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Allgemeines => Reiseberichte => Thema gestartet von: Horst am 20. Juni 2026, 08:28:03
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Desert Sun
durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas
im März 2026
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Im März 2026 hat sich für mich relativ kurzfristig die Möglichkeit ergeben, Urlaub zu machen. Für den Fall des Falles hatte ich die Wochen vorher mal überlegt wo es hingehen könnte und mich dann für ein sonniges Ziel entschieden, bei dem ich auch wieder etwas Einsamkeit haben kann und ich hatte große Lust auf die Wüste.
Zwei Wochen vor dem Abflug gab es dann das Go vom Arbeitgeber und ich habe im Hau-Ruck-Verfahren Flug, Auto und Zimmer (alles bei Booking damit es schneller und einfacher geht) für den Südwesten der USA gebucht.
Im Dezember 2025 hatte ich mir auf Verdacht auch einfach mal so einen Nationalparkpass geordert, den es 2025 letztmalig zum Schnäppchenpreis von 80$ gab. Jetzt kostet der 250$ (für Non-Residents). Ohne diesen Jahrespass erheben die elf beliebtesten Nationalparks (darunter der Grand Canyon, Yosemite, Yellowstone und Zion) von ausländischen Besuchern seit Januar 2026 eine zusätzliche Zusatzgebühr von 100 US-Dollar, pro Person!
Das wären dann beim Grand Canyon oder Yellowstone zu den 35$ für das Auto nochmal 100 pro ausländischer Person also z.B. 135$ pro Park.
Mein Schwerpunkt soll diesmal auf den Wüstenregionen Kaliforniens und Nevadas liegen.
Eigentlich wollte ich ursprünglich auch ganz in den Süden Kaliforniens zum Anza Borrego State Park aber nachdem ich eine Woche vorher die Langzeit-Wettervorhersage gesehen hatte mit über 40 Grad habe ich den wieder verworfen. Anders als im Death Valley gibt es dort wenig Möglichkeiten in der Höhe der Hitze zu entkommen.
So kam dann dafür der Mono Lake und der Norden Kaliforniens für 2 Tage ins Programm.
Ein etwas mulmigeres Gefühl, wenn man an die USA und die Einreise dort denkt, hat man inzwischen auch. Letztendlich hat mich das dann aber doch nicht davon abgehalten mich selbst in die (US-) Wüste zu schicken.
Wer lesen möchte, wie es mir bei diesem „Hot Trip“ in die Mojave-Wüste ergangen ist, darf gerne mit.
Kostet auch keine 135$ ….
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Hallo Horst,
schön, dass es mal wieder einen USA-Reisebericht und vor allem aus dem Südwesten gibt :beifall:.
Einreisen haben sie dich wohl lassen, denn sonst gäbe es jetzt nix zu lesen :zwinker: . Das mit dem letztjährigen Kauf vom Nationalparkpass zu den alten Bedingungen war eine gute Idee :thumb:. Ich kenne Leute, die haben das auch so gemacht.
Jetzt bin ich gespannt, was es alles zu sehen gibt und auf das Erlebte :adieu:.
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Bin natürlich auch sehr interessiert an dem Bericht. Da wir grad im hohen Norden unterwegs sind, werde ich das meiste aber wohl nachlesen müssen
:usa:
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1.Tag - 19.3.26 Donnerstag: Viva Las Vegas
Die Nacht vor dem Abflug ist kurz und endet um halb 3 Uhr. Wirklich geschlafen habe ich bis dahin nicht.
Auf der Fahrt zum Flughafen in Nürnberg zeigt mein Autothermometer +3 Grad an. Da wird heute noch ordentlich draufgepackt werden.
Pünktlich geht der KLM-Zubringer-Flug um 6 Uhr nach Amsterdam, wo ich 80 Minuten später lande. Nun folgt ein längerer Aufenthalt.
Der Weiterflug nach Las Vegas erfolgt erst um 12.30 Uhr. Ich hätte auch erst um 10 Uhr mit mehr Schlaf von Nürnberg abfliegen können aber eine Umstiegszeit von nur einer Stunde war mir einfach zu stressig und zu ungewiss, bezüglich der Gefahr bei einer Verspätung aus Nürnberg den Transatlantik-Flug zu verpassen. Die Zeit geht letztendlich auch schneller vorbei als befürchtet und so sitze ich mal wieder in einem Flugzeug Richtung USA.
Meine gute Meinung von KLM wird auch auf diesem Flug wieder bestätigt. Die sind einfach gut organisiert. Auf jeden Fall spürbar besser als die Lufthansa, die ich, wenn es Alternativen gibt, meide. So kommt mein Flug pünktlich um 15:20 Ortszeit Las Vegas, Nevada an.
Gerade unter der Trump Administration hat sich die USA-Einreise die letzte Zeit ja nicht unbedingt erleichtert. So geht man schon mit leicht mulmigem Gefühl Richtung Immigration. Am großen Los Angeles Airport war ich vor 2 Jahren über 90 Minuten in der Schlange vor der Einwanderungsbehörde gestanden und diesmal, ja wie wird es diesmal?
Nach 5 … in Worten FÜNF Minuten stehe ich vor dem Immigration Officer, bekomme eine Frage – was ich in den USA vorhabe – ich antworte „Urlaub“ – erhalte meinen Reisepass zurück und das war‘s schon – ich bin drin. Auf den Koffer warte ich dann etwas länger.
Mit dem Shuttle geht es zum Car Rental Center zu Alamo, wo auch gar nichts los ist. Gebucht habe ich wie beim letzten Mal den Jeep Wrangler.
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Draußen in der Halle kann ich mir aus 10 Wranglern, die sich nur in der Farbe unterscheiden, einen aussuchen. So nehme ich wieder einen weißen Jeep - dann muss ich mich nicht umgewöhnen. ;)
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Bis auf Fliegen kann das Ding so ziemlich alles. Ich habe zwar nicht so viele Allrad-Strecken wie vor 2 Jahren im Programm aber der Wrangler wird auch diesmal Möglichkeiten bekommen, sein Können aufblitzen zu lassen.
Die Temperatur in Las Vegas hat sich zu der am Aufbruchsmorgen zu Hause um satte 32 Grad auf 35°C erhöht. Also erst mal alle Schichten die über dem T-Shirt liegen möglichst schnell herunterreißen.
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Danach geht es zum Einrollen etwa eine Stunde auf dem Highway 160 nach Pahrump, Nevada.
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Typisch für die Region gibt es hier typische Wüstenvegetation und viel „wide open space“ – also genau das worauf ich mich freue.
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In Pahrump angekommen organisiere ich mir noch ein paar Getränke und fahre dann zu meinem vorgebuchten Hotel, dem Nugget Hotel und Casino.
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Ganz Nevada hat als einziger US-Bundestaat die Erlaubnis für Glücksspiele.
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Der Bundesstaat Nevada entschied 1931 Glücksspiel im gesamten Bundestaat zu erlauben, um der damaligen wirtschaftlichen Depression entgegen zu wirken.
Nach ca. 45 Stunden ohne Schlaf verabschiede ich mich von diesem Tag, wohl nicht ganz unüberraschend, relativ schnell.
Übernachtung: Nugget Hotel & Casino, Pahrump, Nevada
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Eine gute Anreise und dann noch einen Rubicon :herz: . Mit der Karre konntest du den Südwesten durchplügen :thumb:. Die Autovermieter und Motels merken sicherlich, dass weniger Touristen unterwegs sind.
Das Pahrump Nugget Casino war bestimmt viel günstiger als die Schuppen in LV.
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Die Autovermieter und Motels merken sicherlich, dass weniger Touristen unterwegs sind.
Es war zumindest überall zu lesen, dass es dieses Jahr einen spürbaren Rückgang der Besucher vor allem aus Europa und Kanada gibt.
Da ich jetzt nicht so in den überlaufenen Hot Spots unterwegs war, kann ich das selbst nicht beurteilen.
Das Pahrump Nugget Casino war bestimmt viel günstiger als die Schuppen in LV.
Der Preis außerhalb von beliebten Städten ist das Eine. Zum anderen mag ich es am Ankunftstag einfach ein bisschen dem Horizont entgegen zu fahren und hab das trotz Müdigkeit und Hitze genossen, durch die Wüste zu rollen. Zudem war dann auch schon wieder eine Stunde Fahrzeit vom nächsten Tag weniger und da musste ich früh raus um den Sunrise am Zabriskie Point zu erwischen.
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Ich reise auch sehr gerne mit.
Bei der Anreise ging ja schon mal alles reibungslos, so wünscht man sich das.
Gut, dass du den NP Pass noch letztes Jahr gekauft hast, das ist jetzt ja doch ein recht heftiger Preissprung.
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2.Tag 20.3.26 - Freitag: Flucht aus der Hitze
Ein Vorteil einer USA-Reise ist für mich der positive Effekt der Zeitverschiebung nach der Anreise. Gerade am ersten Tag nach der Ankunft, brauche ich morgens keinen Wecker und bin um 4 Uhr, trotz vorangegangenem Schlafmangel, schon wieder abreisebereit. Zum Check Out gehe ich wieder an die Rezeption im Casino. Auch um diese frühe Morgenstunde sitzen ein paar verlorene Seelen bereits an den Spielautomaten.
Ein liebgewonnenes Ritual in den USA ist mein morgendlicher Gang an eine Tankstelle, um mir einen French Vanilla Kaffee zu organisieren, der mich auf den ersten Kilometern auf meiner Fahrt durch die nächtliche Wüste Nevadas Richtung Südwesten begleitet.
Der Highway 190 führt mich noch bei völliger Dunkelheit in den Death Valley Nationalpark und zum Beginn der Dämmerung, nach einer Stunde Fahrt, auf den Parkplatz unterhalb des Zabriskie Point.
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Der Zabriskie Point gilt vielen als der spektakulärste Aussichtspunkt im Park, zudem ist er sehr leicht zu erreichen. Also kein Wunder, dass man sogar so früh am Morgen bereits auf Leute trifft, die wie ich auf den Sonnenaufgang lauern.
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Faszinierend, wie das Sonnenlicht den Bergkamm der Panamint Range Stück für Stück illuminiert.
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Den Vordergrund der Badlands beherrscht die ikonische Felsnase des Manly Beacon. Kein anderes Bild ist so mit dem Death Valley verbunden wie dieser Anblick, vor allem zum Sonnenaufgang.
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Der Zabriskie Point wurde nach Christian Brevoort Zabriskie benannt. Er war Anfang des 20. Jahrhunderts Vizepräsident und Geschäftsführer der damaligen Borax-Firma Pacific Coast Borax Company, die im Death Valley Borax abbauen ließ. Borax war damals ein wichtiger Rohstoff für Haushalts- und Industriegüter und die berühmten „Twenty Mule Teams“ (20-Maultier-Gespanne) transportierten das Material aus dem Tal heraus. Zabriskie spielte eine wichtige Rolle bei diesen Bergbauaktivitäten – deshalb erhielt der Aussichtspunkt später seinen Namen.
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Die Badlands locken mich und obwohl ich die auf einer Wanderung in ein paar Tagen noch mal zeitintensiver erleben möchte, erlaube ich mir schon mal einen kurzen Ausflug hinab in die gelben Lehmhügel bis zum Manly Beacon.
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Badlands-Strukturen
Vom Zabriskie Point und dem Highway 190, erreicht man über die Badwater Road südlich von Furnance Creek viele besondere Attraktionen für die der Park berühmt ist.
Karte Death Valley National Park (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/Map_of_Death_Valley_National_Park.jpg)
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Das Death Valley ist die Wüste der Extreme: Am heißesten, trockensten und am tiefsten. Dazu ist es mit 12.000 km² Wildnis der größte US-Nationalpark außerhalb Alaskas.
Das Death Valley in Kalifornien gilt als einer der heißesten Orte der Erde. Die am 10. Juli 1913 in Furnace Creek offiziell höchste jemals gemessene Lufttemperatur betrug 56,7 °C. Das bedeutet weltweit offiziell Platz 1 (inoffiziell Platz 3). Satellitenmessungen z.B. der NASA für die Wüste Lut im Iran mit knackigen 70,7°C, werden für offizielle Statistiken meist nicht herangezogen.
Der Juli 2024 war der heißeste Monat, der jemals im Death Valley gemessen wurde, mit einer Durchschnittstemperatur von 42,5 °C. Auch diesen März gibt es neue Rekorde mit mehreren Tagen über 40°C. An diesem Freitag, dem 20. März 2026 (offiziell der erste Frühlingstag), wurde im Death Valley mit 105 Grad Fahrenheit (ca. 40,6 Grad Celsius) der heißeste Tag gemessen, der jemals in einem März verzeichnet wurde. Man geht davon aus, dass ein gefühlter Temperaturunterschied von 10-15°C zwischen Schatten und Sonne empfunden wird, auch wenn die Temperatur in der Sonne eigentlich gleich ist. Die Sonneneinstrahlung heizt Körper und Material auf wodurch sich der Aufenthalt in der Sonne deutlich wärmer anfühlt als im Schatten und Schatten ist im Death Valley rar gesät. Also für mein Dafürhalten hätte sich das Death Valley für mich nicht unbedingt zu dieser März-Rekordtemperatur aufheizen müssen.
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Der bekannteste Ort im Park, das Badwater Basin, in dem man sich am tiefsten Punkt Nordamerikas befindet, liegt 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels.
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Unter normalen Umständen kann man trockenen Fußes auf die Salztonebene der Senke hinausgehen. Nach starken Regenfällen wie in diesem Winter steht die Ebene in seltenen Fällen unter Wasser. So hat sich in diesem Frühjahr ein großer, wenige Zentimeter tiefer, See gebildet, in dem sich die Berge der Panamint Range im Wasser spiegeln. Der schneebedeckte Gipfel in der Mitte ist übrigens der mit 3368m höchste Berg im Death Valley, der Telescope Peak.
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Um dieses Schauspiel aus der Nähe zu erleben muss man mit salzhaltigem Schlamm an den Füßen und Schuhen leben, oder sich wie ich mit einem Schuh-Verhüterli behelfen.
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Da ich schon mal bis Badwater gefahren bin, nehme ich noch die kurze Wanderung zur Natural Bridge ins Programm, die man in 20-30 Minuten absolvieren kann.
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Der Weg führt dabei in einen Canyon in dem die Naturbrücke wie ein Tor den weiteren Verlauf des Canyons abtrennt. Man könnte auch noch weitergehen aber das schenke ich mir bei den bereits deutlich ansteigenden Temperaturen.
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Von der Badwater Road erreicht man über eine gut machbare kurze Piste das bizarre Gesteinsfeld des Devil's Golf Course, den Golfplatz des Teufels. Das Death Valley ist reich an bildhaften und fantasievollen Namen für seine besonderen Orte.
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Der regenreiche Winter hat für eine mittlere Superbloom in diesem Frühjahr gesorgt, deren Ende ich im Death Valley gerade noch so mitbekomme.
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Danach geht’s für mich zum Visitor Center, um meinen noch zum alten Preis von 80$ erworbenen Nationalparkpass validieren zu lassen.
Da man nicht bei jedem Rekord live dabei sein muss, verlasse ich das Tal des Todes gegen 11 Uhr, bei bereits 35°C.
Ursprünglich war der Trip von der Reihenfolge anders geplant aber bei dieser Affenhitze flüchte ich erst mal 2 Tage in den Norden und heute zunächst nach Osten, hinüber nach Nevada. Über Beatty geht es dann auf dem Highway 95 nach Norden, mit einem Abstecher nach Süd-Westen zur Ghosttown Gold Point. Also alle Himmelsrichtungen abgedeckt.
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Gold Point wurde ursprünglich Lime Point genannt, als es in den 1860er Jahren aufgrund der nahe gelegenen Kalkablagerungen gegründet wurde.
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In den frühen 1900er Jahren wurde es als Hornsilver bekannt, als hochgradiges Silbererz gefunden wurde und Hunderte von Bergleuten und Unternehmen anzog. Überhaupt steht der Bundesstaat Nevada für viele Silberfunde, weshalb der Staat auch einst den Beinamen – The Silver State bekam.
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Ein Bergmann entdeckte hier nahe der Living Ghosttown 1927 eine große Goldader. Um neues Wachstum zu induzieren und Investitionen zu fördern, wurde die Stadt in Gold Point umbenannt. Auf dem Höhepunkt des Wohlstands lag die Bevölkerung bei rund 1.000 mit über 225 Holzrahmengebäuden, Zelten und Hütten, darunter ein Postamt und viele Geschäfte. Der Bergbau setzte sich mit Höhen und Tiefen durch Kriegs- und Nachkriegszeiten bis in die 1960er Jahre fort. Bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts war Gold Point größtenteils verlassen worden.
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Heute gibt es in der Ghosttown noch rund 50 restaurierte/ gut erhaltene Gebäude, einige fotogene Auto-Wracks und 7 hier fest ansässige „Geister“.
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Dort wo es Bewohner gibt, sollte man etwas zurückhaltend sein und kein Privatgelände betreten. Auch ohne in jede alte Hütte zu gehen bietet die Ghosttown schöne Motive und ist einen Besuch wert.
Wieder zurück am Highway 95 biege ich nach Norden ab. Nach wenigen Meilen erreiche ich die alte Westernstadt Goldfield und biege auf eine ungeteerte kurze Straße Richtung International Car Forest of the Last Church ab.
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Diese bizarre Ausstellung, die sich etwa einen Kilometer außerhalb von Goldfield befindet, ist wohl der ungewöhnlichste „Wald“ den ich je gesehen habe. Wenn man aber schon einmal in der Gegend ist, sollte man sich das als Autofriedhof getarnte Kunstprojekt durchaus ansehen.
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Die Geschichte dahinter in Kurzform: Zwei Künstlerfreunde, Chad Sorg und Mark Rippie, fanden es im Jahr 2011 spannend, eine bestimmte Menge an Autos so in der Wüste zu drapieren, dass sie wie Spielzeuge aussehen, die von einem riesigen Kind fallen gelassen wurden.
Übrigens: Einen tieferen religiösen Hintergrund hat die Sache trotz des mystischen Namens nicht….
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Rund 50 Fahrzeuge, darunter Autos, Busse und Lkw‘s, haben die beiden am Ortsrand von Goldfield gestapelt, vergraben oder anderweitig arrangiert. Jedes der Schrott-Fahrzeuge ist handbemalt und mit Graffitis, wie etwa Karikaturen von Politikern, versehen.
Und was wurde aus Chad und Mark? Nach einem Partystreit haben sie nie wieder miteinander gesprochen. Einer sitzt heute wegen eines Waffenvergehens im Gefängnis. Die Installation hat ihre Erschaffer quasi überlebt.
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Auch Goldfield hat einige alte Strukturen aus den Tagen des Wilden Westens aber nun halte ich nicht mehr und fahre bis zu meinem Ziel nach Tonopah, zum vorreservierten Motel.
Überhaupt habe ich bei dieser sehr kurzfristig organisierten Tour aus Zeitmangel alles bei Booking reserviert und bin nicht auf unterschiedlichen Portalen unterwegs gewesen.
Tonopah selbst ist mit seinen rund 2500 Einwohnern immerhin auf Platz 20 der größten „Städte“ im Silver State Nevada. Es gibt hier ein durchaus interessantes Freilicht-Mining Museum aber das macht morgen erst wieder um 9 Uhr auf. Damit wäre ein halber Tag verbraucht und da lege ich den Fokus, neben den Kilometern die es morgen Richtung Nordkalifornien zu bewältigen gilt, lieber auf die Natur. Für mich geht es nach dem Check Inn im Motel nur noch in den Supermarkt und dann für die üblichen Verrichtungen aufs Zimmer und Aufgrund einsetzender Müdigkeit möglichst früh ins Bett.
Übernachtung: Dream Inn, Tonopah, Nevada
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Diesmal keine rote Jacke, dafür blaue Überzieher zum Schutz vor der Salzlake :thumb:. Bei uns war damals alles staubtrocken.
Apropos damals: Wir waren auch in Badwater, haben aber keine Natural Bridges gesehen :gruebel:.
Gold Point ist mir auch nicht bekannt, aber so rostiges Gerümpel geht immer.
Der Car Forest war mir zudem nicht bekannt. Gut, dass die rostige Kunst im trockenen Wüstenklima auf lange Zeit besteht. Wo wollen die auch hin mit ihren alten Karren. Die bleiben doch sonst alle in der Pampa liegen.
Das war jedenfalls ein ausgefüllter Tag.
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35°C haben wir hier heute auch, eigentlich brauche ich einen Bericht aus kühleren Gefilden, um mich ein bisschen abzukühlen ;) - eine "Flucht aus der Hitze" ist zur Zeit leider mangels Urlaub nicht möglich.
Da kommt in der Gegend immer noch einiges Neues an Attraktionen dazu, wie Ilona kenne ich weder den Arch bzw. Bridge bei Badwater noch den Car Forest. Die Idee zu Letzterem haben sie aber doch von der Carhenge Site "geklaut"? Sieht aber auf jeden Fall cool aus, bietet einige Fotomotive.
Sehr vorausschauend trotz kurzfristiger Reise mit den Schuhüberziehern :).
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35°C haben wir hier heute auch, eigentlich brauche ich einen Bericht aus kühleren Gefilden, um mich ein bisschen abzukühlen ;) - eine "Flucht aus der Hitze" ist zur Zeit leider mangels Urlaub nicht möglich.
Dann muss ich hier wohl schnell den Norden anbieten, damit wir alle zumindest virtuell etwa abkühlen können. ;)
Sehr vorausschauend trotz kurzfristiger Reise mit den Schuhüberziehern :).
Ja die Dinger hatte ich noch von einer früheren Reise zu Hause rumliegen.
Allerdings bei mir fast grotesk auf ein Detail zu achten wo es darum geht nicht schmutzig zu werden.
Wenn ich ein neues Hemd anziehe kann ich die Uhr danach stellen, wann ich den ersten Fleck darauf mache ... ::)
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3.Tag - 21.3.26 Samstag: Way Up North - zu neuen Ufern
Heute soll es in die kühleren Regionen nach Norden gehen, die ursprünglich für das Ende der Reise geplant waren. Hier macht sich die Hitzewelle positiv bemerkbar, da ich im Vorfeld in dieser Gegend mit deutlich kühleren Temperaturen als Mitte 20 Grad gerechnet hatte.
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Zunächst folge ich einigen Highways nach Westen.
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Die Landschaft wird immer grüner und ein unerwartet schönes Gebiet mit Felsbrocken, das keinen besonderen Namen zu haben scheint, zwingt mich zu einem Fotostop. Es erinnert mich irgendwie an die Grapevine Hills im Big Bend Nationalpark in Texas.
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Der Highway 120 und die anschließende Benton Crossing Road sind dabei ein unerwartetes Highlight. Die Straßen kurven durch herrliche Landschaften, sanft aber stetig gewinne ich an Höhe und am Horizont schiebt sich die Gebirgskette der schneebedeckten Sierra Nevada ins Bild.
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Mein eigentliches erstes Ziel ist die Hot Creek Geological Site, jenseits der Staatengrenze in Kalifornien. Hier war ich mir im Vorfeld nicht sicher ob der kleine Park überhaupt angefahren werden kann und die Zufahrtsstraße nicht noch unter einer Schneedecke liegt. Die warmen letzten Wochen haben aber offensichtlich dieses Problem gelöst und so kann ich vom Parkplatz hinunter zum heißen Creek gehen.
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Es gibt nur eine Handvoll Orte auf der Erde wie die aktive geologische Umgebung von Hot Creek.
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Innerhalb der flachen Schlucht erreicht das Grundwasser, das von unterirdischen Körpern aus geschmolzenem Magma erhitzt wird, die Oberfläche und vermischt sich mit den kühlen Gewässern des Hot Creek, wodurch eine faszinierende Landschaft entstand.
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Wie die meisten geothermischen Quellen verändert sich das Gebiet ständig und entwickelt sich weiter. Einst aktive Geysire und Quellen sind jetzt schlummernd oder ausgestorben, und jährlich erscheinen neue Quellen.
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Ich gehe ein Stück den Bach entlang und beobachte Angler bei ihrem Fischfang.
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Nach 2 Stunden kehre ich zum Parkplatz zurück und lasse mich an einem Picknickplatz für eine Lunchpause nieder.
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Danach geht es weiter zum Highway 395 der Lebensader der Region, die hier von Süd nach Nord verläuft.
Am Convict Lake unweit des Highway lege ich noch einen Fotostop ein, dann halte ich auf dem Weg zum Mono Lake nicht mehr an.
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Es muss genau vor 30 Jahren gewesen sein, als ich zum letzten Mal am Mono Lake war.
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Von den schönen Tufa-Formationen wusste ich damals nichts und die finde ich schon absolut klasse.
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Man nennt den Mono Lake aufgrund des Salzgehalts auch das Tote Meer Kaliforniens.
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Die Gegend am südlichen Seeufer des Mono Lake wurde 1981 zur Mono Lake South Tufa Natural Reserve erklärt. Das Tuffgestein besteht aus Kalk (Kalziumkarbonat), ist sehr fragil und schon "gut in die Jahre gekommen".
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13.000 Jahre werkelt die Natur schon an diesen Meisterwerken herum. Ein wahrhaft langwieriger Prozess, der durch Wechselwirkung der Frischwasserzuflüsse mit dem salzhaltigen Wasser des Mono Lake entsteht.
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Der Salzgehalt des Mono Lake ist übrigens dreimal so hoch wie der eines Ozeans, weshalb man auch keine Tiere hier findet, die sonst einen See bevölkern. Im See leben nur Algen und Shrimps und Fliegen. Möwen und weitere Vögel bedienen sich an diesem besonderen Nahrungsangebot.
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Der See ist eigentlich kein See wie viele andere. Vielmehr stellt er ein Becken vulkanischen Ursprungs dar. Seit Anfang der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden einige Zuflüsse des Mono Lake zur Trinkwasserversorgung des stetig wachsenden Los Angeles angezapft bzw. ganz umgeleitet. Nur 5 Prozent des einstigen Zuflussaufkommens gelangen heute noch in das Gewässer. Das Wasser der übriggebliebenen Zuflüsse transportiert nach wie vor gelöste Salze und Mineralien in den Mono Lake. Da kein natürlicher Abfluss existiert, verliert der Mono Lake nur durch natürliche Verdunstung etwas Wasser. Die eingeschwemmten Salze bleiben zurück, und deren Konzentration steigt ständig weiter an. Besonders schön ist der See natürlich an windstillen Tagen, wenn sich die Tufas und die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada im See spiegeln.
Im Übrigen gilt am Parkplatz der South Tufas auch der Nationalparkpass.
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Neben den Tufas interessiert mich nun auch noch das ein paar hundert Meter weiter östlich liegende Ufergebiet der Sand Tufas am Navy Beach.
Beim Sand Tufa hat sich bei der Bildung dieser ungewöhnlichen Formationen Sand mit ins Travertin gemischt. Dadurch sind gut sichtbare „Röhren“ entstanden, filigrane Bauwerke der Natur. Durch den abgesunkenen Wasserstand des Mono Lakes wurden die in Gruppen zusammengefassten Röhren zuerst vom Sand verschüttet, dann von der Erosion teilweise wieder freigelegt.
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Jetzt stehen einige von diesen Natur-Kunstwerken Knie- bis brusthoch in einer Sandmulde und geben ihre inneren Geheimnisse preis. Da die Sand Tufa Formationen sehr brüchig sind, muss man sich mit großer Vorsicht zwischen den weltweit einmaligen Unikaten bewegen, um nicht mehr zu beschädigen als es Wind und Wetter sowieso schon tun. Denn ohne den Schutz des Wassers sind die Tufas dem unvermeidlichen Verfall preisgegeben. Diese erste Runde am Mono Lake war sozusagen ein Scouten mit Kamera.
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Nachdem die Fotospeicherkarte ordentlich gefüllt ist, überzeuge ich mich noch an einem Nachbarn des Sees von der vulkanischen Aktivität der Region. Gerade an der Südseite des Sees gibt es einige Vulkankrater, von denen der Panum Krater am leichtesten zu erreichen ist. Ein kurzer Aufstieg auf dem Kraterweg gibt Einblicke in die Vulkanlandschaft vor dem Hintergrund des tiefblauen Mono Lake.
Dann lege ich erstmal einen Break ein und steuere den Wrangler ins nur wenige Kilometer entfernte Lee Vining, checke im Motel ein und absolviere ein einfaches Abendessen auf dem Zimmer. In dem Nest hat zu dieser Jahreszeit sowieso praktisch noch fast alles zu, nachdem die wichtigste touristische Einflussgröße, die Tioga Pass Road hinein in den Yosemitie Nationalpark, noch einige Monate geschlossen sein wird.
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Nach dem Abendessen fahre ich wieder wie am Nachmittag zunächst zu den South Tufas am Mono Lake.
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Am See genieße ich die Golden Hour und die immer länger werdenden Schatten.
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Danach geht es zum Sonnenuntergang auch noch einmal zu den Sand Tufas am Navy Beach.
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Jetzt, wo sich die Sonne aufmacht hinter den Bergen zu verschwinden, kommen diese ungewöhnlichen Skulpturen besonders zur Geltung.
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Eine regelrechte Knipsorgie, die mir großen Spaß macht und das heute bei etwas über 20 Grad auch alles bei sehr angenehmen Temperaturen.
Übernachtung: Murphey's Motel, Lee Vining, Kalifornien
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In die Gegend hat es uns noch nie verschlagen.
Die Sand Tufas wären schicke Stehtische :cool2:.
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Das sind viel angenehmere Temperaturen :thumb:, gut, dass du hinsichtlich der Reihenfolge flexibel warst.
Die Hot Creek Site ist wohl eher eine unbekanntere Stelle, sieht aber sehr lohnenswert aus.
Am Mono Lake war ich leider noch nicht, du hast dir ja richtig viel Zeit dafür genommen. Sehr schönes Licht hattest du am Abend.
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:adieu: In den letzten Monaten nur sporadischer Mitleser - das Leben hält mich auf Trab - kann ich mich doch nicht dem Reiz des SW entziehen :herz:
Wiedersehen mit dem Death Valley lässt mich in Erinnerungen schwelgen - 2012 war ich 5 Tage dort, mit vielen tollen Wanderungen, unglaublichen Farben und heftigen Winden - man wurde regelrecht sandgestrahlt und einem kaputten Zelt...
Wasser bzw. Schlamm in Badwater ist ein Glücksfall, ebenso die Blumen (auch wenn du nur die letzten Rest miterlebt hast)
Die Tufa-Säulen am Monolake sind mir absolut neu, davon hatte ich noch nie gehört :happy:
Die Fahrt mit den schneebedeckten Bergen im Blick ist herrlich ... Jetzt war ich auch schon einige Male in der Gegend, aber den Hot Creek kannte ich auch noch nicht.
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Das sind viel angenehmere Temperaturen :thumb:, gut, dass du hinsichtlich der Reihenfolge flexibel warst.
Die Hot Creek Site ist wohl eher eine unbekanntere Stelle, sieht aber sehr lohnenswert aus.
Am Mono Lake war ich leider noch nicht, du hast dir ja richtig viel Zeit dafür genommen. Sehr schönes Licht hattest du am Abend.
Bezüglich Hot Creek - geothermale Gebiete liebe ich ja besonders. Es gibt in der Region rund um den Hot Creek noch 5-6 weitere Locations wo man wie in Island in der Einsamkeit ein warmes Bad nehmen kann - also heiße/warme Pools wie Z.B. die Travertine Hot Springs (https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&hs=uGp&sca_esv=89350bf0a2b2012a&sxsrf=APpeQntzWdlEHyQRU5Rh8-ppqnp8H5TPUw:1782640747625&udm=2&fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9IZ-OcP6xq64A4yNP8lBdpYpk2RjHTYM84Ghomjt8HeJPUU3Qiq7TFFfxGPYon4q0ZZ-QzGMkuxSAXPdn-nAGLX4kjt9YRefB3BVVaPaHfeb60_6pGT6Y2_QcNJDCETjWH2DunMx_XeFqzx9eNJNTiIswSi2VXpF5tJ8BQGQsQKieYRROg&q=travertine+hot+springs&sa=X&ved=2ahUKEwiLypik1qmVAxUkZ_EDHaJzA2EQtKgLegQIFBAB&biw=2540&bih=1303&dpr=2) oder die Wild Willy's Hot Springs (https://www.google.com/search?q=Wild+Willy%27s+Hot+Spring&client=firefox-b-d&hs=Cw9p&sca_esv=89350bf0a2b2012a&udm=2&biw=2540&bih=1303&sxsrf=APpeQnsotNgwRb3UcoRw6NGHBp2jTe7_fQ%3A1782640751567&ei=b_BAatucIsqSxc8PzMCLeQ&ved=0ahUKEwibkImm1qmVAxVKSfEDHUzgIg8Q4dUDCBM&uact=5&oq=Wild+Willy%27s+Hot+Spring&gs_lp=Egtnd3Mtd2l6LWltZyIXV2lsZCBXaWxseSdzIEhvdCBTcHJpbmcyChAAGIAEGIoFGEMyBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB4yBBAAGB5IxwlQ6gRYtAhwAngAkAEAmAFBoAFBqgEBMbgBA8gBAPgBAfgBApgCA6ACWqgCCsICBxAjGMkCGCfCAgYQABgHGB7CAgoQIxjJAhjqAhgnmAMGiAYBkgcBM6AHlAiyBwExuAdKwgcDMi0zyAcSgAgB&sclient=gws-wiz-img) um mal nur zwei zu nennen. Um da noch mehrere zu besuchen hat mir die Zeit gefehlt, bzw. habe ich eben andere Locations besucht.
Der Mono Lake war bei mir September 2009 schon mal geplant.
Damals hat mich ein Orthopäde "misshandelt". Spritze in den Rücken, Dura durchstochen, Liquorverlust im Gehirn (ihr braucht Euch bei mir also über nichts mehr wundern ;) ) und damit verbunden ein paar Tage Krankenhaus. Den Rechtsstreit konnte ich wengen mangelnder Aufklärung gewinnen. Die Reise musste ich damals aber komplett canceln. Dafür sind wir dann im November nach Südafrika geflogen. Ein schönes Trostpflaster. :D
Seitdem wollte ich die Tufas sehen.
Dieses Jahr hat es endlich geklappt und ich kann schon mal anmerken ... das war's noch nicht mit dem Mono Lake auf dieser Reise. :)
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Wiedersehen mit dem Death Valley lässt mich in Erinnerungen schwelgen - 2012 war ich 5 Tage dort, mit vielen tollen Wanderungen, unglaublichen Farben und heftigen Winden - man wurde regelrecht sandgestrahlt und einem kaputten Zelt...
Wasser bzw. Schlamm in Badwater ist ein Glücksfall, ebenso die Blumen (auch wenn du nur die letzten Rest miterlebt hast)
Durch die Hitze sind sie leider recht schnell verblüht - da hätte ich dieses Jahr 2 Wochen früher dran sein müssen.
War aber ok. Gerade das Death Valley hat mich nach über 20 Jahren seit ich das letzte Mal dort war richtig geflasht und das trotz der (für diese Jahreszeit) ungewöhnlichen Hitze.
Die besten und noch intensiveren Eindrücke kommen beim zweiten Death Valley Besuch dieser Reise.
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4.Tag - 22.3.2026 Sonntag: California Dreamin'
Es gibt Orte da halte ich kurz, machen ein paar Aufnahmen und fahre weiter. Der Mono Lake ist dagegen eines dieser Ziele die mich fesseln.
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So fahre ich an diesem Morgen zum dritten Mal bei schattigen 3 Grad (immerhin Plus) an den See. Den Sunrise bekommt man zu dieser Jahreszeit nicht geschenkt. Ohne etwas bibbern ist das trotz 3 T-Shirts, einem Hemd, 2 leichten Jacken, einer Fleecejacke und einer langen Unterhose nicht zu machen.
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Die Szenerie ist aber so spektakulär und herzerwärmend, dass die Kälte schnell vergessen ist und mit den ersten Sonnenstrahlen läuft nicht nur meine Kamera warm, sondern auch ich. Sehr großes Kino.
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Danach geht es zurück zum Motel - umziehen, auschecken und weiter auf die Nordseite des Mono Lake zu den Black Point Fissures. Der letzte Teil der Anfahrt sind Dirt Roads die man aber gut mit dem PKW bewältigen kann, wenn er ein bisschen Bodenfreiheit hat. Am Ziel findet man einen einsamen Parkplatz an dem man wohl meistens alleine ist. Über den Weg weiß ich erst mal nichts. Liegt vielleicht auch daran, dass es keinen Weg oder Trail gibt. Meistens durch Sand stapft man einen Berg hinauf - den Black Point - was nicht gerade unanstrengend ist. Immer wieder erreicht man eine Erhöhung und denkt nach der nächsten Ebene ist der höchste Punkt erreicht und dann geht das Aufwärts-Gestapfe doch wieder weiter. Irgendwann bin ich dann doch endlich oben und erklimme einen Hügel. Von dort sehe ich die Fissures noch ein Stück entfernt nach Norden. Also noch mal weiter. Nach anderthalb schweißtreibenden Stunden habe ich dann die Fissures erreicht.
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Die Black Point Fissures (=Risse) sind schmale Felswände, die sich öffneten, als sich vor etwa 13.000 Jahren eine Lavamasse abkühlte und zusammenzog. So entstanden die Risse, deren Schichten alle aus Tuff, Asche und Sediment bestehen.
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Diese Risse verlaufen in die Tiefe als schmale Felswände, die sich in kleine Schluchten und Slots auf dem Bergrücken verzweigen. Eine ungewöhnliche Laune der Natur die ich so noch nirgendwo gesehen habe. In einige der Slots kann man absteigen und einige Meter in der Schlucht gehen, manche Abschnitte sind dann aber nur von oben weiter verfolgbar, weil so eine Schlucht dann meist wieder durch einen Felssturz abrupt endet. Die Fissures zu fotografieren ist aufgrund der unterschiedlichen Lichtsituationen oben am Rand und unten in der Tiefe schwierig.
Der Rückweg wieder den Sandberg hinab geht natürlich wesentlich schneller und entspannter.
Danach geht es zurück nach Lee Vining an die Tanke, Sprit und einen Kaffee zapfen und weiter wieder auf dem Highway 395 Richtung Süden.
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Ein kurzer Abstecher vom Highway führt zum June Lake. An sich wäre das hier eine schöne Loop Road mit mehreren Meilen und vielen Seen aber durch die winterlichen Bedingungen auf dieser Höhe im März ist nur der erste See, der June Lake erreichbar. Den lichte ich ab und fahre weiter nach Süden.
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Ein zweiter Abstecher von der 395 ist die Owens Gorge Road zu den Crowley Lake Columns. Die Piste ist mit etwas gutem Willen und High Clearance ein gutes Stück auch mit einem PKW befahrbar.
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Etwa 4 km vor dem eigentlichen Ziel ist für PKW’s Schluß. Dann ist zwingend ein Allrad gefordert und die Strecke hat auch ein paar sportliche Highlights im Programm (u.a. ein heftiger steiler Anstieg), die den Wrangler aber nicht an seine Grenzen bringen.
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Oberhalb der Lake Crowley Columns ist dann ein kleiner Parkplatz mit herrlichem Blick über die Szenerie des Sees und der Berge.
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Von hier führt ein Trampelpfad hinab an den See.
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Wie uralte Ruinen ragen die Columns, die Säulen, am Ostufer aus dem Crowley Lake bis zu 6m Höhe empor.
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Diese ungewöhnlichen Steinsäulen, die in engen Reihen und Bögen angeordnet sind, wurden nicht von menschlichen Händen gebildet, sondern entstanden durch eine sehr ungewöhnliche Kombination aus Vulkanismus, heißer Asche, Wasser und Erosion.
Vor etwa 760.000 Jahren gab es den gewaltigen Ausbruch der Long Valley Caldera. Dabei wurden riesige Mengen heißer Vulkanasche und Bimsstein abgelagert. Danach sickerte Grundwasser und kaltes Schmelzwasser in die noch heiße Vulkanasche. Tief im Gestein wurde das Wasser erhitzt und stieg als Dampf wieder nach oben. Dadurch entstanden senkrechte „Konvektionskanäle“ – ähnlich wie natürliche Wärmerohre. In diesen Kanälen lagerten sich Mineralien wie Silikat und Zeolithe ab und verhärteten das Material. Das weichere umliegende Gestein wurde über Hunderttausende Jahre durch Wind, Regen und später die Wellen des künstlichen Crowley Lake abgetragen. Übrig blieben die härteren Säulen – die heutigen Columns.
Die Säulen wurden erst sichtbar, nachdem der Stausee 1941 angelegt worden war. Die Wellen des Sees erodierten die Hänge und legten die Strukturen frei.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573534/DSC05148.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573536/DSC05163.jpg)
Das Ergebnis: Fast 5.000 dieser gebogenen Säulen die wie der Kreuzgang eines Klosters aussehen.
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Aktuell ist der Wasserstand im Frühjahr zu hoch, als dass die Säulen ganz aus dem Wasser heraustreten. In der zweiten Jahreshälfte kann sogar man in das „Gewölbe“ eintreten.
Nach Aufstieg und Rückfahrt auf der Piste geht es auf dem Highway 395 weiter nach Süden. Mit jedem Kilometer klettern die Temperaturen wieder nach oben. Am frühen Nachmittag erreiche ich meinen Übernachtungsort Bishop und checke im Motel ein.
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Nur 2 Kilometer außerhalb von Bishop Richtung Osten, besuche ich sogar mal ein Museum – das Laws Railroad Freilichtmuseum.
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Im Laws Railroad Museum findet man wie der Namen vermuten lassen könnte nicht einfach nur ein paar Züge, ...
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... sondern eine komplette nachgebaute Eisenbahnstadt aus dem Wilden Westen. Man kann frei im Gelände herumlaufen und bekommt ein ziemlich realistisches Gefühl dafür, wie das Leben in einer Eisenbahnstadt im späten 19. Jahrhundert war.
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Die zerschlissene US-Flagge in einem der Gebäude versinnbildlichen den Zustand der Vereinigten Staaten von Amerika – die haben in ihrem Ansehen, ihrer Popularität und auch ihrer Wirtschaftskraft schon bessere Zeiten erlebt.
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Für den Nachmittag habe ich mich in der vulkanisch geprägten Gegend rund um Bishop für die Buttermilk Boulders entschieden. 11 Meilen westlich der Stadt erreiche ich eines der bekanntesten Boulders Gebiete der USA.
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Riesige Granitblöcke liegen hier in der Landschaft verstreut. Teilweise so hoch wie ein Haus ragen die runden Blöcke aus der Ebene in den Himmel.
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Die Boulders bestehen aus Granit, der vor etwa 80–100 Millionen Jahren tief unter der Erde aus abgekühltem Magma entstand.
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Mit der Entstehung der Sierra Nevada wurde das Gestein nach oben gedrückt. Erosion trug das darüber liegende Material ab und der Granit kam an die Oberfläche. Durch Druckentlastung und Temperaturwechsel begann der Granit zu reißen. Schalenartige Verwitterung formte die typischen runden, glatten Blöcke. Wind und Wetter legten sie frei und glätteten die Oberflächen weiter. Deshalb wirken die Felsen heute wie zufällig hingeworfene, perfekt geformte Kugeln in der Landschaft Kaliforniens. Natürlich findet man hier vorwiegend Kletterer, die mit ihren Matten im Schatten der Boulders auf ihren nächsten Aufstiegsversuch warten.
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Ich erklimme einen Hügel und sehe mich um. Trotz der unübersehbaren Felsgiganten lohnt sich auch der Blick für Details – so gibt es wunderschöne Blumen am Fuß einiger Felsen.
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Ein schönes Gebiet und ein verhältnismäßig kleiner Abstecher vom Highway – also für mich durchaus lohnend. Schon bemerkenswert, welch unterschiedliche Motive und Ansichten Kalifornien an nur einem Tag und einer Distanz von gerade mal 100 Meilen bietet - ein Kalifornischer Traum!
Das soll für heute genügen. Morgen muss ich mal wieder besonders früh raus und deshalb reiße ich für heute den Riemen runter, mache eine Stippvisite bei Taco Bell (muss 1-2 mal sein wenn ich in den USA bin) und beende dann diesen Tag.
Übernachtung: Motel 6, Bishop, Kalifornien
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Da hat sich das Bibbern gelohnt, tolle Bilder!
Und für einen Tag hast du echt viel gesehen. Und diese Steinsäulen sind cool :)
So ein Outdoor-Museum lasse ich mir auch gefallen.
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Das frühe Aufstehen und Frieren hat sich gelohnt, wunderschöne Fotos sind das geworden.
Und auch alle anderen Ziele an diesem Tag waren sehr lohnenswert und auch wieder eher abseits der üblicherweise angefahrenen Punkte.
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5.Tag - 23.3.26 Montag: Western von Gestern und die coolste Ghosttown der USA
Heute heißt es wieder früh aufstehen, denn ich habe ca. eine Stunde Fahrt vor mir und will zum Sonnenaufgang vor dem Mobius Arch in den Alabama Hills stehen. Somit weckt mich der Handywecker bereits um 4.30 Uhr.
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Wer die Alabama Hills noch nicht kennt – die Gegend westlich des Städtchens Lone Pine ist berühmt für bizarre, orangefarbene Granitfelsen (inklusive diverser Felsbögen) und diente deshalb für zahlreiche Filme (meist Western) als Drehort. Es ist also noch dunkel als ich in Lone Pine auf die Whitney Portal Road abbiege, die in wenigen Minuten in das Gebiet der Alabama Hills führt. Die Whitney Portal Road trennt die Alabama Hills in einen Nord- und einen Südteil, wobei der Norden der weitaus interessantere ist.
Der Parkplatz des Mobius Arch Trails ist schnell erreicht, Stativ und Kameras werden von der Rückbank eingesammelt und schon bin ich auf dem Weg hinein in die Felsen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573623/DSC05318.jpg) (https://www.pic-upload.de)
Der Horizont wechselt zu rosa während ich mich auf den kurzen Weg vom Parkplatz mache.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573624/DSC05388.jpg)
Am Mobius Arch hat sich bereits ein Fotograf platziert, so warten wir gemeinsam auf das Licht, das die Bergkette der Sierra Nevada beleuchten soll.
Faszinierend wie die Berge im Sekundentakt mehr Licht bekommen und förmlich von oben nach unten erleuchtet werden.
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Die Sierra Nevada ist eine ca. 700km lange Gebirgskette, die sich hauptsächlich in Kalifornien parallel zur Pazifikküste von Nord nach Süden zieht.
Ganz rechts im Blick durch den Arch sieht man den höchsten Berg der Sierra Nevada, den Mount Whitney mit 4421m.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573626/DSC05400.jpg)
Nachdem ich mich am Mobius Arch genügend ausgetobt habe, geht es auf dem Rest des Trails und natürlich weiche ich auch mal vom Trail ab. Gleich neben dem Mobius Arch findet man den kleinen Lathe Arch.
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Ein zweiter Fixpunkt am Trail ist der Heart Arch, für den das Licht am Morgen aber nicht ganz so ideal ist.
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Heart Arch
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Die Alabama Hills sind übrigens eine Recreation Area und werden vom BLM verwaltet. Permit oder Eintritt sind nicht nötig. Der Name hat nichts mit dem Bundesstaat Alabama zu tun, sondern kommt vom Kriegsschiff USS Alabama der Konförderierten (Südstaatler).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573637/DSC05490.jpg)
1863 benannten Goldsucher in der Gegend ihre Claims und später die ganze Hügelkette nach diesem Schiff, weil viele von ihnen mit den Südstaaten sympathisierten.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573642/DSC05530.jpg)
Die Gegend ist von einem Netz aus Staubstraßen durchzogen. Diese Dirt Roads sind im Allgemeinen mit normalen Mietwagen gut befahrbar und teilweise sogar für Wohnmobile geeignet. Wer diesen Straßen folgt, etwa der passend benannten Movie Flat Road, gelangt ins Herz der Felsenlandschaft.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573645/DSC05556.jpg)
Immer wieder liefern bunte Blumen einen Farbtupfer zu der Szenerie der Boulders.
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Die Movie Flat Road führt mich durch herrliche Felslandschaften ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573638/DSC05494.jpg)
... und zu weiteren Felsbögen. Hier hat die Natur wieder Unnachahmliches geleistet, u.a. am Eye of the Alabama, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573641/DSC05521.jpg)
... Space Case Arch, ...
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... One Mile Arch ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573644/DSC05563.jpg)
... oder Eagle Arch. Um nur einige wenige zu highlighten.
Wohl niemand weiß, wie viele Felsbögen/Arches es hier gibt. Je nach Betrachtung sind es sicher an die 100.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573648/DSC05573.jpg)
Ohne GPS ist es zum Teil sehr schwierig die Bögen zu finden, da sie sich im Gewirr der Felsen sehr gut verbergen. Manchmal steht man direkt daneben und entdeckt den Arch nicht.
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Eine Felsformation die man kaum übersehen kann liegt direkt neben der Whitney Portal Road (die zurück nach Lone Pine führt) - der sogenannte Nightmare Rock.
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Die Alabama Hills bei Lone Pine, Kalifornien, sind seit über 100 Jahren ein legendärer Drehort in der Filmgeschichte, bekannt als „Hollywoods liebstes Hinterland“ für über 500 Produktionen. Mit ihrer surrealen Granitlandschaft vor der Kulisse des Mt. Whitney dienten sie besonders für Western, Sci-Fi-Filme und Klassiker wie Django Unchained, Gladiator und Iron Man als Kulisse.
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Passenderweise gibt es in Lone Pine ein Western Film Museum, das ich mir gegen Mittag ansehe. Den Museumsbesuch beginnt man am besten mit einem Film über die Hollywood-Geschichte der Alabama Hills – der mich zurück in meine Kindheit bringt - als es im 3-Programme-TV beispielsweise noch „Western von Gestern“ gab wo alte Recken wie Roy Rodgers oder Tom Mix die Colts schwangen.
Erste Filmaufnahmen begannen hier schon Anfang der 1920er Jahre, darunter der Stummfilm The Roundup (1920). Seitdem entstanden über 400 Filme dazu viele Fernseh-Shows und Werbeclips in den Alabama Hills.
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Das Museum zeigt viele Exponate aus der Zeit und widmet auch den Stars vergangener Tage (meist aus dem Westernfilm) jeweils eine kleine Ecke.
Das Museum hat neben den schönen Erinnerungen an vornehmlich alte Tage des Films für mich noch einen zweiten Vorteil – es ist schön kühl.
Draußen erreichen die Temperaturen schon wieder Werte jenseits der 30 Grad.
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Um dem zu entkommen und trotzdem etwas zu erleben fahre ich in Richtung des Death Valley Nationalparks in die Höhe – zur Cerro Gordo Mine Ghosttown.
Zunächst geht die Fahrt nach Südosten auf Asphalt nach Keeler. Ab Keeler folge ich einer Wellblechpiste (Cerro Gordo Road) weiter nach Nordosten. Nach 10 Minuten führ die Piste durch einen Canyon mit hohen Wänden. Die Qualität der Piste ändert sich hier dramatisch.
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Während man bis zum Canyon mit jedem PKW kommt, ist ab Durchfahrt dieser Schlucht Schluß mit lustig. Ohne richtigen Allrad mit guten Reifen hat man hier keine Chance. So schaukle ich um die Kurven der Schlucht in auf und ab über Felsen und durch Löcher.
Danach gewinnt die Straße deutlich an Höhe. Cerro Gordo liegt ja auch auf über 2500 Höhenmeter. Auch darauffolgenden Anstiege durch die Inyo Mountains einen Allrad mit Power.
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Nachdem ich gerade eine Anhöhe erklommen habe kommt mir ein Mann zu Fuß entgegen und fragt mich ob ich ihn mit nach oben nehmen könnte. Er stellt sich mir als Rich vor und erzählt, dass er es mit seinem Van nicht durch den Canyon geschafft hat und jetzt laufen wollte, aber nach 2-3 Meilen umgekehrt ist. Für mich fast unglaublich, dass sich jemand diese Tortur (7km One Way Strecke und über 1500 Höhenmeter ab dem Canyon) leisten möchte. Natürlich nehme ich ihn mit und wir unterhalten uns auf dem Weg hinauf zur alten Goldgräberansiedlung. Die Strecke kann man guten Gewissens als Epic Ride und kleines Abenteuer beschreiben also irgendwie ist hier auch der Weg das Ziel. Auch der Blick in die tiefe Ebene ist spektakulär.
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Die kleine Bergbausiedlung Cerro Gordo (gegründet 1866), liegt auf einem Sattel der Inyo Mountains in ca. 2600 Metern Höhe.
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Die kleine Kirche ist erhalten geblieben und dient heutzutage Versammlungen oder Filmabenden.
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Cerro Gordo ist mehrfach abgebrannt. So wurde die Minenstadt das erste Mal im Jahr 1877 Opfer einer Brandkatastrophe.
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Zuletzt gab es 2022 einen Brand, der das inzwischen wieder aufgebaute „American Hotel“ vernichtete.
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Trotz dieser Rückschläge ist im Ort viel erhalten geblieben und es gab stets „Caretaker“, die vor Ort geblieben sind um sich um alles zu kümmern.
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Daher ist bemerkenswert viel aus der Bergbauzeit erhalten geblieben, als Cerro Gordo noch die größte Silbermine in den Vereinigten Staaten war. Während der produktivsten Phase war Cerro Gordo mit 2000 – 3000 Menschen bevölkert. Hier oben in den Bergen war es um 1865 herum ziemlich gesetzlos. Im Berg gibt es insgesamt über 40 Kilometer lange Gänge, die teilweise verschüttet, teilweise zugänglich sind. Im Moment gibt es (noch) keine Führung, in der sich dieser Teil der Geschichte erleben lässt. Nur Artefakte. Überall begegnet man verrosteten Artefakten aus der Bergbauzeit. Die eigentliche Mine liegt etwas oberhalb vom Ort, sie ist (eher selten) im Rahmen einer Führung zugänglich.
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Cerro Gordo hatte unglaubliches Glück, dass nicht restlos alles von Souvenirjägern oder Schrottverwertern abtransportiert oder kaputt gemacht wurde. Der Ort ist abgelegen, schwer erreichbar und es war praktisch immer jemand vor Ort.
Cerro Gordo hat sicher eine bewegte Geschichte hinter sich aber das Besondere an dieser alten Mine in luftiger Höhe ist die Geschichte der letzten Jahre. Die verlasse Ghosttown wurde nämlich 2018 vom ehemaligen promivierten Investmentbanker und Hotelmanager Brent Underwood für 1,4 Millionen Dollar gekauft.
Brent Underwood hat mit seinem Team beachtliches geleistet. Das Projekt, die abgelegene Ghosttown zu restaurieren und zugänglich zu machen läuft erfolgreich. Nicht zuletzt, weil ein moderner Ansatz zur Finanzierung gewählt wurde.
Vor 20 Jahren wäre es noch so gewesen, dass man irgendwie über Zeitungsartikel oder ähnliches versucht hätte, zahlende Besucher in die Berge zu locken. Um dort mit Kaffee & Kuchen oder dem Verkauf von Führungen und Souvenirs etwas Geld zu verdienen. Das funktioniert in Amerika aber nur erfolgreich, wenn ein Ort gut mit dem Auto erreichbar ist – und das trifft auf Cerro Gordo absolut nicht zu. Hierher gelangen nur Abenteurer mit 4×4.
Stattdessen erzählt Brent Underwood die Geschichte dieser revitalisierten Ghosttown geschickt bei Youtube:
Liste von Videos: www.youtube.com/@GhostTownLiving
https://www.youtube.com/watch?v=NZulDyerzrA&t=427s
und ein Beispielvideo
Brent Underwood hat Cerro Gordo so zu einem landesweiten Bekanntheitsgrad gebracht. Seit 2020 lebt Underwood in Cerro Gordo, war während der Corona Pandemie aufgrund eines lang anhaltenden Schneesturms einmal 10 Wochen am Berg isoliert und hat über diese Zeit ein Buch geschrieben (Ghost Town Living). Das Buch debütierte auf der Bestsellerliste der New York Times.
Ich wusste das alles gar nicht, hatte nur ein Ziel gesucht das nicht so heiß ist, wie es am frühen Nachmittag im Tal gewesen wäre und hatte hier oben ein echt cooles Erlebnis (nicht nur wegen der deutlich angenehmeren Temperaturen).
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Natürlich habe ich Rich wieder mit hinunter zu seinem Van genommen. Auf dem Rückweg halten wir auch noch an einem Joshua Tree Wald in luftiger Höhe.
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Zum Abschluß des Tages fahre ich noch einmal in den Nordteil der Alabama Hills.
Highlights sind hier der Boot Arch ...
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... und der tolle Cyclops Arch.
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Cyclops Arch Close-Up.
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Cyclops Arch Perspektivwechsel.
Irgendwann habe ich genug gesehen und die Sonne verschwindet hinter den Bergen.
Es wird Zeit das Motel in Lone Pine aufzusuchen und diesen Ausflug in die Zeit des Wilden Weste(r)ns zu beschließen.
Übernachtung: Trails Motel, Lone Pine, Kalifornien
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Mein "erstes Mal" in USA war 1994. Da waren wir in Lone Pine im Bonanza Family Restaurant frühstücken. Wir sind in dieses Städtchen gefahren und das war für mich Amerika! ^-^ Ich habe heute noch so ein Streichholzbriefchen vom Dow Villa Motel, wo wir damals übernachtet hatten.
Wieder hat sich das frühe Aufstehen gelohnt. Der Cyclops Arch gefällt mir am besten!
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Und wieder ein perfekter Tag mit einer Mischung aus Natur und Kultur und einem wunderbaren Sonnenaufgang.
Dass in den USA jemand zu Fuß geht, weil das Ziel nicht mit dem Auto erreichbar ist, ist ja auch eine Seltenheit. Gut, dass du Rich den Weg abkürzen konntest, so in der Sonne und auf dem Fahrweg hätte sich die Wanderung wohl ziemlich gezogen.
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Dass in den USA jemand zu Fuß geht, weil das Ziel nicht mit dem Auto erreichbar ist, ist ja auch eine Seltenheit. Gut, dass du Rich den Weg abkürzen konntest, so in der Sonne und auf dem Fahrweg hätte sich die Wanderung wohl ziemlich gezogen.
Zumal ich Rich so auf 70 Jahre geschätzt hätte und er nur eine kleine Flasche Wasser dabei hatte.
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Moderne Zeiten: Dank flynet sitze ich mit WLAN im Flieger und kann um in Urlaubsstimmungzu kommen deinen Reisebericht lesen :)
Ich würde ja sooo gerne wieder in die USA reisen habe mich aber unter Trump bisher nicht getraut.Hoffentlich müssen wir den Typen nicht mehr lange ertragen.
Im Death Valley waren wir im April 2015, zum Glück nur bei Temperaturen um 30er Bereich bei denen man noch wandern konnte. Blumen hatten wir damals auch überraschend viele, Wasser jedoch gar nicht. Aber ich habe alles auf deinen Fotos wieder erkannt. Die restlichen Orte sind für mich alle neu und erzeugen unmittelbar Fernweh, die Mojave Wüste mit den Joshua Trees hat mir so gut gefallen da möchte ich auch mal wieder hin und besonders verlockend finde ich die Thermalquellen. Die kommen auf meine todo Liste. Josef ist von deinen Sonnenaufgangsbildern besonders begeistert, er gehört ja auch zu den Menschen die zu nachschlafender Zeit aufstehen für solche Aktionen.
Weil ich nicht so 100% fit bin habe ich wahrscheinlich während der Siesta in Spanien Zeit regelmäßig mitzulesen.
Das Fehlen der roten Jacke ist mir auch aufgefallen, bei drei Grad am Morgen hättest du sie doch gut gebrauchen können, hat sie mittlerweile das zeitliche gesegnet?
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Das Fehlen der roten Jacke ist mir auch aufgefallen, bei drei Grad am Morgen hättest du sie doch gut gebrauchen können, hat sie mittlerweile das zeitliche gesegnet?
Keinesfalls!
Aber bei einer zu erwartenden Rekordhitze habe ich mir dann lieber einen Hut als Sonnenschutz mitgenommen als die große Regen- und Windjacke, die bei der nächsten nordischen Reise definitiv wieder "ins rechte Licht" gerückt wird. ;)
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:herz: Alabama Hills .... immer wieder herrlich ... wobei der Nightmare Rock bei mir noch Miss Alabama hieß ;D
Hingegen waren mir die Crowley Lake Columns bisher absolut unbekannt :happy:
So schön und interessant die sind werde ich sie und die ebenfalls interessante Cerro Gordo Ghoswttown sicher nie selbst sehen, da ich auf den happigen Aufpreis für einen 4x4 aus Kostengründen verzichten muss. Aber die Gegend hat ja sooo viele tolle Ecken ^-^ ... hach ich kriege grad wieder Sehnsucht
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6.Tag - 24.3. Dienstag: Vom Sunrise bis Sunset in der Mojave Wüste
Auch heute heißt es wie üblich früh aufstehen. 90 Minuten dauert die Fahrt und sie soll zum Sonnenaufgang am Red Rock Canyon State Park südlich von Ridgecrest (nach wie vor in Kalifornien) enden.
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Das klappt auch soweit und ich schlage pünktlich zum Sunrise am Parkplatz zu den Red Cliffs östlich des Highway 14 auf.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573691/DSC05675.jpg)
Leider tut es dort der Zahlautomat nicht.
So fahre ich weiter zum Visitor Center auf die Westseite des Highway 14, wo das mit dem Automaten auch nicht funktioniert aber Bezahlumschläge für Bargeld vorhanden sind. Von denen fülle ich einen aus, lege die 6 Dollar Day Use Fee in den Umschlag und werfe das Ganze in einen dafür vorgesehenen Kasten (Self-Pay-Box).
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Vom Visitor Center geht es auf eine kleine Ringstraße die, an den Campingplätzen vorbei, auch zu interessanten Badlandslandschaften des Parks führt, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573693/DSC05686.jpg)
... die jetzt gerade schön von der Morgensonne angestrahlt werden.
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Danach steuere ich den Wrangler wieder zurück zum Parkplatz an den mächtigen Red Cliffs.
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Dort folge ich dem Red Cliffs Trail ein Stück nach Osten. Von einer kleinen Anhöhe eröffnet sich der Blick ins Nachbartal mit klassischer Wüstenvegetation. Der Red Rock Canyon gehört zur Mojave Wüste Kaliforniens.
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Hier ergibt sich auch die Möglichkeit einen Hang östlich der Red Cliffs zu erklimmen um eine andere Perspektive auf die Felswände zu bekommen.
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Gleich gegenüber dem Highway startet der Hagen Canyon Trail, ein Rundweg von 2km und keinen nennenswerten Höhenmetern.
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Der Weg fängt gleich mit schönen Badlandsformationen an.
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Nach Durchquerung eines Washs landet man am eigentlichen Hagen Canyon, der eigentlich gar nicht Teil des Trails ist, dem ich aber neugieriger weise trotzdem mal einen Besuch abstatte.
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Als ich schon umkehren will, erkenne ich einige schöne Badlandsformationen in der Ferne und verlasse den Wash an einer Stelle wo die Canyonwände zurückweichen und lande im nächsten Wash der mich zu den Formationen bringt.
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Die Ecke gefällt mir. Ich klettere ein bisschen auf und ab und finde immer wieder Anlass auf meinen Auslöser zu drücken.
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Irgendwann kehre ich wieder um, gehe auch zurück durch den Hagen Canyon und bin dann wieder back on Trail.
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Der eigentliche Trail hat auch noch einige schöne Felsformationen ...
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... und sogar Blumen im Petto.
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Nach ca. 2,5h (nachdem ich den Weg um das doppelte verlängert habe) bin ich sehr zufrieden wieder zurück am Parkplatz.
Danach wird es langsam wieder heiß. Es ist jetzt 11 Uhr schon über 30°C. Also Zeit für einen Ortswechsel. Ich fahre die kurze Strecke nach Ridgecrest, kaufe im Walmart ein, fahre zur Tanke - hier ächzen die Amerikaner (bei einem Gallonenpreis von 4,60 $ - was umgerechnet ca. 1€ für den Liter Normalbenzin bedeutet) über die hohen Preise durch Trumps Iran-Ausflug. Danach geht es zum Check Inn ins Motel wo ich eine kurze Pause einlege.
Gegen 15 Uhr breche ich wieder auf. Etwa 20 Minuten auf Asphalt und dann noch einmal das Gleiche auf einer Dirtroad führen mich in die Wüste nach Norden. Ein kurzer Teil der Piste ist ziemlich ausgewaschen und übel aber im Großen und Ganzen von einem PKW zu bewältigen. Ein Ersatzrad und das Werkzeug zum Wechseln kann hier aber sicher nicht schaden.
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Von weitem sieht man schon bei der Anfahrt wie sich die Trona Pinnacles in einzelnen Gruppen wie Perlen an einer Kette aus der sonst flachen Landschaft erheben.
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Bei den Trona Pinnacles handelt es sich geologisch gesehen um bis zu 40 Meter hohe Kalkablagerungen, entstanden vor etwa 10.000 bis 100.000 Jahren auf dem Grunde von Gletscherseen, die vom Schmelzwasser der Sierra Nevada gespeist wurden. Zu diesen Kalkablagerungen kam es, als heißes, kalkhaltiges Wasser aus unterirdischen Thermalquellen durch Risse und Spalten in der Erdkruste nach oben sickerte und sich dort mit der kohlensäurehaltigen Lauge der Seen vermischte.
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Mal abgesehen von einer Band die ihren Videodreh hierher in die Wüste Südkaliforniens gelegt hat ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573723/DSC05915-2.jpg)
... und einem Coyoten der mir direkt vor die Kamera Läuft ...
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... sieht man hier keine Seele.
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Das ist sicher anders, wenn hier wieder mal ein Film gedreht wird. Meist dienten die Pinnacles als Filmkulisse für Science-Fiction Filme wie Tim Burtons Planet der Affen oder Star Trek.
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Kein Wunder, man fühlt sich hier schon ein bisschen wie auf einem anderen Planeten.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37573756/DSC06003.jpg)
Auch die Trona Pinnacles gehören zur weitläufigen Mojave Desert, einer Wüste deren Fläche in etwa einem Drittel der Größe Deutschlands entspricht.
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So erkunde ich einige Ecken dieses übrigens vom BLM verwalteten Gebiets bis das letzte Licht verschwunden ist und fahre dann zu meinem Zimmer in Ridgecrest zurück.
Übernachtung: Clarion Inn, Ridgecrest, Kalifornien
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So, jetzt sitze ich wieder am Rechner und kann kommentieren. Oft lese ich nur am Handy mit.
Endlich ist mir was bekannt :thumb:. Die Strecke haben wir 2022 umgekehrt gemacht. Der Red Rock Canyon State Park und die Pinnacles sind super zum Erkunden.
Das i-Tüpfelchen war noch die Hyäne und der Videodreh. Mich hätte interessiert, was für eine Band das ist und wäre kurzentschlossen zu denen hin. Die hätten vielleicht nichts gegen einen German Statist gehabt :cool2:.
4,60 $/Gallone sind ein Schnäppchen. Wir hatten 2022 in Los Angeles 6,399 bezahlt.
Zitat aus meinem Reisebericht (https://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,2022.msg52422.html#msg52422): So ganz günstig mit 6,399 $/Galone war es dann nicht, aber es half nichts
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4,60 $/Gallone sind ein Schnäppchen. Wir hatten 2022 in Los Angeles 6,399 bezahlt.
So einen Preis hatte ich jetzt während der Iran-Energie-Krise nur in Furnace Creek, Death Valley - da konnte ich es aber vermeiden zu tanken - in Beatty, NV ist es deutlich günstiger.
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Wunderbar, Sonnenaufgang und Sonnenuntergang dabei und das Ganze an so tollen und trotzdem einsamen Locations.
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In der Mojawe Wüste war ich zwar schon aber vermutlich in einer ganz anderen Ecke, denn deine Motive sind alle neu für mich. Ich liebe ja solche Badlands und das kenne ich auch dass ich denke „oh da hinten schaut es auch noch interessant aus“ und dann bin ich irgendwann soweit gelaufen dass ich Mühe habe den Rückweg zu finden.
Gehst du nach Karte oder hast du ein GPS Gerät dabei? So allein ist ja nicht ganz ohne…
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Hallo Paula,
früher Karten, heutzutage GPS über eine Handyapp (Locus - am besten auf Android, neuerdings auch eine Lite-Version für iOS).
Ich trage mir im Vorfeld mal den einen oder anderen Punkt ein und habe dann vor Ort im Gelände etwas Orientierung wo ich hingehen könnte (ignoriere ich aber auch manchmal wenn mich etwas anderes lockt ;) ). Was ich bei Allradstrecken dann schon immer markiere ist der Parkplatz - dann klappt auch der Rückweg im Gelände besser.
Vorteil der GPS-App ist halt dass man nicht auf das Internet angewiesen ist und GPS außer in engeren Schluchten fast durchgängig verfügbar ist.
Komplette Tages-(Wander-)Routen plane ich aber nicht (habe vor einer Reise für die Planung auch nicht mehr so viel Zeit wie früher). Ich lasse mich dann gerne treiben, suche mir sogar oft Locations wo das gut möglich ist.
Generell entscheide ich sowieso vor Ort was ich dann an den jeweiligen Tag machen will und takte vorher nicht alles durch. Nur die Unterkünfte hatte ich vorher (stornierbar) reserviert, da es einige Orte mit wenig praktikabelen Angeboten zu dem Zeitpunkt gab (z.B. Death Valley - wegen den hohen Preisen und Mono Lake nur wenige Motels im März offen).
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7.Tag - 25.3.2026 Mittwoch: Ein Tag mit Höhen und Tiefen
Der Wecker beendet die Nacht um 5 Uhr. Wie üblich führt mich mein erster Weg zu einer Tankstelle wo ich mich mit einem French Vanilla Kaffee versorge. Heute geht es nach Norden zurück in den Death Valley Nationalpark, den ich ja vor ein paar Tagen schon mal kurz gestreift hatte. Heiß ist es dort immer noch aber zumindest konnte ich den Norden Kalifroniens so bei sehr angenehm warmen Temperaturen erleben, was dort im März eher ungewöhnlich ist und gleichzeitig wenigstens 2 Tagen Mörder-Hitzewelle entgehen. Insgesamt geht der Hitzetrend allmählich dann wieder etwas zurück aber gerade heute und morgen ist es noch einmal richtig heiß.
Um die Dünen bei Stovepipe Wells zum Sunrise zu erleben hätte ich noch eine Stunde früher aufstehen müssen aber das Erlebnis gönne ich mir morgen, dann ist die Anfahrt nicht so weit wie heute mit fast 2 h Fahrt.
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Das Licht ist zumindest noch ca. 90 Minuten gut genug um ein paar nette Aufnahmen zu machen und die Schönheit der golden schimmernden Dünen wirken zu lassen. Wenn später die Schatten verschwinden, verschwinden auch die schönen Konturen der Dünen.
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Der zweite Vorteil morgens ist der, dass noch nicht so viele andere Leute unterwegs sind, was später schon mal einer Ameisenarmee gleichen kann.
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Die Dünen sind zwar nicht die einzigen im Park aber die, die mit Abstand am leichtesten zu erreichen sind. Trotzdem ist das Gestapfe die Düne rauf, wieder runter und die nächste Erhebung hoch anstrengend. Nicht wirklich geeignetes Programm für 40 Grad im Schatten, den es ja nirgendwo hier gibt.
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Nachdem ich mich fürs Erste ausgetobt habe fahre ich einen Steinwurf weiter nach Westen zum Parkplatz am Mosaic Canyon. Die 2 Meilen lange einfache Schotterzufahrtsstraße liegt 1/4 Meile westlich von Stovepipe Wells Village und steigt 1000 Fuß zum Parkplatz an. Von hier führt ein leichter Viertelmeilenweg in die Schlucht, wo die umliegenden Felswände aus glattem, wasserpoliertem Marmor bestehen.
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Der schönste Teil des Trails sind die ersten 800m durch den engen Canyon.
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Wenn die Zeit es erlaubt, könnte man noch gut 1 Meile weiterwandern, bevor der Weg durch einen trockenen Wasserfall blockiert wird, was ich mir aber geschenkt habe. Der Mosaic Canyon ist auf jeden Fall ein leicht zu erlebendes Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Danach geht es für mich weiter mit der Fahrt nach Nordosten.
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Ich stoppe noch kurz am Devils Cornfield - wieder so eine Kombination aus fantasievoller Namensgebung und erstaunlicher Natur.
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Dann geht es auf der Scottys Castle Road etwa 1 h geteert bis zum Ubhebe Crater. Bis kurz vor den Krater fährt man durch typische Death Valley Wüstenvegetation und Badlands. Erst auf der letzten Meile vor dem Krater gewinnt die Straße nochmal deutlich an Höhe und die Landschaft wechselt urplötzlich zu schwarzem Vulkansand und gezackten Felsen.
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Der Ubhebe Crater (ausgesprochen YOU-bee-HEE-bee) ist wirklich ein Krater aus dem Bilderbuch, zu dem man mit dem Auto direkt an den Rand fahren kann.
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Der Krater ist imposant - einen Kilometer breit und rund 200 m tief. Ubehebe ist ein indianisches Wort und bedeutet „Großer Korb im Fels“.
Vor etwa zweitausend Jahren kam hier Magma in Kontakt mit Grundwasser, das führte zu einer Dampf- und Gasexplosion was den Krater entstehen ließ.
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Es gibt drei Hauptwanderwege: einen, der um den Krater herumgeht und etwa 3 Meilen lang ist, ein anderer, der in den Krater 260 Höhenmeter hinab geht, und einen etwa eine Meile, der zu dem kleinen Krater führt, der als Little Hebe bekannt ist.
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So entscheide ich mich für die Wanderung zum Little Hebe-Krater. Der Weg verläuft direkt am Kraterrand des Ubhebe Crater ist etwa 1,5km lang und geht durchgehend bergauf.
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Der Little Hebe Crater ist ein kleinerer Maar-Vulkan, der durch Dampf- und Gasexplosionen gebildet wurde und die Form eines Donuts hat.
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Faszinierend ist auch die Vegetation die sich im Frühling selbst in dieser kargen Hochebene findet.
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Vom Little Hebe kann man entweder wieder zurückgehen oder die komplette Runde um den Ubhebe laufen.
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Ich folge noch ein Stück dem Weg und kehre dann um.
Zum Glück ist es bei der 800m höher gelegenen Ubhebe Krater-Landschaft doch ein bisschen kühler als im Zentrum des Parks unterhalb Meereshöhe, aber an die 30°C hat es trotzdem.
Für mich geht es also erst mal zurück zu Parkzentrum nach Furnance Creek, wo ich mir einen Kaffee und ein Typisch USA abgepacktes Süßteil anlache und nach der Verkostung im Wagen ein kleines Nickerchen einlege.
Danach fahre ich auf die Parkstraße nach Westen womit der Wrangler auch gleich wieder etwas Höhenluft schnuppern darf. Schon an der Abzweigung von der CA 190, die den Park von Ost nach West in einem Bogen durchquert, hat sich die Straße auf knapp 700 Höhenmeter hochgeschraubt.
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Es geht auf der Emigrant Canyon Road nach Süden, eine landschaftlich durchaus ansprechende Straße, die gleich durch einen sehenswerten Canyon mit bunten Felsen führt.
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Nach etwa 10 Meilen und inzwischen 1500 Höhenmetern verlasse ich den sicheren Hafen des Asphalts Richtung Osten und biege auf die Aguereberry Point Piste ein.
Ein Mahnmal an der Strecke deutet darauf hin, dass ADAC & Co hier eine Ecke weg sind.
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Bereits nach 2 km verlasse ich die Piste für einen Abstecher zur Eureka Mine, die nur wenige Meter neben der Piste liegt.
Die Eureka Mine mit der Cashier Mill und ihre unterstützende Bergbaustadt Harrisburg (Aguereberry Camp) wurden 1905 von Pete Aguereberry und Shorty Harris gegründet. "Pete" Jean Pierre Aguereberry, geboren 1874 in einer baskischen Familie in Frankreich, hatte einen Kindheitstraum, Gold in Kalifornien zu entdecken. Auf der Suche nach diesem Traum segelte er 1902 nach Amerika und schaffte es 1905 ins Death Valley. Shorty Harris war der berühmte Prospektor, der 1904 die Bullfrog-Mine entdeckte, die die Stadt Rhyolite auf der Ostseite des Death Valley in der Nähe von Beatty hervorbrachte. 1905 entdeckte er Gold in der Panamint Range auf der Westseite des Death Valley zusammen mit Pete Aguereberry und gründete die Eureka Mine.
Aus der Eureka Mine wurden im Laufe von 40 Jahren Gold im Wert von ca.175.000 $ gefördert.
Die Fragmente der Cashier Mill sind sicher die deutlichsten Spuren der Vergangenheit die man am Gelände der Eureka Mine sehen kann.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574031/DSC06216.jpg)
Ein Schacht der in das Innere der Mine führt ist verschlossen und so kann ich nur durch die Gitter fotografieren. Auf einem Infoschild der Mine steht, das die Mine saisonal wegen dem Schutz von Fledermäusen gesperrt ist.
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Pete und Shorty gründeten gleich nebenan die Bergbaustadt Harrisburg/Agueberry Camp, wo sie 300 Männer unterbrachten, die zwischen 1905 und der Schließung der Stadt Mitte der 1910er Jahre hier lebten.
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Während Pete Aguereberry bis zu seinem Tod in der Mine verblieb, zog der rastlose Shorty Harris wieder weiter auf der Jagd nach dem nächsten Goldfund.
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Die kleine Ghosttown Harrisburg ist durchaus fotogen. Spooky sind die durchlöcherten Gipskartonwände, wohl eine Folge von Feuchtigkeit/Schimmel und diversen Nagetieren.
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Von Harrisburg sind es noch etwa 5 Meilen auf einer wechselhaften Piste die man mit einem PKW (mit etwas Bodenfreiheit und einem Ersatzrad mit Werkzeug) schaffen kann. Es gibt ein paar "robuste" Stellen und den letzten Anstieg der Piste hinauf auf etwas über 1900 Höhenmeter.
Die letzten 500m vor dem Ziel, kann man auslassen (es gibt dort eine Parkmöglichkeit) und das kurze aber steile Stück hinauf laufen (mit dem Wrangler bin ich natürlich gefahren).
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Ganz oben am Aguereberry Point erlebt man nicht nur 10 Grad weniger Temperatur, die Aussicht hinab auf das Tal des Todes mit seinen Salzpfannen ist auch wirklich überragend.
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Der Aguereberry Point hat seinen Namen von Jean Pierre „Pete“ Aguereberry, einem der Gründer der Eureka Mine.
Pete brachte die Gäste zu einem Ort, den er "The Great View" nannte. Daraus wurde nach seinem Tod der Aguereberry Point.
Ideal wäre der Besuch hier oben wohl zum Sonnenuntergang aber so ist das mit den Zielen im Death Valley (oder auch anderswo) - fast alles ist ideal entweder zu Sunrise oder Sunset aber der Tag besteht halt nicht nur aus diesen beiden kurzen Phasen und man hat die Qual der Wahl wohin man sein Fahrzeug und seine Schritte zu den schönsten Zeiten des Tages richtet.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574047/DSC06285.jpg)
Um zur Golden Hour und zum letzten Ziel des Tages zurück ins Tal des Todes zu kommen, führt mich die Piste zurück zum Asphalt und wie üblich über den Highway 190 und die Badwater Road zum Parkzentrum. Also auch zurück in die Hitze auf Sea Level, in der noch ein paar Wildblumen ihre Blüten in die Sonne strecken, bevor sie dann in wenigen Tagen gänzlich verblüht sind.
Am Golden Canyon stelle ich den Wrangler zum Parken ab.
Neben den Fotos mache ich ja parallel auch immer mal Filmaufnahmen. Ich packe also meine Sony RX100-7 auf das mitgenommene Leichtstativ und bewege mich gerade mal einen Meter weg vom Stativ, da kommt der wohl einzige wirklich mächtige Windstoß dieser Tour und weht mir mein Stativ um.
Ganz schlecht ist ein Kamerasturz immer wenn die Kamera an ist. Ich stelle fest, dass sich der Auslöser nicht mehr betätigen lässt und der kleine Sucher kein Bild mehr zeigt. Na klasse. So ist die RX nicht mehr zu verwenden.
Der Tiefpunkt des Tages nicht nur weil ich hier wieder unterhalb der Meereshöhe bin.
Zum Filmen habe ich ja noch den DJI Pocket 3 dabei und zum Fotografieren kommt mir ein Backup zugute, das ich seit Jahren mitführe und praktisch nie gebraucht habe – eine alte RX100-3. Die hat zwar kaum Zoom, und ist natürlich in mancherlei Hinsicht etwas technisch in die Jahre gekommen aber bezüglich Bildqualität kaum eine Einbuße. So bin ich sehr froh, dass ich die alte Kamera dabeihabe und weiter fotografieren kann.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574046/DSC09522.jpg)
Ok, einmal tief durchatmen und dann bei 41°C in den Golden Canyon. Trotzdem, dass mich mein Kamera-Malheur natürlich gedanklich noch etwas beschäftigt, ist die Szenerie im Canyon jetzt, eine Stunde vor Sonnenuntergang, grandios.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574049/DSC09525.jpg)
Das Spiel aus Licht und Schatten, die zunehmend leuchtenden gelben Wänden sind beeindruckend.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574050/DSC09547.jpg)
Auch die rötliche Wand der Red Cathedral leuchtet in den letzten Strahlen der Abendsonne.
Genug für heute, es geht auf die letzten Meilen zum Übernachtungsort Beatty, gerade jenseits der Parkgrenze und auch jenseits der Staatengrenze von Kalifornien, also im Nachbarstaat Nevada gelegen. Der mit Abstand günstigste Parkversorger, der noch erträgliche Fahrzeiten in den Park hat.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574048/DSC09900.jpg)
Vorgebucht hatte ich diesmal das Atomic Inn, das letzte was Booking zu meinen Daten in dem Nest noch verfügbar hatte.
So fahre ich vor das Motel-Office des Atomic Inn, dessen äußerlicher erster Eindruck schon etwas schräg rüberkommt. Wobei schon die kurze Fahrt durch den Ort vermittelt, dass Beatty fest in der Hand Außerirdischer zu sein scheint (dazu später noch mal was). Ich bin also gespannt was mich hier erwartet – wie bombastisch mein Schlaferlebnis im Atomic Inn wird.
Das Office wirkt eher wie eine Kindertagesstätte, da zwei Kids mit ihren Fahrrädern ihre Kurven im Büro drehen. An der "Rezeption" hausen 2 "Damen" die mich an die alte Zeichentrickserie der Feuersteins erinnert. Deren Schmuddellook passt immerhin zu den übrigen Eindrücken und bildet somit ein stimmiges Gesamtkunstwerk. Passend zum Motelnamen wirken die beiden ganz schön verstrahlt und es entbrennt eine Diskussion zwischen ihnen, welches Zimmer denn frei sein könnte. Nach 20 Minuten Hin und Her, wobei ich immer wieder kurz davor war einen Schlüssel zu bekommen, den man dann aus Unsicherheit wieder zurückgezogen hat, ringt man sich dann doch zu einem Zimmer/bzw. dem Schlüssel durch, der dann endlich an mich übergeben wird. So laufe ich zu meinem vermeintlichen Zimmer, sperre auf und sehe auf den ersten Blick, dass hier bereits jemand haust (oder die Atombombe schon eingeschlagen hat). Also schnell wieder die Tür geschlossen bevor jemand die Schrotflinte zückt und zurück zu den Flodders aus dem Office. Zunächst ist man dort erst mal ratlos (also wie zuvor). Dann wird die Tochter einer der beiden Grazien losgeschickt um zu eruieren, welches Zimmer frei sein könnte. Wäre man böswillig könnte man denken - organisatorisch noch leicht Luft nach oben.
Nach einigen Minuten ist die Tochter von ihrem Ausflug zurück, ich bekomme wieder einen Schlüssel und diesmal geht das Ganze auch gut und das Zimmer ist tatsächlich noch frei und auch soweit ok, wenn man keine großen Ansprüche hat.
Nach einem wieder langen Tag gibt es also endlich ein Feierabend-Bier, einen Happen zu Essen und der nächste Tag kann geplant werden.
Übernachtung: Atomic Inn, Beatty, Nevada
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Back im Death Valley :herz: ... obwohl ich damals mehrere Tage dort mit Zelt war bin ich nicht bis zum Uhebe-Krater gekommen.
Jetzt bringst du die Erinnerungen an zwei tolle Wanderungen wieder hoch, den Mosaic-Canyon hoch und den Golden-Canyon-Gower-Gulch-Loop - das war ein Traum
Das i-Tüpfelchen war noch die Hyäne und der Videodreh.
Jetzt hab ich überall nach der Hyäne :frech: gesucht und nur den Coyoten gefunden :zwinker:
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:lach: Herrlich die Beschreibung beim Einchecken - wie im Film! Ich hab totales Kopfkino. :totlach:
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An der "Rezeption" hausen 2 "Damen" die mich an die alte Zeichentrickserie der Feuersteins erinnert. Deren Schmuddellook passt immerhin zu den übrigen Eindrücken und bildet somit ein stimmiges Gesamtkunstwerk. Passend zum Motelnamen wirken die beiden ganz schön verstrahlt
Das passt voll zur Gegend und den Ghosttowns ;D. Sei froh, dass du nicht im Bates Motel :cool2: gelandet bist.
Mutig :thumb:, dort einzuchecken. Ich denke, wir wären weiter gefahren. Ich habe da immer die Befürchtung, dass wir uns das Bett mit Bettwanzen teilen müssten.
Sind dir in Beatty eigentlich keine Esel begegnet, also vierbeinige :zwinker: ? Bei uns standen 2022 einige entlang und auf dem Highway.
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Ein schöner abwechslungsreicher Tag. Die Ghosttown gefällt mir gut mit den durchlöcherten Wänden, erstaunlich, dass das überhaupt noch bis jetzt erhalten ist.
Sehr ärgerlich mit dem Kamerasturz, ich habe seit einigen Jahren auch immer das Vorgängermodel als Ersatz dabei, bisher zum Glück noch nie gebraucht, aber sicher ist sicher.
Herrlich die Geschichte mit dem Motel!
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Das Atomic Inn ist ja echt herrlich. ;D ;D ;D
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Das Atomic Inn ist ja echt herrlich. ;D ;D ;D
Es hatte definitiv von allen Zimmern der Reise den höchsten Erlebnisfaktor! ;)
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Hallo Paula,
früher Karten, heutzutage GPS über eine Handyapp (Locus - am besten auf Android, neuerdings auch eine Lite-Version für iOS).
Die Locus App habe ich zufällig bei der Vorbereitung des Spanien Urlaubs entdeckt und im Picos de Europa NP einmal benutzt, da muss ich mich noch mehr mit beschäftigen, hat da gut funktioniert.
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Oh Gott wie ärgerlich so ein Kameraunfall im Urlaub! Josef ist was ähnliches mal zuhause beim ausprobieren des Stativs passiert, zum Glück konnte man die Kamera reparieren, die war damals noch ganz neu. Josef hatte bisher auch immer noch eine Ersatz Kamera im Urlaub dabei, das ist ihm jetzt aber zu viel (er hat sie im Urlaub einmal gebraucht), im Notfall bekäme er dann meine kleine Kompaktkamera. Ich hoffe du konntest sie daheim reparieren.
Mosaic Canyon, Ubehebe Krater und Golden Canyon habe ich auch in bester Erinnerung, da hatten wir aber 30 Grad, bei 41 hätte ich wohl gestreikt.
Unterkünfte gibt es in der Ecke ja echt wenig, aber ein Zimmer wo ich damit rechnen muss dass jemand in mein Zimmer stiefelt wäre mir dann doch zu schräg, haben denn nicht alle Zimmer unterschiedliche Schlüssel? Wie konnten die dir einen Schlüssel eines Zimmers geben, das schon vergeben ist? So verpeilt sind doch nicht mal die Flintstones. Ich hoffe du hast nachts dann keine Überraschungen erlebt…
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Oh Gott wie ärgerlich so ein Kameraunfall im Urlaub! Josef ist was ähnliches mal zuhause beim ausprobieren des Stativs passiert, zum Glück konnte man die Kamera reparieren, die war damals noch ganz neu. Josef hatte bisher auch immer noch eine Ersatz Kamera im Urlaub dabei, das ist ihm jetzt aber zu viel (er hat sie im Urlaub einmal gebraucht), im Notfall bekäme er dann meine kleine Kompaktkamera. Ich hoffe du konntest sie daheim reparieren.
Ja konnte ich bei Sony einschicken und die haben sie für 280 Euronen wieder repariert.
Mosaic Canyon, Ubehebe Krater und Golden Canyon habe ich auch in bester Erinnerung, da hatten wir aber 30 Grad, bei 41 hätte ich wohl gestreikt.
Unterkünfte gibt es in der Ecke ja echt wenig, aber ein Zimmer wo ich damit rechnen muss dass jemand in mein Zimmer stiefelt wäre mir dann doch zu schräg, haben denn nicht alle Zimmer unterschiedliche Schlüssel? Wie konnten die dir einen Schlüssel eines Zimmers geben, das schon vergeben ist? So verpeilt sind doch nicht mal die Flintstones. Ich hoffe du hast nachts dann keine Überraschungen erlebt…
Nun ja ... so ganz ohne ein weiteres Atomic-Inn Erlebnis ging es dann doch nicht ab.
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8.Tag - 26.3.2026 Donnerstag:
Um 5 Uhr ist meine Nacht beendet, denn dann klopft irgendein Verrückter lautstark an meine Tür. Ich blicke durch das Fenster und mache ihm klar, dass ich nicht gewillt bin aufzumachen und dass er sich trollen soll. Tragisch ist das heute Morgen nicht, da ich meinen Wecker sowieso auf 5.15 Uhr gestellt hatte. Kurz bevor ich das Zimmer Richtung Wrangler verlassen will, klopft es nochmal, wieder der gleiche Typ der wohl Jemanden sucht, um 5 Uhr früh. Ich öffne und erkläre ihm, dass ich nicht der bin den er sucht und breche dann mit dem Wrangler Richtung Tanke auf um wie üblich morgens einen halben Liter Kaffee mit auf die ersten Meilen zu nehmen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574053/DSC09566.jpg)
Auch heute geht es in den Death Valley Nationalpark. Ein für mich unverzichtbares Highlight im Park, ist der Sonnenaufgang an den Mesquite Dunes bei Stovepipe Wells. Nach einer Stunde Fahrt ist der Parkplatz vor den Dünen erreicht und ich stapfe wieder von einem Sandhügel zum nächsten hinauf, um auf der anderen Seite wieder hinunter zu rutschen.
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Schließlich habe ich eine Position erreicht die mich zufrieden stellt.
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Der Morgen mit seiner stillen Stimmung, das Zusammenspiel aus Licht und Schatten, den starken Konturen der Dünen ist wunderbar.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574058/DSC09602.jpg)
Die vielen Gesichter die dieser National Park zeigt machen das Death Valley für mich zu einem der großartigsten Parks Nordamerikas.
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Ein eher unscheinbares Besuchsziel im Park ist der Salt Creek Interpretetive Trail. Der Salt Creek ist ein ganzjährig wasserführender Bachlauf, der in der Wüste entspringt und Lebensraum für den seltenen Wüstenkärpfling (ein "lebendes Fossil") bietet. Ein kurzer Holzsteg-Rundweg (1,3km) führt entlang des Baches. Der Bach ist ein Überbleibsel eines riesigen, prähistorischen Sees (Lake Manly). Das Wasser ist extrem salzig (teilweise salziger als Meerwasser).
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Danach geht es wieder zu einem der Highlights im Park - dem Golden Canyon. Gestern Abend war ich ja schon mal hier um meine Kamera zu schrotten. ;)
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Heute will ich den kompletten Loop laufen - durch den Golden Canyon und die Gower Gulch. Die Runde ist je nach Abstechern 2,5-4h lang und geht 6-8km (je nach Variante).
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Auch das Licht ist morgens natürlich ganz anders als am Abend, da oft jeweils die andere Canyonwand der Felsen beleuchtet wird.
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Zum Manly Beacon gibt es einen kleinen Aufstieg mit schönem Blick über die Region und die gemusterten Badlands.
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Auf der anderen Seite geht es wieder hinunter. Dort trifft man auf den Gower Gulch Trail der in einen großen Wash führt.
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Das letzte Drittel der Runde läuft man durch einen farbenfrohen Canyon zurück zur Badwater Road und dem Parkplatz.
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Von der Badwater Road wechsle ich bei Furnance Creek wieder auf den Highway 190, den ich weiter nach Osten zunächst bis zum Zabriskie Point fahre. Auch hier war ich vor ein paar Tagen schon zum Sunrise.
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Heute stoppe ich nur kurz, weil es auf dem Weg liegt, für ein paar Schnappschüsse. Dabei komme ich mit einem italienischen Fotografen ins Gespräch und letztendlich bin ich dann doch eine Stunde am Aussichtspunkt.
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Eigentlich will ich noch weiter nach Südosten und mal wieder in luftige Höhen. Eine Asphaltstraße die allerdings ca. ab der Hälfte für Fahrzeuge über 7,5m länge gesperrt ist führt hinauf zum Dantes View auf 1699 Höhenmeter.
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Auch hier oben hat man einen herrlichen Blick hinab ins Death Valley und bekommt angenehme Kühle spendiert.
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Man kann auch auf kurzen Wegen die Perspektive erweitern.
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Danach fahre ich nach Furnance Creek für einen Snack und einen Kaffee. Auch meine Jetlag-Hitze-Frühaufsteh-Nachmittagsmüdigkeit schlägt wieder zu und ich muss mal eine halbe Stunde im Auto dösen.
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Danach geht es wieder auf die Badwater Road - diesmal mit dem Ziel Artists Loop Drive.
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Dieser Drive dürfte das farbenfrohste sein, was der Death Valley Nationalpark zu bieten hat.
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In leichtem Auf und Ab windet sich die Straßen in geschwungenen Kurven zunächst durch eine Mischung von pastellfarbenen Rottönen, sowie Braun, Orange und Gelb.
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Der farbliche Gipfel der Naturkunst wartet dann am Artists Pallette Aussichtspunkt. Hier gibt es zusätzlich noch weiß, lila und grüne Felsenpartien, eben wie die Palette eines Malers.
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Es gibt auch einige Wege hinein in die Farbenwelt, die ich mir trotz 40 °C nicht entgehen lasse.
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So nehme ich wirklich jeden Seitencanyon mit und erklimme die bunten Felsen.
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Auch dieser Aussichtspunkt ist für mich einer der ganz großen Naturwunder im Park.
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Das Finale des Tages zum Sunset gönne ich mir nochmal am Zabriskie Point, ...
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... wobei ich hier den Sunrise noch einen Tick stärker finde.
Soweit so gut.
Zurück ins heimelige Atomic Inn verbunden mit der Hoffnung, dass sich kein Fremder in meinem Zimmer niedergelassen hat, was zum Glück auch nicht der Fall ist.
Übernachtung: Atomic Inn, Beatty, Nevada
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9.Tag - 27.3.2026 Freitag: Kunst in der Wüste
Die letzten Tage, bin ich immer auf dem Weg vom Death Valley nach Beatty an der Ghosttown Rhyolite vorbeigefahren. Heute wo ich die Region verlassen will, soll das anders sein.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574152/DSC09928.jpg)
Rhyolite ist nur 5 Autominuten von Beatty entfernt und so muss ich heute nicht ganz so früh aufstehen, um das erste Morgenlicht in der Geisterstadt zu erleben.
Etwa 200 Kilometer entfernt von der Glitzerstadt Las Vegas, liegt in der Nähe des Death Valley die verlassene Geisterstadt Rhyolite.
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Der Ort ist eine beliebte Touristenattraktion im US-Bundesstaat Nevada, denn hier kann man noch den Glanz des Wilden Westens erahnen. Und das, obwohl der Ort gerade einmal zwölf Jahre lang existierte. Das genügte aber, um Rhyolite landesweit berühmt zu machen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574159/DSC09975.jpg)
Rhyolite entstand nach 1904, nach der Entdeckung von Gold durch den Prospector Shorty Harris (https://www.nps.gov/deva/learn/historyculture/shortharris.htm) (siehe Tag 7 Eureka Mine) - einem der schillerndsten Goldsucher seiner Zeit, der einen eigenen Bericht wert wäre.
Passend dazu findet man am Goldwell Open Air Museum eine Statue. Sie trägt den Titel "Tribute to Shorty Harris" und wurde 1994 von dem belgischen Künstler Fred Bervoets geschaffen.Die Skulptur besteht aus einer ca. 7,30 Meter (24 Fuß) hohen Silhouette eines Bergmanns, der von einem Pinguin begleitet wird. Der Pinguin dient als künstlerische Metapher. Bervoets fügte ihn hinzu, um auszudrücken, wie "fremdartig" (alien) und deplatziert er sich selbst als Künstler in der rauen Mojave-Wüste fühlte – genau wie ein Pinguin in der Hitze.
Tja so ist Kunst...
Zwischen 1905 und 1910 lebten in Rhyolite über 10.000 Einwohner, es war damit die drittgrößte Stadt Nevadas. Zu seiner Ausstattung gehörten drei Eisenbahnlinien, eine Telegraphenstation, ein Elektrizitätswerk, drei Zeitungen, 50 Goldminen, eine Oper, eine Symphonie, drei Krankenhäuser, ein öffentliches Schwimmbad, 19 Hotels, 18 Drugstores sowie 53 Saloons.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574156/DSC09936.jpg)
Am unglaublichsten für die damalige Zeit ist aber wohl der Komfort, den die Bewohner von Rhyolite erfuhren. Im Jahr 1907 hatten sie nicht nur Strom und fließendes Wasser in ihren Häusern, es gab auch Telefone, eine Telegrafenverbindung und einst liefen mehrere verschiedene Eisenbahnlinien durch die Stadt. Die Bürgersteige waren aus Beton, statt wie sonst oft üblich aus Holz. Der Luxus ging auch auf den Stahl-Magnaten Charles Schwab zurück, der ein Jahr zuvor das Minengeschäft in Rhyolite übernahm, wofür er angeblich bis zu sechs Millionen Dollar gezahlt haben soll.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574158/DSC09961.jpg)
Um 1914 waren die Goldvorkommen ausgebeutet, der Niedergang der Stadt erfolgte so schnell wie ihr Aufstieg. Im Jahr 1919 schloss als letztes das Postamt von Rhyolite, und der letzte Einwohner, der Postbedienstete, verließ die Stadt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574160/DSC09968.jpg)
Heute steht Rhyolite unter Denkmalschutz und ist ein Freilichtmuseum, das von der Rhyolite Preservation Society erhalten wird. Die Stadt bestand überwiegend aus Holzhäusern, von denen heute keines mehr existiert.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574157/DSC09939.jpg)
Lediglich einige steinerne Gebäude wie Banken, Hotels, das Gefängnis sowie das Bahnhofsgebäude im spanischen Stil der früheren Las Vegas and Tonopah Railroad stehen noch.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574154/DSC09930.jpg)
Die Ruine des Bankgebäudes wurde zu einer Ikone des Westens. Laut dem Bureau of Land Management (BLM) ist sie das meistfotografierte Gebäude in einer Geisterstadt im Westen des Landes.
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Zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten Rhyolites gehört heute auch noch das Bottle House. Es wurde 1906 aus rund 50.000 miteinander vermörtelten Flaschen als Wohnhaus errichtet. Die meisten davon weggeworfene Busch-Beer-Flaschen aus dem benachbarten Saloon.
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Verlassene Orte waren schon immer interessant für Künstler.
Ende der 1980er-Jahre lebte der belgisch-polnische Künstler Albert Szukalski zeitweilig in Rhyolite und schuf währenddessen einige Geisterstatuen aus Gips. Sie sind der wesentliche Bestandteil des Goldwell Open Air Museums. Seine Figuren sind heute die einzigen ständigen „Bewohner“ der Geisterstadt. Dieses Gips-Ensemble trägt den Titel „Das letzte Abendmahl“ und ist vielleicht die berühmteste Skulptur im Museum. Das 1984 von Albert Szukalski entworfene Stück sollte nur zwei Jahre dort ausgestellt sein, "überlebt" dort aber schon über vierzig Jahre.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574163/DSC09981.jpg)
Auch der „Ghost Rider“ ist natürlich von Albert Szukalski.
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Danach geht es wieder zurück nach Beatty. Das Nest war mir bisher keinen näheren Blick wert. Nun nehme ich mir doch noch etwas Zeit, eine kleine Runde durch den Stadtkern zu drehen.
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Die Affinität Nevadas zu Außerirdischen ist ja überall im Staat omnipräsent und ganz besonders fällt das in Beatty auf. Außerirdische, das passt ja irgendwo auch zu dem Präsidenten den man sich zurzeit gönnt.
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Trotzdem habe ich mich gefragt woher die Alien-Hommage in Nevada konkret herkommt und es scheint eine Mischung aus Militärgeheimnissen, Mythen und cleverem Tourismus zu sein. Gerade Orte wie Beatty greifen das gerne auf.
Der wichtigste Ursprung ist die berühmte Militärbasis Area 51 in der Wüste Nevadas.
Seit den 1950ern wurden dort geheime Flugzeuge getestet.
Weil alles streng geheim war, konnten sich die Bewohner ungewöhnliche Lichter oder Flugobjekte in der einsamen Weite der Wüste nicht erklären. So entstanden letztendlich die UFO-Gerüchte.
Die Regierung hat lange nicht einmal zugegeben, dass die Basis existiert – das hat die Spekulationen weiter angeheizt.
Die UFO-Theorie stammt aus Presseberichten über eine “fliegende Untertasse“ vom 8. Juli 1947, deren Fund die United States Army gemeldet habe. Diese erklärte dazu am selben Tag, bei Roswell gefundene Trümmer gehörten zu einem abgestürzten Wetterballon mit einem Radarreflektor. Der Fall erhielt zunächst keine besonders große Aufmerksamkeit und geriet nach Juli 1947 schnell wieder in Vergessenheit.
Charles Berlitz und William L. Moore machten den vergessenen Vorfall mit ihrem Buchtitel als Roswell-Zwischenfall (Roswell Incident) 1980 weltweit bekannt. Sie verbreiteten die Verschwörungstheorie, die US-Regierung habe damals ein außerirdisches Raumschiff und Leichen außerirdischer Lebewesen (Aliens) gefunden, heimlich untersucht und halte sie bis heute versteckt. Dem folgten viele weitere Bücher und Filme mit zahlreichen Varianten zu diesem Thema. Der Roswell-Zwischenfall entwickelte sich in den 1990er-Jahren zum bekanntesten angeblichen UFO-Vorfall weltweit, ging in die Popkultur ein und wurde zum Anknüpfungspunkt für zahlreiche Science-Fiction-Geschichten.
Filme, Serien und Verschwörungstheorien haben Nevada als „Hotspot“ etabliert
Die Straße zur Area 51 heißt sogar „Extraterrestrial Highway“ (Highway der Außerirdischen). Orte wie Beatty nutzen das Thema gezielt mit Alien-Deko, Souvenirs und Motels mit UFO-Thema. Nevadas Alien-Image ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis von geheimen Militärprojekten, mystischer einsamer Wüste sowie Popkultur und Tourismus-Marketing.
Ein letzter Kaffee von der Tanke in Beatty und ich verlasse die Region Beatty und das Death Valley. Die Wüste bleibt mir allerdings erhalten und auch dem Staat Nevada bleibe ich vorerst treu.
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Der Highway 95 führt durch typische Wüstenvegetation im Südwesten Nevadas.
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Wilde Esel findet man hier in der Mojave Wüste Süd-Kaliforniens und West-Nevadas immer wieder.
Nach knapp 2 Stunden erreiche ich den Stadtrand von Las Vegas und decke mich wie üblich im Walmart mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein.
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2,5 Autostunden nach Norden erreiche ich am Nachmittag den Cathedral Gorge State Park.
Obwohl ein richtiger State Park (10$ Eintrittsgebühr) führt diese Gegend eher ein Schattendasein bei prominenter Konkurrenz im Südwesten der USA. Er liegt halt schon etwas abgelegen, weshalb ich es in den vielen Jahren und vielen Touren im Südwesten auch noch nie hierhergeschafft hatte.
> Parkkarte Cathedral Gorge State Park (https://stavislost.com/images/maps/61e606187dd96.jpg)
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Türme die eine Stadt wie von einem anderen Planeten bilden und orange und grau gefärbte Klippen, sind das Ergebnis von Millionen Jahren geologischer Aktivität. Vulkanismus kam in der gesamten Region vor, verteilte Ascheschichten von mehreren hundert Fuß Tiefe und bildete einzigartige Muster im weichen Bentonit-Schlamm. Es entstand eine Verwerfung, ein Riss in der Ebene aus dem ein Tal entstand, dass sich im Laufe der Zeit mit Wasser füllte und einen Süßwassersee formte. Im Laufe der Jahrhunderte begann dieser prähistorische See allmählich zu entwässern, und mit der fortschreitenden Ufererosion kamen Asche und Bimsstein frei, die von antiker vulkanischer Aktivität zurückgeblieben waren.
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Was man heute in der Cathedral Gorge sehen und erleben kann, ist das Ergebnis der vollständigen Austrocknung des Sees.
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Bis heute sind die Bentonit-Ton-Slot-Canyon-Wände durch Regenstürme in der Region sehr weich und umformbar – das heißt, sie verändern nach jedem Wetterereignis ihre Gestalt.
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Ich beginne meine Parkexkursion an den Moon Caves. Höhlen, wie die Moon Cave bestehen aus schmalen und engen Gängen, die ins Innere der Felskathedralen führen ...
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... und dort in ungewöhnlich hohen, nach oben offenen Röhren enden. Beeindruckend aber schwierig fotografisch zu erfassen.
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Auch die Cathedral Cave, nur einen Steinwurf weit entfernt, zeigt ein ähnliches Bild.
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Highlight im Park ist der kurze Weg zum Miller Point (den man auch direkt mit dem Auto erreichen kann).
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Hier erlebt man eine Schlucht, die schon seinesgleichen im Südwesten sucht.
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Am Miller Point führen Stahltreppen auf den Aufsichtspunkt hinauf. Mindestens genauso spannend ist es unten im Canyon selbst.
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Wer so großer Badlands Fan sein sollte wie ich, wird die kleinen aber feinen Unterschiede der geologischen Strukturen dieser Formationen im Cathedral Gorge State Park zu anderen Badlands-Strukturen im Südwesten durchaus zu schätzen wissen.
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Dazu kommen diese besonderen Slotcanyon (Caves) mit sehr engen hohen Wänden und viele fotogene Strukturen.
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Für mich hat sich die Anfahrt in diese abgelegene Region absolut gelohnt.
Der Tag stand heute mal ganz im Zeichen der Kunst. Ist ja in den USA generell nicht selten, dass es Künstler in die Wüste zieht. In Rhyolite wurde mit Glas (Bottlehaus) oder Gips (Ghosts of Rhyolite) gearbeitet und die Natur hatte im Cathedral Gorge einfach nur Schlamm zur Verfügung. Wieder mal ein Beleg dafür, dass diese Wüstenregion alles andere als eintönig ist.
Am späten Nachmittag verlasse ich den Park und fahre die 2 Stunden nach Cedar City und hinüber nach Utah. Bemerkenswerterweise muss ich abends die Heizung im Auto einschalten. Da die Gegend Richtung Utah deutlich höher liegt hat es am Abend vielleicht noch 10 Grad und auf die bin ich nicht wirklich eingestellt.
Übernachtung: Ramada by Windham, Cedar City, Utah
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Alles mir bekannte Locations :thumb:. Die Fahrstrecke zog sich an dem Tag.
Der Cathedral Gorge SP ist schon eine Augenweide und bei Fotografen begehrt. Während bei uns ein verkleideter Yedi-Ritter unterwegs war, wurden während deines Besuchs Hochzeitsaufnahmen gemacht.
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Frühmorgendliches Geklopfe an die Moteltür und das auch noch zweimal hat dann ja nochmal bestens zum Atomic Inn gepasst.
Viele abwechslungsreiche Ziele standen auf deinem Programm, manches davon habe ich schon selbst gesehen, von anderem schon öfter gelesen, der Holzsteg im Death Valley über dem salzhaltigen Bachlauf ist mir ganz neu.
Die Geschichte der Ghosttowns ist immer wieder faszinierend, vor allem, dass sie meist nur eine so kurze Blütezeit hatten und dann direkt wieder verlassen wurden.
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Der Cathedral Gorge SP ist schon eine Augenweide und bei Fotografen begehrt.
Ursprünglich war ja 2 Tage Anza Borrego in Südkalifornien geplant, musste aber wegen der Rekord-Hitze gecancelt werden. So entstand die Möglichkeit mal Cathedral Gorge zu erleben, auch wenn es etwas Fahrerei war. Die Besonderheit dieser Lehmstrukturen, besonders in den Caves mit diesen Röhren die zum Himmel ragen lohnt sich, wenn man eben echter Badlands-Fan ist. Für den "Normaltouristen" gibt es mit weniger Fahraufwand in Süd-Utah oder Nord-New Mexico viele schöne Badlandsgebiete die sich in klassische Routen einbauen lassen.
Die Geschichte der Ghosttowns ist immer wieder faszinierend, vor allem, dass sie meist nur eine so kurze Blütezeit hatten und dann direkt wieder verlassen wurden.
Wäre gerne noch mal nach Bodie gefahren - vielleicht die schönste Ghosttown der USA - war dann aber durch Schneesperrung auf der Zufahrtsstraße noch nicht möglich.
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10.Tag - 28.3.2026 Samstag: Die Summe der Dinge
Entgegen sonstiger Gewohnheiten gibt es auf dieser Südwest-Reise nur ein einziges Ziel in Utah und auf das würden wahrscheinlich bei der Vielzahl der tollen Felslandschaften dieses Bundesstaates die Wenigsten auswählen, den Snow Canyon State Park. Es gibt für mich 3 Gründe warum ich mich letztendlich für diesen Park entschieden habe. Erstens, ich kenne ihn noch nicht, zweitens er ist für mich auf dem Weg nach Nevada praktisch ohne Umweg (nur eine handvoll Meilen nördlich der Interstate bei St.George) sehr gut „mitzunehmen“ und drittens, er soll einen Mix aus Roten Steinen, erstarrter schwarzer Vulkanlava mit Lava-Höhlen und sogar Slotcanyons. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
Der Park kostet erst mal stattliche 20$ Eintritt.
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Der Snow Canyon State Park, an dem Viele ahnungslos auf der Interstate vorbeifahren, wirkt auf den ersten Blick wie eine klassische Wüstenlandschaft – rote Sandsteinfelsen, weite Ebenen, flirrende Hitze.
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Doch wer genauer hinsieht, entdeckt eine zweite, dunklere Seite des Parks und seine offensichtliche vulkanische Geschichte. Vor rund 27.000 Jahren ergossen sich hier Lavaströme aus vulkanischen Spalten, die die Landschaft bis heute prägen.
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Schwarze Basaltfelder durchziehen den Park wie erstarrte Flüsse und bilden einen faszinierenden Kontrast zu den warm leuchtenden Navajo-Sandsteinen.
Diese Lava ist kein Relikt eines einzelnen Vulkanausbruchs, sondern Teil eines größeren vulkanischen Systems im sogenannten Great Basin. Die dünnflüssige Lava breitete sich weit aus, kühlte langsam ab und hinterließ bizarre Formationen: zerklüftete Oberflächen, Lavatunnel und scharfkantige Gesteinsbrocken.
Nach kurzem Studium der Parkkarte (https://www.wedreamoftravel.com/wp-content/uploads/2021/08/Snow-Canyon-State-Park-Map.jpg), die man mir am Eingang mitgegeben hat, starte ich mit einem Rundtrail, der aus einer Kombination aus Hidden Pinion und Red Sands Trail besteht.
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Am Anfang stapft man auf einem sandigen Trail nach Norden. Die Vegetation wird immer interessanter, Kakteen und ihre Blüten garnieren den Weg, ...
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... der immer felsiger wird.
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Vor mir blicke ich auf eine Anhöhe die sehr stark vulkanisch geprägt ist und mich gleich in ihren Bann zieht. Da hätte es mich auch hinaufgezogen wenn der Weg nicht dorthin geführt hätte, was aber der Fall ist.
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Diese Anhöhe überrascht mit einer Art Lava-Hoodoos ...
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... und diversen Felsgebilden die eindeutig vulkanisch geprägt sind ...
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... und wie eine Armee aus roten Leibern und schwarzen Hüten diese Anhöhe verteidigt.
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Nach etwa 90 Minuten bin ich zurück am Wrangler, fahre einen Steinwurf weiter und halte wieder an den Petrified Dunes.
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Ein kurzer Spaziergang führt mich zu den gut von der Straße aus erkennbaren Felsen. Diese langgestreckten fließenden Felsen sind verfestigte Sanddünen, die vor Millionen Jahren zu Stein wurden und heute wie erstarrte Wellen wirken.
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Besonders eindrucksvoll und vielleicht das Highlight im Snow Canyon State Park sind die Lavahöhlen. So freue ich mich besonders auf den Lava Flow Trail, den ich nach kurzer Fahrt weiter nach Norden erreiche.
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Der Lava Flow Trail führt an drei zugänglichen Lavahöhlen vorbei, die beim Abkühlen der Lavaströme entstanden sind und heute einen direkten Einblick in die vulkanische Vergangenheit des Parks geben. Sie entstanden, als die äußere Schicht eines Lavastroms bereits erstarrte, während im Inneren noch glühendes Gestein weiterfloss – bis schließlich hohle Röhren zurückblieben.
Die erste Lavahöhle verkneife ich mir und das nicht nur, weil auf dem Weg dorthin ein verletzter Tourist auf einer Bahre an mir vorbeigetragen wird.
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Der Blick in die Tiefe und die Vorstellung dort hinunter zu kraxeln hätte mich vor 20 Jahren sicher interessiert aber heute denke ich mir, lohnt sich das für ein schwarzes Loch für das ich eine Stirnlampe brauche um da unten meine Hand vor Augen zu sehen? Zudem ist die Verletzungsgefahr an dem scharfen Lavagestein nicht zu unterschätzen. Minimum würde ich mir wahrscheinlich meine Hose aufreißen – ich kenne mich …
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So wundere ich mich ein bisschen über meinen Vernunftanfall (das ist nicht immer so) und gehe ich weiter zu Lavahöhle 2 die relativ klein ist und nur wenige Meter ohne Klettereinlage in die Tiefe geht.
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Die ist wiederum natürlich kein Problem für Knochen und Hose.
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Am interessantesten und ebenfalls weitestgehend einfach zu erleben, ist die dritte Lavahöhle.
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Ein einfacher kurzer Abstieg führt zunächst in einen Lavakessel, in dessen Ende sich die Lava-Höhle versteckt.
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Die Höhle selbst kann man dann vielleicht noch 15-20 Meter erkunden. Stirnlampe oder Handyleuchte sind notwendig - sonst kommt man nicht weit, da der Untergrund im Dunkeln liegt und man dann nicht sieht wo man hin steigt. Die erhöhten Wände sind aber ganz gut zu erkennen. Diesen Kessel mit der Höhle finde ich schon richtig cool und beeindruckend.
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Lava-Wände
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Auch auf dem Lava Flow Trail kann man gerade jetzt im Frühjahr viele Wüsten-Pflanzen entdecken und das trotz den harten Bedingungen der von Lava geprägten Umgebung. Ein Beleg dafür wie eng Zerstörung und Neuanfang in der Natur miteinander verbunden sind.
Übrigens - die Lava speichert die Hitze der Sonne und strahlt sie wieder ab, weshalb der Park gerade im Sommer eher noch etwas heißer empfunden wird als die Umgebung. So wäre der Sommer wohl nicht gerade die ideale Reisezeit für diesen Park. Die 32°C heute sind da Vorgeschmack genug.
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Nochmal Kontrastprogramm im Snow Canyon: es geht auf der Parkstraße nach Süden zum Jenny's Canyon.
Gerade mal 5 Minuten ist man auf dem "Trail" unterwegs und steht schon vor dem Eingang der kurzen Schlucht.
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Der ca. 80m lange Jenny's Canyon ist ein Slotcanyon wie aus dem Bilderbuch.
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Die engen, vom Wasser geschliffenen Sandsteinwänden sind wirklich ein starker Kontrast zu den umliegenden Lavafeldern.
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Besonders gut gefallen mir die wabenförmigen Auswaschungen von denen es hier jede Menge gibt.
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Mein letztes Ziel im Park ist der Snow Canyon Overlook - der den Blick über die Bereiche des Parks schweifen lässt.
Der Snow Canyon State Park hat mich positiv überrascht und ist für jeden eine Empfehlung wert, der den Kontrast an rotem Sandstein und der schwarzen Lava zu schätzen weiß. Wer ausschließlich auf der Jagd nach roten Steinen ist, für den gibt es spektakulärere Schutzgebiete im Südwesten und gerade in Utah.
Der Snow Canyon State Park besitzt nicht die eine überragende Natursensation aber die "Summe der Dinge" macht einfach Spaß.
Der Overlook ist ein würdiger Abschluß sowohl meines Besuchs im Snow Canyon State Parks als auch des kurzen Abstechers nach Utah.
Von hier geht es über die Interstate 15 in einer Stunde zu meinem Übernachtungsziel in Mesquite, wo noch ein Lebensmittel-Einkauf im Walmart und eine Stippvisite des Casino-Hotel-Pools absolviert wird, bevor dann die Planung für die letzten Tage erfolgt.
Übernachtung: Virgin River Casino & Lodge, Mesquite
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Die erste Lavahöhle verkneife ich mir und das nicht nur, weil auf dem Weg dorthin ein verletzter Tourist auf einer Bahre an mir vorbeigetragen wird.
:schreck: In unserem Alter muss man wirklich nicht mehr in jedes Loch kriechen. Das Lava-Gestein ist teilweise messerscharf.
Der Snow Canyon SP ist eine Augenweide :herz:. Er bietet so einige (kurze) Trails und verschiedene Gesteinsfarben. Das Whiterocks Amphitheater (https://hikestgeorge.com/hiking-trails/whiterocks-amphitheater/) ist z. B. weiß. Vielleicht kommt da der Name her. Jedenfalls kann man im Park locker zwei Tage mit wandern und erkunden verbringen.
Anscheinend ist Jenny's Canyon von Mitte März bis Anfang Juni nicht mehr gesperrt. Während dieser Zeit konnten früher die Vögel und Schildkröten ungestört brüten.
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Sieht wirklich sehr interessant aus im Snow Canyon State Park mit dem Kontrast zwischen rotem und schwarzem Gestein. Und wenn ich mir die Hikes in Ilonas Link anschaue, würde ich am liebsten gleich loswandern (na ja, nicht zu dieser Jahreszeit natürlich).
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Die erste Lavahöhle verkneife ich mir und das nicht nur, weil auf dem Weg dorthin ein verletzter Tourist auf einer Bahre an mir vorbeigetragen wird.
:schreck: In unserem Alter muss man wirklich nicht mehr in jedes Loch kriechen. Das Lava-Gestein ist teilweise messerscharf.
Und wenn ich richtig sehe, gehen da - wie so oft und überall - welche mit Flipflops da herum... ::)
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11.Tag - 29.3.2026 Sonntag: Die Olympiade der Erosion
Der Handywecker hat seinen Auftritt heute wieder um 5 Uhr. Als ich meinen Schlüssel in der Casino-Rezeption abgebe, sind schon wieder einige am Zocken (meist ältere Leute).
Auf der I-15 geht meine Fahrt nach Westen. Nach 15 Minuten verlasse ich die Interstate auf einen Highway nach Süden. Morgenstund hat Gold im Mund. Bei mir ist das die Gold Butte Road, auf die ich nach Süden abbiege. Die Straße ist größtenteils geteert, sollte aber umsichtig befahren werden. Ein solches Schlaglochfestival überhaupt als Straße zu bezeichnen ist gewagt. Die Gegend ist nicht gerade überlaufen. Eine einzige kleine Farm liegt an der Strecke, an der man aber immerhin ein Palmenhain findet. Nach einer Fahrzeit von gut einer Stunde ist die Whitney Pocket erreicht.
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Das Gelände der Whitney Pocket ist Teil des Gold Butte National Monuments aber keine Sorge, ein Kassenhäuschen wird man hier vergeblich suchen. Außer 2 Campern, die wohl hier übernachtet haben, auch hier weit und breit niemand zu sehen.
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Die Whitney Pocket steht eigentlich für drei Dinge - bunte und aberwitzig geformte Felsen, durchlöchert wie ein Schweizer Käse, Joshua Trees und Petroglyphs. Auf die Suche nach Petroglyphs also Felszeichnungen zu gehen spare ich mir. ...
Bei so einer spektakulären Landschaft fehlt mir für Petroglyphs heute die Begeisterung. Per Allrad könnte man auch mit dem Auto weiter in das Gebiet vordringen aber ich möchte das ja zu Fuß machen, um durch dieses Wunderland mit der Kamera streifen zu können.
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Die bunten skurrilen Felsen ziehen mich sofort in ihren Bann.
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Die Whitney Pocket wird oft als Gebiet mit Sandsteinfelsen aus gestreiften Bändern beschrieben. Genau solche Landschaften machen Farbunterschiede besonders sichtbar, weil die Erosion die inneren Schichten freilegt.
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Geologisch hängt das auch mit denselben großen Wüstensandstein-Systemen zusammen, die man aus Teilen von Süd-Nevada und Süd-Utah kennt – also ehemaligen Dünenlandschaften, die später verfestigt und wieder freigelegt wurden.
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Überwiegend bestehen (teilweise bestanden) die Felsen aus dem rot-orangem Aztec Sandstone, also verfestigten alten Wüstendünen aus dem Erdmittelalter. In diesen Dünensanden wurden zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Minerale abgelagert. Rot-, Orange- und Brauntöne entstehen hauptsächlich durch Eisenoxide.
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Helle Weiß-, Creme- oder Beigetöne zeigen Bereiche, in denen entweder weniger Eisen vorhanden war oder Eisen später durch zirkulierendes Wasser teilweise wieder herausgelöst wurde. Die Bänder und Streifen entstehen, weil Sandlagen mit unterschiedlicher Mineralzusammensetzung schichtweise abgelagert wurden.
Später haben Wind, Regen und Temperaturwechsel die Gesteine unterschiedlich stark angegriffen.
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Dadurch treten manche Farbschichten stärker hervor als andere, und bizarre Formen mit noch deutlicheren Farbkontrasten entstehen. Es wirkt so, als ob die Erosion hier ihre olympischen Spiele abhalten würde.
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Aufgrund der grellen Farben kommen die orangen Felsen wie man sie im Valley of Fire zu Hauf findet in meiner Aufmerksamkeit fast ein wenig zu kurz.
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Das rot, gelb, weiß, lila und rosa flasht mich schon völlig.
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Das für mich einmalige der Whitney Pocket ist die Kombination der bunten Felsen mit den Joshua Trees.
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Joshua Trees sind ziemlich spezialisierte Pflanzen – sie wachsen nur unter ganz bestimmten Bedingungen, weshalb ihr Verbreitungsgebiet auch relativ begrenzt ist, so wachsen sie fast ausschließlich in der Mojave Desert im Südwesten der USA (Kalifornien, Nevada, Arizona, Randgebiete von Utah). Die Mojave-Wüste bietet genau die Mischung aus Höhe, Winterkälte und saisonalem Regen, die diese Pflanzen brauchen. In heißeren Wüsten wie der Sonora-Wüste fehlen oft diese kühleren Winterbedingungen.
Ihre Höhenlage liegt meist zwischen 400 und 1.800 Metern. Diese mittleren Höhen sorgen für die richtige Kombination aus Temperatur und Niederschlag. Joshua Trees sind übrigens überraschend frosttolerant (bis etwa −10 °C), aber mögen keine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit.
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Die Farbenorgie ist unfassbar.
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Für den Moment mache ich nun einen Cut, verlasse die Whitney Pocket und fahre auf dem Gold Butte Highway (der nun nicht mehr geteert ist) weiter nach Osten. Irgendwann folge ich einer Abzweigung (Mud Wash North Road) nach Süden. Für High Clearance Fahrzeuge kein Problem, nur die letzten 1-2 Meilen sind etwas grenzwertig für einen PKW (Mud Wash Road). Man könnte das Fahrzeug aber vorher abstellen und Luftline etwa einen Kilometer laufen und so nicht der Piste folgen die im Bogen mehr oder weniger einem Wash folgt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574586/DSC00901.jpg)
Irgendwann habe ich mein Ziel – Little Finland erreicht und gönne mir auch noch den letzten Anstieg über ein paar Höhenmeter – wofür hat man sonst einen Wrangler. Nicht nur die Palmen weisen darauf hin, dass ich trotz des scheinbar nordischen Namens nicht per „beamen“ nach Skandinavien gereist bin.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574594/DSC00991.jpg)
Fin heißt im englischen so viel wie Flosse.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574587/DSC00906.jpg)
So bin ich also im „kleinen Flossenland“ und das hat nichts mit Finnland im Norden Europas zu tun.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574595/DSC01026.jpg)
Die Gegend von Little Finland wirkt fast wie von einem Künstler gestaltet – ist aber ein Lehrbuchbeispiel für extreme Verwitterung in der Wüste.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574596/DSC01016.jpg)
Ein derart von der Erosion zerfressenes Gestein ist selbst für den Südwesten der USA ungewöhnlich. Ähnlich wie im Valley of Fire State Park besteht auch Little Finland aus altem Sandstein (ebenfalls aus ehemaligen Dünen). Dieser ist aber besonders weich und ungleichmäßig verfestigt. Einige Bereiche sind stärker „zementiert“ (also härter), andere sehr brüchig. Dadurch wird das Gestein nicht gleichmäßig abgetragen. Der Wind schleift über Jahrtausende Sandkörner gegen den Fels. Weiche Teile werden schnell ausgehöhlt. Harte „Kappen“ bleiben stehen, wodurch bei manchen Formationen die dunklen Kappen über dem roten Gestein thronen. Die vielen kleinen Löcher entstehen durch eine Kombination von Salzkristallen, die das Gestein von innen sprengen und lokal wirkender Feuchtigkeit (z. B. Tau).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574588/DSC00905.jpg)
Der Boden ist häufig mit einer weißen Schicht bedeckt. Diese Schicht ist die Hinterlassenschaft eines ehemaligen Sees, dessen Wasser einst verdunstet ist und gelöste Mineralien zurückblieben, die für die weiße Kruste sorgten. Auch heute kann Wasser aus dem Untergrund nach oben steigen: Es bringt gelöste Salze mit und verdunstet sofort in der Wüstenhitze. Als Folge bleibt das ebenfalls weiße Salz an der Oberfläche.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574589/DSC00914.jpg)
Irgendwie ist man hier fast ein wenig erschlagen von der Vielzahl der Figuren.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574592/DSC00998.jpg)
Zwei dieser Figuren ragen aus dem Labyrinth dieser Skulpturen heraus. Dieser hier der etwas von einem Herz hat ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574591/DSC00977.jpg)
... und mein Favorit ist der reitende Drache (zumindest sieht er für mich so aus).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574593/DSC00989.jpg)
So geflasht wie in der Whitney Pocket bin ich trotzdem nicht. Auch nicht, weil ich das Gebiet von früher kenne und es relativ klein ist. Ich denke die Farben und die Vielfalt wie in der Whitney Pocket fehlen mir hier für einen zeitlich längeren Besuch als die ca. 2 Stunden die ich herumstreife.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574602/DSC01123.jpg)
So geht es für mich wieder zurück und da ich gerade am späten Nachmittag ja wieder an der Whitney Pocket vorbeifahre, lockt es mich dort noch einmal die Rückseite der Felsen beleuchtet zu bekommen, die am Morgen im Schatten lagen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574598/DSC01080.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574600/DSC01081.jpg)
Face-Rock?
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574601/DSC01102.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574597/DSC01065.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574599/DSC01069.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574605/DSC01163.jpg)
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So habe ich hier wieder meinen Spaß, schaffe an diesem Tag insgesamt meinen Rekord an Bildern dieser Reise und fahre hochzufrieden in mein Domizil nach Mesquite, Nevada.
Übernachtung: Virgin River Casino & Lodge, Mesquite, Nevada
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Wow, was für eine Farbpalette der Natur :herz: :beifall:.
In die Ecke haben wir es nie geschafft. Als wir mal wollten, wurde die Zufahrt nach Little Finland durch unangenehme Cowboys blockiert und wir verzichteten lieber auf die Begegnung.
Anscheinend ist das jetzt Geschichte, aber wir kommen vermutlich nicht mehr in die Gegend.
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Wow, welche eine Farben -und Formenpracht. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Natur alles hervorbringt.
Bei Little Finland und deiner Erklärung zum englischen Wort fin musste ich jetzt doch nochmal genauer nachschauen, wo der Name des Landes Finnland herkommt, weil ja auf Finnisch das Land als Suomi bezeichnet wird, das wohl vom finnischen Wort suo = Sumpf kommt, aber keinen Bezug zum Wort Finnland hat. Interessanterweise gibt es auch im deutschen den Begriff Finne, der eine Fischflosse bezeichnet und da das Volk der Finnen an der Ostsee lebt, könnte der Länder- bzw. Bevölkerungsname tatsächlich daher kommen (und damit wäre das amerikanische Little Finland von der Bezeichnung her doch wieder näher am Land Finnland oder auf englisch Finland).
Oder das Wort stammt vom lateinisch-germanischen Wort fenni, was finden oder der Finder bedeutet.
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Bei Little Finland und deiner Erklärung zum englischen Wort fin musste ich jetzt doch nochmal genauer nachschauen, wo der Name des Landes Finnland herkommt, weil ja auf Finnisch das Land als Suomi bezeichnet wird, das wohl vom finnischen Wort suo = Sumpf kommt, aber keinen Bezug zum Wort Finnland hat. Interessanterweise gibt es auch im deutschen den Begriff Finne, der eine Fischflosse bezeichnet und da das Volk der Finnen an der Ostsee lebt, könnte der Länder- bzw. Bevölkerungsname tatsächlich daher kommen (und damit wäre das amerikanische Little Finland von der Bezeichnung her doch wieder näher am Land Finnland oder auf englisch Finland).
Oder das Wort stammt vom lateinisch-germanischen Wort fenni, was finden oder der Finder bedeutet.
Laut meiner Recherche vermutet chat gpt:
Der deutsche Name Finnland (wie englisch Finland oder schwedisch Finland) stammt aus dem Schwedischen. Schweden herrschte vom Mittelalter bis 1809 über Finnland.
Der erste Bestandteil "Finn" geht auf die altnordische Bezeichnung Finnr zurück. Interessanterweise bezeichneten die Wikinger damit ursprünglich nicht die heutigen Finnen, sondern eher die Samen (Lappen) oder allgemein Menschen, die als Jäger und Sammler im Norden lebten.
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Der Südwesten ist einfach nicht zu toppen :herz: :herz: :herz:
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Hallo Horst, jetzt habe ich es doch nicht geschafft im Urlaub regelmäßig mitzulesen, die letzten Tage waren einfach zu voll und ich abends immer total erledigt. Ich glaube in Zukunft müssen wir unser Tagesprogramm abspecken und vielleicht auch länger an einem Ort bleiben und Pausentage einlegen oder so, jedenfalls war ich nach dem Urlaub urlaubsreif und habe Sonntag fast durchgeschlafen und dann ging es 2 Tage im Office rund.
Jetzt sitze ich beim Friseur und habe Zeit O0
Im Death valley habe ich fast alles wiedererkannt, außer Beatty und der Eureka Mine haben wir alle Ort auch erwandert. Das ist wirklich traumhaft, ich kann mich auch noch an das wunderbare Licht am Morgen am Zabriskie Point erinnern, ich hoffe ich komme da auch noch mal hin…
Von der Cathedral George habe ich schon mal gelesen aber leider noch nicht gesehen, die Lava Höhlen im Snow Canyon SP hätte ich auch gern besichtigt (wobei ich auch in jungen Jahren nicht auf die Idee gekommen wäre in ein dunkles Loch runter zu steigen :schreck:),aber die Whitney Pocket von der ich noch nie gehört habe toppt ja wirklich alles was du uns bis jetzt auf dieser Reise gezeigt hast! Warst du schon mal in den South Buttes (also das Gebiet neben der Wave)? Ich glaube da sieht es ähnlich aus, da wollte ich unbedingt mal hin, allerdings braucht man da ja ein Permit und einen Guide wohl auch da die Anfahrt nicht ohne ist. Ich werde die Fotos Josef zeigen, ich hoffe die politische Situation stabilisiert sich in USA und vielleicht verschwindet die Orange ja auch wieder, mich zieht es wirklich an diese Sehnsuchtsorte ^-^
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!Warst du schon mal in den South Buttes (also das Gebiet neben der Wave)? Ich glaube da sieht es ähnlich aus, da wollte ich unbedingt mal hin, allerdings braucht man da ja ein Permit und einen Guide wohl auch da die Anfahrt nicht ohne ist.
Ich war schon in den CBS, das letzte Mal 2024:
https://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,2111.msg54738.html#msg54738
Das Permit für CBS ist auch kurzfristig kein Problem. Die Anfahrt erfordert ein Allradfahrzeug.
Die Anfahrt zur Whitney Pocket klappt auch mit PKW.
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Die Whitney Pocket ist ja der Hammer! Klasse. Wie gut, dass die Technologie in Bezug auf das Fotografieren so weit fortgeschritten ist. Stell dir mal vor, du hättest nur einen 36er Film zur Verfügung gehabt.
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Die Whitney Pocket ist ja der Hammer! Klasse. Wie gut, dass die Technologie in Bezug auf das Fotografieren so weit fortgeschritten ist. Stell dir mal vor, du hättest nur einen 36er Film zur Verfügung gehabt.
Da hätte ich wahrscheinlich meinen vollen Vorrat verbraucht, wäre am nächsten Tag nach Vegas gefahren um mich neu einzudecken und noch mal hinzufahren. ;)
In den 90ern als ich meine ersten USA-Reisen gemacht habe sind in 3-4 Wochen Touren bei mir damals jeweils ca.15 36er Filme durchgeschossen worden. Natürlich nix im Vergleich zu heute.
Aber die Bilderlieferung zu Hause aufzumachen war wie Weihnachten und Ostern zusammen. :D
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12.Tag - 30.3.2026 Montag: Farbenfeuerwerk im Feuertal
Wie fast immer ist es noch dunkel, als mein Handywecker den neuen Tag einläutet (oder besser einklingelt). Etwa eine Stunde ist die Fahrt von Mesquite Nevada zum Valley of Fire, ebenfalls in Nevada. Der Bundesstaat Nevada bleibt mir nun bis zum nahen Ende der Reise erhalten. Im Vorfeld war ich mir nicht sicher wann ich nun genau morgens in das Valley of Fire fahren darf. Die offizielle Regelung der Öffnungszeiten ist Sunrise – Sunset. Also habe ich meine Ankunftszeit so getimt, dass ich zum Sunrise (heute um 6:30 Uhr) am östlichen Kassenhäuschen bin. Das ist wie erwartet noch nicht besetzt. So fülle ich einen Umschlag mit meinem Nummernschild aus, lege die 15$ Eintrittsgebühr in den Umschlag, werfe das Kuvert in die dafür vorgesehene Box und mache mich auf den Weg in den Park.
Der State Park wird vom gleichnamigen Valley of Fire Highway erschlossen, der das Tal auf 17 Kilometern Länge von West nach Ost durchquert (somit gibt es neben dem Ost- auch einen Westeingang). Mir scheint, den Highway kann man problemlos auch außerhalb der Öffnungszeiten befahren, also zumindest auch ausreichend vor Sonnenaufgang.
Parkkarte Valley of Fire (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiCtfWu34GVAxWubPEDHasMMeUQFnoECBIQAQ&url=https%3A%2F%2Fparks.nv.gov%2Fuploads%2Fdocuments%2FVOF_PDF_Map_-_All-Year_FINAL_Updated_11-21-21.pdf&usg=AOvVaw0goHMRMoh4IG0ndPnGSvGk&opi=89978449)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574681/DSC01199.jpg)
Die Knacknuss könnte die beliebte Mouse’s Tank Road (oft bekannter als White Domes Road) sein. In meinem Fall ist die Straße nun (um 6:45 Uhr) jedenfalls offen. Hier könnte es vorher vielleicht eine Barriere geben die man zum Sunrise entfernt aber vielleicht gibt es auch nichts. Es ist jedenfalls weit und breit niemand zu sehen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574682/DSC01202.jpg)
Die ersten Sonnenstrahlen treffen auf den Sandstein und die Farben beginnen zu leuchten.
Seinen Namen verdankt das Tal eben diesen rötlichen Sandsteinformationen, die sich in 150 Millionen Jahren aus Dünen entwickelten und von der Erosion zu bizarren Gebilden geformt wurden. Diese scheinen in Flammen (Fire) zu stehen, wenn sie die Strahlen der glühend heißen Sonne reflektieren. Überhaupt erscheint das Tal im nördlichen Bereich der Mojave-Wüste wie ein Glutofen. Die Höchsttemperatur steigt im Sommer regelmäßig bis auf 47 Grad Celsius, und selbst im Winter sind Werte jenseits der 20-Grad-Marke nicht ungewöhnlich. Inzwischen ist die Rekord-Hitze im Südwesten der USA erstmal Geschichte und es herrschen „normale“ Temperaturen für Ende März/Anfang April von Ende 20 Grad (zumindest außerhalb des nochmal wärmeren Valley of Fire's), was sich auch in der Sonne ganz gut aushalten lässt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574691/DSC01263.jpg)
Es ist inzwischen fast 20 Jahre her, dass ich zum letzten Mal hier war. Seitdem hat sich manches geändert. Gerade an der White Domes Road ist es schwierig geworden entlang der Straße anzuhalten oder gar zu parken. Dafür gibt es einige wenige Parkplätze.
So wie oben im Foto zu parken - das war früher kein Problem. Heute darf das nur noch der Ranger.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574699/DSC01350.jpg)
Winding Road - eine der schönsten Straßen Nordamerikas - die Mouse's Tank Road (offizieller Name) - die man oft als White Domes Road bezeichnet, da sie an ihrem Ende zum White Domes Trailhead führt.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574694/DSC01300.jpg)
Am vorletzten Parkplatz (Nr.3) stelle ich den Wrangler ab und folge dem Seven Wonders Trail westlich der Straße.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574695/DSC01305.jpg)
Der Weg taucht in die bizarre Felslandschaft dieser Region ein, die neben ihrem Markenzeichen, den rötlichen Felsen, diverse andere Farbschattierungen aufweist.
Die Gegend beiderseits der White Domes oder Mouse’s Tank Road gilt als die schönste im Park, weshalb hier später besonders viel los sein dürfte.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574684/DSC01215.jpg)
Nach wenigen Minuten ist der Fire Cave Arch erreicht.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574685/DSC01217.jpg)
Zweite Perspektive auf den Fire Cave Arch.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574705/DSC01377.jpg)
Und noch ein dritter Shot auf den Fire Cave Arch der zeigt, wie stark unterschiedliche Blickwinkel ein Motiv beeinflussen können.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574696/DSC01325.jpg)
Praktisch nebenan versteckt sich der der Thunderstorm Arch.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574698/DSC01332.jpg)
Auch hier noch der fotografische Gegenschuß.
Ein Tag mit vielen geologischen Unglaublichkeiten nimmt langsam Fahrt auf.
Auch wenn die Felsbögen so charismatisch und spektakulär wirken, sind sie manchmal gar nicht so leicht zu entdecken, wobei ein GPS Programm auf dem Smartphone (bei mir Locus) gute Dienste leistet.
(https://www2.pic-upload.de/img/37574686/DSC01222.jpg[img]Ein Stück weiter erreiche ich den Crazy Hill mit seinen markanten Farbringen. [img]https://www2.pic-upload.de/img/37574687/DSC01228.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574689/DSC01253.jpg)
Bevor der Trail die Mouse’s Tank/White Domes Road überquert findet man den Nike Rock (aka Stripped Rock).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574690/DSC01257.jpg)
Warum der so heißt wird vielleicht aus dieser Perspektive deutlicher.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574693/DSC01269.jpg)
Ich folge dem Trail noch ein Stück über die Straße bis in den Pink Canyon ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574692/DSC01265.jpg)
... und kehre dann vor dem eigentlichen Highlight des Trails, der Fire Wave, wieder um.
Die Fire Wave hebe ich mir heute für den Abend auf.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574700/DSC01344.jpg)
Zurück am Parkplatz klettere ich noch auf einen Hügel westlich der Straße um mir einen Überblick zu verschaffen und da ich hier am Parkplatz Nr.3 am nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt des Parks bin, fahre ich noch die wenigen hundert Meter zum letzten Parkplatz an der Mouse’s Tank Road, dem Trailhead des White Domes Trails.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575193/DSC01388Kopie.jpg)
Am Nachmittag ist hier nicht selten der Parkplatz voll. Am Trailstart gibt es noch eine Hinweistafel zum Rundweg sowie ein Warnhinweis zur Hitze, wobei ich heute bei gemeldet kühlen 32°C im Schatten ja entspannt den Weg fortsetzen kann.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574709/DSC01397.jpg)
Beim White Domes (weiße Kuppeln) Trail läuft man fast durchgehend auf Sand – man sollte sich also auf etwas anstrengenderes Gestapfe einstellen, dafür ist der Trail mit 2km nicht gerade lang.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574712/DSC01408.jpg)
Der Weg führt nach wenigen Metern steil abwärts durch eine breite Felsrinne mit rosa-organener bis weißer Farbe.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574713/DSC01424.jpg)
Danach folgt man rechts abbiegend dem Weg hinein in einen immer enger werdenden Slot Canyon – dem Highlight des Trails.
Nach dem angenehm kühlen Canyon ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574714/DSC01456.jpg)
... gelangt man wieder mitten in die pralle Sonne und es geht zudem aufwärts wieder durch eine Rinne in den Felsen nach oben.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574710/DSC01400.jpg)
Sandsteinstrukturen und Skulpturen säumen den Weg.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574708/DSC01391.jpg)
Man sollte im Valley of Fire immer auch einen Blick für Details übrighaben.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574715/DSC01477.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574716/DSC01486.jpg)
White Domes Arch.
Nach einer Stunde mit (wie üblich) viel fotografieren bin ich wieder zurück am Wrangler und lege erst mal eine Mittagspause ein. Der Trail ist auf jeden Fall ähnlich wie der Seven Wonders Trail unbedingt eine Empfehlung wert.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574702/DSC01355.jpg)
Dann geht es auf der Mouse’s Tank Road wieder ein Stück zurück nach Süden, ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574703/DSC01357.jpg)
... bis ich auf die kurze Fire Canyon Road einbiege und am Silica Dome für ein paar Fotos halte.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574704/DSC01365.jpg)
Nur einen Steinwurf weiter an der Fire Canyon Road führt ein kurzer Weg zum sehenswerten Fire Canyon Arch.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574706/DSC01371.jpg)
So wie der guckt, fühlt er sich wohl in seiner Ruhe gestört, zudem spare ich mir jetzt das schattenlose grelle Mittagslicht und fahre ich erstmal wieder auf der Ostseite aus dem Park bis ins nahe Moapa Valley zu meinem Motel, kaufe mir ein Nachmittags-Käffchen und checke am Motel ein. Nachdem ich im Motelzimmer „mein Lager aufgeschlagen habe“ lege ich mal 30 Minuten für ein Power-Nap die Beine hoch, man ist ja keine 22 mehr (in dem Alter war ich übrigens das erste Mal in den USA, wenn ich mich nicht verzählt habe war das meine 21.Reise ins Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten).
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574718/DSC01499.jpg)
Am Nachmittag geht es wieder zurück in den Park und diesmal auf der Valley of Fire Road weiter in den Westen des Feuertals, wo sich ein Abstecher auf die Scenic Loop Road anbietet. Dort trifft man als erstes auf einen der bekanntesten Felsbögen im Park, den Arch Rock. Den kann man heutzutage (wenn man ein braver Tourist ist) nur noch von vorne ablichten, weil das (einfache) beklettern der kleinen Erhebung nicht mehr gestattet ist, was ich von früher noch anders kannte. Wahrscheinlich sind irgendwann mal ein paar Chinesen oder Inder beim Selfieknipsen abgestürzt oder der Rummel auf der kleinen Location war der Parkverwaltung zu groß. Bei 1 Million Besucher pro Jahr kann es an Stoßtagen hier schon mal etwas turbulent zugehen, weshalb man das Wochenende in den Wintermonaten, wenn möglich meiden sollte.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574720/DSC01500.jpg)
Die phantasievollen Felsen regten offensichtlich auch die Phantasie des Menschen an, so kennt man dieses Steingebilde als Piano Rock.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574719/DSC01514.jpg)
Um zum Pagoda Arch zu gelangen ist eine kleine Klettereinlage nötig die ich in 10 Jahren wahrscheinlich auch nicht mehr mache. Die Perspektive lohnt aber die kurze Kraxelei über ein paar Felsen und wirklich dramatisch ist es auch nicht.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574722/DSC01524.jpg)
Die Gegend hier unterhalb des Pagoda Arch wäre alleine schon den Stop an der Scenic Loop Road wert.
Hier gibt es viel zu entdecken. Außerhalb der Mouse’s Tank/White Domes Road findet man im Park übrigens nur den rot-orangen Actec-Sandstone.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574726/DSC01546.jpg)
Aus diesem Werkstoff ist auch die kleine Felsöffnung am (ehemaligen) Windstone Arch entstanden. Das Bein des Windstone Arch, das ich beim letzten Besuch noch erleben durfte hat aber wie bei Käptain Ahab nicht Moby Dick, sondern die Erosion gefressen.
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Dieses Gestein entstand einst aus riesigen Sanddünen vor 150-200 Millionen Jahren. Diese Dünen wurden im Laufe der Zeit durch Druck und mineralische Bindung zu festem Sandstein verfestigt – dem sogenannten Aztec Sandstone. Die rötliche Farbe kommt von Eisenoxid (Rost), das sich im Gestein abgelagert hat.
Später wurde die Region durch tektonische Kräfte angehoben. Dabei entstanden Risse und Schwächezonen im Gestein – perfekte Angriffspunkte für Verwitterung. Die spektakulären Formen – Bögen, Wellen, „Löcher“ – entstanden hauptsächlich durch Erosion - Temperaturschwankungen die das Gestein ausdehnen und zusammenziehen, so dass es zu Rissen kommt. Wind und Wasser formen diese Risse dann weiter.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574725/DSC01563.jpg)
Danach geht es zum Finale nochmal auf die Mouse’s Tank/White Domes Road. Wieder bis zum Parkplatz Nr.3 und auf den Fire Wave Trail, den man zusammen mit dem Seven Wonders Trail auch als Loop gehen kann.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574728/DSC01572.jpg)
Ich gehe den Trail aber nur bis zur Fire Wave – inzwischen der Ikone des Valley of Fire schlechthin. Viele Besucher kommen nur wegen dieser Felsformation in den Park. So wurde ich gleich am Parkplatz und unterwegs ein paar Mal von anderen Besuchern nach dem Weg gefragt (obwohl das nicht so schwer zu finden ist) verbunden mit der Bemerkung, dass man hauptsächlich wegen der Fire Wave hierhergekommen ist.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574727/DSC01576.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574735/DSC01614.jpg)
Entdeckung und Name dieser wirklich sensationellen Felsformation in einer Gegend die nicht wirklich arm an geologischen Naturwundern ist, geht auf Isa und Steffen Synnatschke zurück (https://blog.synnatschke.de/usa/nevada/die-fire-wave-eine-neue-welle-ganz-ohne-permit/?utm_source=chatgpt.com).
Die beiden Fotografen und Buchautoren gaben dieser geschwungenen Felsformation nicht nur ihren Namen, sondern machten ihre Fire Wave durch Fotos (u.a. Coverfoto des Know How Reiseführers USA Südwesten vor einigen Jahren) so bekannt, dass die Parkverwaltung den Namen aufgriff und die bis dahin der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannte Attraktion in ihre Parkkarten und Parkbeschreibungen aufnahm.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574736/DSC01613.jpg)
Lichttechnisch ideal wäre die Zeit nach dem Sonnenuntergang aber das ist mit den Öffnungszeiten (Sunrise-Sunset) etwas schwierig (außer man campt im Park), so begnüge ich mich mit dem Anblick kurz vor dem Sunset.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574732/DSC01622.jpg)
Zum Sonnenuntergang bin ich zurück am Parkplatz und fahre die Straße zurück zur Valley of Fire Road. Da kommt mir auch das Fahrzeug des Parkrangers entgegen, dessen Aufgabe es nun sein dürfte, die letzten noch anwesenden Besucher am Parkplatz zu verscheuchen und denen die dann noch ohne Campingnachweis am Parkplatz stehen eventuell mit einem Ticket zu „belohnen“.
Verbleibt noch die kurze Fahrt aus dem Park Richtung Overton und meinem Motel und das übliche Abendprogramm mit Essen auf dem Zimmer, Bilder sichern, nächsten Tag checken, duschen und den Handy-Wecker für den nächsten Morgen stellen.
Übernachtung: North Shore Inn, Moapa Valley, Nevada
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Nevada kann auch kunterbunte Steine :beifall:.
Das VoF ist seit 41 Jahren einer meiner Lieblingsparks. Während meiner ersten USA-Reise fragte mich ein älterer Herr in Las Vegas, ob ich das Valley of Fire kenne. Natürlich kannte ich das damals nur den Einheimischen bekannte Feuertal nicht. Er schwärmte so davon, dass ich auf dem Weg nach Colorado einen Abstecher machte. Obwohl ich nur die zwei Straßen entlang fuhr, war ich sofort von den bunten Steinen und Formationen geflasht :herz:. Vermutlich sprang im VoF das USA-Virus auf mich über. Im Laufe der Jahre/Reisen erkundeten wir dort fast jede Nische.
:danke: fürs Zeigen. Das Feuertal ist immer eine Augenweide und so leicht zu erreichen.
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(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37574690/DSC01257.jpg)
Warum der so heißt wird vielleicht aus dieser Perspektive deutlicher.
Als Snoopy-Fan sehe ich da auch einen Snoopy ^-^
Und bei den Straßen muss ich sofort an Thelma und Louise denken...
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Jetzt musste ich doch mal mein Album mit den analogen Fotos heraus kramen, nach deinem tollen, ausführlichen Tag im Valley of Fire.
Ich war dort am 15.10.1997 - und habe genau zwei Fotos gemacht :lach: :'( Wir kamen an dem Tag vom Bryce Canyon, sind durch den Zion NP gefahren, haben dort den Canyon Overlook Trail gemacht, dann ging es ins Valley of Fire. Damals war der Elephant Rock scheinbar die Hauptattraktion, von dem habe ich ein Foto und auch eine Erinnerung daran und ich habe noch einen Hügel neben der Straße fotografiert, der liegt eher im Schatten und ist daher kaum erkennbar, an all die bunten Felsen, die du zeigst kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Und weiter ging es nach Las Vegas. Wirklich schade, dass man damals noch recht wenig Detailinformationen hatte, andererseits hätte die Zeit für genaueres Erkunden sowieso nicht gereicht.
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Wirklich schade, dass man damals noch recht wenig Detailinformationen hatte, andererseits hätte die Zeit für genaueres Erkunden sowieso nicht gereicht.
Das ist wahr und das Internetzeitalter hat mir viele weitere Reisen auch in die USA beschert mit vielen neuen Zielen, nachdem ich fast alles durchhatte was man aus Reiseführern herauslesen konnte. Trotzdem, mein erster Wave-Besuch 2003 ohne wirkliche Wegbeschreibung, nur mit ein paar Landmarken und die Spannung und Aufregung auf dem Weg und das Erlebnis dort wirklich anzukommen (und dann dort alleine zu sein) war ähnlich toll wie ich das auf der ersten Island-Reisen 2009 erlebt hatte. An Informationen zu kommen war damals äußerst beschwerlich. Eine der tollsten Touren in Island zum Dynkur-Wasserfall wurde spontan wegen einer Postkarte gemacht, die mir vor Ort in einem Geschäft ins Auge stach. So ein Ziel dann zu erreichen hatte etwas episches und war auch ein bisschen Glückssache. Das fehlt heute manchmal etwas, weil man eben nahezu alles vorher recherchieren kann.
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13.Tag - 31.3.2026 Dienstag: Ein kulinarischer Tag - Plastik am Morgen und Pretzel am Abend
An diesem Morgen habe ich mir mal eine größere Mütze Schlaf gegönnt. Da es ausnahmsweise für heute bedecktes Wetter gibt, muss ich nicht zu einem Sonnenaufgang im Park sein den man nicht sieht. So richtig viel Matratzenhorchdienst gab es die letzten knapp 2 Wochen auch nicht gerade, so dass ein faulerer Morgen auch mal nett ist. Sogar das im Preis inkludierte Frühstück muss ich heute mal nicht sausen lassen, sondern kann mich in das Plastik- und Papptellergewitter stürzen. Der Müll der hier an einem einzigen Morgen produziert wird ist beachtlich. Als ich vom Frühstückstisch aufstehe, ist bereits ein Behälter mit 60-70cm Durchmesser und einem Meter Höhe voll und ein zweiter halb gefüllt. Es ist halt gänzlich alles aus Pappe oder Plastik. Teller, Kaffeebecher, Besteck, Verpackung von Marmelade, Saft, Butter usw. Na ja, wir Deutschen übertreiben es vielleicht manchmal in die andere Richtung.
Da treffen dann ideologisch inzwischen Welten aufeinander.
Diesmal ist das Kassenhäuschen also schon besetzt, als ich wieder von der Ostseite in den Park einfahre.
Das Valley of Fire ist übrigens mit rund 160 Quadratkilometern Fläche der größte State Park Nevadas und zugleich eine Institution. Das Gebiet wurde bereits 1935 unter Schutz gestellt und war damit der erste State Park Nevadas.
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Auf der Valley Of Fire Road fahre ich nach Westen. Zunächst halte ich am kleinen Parkplatz des Petrified Tree und wandere einen Hügel hinauf und auf der anderen Seite hinab in einen Wash der zum Ephemeral Arch führen würde. Weil ich auf das kilometerlange Gestapfe durch diesen sandigen Wash, ohne unterwegs etwas zu sehen, keine Lust habe, kehre ich nach 20 Minuten wieder um. Eine sehr gute Entscheidung, denn später lese ich im Internet, dass der Arch schon vor einigen Jahren zusammengebrochen ist.
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So geht es weiter nach Westen bis zum Parkplatz an den Beevives – den Bienenstöcken.
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Diese Felsen hier sehen auch wirklich wie übergroße Bienenstöcke aus ...
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... und selbst die Bienen sind schon da – in Form meist asiatischer Bienen, man spürt hier die spätere Uhrzeit und dass man für diesen Fotospot eben keinen Meter laufen muss.
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Nur einen langen Steinwurf weit entfernt, an der Arch Rock Straße (Scenic Loop Road) findet man gleich zu Beginn der Einbahnstraße den Atlatl Rock mit historischen Petroglyphen.
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Die Felsbilder am Atlatl Rock wurden vor etwa 2.000 bis 4.000 Jahren von den Vorfahren der Pueblo-Völker (den Anasazi) in den roten Sandstein geritzt. Spätere Stämme, wie die Southern Paiute, nutzten das Gebiet ebenfalls und betrachteten die Formationen als spirituell bedeutsam. Die Gravuren zeigen vor allem Atlatl-Speerschleudern - ein wichtiges, namensgebendes Jagdwerkzeug, das vor der Erfindung von Pfeil und Bogen genutzt wurde sowie Tiere, Menschen und abstrakte Figuren.
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Auf meiner Fahrt gestern auf der Mouse’s Tank /White Domes Road war mir ein Gebiet östlich der geschwungenen Straße aufgefallen. Also geht es wieder Richtung White Domes, diesmal bis Parkplatz 2.
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Von dort wandere ich nach Osten und schon nach wenigen Metern lasse ich alles was an Tourismus im Park gerade unterwegs ist hinter mir.
Abseits der populären Ziele erlebt man also auch im Valley of Fire völlige Einsamkeit, was mir wirklich nicht unangenehm ist.
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Gerade in Gegenden wie in diesem Park macht es großen Spaß umher zu stöbern und selbst auf Entdeckungstour zugehen.
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Dabei müssen keine sensationellen Dinge vor Auge und Kamera auftauchen, ...
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... der Spaßfaktor der Suche macht es aus und irgendwas an dem ich mich erfreuen kann, finde ich hier immer.
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Gerade im punkto Farben – treibt es die Landschaft hier ganz schön bunt.
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Danach fahre ich zurück zur Valley of Fire Road und nach Osten.
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Nur wenige Meter ist der Weg bis zum Arrowhead Arch, der eine recht ungewöhnliche Form aufweist.
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Deutlich mehr Meter sind es zum Pretzel Arch. Den erreicht man vom Parkplatz am Elefant Rock/Kassenhäuschen Ost nach einem Marsch von 1,5km ohne dass man direkt einem Trail folgt (den es nicht gibt). Man durchquert einige Washes und läuft in sanftem Auf und Ab über meist sandigen Untergrund bis man eine Anhöhe erreicht der man Stück nach oben folgt. Dort versteckt sich dann der Pretzel Arch, den ein Bäcker nicht schöner formen könnte.
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Rund um den Pretzel Arch gibt es noch weitere Bögen (hier direkt daneben).
So streife ich wieder herum und bin gerade dabei mir einen Weg hinauf auf den Hügel zu suchen wo ich einen netten Arch entdeckt habe, als ich eine Gruppe Dickhorn Schafe vor mir durch den Bogen des Arches flüchtet. Für die Kamera war das zu schnell aber für mich ein cooles Erlebnis.
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Ich klettere weiter nach oben zum Arch und finde unterhalb davon noch einen der schwer zu fotografieren ist.
Nun stellt sich mir die Frage – einfach zurückgehen oder weiter auf einer Runde die ich auf meinem Handy habe und zu weiteren Arches nach Süd-Osten.
Neugierig wie ich bin will ich noch etwas sehen.
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Da ich durch meine Expansion vom imaginären GPS Trail abgekommen bin muss ich mir selbst einen Weg suchen wie ich von oben wieder herunterkomme und gleichzeitig in die richtige Richtung weitergehe.
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Schließlich finde ich einen Abstieg und entdecke auf meiner Runde u.a. den Little Mosquito Arch.
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Little Mosquito Arch von der Seite.
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Ich finde noch einige Bögen deren Namen ich nicht kenne oder die keinen Namen haben.
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Die auffälligen Felsformationen und „Löcher“ im Valley of Fire State Park ...
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... sind das Ergebnis von Millionen Jahren geologischer Prozesse. Vor allem Ablagerung, Verfestigung und Erosion.
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Da ich wohl von den vielen Löchern im Park so angetan bin muss ich mein eigenes Loch beitragen.
So bleibe ich mit meiner Hose an einem scharfen Felsen hängen und erschaffe meinen Hosen-Arch – so ganz ohne einen Millionen Jahre dauernden geologischen Prozess – toll. ::)
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Mit vielem Auf und Ab, vor und zurück, Suche nach einem Weg oder einem Arch, bin ich nach ca. 7km und etwa 3 Stunden wieder am Auto zurück.
Für heute reicht es mir auch. Golden Hour Licht fällt heute sowieso aus und ich komme ja nochmal in den Park zurück.
Übernachtung: North Shore Inn, Moapa Valley, Nevada
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Das Valley of fire ist wirklich traumhaft, wir waren da 2015 zwei Tage und haben natürlich bei weitem nicht so viel gesehen wie du, wir haben überwiegend die offiziellen Wanderwege beschritten. Die Fire wave war damals noch nicht richtig ausgeschildert, da haben wir eine Weile gesucht, aber ich sehe schon da ist uns einiges entgangen, den Nike Felsen haben wir zum Beispiel nicht gesehen.
Du bist vom Parkplatz 2 aus wenn ich dich richtig verstanden habe einfach quer in die Pampa gelaufen, darf man das eigentlich oder bekommt man Probleme wenn man von einem Ranger erwischt wird? Lohnenwert war das ja auf jeden Fall, ich liebe diese Farbkombinationen aus gelb, rosa, lila ^-^
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Beim Ephemeral Arch (https://www.archmillennium.net/Ephemeral_Arch.htm) warst du 16 Jahre zu spät dran. Wir hatten ein oder zwei Jahre zuvor noch das Glück und sahen den filigranen Arch, der einem Grammophon-Arm ähnelte. Ich fand nur auf die schnelle keine Bilder, deshalb verlinkte ich ihn.
An dem Tag hast du vollen Einsatz gebracht :thumb:, wie man an der Hose erkennt. Belüftungsschlitze :zwinker: sind immer gut und manche zahlen für löchrige Hosen sogar ein Heidengeld.
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Du bist vom Parkplatz 2 aus wenn ich dich richtig verstanden habe einfach quer in die Pampa gelaufen, darf man das eigentlich oder bekommt man Probleme wenn man von einem Ranger erwischt wird?
Jein.
Gibt es Trails solltest Du auf den Trails bleiben. Wo es keine Trails gibt (Beispiel Pretzel Arch oder meine Exkursion in die bunten Felsen) wird es geduldet. Also der Ranger wird deswegen nicht einschreiten.
Allerdings sollte man u.a. darauf achten keine Pflanzen zu beschädigen - also eher auf Slick Rock laufen oder in Washes.
Es gibt auch Felsen auf die man klettern darf aber es gibt auch welche auf die man nicht darf (z.B. Arch Rock, Atlatl Rock).
Hier: https://parks.nv.gov/parks/valley-of-fire gibt es in den "Field Notes" ein paar Infos.
Removing, disturbing or damaging any historic structure, artifact, rock, plant life, fossil or other feature is prohibited. State and federal laws protect this area and its resources.
und hier (https://parks.nv.gov/valley-of-fire-state-park-park-rules#:~:text=If%20there%20is%20a%20group%20that%20is,be%20accessed%20via%20Liston%20Road%20in%20Logandale.) kann man nachlesen, dass man auch gerne seinen Colt im Halfter tragen darf:
Can I open carry my firearm? Yes. We follow all state and federal regulations regarding open carry in Nevada.
An dem Tag hast du vollen Einsatz gebracht :thumb:, wie man an der Hose erkennt. Belüftungsschlitze :zwinker: sind immer gut und manche zahlen für löchrige Hosen sogar ein Heidengeld.
Eines der Dinge dieser Welt die ich wohl nie verstehen werde, wie man für etwas bezahlt was schon kapput ist. :o
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Juhuu, gefunden.
Wir waren sogar im März 2010 beim Ephemeral Arch und im Mai brach er zusammen :( .
(https://www.eumerika.de/smf/gallery/22_06_08_26_2_54_29.jpeg)
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Eines der Dinge dieser Welt die ich wohl nie verstehen werde, wie man für etwas bezahlt was schon kapput ist. :o
Es ist viel schlimmer, denn die Chinesen machen doch extra Löcher und Schlitze in nagelneue Hosen. Was da für ein Aufwand betrieben wird.
Als Kind hätte mich meine Mutter so nie aus dem Haus gelassen :totlach:. Davon abgesehen, hätte ich mich geschämt.
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Sogar für einen zweiten Tag gibt es genug Stoff im Valley of Fire und auch mit dunkler Bewölkung macht es was her.
Beim Frühstück in den USA finde ich vor allem bemerkenswert, dass sich im Laufe der letzten 30 Jahre überhaupt gar nichts verändert hat (im Hinblick auf Plastik / Pappe), auch wenn ich ja nun auch nicht so diejenige bin, der Umweltschutz extrem wichtig ist. Aber in allen Unterkünften mit Frühstück der letzten Jahre, in denen ich in Europa war, gab es keinen oder fast keinen Plastik- oder Papiermüll. Ich bin gerade dabei meine Unterkünfte in Finnland nochmal durchzuschauen und lese bei Bewertungen von Finnen bei Apartments oft, dass sie als Negativpunkt die fehlende Mülltrennungsmöglichkeit nennen, also nicht nur die Deutschen übertreiben in diesem Punkt etwas ;)
Peter liebt seine zerlöcherten Jeans sehr, seine erste hatte er ich glaube zehn Jahre oder mehr, dann habe ich ihn genötigt, sie wegzuwerfen, denn zu den ursprünglichen Löchern und Rissen kamen viele dazu. Kurz darauf hat er sich dann wieder eine gekauft :lach:
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Beim Frühstück in den USA finde ich vor allem bemerkenswert, dass sich im Laufe der letzten 30 Jahre überhaupt gar nichts verändert hat (im Hinblick auf Plastik / Pappe), auch wenn ich ja nun auch nicht so diejenige bin, der Umweltschutz extrem wichtig ist.
Ist bei mir ähnlich, man hält sich halt an die gesellschaftlichen Errungenschaften in diesem Punkt und hinterfragt sie nicht täglich. Kommt man mal wo anders hin, fallen die Unterschiede auf.
Die USA sind in dem Punkto Umweltschutz sicher deutlich negativer zu bewerten als Europa aber nicht durchgehend.
Wenn ich mich daran erinnere wie ich vor 10 Jahren mal von Neapel aus zum Vesuv hochgefahren bin (mit ca. 20€ Gebühr wohl für Parken und was auch immer) war das eine einzige Müllparade (etwa 7-8 Kilometer). Da war kein Meter beiderseits der Straße dabei, der nicht krass vermüllt war. Sowas würde man in den USA (außerhalb von Indianerreservationen im Westen) nicht finden.
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Durch das Valley of Fire sind wir damals auch nur durchgefahren und 1-2 mal angehalten. Heute würde ich mir dazu auch mehr Zeit nehmen.
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14.Tag - 1.4.2026 Mittwoch: Zum Musterkoffer der Natur
Wieder einmal, würde mein Handywecker die Hühner der Umgebung aufwecken, wenn er nur laut genug wäre.
Diesmal geht es (zunächst) nicht ins Valley of Fire, sondern in eine für mich noch unbekannte Region – die Buffington Pockets.
Die Buffington Pockets sind ein Gebiet am Nordrand der Muddy Mountains, 30 Meilen nordöstlich von Las Vegas und wenige Meilen südwestlich des Valley of Fire State Park gelegen. Von Nord nach Süd verbindet der Bitter Springs Scenic Byway das Valley of Fire und den Lake Mead (North Shore Road). Neben einigen Petroglyphs sind es vor allem die bunt gemusterten Felsen, die man in den Buffington Pockets finden kann. Die zwei schönsten Locations innerhalb der Buffington Pocket sind der Color Rock Quarry und das Hidden Valley, die man beide auch mit einer Wanderung verbinden könnte. Das Gebiet ist nur etwas für hochhackige Allradfahrzeuge. Am besten ist noch der Color Rock Quarry zu erreichen, den ich mir heute vornehme.
Mit meinem French Vanilla Kaffee in der Hand gehte es zunächst über ein kurzes Stück auf der Interstate nach Südwesten und auf dem westlichen Valley of Fire Highway bis zu einer Abzweigung nach Süden auf eine Piste die zum Color Rock Quarry führt. Die Piste wird immer schlechter und ich fahre letztendlich in einem steinigen Wash. Als sich die Möglichkeit bietet den Wash zu verlassen, wechsle ich auf eine Piste oberhalb des Washes und rumpele weiter nach Süden.
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Auf den letzten 2 km wird die Piste richtig übel und der Wrangler und sein Bodenpersonal werden ordentlich durchgeschüttelt [Foto auf dem Rückweg aufgenommen].
Die Piste bekommt tiefe Löcher und geht bergauf – höchste Zeit den Allrad einzuschalten.
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Schließlich ist der kleine Parkplatz am Color Rock Quarry erreicht und auch die Sonne ist vor wenigen Minuten aufgegangen. Ich muss erst mal meine Gliedmaßen sortieren. So durchgeschüttelt wurde ich lange nicht.
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Ich befülle meinen Rucksack und schon bin ich „On Trail“, wobei, so etwas wie ein Trail existiert vielleicht die ersten 500 Metern und verliert sich dann im Wüstensand und Gestrüpp das mich auf dem Weg einen Hang hinaufbegleitet.
Die Felsen um mich herum liegen noch im Schatten, so dass ich nur erahnen kann, dass der eigentliche Color Rock Quarry in dem ich mich gerade bewege, durchaus Potential für später auf dem Rückweg haben könnte.
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Nachdem ich den Hang erklommen habe blicke ich hinab ins Hidden Valley, das bereits von der Sonne beschienen wird.
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Das Tal ist ringsum von Felsen umstellt (deshalb das „versteckte Tal“), die vor allem auf der Westflanke hoch in den Himmel ragen. Das Tal selbst sieht für meinen Geschmack etwas sehr „leer“ aus.
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Ich wandere hinab und gehe auf Entdeckungstour.
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Talwächter?
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Mir sind einige Highlights bekannt die sich am anderen Talende befinden aber dorthin wandere ich wahrscheinlich 1,5-2 Stunden ohne dazwischen viel zu sehen und würde dabei das schöne Morgenlicht „vergeuden“. Darauf habe ich dann doch keine Lust.
So begnüge ich mich mit dem Bereich im Norden des Hidden Valley, bin hier aber nach 2 Wochen voller fantastischer Felsformationen schon etwas verwöhnt und somit nicht ganz so begeistert, auch wenn es hier natürlich einiges zu entdecken gibt.
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So kehre ich wieder um und wandere zurück zum Color Rock Quarry, der inzwischen ebenfalls von der Vormittagssonne beleuchtet wird.
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Dieser Steinbruch trägt seinen Namen zurecht. Wer es mal richtig bunt treiben will ist hier genau richtig.
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Wie ein übergroßer Teppich der über und über mit buntesten Perlen geschmückt ist.
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Dazwischen liegen auch dekorative Steine herum die sich zwischen rosa, orangen oder gelben Bemalungen nicht entscheiden können. Ziemlich abgefahren.
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Die Musterungen sind in ihrer Vielfalt so außergewöhnlich – eine solchen Ort habe ich noch nirgendwo gesehen.
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Hier schlägt mein Begeisterungspendel wieder voll aus. Man mag kaum glauben, dass die Muster nur von der Natur erschaffen wurden.
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Steinfisch
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Zur Geologie der Buffington Pockets:
Der Aztec-Sandstein besteht aus zwei Einheiten: einem unteren Band, das meist rot ist, und einem oberen Band, das überwiegend weiß bis hellbraun erscheint. Letzteres prägt den Großteil des südlichen Bereichs von Buffington Pockets – rund um die Nebenstraße und südlich davon –, wo die farbenprächtigen Formationen etwas weniger ausgeprägt sind; der fotogenste Bereich liegt weiter nördlich, wo die obere Einheit zutage tritt. Hier wird die Grundfarbe durch das Vorkommen von Eisenverbindungen – Hämatit (Eisenoxid) und Goethit (Eisenhydroxid) – intensiviert. Hämatit sorgt für Rot- und Orangetöne, wobei die genaue Farbnuance von der Kristallgröße abhängt, während Goethit (gemeinsam mit geringen Mengen der Eisensulfidverbindungen Jarosit und Alunit) Gelb- und Violetttöne hervorruft. Diese oft gestreiften, geschwungenen oder unregelmäßig wirbelnden Farbvariationen entstehen durch sogenannte Umwandlungszonen; im Zusammenspiel mit Verwerfungen und Gesteinsrissen erzeugen sie eine unendliche Vielfalt an Mustern.
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Aus der richtigen Perspektive kann man sogar Elefanten finden.
Irgendwann bin ich zurück am Wrangler und lege eine Mittagspause ein.
Danach werde ich auf der steinigen Piste wieder geschüttelt und gerührt. Gerade auf den ersten 2-3 Meilen bereue ich fast schon, dass ich vorher noch etwas Substanzielles in den Magen aufgenommen habe und bin wirklich nicht böse, als der Wrangler wieder ebenen glatten Asphalt unter den Rädern hat.
Während meines kompletten Aufenthalts habe ich keine Menschenseele in der Buffington Pocket oder auf der Piste gesehen. Bei der Anfahrt auch kein Wunder.
Für den Nachmittag entscheide ich mich nochmals in das Valley of Fire zu fahren – diesmal von der Westseite.
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Nach den schönen Farben im Quarry habe ich auch weiterhin Lust auf Buntes. So biege ich wieder auf die Mouse’s Tank/White Domes Road ein.
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Nachdem ich schon einige Dickhornschafe in größerer Entfernung wahrgenommen hatte sind sie heute mal ganz nah an der Straße.
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Vom Parkplatz Nummer 2 erforsche ich die Gegend östlich der Straße.
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Irgendwas Nettes findet man hier immer.
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Vom Parkplatz Nummer 3, ...
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... wandere ich nochmal das kurze Stück zur Fire Wave.
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Diese Felsformation ist so ein wundervolles Stück Natur, das ich mir gerne noch ein zweites Mal anschaue.
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Sehen und gesehen werden an der Fire Wave.
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Während ich beim ersten Besuch zunächst darauf gewartet habe, dass die Felsformation mal ohne Leute vor meinem Sucher liegt, habe ich inzwischen schon gelernt, dass es zumindest mit einer Person auf der Felsnase interessanter aussieht. ist es heute genau umgekehrt.
Auf Leute die sich für Fotos auf die Formation begeben muss man hier nicht lange warten.
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Das soll es dann auch für heute gewesen sein. Ich werde abends schon mal den Koffer vorpacken, denn morgen geht es nach einem letzten kurzen Abstecher ins Valley of Fire zurück nach Las Vegas und dann auch zurück in die Heimat.
Übernachtung: North Shore Inn, Moapa Valley, Nevada
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Buffington Pockets
Einfach nur WOW :beifall:. Solche vielen bunten Farbsprenkel in einem Gestein habe ich zuvor noch nie gesehen.
Die Buffington Pockets waren mir bis dato unbekannt. :danke: fürs Vorstellen.
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Von den Buffington Pockets lese bzw. höre ich auch das erste Mal. Wahnsinn! Als hätte jemand mit Pinsel und Farbe die Steine angemalt :beifall:
Kommt man da ohne Allrad hin? Wenn du schreibst, dass du keine Menschen gesehen hast, ist das wohl noch nicht so bekannt? Selbst Ilona kennt die roten Steine nicht :zwinker:
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Auch ich habe von den Buffington Pockets zum ersten Mal gehört oder Bilder gesehen, das sieht wirklich fantastisch aus und nochmal wieder anders als im Valley of Fire.
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Schade dass ich da niemals hinkommen werde (außer jemand seilt mich von einem Hubschrauber ab) denn diese Anfahrt würde ich mir niemals zutrauen. Diese Farb und Musterkombination ist otherwordly
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Hi, hatte jetzt auch endlich Muße virtuell nachzureisen und in den tollen Bildern zu schwelgen. :herz:
Die Reise in die Natur fing ja schon mal gut an mit dem Frensh Vanilla Kaffee ;D Einige der Ziele haben wir auch besucht und so haben die Bilder tolle Erinnerungen wieder mal geweckt. Einige andere sind mir theoretisch zwar bekannt, doch haben wir es nie dahin geschafft. Gerade Death Valley war (ist) noch so ein Traumziel von mit, doch bei unseren Sommerferienurlauben war es dort natürlich viel zu heiß :girly: Danke daher besonders für die vielen Eindrücke von dort.
Falls es mal wieder weniger nervig wird, in die USA zu reisen, habe ich jetzt schon wieder ( wahrscheinlich zu) viele Anregungen ;)
An die Reisen in analogen Fotografiezeiten erinnerer ich mich auch noch sehr gut. Wir hatten damals immer so 30 bis 40 36er Filme dabei und heute entsprechend viele Dias zu digitalisieren ::)
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Kommt man da ohne Allrad hin? Wenn du schreibst, dass du keine Menschen gesehen hast, ist das wohl noch nicht so bekannt?
Einen ordentlichen Allrad braucht man auf jeden Fall. Der Bekanntheitsgrad hält sich in Grenzen. Einige Locals und Offroad Fans kennen das Gebiet, besuchen es vorwiegend am Wochenende. Da fahren dann oft mehrere Fahrzeuge im Convoy. Solche Videos habe ich auf Youtube gesehen. Aber ich denke da gibt es nicht wenige Tage, in denen das Gebiet keinen Besuch erhält.
Schade dass ich da niemals hinkommen werde (außer jemand seilt mich von einem Hubschrauber ab) denn diese Anfahrt würde ich mir niemals zutrauen. Diese Farb und Musterkombination ist otherwordly
Wenn man will kann man sicher z.B. in Vegas einen Anbieter finden, der eine (Privat-)Tour in das Gebiet anbietet.
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15.Tag - 2.4.2026 Donnerstag: Trails End
In Anbetracht eines Abendfluges über Amsterdam nach Nürnberg und dem Wissen, dass ich im Flugzeug nicht werde schlafen können, habe ich an diesem Morgen mal lange geschlafen und schaffe gerade noch das inkludierte Frühstück im Motel (aka „Plastik-Papp-Origie“).
Dann packe ich meine Sieben Sachen in den Wrangler und fahre letztmalig von Osten ins Valley of Fire.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575250/DSC02262.jpg)
Kurz hinter dem Parkeingang halte ich auf dem Parkplatz und überquere die Parkstraße nach Süden.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575252/DSC02259.jpg)
Eigentlich möchte ich nur ein paar Ton- und Filmaufnahmen hier machen aber was man vor lauter Park oft übersieht – die Gegend direkt vor dem Park Richtung Süden ist richtig toll.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575243/DSC02230.jpg)
Hier gibt es so viel zu entdecken, dass ich fast meine Filmaufnahmen vergesse.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575249/DSC02252.jpg)
Alles völlig durchlöchert und zerfressen ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575245/DSC02233.jpg)
... mit den aberwitzigsten Strukturen und Formen.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575239/DSC02224.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575240/DSC02223.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575241/DSC02225.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575242/DSC02227.jpg) (https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575251/DSC02258.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575248/DSC02255.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575238/DJI_20260402192346_0542_D.jpg)
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575253/DSC02279.jpg)
Danach gönne ich mir auf der Nordseite kurz nach dem Parkeingang noch den Loop am Elephant Arch.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575255/DSC02285.jpg)
Wobei ich nach wenigen hundert Meter schon vom Trail abschweife und mich plötzlich in einer recht wilden Kletterei wiederfinde. Manchmal frage ich mich schon was bei mir im Kopf so vorgeht. Am letzten Tag wird mal wieder alle Vorsicht und Vernunft außer Acht gelassen. Die Hose die ich heute frisch für den Flug angezogen habe hat schon einen ersten kleinen Cut, so sauber wie heute Morgen … das ist auch Geschichte und dann pappen sich da noch ganz fiese stachelige Kletten dran, die ich nur mit dem Messer abbekomme und die schöne grüne Flecken hinterlassen. Zudem stehe ich mal wieder vor einem Abgrund und muss danach suchen, wie ich von dem Hügel den ich erklommen habe unfallfrei wieder runterkomme. Das wär‘s noch, ein Bänderriß am letzten Urlaubstag muss nicht sein. Ein kaputter Foto reicht.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575259/DSC02292.jpg)
Schließlich schaffe ich es unfallfrei hinab, gehe noch für ein Foto unterhalb des Elephant Rock ...
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575256/DSC02290.jpg)
... und ignoriere mit leicht schlechtem Gewissen ein Verbotsschild und spaziere noch die wenigen Meter den ausgetretenen Pfad zur Rückseite des Elephant Rock (was man heutzutage anders als die Jahrzehnte davor komischerweise nicht mehr darf – wahrscheinlich wieder Asiaten beim Selfie abgestürzt) und fahre dann auf der Westseite des Valley of Fire aus dem Park.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575258/DSC02293.jpg)
Vor der Interstate gibt es an der Tanke noch einen letzten Kaffee und dieses Foto.
Allseits bekannt aber trotzdem immer wieder speziell und in keinem Land in dem ich jemals war konnte ich ähnliches wahrnehmen.
Die letzten Meilen führen auf der Interstate zurück nach Las Vegas, bei Taco Bell gönne ich mir noch ein verspätetes Mittagessen.
Am fortgeschrittenen Nachmittag geht es zurück zu Alamo und an den Harry Reid International Airport.
Der Heimflug mit KLM klappt wieder bestens. Zurück hatte ich die Umstiegsvariante (statt mit 5 Stunden) diesmal mit nur einer Stunde Umstiegszeit gebucht – da als Alternative ja immer noch die spätere Variante nach Nürnberg möglich wäre wenn mein Flug Verspätung haben sollte. Die 1 Stunde reicht aber.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575260/DSC04397.jpg)
Das wars.
Fazit:
Die Wüsten Kaliforniens und Nevadas finde ich großartig!
Obwohl ich ja schon einige Male in der Region unterwegs war hat es mir trotz der Hitze diesmal besonders gut gefallen.
Vielleicht weil man manches bewusster und intensiver aufnimmt als früher.
Vielleicht weil ich sehr große Lust auf Wüste und Einsamkeit hatte und ...
... vielleicht auch, weil man die Schönheit der Wüste oft völlig unterschätzt.
Als Tourist bekommt man von diesem Troll im Weißen Haus auf einer Reise zum Glück außer den Tankpreisen nichts mit, außer man schaltet abends auf dem Zimmer mal den Fernseher ein.
Um Städte habe ich einen Bogen gemacht, so konnte ich mich wirklich auf die Natur konzentrieren und die kann man nur wärmstens (auch bei niedrigeren Temperaturen) empfehlen.
Mal abgesehen von den großen Parks (Valley of Fire, Death Valley und ev. noch Snow Canyon) bin ich auf sehr wenige Menschen gestoßen und war oft völlig alleine. Da letzteres in meinem Job ganz anders ist, weiß ich das für so eine "Auszeit" besonders zu schätzen.
Top 3-Highlights sind für mich das Death Valley, der Mono Lake und überraschend die Whitney Pocket.
(https://www.eumerika.de/www2.pic-upload.de/img/37575261/DSC00617.jpg)
Danke fürs Mitlesen.
Noch eine kleine Besonderheit zum Schluß.
Statt ein paar netten Highlight-Fotos hier mal eine Art Querbeet-Video zum Bericht mit musikalischer Untermalung. :)
https://www.youtube.com/watch?v=L-ucH1_YqBc
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Hallo Horst,
das war ein krönender Abschluss im VoF.
:danke: für den tollen Reisebericht mit vielen bunten Steinen. Er macht so richtig Lust auf den Wilden Westen.
Der Trailer ist allerdings das Sahnehäubchen. Dein Video ist wieder einmal perfekt geschnitten :beifall:.
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Schade dass ich da niemals hinkommen werde (außer jemand seilt mich von einem Hubschrauber ab) denn diese Anfahrt würde ich mir niemals zutrauen. Diese Farb und Musterkombination ist otherwordly
Wenn man will kann man sicher z.B. in Vegas einen Anbieter finden, der eine (Privat-)Tour in das Gebiet anbietet.
Das ist eine gute Idee, das haben wir bei der Wave ja auch gemacht
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Das ist eine gute Idee, das haben wir bei der Wave ja auch gemacht
Dann würde ich eher jemand in Mesquite suchen, das liegt doch viel näher. Sonst gehen die Kosten durch die Decke.
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Das ist eine gute Idee, das haben wir bei der Wave ja auch gemacht
Dann würde ich eher jemand in Mesquite suchen, das liegt doch viel näher. Sonst gehen die Kosten durch die Decke.
Ja ich würde auf jeden Fall möglichst in der Nähe suchen.
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Horst, das war eine tolle Tour, danke dass du uns wieder so viele neue Places gezeigt hast! Der Film am Ende ist die Krönung 8)
Ich würde ja am liebsten gleich losziehen, leider sind im Moment immer abwechselnd Josef oder ich krank, vermutlich werden wir nächstes Jahr in Deutschland und Umgebung bleiben, aber es kommen auch wieder bessere Zeiten, spätestens wenn ich in Rente gehe wird eine lange Reise fällig und bis dahin ist die Orange auch weg vom Fenster…
Ich wünsche dir noch viele tolle Reisen :herz:
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Ah, da war er ja sogar noch, der Elephant Rock :).
Herzlichen Dank Horst für den Bericht mit so vielen beeindruckenden Felsen, Formen und Farben! Und das Video hat alles nochmal ganz wunderbar zusammengefasst!