eumerika - das Reiseforum für Europa, Amerika & mehr
Allgemeines => Reisen allgemein => Thema gestartet von: Andrea am 16. Dezember 2013, 09:56:20
-
Hallo zusammen!
Die Idee zu diesem Thema entstand durch den Reisebericht von Sabine (http://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,494.0.html), aber auch meine letzte Reise lief ja aufgrund von Krankheit nicht optimal.
Eine Reisekrankenversicherung sollte ja eigentlich schon Standard sein (oder spart ihr euch das?), aber seid ihr informiert, an wen ihr euch im Fall der Fälle wenden könnt? Wie das Gesundheitssystem in eurem Reiseland funktioniert? Wo das nächste Krankenhaus ist? Ob es deutschsprachige Ärzte gibt?
Oder wählt ihr gar euer Reiseziel auch danach aus, dass es eine "vernünftige" Versorgung gibt?
Ich bin interessiert an allem, was euch zu diesem Thema einfällt!
-
Mir fällt dazu schon mal ein wenig ein:
Ich kenne jemanden, dessen Kardiologe ihm aufgrund seiner Herzkrankheit zwar das Reisen nicht verbietet, aber dringend von diversen Zielen abrät, da dort die 100%ige Versorgung nicht gewährleistet sei. Das sollen angeblich auch die Kanaren sein... :o
Früher hat mich das Gesundheitssystem nicht interessiert. Ich bin einfach darauf los gereist, gerade mal den berühmten "Auslandskrankenschein" in der Tasche. Ich glaube, wenn man jung ist, denkt man vielleicht auch nicht so sehr darüber nach, dass ein Ernstfall eintreten könnte.
Irgendwann in den 90ern trat bei mir dann ein kleiner Ernstfall ein. Eine heftige Erkältung mit Fieber und Schüttelfrost hat mich erwischt. Ebenso meinen damaligen Freund. Es war in Turku, Finnland und wir waren zu einem Austausch dort. Also hatten wir schon mal Einheimische an unserer Seite, die uns ins Krankenhaus brachten. Mit meiner Versicherungskarte und dem Auslandskrankenschein konnten die nicht viel anfangen und notierten nur meine Daten, mein Freund war damals privat versichert über seine Mutter.
Mein Feund hatte nicht mal ein halbes Jahr zuvor seine Milz nach einem Unfall verloren und wir waren sehr in Sorge, da sein Immunsystem noch etwas schwach war. Zum Glück konnte der diensthabende Arzt englisch und wir erklärten ihm dies (Milz heißt übrigens spleen). Er untersuchte uns und schrieb mir ein Rezept aus. Zu meinem Freund sagte er: "so, and you have no liver" Schnell bemerkte er, dass das ja nun nicht stimmen konnte. Auf einem Bild zeigte er dann auf das korrekte Organ... :o Auch mein Freund wurde gründlich durchgecheckt (etwas gründlicher als ich). Wir sollten auf jeden Fall im Bett bleiben und auf keinen Fall wie geplant in 2 Tagen schon zurück reisen.
Das machten wir, 3 Tage später waren wir dann aber auf der Fähre nach Stockholm - es ging uns besser. Eine Rechnung über diesen Arztbesuch haben wir beide nie erhalten...
-
Eine Reisekrankenversicherung ist für uns ein Muss. Die Beiträge dafür habe ich auch schon für fast mein ganzes Leben raus bekommen, da ich sie schon in Anspruch genommen habe.
Vorbereiten tun wir sonst nichts weiter. Ich weiß ja nicht, wo ich evtl. zu welchem Arzt muss. Aber da es inzwischen an fast jeder Ecke der Welt Internet gibt, ist eine schnelle Recherche vor Ort kein Problem.
Ich musste das vor einigen Jahren in Vietnam machen, da bin ich umgeknickt und wollte das abklären lassen, weil ich in dieser Hinsicht etwas "vorgeschädigt" bin. Also im Internet die nächste internationale Klinik rausgesucht, angeblich sollten die dort deutsch sprechen, nur war derjenige Arzt gerade nicht da. Aber es ging auch in Englisch, geröntgt, Verband bekommen und die Gewissheit gehabt, dass es nichts Schlimmeres ist. Kostete um die 250$, die die AuslandsreiseKV zu Hause auch anstandslos übernommen hat.
Meine Reiseziele wähle ich nicht nach der medizinischen Versorgung aus. In den meisten Ländern gibt es zumindest in größeren Städten eine vernünftige medizinische Versorgung, wenn man Geld (oder eine KK) hat. Und wenn ich irgendwo außerhalb dieser bin, muss ich im E-Fall eben sehen, wie ich dahin komme. Aber darüber mache ich mir vorher keine Gedanken, da findet sich schon eine Lösung.
-
Eine Reisekrankenversicherung sollte ja eigentlich schon Standard sein (oder spart ihr euch das?)
Also die paar Euro zu sparen wäre definitiv Dummheit - das ist ganz an der falschen Stelle gespart. Ich habe eher das Gegenteil geschafft in meinem Tran, ich habe inwischen drei(!) Reisekrankenversicherungen... (ja, ich weiß, ich muss mal an die Kündigung denken).
Oder wählt ihr gar euer Reiseziel auch danach aus, dass es eine "vernünftige" Versorgung gibt?
Eigentlich nicht. Ich denke da gar nicht drüber nach, wenn es passiert, dann passiert es halt. Wir sind auch noch so gut wie nie in "kritischen" Ländern gewesen, ich vertraue generell auf die grundsätzliche Infrastruktur des jeweiligen Gastlandes.
Das sollen angeblich auch die Kanaren sein... :o
Mit Verlaub - das halte ich für eine wilde Behauptung eines sicherlich nicht gut informierten Arztes. Ich würde eher noch das Gegenteil vermuten (resp. ich war ja schon sehr häufig auf den Kanaren). Zum einen ist das mit Spanien als Mutterland ein hochentwickeltes Land wie Westeuropa im allgemeinen, zum zweiten gibt es gerade auf den Kanaren viele deutsche Rentner, die dort u.a. Langzeiturlaub verbringen, die sicherlich teilweise auch versorgt werden müssen. Gerade deswegen gibt es dort auch viele deutschsprachige Ärzte.
Allenfalls auf den ganz kleinen Inseln könnte die Infrastruktur vielleicht etwas dünn sein, aber in den Hochburgen Gran Canarias und Teneriffas etc. gibt es sicherlich eine adäquate Versorgung. Ich hätte da jedenfalls keinerlei Bedenken.
-
Ich denke da auch wie Rainer: Wenns passiert, dann passiert es halt.
Wenn ich irgendein bestimmtes Leiden hätte, wo ich entsprechende Medikamente oder im Notfall eine umgehende Versorgung bräuchte, würde ich mich da wahrscheinlich genauer informieren und die Reise/Reiseziel entsprechend planen.
Eine Reisekrankenversicherung haben wir - das ist für uns schon wichtig.
-
Eine Reisekrankenversicherung ist für uns ein Muss. Die Beiträge dafür habe ich auch schon für fast mein ganzes Leben raus bekommen, da ich sie schon in Anspruch genommen habe.
An den paar Kröten sollte man wirklich nicht geizen und in einem Florida-Urlaub war ich einmal sehr froh darum.
-
Eine Auslandsreisekrankenversicherung gibt's ja schon für unter 10 €.
Wer da spart ....
Ich war bisher in Südafrika mit meiner Tochter und in Island selbst beim Arzt.
In Namibia hat die Apotheke letztendlich gereicht.
Gedanken darüber wo es im Urlaub einen Arzt oder eine Klinik gibt mache ich mir nicht.
Nur einmal als ich mit Zahnschmerzen nach Südafrika geflogen bin habe ich mir in Kapstadt für den Fall des Falles am Abflugtag schnell noch für den Notfall eine Adresse gegoogelt. Der GinTonic hat dann aber dafür gesorgt, daß ich die nicht brauchte ..... ;)
-
Klar, die Auslandskrankenversicherung ist ein Muss.
Nachdem ich ja seit ein paar Jahren immer häufiger alleine im Ausland unterwegs bin, versuche ich auch, immer eine Reiseapotheke dabei zu haben, die das nötigste für die Behandlung von häufigen Wehwehchen oder kleineren Verletzungen abdeckt. Es ist halt was anderes, ob man mit Kopfschmerzen / Erkältung / Magen-Darm-Grippe / kleinen Sturzblessuren usw. im Hotelzimmer liegt und der Partner geht auf Apothekensuche oder ob man sich in dieser Situation auch noch selbst raus auf die Straße schleppen und sich um alles nötige kümmern muss. Ja, und natürlich informiere ich mich vorher über mögliche gefährliche Krankheiten im Urlaubsland und nehme ggfs. die empfohlenen Stand-by-Medikamente mit. Allerdings würde ich mich wohl erst mal zum Arzt begeben, bevor ich anfange, mich auf eigene Faust gegen Malaria zu behandeln. 8)
Die Gefahr, im Urlaub ernsthaft zu erkranken, ist eigentlich meine größte Sorge beim Allein-Reisen. Ich habe mir im jugendlichen Alter in Frankreich mal das Schlüsselbein gebrochen, und denke heute noch mit Schaudern an das französische Krankenhaus zurück, in dem ich beinahe operiert worden wäre.
-
Was ist eine "vernünftige Versorgung"?
Wenn ich an meinen letzten KH-Aufenthalt hier in D denke, bekomme ich immer noch das kalte Grauen! Von einem Ärzte-Fehler zum nächsten. Aber ich lebe noch ... ^-^
Ansonsten Auslandsschutz ist klar. Dann noch eine kleine Reiseapotheke, mit den üblichen Standard-Medis (+ den ärztlich Verordneten). Bis auf diverse Apotheken-Besuche war bisher bei uns (toi toi toi) kein weiterer Bedarf an ärztlicher Behandlung während eines Urlaubes.
Wenn, dann würden wir uns vorort informieren. Ich suche mir vor einer Reise wirklich oft viele Adressen raus, die man eventuell gebrauchen könnte, aber Ärzte oder Krankenhäuser waren noch nicht dabei. Gerade bei Rundreisen könnte es zu einer Mega-Aufgabe werden. Für jede Ecke einen Allgemeinarzt, Zahnarzt, Hautarzt, Frauenarzt (ersatzweise einen Urologen), vielleicht noch einen Orthopäden? Und noch die vorhandenen KHs mit den speziellen Abteilungen.
Der Urlaubsordner würde jedenfalls um ein paar Seiten dicker werden ;)
-
Hi,
bei Auslandskrankenversicherungen sind wir mittlerweile wohl auch überdeckt: Krankenkasse, ADAC, Skiverband ::) Gebraucht haben wir das auch schon eins ums andere Mal, aber toi, toi, toi nichts schlimmes.
Außerdem haben wir immer eine kleine Reiseapotheke dabei und mehrere Kreditkarten ;) Mit der Krankenkassenkarte und Auslandskrankenschein sind wir noch nie weitergekommen. Große Gedanken im Voraus mach ich mir sonst nicht, vertraue darauf, dass Hozel/Motel/Campingplatz/FeWo Rezeption schon einen Arzt empfehlen kann 8) Allerdings waren wir auch noch nicht in Gegenden, wo es mit der ärztlichen Versorgung kritisch werden könnte
-
Eine Reisekrankenversicherung sollte ja eigentlich schon Standard sein (oder spart ihr euch das?), aber seid ihr informiert, an wen ihr euch im Fall der Fälle wenden könnt?
Nachdem ich dieses Jahr aus der Notaufnahme des Mesa View Hospital in Mesquite NV meine Krankenversicherung angerufen habe: Ja ;)
Das war vielleicht ne schwere Geburt. Das Krankenhaus wollte mir das mit der Versicherung wohl nicht glauben, also durfte ich erstmal $750 (inklusive Discount) selbst zahlen und mir dann zurück in Deutschland das Geld wieder holen. Und natürlich kam dann noch eine zusätzliche Rechnung des behandelnden Arztes. Yay.
Also beim nächsten Mal bin ich drauf vorbereitet.
ich habe inwischen drei(!) Reisekrankenversicherungen...
Ich glaub das ist normal. Im Leistungsfall will die Versicherung ja als erstes wissen, ob du noch anderen Reisekrankenschutz hast (durch ADAC, DRF, Kreditkarte, Fluggesellschaft, Reisebüro etc.). Wenn ja teilen die das untereinander auf.
-
Also ich bin auch total unvorbereitet.... Vielleicht sind wir auch deswegen nicht in den USA zu einem Arzt gegangen (wobei mein deutscher Arzt mich auch nur ins Bett geschickt hätte mit einer Empfehlung, welche Medis ich mir aus der Apotheke holen soll). Für Heiko wäre aber die frühzeitige Einnahme eines Antibiotikums sinnvoll gewesen.
Ich würde mich vor einer nächsten Reise tatsächlich schlau machen, ob die Versicherung über meine Kreditkarte alles abdeckt, was ich meine, was wichtig sein könnte. Und eine Telefonnummer dabei haben, damit ich einen Ansprechpartner sowohl bei der Reiseversicherung als auch bei meiner Krankenversicherung habe. Am liebsten mit 24/7 Service.
Und wie geht das weiter? Angenommen dem schlimmen Fall eines Schlangenbisses. Eine Dosis Gegengift liegt - wie ich anderswo mal gelesen habe - bei $10.000. Das allein schon gibt meine Kreditkarte gar nicht her. Und dann?
Und wenn eine Behandlung erfolgen und bezahlt werden kann, welche Unterlagen braucht man dann dringend in Deutschland, um sein Geld wieder zu bekommen? Nicht dass ich irgendwo im Nirgendwo eine Behandlung hatte, eine Rechnung darüber und meine Versicherung sagt dann: "Jaaaa, aaaaber sie hätten sich Formular X1-23b unterschrieben, gestempelt und mit 2 beglaubigten Kopien mitgeben lassen müssen. So zahlen wir nicht" Na toll! Wie kommt man dann an so was im Nachhinein ran, wenn das irgendwo in einer Dorfklinik in Kasachstan war? Doch wohl eher nie und in der Zwischenzeit muss ich einen Kredit aufnehmen, damit ich die Behandlungskosten abstottern kann...
Fragen über Fragen...
-
Und wie geht das weiter? Angenommen dem schlimmen Fall eines Schlangenbisses. Eine Dosis Gegengift liegt - wie ich anderswo mal gelesen habe - bei $10.000. Das allein schon gibt meine Kreditkarte gar nicht her. Und dann?
Dann bekommst du eine Rechnung und zahlst die von zu Hause aus. Jeder Notfall wird in den USA erst mal kostenlos behandelt. Mein Sohn hat das auch so erlebt, er war ja ohne KK unterwegs, wurde behandelt und uns sogar zum Hotel gebracht.
Und ich vermute mal, dass das überall auf der Welt so sein wird. Kein Arzt, Krankenhaus usw. kann ja erst mal das Limit deiner KK prüfen, ehe du behandelt wirst.
Und wenn eine Behandlung erfolgen und bezahlt werden kann, welche Unterlagen braucht man dann dringend in Deutschland, um sein Geld wieder zu bekommen? Nicht dass ich irgendwo im Nirgendwo eine Behandlung hatte, eine Rechnung darüber und meine Versicherung sagt dann: "Jaaaa, aaaaber sie hätten sich Formular X1-23b unterschrieben, gestempelt und mit 2 beglaubigten Kopien mitgeben lassen müssen. So zahlen wir nicht" Na toll! Wie kommt man dann an so was im Nachhinein ran, wenn das irgendwo in einer Dorfklinik in Kasachstan war? Doch wohl eher nie und in der Zwischenzeit muss ich einen Kredit aufnehmen, damit ich die Behandlungskosten abstottern kann...
Nach meiner Erfahrung reichen die Rechnungen.
Und im E-Fall könnte ein Arzt oder eine Klinik, die nicht in der Lage wären, dir im Nachhinein auch noch die evtl. notwendigen Unterlagen zu übersenden, das Geld hier auch nicht eintreiben.
-
ob die Versicherung über meine Kreditkarte alles abdeckt
Bist Du tatsächlich "nur" über die Kreditkarte Reisekrankenversichert? Das solltest Du in der Tat vor der nächsten Reise dringend überprüfen. Wir hatten eine entsprechende Diskussion vor Jahren um usa-reise Forum, ich kenne einen Test der Stiftung Warentest, wo bis auf eine einzige(!) Kreditkarte die Versicherungsleistungen der Kreditkarten unzureichend abgeschnitten haben.
Bei ganz vielen Kreditkarten (aber auch bei "schlechten" Anbietern) hast Du einen schrecklich hohen Selbstbehalt - bis hin zu 20% der Behandlungskosten (rechne Dir mal das Schlangengift damit aus....). Das ist eine Katastrophe!
Bei den normalen Versicherungen gibt es einige, die vollkommen ohne Selbstbehalt und ohne Grenzen versichern, da ich Tranfunzel vergessen hatte, dass wir sowieso u.a. beim ADAC eine Familienreiseversicherung abgeschlossen haben, habe ich dann noch bei der HUK24 eine Versicherung abgeschlossen - die kostet pro Person gerade mal 6,-€ pro Jahr und ist mit "sehr gut" bewertet worden.
Bei der Abwicklung ist der ADAC und auch die HUK sehr unkompliziert, im Prinzip musst Du die nur anrufen und im Zweifel kümmern die sich um den Rest (soweit Du es nicht selbst abwickeln willst). Ich habe in unsere Handys die Telefonnummern und Vertragsnummern reingehackt (und ich habe einen Ausdruck der HUK dabei), das muss reichen im Fall der Fälle.
-
Ich gehe jedes Jahr vor dem ersten Auslandsaufenthalt zur Volksbank und schließe bei der SDK eine Auslandskrankenversicherung für die ganze Familie ab. Ich weiß grad nicht mehr den genauen Betrag, aber ich glaube das letzte Mal lag das um die 23-24 Euro für 2 Erw. und 2 Kinder.
Diese Versicherung kann man auch so abschließen, dass sie sich jährlich verlängert. Das wollte ich immer mal machen, habe es aber jedes Mal vergessen bzw. auf das nächste Jahr verschoben.
Nächstes Jahr mache ich es entweder genauso, oder wir schließen gleich eine Dauerversicherung bei der SDK oder beim ADAC ab. Da wollte ich schon immer mal den Preis und die Leistungen vergleichen.
Im Urlaub selbst ist mir die Versorgung im Krankheitsfall bei der Wahl des Urlaubszieles nicht wichtig. In extrem abgelegene Gegenden reisten wir bisher nicht, aber es gab sicher Situationen, wo es im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit sehr viele Stunden gedauert hätte, bis Hilfe gekommen wäre.
Das gilt aber im Grunde auch für viele Situationen im ganz normalen Alltag. Wenn es dumm läuft, und man irgendwo im Graben landet oder eine Treppe runterfliegt, kann es auch dauern, bis jemand das entdeckt.
Viele Grüße, Petra
-
dass man eine Reisekrankenversicherung braucht sollte eigentlich klar sein (außer vielleicht man fährt in angrenzende EU Länder). Ich habe zusätzlich eine Reiseabbruchsversicherung (genau genommen ist das ein Rundumsorglospaket um die Reisekrankenversicherung drum rum).
Die übernimmt auch alle Folgekosten wenn man einen gebuchten Urlaub abbrechen muss, also alles was gebucht und nicht mehr kostenlos stornierbar ist wird übernommen. Die Versicherung hatte mir ein Kollege empfohlen, der sie kurz nach Abschluß tatsächlich gebraucht hat: er hat sich in einem Skikurs am ersten Tag verletzt. Die Versicherung hat ihm fast den ganzen Kurs (außer den ersten Tag) und die Hotelkosten rückerstattet. Eine feine Sache. Kostet ungefähr 100 € pro Jahr bis 5000 € Kostenerstatteung (wenn ich mich recht erinnere, vielleicht waren es auch 10000). Das ist dann natürlich Luxus, aber wir buchen ja manchmal auch geführte Rundreisen und wenn man so einen Urlaub abbrechen muss, ist das schon ein finanzieller Verlust.
-
Die 5000€ beziehen sich jetzt aber allein auf den Reiseabbruch, oder? Krankheitskosten können ja doch schnell mal nach oben schießen - weit über 5000 oder 10000€...
Aber für 100€ im Jahr muss man schon häufiger im Jahr verreisen oder sehr teure Reisen machen, damit sich das lohnt. Eine Pauschalreise nach Griechenland für 1500€ wäre ja sonst gnadenlos überversichert...
-
Das halte ich auch für zu teuer. So eine Reiseabbruchversicherung würde ich endgültig nicht mehr "einfach so" pauschal buchen (für die ganzen USA Reisen bringen die nichts).
Der große Unterschied ist insbesondere der, dass das finanzielle Risiko nicht unabwägbar ist, die Kosten sind genau festgelegt. Das würde ich (wenn überhaupt) konkret anläßlich einer entsprechend teuren Reise abschließen (beispielsweise eine teure Kreuzfahrt).
Eine feine Sache. Kostet ungefähr 100 € pro Jahr bis 5000 € Kostenerstatteung (wenn ich mich recht erinnere, vielleicht waren es auch 10000).
10.000,-€ ist zu hoch - die günstigste Versicherung versichert Paare 114,-€ pro Jahr, max. Reisepreis 6.000,-€, allerdings inkl. Selbstbeteiligung. Ohne Selbstbeteiligung beträgt die Versicherung 169,-€ (ERV Reiserücktritt + Reiseabbruch XL).
Die letzte Reise, die ich auf diese Weise versichert hätte (und habe) fand bei uns 2004 statt (Karibikkreuzfahrt).
-
Die 5000€ beziehen sich jetzt aber allein auf den Reiseabbruch, oder? Krankheitskosten können ja doch schnell mal nach oben schießen - weit über 5000 oder 10000€...
ja das bezieht sich nur auf die Kosten für den Reiseabbruch, für Krankheitskosten wäre das ja ein Witz.
-
Was man natürlich machen kann:
die ADAC Goldkarte (Doppelkarte). Das ist sicher ein attraktives Angebot, wenn man die hier genannten Versicherungsleistungen haben möchte. Die Konditionen sind sehr gut:
a) Reisekrankenversicherung "mit allem drum und dran"
b) Reiserücktritt- und Reiseabbruch mit 100,-€ Selbstbehalt (das ist durchaus erträglich), bei Krankheit allerdings 20% Selbstbehalt (was allerdings viele Anbieter haben), finde ich aber auch noch vertretbar. Dafür ist jede Reise bis zu 10.000,-€(!) versichert (max. Dauer 45 Tage)
c) KFZ Haftpflichtversicherung für Mietwagen im Ausland, inkl. USA. Sehr interessante Option! Denn bei Alamo ist seit einiger Zeit im Standardtarif (der sonst eigentlich schon ausreicht mit Vollkasko ohne SB) nur noch die staatliche Haftpflicht inkludiert (meistens nicht mehr als 20.000,-$). Der ADAC versichert dann ergänzend auf 1.000.000,-€. Durch diese Versicherung wird das Standard Paket zur sehr attraktiven Mietvariante
d) jede Menge Kleinkram 3% Rabatt an allen deutschen Tankstellen, Erstattung der Gebühr bei Sitzplatzreservierung im Flieger (sicher auch für manche interessant) u.v.m.
Die Karte kommt als Doppelkarte (Mastercard/VISA) und die Gebühr beträgt 89,-€ pro Jahr. Das ist eine gelungene Alternative zu den ganzen Einzelpaketen.
-
Genau dies Kartendoppel haben wir, der Tankrabatt gilt übrigens auch im Ausland. Das bringt insbesondere bei unseren WoMo-Touren schon einiges :)
-
Wir haben bisher nur in den USA medizinische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Arzt bzw. Hospital (ambulant) wegen Allergiegeschichten.
Unsere deutschen Krankenversicherungen deck(t)en das 100% ab, eine Zusatzversicherung brauchen wir da nicht. Ok, das Geld muss man vorstrecken.
Hinzu kommt die fast unvermeidliche Versicherung über die Kreditkarte, die auch Reiserücktritt und -abbruch bzw. Heimtransport abdeckt. Wichtig ist mir auch die CDW-Abdeckung durch die CC - allerdings wohl nur in den USA bzw. Canada. Das spart besonders wenn man speziellere Fahrzeuge mietet.
Gut, letzteres ist jetzt off topic.
Gruss
Rolf