköpfe rund um das Becken heißt er alternativ "Brunnen der Köpfe".
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Ein paar Meter weiter stoßen wir auf den Apollo Brunnen. Der Gott der Poesie und Musik hockt dort auf einem Haufen Steine. Der soll er den Berg Parnass darstellen, den Ort an dem die Musen leben.
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Keine Anzeichen für baldige Wasseraktivität.
In so einem königlichen Park darf natürlich ein Aussichtspunkt nicht fehlen. Dafür entstand der "Schweizer Berg" mit einem kleinen Pavillon am Gipfel.
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Blick von oben
Schon öfter sind uns jugendliche Gruppen begegnet. Vielleicht auch so ein Erstsemester Tag? Hier stürmt grad eine besonders laute Truppe hinauf, daher flüchten wir schnell.
Einen asiatischen Touch bietet dann der Chinesische Teich.
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Pagode und Tempelnachbau
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mexikanische Sumpfzypresse
über 200 Jahr alt mit einem Durchmesser von über 2 m und knapp 38 m Höhe.
Weit im Osten des Parks steht das Gartenschloss Casa des Labrador.
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Hier traf sich die adelige Gesellschaft, nachdem sie sich bei der Bootsfahrt über den Tajo prächtig amüsiert hatten, zum Tanz oder Karten- und Billardspiel. Auch das Vergnügungsschloss wird noch renoviert und ist daher momentan nicht zu besichtigen.
Hier sehen wir endlich mal was Blühendes. Anderes, z.B. am Apollobrunnen war leider vertrocknet.
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Auf dem Rückweg kommen wir noch an der Isla americana vorbei.
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Danach wandern wir relativ geradeaus zurück zum Eingang.
Jetzt haben wir uns eine Erfrischung verdient! Wir hatten schon ein nett aussehendes Lokal entdeckt. Hat auch eine nette Terrasse zum Fluss hin
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Leider Ruhetag. Okay, ich war gewarnt, dass hier Montag nichts los ist, weil dann Schloss und Museen geschlossen sind. Das gilt scheinbar auch für die angebotenen Bootstouren auf dem Tajo.
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Neben dem Burger König am Ort finden wir dann doch noch eine Art Cafe. Es gibt sogar Eis ;D Kersten nimmt den Drei-Kugel-Becher, ich probiere mal eine? Batida. Was nichts anderes ist als ein Milchshake, doch sehr lecker.
Den Rest des Tages
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Ich habe mal versucht unsere Strecke im Park nachzuvollziehen, irgendwie sind wir aber mehr kreuz und quer gegangen. Da sind einige Kilometer zusammengekommen.
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Ein fontänenreicher Tag :thumb:. Die liebten wohl Springbrunnen ;D.
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Hübscher Park, schade, dass die Springbrunnen nicht alle in Betrieb waren, das scheint das Highlight des Parks zu sein.
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Ich glaube, Springbrunnen haben fast alle Schlossbesitzer gern. 8) Zumindest haben auch die Herrenhäuser Gärten unserer Hannover Herrscher eine große Fontaine, damals die höchste ihrer Zeit.
30. September Auf nach Andalusien
Heute ist ein reiner Fahrtag. Da die meisten Autobahnen in Spanien mittlerweile mautfrei sind, nutzen wir diese auch. Über die Autovia del Sur (A4) geht es nach Süden. Einer der ersten Eindrücke - wurde ja auch mal Zeit einen zu sehen
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Osborne Stier
ursprünglich Werbung für den Osborne Brandy Veterano wurde er zum nationalen Symbol Spaniens.
Landschaftseindrücke
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Die typischen alten Windmühlen der La Mancha können wir nur in weiter Ferne erspähen. Aber vielleicht kommen wir ja später noch daran vorbei. Die Fahrt durch die Despeñaperros Schlucht verläuft zum großen Teil im Tunnel. Der dazu gehörige Naturpark wäre sicher auch mal interessant anzuschauen.
Danach bestimmen Olivenbäume das Bild der Landschaft
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Bei Bailen wechseln wir auf die Autovia Sierra Nevada - Costa Tropical (A44). Bald schon wird es wieder bergig.
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Wie der Name der Autovia verspricht, sammeln wir jede Menge Eindrücke von Spaniens Sierra Nevada. Es ist das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel, der Mulhacén mit 3482 m der höchste Berg.
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Unser Ziel heute ist die Gemeinde La Zubia südlich von Granada und dort der Campingplatz Reina Isabel (https://campingreinaisabel.com/). Da er nicht allzu groß ist, habe ich rechtzeitig reserviert. Ist auch nötig, er war die ganze Zeit voll belegt. Die uns zugewiesene Parzelle ist nicht besonders breit, dafür aber mehr als lang genug.
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Ich bin ja von Sevilla nach Granada gefahren (mit dem Bus), also eine andere Strecke, aber auch da sind wir an endlosen Olivenbaumhainen vorbeigekommen und es war teilweise auch sehr bergig.
Wie es von den Fotos her scheint, war die Autobahn bei euch auch so wenig befahren (außerhalb der Städte) wie bei mir.
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Da bin ich gespannt auf Andalusien :)
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Da sieht es ein bissl aus wie in Griechenland :cool2:.
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Wie es von den Fotos her scheint, war die Autobahn bei euch auch so wenig befahren (außerhalb der Städte) wie bei mir.
Mit Ausnahme der Autobahn an der nördlichen Küste (die am Mittelmeer entlang sind wir nur einmal nachts gefahren) ist es tatsächlich so, dass außerhalb der Städte wenig Verkehr auf den Autovias ist.
Da sieht es ein bissl aus wie in Griechenland
;) und in Slowenien oder Kroatien oder Südfrankreich. Es gibt da so einige Ähnlichkeiten. Erdkunde LK ist zu lange her, als dass ich noch weiß, wie weitreichend die Karstgebirge sind.
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1. Oktober Alhambra: Calle Real bis Alcazaba
Ja, auch wir starten unseren Aufenthalt in Granada mit dem Besuch der Alqalá al Hamra, der roten Burg. ;D
Christina hat ja schon ausführlich über den Eintritt dort geschrieben. Wir haben uns für die 72 Stunden Granada Card entschieden, Kosten 59,57 Euro pP. Damit ist der Eintritt zu mehr Sehenswürdigkeiten als wir je in drei Tagen besuchen könnten abgegolten. Außerdem haben wir jeweils neun Busfahrten und eine Runde mit der "Bimmelbahn" dabei. Auch dort muss zwingend eine Eintrittszeit für den Nasriden Palast angegeben werden. Anfang September war da für heute erst etwas ab 14 Uhr frei.
Wir fahren mit dem Roller dorthin, am einfachsten wäre die Route über die Stadtautobahn. Doch nachdem wir gestern gesehen haben wie dort gefahren wird, möchte mein Fahrer die lieber meiden. 8) Also geht es durch die Stadt und natürlich bergauf, denn nahezu jede Burg liegt ja zumindest auf einem Hügel. Bemerkenswert: Mopeds und Roller sind äußerst beliebte Fahrzeuge in Granada - kein Wunder bei den vielen schmalen Gassen. So viele wie hier haben wir nicht mal in Florenz gesehen.
Wir landen richtig bei den großen kostenpflichtigen Besucherparkplätzen. Dann wird es verwirrend. Zuhause hatte das Navy noch den speziell für die "Motos" angezeigt, hier oben findet es den nicht mehr :gruebel: Auch beim herumkreiseln finden wir nur den für Fahrräder. Also fährt Kersten einfach die Straße weiter "irgendwo werden wir schon halten können" und siehe da, plötzlich taucht rechts so ein Moto-Parkplatz auf. Sogar recht nah am Eingang beim Ticketshop. Dort werden Karte und Ausweis zum ersten Mal gescannt. Kameras und Handtasche umgehängt, Rucksack und Helm wandern in ein Schließfach.
Dann spazieren wir die Calle Real entlang nach Westen.
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Ein Blick durch die Hecke zum ehemaligen Kloster San Francisco
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Es wurde 1495 gegründet und war das erste christliche Kloster in Granada nach der Eroberung der Stadt durch die Katholischen Könige im Jahr 1492. Errichtet wurde es auf den Überresten eines alten Nasridenpalastes. Nach langer Vernachlässigung und militärischer Nutzung, wurde das Gebäude restauriert und zum Parador umgebaut.
Die Pflege der Formschnitte braucht hier und da schon schweres Gerät
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Links sehen wir die Grundmauern eines der Adelspaläste in der Alhambra. Wir kommen vorbei an einem kleinen arabischen Badehaus.
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Die Ausstellung über den Komponisten und Gitarristen Ángel Barrios darin ist uns irgendwie entgangen. Daneben
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Iglesia de Santa María de la Encarnación
hier die Gartenansicht
Es folgt der nicht zu übersehende Klotz des Palacio de Carlos V.
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König Karl V. gab dieses Schloss 1527 in Auftrag, aber es wurde nie fertiggestellt, und er hat auch nie dort gelebt. Seine Nachfolger gaben sich zwar Mühe, doch die Arbeiten wurden immer wegen Verschuldung eingestellt. Erst im 20. Jahrhundert bekam die Bauruine ein Dach und wurde restauriert. Seit 1958 ist dort das Museum der Schönen Künste untergebracht. Interessant ist vor allem der kreisrunde Innenhof.
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Ich kann Kersten nicht motivieren, das Museum zu besuchen. ::)
Vor dem Palast gibt es einen nett angelegten Garten, ein prima Warte"saal" für den Eintritt zum Nasridenpalast.
Wir haben jedoch noch Zeit für eine weitere Besichtigung. Dazu gehen wir durch das so genannte Weintor (Puerta del Vino), eines der ältesten Bauten der Alhambra.
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Heutzutage steht es relativ frei auf einem Platz, früher war es sicher mehr in die Wehranlagen eingebunden. Angeblich sollen hier die Weinvorräte gelagert worden sein, daher der Name. Andere sagen, dass hier die arabischen Wörter "Bib al-hamra'" (Rotes Tor oder Alhambra-Tor) und "Bib al-jamra" (Weintor),verwechselt wurden. 8) Auf der Innenseite (linkes Bild) soll sich über den Fenstern die Inschrift "Es gibt keinen Sieger außer Gott" befinden. Auf der Außenseite sieht man auf einem der Keilsteine einen Schlüssel mit Kordel, über den Sinn wird noch gerätselt. Vielleicht der zu einer geheimen Schatzkammer?
Wir gehen nun über den Plaza de los Aljibes, unter dem sich eine große Zisterne befindet. Jahrhundertelang haben die Bewohner Granadas von diesem Wasser getrunken, das ihnen von Wasserverkäufern mit Eseln hinunter in die Stadt gebracht wurde.
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Vor uns erheben sich die gewaltigen Mauern und Türme von La Alcazaba, der Festung, die den Palast und die Stadt schützen sollte. Für die Besichtigung müssen wir wieder Granadacard und Ausweis vorzeigen. Das wird erneut eine Tour über Mauern und Türme. Von den Gebäuden innerhalb stehen nur noch die Grundmauern.
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Torre de la Vela
Die Glocke auf dem Turm bestimmte den Tagesrhythmus und sandte Warnungen. Der Sage nach sollten junge Frauen, wenn sie die Glocke läuten, bald ihrem Ehemann begegnen.
Die Aussichten von hier aus gehen vor allem hinüber zum alten Viertel Albaicín und eine Mauer, ähnlich der in Albarracín, sowie nach unten auf Plätze und Innenhöfe der alten Herrenhäuser.
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Nach der Besichtigung verschnaufen wir auf einer der Gartenbänke vor Carlos Schloss und warten auf unseren Eintritt zum Nasriden Palast
Fortsetzung folgt...
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Ach wie schön die Alhambra wieder zu sehen.
Ich hätte ja gedacht, dass die Hügel rund um Granada, die man von der Alhambra aus sieht, später im Jahr grüner werden, aber die sehen bei dir genauso aus wie bei mir im Winter, aber, vielleicht waren sie im Frühjahr grün und sind über den Sommer ausgetrocknet und braun geworden.
An eine Bimmelbahn (die in eurem Ticket dabei ist), kann ich mich gar nicht erinnern, aber vielleicht fährt die im Winter nicht. Mal sehen, ob ihr die genutzt habt.
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Weiter in der Alhambra - Nasridenpalast
Uns erscheint es ziemlich ruhig vor dem Eingang. Vielleicht Mittagspause? Als gegen zehn vor Zwei dann doch etliche Leute auftauchen, reihen wir uns in die Schlange ein. Wenig später geht es dann los und ja, die Uhrzeit auf der Karte wird kontrolliert.
Wie alle orientalischen Paläste ist auch dieser in drei Bereiche gegliedert. Jeder hat einen eigenen Patio und Gebäude darum herum.
Wir betreten den Palast im Mexuar, hier sprach der Emir als oberster Richter Recht. "Tritt ein und du wirst Gerechtigkeit finden" in arabisch soll hier irgendwo an der Wand geschrieben stehen. Nach der Übernahme der Christen sowie der Explosion eines Pulverlagers 1590 gab es in diesem Bereich viele bauliche Veränderungen. So konnte das ursprüngliche Aussehen nicht mehr rekonstruiert werden. Die Decke mit Intarsien z.B. ist aus christlicher Epoche.
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Auch momentan wird hier wieder gebaut, daher kommen wir nicht in den dazu gehörigen Hof.
Weiter spazieren wir zum Trakt des offiziellen Königshaus, in dem das politische und diplomatische Geschehen stattfand. Mittelpunkt dort ist der Myrtenhof.
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Blick zum südlichen Eingang
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Cormares Turm
mit dem
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Saal der Gesandten,
in dem der Thron des Herrschers stand und zwar genau in Linie zum Wasserbecken.
Wie ihr seht, waren wir nicht allein dort. ;)
Wände und Decken sind hier reich verziert, Ausblicke aus den Fenstern momentan leider durch Gerüst versperrt. Die Schnörkel sind arabische Schriftzeichen; überall in der Alhambra wurden Gebete und Gedichte eingemeißelt.
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Wir kommen dann zum berühmtesten Patio der Alhambra, dem Löwenhof.
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Der Namen kommt vom Brunnen in der Mitte, den wir leider noch nie in Aktion gesehen haben.
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Jeder der Löwen ist etwas unterschiedlich gestaltet, sie sollen die zwölf Tierkreiszeichen symbolisieren. Ein Gedicht am Beckenrand sagt, das Wasser sei wie "Perlen transparenten Lichtes", "flüssiges Silber, das durch Juwelen fließt" und verhindere das Brüllen der ihres Lebens beraubten Löwen.
Die Arkaden erinnern an die Kreuzgänge christlicher Klöster. Tatsächlich könnte der Erbauer die Idee von einem befreundeten christlichen Herrscher haben. Den Hof umgeben die privaten Gemächer des Emirs und seiner Familie, wie der Saal der Abencerrajes, der Königssaal, Bäder und die Frauengemächer, uns als Harem bekannt.
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Einer der Säle, für eine Sekunde ohne Besucher
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Alles prachtvoll, am beeindruckendsten finden wir die so genannten Honigwaben-Gewölbe an den Decken
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weitere Details
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Am Nordende des Löwentraktes sehen wir einen kleineren Saal mit einem Erker in der Mitte; den Mirador de Daraxa. Dies war das Schlafgemach der Hauptfrau des Emirs, sozusagen seiner Königin.
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Diese hatte damals einen freien Blick in die Landschaft, heutzutage schauen wir hinunter in den Lindaraja Hof.
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unten im Hof
Dort finden wir eine Bank für eine kurze Verschnaufspause.
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Ach wie schön die Alhambra wieder zu sehen.
Das dachte ich auch nach deinem Bericht, der den Anstoss gab doch nocheinmal hierher zu fahren. ^-^
Ich hätte ja gedacht, dass die Hügel rund um Granada, die man von der Alhambra aus sieht, später im Jahr grüner werden, aber die sehen bei dir genauso aus wie bei mir im Winter, aber, vielleicht waren sie im Frühjahr grün und sind über den Sommer ausgetrocknet und braun geworden.
Ich vermute letzteres, doch vielleicht sind einige Stellen immer so kahl.
An eine Bimmelbahn (die in eurem Ticket dabei ist), kann ich mich gar nicht erinnern, aber vielleicht fährt die im Winter nicht. Mal sehen, ob ihr die genutzt habt.
Haben wir, soviel sei schon mal verraten. Der Tren Touristico fährt auch im Winter, sieht aber moderner aus als andere "Bimmelbahnen"; mehr wie Kleinbus mit Hängern.
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Alhambra letzter Teil: Partal Gärten & Generalife
Vom Ausgang aus dem Palast beim Lindaraja Hof kommen wir direkt zu den Partal Gärten. Die sind entlang der Wehrmauer angelegt und so sehen wir da auch einige Türme. Der erste ist auch gleich der schönste
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Turm der Damen
Da sind grad ein paar Influenzas am Filmen, daher schauen wir uns den nicht näher an. ::)
Wir steigen die von Wasserbecken begleitete Treppenanlage hinauf und spazieren dann den Paseo de las Torres entlang.
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Beete unterwegs
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einer der weiteren Türme
das nächste Ziel im Blick
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"Way to go" ::)
Der Generalife ist die Sommerresidenz der Emire gewesen. Berühmt sind vor allem die am Hang gelegenen Gärten.
Der erste Eindruck ist allerding ein ziemlich karger Platz, der wohl als Veranstaltungsort genutzt wird. Hier ist auch Gelegenheit für einen Boxenstopp.
Danach wird es jedoch schon schöner: Alleen mit Wasserbecken in der Mitte
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bunte und grüne Beete
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unterhalb wachsen auch einige Weinstöcke und wir haben von hier aus einen schönen Blick auf die Burganlagen
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am hinteren Ende kommen wir zum Patio mit des Emirs "Ferienhaus" ;)
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Einer Sage nach war in einem der Gebäude einst Prinz Ahmed al Kamel eingesperrt. Er hatte die Sprache der Vögel gelernt und in seiner Einsamkeit wurden eine Fledermaus, eine Schwalbe, ein Sperber, einige Nachtigallen und eine treue Taube seine Freunde. Eine Eule und ein Papagei halfen ihm die Gunst einer christlichen Prinzessin zu erlangen, die er dann heiratete. Als der Prinz dann König wurde, ernannte er aus Dank die Eule zum Ministerpräsidenten und den Papagei zum Zeremonienmeister.
Durch den Palast kommen wir zum Zypressenhof. In einem der Bäume hier soll mal eine Sultanin versteckt gelebt haben. Von dort aus startet auch die Escalera de Agua, eine Treppe durch deren Geländer Wasser hinunterfließt. Auf Podesten sehen wir auch noch das ein oder andere Brünnlein.
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Sie bringt uns die Hänge hinauf zu Gärten, die erst im letzten Jahrhundert angelegt wurden.
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Letztlich erreichen wir wieder das Eingangsgebäude bei den Parkplätzen. Gut viereinhalb Stunden haben wir uns in der Alhambra aufgehalten.
Jetzt haben wir uns aber eine Erfrischung verdient ;D Ziemlich genau gegenüber von unserem geparkten Roller finden wir ein Cafe mit Selbstbedienungstresen. Dort bekommen wir nicht nur günstig einen Cafe con leche, sondern auch als Süßes so etwas Pain au chocolat ähnliches.
Wir düsen danach zurück zum Campingplatz mit einem kurzen Einkaufsstopp beim Lidl La Zubia.
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Hallo Susan,
jetzt bin ich endlich auch wieder hinterher gereist! Die Alhambra ist einfach herrlich, ich muss da auch noch mal hin. Ihr habt den Löwenbrunnen immerhin bewundern können, bei uns war damals der ganze Bereich eingerüstet und wurde gerade restauriert. Irgendwas sind die wohl immer gerade am renovieren. Es sieht ja auch alles total gepflegt aus, auch die Gärten, da ist das Geld der Besucher sinnvoll angelegt!
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Die Alhambra hast du sehr schön bebildert und beschrieben :beifall:. Die ganzen Infos spare ich mir dann im Bericht :cool2:. Aber noch steht Andalusien auf der Bucketlist.
Mir gefallen vor allem die filigranen Bauelemente.
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Sehr schön, das alles nochmal zu sehen.
Bei mir war der Löwenbrunnen "in Betrieb", aber großartig sprudeln tat es nicht, da musste man schon genau hinschauen, um das Wasser zu sehen, das aus dem Maul der Löwen kam. Bei euch waren doch mehr Besucher unterwegs als bei meinem Besuch und als ich dort war, konnte man nicht so nah an den Löwenbrunnen, man musste unter den Arkaden bleiben, das war super, da man so Fotos ohne andere Besucher drauf machen konnte, ich dachte, das wäre absichtlich aus diesem Grund so geregelt, aber offensichtlich wird das immer wieder unterschiedlich gehandhabt.
Beim Generalife macht sich die wärmere Jahreszeit bei eurem Besuch positiv bemerkbar, da es nun viel grüner und bunter ist. Sonst kann ich allerdings keinen größeren Unterschied hinsichtlich der Jahreszeit erkennen, klar hier und dort ein paar Blumen mehr, aber unterm Strich würde ich dort jederzeit wieder im Winter hin.
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Die Alhambra kann man sich immer mal wieder ansehen, wir waren jetzt das vierte Mal dort. Es ist wirklich schön, dass so vieles noch erhalten und restauriert wurde.
Die Alhambra hast du sehr schön bebildert und beschrieben :beifall:. Die ganzen Infos spare ich mir dann im Bericht :cool2:. Aber noch steht Andalusien auf der Bucketlist.
;D dann gebe ich mir mal Mühe Andalusien in der Liste hochzuschubsen.
Bei mir war der Löwenbrunnen "in Betrieb", aber großartig sprudeln tat es nicht, da musste man schon genau hinschauen, um das Wasser zu sehen, das aus dem Maul der Löwen kam.
Laut meiner schlauen Quelle "Die Alhambra für Kinder" (gekauft 2010) hatten es die islamischen Herrscher lieber, wenn das Wasser nur leicht plätscherte.
Passend zur Umgebung habe ich da mal wieder den Roman "Mondlaub" von Tanja Kinkel gelesen
1492 gehen in Granada 700 Jahre Maurenherrschaft zu Ende. Layla, die Tochter des letzten Emirs und seiner zweiten rechtmäßigen Gemahlin kastilischer Abstammung, erlebt den Untergang einer Welt und die Geburt einer neuen.
Zu empfehlen, wenn ihr historische Romane mögt.
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2. Oktober I Granada - Kathedralen Viertel
Wieder prachtvolles Besichtigungswetter!
Nach einem gemütlichen Frühstück satteln wir erneut den Roller. Im Navi hatte ich den Moto Parkplatz beim Plaza Nuevo programmiert, der liegt schön zentral für unsere Pläne. Die Route ist ein Umweg, den Einbahnstraßen und Anwohnerzonen geschuldet. Einmal mehr zeigt sich, dass Granada eine Zweiradstadt ist - reichlich Autos sind trotzdem unterwegs. Wir werden durch eine Sperre ausgebremst - mal wieder eine Demo - und es ist gar nicht so einfach auf dem Sozius neu zu navigieren. Schließlich halten wir da, wo schon einige Roller stehen. Und so gar nicht mal schlecht, denn in wenigen Schritten sind wir an der Gran Via de Colón nahe dem Kathedralen Viertel.
Unser erster Besuch gilt der Capilla Real.
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außen
Die katholische Königin Isabell fühlte sich 1504 ernsthaft krank und orderte deshalb den Bau einer Grabkapelle in Granada. Schließlich errang sie dort einen wichtigen Sieg, außerdem gefiel ihr die Stadt. Die Arbeiten begannen jedoch erst 1505 Monate nach ihrem Tod und dauerten bis 1517, ein Jahr nach dem Tod ihres Königs Ferdinand. 1521 wurden sie und ihr Gatte dann in die Capilla Real umgebettet. Tochter, Schwiegersohn und Enkel fanden ebenfalls dort ihre letzte Ruhestätte.
Es darf hier nicht fotografiert werden, daher zwei Bilder aus dem Web: Capilla Real (https://ticketsgranadacristiana.com/uploads/blogs/637dcb5b66c26.jpg) und Sarkophage der Reyes Catholicos (https://cdn.dipgra.es/my-media-files-bucket/images/2201402capilla-real-4.2e16d0ba.fill-1138x640-c100.jpg)
In einem angeschlossenen Museum können wir einige der königlichen Besitztümer anschauen, z.B. Krone, Zepter, des Königs Schwert, Goldschmiedearbeiten, Bilder und alte Bücher.
Weiter geht es nach nebenan zur Kathedrale von Granada.
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Wie Christina schon schrieb, ist diese schön hell in überwiegend weiß und gold gestaltet.
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Am besten gefällt mir die Sternenkuppel
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Wie üblich gibt es etliche Seitenkapellen für einzelne Heilige. Die sind zum Teil auch dunkler ausgefallen.
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Statt Kerzen anzuzünden leuchten hier bei Geldeinwurf LED-Kerzen auf; vielleicht nicht gerade romantisch, doch pfiffig eine Brandgefahr gemindert.
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Platz vor der Kathedrale
Von dort aus spazieren wir Richtung Jerónimo Kloster. Dabei kommen wir vorbei an netten Plätzen
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Plaza de la Trinidad
und dem botanischen Garten der Universität
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Das Kloster hat mittlerweile Mittagspause. Schade, doch wir haben dies Jahr ja schon einige Klöster gesehen.
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Der Gatte hat Kaffeedurst. Wir sind ja an einigen netten Lokalen vorbei gekommen, doch das wird überall grad Mittag gegessen. Ich scheue mich dann immer, einen Tisch zu besetzen und nur etwas zu trinken. ::) Auch die Markthalle San Augustin bietet alles mögliche an außer Kaffee ::)
Vorbei am Plaza Isabel Católica
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mit dem Denkmal zur Capitulaciones de Santa Fe
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Anders als von mir gedacht, hat es aber nichts mit der Vertreibung der Mauren aus Granada zu tun (verwirrender Name). Es ist der königliche Auftrag des kastilische Königspaars Isabella und Ferdinand an den Seefahrer Christoph Kolumbus, eine Entdeckungsreise in den Atlantischen Ozean zu unternehmen. ^-^
Eine Rast können wir schließlich in der Cafeteria Bernina 1930, in einer der Gassen auf der anderen Seite der Gran Via einlegen; Cafe con leche bzw. eine Batida. Kersten darf sich noch einen zweiten gönnen, während ich versuche unsere Busfahrkarten zu bekommen. Die sollen wir nämlich an einem ATM in der Gran Via mit dem zugeschickten Code ziehen können. Okay, ich dachte bei ATM an einen Geldautomaten, doch gemeint war der Ticketautomat an der Haltestelle ::) Eher zufällig entdeckt, weil ich eine Asiatin erspäht habe, die einen ähnlichen Zettel dabei hatte. Gemeinsam lösen wir dann die Aufgabe. Wir finden es etwas unglücklich gelöst, dass der Abruf erst auf der zweiten Seite des Touchdisplays erscheint. Dann funktioniert jedoch alles reibungslos und ich bekomme zwei nette Chip-Karten mit Löwenhof Motiv.
Teil II folgt ...
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;D dann gebe ich mir mal Mühe Andalusien in der Liste hochzuschubsen.
Brauchst du nicht, da Andalusien bereits an 2. Stelle steht :zwinker:.
Die Kathedralen sind sehr prachtvoll.
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2. Oktober II. Albaicín - Carrera del Darro
Vom Café aus ist es nicht weit zur Plaza Nueva
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und der benachbarten Plaza de Santa Ana mit dem
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Palacio de la Real Chancillería
erbaut ca. 1530 während der Herrschaft Karls V. Damals wie heute Sitz eines Obersten Gerichtshofs.
Nun sehen wir auch, dass wir hier gar nicht hätten parken können. Denn es ist alles wegen Filmarbeiten abgesperrt. Tatsächlich werden wir dann Zeuge vom Dreh einer Szene.
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Wenigstens kommen wir durch zur Straße am Rio Darro, an der entlang wir ins Viertel Albaicín spazieren.
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Die Straße ist recht schmal, doch immer mal wieder kommt ein Auto durch und sogar die kleinen Citybusse. Da wird es eng für uns Fußgänger.
Zwei Brücken verbinden das Viertel mit den Häusern, die unterhalb des Alcazabas gebaut wurden.
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Blick von Brücke
Wir kommen auch an zwei Pfarrkirchen vorbei - beide grad nicht offen: Iglesia de San Gil y Santa Ana gleich am Anfang und Iglesia de San Pedro y San Pablo
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Kurz bevor die Straße einen Bogen weg vom Fluss macht, kommen wir zu einem netten Platz. Begrünt, mit Brunnen und dem Denkmal für einen offenbar berühmten Tänzer, sowie netter Aussicht auf die Alhambra.
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Wir folgen der Straße noch ein Stück bergauf, ehe wir links zum Bummel in den Gassen abbiegen.
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Schließlich landen wir wieder am Rio Darro
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Von dort aus finden wir einfach zurück zum Roller, düsen zurück zum Campingplatz und gönnen uns ein kühles Helles nach all dem City-Hiking.
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Das kommt mir doch alles sehr bekannt vor ;D.
Witzig, die Leute mit Sommerkleidung zu sehen, ich habe die Stadt mit winterlichen oder frühlingshaften Temperaturen in Erinnerung, da passt das nicht so richtig.
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Passend zur Umgebung habe ich da mal wieder den Roman "Mondlaub" von Tanja Kinkel gelesen
1492 gehen in Granada 700 Jahre Maurenherrschaft zu Ende. Layla, die Tochter des letzten Emirs und seiner zweiten rechtmäßigen Gemahlin kastilischer Abstammung, erlebt den Untergang einer Welt und die Geburt einer neuen.
Zu empfehlen, wenn ihr historische Romane mögt.
Ich hatte mir im Souvenirshop der Alhambra den Roman "The return" von Victoria Hislop (gibt es sicher auch auf Deutsch) gekauft. Beginnt locker und leicht, wird dann aber sehr ernsthaft, spielt teilweise in Granada (allerdings spielt die Alhambra darin keine Rolle), es geht um den spanischen Bürgerkrieg, der in Deutschland ja eher selten thematisiert wird, daher empfehlenswert, wenn man sich damit mal beschäftigen will.
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Liebe Susan,
kannst die nächsten Tage gerne langsamer machen. Ich habe nämlich wenig Zeit :zwinker:.
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Christina, bei den nächsten Tagen wird dir bestimmt noch so einiges bekannt vorkommen ;) Das Buch werde ich mi auch mal merken.
kannst die nächsten Tage gerne langsamer machen. Ich habe nämlich wenig Zeit :zwinker:.
8) Gut, langsam setzt nämlich bei mir auch der Vorweihnachtsstress ein
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Das war jetzt schon viel "City-Hiking", für mich schon zu viel. Ich kann mich einfach nicht so dafür begeistern... :verlegen:
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Das war jetzt schon viel "City-Hiking", für mich schon zu viel. Ich kann mich einfach nicht so dafür begeistern... :verlegen:
Macht doch nichts, Städte gehen mir auch zunehmend auf die Nerven. Allerdings sind wir noch nicht ganz fertig mit dem City Hiking
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3. Oktober Granada - Casas, Plazas, Touri-Tour
Wir haben ja noch einige Eintritte quasi schon bezahlt, daher gehts weiter mit Besichtigungen in Granada. Und zwar etwas hin und her wegen unterschiedlichen Öffnungszeiten.
Insbesondere wegen der Privatstraßen haben wir wenig Lust mit dem Roller ins Albaicín zu fahren. Außerdem haben wir ja noch die Busfahrkarte. Also habe ich eines der anderen Ziele ins Navi eingegeben. Das führt uns wieder etwas im Zickzack, jedoch genau richtig. Kurz vorm Ziel parken wir mal wieder dort, wo schon einige Roller stehen. Das Gebäude scheint zur Universität zu gehören. Ein paar Schritte weiter ist ein Polizeikommissariat. Also steht der Roller dort wohl sicher ;)
Es ist nicht weit zur nächsten Haltestelle der Linie C32, einer der kleinen Citybusse bringt uns zu unserem ersten Ziel. Beim Einsteigen wird unsere Chipkarte gescannt und es wird auch gleich angezeigt, dass wir jetzt noch acht Fahrten darauf haben. Sehr praktisch. Weniger praktisch ist, dass die Haltestellen nicht angesagt werden.
Die Casa del Chapiz besteht eigentlich aus zwei maurischen Häusern, erbaut im 16. Jahrhundert. Sie gehörten damals zum Christentum konvertierten maurischen Familien. Seit 1932 ist dort ein Institut für Arabien Studien ansässig.
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Innenhof
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südlicher Hof
Das Anwesen hat auch einen schönen Garten mit Blicken hinüber zur Alhambra.
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Von hier aus spazieren wir weiter zum Palacio de Dar al-Horra. Hier soll Aixa, die Mutter des letzten Emirs von Granada gewohnt haben. Nach der Rückeroberung durch die katholischen Könige wurde er ein Teil des Klosters Santa Isabel la Real. Spuren arabischer Baukunst sind aber noch zu sehen. Vom Wohnturm aus können wir wunderbar auf die Stadt und auf Albaicín blicken.
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Es ist nicht weit zur nächsten Haltestelle und mit dem Bus fahren wir wieder zurück.
Unser nächster Besuch gilt der Casa de los Tiros. Das Gebäude wurde zwischen 1530 und 1535 errichtet, auch hier sollen konvertierte Mauren gelebt haben. Seit 1929 ist hier ein Museum untergebracht, das Malereien, Skulpturen, Keramiken, volkstümliche Stoffe und eine Sammlung von Mobiliar aus dem 19. Jahrhundert zeigt.
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Weiter geht es zum Cuarto Real de Santo Domingo. Gelockt hat mich die Beschreibung als Palast aus dem 13. Jahrhundert. Dessen Geschichte ähnelt stark der vom vorher besuchten Palacio :gruebel: Aixa soll hier gelebt haben, nachdem sie von ihrem Gatten aus der Alhambra verbannt wurde. Und nach der Übernahme durch die Christen wurde daraus ein Kloster. Dort wiederum hat dann einst der Großinquisitor Torquemada eine Zeitlang gewohnt. Vom arabischen Stil ist nur die ehemalige Empfangshalle erhalten bzw. rekonstruiert worden, der Rest sind moderne Gebäude über den Grundmauern des alten Palastes.
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In einem Trakt werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Die momentane über die nach Granada Reisenden im 19. Jahrhundert war recht interessant. Besonders die Animation, in der bekannte Persönlichkeiten wie Lady Tennyson oder Washington Irving (schrieb Geschichten über die Alhambra) über ihre Erlebnisse dort plaudern.
Wir schlagen einen Bogen durch das Viertel, vorbei an Plazas und Brunnen, hübscher und weniger hübscher Graffiti sowie dem Rathaus von Granada zum Corral de Carbon. Zu maurischen Zeiten diente es als Getreidebörse, später dann als Kohlenhof. Dort können wir nur einen Blick in den Innenhof werden. Durch die Alcaicería - ehemals der Basar, heute ähnliches mit reichlich Souvenirläden - hindurch kommen wir wieder in die Nähe der Kathedrale.
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Wir sind gestern schon am Palacio de la Madraza vorbei gekommen, heute gehen wir hinein. In maurischer Zeit war der eine Koranschule und heute sind hier Fachbereiche der Universität untergebracht. Wenn die Tür offen ist, kann man den Innenhof und einen Saal im ersten Stock kostenlos besichtigen. Der heutige Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert, aus maurischer Zeit ist nur die Gebetshalle übrig geblieben. Die sehen wir - über eine Absperrung hinweg - unten; dort außerdem Standbilder zweier Bischöfe (meine Vermutung, keine Erklärung gefunden) Die Treppen nach oben sind heute versperrt.
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So, jetzt haben wir uns aber eine Kaffeepause verdient! Wir kehren wieder im Café Bernina ein, diesmal lassen wir uns vom Kellner noch zu einem der süßen Teilchen überreden.
Fortsetzung folgt ...
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Deine Collagen gefallen mir gut!
Da habt ihr noch einige Casas mehr besichtigt als ich bzw. andere. Der Garten der Casa del Chapiz sieht nun netter aus, die Hecken sind bei euch grün, bei mir waren sie gelblich. Und einen Blick in die Madraza konntet ihr auch werfen, die war bei mir geschlossen.
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Deine Collagen gefallen mir gut!
Dankeschön! Auf die Casas Zafra und Morisco Horno de Oro sowie dem Bañuelo haben wir dann verzichtet. Sollen ja ähnlich aussehen.
Weiter geht’s …
Die Füße wollen sich noch etwas ausruhen, daher lösen wir nun unseren Gutschein für eine Fahrt mit dem Tren Touristico ein. Anders als so manch anderer ist das hier keine niedliche Bimmelbahn, sondern eher modern. Leider habe ich kein Bild gemacht, daher schaut hier (https://staticsgrupojulia.blob.core.windows.net/statics/City%20Tours/GRANADA/DE/bus-turistico-oficial-de-desktop.webp) Wir steigen am Plaza Nuevo ein und dürfen nun eine rund anderthalb Stunden dauernde Runde drehen. Es gibt auch Hop-On-Hop-Off Tickets, allerdings nicht mit der Granada Card. Zwar kann man Audioguides in 12 verschiedenen Sprachen, u.a. auch deutsch, bekommen, wir haben auf die Erklärungen jedoch verzichtet.
Zuerst geht es in bekannte Gefilde, durch Gassen des Kathedralen Viertels. Dann drehen wir eine Runde im westlichen Teil von Albaicin, ehe wir durch die Puerta de Elvira in eine enge Gasse fahren wieder Richtung Plaza Nuevo. Dort juckeln wir nun weiter hinauf zur Alhambra und dann wieder retour.
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Unterwegs sehen wir die verschiedensten Arten von netten Fassaden. Kommen auch durch ein neueres schickes Wohnviertel.
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Einen netten Park mit Brunnenkaskaden können wir leider nur durch Bäume hindurch bewundern. Das müssten die Jardins del Trifuno gewesen sein. Am Wendepunkt vom Albaicin, dem Mirador de San Cristóbal steigen einige Mitreisende aus, andere ein. Für ein Foto von dort oben sitzen wir leider auf der falschen Seite. Einige Abschnitte der Strecke sind auch weniger ansehnlich, Bauruinen und kunstlose Graffiti. :(
Praktisch ist der Zug für Einblicke in die Gassen und den Lädchen darin ;)
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Puerta de Elvira, Anfahrt Alhambra, Alhambra Puerta de la Justizia
Die Alhambra ist der eigentliche Startpunkt der Bahn, daher ist hier wieder ein großer Fahrgastwechsel. Wir rollen wieder hinunter zum Plaza Nuevo. Die Tour ist ganz nett um einen Überblick zu bekommen, mit Hop-On-Hop-Off Option hat man bestimmt noch etwas mehr davon. Übrigens war der Zug immer voll belegt.
Wir steigen um in den Citybus und lassen uns erneut den Albaicin hinauf fahren. Schließlich müssen wir noch den bekanntesten Aussichtspunkt besuchen ;) Mirador de San Nicolás Wir waren nicht die einzigen mit der Idee ;D Es dauert zwar noch eine ganze Weile bis zum Sonnenuntergang, trotzdem steppt hier schon der Bär. Immerhin haben wir noch Gelegenheit, für Fotos an die Brüstung gelassen zu werden. Ich sage bewusst noch, denn später war da alles belegt.
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Leider können wir Christinas Tipp mit dem Garten der Moschee nebenan nicht folgen, da findet grad eine private Veranstaltung statt. Auch die Iglesia de San Nicolás ist nicht zugänglich.
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Wir entfliehen dem größten Trubel zu einem kleinen Platz hinter der Kirche.
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Dort können wir auch nett unter einem Schirmchen sitzen und einen Aperitif genießen 8) Mir ist so nach Sangria, doch der nette Kellner meint, das hätten sie leider nicht. Das, was die Damen am Nachbartisch so süffeln, ist "Tinto de Verano". Sieht ähnlich aus, schmeckt auch lecker und erfrischend. Da macht es auch nichts, dass das später nachgeschlagene Rezept enthüllt, dies ist Rotwein mit Zitronenbrause.
Und hier nun noch unsere Panoramaaufnahme der Alhambra vom Mirador aus.
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Da es immer voller wird, warten wir nicht bis zum Sonnenuntergang, sondern fahren wieder abwärts, spazieren zum Roller zurück und düsen Heim gen Campingplatz.
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Mit einem Bild von der weihnachtlichen Twinkle Light Cruise aus Hannover
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verabschiede ich mich in die Weihnachtspause ;)
Ich wünsche euch allen
Fröhliche und entspannte Weihnachten!
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Diesen Tren Touristico habe ich nicht gesehen bzw. ist er mir nicht aufgefallen, nur die kleinen Linienbusse, die ihr ja auch noch genutzt habt und die auch durch die engen Albaicin Gassen gefahren sind.
Schade, dass sowohl Moschee Garten als auch Kirchturm ausgefallen sind als Alternative zum vollen Platz. Bei der Kirche hatte ich schon gelesen gehabt, dass sie nicht immer offen ist und war überrascht, dass sie ausgerechnet im Winter bei eher wenigen Touristen geöffnet hatte. Aber immerhin konntet ihr noch ein schönes Foto von der Alhambra machen.
Susan, ich wünsche Dir auch Frohe Weihnachten!
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An den Blick vom Mirador aus kann ich mich noch gut erinnern, das ist einfach eine herrliche Stadt!
Bin im Moment leider etwas erkältet und selbst das Reiseberichtlesen geht mit Kopfschmerzen schlecht, ich nehme mir auch eine Weihnachtsauszeit.
Ich wünsche dir schöne Weihnachtsfeiertage! Der VW Weihnachtsmann gefällt mir, Weihnachten mit Lokalkolorit ;D
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Ich hoffe, ihr habt alle schöne Feiertage verlebt!
Da es hier seit Tagen mal wieder grau in grau und ungemütlich ist, versetze ich uns mal schnell wieder in den sonnigen Süden
4. Oktober Waschtag & Sacromonte
Euch ist es vielleicht nicht so aufgefallen, doch wir sind schon 3 Wochen unterwegs. Die saubere Unterwäsche geht zur Neige. ;) Zum Glück verfügt der Campingplatz nicht nur über Waschmaschinen, sondern auch Wäschetrockner. Waschpulver ist schon drin in der Maschine und bezahlt wird mit Karte.
Am Nachmittag machen wir uns einmal mehr auf den Weg in die Stadt. Zwar bietet auch der Campingplatz Touren zum Sacromonte - inklusive Flamenco Show- an. Doch grad an einem Samstag machen wir das lieber auf eigene Faust. Geparkt wird im Kathedralen Viertel, dann fahren wir mit dem Citybus C34 hinauf nach Sacromonte. Selbst mit dem kleinen Bus ist es eng in den Gassen, die zahlreichen Fußgänger müssen sich schon in Hauseingänge quetschen um den Bus vorbei zu lassen. Ich hatte vorher erkundet, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen. Dummerweise werden die jedoch nicht angesagt, so dass wir prompt eine zu weit fahren. ::) Glücklicherweise steht dort wenigstens ein Hinweisschild zum ersten Ziel. Heißt rund 300 m zurück auf der Straße und dann den steilen Abhang hinauf.
Wie Christina ja schon berichtet hat, siedelten hier ab dem 16. Jahrhundert Sinti und Roma in Höhlenwohnungen. Wie das ausschaute, können wir gut im Museo Cuevas del Sacromonte nachvollziehen. Der Eintritt kostet 5 Euro pP und wir bekommen einen Schnellhefter mit Erklärungen in deutsch. Begrüßt werden wir von einer rostigen Band ;), dann geht es auf einen Rundgang durch verschiedene Höhlen.
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Ähnlich wie viele Häuser im Süden wurden auch die Felsen rund um die Höhlen und diese innen weiß gekalkt. Der Kalk sorgt u.a. für Stabilität, tötet Pilze und Bakterien ab und reflektiert die Sonnenstrahlung, somit für eine angenehme Temperatur innen.
Wir sehen Wohnhöhlen, eine Küche mit integriertem Schweine- und Hühnerstall sowie verschiedene Handwerksbereiche.
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Weben und Töpfern
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Korbflechten und Schmiede
Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Flamenco. Offenbar lernten schon kleine Kinder diesen Tanz, das zeigt ein Video.
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Zwischendrin kommen wir an Kanälen und Wasserbecken vorbei. Mit all dem Seerosengrün erst schwer zu sehen: da leben auch einige Frösche drin
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Nach dem Rundgang spazieren wir noch zu einem Ausstellungsgebäude am Hang, einer Schatzhöhle und dem Mirador bei den Höhlen.
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Der Legende nach vergruben die maurischen Adligen auf ihrem Weg ins Exil hier ihre Wertsachen aus Angst vor Räubern. Sie hatten ja noch die Hoffnung eines Tages zurückzukehren. Um sich nicht mit ihnen zu belasten, ließen sie auch ihre afrikanischen Sklaven frei. Die hatten nun weder Besitz noch ein Heim, kannten jedoch die Gedankengänge ihrer ehemaligen Herren. So beschlossen sie, in die Berge zu gehen und die Schätze für sich zu bergen. Sie hoben Gräben, Gruben und Höhlen aus, jedoch ohne Erfolg zu haben. Ihnen blieb daher nichts anders übrig als in den Höhlen zu leben. Später, nachdem sie sich schon mit den Gitanos vermischt hatten, gab es weitere Versuche die vermuteten Goldschätze zu finden. Doch bis heute ist nicht bekannt, ob es einigen von ihnen tatsächlich gelungen ist.
Die Ausblicke am Mirador gehen zum Camino de Sacromonte mit weiteren Höhlen und natürlich hinüber zur Alhambra.
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Wir stiefeln den Berghang wieder hinunter und kehren auf einen Aperitif - ein Alhambra Bier - in eine kleine Bar ein.
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Sacromonte
Eigentlich hatten wir überlegt, hier irgendwo essen zu gehen. Doch nachdem hier ein Kleinbus nach dem nächsten Gäste ausspuckt, versuchen wir unser Glück lieber in der Stadt. Mit dem nächsten C34 fahren wir also wieder hinunter zur Kathedrale. Mittlerweile ist es dunkel geworden, doch es ist so einiges los hier in den Gassen. Wir können nochmal die Capilla Real ablichten und die Kathedrale, auf dessen Vorplatz ziemlicher Trubel herrscht. Wir kommen an der Plaza de Romanilla vorbei und bemerken dort erstmals das Denkmal zu Ehren der Wasserverkäufer, die einst das Wasser aus der Zisterne der Alhambra in die Stadt gebracht haben.
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An Restaurants besteht hier kein Mangel - an Gästen darin allerdings auch nicht. Einer der Wirte lächelt uns so freundlich an, da sagen wir nicht nein, obwohl er leider nur noch Tische innen frei hat. So landen wir in der Antigua Taberna der Cathedral. Kersten nimmt das Tagesmenue, bestehend aus einem großen gemischten Salat, Albondigas (Hackbällchen in Tomatensauce) und einen Schokopudding für sage und schreibe 9,90 Euro. Ich wähle unter den Tapas, zum Glück nur 3, denn auch die Portionen sind nicht klein. Dazu gibt es mal wieder Tinto de Verano.
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(Das Bild von den Albondigas ist leider verwackelt).
Danach bummeln wir zurück zum Roller und fahren heim. Mittlerweile finden wir den Weg fast ohne Navi ^-^
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So, wir sind auch wieder im (kalten) Land :adieu: und ich erfreue mich gerade an deinen sonnigen Bildern :thumb:.
In Granada gibt es auf jeden Fall viel zu erkunden und leckeres Essen.
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3 Wochen schon, so lange kam mir das tatsächlich nicht vor.
Da hast du einen wunderschönen abendlichen Himmel als Hintergrund zur Alhambra von Sacromonte aus erwischt.
Euer Abendessen sieht sehr lecker aus.
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Willkommen zurück, Ilona :winkewinke:
Da hast du einen wunderschönen abendlichen Himmel als Hintergrund zur Alhambra von Sacromonte aus erwischt.
Euer Abendessen sieht sehr lecker aus.
War schon etwas enttäuscht, dass der Sonnenuntergang dort die Alhambra irgendwie nicht angestrahlt hat, doch dann kam das Abendorange ^-^
Das Essen schmeckte auch lecker!
5. Oktober I. Los Cahorros de Monachil (fast)
Der Sonntag zeigt sich von seiner besten Seite :strahl:
Nach den vielen Stadtbesichtigungen wird es mal wieder Zeit für Natur. Nach einem gemütlichen Frühstück satteln wir also den Roller und brausen nach Monachil. Die Anregung zu unserer ersten Unternehmung kommt aus Silvias Andalusien Bericht. Jedoch folgen wir einer Komoot Wanderbeschreibung, was sich dann als ungünstig herausstellen wird. Den Roller parken wir auf dem großen Parkplatz Los Cahorros im Ort, der ist auch schon gut gefüllt. Wir folgen dann den Wegweisern zum Flussfußweg und wandern den entlang. Das ist anstrengender als erwartet, über Stock und Stein und einige Hindernisse hinweg. Nicht gerade Knie oder Knöchel schonend.
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Wenigstens sind die Ansichten unterwegs ganz nett. Ich habe mich gewundert, wer da so rote Netze im Bach treiben lässt, tatsächlich aber sind es Wasserpflanzen.
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Ein Rascheln im Gebüsch
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Sierra Nevada Perleidechse
laut App
Wir kommen außerdem noch an den Ruinen des alten Wasserkraftwerks vorbei, sowie an dem neueren Gebäude. Hätten wir bis dahin vielleicht sogar rollern können? Streetview gibt uns da keine eindeutige Antwort.
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Nach etwa 1,5 km kommen wir zu einer ersten Hängebrücke.
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Es geht rechts weiter auf einem Weg entlang eines Bewässerungskanals. Hier sieht es schon schluchtig aus ^-^
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Es folgt eine zweite Hängebrücke
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Hm, irgendwie schaut die anders aus als in den Fotos der Trail Beschreibung :gruebel: Und bei den folgenden Treppen streikt Kersten, Knie schmerzt trotz Bandage. :( Somit verpassen wir den eigentlich interessanten Teil der Schluchtwanderung.
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Kehrt, Marsch!
Wir wandern nun am vorherigen Abzweig zum Fluss vorbei weiter neben dem Bewässerungskanal her. Auch da türmt sich anfangs noch die Felswand über uns auf. Auf dem Bild schwer zu erkennen, sehen wir einen Teil des Höhenwegs oben.
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An einer der Felswände erspähen wir sogar einen Kletterer; weitere Eindrücke
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Schließlich kommen wir in offeneres Gelände, können die Wasserleitung zum Kraftwerk verfolgen und Blicke auf die Hügellandschaft mit Olivenhainen werfen.
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Der Weg verbreitert sich zu einer Schotterpiste und wir landen letztlich oberhalb von Monachil an der Bergstraße. Dort hätten wir ebenso gut parken können. Die Strecke wäre vielleicht nicht viel kürzer als die am Fluss, ist jedoch angenehmer zu laufen. Damit hätten wir noch die Kraft für den interessanten Canyonteil haben können. Hier finde ich auch ein Schild mit einem netten Plan der Tour.
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Auf einem Pfad neben der Straße spazieren wir zurück zum Parkplatz.
Teil II folgt ...
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5. Oktober II. Ausflug nach Sierra Nevada
Wir wollen noch weiter ins Gebirge und fahren deshalb von Monachil aus die teilweise recht steile Straße hinauf zum Puerto El Purche, einem Pass auf 1476 m. Es geht dann ein Stück bergab bis zur A-395 die von Granada aus hinauf ins Skiresort Sierra Nevada führt. Dass es das gibt, ist uns bekannt, doch wir staunen, wie groß das Resort dann ist. Wir parken den Roller im unteren Ortsteil, immerhin schon auf gut 2100 m Höhe. Die Strecke, die wir nun gefahren sind, ist übrigens oft eine Etappe bei dem Radrennen Vuelta a España. Das gehört zu den großen neben der Tour de France und dem Giro d' Italia.
Wir kommen zum Dorfplatz und - hurra! - da gibt es ein offenes Cafe. ;D
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Die Bedienung versteht leider kein Englisch und offenbar auch nicht mein spanisches "Pastel". Sie holt jedoch jemanden, der uns versteht, und so können wir noch lecker Waffeln zu unserem Kaffee bestellen.
Danach drehen wir eine Runde durch den Ort.
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Ausblick ins Tal
vom Mirador neben dem Cafe.
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Das Skigebiet ist auf den Nordwesthängen des 3398 m hohen Veleta, dem dritthöchsten Berg in Festland Spanien. Es ist das südlichste von Europa und die Saison kann vom späten November bis in den Mai hinein dauern. Problematisch ist oft der starke Wind hier oben.
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Und wer nicht glaubt, dass hier etwas los ist, schaue mal im Winter auf die Webcams (https://sierranevada.es/en/invierno/the-station/live/webcams/) 8)
Wir fahren die gleiche Strecke zurück, halten unterwegs noch mal für die Aussichten
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nahe Passhöhe
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nahe Camping Ruta del Purche
etwas tiefer gelegener Wander- und Picknickplatz mit Hecken-WC (leider nötig)
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Außer uns astronomischen lungern hier noch ein paar iberische Steinböcke herum ;D (laut App)
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Alles in allem ein gelungener Sonntag ;D
Heutige Strecke einfach
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Willkommen zurück, Ilona :winkewinke:
:danke:, Susan.
Der Weg verbreitert sich zu einer Schotterpiste und wir landen letztlich oberhalb von Monachil an der Bergstraße. Dort hätten wir ebenso gut parken können. Die Strecke wäre vielleicht nicht viel kürzer als die am Fluss, ist jedoch angenehmer zu laufen. Damit hätten wir noch die Kraft für den interessanten Canyonteil haben können. Hier finde ich auch ein Schild mit einem netten Plan der Tour.
Schade, dass ihr nicht den richtigen Eingang gefunden habt. Die ersten Eindrücke und Hängebrücken waren schon mal toll, aber laut der Karte der Canyon durchs Felsmassiv bestimmt noch mehr.
Das Skigebiet in der Sierra Nevada ist erstaunlich groß. Zumindest Unterkünfte gibt es genügend. Für euch Skifahrer wäre so ein Abstecher im Frühjahr doch auch mal was, bevor ihr weiter ans Meer fahrt.
Die Bedienung versteht leider kein Englisch und offenbar auch nicht mein spanisches "Pastel"
Pastel kenne ich eher aus dem Portugiesischen. La Torta ist in Spanien gebräuchlicher.
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Schade, dass ihr bei der Wanderung nicht den interessantesten Teil machen konntet, aber trotz aller möglichen Hilfen durchs Internet heutzutage, kann man nicht alles so planen wie man möchte.
Aber der nachfolgende Ausflug nach Sierra Nevada war ja dann auch sehr lohnenswert. Dass es da ein Skigebiet gibt, wusste ich (an einem meiner Tage in Granada sass beim Frühstücksbuffet eine spanische Familie in Skianzügen, die waren sicherlich nach einer Zwischenübernachtung auf dem Weg ins Skigebiet), dass das da so zugebaut ist mit Unterkünften, hätte ich aber nicht gedacht, sieht aber alles recht neu und modern aus.
Bei deinem Satz mit den astronomischen und iberischen Steinböcken stand ich erstmal auf der Leitung ;D aber als ebenfalls astronomischer (oder eher astrologischer?) Steinbock habe ich es dann verstanden.
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Ja, es war wirklich schade, dass wir den bequemeren Eingang nicht vorher gefunden haben. Doch vielleicht haben wir nochmal Gelegenheit die Wanderung zu wiederholen. Denn es wird ja tatsächlich noch spannend Slot Canyon ähnlich siehe hier in Silvias Reisebericht (https://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,1240.msg28211.html#msg28211)
Wir haben uns schon gewundert, dass bei den vielen Autos auf dem Parkplatz uns am Fluss so wenig Leute begegnet sind.
Skifahren & Meer steht allerding eher nicht auf unseren Plänen.
Pastel kenne ich eher aus dem Portugiesischen. La Torta ist in Spanien gebräuchlicher.
Wir sind eben häufig in Portugal ;)
Bei deinem Satz mit den astronomischen und iberischen Steinböcken stand ich erstmal auf der Leitung ;D aber als ebenfalls astronomischer (oder eher astrologischer?) Steinbock habe ich es dann verstanden.
Astrologischer Steinbock ist sicher der passendere Ausdruck ^-^
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6. bis 12. Oktober Motril – Playa de Poniente
Schon über drei Wochen im sonnigen Süden und noch nicht am Strand gewesen – das muss sich ändern. ;D Schauen wir uns doch mal die so genannte Costa Tropical an. Dazu fahren wir auf der entsprechend benannten Autovia Sierra Nevada – Costa Tropical nach Süden. Irgendwo zwischendrin werden wir wegen einer Baustelle umgeleitet auf die N323-a.
Für den Großteil der Fahrt begleiten uns weiterhin Bergaussichten.
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Felsrücken
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bewirtschaftete Hänge
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Talblicke
und Schluchten
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Unser Ziel ist der Ort Motril, genauer der Ortsteil am Meer Playa de Poniente. Wir beziehen Quartier auf dem gleichnamigen Campingplatz (https://www.campingplayadeponiente.com/de/) und bekommen einen netten halbschattigen Stellplatz im hinteren Teil. Angrenzend sind sogar schon deutsche Überwinterer am Einziehen und Aufbauen ihrer üppigen Ausstattung. Da man mit vier -offenbar jungen- Hunden reist, wird auch eine Eingrenzung benötigt ;) Kann uns nur recht sein.
Wir richten uns ein und spazieren dann zum Strand, fast vor der Haustür; ein großer Parkplatz liegt dazwischen. Der Strand ist recht weitläufig und breit, hat grauen Sand und leider auch ein paar Steine.
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Den ersten Tag ist es ziemlich windig, da haben wir etwas stärkere Brandung. Auch können wir den Schirm nicht benutzen, doch es gibt dort einige Palmen, unter denen wir sitzen können. Die anderen Tage ist das Meer ruhiger.
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Blick nach Osten
Dort gibt es sehr viele Häuser mit Ferienwohnungen; ganz hinten der Hafen von Motril. Und per Tele können wir auch schon die Überdachungen der Gemüseanbauflächen hier an der Küste erspähen
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Blick nach Westen
Die Infrastruktur ist sehr gut hier: Umkleidekabinen, Außenduschen, WC (sogar sauber), einen Holzbohlenweg zum Herumspazieren, Walken und Joggen, sowie einen breiten Fahrradweg. Baywatch ist allerdings nicht mehr im Dienst und auch für eine Strandbodega müssen wir ein Eckchen gehen.
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und noch ein paar Bilder vom Wasser aus
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Eigentlich hatte ich hier nur etwa vier Tage vorgesehen. Denn, obwohl schon klar war, dass wir wahrscheinlich nicht fit genug für den Caminito del Rey sind, wollte ich mich in der Gegend mal umschauen. Auch das Felslabyrinth El Torcal steht ja noch auf der Liste. Leider habe ich bei der Grobplanung übersehen, dass in Spanien am 12. / 13. Oktober Nationalfeiertag ist (Entdeckung Amerikas, Aufstieg zur Kolonialmacht). Dazu noch Wochenende, heißt auch die Spanier gehen dann Campen und alle Plätze dort sind ausgebucht. Wir verlängern also Motril und auch dort wird es voll ab Donnerstagabend.
So haben wir vier Relaxtage am Strand vor uns, an zwei weiteren Tagen unternehmen wir eine Rollertour (später mehr dazu).
Sonntagabend gehen wir im Campingplatz Restaurant essen
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mein Fischgericht, sehr lecker gewürzt
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Kerstens andalusischer Burger
ungewöhnlich angerichtet zwischen zwei Weißbrothälften ^-^ geschmeckt hat es trotzdem
Anfahrtsstrecke:
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Schön, dass ihr ein paar Tage am Meer hattet. Der Strand sieht aber wirklich nicht gerade einladend aus. Hauptsache, das Wasser war angenehm warm.
Immerhin Fisch gab es zum Essen. Hoffen wir mal nicht, dass der aus der TK kam. Wobei wir auf Teneriffa mehrmals Stockfisch (getrockneter Kabeljau, der vor der Zubereitung lange eingeweicht wird) vorgesetzt bekamen.
Denn, obwohl schon klar war, dass wir wahrscheinlich nicht fit genug für den Caminito del Rey sind, wollte ich mich in der Gegend mal umschauen.
Hattet ihr vorsorglich Tickets? Der Caminito ist sonst meistens ausgebucht.
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Auch hier Knieschmerzen.... :(
Natur - juhu ;D Schade, dass ihr die "Schluchtenwanderung" nicht komplett machen konntet. Das erste Stück hat mir zumindest sehr gut gefallen.
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Wir kennen hübschere Strände 8) Doch das Wasser war hier angenehm und selbst am Feiertagswochenende war es durch die Weitläufigkeit nicht voll.
Erstaunlicherweise gab es Anfang September noch hier und da Tickets für den Caminito im Oktober. Allerdings habe ich keine besorgt, da ich mir total unsicher war, ob das mit Kerstens Knie gut geht. In der Reisepause ab Februar wird er wahrscheinlich endlich die Meniskus OP in Angriff nehmen.
Problem in Spanien dann war der Campingplatz vor Ort, zumindest für Wohnmobile ging da im Oktober nichts mehr.
9. Oktober Rollertour nach Salobreña
Nach zwei Faulenzertagen fühlen wir uns unternehmungslustig und satteln den Roller für eine kleine Tour. Schon bei der Anfahrt schaut Salobreña interessant aus: eine Burg auf einem Felsen und weiße Häuser, die an die Hänge schmiegen. Da ich auf dem Roller - besonders auf der viel befahrenen N340 - keine Fotos machen kann, schaut hier (https://assets.mairdumont.de/images/original/0/s/50/sd/photo-47263549.jpg)
Es waren die Phönizier, die hier erstmals eine Handelskolonie errichteten. Später erbauten die Römer eine erste Festungsanlage, um die Region vor den gefürchteten Piratenüberfällen zu schützen. Von beiden sind kaum Spuren zu finden.
Am Fuße des Berges liegt die Neustadt mit den wichtigsten Versorgungseinrichtungen. Dort parken wir auch an günstiger Stelle, da wir leider nur Wegweiser zu Hotels finden. Und eh wir uns in den Einbahnstraßen verlieren... Es ist ja klar, dass der Weg hinauf zur Burg bergan führen muss. 8) So spazieren wir dann eine ziemlich gerade ansteigende Straße entlang, die sich schließlich als Sackgasse entpuppt. Für Fußgänger wie uns geht es über eine Treppe weiter zu einem Platz, auf dem man sogar parken könnte. Dürfte der Plaza del Mercado sein.
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Bei der Treppe kommen wir an einer Wasserstelle mit Marienbild vorbei und wenig später dann an der Kirche Nuestra Señora del Rosario. Leider geschlossen.
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Über Gassen und weitere Treppen kommen wir langsam dem "Gipfel" näher.
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Burg in Sicht
Das Castillo de Salobreña ist das Wahrzeichen des Ortes. Der Bau wurde im 10. Jahrhundert unter der Herrschaft der Nasriden begonnen, während des 13. und 14. Jahrhunderts wurde er als Palast hergerichtet. Er diente dann als Sommersitz des Granadischen Hofes. Im Innern sieht man noch die original Grundmauern und teils alte Mosaikböden. Die Verteidigungsmauern und Türme, die wir noch sehen können, sind allerdings kastilische Anbauten aus dem späten 15. Jahrhundert. Nach der Rückeroberung Andalusiens durch die Christen diente die Festung auch als Gefängnis. Sie verlor an Bedeutung, als Piratenangriffe seltener wurden. Wir zahlen 4 Euro pP Eintritt für die Besichtigung. Vom Palast blieb so gut wie nichts, doch der Spaziergang über die Mauer ist interessant und liefert tolle Aussichten in die Umgebung.
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Ruinen des maurischen Palastes
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Aussicht nach Westen
sowie hinunter zum Meer, auf den Ort und zur Felskante.
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Zusammen mit einer Familie kamen wir am nun geschlossenen Tor an und befürchteten schon über die Mittagspause hier eingesperrt zu sein. Doch der Burgwächter war zum Glück wohl nur mal kurz austreten ::)
Über etwas andere Gassen und Treppen steigen wir wieder hinab zur Unterstadt. Offenbar gibt es auch einen ausgeschilderten Rundweg zu verschiedenen Miradores, doch den lassen wir aus.
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Platz des alten Rathauses
Neben Blumenschmuck - auch Versionen für Gießfaule ;) - und Azulejobildern sehen wir noch das Mural "A flock to the South"
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Mit dem Roller fahren wir über die breite Avenida del Mediterráneo zum modernen Strandviertel. Die Region um Salobreña wurde über viele Jahrhunderte vor allem landwirtschaftlich genutzt und erst in den letzten Jahrzehnten zum Badeort ausgebaut.
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Peñón,
ein Felsbrocken im Meer, teilt das Ufer in die Playa de la Guardia westlich und die Playa de la Charcal östlich.
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Blick zur Burg und dem uferseitigen Felshang
Außer der Reihe der Apartmenthäuser säumen den Strand auch etliche Lokale und Geschäfte. Die Heladeria (Eisdiele) hat leider schon für die Saison geschlossen. Auf dem Rückweg machen wir deshalb einen Umweg zu Lidl für Litereiscreme und weitere Einkäufe. ;D
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Zusammen mit einer Familie kamen wir am nun geschlossenen Tor an und befürchteten schon über die Mittagspause hier eingesperrt zu sein. Doch der Burgwächter war zum Glück wohl nur mal kurz austreten
Puuhh, Glück gehabt :totlach:. Vor allem, dass er nicht nur halbtags arbeitet :cool2:.
So weiße Dörfer gibt es in Andalusien anscheinend überall verteilt.
Apropos Lidl: Habt ihr die meiste Zeit selbst gekocht? Restaurantbilder gibt's von dir eher wenige.
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Liebe Susan,
ich wünsche dir alles Gute für 2026, vor allem Gesundheit damit das Reisen auch Spaß macht!
Mich hat gleich mal eine Erkältung erwischt und bin jetzt hinterhergehetzt...
danke für die Frösche aus Granada ^-^
Salobrena ist mir völlig unbekannt, die Burg und die weißen Häuser oben auf den Klippen schauen toll aus, erinnert mich an Nerja (wenn ich es nicht mit was anderem verwechsle)
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Euer Strandstandort gefällt mir recht gut mit den Palmen im Hintergrund und dem breiten Strand, da konnte man sicher auch gut spazieren gehen.
Salobrena, zumindest der Altstadtteil, ist hübsch mit den engen Gassen und der Eintritt zur Burg hat sich wegen der Aussicht auf jeden Fall gelohnt.
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Die letzten Tage stand ich etwas auf dem Schlauch, denn unsere besten Freunde haben einen herben Schicksalsschlag erlitten, was uns auch sehr mitnimmt. :(
Deshalb wünschen wir euch allen erst jetzt nachträglich ein glückliches und gesundes Jahr 2026! Mit vielen tollen Erlebnissen auf Reisen und auch zuhause, sowie genügend Zeit zum Entspannen.
Es gibt wirklich sehr viele so genannte weiße Dörfer in Andalusien (und nicht nur dort). Die guten Eigenschaften des weißen Kalks (oder auch nur der Farbe) werden immer noch gern genutzt. Nerja zum Beispiel schaut auch ähnlich aus, wie ihr gleich feststellen werdet ;)
Die Palmen am Strand kamen uns sehr gelegen als Schattenspender, wenn es mal wieder zu windig für den Sonnenschirm wurde.
Tatsächlich gehen wir seit jeher zuhause öfter ins Restaurant als im Urlaub - USA Reisen mal ausgenommen. Da wir hier wie da mehr oder weniger abwechselnd kochen, stört mich das auch nicht. Seit wir den kleinen Gasgrill haben, wird natürlich auch öfter mal gegrillt. Das war uns vorher im WoMo zu lästig.
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12. Oktober Rollertour nach Nerja
Am Sonntag unternehmen wir einen zweiten Rollerausflug, diesmal eine etwas längere Strecke. Das haben wir extra so gewählt in der Hoffnung, dass auf der N340 nicht allzu viel Verkehr ist.
Tatsächlich lässt es sich relativ ruhig fahren. Wir staunen über die vielen Ferienorte mit großen Anlagen unterwegs. Diese Küste ist ja in Deutschland nicht ganz so bekannt.
Ich konnte auch noch online Tickets für das erste Ziel buchen, mit Zeitschlitz 15 Uhr; Kosten mit Audioguide für uns zwei 35 Euro. Vor Ort hätte es auch noch Karten an der Kasse gegeben. Das Gelände der Cueva de Nerja ist überraschend groß; es gibt einen kleinen Park mit Picknicktischen und Spielplatz, außerdem ein Restaurant und ein extra Museum. Wir sind früh dran, haben also noch Zeit für ein Eis am Stiel. ^-^
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rechts Denkmal für die Höhlenentdecker
Die Tropfsteinhöhle wurde 1959 durch fünf Freunde entdeckt, die durch Fledermäuse auf eine Felsspalte aufmerksam wurden. Der Schacht führte zu Galerien mit Tropfstein, außerdem fanden sie Skelette und alte Töpferware. Dadurch wurden die Höhlen auch für Historiker interessant, sie suchten und fanden einen weniger schwierigen Zugang. Später wurde dann noch ein dritter für Besucher angelegt. Die haben jedoch nur zum Teil Zutritt zu den Höhlen. 2012 wurden Felsmalereien entdeckt, die zwischen 18 bis 20 tausend Jahre alt sind. Besichtigt werden können sie allerdings zu deren Schutz nicht.
Der Rundgang führt über Treppen und Gänge zu fünf verschiedenen Sälen und dauert mindestens eine Stunde. Ich konnte mir nicht alles merken, was der Audioguide so erzählt hat 8) Daher hier nur Bilder.
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Immer wieder beeindruckend, was die Natur so erschaffen kann
:happy:
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Es gibt auch ein nicht ganz echtes "Selfie", denn natürlich stehen wir nicht so dicht an den Tropfsteinen, sondern vor einer Fotowand ^-^
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Ich kann nicht mehr genau nachvollziehen, wie lange wir in der Höhle waren; muss aber mehr als eine Stunde gewesen sein. Boxenstopp, dann fahren wir weiter nach Nerja hinein. Gerade noch rechtzeitig erspähe ich die kleine Parkbucht für den Aussichtspunkt auf den
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Acueducto del Águila
sieht altrömisch aus, wurde aber erst Ende des 19. Jahrhunderts zur Wasserversorgung von Zuckerfabriken gebaut. Das vierstöckige Aquädukt überspannt die Schlucht Barranco de la Coladilla. Es dient auch heute noch zur Bewässerung der umliegenden Felder. Es gibt wohl auch einen Wanderweg zum Fuße der Schlucht, das tun wir uns aber nicht an.
Im Ort parken wir den Roller in einer Gasse und schlendern dann Richtung Balcón de Europa, dem Aussichtspunkt auf einer Klippe. Hier herrscht ziemlicher Trubel, denn der Feiertag wird natürlich mit einer Fiesta begangen. ::) Auch am Strand ist es voll, was Kersten aber nicht von einem Bad abhält.
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Blicke auf die Strände
östlich und westlich der Klippe
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Balcón de Europa
von Westen aus gesehen
und oben
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Weitere Eindrücke aus Nerja
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Iglesia El Salvador
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Fiesta
die Boygroup war richtig gut
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in den Gassen
Wir nehmen einen Drink zu uns, beschließen aber zum Abendessen in Motril einzukehren; da ist es ruhiger.
Da uns schon immer interessiert hat, wohin die Straße nach dem Campingplatz noch führt, nehmen wir für den Rückweg eine andere Route. Tatsächlich ist da noch eine weitere Feriensiedlung sogar mit Golfplatz.
Da Maps beim Einbetten immer zur Route über die Autobahn springt, die Karte heute als Link https://maps.app.goo.gl/DoeirdgDZYQox8et5 (https://maps.app.goo.gl/DoeirdgDZYQox8et5)
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So ein bisschen Trubel zwischendurch ist doch auch mal nicht schlecht.
Tropfsteinhöhlen gehen immer :thumb:.
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Die letzten Tage stand ich etwas auf dem Schlauch, denn unsere besten Freunde haben einen herben Schicksalsschlag erlitten, was uns auch sehr mitnimmt. :(
das tut mir sehr leid Susan :'(
wir kommen jetzt leider in das Alter wo es Freunde zu früh "erwischt". Ein Freund von mir hat mir gestern erzählt dass Silvester bei ihm gar nicht schön war, es hatte seine Mutter zu Besuch weil ihre Freundin mit der sie eigentlich feiern wollte zwei Tage nach Weihnachten plötzlich gestorben ist...
ich wünsche dir umso mehr alle Gute für 2026, Gesundheit und viele schöne Reisen!
An die Altstadt von Nerja kann ich mich noch gut erinnern und an den Balkon de Europa, wir hatten dort im Parador übernachtet, der hatte einen Fahrstuhl runter an den Strand, einfach traumhaft! Nur von der Tropfsteinhöhle wußten wir leider nichts, also beim nächsten Mal...
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In der Höhle und auf dem Balkon war ich auch mal, ist aber fast 25 Jahre her. :o
Die Höhle hat mir damals auch gut gefallen. Ansonsten ist mir die Küste im Süden Andalusiens zu verbaut. Nur ganz im Westen gibt es den einen oder anderen Strand der auch ohne Bausünden auskommt.
Aber Andalusien gleicht das durch seine fantastischen Städte und historischen Prachtbauwerke wie in Granada, Cordoba oder Sevilla ja mehr als aus. :D
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Interessante Tropfsteinhöhle. Und Nerja sieht nett aus, das Fest hätte mich etwas gestört, aber so etwas lässt sich nicht immer vermeiden.
Bei der Vorbereitung meiner Andalusienreise letztes Jahr hatte ich gelesen, dass die "Flamenco" Kleider, für die es in den Städten immer wieder Geschäfte gibt, nicht von Touristen gekauft werden, sondern tatsächlich von Einheimischen, die solche Kleider bei diversen Festen tragen - das bestätigen deine Fotos von Nerja, da sieht man ja einige Damen damit.
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Tropfsteinhöhlen gehen immer :thumb:.
Genau ;D
Die Küste Andalusiens ist wirklich sehr zugebaut. Wir waren etwas erstaunt, dass das mittlerweile sogar für diese Gegend gilt. Kaum vorstellbar, wie voll es dort sein muss, wenn wirklich alle "Hütten" belegt sind :P Außer den bekannten Prachtbauten bietet Andalusien auch noch interessante Bergwelt, wie wir langsam feststellen. Da gäbe es noch so einiges zu erkunden.
Wir haben wirklich etliche Damen und Mädchen aller Größen gesehen, die die Flamencokleider trugen; bei der Fiesta sowieso doch auch an normalen Samstagen oder Sonntagen.
das tut mir sehr leid Susan
Danke dir. Einmal mehr sind wir bestätigt in unsere Meinung nichts auf "später mal" zu verschieben
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13. Oktober Durch die Berge nach Ronda
Heute geht es weiter uns zwar zurück in die Bergwelt. Das Navi rechnet "quer durch" als die schnellste Route, also probieren wir die mal. Umgeht wenigstens auch Malaga. Da heute noch Feiertag ist, verzichten wir auf den Stopp beim Felsenmeer El Torcal de Antequera. Tatsächlich soll der Parkplatz da überfüllt gewesen sein, hören wir später.
So zockeln wir durch verschiedene Sierras hier in der Gegend.
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An Stauseen vorbei
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im Player läuft "Wave after Wave" doch hier gilt eher ein Berg nach dem anderen ;)
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Wir kommen auch an dem Abzweig zu den Orten am Caminito del Rey vorbei, den wir ebenso links liegen lassen. Unser Ziel ist der Campingplatz EL Sur (https://www.campingelsur.com/de/)bei Ronda, den ich kurzfristig reservieren konnte. Dort waren wir schon ein paar Mal und auch diesmal bekommen wir einen netten Stellplatz.
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Eingang mit Cervantes Denkmal
Auf dem Platz verteilt stehen noch mehr, vielleicht Szenen aus seinen Werken?
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Enten scheinen auch beim Platz zu leben. Sie tauchen immer mal wieder auf und futtern sogar Oliven, die vertrocknet von den Bäumen gefallen sind. Fragt mich nicht, wie die das mit den Kernen machen. 8)
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Den Nachmittag verbringen wir relaxt am WoMo
:read2:
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Enten scheinen auch beim Platz zu leben. Sie tauchen immer mal wieder auf und futtern sogar Oliven, die vertrocknet von den Bäumen gefallen sind. Fragt mich nicht, wie die das mit den Kernen machen. 8)
Entweder die Kerne gehen unverdaut durch oder werden als "Mahlsteine" genutzt. Ich kenne mich mit Entenmägen leider auch nicht weiter aus.
Hauptsache, es schmeckte den Flossenfüßlern.
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Wir haben wirklich etliche Damen und Mädchen aller Größen gesehen, die die Flamencokleider trugen; bei der Fiesta sowieso doch auch an normalen Samstagen oder Sonntagen.
Sogar an normalen Wochenenden, das ist mir bei meiner Winterreise entgangen, denn da war es trotz für deutsche Verhältnisse milder Temperaturen für solche Kleider zu kalt.