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Allgemeines => Reiseberichte => Thema gestartet von: Christina am 03. Mai 2022, 18:01:10

Titel: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 03. Mai 2022, 18:01:10
Hallo ihr Lieben,

als Kontrast zu Paula'a frühsommerlichem Bericht aus dem Süden Europas, könnt ihr bei mir in den frühwinterlichen Norden Europas reisen. Heute gibt es erstmal viel Text, der nächste Reisetag wird dann abwechslungsreicher.

Vorwort

Nach den Pandemieerfahrungen vom Vorjahr hatte ich damit gerechnet, dass ich meinen Nordseeurlaub Anfang Oktober gerade noch so beenden kann, bevor die Infektionszahlen wieder stark ansteigen und Reisen keine so gute Idee mehr ist. Umso erstaunter war ich, als die Zahlen im Laufe des Oktobers nicht anstiegen, sondern verharrten. Natürlich kam da bei mir sofort der Gedanke an einen (in diesem Jahr ja erst zweiten) Urlaub - Flexibilität und die Möglichkeiten zu nutzen, habe ich aus der Coronapandemie gelernt.

Urlaubstage hatte ich noch übrig und auf Peter brauchte ich nicht mehr zu warten, er hatte zwar endlich für Dezember zwei Wochen Urlaub angekündigt, allerdings wollte er die für zwei Weiterbildungen nutzen.

Dann blieb noch die Frage nach dem Reiseziel. Kanaren – da habe ich die Hoffnung auf einen gemeinsamen Urlaub mit Peter irgendwann in der Zukunft noch nicht aufgegeben. Valencia – da gab es einen sehr günstigen Flug und die Chance auf nochmal etwas Wärme vor den Wintermonaten. Oder Kopenhagen, schon länger auf meiner Liste und eines der Ziele, die ich wegen der Touristenmassen nur während der absoluten Nebensaison bereisen möchte. Für Kopenhagen entschied ich mich dann letztendlich wegen der Möglichkeit mit der Bahn anzureisen, da sind die Stornierungsmöglichkeiten wesentlich kundenfreundlicher als bei Flügen (mit LH).

Nur 11 Tage nach meiner Rückkehr von Helgoland habe ich dann das Hotel für Kopenhagen gebucht, einen Tag später die Bahnfahrt – und anders als bei der vorherigen Reise ist es dabei ohne jegliche Umbuchungen oder Stornierungen geblieben.

Tja, und dann kam es wie es kommen musste, in den zwei Wochen vor Reisebeginn stiegen die Coronazahlen doch wieder und zwar ziemlich heftig, gerade auch in Dänemark. Dazu kam, dass mir erst bei der konkreten Planung auffiel, dass es im November schon zahlreiche Weihnachtsmärkte über die Stadt verteilt geben würde, irgendwie hatte ich mit Weihnachtsmärkten erst im Dezember gerechnet. Hoffentlich würden die nicht allzu häufig schöne Motive «verschandeln». Ich war hin- und hergerissen, sollte ich stornieren oder fahren?

Ich entschied mich dazu, die Reise anzutreten, schon fast zwei Jahre lang hatte ich mich im Hinblick auf Reisehäufigkeit, Reiseziel und Reisezeit eingeschränkt, während gefühlt alle anderen trotz Pandemie ständig unterwegs waren, nun wollte ich nicht schon wieder «vernünftig» sein. Die Urlaubsvorfreude war aber natürlich trotzdem mal wieder (fast) dahin.




1. Tag – Freitag, 19.11.

Auch dieser Urlaub startet früh am Morgen, um 6.22 Uhr fährt mein Zug ab, zum Glück nur wenige Schritte von zu Hause entfernt. Peter muss mich diesmal nicht fahren, es gibt keine sinnvolle «Abkürzung» mit dem Auto, der Zug fährt ohne Umsteigen über Worms nach Biblis auf der anderen Rheinseite. Bei einer so frühen Abfahrtszeit hatte ich eigentlich nicht mit Verspätungen schon am Beginn der Reise gerechnet, aber leider doch, sowohl mein Zug nach Biblis, als dann auch der Zug von Biblis nach Frankfurt haben Verspätung. Letztere verhindert zwar, dass ich diesen Zug wegen der Verspätung des ersten Zugs verpasse, macht aber das Erreichen des ICE in Frankfurt sehr unwahrscheinlich (da bin ich allerdings recht entspannt, denn sowohl von Frankfurt nach Hamburg, als auch von Hamburg nach Kopenhagen gibt es zahlreiche Verbindungen am Tag).

Frankfurt erreiche ich dann praktisch erst zur Abfahrtszeit meines nächsten Zugs um 7.58 Uhr, aber wer weiß, vielleicht habe ich noch eine Chance, ich renne so schnell (oder besser langsam) es eben mit Gepäck geht, nehme die «Abkürzungstreppen» (Frankfurt ist ein Kopfbahnhof, da braucht man eigentlich gar keine Treppen, um von einem Gleis zum anderen zu kommen, aber damit man nicht die gesamte Gleislänge ablaufen muss, gibt es Treppen und Unterführungen zwischen den Gleisen) – und tatsächlich, der ICE steht noch da, die Türen sind noch offen.

Der ICE ist verhältnismässig leer, ich setze mich an einen mit nur einer Person besetzten Vierertisch – das ist aber eine schlechte Wahl, gegenüber sitzt ein älterer indisch oder pakistanisch stämmiger Mann, der mir seine ganze (Reise)geschichte erzählt, wegen der Maske und des Akzents kaum zu verstehen, ich nehme mir daher bald meinen Reiseführer zum lesen, dann ist Ruhe. Nun schläft der Mann allerdings ein und – fängt an zu schnarchen und zwar unfassbar laut.

Schon beim nächsten Halt wird dann zum Glück ein nicht reservierter Zweier - Platz in der Nähe frei, so dass ich mich umsetzen kann und bis Hamburg ohne Sitznachbar bleibe.

In Hamburg kommen wir gegen halb zwölf pünktlich an, ich habe 1,5 Stunden Zeit bis zum nächsten Anschluss, perfekt, um Mittagessen zu gehen. Im Bahnhof gibt es zwar zahlreiche Möglichkeiten, aber alles Stehimbisse und ziemlich voll, daher spaziere ich durch die Unterführung hinauf zur Fußgängerzone Mönckebergstrasse und finde in einer Seitenstraße ein nettes Restaurant mit Mittagstisch («Vivet»). Ich bestelle das Tagesgericht Kibbelinge süß-sauer mit Gemüse und Reis und kleinem Vorspeisensalat, dazu einen Cranberry Nektar (EUR 15,00). Lecker und eine nette Unterbrechung der Zugfahrt.

Um ein Uhr geht es dann auf die letzte Etappe der Anreise. Für diesen Abschnitt nach Kopenhagen habe ich eine Sitzreservierung gemacht, da nicht ganz klar war, ob diese zwingend ist (wohl nicht, war scheinbar nur eine Pflicht zu Beginn der Corona Pandemie), hat sich aber gelohnt, da der Zug sehr voll ist (und im Laufe der Fahrt noch voller wird). Es ist ein Zug der dänischen Bahn, sehr breite Sitze, sehr grosse Toiletten, aber farblich eher dunkel und düster, ein Bordrestaurant gibt es nicht, die Zugbegleiterin öffnet immer mal wieder für 10 Minuten einen kleinen Kiosk und verkauft dort Snacks und Getränke. Die Durchsagen sind im Vergleich zur Deutschen Bahn sehr spärlich, es wird eigentlich nur angesagt, welcher der nächste Halt ist.

Nach zwei Stunden erreichen wir die dänische Grenze, trotz Schengen steigen Grenzbeamte ein und kontrollieren bei allen Fahrgästen die Ausweise. Zu Corona gibt es keine Kontrollen, Ungeimpfte brauchen zwar einen negativen Test, aber erst nach 24 h im Land. Und – nun können die Masken ab, während meines Aufenthalts gibt es keine Maskenpflicht in Dänemark, einzige Coronaregel ist 3G in Restaurants und Museen. Ein «Freiheitsgefühl» stellt sich bei mir, anders als erwartet, aber nicht wirklich ein, dafür war die Maske dann wohl doch nicht störend genug.

Die weitere Fahrt zieht sich dann ziemlich, ich gehe mal auf die Toilette, vertrete mir die Beine, trotzdem möchte ich dann irgendwann nur noch ankommen. Wir stehen eine ganze Zeit lang, endlich wird dann mal durchgesagt, dass es sich um eine Baustelle handelt und sich mehrere Züge stauen, wir werden mit einer halben Stunde Verspätung in Kopenhagen ankommen – auch das noch. Schließlich dauert es aber noch länger, mit 45 Minuten Verspätung rollen wir um 18.20 Uhr im Kopenhagener Hauptbahnhof (Koebenhavn H) ein.

Das Hotel kann ich zu Fuß erreichen, es ist natürlich schon lange dunkel, aber auch so ist der Weg nicht zu verfehlen, geradeaus, dann rechts und wieder links, insgesamt 1,2 km, 15 Minuten mit Koffer, leider überwiegend an Baustellen und -zäunen vorbei, aber damit muss man in Kopenhagen leben, es wird scheinbar ständig irgendwo gebaut und erweitert.

Das Hotel «Cabinn Copenhagen» ist gerade mal zwei Jahre alt, ein riesiger Komplex aus zwei Gebäudeteilen mit insgesamt 1202 Zimmern. Die beiden Gebäude sind jeweils in Dreiecksform gebaut, was bedeutet, dass viele Zimmer Fenster zum Innenhof haben, in den «Ecken» dann mit direkter Sicht auf das gegenüberliegende Zimmer, Vorteil dieser Innenhofzimmer ist, dass es ruhig ist, Zimmer nach außen liegen entweder an einer zweispurigen Straße oder den Schienen in Richtung Hauptbahnhof. Dreiecksform bedeutet auch endlos lange und verwinkelte Wege von den Aufzügen zu den Zimmern, mit unzähligen Brandschutztüren dazwischen. Ich habe ein Einzelzimmer mit Kitchenette reserviert, die Möglichkeit sich mal ein heißes Getränk machen zu können, eine Kleinigkeit essen zu können (gerade im Winter und im Hinblick auf die hohen Restaurantpreise in Kopenhagen) und die Lage in Gehweite zum Hauptbahnhof waren die Gründe für meine Wahl des Hotels – und natürlich der Preis. Ich bekomme ein Zimmer im dritten Stock zum Innenhof, mit 12 qm klein, aber mit perfekt durchdachter Einrichtung, sehr angenehm die vielen Fächer und Regale.

Nach dem Einchecken gehe ich gleich nochmal los zum Einkaufen. Nur 500 Meter entfernt ist ein großes Einkaufszentrum (Fisketorvet Mall) u.a. mit zwei Supermärkten. Im Lidl kaufe ich fürs Frühstück ein und ein paar Kleinigkeiten für abends.

Sonst passiert heute nicht mehr viel, es war mal wieder ein sehr langer Anreisetag.

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Wetter: während der Bahnfahrt neblig oder bewölkt, in Kopenhagen bewölkt, starker böiger Wind, ca. 12 °C

Hotel Cabinn Copenhagen 7 Nächte: DKK 3465 = EUR 465,94 (Zimmer mit Kitchenette, inkl. Bettwäsche, Handtücher, Endreinigung, ohne Frühstück, Stornierung kostenlos bis am Anreisetag), gebucht über booking.com
Bahn: EUR 129,80
Sitzplatzreservierung dänischer Zug DKK 60 =EUR 8,07

Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 03. Mai 2022, 20:47:37
Nochmals Erste  ;D

Puh, das war ja eine lange Anreise. Das Zimmerchen sieht ja ganz praktisch aus, besonders die Kitchenette. Gab es da auch eine Kochplatte oder nur die Mikrowelle?

Auch wenn es dieses Jahr nichts wird mit einem Kopenhagen-Besuch bin ich schon gespannt auf deine Erlebnisse
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 04. Mai 2022, 15:40:33
Hallo Christina,

die Anreise war seeeehhhhr lange :girly:. Da wärst du schneller mit dem Flieger in New York gelandet :toothy9:.

Zitat
Und – nun können die Masken ab, während meines Aufenthalts gibt es keine Maskenpflicht in Dänemark, einzige Coronaregel ist 3G in Restaurants und Museen. Ein «Freiheitsgefühl» stellt sich bei mir, anders als erwartet, aber nicht wirklich ein, dafür war die Maske dann wohl doch nicht störend genug.

Echt jetzt, zu der Zeit hattest du keinen Bammel, ohne Maske herumzulaufen? Ich kenne Leute, die trotz Impfung schon dreimal an Corona erkrankten.

Aber davon abgesehen ist es für die Lunge auch nicht gesund, ständig die Fussel einzuatmen :cool2:.

Das Mikroappartement gefällt mir schon mal :thumb:.

Nach dem Frühstück kann es von mir aus losgehen  :adieu:.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 04. Mai 2022, 18:06:36
Schön, dass ihr dabei seid, Susan und Ilona.

Puh, das war ja eine lange Anreise. Das Zimmerchen sieht ja ganz praktisch aus, besonders die Kitchenette. Gab es da auch eine Kochplatte oder nur die Mikrowelle?

Nur Mikrowelle, ich brauche aber auch keine Kochplatte, wenn ich alleine im Urlaub bin, da esse ich im Restaurant und eventuell irgendein Fertiggericht aus der (Tief)kühltruhe ;D Aber es gab in den Bewertungen schon einige, die das bemängelt hatten.

die Anreise war seeeehhhhr lange :girly:. Da wärst du schneller mit dem Flieger in New York gelandet :toothy9:.

Zitat
Und – nun können die Masken ab, während meines Aufenthalts gibt es keine Maskenpflicht in Dänemark, einzige Coronaregel ist 3G in Restaurants und Museen. Ein «Freiheitsgefühl» stellt sich bei mir, anders als erwartet, aber nicht wirklich ein, dafür war die Maske dann wohl doch nicht störend genug.

Echt jetzt, zu der Zeit hattest du keinen Bammel, ohne Maske herumzulaufen? Ich kenne Leute, die trotz Impfung schon dreimal an Corona erkrankten.

Aber davon abgesehen ist es für die Lunge auch nicht gesund, ständig die Fussel einzuatmen :cool2:.

Die Anreise war schon lang, mit dem Flugzeug, was ja auch möglich gewesen wäre, hätte ich mir ein paar Stunden gespart, wäre aber deutlich teurer gewesen (und eben die Stornoproblematik) aber ich plane ja immer genügend Zeit vor Ort ein, daher muss ich auch nicht schon am Anreisetag mit dem Sightseeing beginnen.

Na ja, ein bisschen mulmig ohne Maske war mir schon, aber wenn alle, auch die Grenzpolizisten und Schaffner ohne Maske herumlaufen, habe ich das halt auch gemacht und ist ja auch gutgegangen (klar kann man auch mit Impfung erkranken). Aber dass die Maske nicht gut für die Lunge ist, ist ja nicht zutreffend, da gibt es ausreichend Studien, außerdem wären sonst Ärzte, Krankenschwestern und Leute in sonstigen Berufen mit Maskenpflicht schon lange vor und unabhängig von Corona alle nach einiger Zeit lungenkrank.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Rainer am 04. Mai 2022, 20:02:24
Ich kenne Leute, die trotz Impfung schon dreimal an Corona erkrankten.

Um Welten besser als ungeimpft nur einmal zu erkranken und danach nur noch sehr selten gesehen zu werden.... Das Dumme daran ist, dass man das vorher nicht weiß und nachher ist es zu spät.

Manchmal glaube ich, dass die Leute es mißverstehen WOLLEN: die Impfung schützt PRIMÄR vor einer schweren Erkrankung. Nicht vor der Infektion an sich. Das wurde eigentlich von Anfang an auch so kommuniziert. Es ist ein angenehmer Nebeneffekt, dass sie AUCH vor Ansteckung schützt, aber selbstverständlich nicht annähernd zu 100%.

Aber davon abgesehen ist es für die Lunge auch nicht gesund, ständig die Fussel einzuatmen

Was für Fussel? So ein Quatsch, es ist allenfalls anders herum, die FFP2 Maske filtert Fussel, wenn überhaupt.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 05. Mai 2022, 18:19:21
2. Tag – Samstag, 20.11.

Mein erster Weg heute Morgen führt mich wieder zum Hauptbahnhof. Gegen viertel vor neun verlasse ich das Hotel, direkt gegenüber liegt ein weiteres Hotel, das Tivoli Hotel.

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Ich nehme aber nicht den direkten Weg zum Bahnhof, sondern werfe zunächst einen Blick auf die Gebäude am Kanal bei der Fisketorvet Mall, da konnte ich gestern Abend nicht viel sehen, da es ja schon dunkel war. Sehr interessant, hierher werde ich in den nächsten Tagen auf jeden Fall nochmal kommen.

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Dann nehme ich die Brücke über die Bahnschienen und kann mich schonmal darin üben, den vielen Fahrradfahrern nicht in die Quere zu kommen. Zum Glück gibt es in Kopenhagen fast immer eine eigene Spur für Fahrräder, an Kreuzungen und beim Überqueren von Strassen muss man aber natürlich trotzdem aufpassen. Selbst mit dem Fahrrad hier unterwegs zu sein, würde ich mich eher nicht getrauen, zumindest würde ich die morgendliche und abendliche Rushhour meiden, denn in der Stadt wird mit einer extrem hohen Geschwindigkeit gefahren, es wird viel überholt, oft bei Gegenverkehr und es sind wirklich Massen an Fahrradfahrern unterwegs. Interessant, fast niemand trägt einen Helm und auch E-Bikes sind die Ausnahme.

Durch das Viertel Vesterbro spaziere ich dann in Richtung Hauptbahnhof. Heute ist es «das» Ausgehviertel von Kopenhagen, früher war es Rotlichtviertel und der an die Bahnschienen angrenzende Teil das Schlachthofviertel. Bei Tageslicht gibt es nicht viel Interessantes zu sehen, eine Kneipe in einer ehemaligen Werkstatt bringt etwas Farbe in das graue Wetter.

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Bei der Tourist Info im Hauptbahnhof kaufe ich die Copenhagen Card. Für EUR 135 kann ich damit 120 h lang alle öffentlichen Verkehrsmittel in Kopenhagen und Umland nutzen, dazu ist der Eintritt in die wichtigsten/meisten Museen und Attraktionen inklusive.

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Die Karte kommt nun auch gleich zum Einsatz, vom Hauptbahnhof nehme ich um 9.15 Uhr die S-Bahn in den südwestlich von Kopenhagen gelegenen Ort Ishøj. Das ist eine Premiere für mich, bei Städtetrips starte ich normalerweise mit meinen Besichtigungen im Stadtzentrum und arbeite mich dann nach außen. Nun starte ich gleich mit einem Ziel in der Umgebung, Grund ist das Wochenende. Bei meiner Hotelbuchung habe ich festgestellt, dass die Unterkünfte dieses Wochenende (und auch an den Wochenenden davor und danach) im Unterschied zu unter der Woche sehr gut (aus)gebucht sind, weshalb ich davon ausgehe, dass es im Stadtzentrum heute und morgen sehr voll sein wird mit Touristen, Partygängern und Einheimischen, die zum Shoppen in der Stadt unterwegs sind. Daher stehen also heute und morgen Ziele außerhalb der Stadt auf meinem Plan.

Nach 30-minütiger Fahrt erreiche ich Ishøj. Hier möchte ich das Arken Museum für Moderne Kunst besuchen. Das Museum liegt etwas außerhalb der Stadt direkt am Meer, es soll einen netten Spazierweg dorthin geben (und es fährt auch ein Bus). Obwohl ich mir einen Google Maps Ausdruck vom Weg gemacht habe, habe ich erstmal Schwierigkeiten den Weg zu finden, da ich mir hinsichtlich der Richtung in die ich gehen muss, nicht sicher bin. Daher frage ich einen Passanten nach dem Weg. Er kann mir nicht helfen, aber die Dame, die ich als zweite anspreche, ist sehr hilfsbereit, sich aber auch nicht ganz sicher hinsichtlich des richtigen Wegs, sie fragt deshalb eine weitere Passantin, die sich sehr gut auskennt und mir den Weg genauestens beschreibt. Witzigerweise beginnt dann zwischen den beiden Damen eine Diskussion darüber, ob es besser ist, mit dem Bus zum Museum zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Das ganze Gespräch wird in bestem Englisch geführt.

Ich hatte ja vorab schon festgestellt, dass es ca. 20 Minuten zu Fuß zum Museum sind und da das Wetter ganz brauchbar ist, brauche ich dafür keinen Bus. Zuerst geht es durch ein Wohngebiet, dann führt ein Fuß- und Fahrradweg durch die flache Landschaft. Für Abwechslung sorgen die roten Straßenlaternen, die in allen möglichen Verrenkungen aufgestellt sind, eine sehr nette Idee.

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Kurz vor dem Museum gibt es dann auch schon Kunst zu sehen,

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dann taucht das weiße Gebäude plötzlich auf - ein gestrandetes Schiff war die Idee des siegreichen 25-jährigen Architekturstudenten, der diesen Vorschlag beim Wettbewerb für das Museum einreichte und genauso wirkt es.

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1996 wurde das Arken Museum eröffnet, der Park mit den Kunstwerken drumherum wird seit 2015 gestaltet und erweitert. Ich schaue mir die Kunstwerke um das Museum herum an und gehe dann durch die Dünen bis an den Strand. Ach wie schön, als ich vor ein paar Wochen Helgoland verließ, hatte ich nicht damit gerechnet, sobald wieder am Meer zu sein. Um ein Foto des Holzstegs machen zu können, muss ich ein paar Minuten warten, da gerade ein älterer Herr sich auszieht (ja, komplett) und ins Wasser steigt, puh, da friere ich schon beim Zusehen. Recht schnell ist das Bad dann beendet, der Mann wieder angezogen, der Holzsteg ist nun menschenleer.

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Gegen 11 Uhr betrete ich dann das Museum, der Eintritt ist in der Copenhagen Card inkludiert und als 3G Nachweis zeige ich meine Impfung in der CovPass App. Die wird nicht gescannt, sondern nur angeschaut (scheinbar konnte die Dame an der Kasse deutsch ;D, denn zum damaligen Zeitpunkt stand auf der ersten Seite der App «Impfzertifikat gültig seit…», darüber hinaus ließ sich ja nichts erkennen, außer man hätte auf die nachfolgenden Seiten mit den Impfdetails geschaut, was auch nicht gemacht wurde).

Im Untergeschoß kann ich Jacke und Tasche in einen der Spinde einschließen (sehr praktisch die Zahlenschlösser, so braucht man keine Münze, man sollte sich allerdings nicht nur den eigenen Code merken, sondern auch die Nummer des Spinds ;D) und die Toilette nutzen.

Das Museum feiert 2021 25-jähriges Jubiläum, dazu werden die interessantesten Stücke der dauerhaften Sammlung ausgestellt. Da ist einiges interessantes dabei, aber auch extrem «moderne» Kunst, bei der sich mir der Sinn überhaupt nicht erschließt.

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Ein zweite Ausstellung ist vom iranisch-dänischen Künstler Farshad Farzankia gestaltet, er malt großflächige Bilder mit viel rot, schwarz und blau. Gegenstand der Bilder sind verschiedene aktuelle Themen, gefällt mir richtig gut.

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Die dritte Ausstellung ist eine Sammlung von Stücken unter dem Oberbegriff «Flowers in Art». Es werden Bilder, Installationen und Skulpturen aus unterschiedlichen Kunstepochen gezeigt, die das Thema Blumen zum Inhalt haben. Eine tolle Idee finde ich. Auch von den Räumlichkeiten des Museums bin ich begeistert, es ist alles sehr offen und luftig, mit ganz viel Platz zwischen den Exponaten und auch viel Tageslicht.

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Zum Museum gehört auch ein Café/Restaurant, in das ich zum Mittagessen gehe. Wenn man sich die Karten verschiedener Restaurants in Kopenhagen anschaut, dann taucht im Bereich «Lunch» ein Begriff ständig auf, «Smørrebrød» oder in der englischen Fassung der Karten «Open faced Sandwich». Dieses «belegte Brot» gibt es in unzähligen Varianten, ist aber oft das Einzige, was es zur Mittagszeit gibt. Auf jeden Fall sehr speziell und ich war zu Beginn der Kopenhagenreise schon gespannt, was das so serviert werden wird.

Das Museumsrestaurant ist gegen 12 Uhr schon gut besucht, ich finde aber noch einen Platz, sogar mit Blick bis zum Meer. Ich bestelle, was auf der englischen Karte als «meat platter» bezeichnet wird, dazu ein Mineralwasser (EUR 22,19 – die ungeraden Zahlen kommen vom Umrechnen von DKK in EUR, Trinkgeld wird in Dänemark nicht gegeben). Das «Smørrebrød» wird sehr kunstvoll dekoriert serviert und besteht aus verschiedenen Wurst- bzw. Fleischsorten, mehreren Scheiben Brot und Butter, es schmeckt sehr gut und unterscheidet sich dann doch von einem einfachen Sandwich.

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Nach dem Essen spaziere ich zurück zum Bahnhof von Ishøj, von dort nehme ich die S-Bahn, die mich ohne Umsteigen durch Kopenhagen durch nach Nordwesten in das Städtchen Hillerød bringt. Gegen 14 Uhr komme ich dort an und anders als heute Vormittag finde ich die Ausschilderung zu meinem Ziel, dem Schloss Frederiksborg, sofort. Es sind wieder ca. 20 Minuten Fußweg durch die nette Kleinstadt Hillerød bis zum Schloss. Dieses liegt auf drei Inseln in einem See und wurde Anfang des 17. Jh. gebaut (der heutige Bau ist allerdings nicht mehr das Original, das wurde durch ein Feuer 1859 zerstört, der Carlsberg Gründer Jacobsen liess es wieder aufbauen). Es ist das größte Renaissance Schloss in Skandinavien, leider ist einer der Türme eingerüstet. Ebenfalls leider ist eine Besichtigung von November bis März nur bis 15 Uhr möglich, ich habe mich aber trotzdem dazu entschlossen herzukommen, da das Schloss auch ohne eine Innenbesichtigung für mich interessant ist.

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25 Minuten vor 15 Uhr bin ich am Eingang und ich darf sogar noch hinein. Die Dame an der Kasse sagt mir aber gleich, dass ich mich sehr beeilen müsse. Dann verzögert sie aber alles, weil ihr der Blick auf meine CovPass App nicht reicht, einfach mit einer Check App scannen kann sie scheinbar auch nicht, daher muss ich sie durch die «Unterseiten» der App, wo die beiden Impfungen mit Datum und sonstigen Details dokumentiert sind, führen, dann noch meinen Personalausweis zeigen und alles Mögliche erklären. Hinter mir haben sich noch ein paar Leute angesammelt, die versuchen, sich vorzudrängeln, da sie die dänische Impf/Test-App haben, die Dame weist sie mit deutlichen Worten zurück. Dann kann ich endlich hinein, schnell noch meine Jacke und Tasche einschließen und dann geht es im Schnelldurchgang durch das Schloss. Ruhe zum Schauen habe ich nicht, aber für einen kurzen Überblick über Pracht und Pomp reicht es, die Ausstellung, im Schloss ist das Nationalhistorische Museum untergebracht, interessiert mich sowieso nicht so besonders. Der Eintritt ist in der Copenhagen Card inklusive, sonst hätte ich wegen der Kürze der Besichtigungszeit sowieso darauf verzichtet.

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Nach der Innenbesichtigung schlendere ich ohne Zeitdruck um das Schloss herum (die Anlage ist zum Glück weiterhin geöffnet) und durch den Schlossgarten, ein Barockgarten von 1725, der in den 1990iger Jahren restauriert wurde, allerdings sind die Wasserkaskaden (winterbedingt nehme ich an), abgeschaltet und jahreszeitlich bedingt hält sich die Pflanzenpracht natürlich auch stark in Grenzen. Im Park gibt es außerdem noch ein zweites, weit kleineres Schloss.

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Durch die Fußgängerzone von Hillerød gehe ich zurück in Richtung Bahnhof, ich würde gerne noch einen Kaffee trinken, aber jetzt kurz vor 16 Uhr sind die Laden- und Café Betreiber gerade alle dabei, abzuschließen. Direkt im Bahnhofsgebäude ist dann aber doch noch ein Cafè geöffnet, eine Filiale der Kette «Lagkagehuset», hier bekomme ich einen großen Cappuccino und ein leckeres Schokoküchlein (EUR 10,49).

Gegen 17.30 Uhr bin ich wieder im Hotel. Nach einer kurzen Pause gehe ich nochmal los, am Wasser entlang kann man (Kopenhagen ist von Kanälen durchzogen, vom Hotel braucht man nur die Straße zu überqueren und zwischen den dort stehenden Häusern durchgehen, dann ist man schon am Wasser) auf einem Fuß-/Radweg in ca. 15 - 20 Minuten bis ins Stadtzentrum spazieren. Ich bin auf der Suche nach interessant beleuchteten Gebäuden/Bauten (denn es ist natürlich schon lange dunkel, je nach Wetter ist es zurzeit ab 15.30 Uhr dämmerig, spätestens ab 16.30 Uhr ist es dunkel) und werde auch fündig: auf der anderen Kanalseite ist die moderne (Fußgänger und Fahrrad) Brücke «Cirkelbroen» toll beleuchtet. Die Brücke ist ein Geschenk einer Wohltätigkeitsorganisation an die Stadt Kopenhagen, wurde vom Künstler Olafur Eliasson entworfen und 2015 eröffnet. Ich packe mein extra für diese Reise gekauftes Reisestativ aus und mache einige Fotos. Danach geht es wieder zurück ins Hotel, es weht ein kalter Wind, für weitere Nachtfotos bleiben mir ja noch einige Abende.

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Wetter: bewölkt, kurze sonnige Abschnitte, kalter böiger Wind, ca. 10°C
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 06. Mai 2022, 16:02:10
Du bist wieder viel gelaufen :beifall:.

Zitat
Um ein Foto des Holzstegs machen zu können, muss ich ein paar Minuten warten, da gerade ein älterer Herr sich auszieht (ja, komplett) und ins Wasser steigt, puh, da friere ich schon beim Zusehen. Recht schnell ist das Bad dann beendet, der Mann wieder angezogen, der Holzsteg ist nun menschenleer.

Hast du etwa gespannt (http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_022.gif) :totlach: ?

Zitat
... der Eintritt ist in der Copenhagen Card inkludiert und als 3G Nachweis ...

Obwohl keine Maskenpflicht bestand, wollte man trotzdem einen Nachweis sehen? Ich dachte immer, Dänemark war schon damals diesbezüglich sehr locker drauf.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 06. Mai 2022, 18:01:59

Hast du etwa gespannt (http://www.smilies.4-user.de/include/Girls/smilie_girl_022.gif) :totlach: ?

Zitat
... der Eintritt ist in der Copenhagen Card inkludiert und als 3G Nachweis ...

Obwohl keine Maskenpflicht bestand, wollte man trotzdem einen Nachweis sehen? Ich dachte immer, Dänemark war schon damals diesbezüglich sehr locker drauf.

Das war ja kein knackiger Jüngling, daher habe ich - nach einem ersten Blick - ganz brav weggesehen :)

Sorry, das hätte ich irgendwo am Anfang schreiben sollen, zur Zeit als ich in Kopenhagen war, gab es in Dänemark keine Maskenpflicht, aber (kurz zuvor eingeführt) 3G für Museen und Restaurants.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 06. Mai 2022, 18:50:37
Bezüglich des Bades friere ich schon beim Lesen  :frier:  Da würde selbst ein knackiger Jüngling nicht einheizen ;)

Moderne Kunst ist ja weniger meins, aber die Blumeninstallationen und die bunten Bilder gefallen mir. Schloss Fredericksborg allerdings noch mehr.  8) Schade, dass du dort knapp an Zeit warst. Hab grad geschaut, ob ich Frühlingsbilder vom Park habe, doch das muss wohl noch zu Diazeiten gewesen sein.

Bei Smörrebröd kommt mir immer dieser Koch aus der Muppetshow in den Sinn - Römmpömmpömm   ;D Es gibt schon sehr leckere Smörrebröds dort
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 09. Mai 2022, 17:18:34


Moderne Kunst ist ja weniger meins, aber die Blumeninstallationen und die bunten Bilder gefallen mir. Schloss Fredericksborg allerdings noch mehr.  8) Schade, dass du dort knapp an Zeit warst. Hab grad geschaut, ob ich Frühlingsbilder vom Park habe, doch das muss wohl noch zu Diazeiten gewesen sein.

Bei Smörrebröd kommt mir immer dieser Koch aus der Muppetshow in den Sinn - Römmpömmpömm   ;D Es gibt schon sehr leckere Smörrebröds dort

War ein bisschen doof mit Schloss Frederiksborg, aber ich mag moderne Kunst lieber als alte Schlösser (zumindest was das Innere angeht, von außen gefällt mir das genausogut wie moderne Kunst), daher war erst das Museum dran und dann das Schloss.

Die Muppetshow kenne ich nicht so richtig, aber Smörrebröd kommt noch mehr.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 09. Mai 2022, 17:42:32
3. Tag – Sonntag, 21.11.

Heute steht der zweite Ausflug in die Umgebung von Kopenhagen an, wie gestern habe ich wieder für Vor- und Nachmittag zwei Ziele an unterschiedlichen Orten. Auf das bzw. die Vormittagsziele freue ich mich schon ganz besonders.

Da gerade die Sonne scheint, mache ich aber auf dem Weg zur S-Bahn Station einen Abstecher auf die Dachterrasse des Hotels. Das mittlere schwarze Verbindungsgebäude zwischen den beiden Dreiecksbauten hat nämlich ein begrüntes Dach mit Spazierwegen und Bänken. Es führt sogar eine durchgehende Verbindung zum Tivoli Hotel und weiter bis zum Ende des Häuserblocks, leider ist der Durchgang zum Tivoli Hotel aber verschlossen. Von „meinem“ Hoteldach habe ich einen schönen Ausblick über den Hauptbahnhof zum Rathausplatz und Tivoli Vergnügungspark.

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Einen zweiten Abstecher mache ich zum Wasser rund um die Fisketorvet Mall, die gläsernen Hausfassaden werden herrlich von der Sonne angestrahlt. Direkt vor der Mall befindet sich ein Schwimmbad (von diesen Kanalschwimmbädern gibt es in Kopenhagen mehrere, das Wasser ist tatsächlich sauber genug zum schwimmen) und die Cykelslangen (Fahrradschlange) Brücke (die das höhere Straßenniveau mit dem Niveau des Kanals verbindet, nur für Fahrradfahrer, Fußgänger müssen die Treppe nehmen).

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Dann geht es aber endgültig zur S-Bahn-Station (Dybbølsbro, von der Brücke über die Bahnschienen gibt es einen Abgang zur S-Bahn-Station).

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Mit der S-Bahn fahre ich nach Norden in den an der Ostsee liegenden Ort Klampenborg.

Nur wenige Gehminuten sind es vom Bahnhof Klampenborg zum ersten Highlight heute, gleich mehreren Bauten des berühmten dänischen Architekten Arne Jacobsen (1902 -1971; ihr erinnert euch an die Schule auf Helgoland, die einem Schulgebäude Jacobsens nachempfunden ist?), alle direkt am Strand bzw. nur durch die Straße vom Strand getrennt: das Bellvue Teatret von 1936 (leider stark mit Efeu bewachsen);

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die Bellavista Wohnsiedlung von 1934 (an der deutschen Bauhaus Architektur orientiert, die Jacobsen als Student kennenlernte),

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daran angrenzend die Søholm Häuser, die nach dem Krieg gebaut wurden, in einem davon wohnte Jacobsen von 1951 bis zu seinem Tod)

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und der Bellevue Strand mit den von Jacobsen entworfenen blau-weiß gestreiften Bademeistertürmen und den weißen Umkleidehütten.

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Angrenzend an die Søholm Häuser sind dann weiße Villen, wie es sie in diesen Küstenorten nördlich von Kopenhagen zahlreich gibt.

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Am Strand betätigen sich zahlreiche Sportler, beim Aufwärmen, beim Joggen, beim Hunde-Gassi-Gehen und, wie gestern schon erlebt, tatsächlich beim Schwimmen, ach ja, auch hier ist wieder überwiegend Nacktbaden angesagt ;D. Deshalb muss ich wieder einige Zeit warten, bis ein Steg frei wird, damit sich niemand durch mein Fotografieren gestört fühlt.

Nach diesen wunderbaren Eindrücken spaziere ich ca. eine halbe Stunde lang durch den Ort und angrenzenden Wald, vorbei an vielen Villen und einer Galopprennbahn (mit schönen alten roten Holzgebäuden, vom Weg leider nicht richtig zu sehen) zum Ordrupgaard Museum.

Kern des Museums ist das ehemalige Wohnhaus (gebaut 1918) des Kunstsammlers Wilhelm Hansen und seiner Frau Henny, die Haus und Kunstsammlung nach ihrem Tod dem dänischen Staat vermachten. Schwerpunkte ihrer Sammlung waren die französischen Impressionisten und dänische Malerei aus dem 19. und frühen 20. Jh.

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Das Haus wurde zwischenzeitlich zweimal erweitert, einmal mit einem Anbau der Architektin Zaha Hadid aus viel Glas und Beton im Jahr 2005

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und - erst in diesem Jahr abgeschlossen - einer unterirdischen Galerie des norwegischen Architekturbüros Snøhetta, von der nur das Stahldach von außen/oben zu sehen ist.

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Im Park hinter dem Museum (auch zum Museum gehörend) befindet sich mein zweites Highlight heute, das Original-Wohnhaus des Architekten und Designers Finn Juhl (1912-1989), Haus samt Einrichtung sind von ihm selbst entworfen, dort lebte er von 1942 bis zu seinem Tod.

Das Museum öffnet um 11 Uhr (Dänemarks Museen haben wirklich extrem kurze Öffnungszeiten >:(), daher muss ich ein paar Minuten warten. Dann erledige ich im Museum den Impfnachweischeck und kaufe mir ein Ticket (Copenhagen Card), damit gehe ich dann als erstes zum Finn Juhl Haus, hier möchte ich mich möglichst nicht mit allzu vielen anderen Besuchern durchdrängen, ist schließlich nur ein Wohnhaus. Und ich habe Glück, neben dem Wärter ist nur ein Vater-Sohn-Gespann mit mir im Haus. Und das Haus und dessen Einrichtung ist herrlich, da würde ich sofort einziehen (ok, die Küche würde ich modernisieren), das schnörkellose Design der Möbel und die kräftigen Farben gefallen mir sehr gut. Ich gehe zweimal durch alle (zugänglichen) Räume und freue mich, dass es eine tolle Broschüre dazu gibt, die neben vielen Fotos auch eine genaue Beschreibung der einzelnen Möbelstücke und der Kunstgegenstände, die sich im Haus befinden, enthält. Insgesamt ein wunderbares Erlebnis.

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Im „Hauptmuseum“ ist es nun relativ voll, insbesondere in der aktuellen Sonderausstellung des schwedischen Malers Anders Zorn (1860 -1920). Ein schon zu Lebzeiten bekannter und erfolgreicher Maler, hauptsächlich für seine Portraits damaliger Promis. Aber er malte auch seine schwedische Heimat, meist lichtdurchflutet und eher düstere Motive europäischer Großstädte. Gerade die schwedischen Motive gefallen mir sehr gut.

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Durch die Ausstellung der französischen Impressionisten gehe ich etwas schneller durch, ich war früher ein großer Fan des Impressionismus, das hat sich etwas gelegt, wobei es hier durchaus ein paar Bilder gibt, die mich begeistern, wie die Hafenszene von Arnaud Guillaumin

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und die Tänzerinnen von Degas.

Ganz neu für mich sind dann die Bilder in der dänischen Sammlung. Hier bin ich fasziniert vom Maler Laurits Andersen Ring (1854 – 1933) mit seinen klaren, fast fotoähnlichen Bildern von dänischen Dörfern und Landschaften.

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Mittagessen gibt es im Restaurant des Museums, auch hier natürlich Smørrebrød, ich wähle ein Vollkornbrot mit Rote Beete Gemüse (wohl ein Lieblingsgemüse der Dänen, bei fast allen Gerichten, die ich in dieser Woche esse, sind Rote Beete dabei), Hüttenkäse, Ackersalat und Chips aus Roter Beete und Karotten, dazu einen Rhabarbersaft (EUR 15,06).

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Nach dem Essen spaziere ich noch durch den Museumsgarten, erst von hier kann man sowohl das ursprüngliche Gebäude als auch den Hadid Flügel richtig sehen.

Nicht weit vom Museum ist eine Bushaltestelle, die Linie 388 verbindet die meisten Orte entlang der Küste nördlich von Kopenhagen. Etwa 30 km sind es bis zu meinem nächsten Ziel, dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk. Die Fahrt ist herrlich, bei strahlendem Sonnenschein führt die Straße fast immer direkt am Öresund entlang, mal Steilküste, mal Sandstrand und auf der anderen Straßenseite reihen sich die weißen Villen aneinander, viele davon schon weihnachtlich geschmückt, Elche in Überlebensgröße aus Draht (nachts sicherlich beleuchtet) sind ein beliebtes Motiv.

Das Museum liegt etwas außerhalb des Orts und hat wie das Ordrupgaard Museum seine „eigene“ Bushaltestelle. Hier ist einiges los, der Parkplatz ist bis auf den letzten Platz gefüllt und vor dem Museumseingang wartet schon eine ganze Reihe Besucher. Es geht erfreulicherweise schnell voran, an der Kasse (Copenhagen Card) wird zum ersten (und um es vorwegzunehmen, zum einzigen) Mal, mein Impfnachweis mit der entsprechenden Check App geprüft (und nicht nur angeschaut). Im großen, zweistöckigen Museumsshop drängen sich die Leute etwas, ansonsten verteilt es sich gut.

Das Louisiana Museum liegt in einem Park direkt am bzw. über dem Meer und der Park ist Teil des Museums, hier sind zahlreiche Skulpturen aufgestellt. Diesen Park schaue ich mir als erstes an, unter anderem zu sehen sind die Skulpturen „Reclining Figure No. 5“ von Henry Moore,

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„The Gate“ von Richard Serra

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und mehrere Werke von Alexander Calder.

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Daneben noch weitere Skulpturen, deren Erschaffer und Name ich nicht (mehr) weiß.

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Im Inneren des Museums schaue ich mir die Skulpturen des Bildhauers Alberto Giacometti (1901-1960) genauer an, ein Schweizer Künstler, dessen Werke ich schon mal in einer Ausstellung während meiner Zeit in der Schweiz gesehen habe.

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Der dänische Maler Jens Adolf Jerichau (1890 – 1916, nicht zu verwechseln mit einem Bildhauer gleichen Namens) hat, insbesondere im Hinblick auf sein kurzes Leben (er beging in Paris Selbstmord), sehr unterschiedliche Motive gemalt, angefangen mit Figuren der Antike über biblische Motive bis zu Landschaften in Frankreich. Letztere gefallen mir sehr gut, mit den ersten beiden kann ich nicht so viel anfangen.

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Von ihm inspiriert wurde der sehr bedeutende dänische Maler Asger Jorn (1914 – 1973).

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Sehr interessant und eine ausführlichere Betrachtung wert sind die Werke, hauptsächlich Fotografieren, der Grönländerin Pia Arke (1958 – 2007), die die Kolonialisierung Grönlands durch Dänemark (und die negativen bis heute andauernden Folgen), aber auch grönländische Traditionen thematisieren. Leider ist meine Aufnahmefähigkeit inzwischen etwas eingeschränkt, so dass ich diesen Ausstellungsteil nur noch überfliege und dann ins Museumscafé gehe, mit Meerblick schmecken mir Cappuccino und Brownie (EUR 10,67) besonders gut.

Nach Kopenhagen zurück bringt mich der Regionalzug ab der Bahnstation von Humlebæk, dorthin gehe ich vom Museum in ca. 10 Minuten. Die Zugfahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde und gegen 17 Uhr steige ich am Hauptbahnhof von Kopenhagen aus. Von dort ist der Rathausplatz nicht weit, dort gibt es eventuell Motive für die Nachtfotografie und Sonntagspätnachmittag müsste es dort recht ruhig sein. Letzteres ist allerdings eine völlige Fehleinschätzung, es sind Unmengen an Menschen unterwegs, man kommt kaum vorwärts auf den Gehwegen (da bin ich sehr froh, den Tag heute außerhalb der Stadt verbracht zu haben).

Damit hat sich das Fotografieren erledigt und ich spaziere ins Hotel zurück. Nach einer kleinen Pause gehe ich nochmal raus, die Vorräte müssen aufgestockt werden und der Lidl in der Fisketorvet Mall hat auch heute am Sonntag bis 22 Uhr geöffnet.

Gegen 18.30 Uhr bin ich endgültig im Hotel zurück und beginne mit der üblichen Abendgestaltung.

Wetter: überwiegend sonnig, vormittags kurzer Schauer (als ich in der S-Bahn sitze) und kurzzeitig stärkere Bewölkung, ca. 8°C
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 10. Mai 2022, 13:28:48
Für Ende November war ja erstaunlich gutes Wetter - zumindest ich hätte das so nicht erwartet.

Gut, dass es bei den Museen Gärten bzw. Parks gibt so für eine Kunstpause  ;) Grad bei Gemälden ist meine Aufnahmefähigkeit eher begrenzt. Dann finde ich das Juhl-Haus sehr interessant, denn ich frage mich immer wie so Architekten und Designer selbst wohl leben.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 10. Mai 2022, 16:08:27
Das Nacktbaden scheint dort wirklich verbreitet zu sein :frier:. Das härtet bestimmt sehr ab und ist nix für uns Warmduscher  :floet:. 

Hast du dich an dem Tag (abgesehen vom Frühstück) nur von Smørrebrød und einem Brownie ernährt? Das ist ja fürn hohlen Zahn.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 10. Mai 2022, 18:11:42
Für Ende November war ja erstaunlich gutes Wetter - zumindest ich hätte das so nicht erwartet.

Ich hätte so schönes Wetter auch nicht erwartet und deshalb auch gar nicht damit geplant, sonst hätte ich vielleicht für schönes Wetter statt Museum ein weiteres Stätdchen im Umland am Wasser gewählt, da gibt es ja noch so einiges, aber ich war total auf trüb graues Novemberwetter eingestellt.

Das Nacktbaden scheint dort wirklich verbreitet zu sein :frier:. Das härtet bestimmt sehr ab und ist nix für uns Warmduscher  :floet:. 

Hast du dich an dem Tag (abgesehen vom Frühstück) nur von Smørrebrød und einem Brownie ernährt? Das ist ja fürn hohlen Zahn.

Härtet bestimmt ab, aber muss man gewöhnt sein, mir wäre das viel zu kalt und auch den Aufwand nicht wert, da die alle nur ein paar Minuten im Wasser waren.

Abends hab ich sicher auch noch irgendetwas aus der Mikrowelle gegessen (hab ich nicht aufgeschrieben und kann mich leider nicht erinnern), aber da es ja keine "Wandertage" waren, sondern die Bewegung eher begrenzt, hat das gut ausgereicht, wobei dieses belegte Brot tatsächlich das kleinste auf der ganzen Reise war.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 11. Mai 2022, 18:16:07
Der heutige Tag hat soviel Text und Bilder, dass ich ihn in zwei Teile aufteile.

4. Tag – Montag, 22.11. - 1. Teil

Auch heute Morgen scheint die Sonne und es soll den ganzen Tag über schön bleiben. Der ideale Tag für Ausblicke auf die Stadt von oben. Aussichtstürme gibt es in Kopenhagen zahlreiche, manche zurzeit geschlossen, andere nur am Wochenende geöffnet, bleiben für mich aber noch genug übrig.

Als erstes steht der Turm der Vor Frelsers Kirke auf dem Plan. Dafür muss ich online einen Timeslot reservieren, die letzten Wochen hatte ich immer mal wieder geschaut, ob und zu welchen Zeiten die Plätze ausgebucht sind, es war aber immer auch kurzfristig alles frei, so dass ich auf eine lange Vorausbuchung verzichtet habe, bei Regen oder Nebel wäre der Besuch ziemlich sinnlos. Tatsächlich ist auch heute noch alles frei und ich buche ein Ticket (in der Copenhagen Card inklusive) ab 9.30 Uhr.

Gegen halb neun mache ich mich auf den Weg, am Wasser entlang nach Norden. An den in der Morgensonne glänzenden Hochhäusern geht es vorbei, dabei treffe ich auf eine der zahlreichen „alternativen“ Meerjungfrauen, die in Kopenhagen neben der „ersten“, die fast schon ein Symbol für die Stadt geworden ist, inzwischen aufgestellt wurden.

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Dann komme ich zum Green Raft, Hochbeete auf schwimmenden Holzplattformen

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und zur Kalvebod Bølge, ins Wasser gebaute Holzstege und Plattformen. Hier kann man schwimmen (und tatsächlich machen das gerade eine Handvoll Leute bei ungefähr 1°C Außentemperatur :frier:), Kanu fahren, Joggen, Sportgeräte nutzen und natürlich einfach Spazierengehen. Absolut genial!

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Auch am gegenüberliegenden Ufer gibt es ein Schwimmbad.

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Zu dieser Uferseite gehe ich nun über die neue Lille Langebro, eine Fußgänger- und Fahrradbrücke nicht weit von der stark befahrenen Autobrücke Langebro. Von hier habe ich einen schönen Blick auf die beiden modernen Gebäude Blox mit dem Dansk Arkitektur Center

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und dem Sorte Diamant (schwarzer Diamant) genannten Anbau der Königlichen Bibliothek.

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Hier befindet sich auch die Cirkelbroen, die ich vorgestern bei Dunkelheit fotografiert habe.

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Von diesem modernen Teil Kopenhagens sind es nur ein paar hundert Meter bis ins Viertel Christianshavn, einem ehemaligen Arbeiterviertel mit bunten Häusern entlang der zahlreichen Kanäle.

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Hier steht die Vor Frelsers Kirke, schon von unten ist die Außenwendeltreppe des Turms gut zu erkennen.

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Es sind noch zehn Minuten bis zu meinem gebuchten Besichtigungstermin, aber ich gehe trotzdem schon mal rein und werde gleich damit begrüßt, ob ich Christina wäre. Meine Reservierung muss ich daher gar nicht vorzeigen, sondern nur meine Copenhagen Card scannen lassen. Zu früh ist kein Problem, denn zurzeit habe ich den Turm ganz für mich alleine. Das freut mich, denn wie immer in alten (Kirch)türmen ist das Treppenhaus sehr eng und im Bereich der Außenwendeltreppe noch viel enger. So eine Außentreppe in 90 Metern Höhe ist schon was Besonderes, sind doch die meisten Aussichtsplattformen vergittert oder gar verglast. Zum Glück bin ich schwindelfrei und kann daher die Ausblicke über die Stadt genießen. Besonders erwähnenswert ist die Öresundbrücke in der Ferne, die nach Schweden hinüberführt.

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Auf dem Weg nach unten kommen mir dann insgesamt vier Personen entgegen.
Den Innenraum der Vor Frelsers Kirke würde ich mir auch gerne anschauen, dieser öffnet aber erst um 11 Uhr, da habe ich schon einen anderen Termin.

Nächstes Ziel ist der Rathaus Turm. Zum Rathausplatz fahre ich mit der U-Bahn, meine erste U-Bahn Fahrt in Kopenhagen. Die Bahn ist noch recht neu und sehr modern: die Bahnsteige sind mit einer Glaswand von den Gleisen getrennt, die sich nach dem Halt der Bahn genau an den Bahn-Türen öffnet. Die Bahn fährt führerlos.

Den Rathausturm kann man nur zusammen mit einem Führer besteigen, montags bis freitags um 11 und um 14 Uhr. Am Rathausplatz angekommen hole ich mir daher als erstes mein Ticket (in Copenhagen Card enthalten) für 11 Uhr. Nun habe ich noch eine halbe Stunde Zeit, am Rande des Rathausplatzes schaue ich mir die modernen Axel Towers an, die ich von der Hotelterrasse schon von weitem gesehen habe.

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Der Rathausplatz selbst ist riesig und nur an den Rändern bebaut, er sollte auch als Versammlungsplatz dienen. Vor dem Rathaus sind verschiedene Skulpturen zu sehen, auf einem hohen Podest zwei Lurenbläser (Kriegstrompeten), eine Reihe Drachen und eher abseits der Märchendichter Hans Christian Andersen.

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Um 11 Uhr holt ein Führer mich und 7 andere Personen am Eingang ab. Wir folgen ihm durch das Rathaus, das mir gut gefällt. Gebaut zwischen 1892 und 1905 in einer Kombination aus norditalienischem Renaissance Palast und mittelalterlichem dänischem Bau macht es für mich einen gemütlichen und freundlichen Eindruck.

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Es geht ein paar Stockwerke nach oben, vor dem eigentlichen Turmaufstieg müssen wir dann unsere Taschen in Schließfächer legen. Der Führer verabschiedet sich und oben wartet ein anderer, der jegliche Fragen beantwortet und das ganze beaufsichtigt. Die Aussichtsbalkone sind mit 105 m Höhe ähnlich hoch wie mein vorheriger Standort (90 m), auch von hier kann man die Öresundbrücke gut erkennen, außerdem zu erwähnen der Überblick über den Tivolivergnügungspark gleich neben dem Rathaus und Schloss Christiansborg, der Regierungssitz ist zu sehen.

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Abstieg und Rückweg zum Ausgang erfolgen dann individuell, so dass ich noch das schöne Treppenhaus fotografieren und die Toiletten der Rathausmitarbeiter nutzen kann.

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Am Rathausplatz beginnt die Strøget, die älteste Fußgängerzone Europas und eine der längsten der Welt. Auf den ersten paar hundert Meter hat gibt es die in europäischen Großstädten typischen Souvenirshops und Irish Pubs, sowie die üblichen Modeketten.

Ganz hübsch ist dann der Gammeltorv und der angrenzende Nytorv mit dem ältesten Brunnen der Stadt, dem Geburts- und Wohnhaus des großen dänischen Philosophen Søren Kierkegaard (1813 – 1855), dem Gericht und einigen bunten Häuserfassaden. Leider befindet sich hier einer der von mir „gefürchteten“ Weihnachtsmärkte, dieser macht das Anschauen und Fotografieren eines großen Teils des Platzes leider unmöglich.

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Am Gammeltorv verlasse ich die Strøget und gehe durchs Latinerviertel, dem heutigen Univiertel mit den entsprechenden Geschäften und Kneipen.

Direkt neben dem Universitätsgebäude steht die Vor Frue Kirke, im Stil des Klassizismus 1829 erbaut. Von außen schmucklos und streng wirkend, ist der Innenraum sehr sehenswert. Eher kirchenuntypisch nüchtern und schmucklos, aber mit zahlreichen Marmorstatuen (Jesus und die zwölf Apostel) von Bertel Thorvaldsen (1770 – 1844, der bedeutendste dänische Bildhauer). Jesus mit ausgebreiteten Armen (hinter dem Altar) war eine Neuheit, möglicherweise war dies das Vorbild für die Christusstatue von Rio de Janeiro.

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Der Kirche gar nicht so unähnlich ist die überdachte Einkaufspassage Jorcks Passage, nicht weit von der Vor Frue Kirke entfernt.

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Fortsetzung mit dem Mittagessen folgt....
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 12. Mai 2022, 18:22:31
Wow, was für ein tolles Wetter (wenn auch etwas frisch) und Licht :beifall:. So macht eine Stadterkundung Spaß.

Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 13. Mai 2022, 18:11:36
4. Tag – Montag, 22.11. - 2. Teil

Nun ist es Zeit fürs Mittagessen, gleich in der Nähe schlägt der Reiseführer „Det Lille Apotek“ vor, das wohl älteste Restaurant Kopenhagens (wobei es das ursprüngliche Gebäude von 1720 nicht mehr gibt, das jetzige ist von 1829).

Der Gastraum befindet sich etwas unterhalb des Strassenniveaus und wurde in den letzten 150 Jahren kaum verändert. Nur wenige Tische sind besetzt. Natürlich gibt es auch hier das obligatorische Smørrebrød in allen Variationen, ich bin aber froh, auch mal etwas anderes auf der Karte zu finden und bestelle eine Art Gulasch mit Spiegelei und Rote Beete und Gurkensalat. Wasser gibt es kostenlos zu trinken, dazu bestelle ich irgendeine Art von Saft (EUR 23,26). Es schmeckt gut, aber die Portion ist so groß, dass ich einen Teil zurückgehen lassen muss.

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Da es so schönes Wetter ist, die Sonne aber kaum bis in die Straßenschluchten der Innenstadt dringt, beschließe ich nach dem Essen die Innenstadt zu verlassen. Vom Restaurant spaziere ich daher in Richtung U und S-Bahn Station „Nørreport“. Der Weg führt mich ein kleines Stück durch die Fußgängerzone, vorbei am Rundetårn (dazu später mehr) und zur danebenliegenden Trinitatis Kirke, sowie über den sehr netten Kultorvet, weihnachtlich geschmückt mit einer riesigen Elchfigur.

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Mit der U- oder S-Bahn fahre ich in Richtung Norden bis zur Station „Nordhavn“. Dieses ehemalige Industriehafengelände wurde und wird aktuell noch umgestaltet in ein Wohngebiet und bietet einiges an moderner Architektur. Es gibt einen Spazierweg auf Holzbohlen direkt am Wasser entlang, der wunderbar in der Sonne gelegen zu einem weiteren Hafenschwimmbad führt (auch hier sind ein paar Schwimmer unterwegs) und zu den nicht zu übersehenden Portland Towers. Das sind ehemalige Zementsilos, die durch einen Ring von außen umlaufenden Stockwerken erweitert wurden, seit kurzem Sitz der Deutschen Botschaft – nicht der schlechteste Arbeitsplatz ;D. Die schwarzen „Haufen“ davor können von Skateboardfahrern genutzt werden. Auf der gegenüberliegenden Hafenseite stehen ebenfalls moderne Bürogebäude und, als Kontrast, in der Hafeneinfahrt ein altes Fort (Trekroner Fort, eine Verteidigungsanlage von 1787) mit einem weißen Leuchtturm.

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Ums Eck von den Portland Towers steht das Konditaget Lüders, ein Parkhaus dessen Dach als Sport- und Freizeitfläche genutzt wird, zugänglich über zwei steile Treppen an den Außenseiten des Gebäudes, die als Fitnessstrecke gedacht sind – eine geniale Idee. Ich setze mich eine Weile auf eine der Schaukeln in der Sonne und kann mir dabei ein weiteres interessantes Gebäude anschauen, The Silo, das ehemalige Getreidesilo wurde mit einer stählernen Außenhülle umgeben und in Apartments umgewandelt.

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Ich verlasse den Nordhavn und spaziere in Richtung Innenstadt. Eigentlich kann man immer direkt am Wasser entlang gehen, wegen vieler Baustellen ist das zur Zeit aber nicht immer möglich.

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Nach ungefähr 45 Minuten erreiche ich das Symbol der Stadt Kopenhagen, die Lille Havfrue. Hier haben sich dann doch mal eine Handvoll Touristen eingefunden, die sich in allerlei Posen vor der hübschen Skulptur fotografieren. Zum Glück sitzt die Meerjungfrau auf einem Stein im Wasser, so dass Fotos ohne Touristen möglich sind.

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Die Geschichte der Skulptur ist ganz interessant: sie wurde vom Carlsberg Besitzer Carl Jacobsen in Auftrag gegeben, der von einer Ballettadaption des Märchens, dabei insbesondere der Tänzerin Ellen Price, begeistert war. Sie sollte das Modell für die Skulptur sein. Sie war einverstanden, allerdings wollte sie nicht nackt Modell stehen. Daher ist die Skulptur nun nach dem Kopf von Ellen Price und dem Körper von Eline Eriksen, der Frau des Bildhauers Edvard Eriksen gestaltet. Seit 1913 sitzt die Kleine Meerjungfrau nun hier, wobei es sich inzwischen um die xte Kopie handelt, sie wurde mehrfach beschmiert, beschädigt und ins Wasser geworden, zum Glück gibt es noch die originale Gussform, so dass die Skulptur immer wieder rekonstruiert werden kann.

Im Hintergrund auf der anderen Hafenseite ist Refshaleøen zu sehen, ehemalige Werftgebäude und Lagerhallen in denen sich heute der Streetfoodmarkt „Reffen“ befindet, sowie ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. Der Streetfoodmark ist leider im Winter geschlossen und meine Zeit eh begrenzt, so dass ich auf einen Abstecher dorthin verzichtet habe.

Nicht weit von der Kleinen Meerjungfrau entfernt ist die Kirche St. Alban, die einzige anglikanische Kirche Dänemarks und der Gefion Brunnen. Gefion ist eine Göttin aus der dänischen Mythologie, die von Odin beauftragt wurde, neues Land zu finden. Mit Hilfe ihrer in Ochsen verwandelten Söhne bricht Gefion ein Stück Land aus Schweden heraus und zieht es nach Westen - die heutige, größte Insel Dänemarks, Seeland. Auch der Brunnen wurde von der Carlsberg Brauerei in Auftrag gegeben und der Stadt geschenkt.

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Nach ein paar Gehminuten weiter Richtung Süden und Zentrum sehe ich auf der linken Hafenseite wieder moderne Architektur: die Oper, erst 2005 eröffnet. Architekt war Henning Larsen, der auch das neue „Spiegel“ Gebäude in Hamburgs Hafencity (2011) schuf. Sehr gerne hätte ich mir das Foyer der Oper angeschaut, das von den Künstlern Olafur Eliasson (der auch die Cirkelbroen schuf) und Per Kirkeby gestaltet wurde, leider geht das nur, wenn man entweder eine Aufführung besucht oder im Rahmen einer Führung. Während meines Aufenthalts finden zwei Führungen statt, allerdings nur auf Dänisch und mit Voranmeldung. Daher verzichte ich darauf. Auch die Oper ist ein Geschenk an die Stadt und zwar vom reichsten Dänen, Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller, die Supermarktkette Netto und die Mærsk Containerschiffahrt gehören seinen Gesellschaften.

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Direkt gegenüber der Oper, etwas zurückversetzt vom Wasser, liegt Schloss Amalienborg, der Wohnsitz der Königin im Winter. Das Schloss besteht aus vier identischen Einzelpalästen, von denen einer normalerweise besichtigt werden kann. Zur Zeit sind aber keine Besichtigungen möglich. In der Mitte steht das Standbild Frederiks V.

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Hinter dem Schloss ragt die Marmorkirken hervor, bewusst nach dem Vorbild der Peterskirche in Rom gestaltet. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 30 m und ist damit eine der größten weltweit. In der Kirche ist es herrlich warm, so dass ich den Anblick der schönen Kuppel eine ganze Zeit lang genieße.

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Die Kirche ist eine weitere Möglichkeit Kopenhagen von oben zu betrachten, zu dieser Jahreszeit allerdings nur am Wochenende und dafür wollte ich meine beiden Wochenendausflüge dann doch nicht opfern, es gibt ja genug andere Möglichkeiten der Turmbesteigung in der Stadt.

Eine weitere steht heute noch auf meinem Plan, weshalb ich nun mit der U-Bahn wieder zurück zur Station „Nørreport“ im Zentrum fahre. Inzwischen ist es 15.30 Uhr, Zeit für Kaffee und Kuchen. Die gibt es im Café Fiol in der Fußgängerzone, an sich sehr gemütlich, aber hier muss ich zum ersten (und einzigen) Mal meinen 3G Nachweis nicht zeigen und die Toilette sieht aus, als hätte sie schon monatelang keinen Putzlappen gesehen. Die Tiramisu Torte und der Cappuccino sind trotzdem lecker (EUR 9,41) - auf der Toilette war ich erst am Schluss ;D.

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Nicht weit vom Café liegt der Rundetårn (runder Turm), an dem ich heute schon mal vorbeigekommen bin. Er bietet unter anderem eine Aussichtsplattform mit großzügigen Öffnungszeiten, heute bis 18 Uhr. Da es zu dieser Zeit schon längst dunkel ist, habe ich damit die Gelegenheit neben den beiden Ausblicken heute Vormittag bei Tageslicht, die Stadt auch noch zur Dämmerung und im Dunkeln von oben zu sehen.

Der Runde Turm wurde 1642 gebaut und war Teil der Universität, ganz oben war bzw. ist immer noch ein wissenschaftliches Observatorium und auf halber Höhe war die Unibibliothek, d.h. eigentlich war die Bibliothek in einem Raum über der Trinitatis Kirke (die ich mir heute nach dem Mittagessen angeschaut habe), der Zugang erfolgte über den Runden Turm. Das erklärt auch die Besonderheit des Turms, nach oben geht es nicht über Treppen, sondern über eine moderat ansteigende sehr breite Rampe, diese konnte von Fuhrwerken genutzt werden, auf denen Bücher transportiert wurden. Die Bibliothek ist schon lange umgezogen, der Raum war zu kleine, heute wird der Saal für Ausstellungen und Konzerte genutzt.

Und auf dem Dach ist die Aussichtsplattform, deretwegen ich hauptsächlich hier bin. Nach Vorzeigen meiner Copenhagen Card spaziere ich über die Rampe nach oben.

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Es ist jetzt viertel nach vier und schon dämmrig. Ich bleibe ungefähr eine halbe Stunde hier oben, der Himmel in Richtung Westen verfärbt sich wunderschön. Höhe des Turms sind übrigens nur 36 m.

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Bevor ich zu einem Eiszapfen werde, es ist nämlich sehr kalt in der Höhe, insbesondere da ausgerechnet von Westen, der Richtung mit dem interessantesten Ausblick, ein eiskalter Wind weht, gehe ich nach innen, nutze die Toilette und schaue mir zum Aufwärmen die aktuelle Ausstellung in der ehemaligen Bibliothek an.

Der Titel lautet „Maxi Reload in unknown depth“. Zwei dänische Künstlerinnen zeigen eine (Zitat des Flyers) „sculptural exhibition about the love-hate relationship to the third and fourth industrial ages.” Klingt eigentlich ganz interessant, die Stücke sind allerdings sehr abstrakt, verschiedenen Baumaterialien werden genutzt, z.B. Rohre, die „irgendwie“ herumliegen, oder auch ein Ikea Schrank ist zu sehen, ein Snackautomat oder verschiedene Kabel. Na ja, mein Geschmack ist es nicht unbedingt, aber ich bewundere mal wieder Fantasie und Kreativität der Künstlerinnen.

Ein letztes Ziel für heute habe ich nun noch. Vom Turm gehe ich zurück zur „Nørreport“ Station und fahre mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Direkt gegenüber des Haupteingangs befindet sich der Vergnügungspark Tivoli. Dänemarks größte Attraktion (nach Besucherzahlen) bietet Fahrgeschäfte, Hotels, Restaurants, eine Konzerthalle, Souvenirshops und Spazierwege umgeben von (im Sommer) schön angelegten Blumenbeeten, das alles auf kompakter Fläche zwischen Bahnhof und Rathausplatz. Grund meines Besuchs und dessen abendlicher Stunde ist ausschließlich die weihnachtliche Beleuchtung des Parks und die Tatsache, dass der Eintritt in der Copenhagen Card enthalten ist (nicht die Nutzung der Fahrgeschäfte, die kommt immer zum eigentlichen Eintritt dazu).

Und die Beleuchtung erschlägt mich fast. Es scheint, als ob jede Oberfläche, auf der eine Lichterkette befestigt werden kann, mit solch einer ausgerüstet wurde. Puh, da hätte ich eigentlich von den Dänen etwas Geschmackvolleres erwartet. Aber gut, nun bin ich hier und es ist nicht sehr voll, also lasse ich alles auf mich wirken, mache Fotos, sogar mein Stativ kann ich an verschiedenen Stellen aufstellen.

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Ich bekomme noch etwas Hunger, das ist die Gelegenheit einen Pølser zu probieren, das „Nationalgericht“ Dänemarks (wobei ja auch Schweden für Hotdogs bekannt ist, dachte ich immer). Ich bestelle die klassische Variante (EUR 6,05), auch hier wieder, na ja, die vielen rohen Zwiebeln sind nicht so meins, außerdem fällt ein Großteil der extrem kleinteiligen Zutaten aus dem Brötchen auf den Tisch bzw. Boden, Wurst und Brötchen sind aber lecker, stillen meinen Hunger und wärmen ein bisschen.

Dann gehe ich zu Fuß zurück zum Hotel, wo ich gegen 18.30 Uhr ankomme.

Wetter: sonnig, ca. 1 - 3 °C
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 13. Mai 2022, 20:06:19
Hui, das war ja ein Tag prallvoll mit Eindrücken   ;D
Da war einiges Bekanntes dabei, aber auch viel neues. Die schwimmenden Gärten kennen wir noch nicht, auch die Badedocks sind mir neu. Finde ich aber gute Ideen!
In der Oper hätte das abgesagte Konzert stattgefunden, ich war schon ganz gespannt, wie es innen aussieht. Naja, vielleicht wird es doch irgendwann nachgeholt.

Die Außenwendeltreppe an der Kirche habe ich mich nicht hoch getraut  :P sah jetzt auf deinem Bild aber gar nicht so schlimm aus.

Hab mich schon gefragt, ob der Tivoli wohl offen hatte. Bunt beleuchtet ist er ja immer, aber diese Weihnachtsdeko toppt das nochmal  ^-^
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 14. Mai 2022, 16:06:10
Zitat
... und die Tatsache, dass der Eintritt in der Copenhagen Card enthalten ist (nicht die Nutzung der Fahrgeschäfte, die kommt immer zum eigentlichen Eintritt dazu.

Hatten die Fahrgeschäfte überhaupt bei der Kälte geöffnet?

Jedenfalls wurde in dem Park der Strom verprasst. Vielleicht gehen dort abends die Dauerkartenbesitzer hin, denn für die Laufkundschaft lohnt der Aufwand doch nicht.

Die moderne Architektur in der Stadt ist schon klasse :beifall:.

Also täglich möchte ich auch kein Smørrebrød. Das Gulasch mit Spiegelei sieht zwar komisch aus, aber Hauptsache es schmeckt. 
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Rainer am 16. Mai 2022, 13:47:09
Also täglich möchte ich auch kein Smørrebrød. Das Gulasch mit Spiegelei sieht zwar komisch aus, aber Hauptsache es schmeckt.

Immerhin gibt es in Dänemark ausgesprochen leckeres Brot, die haben auch richtig gute Vollkornbrote u.ä.. Zum Frühstück esse ich zu Hause auch kein Gulasch oder Spiegelei. Nur in Amiland ist das Brot so grausam, dass wir anders frühstücken als zu Hause. Aber ich kann auch da nicht sonderlich lang die Eggs und Ham oder auch die ganzen Donuts und anderen süßen Teilchen essen.

Wenn wir in Dänemark sind, haben wir eigentlich keine Probleme mit dem Frühstück. Allerdings essen wir meistens "aus dem Supermarkt", weil wir in Ferienwohnungen mit Selbstversorgung wohnen. Wenn man auf auswärts Essen angewiesen ist, ißt man anders als zu Hause. Typischerweise bekomme ich in den USA relativ häufig nach wenigen Tagen schon Probleme mit der Verdauung, ich habe da oft recht unangenehme Verstopfung. Mir fehlen die Ballaststoffe im Essen.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 16. Mai 2022, 19:45:04
Die schwimmenden Gärten kennen wir noch nicht, auch die Badedocks sind mir neu. Finde ich aber gute Ideen!
In der Oper hätte das abgesagte Konzert stattgefunden, ich war schon ganz gespannt, wie es innen aussieht. Naja, vielleicht wird es doch irgendwann nachgeholt.

Die Außenwendeltreppe an der Kirche habe ich mich nicht hoch getraut  :P sah jetzt auf deinem Bild aber gar nicht so schlimm aus.

Hab mich schon gefragt, ob der Tivoli wohl offen hatte. Bunt beleuchtet ist er ja immer, aber diese Weihnachtsdeko toppt das nochmal  ^-^

Ich fand die Badedocks auch super, wirklich tolle Ideen, die die Stadt da umgesetzt hat.

Das ist ja echt schade mit dem abgesagten Konzert, das wäre sicherlich alleine schon wegen der Innenarchitektur ein Erlebnis gewesen.

Ich fand die Wendeltreppe überhaupt nicht schlimm, das Geländer ging immer bis ca. Brusthöhe, ich habe aber eben auch keine Höhenangst. Insgesamt fand ich es schon erstaunlich, so einen offenen Zugang, wenn man sieht, was anderswo alles angebracht wird, um die Besucher (und eventuell auch die Leute unten auf der Straße) zu schützen.

Der Tivoli hat im Winter nur für eine gewisse Zeit rund um Weihnachten offen, ich glaube ab Mitte November bis Anfang Januar.

Zitat
... und die Tatsache, dass der Eintritt in der Copenhagen Card enthalten ist (nicht die Nutzung der Fahrgeschäfte, die kommt immer zum eigentlichen Eintritt dazu.

Hatten die Fahrgeschäfte überhaupt bei der Kälte geöffnet?

Die Fahrgeschäfte hatten geöffnet und wurden auch gut genutzt - dem Lärmpegel nach zu urteilen ;D, mir wäre das viel zu kalt gewesen, abgesehen davon, dass mein Magen bei jeglichen Fahrgeschäften nicht mitmacht. Hätte ich das nicht von der speziellen Weihnachtsbeleuchtung gelesen, wäre ich gar nicht hingegangen. Aber soviel Beleuchtung war schon ein Erlebnis ;D


Immerhin gibt es in Dänemark ausgesprochen leckeres Brot, die haben auch richtig gute Vollkornbrote u.ä.. Zum Frühstück esse ich zu Hause auch kein Gulasch oder Spiegelei.

Das Gulasch mit Spiegelei gab es zu Mittag, ich hatte den Tag in zwei Teile geteilt, wegen der Menge an Bildern und Text. Vollkornbrot ist tatsächlich kein Problem in Dänemark, ich hatte ja öfter Smörrebröd zu Mittag, das war meist Vollkornbrot.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 16. Mai 2022, 20:13:42
5. Tag – Dienstag, 23. 11.

Heute möchte ich meine Besichtigung der Innenstadt von Kopenhagen dort fortsetzen, wo ich gestern Mittag abgebrochen habe und fahre daher mit der S-Bahn von der Station beim Hotel zur Station „Nørreport“. Von dort gehe ich zum Rundetårn und dann in die Altstadtgassen um den Gråbrødretorv. Sehr bunt und hübsch hier.

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Durch die Fußgängerzone geht es weiter zum nächsten Platz, dem Amagertorv, der mir sehr gut gefällt, leider hat die frühe Uhrzeit (9 Uhr) wie in allen Städten zwar den Vorteil, dass wenige Leute unterwegs sind, aber den Nachteil, dass überall Lieferanten-LKW rumstehen. Es hat übrigens nicht geregnet, auch wenn der Boden danach aussieht, das kommt von der hohen Luftfeuchtigkeit, die heute herrscht, auch ist es heute deutlich wärmer als gestern.

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Den Abschluss der Fußgängerzone der Innenstadt bildet der große Platz Kongens Nytorv, hier „verschandelt“ wieder ein Weihnachtsmarkt den Anblick. Die französische Botschaft befindet sich hier, das 5-Sterne Hotel „D’Angleterre“ und das traditionelle Kaufhaus Magasin du Nord.

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Direkt an den Kongens Nytorv schließt eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen an, der Nyhavn. Die Weihnachstsmarktbuden sind hier immerhin in dezentem weiß gehalten (da stört Jonny Depp doch deutlich mehr ;D) und so kann ich die allgemeine Begeisterung über den bunten Kanalabschnitt teilen, das ist schon sehr schön hier.

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Wo der Nyhavn Kanal in den breiten Inderhavnen Kanal mündet steht das Schauspielhaus von 2008. Es gibt ein Café im Erdgeschoss und eine große Terrasse über dem Wasser, gegenüber ist die Oper zu sehen.

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Nun spaziere ich am Wasser entlang nach Süden. An der alten Börse (heute Büro- und Veranstaltungsräume der dänischen Handelskammer) vorbei (die schraubenförmige Turmspitze besteht übrigens aus vier ineinander verdrehten Drachenschwänzen)

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erreiche ich Schloss Christiansborg – das Zentrum der Macht in Dänemark, denn im Schloss befinden sich sowohl das Parlament, als auch das Oberste Gericht, sowie das Büro des Premierministers (wer die Serie „Borgen“ kennt, dem kommt der Anblick des Schlosses bekannt vor, ich habe sie nach meinem Kopenhagen Aufenthalt angeschaut), Abgeordnetenbüros und die königlichen Empfangsräume.

Ich spaziere erstmal durch die verschiedenen Innenhöfe des Gebäudes und der gegenüberliegenden königlichen Bibliothek, sowie zur marmorverkleideten Brücke, von der man einen schönen Blick auf den Reithof und die Rückseite des Schlosses hat.

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Dann mache ich mich auf die Suche nach dem Eingang zu den königlichen Empfangsräumen, die ich besichtigen möchte. Die zu finden ist nicht so leicht, denn es gibt im Schloss eine Vielzahl von unterschiedlichen Besichtigungsmöglichkeiten, alle mit verschiedenen Eingängen: den Ausblick vom Schlossturm bekommt man kostenlos und es geht sogar per Lift nach oben, leider zur Zeit aus unbekannten Gründen geschlossen; eine Parlamentsbesichtigung ist nur mit Führung möglich, zu meiner Zeit auf Englisch nur am Samstag, da hatte ich ja andere Pläne; die Kapelle des Schlosses kann zur Zeit nur Sonntags besichtigt werden; die Stallungen sind im Winter geschlossen; bleiben für mich heute noch die Küche (also die historische, nicht die aktuell genutzte), die Ruinen (d.h. Überreste von Vorgängerbauten des heutigen Schlosses) und eben die königlichen Empfangsräume und nur die letzteren interessieren mich. Da ich den Eingang dazu nicht finde, frage ich bei der Küche nach und erfahre, dass die Empfangsräume heute Vormittag außerplanmäßig nicht besichtigt werden können, da sich die Königin gerade dort aufhält (die Eingangsschilder wurden entfernt, deshalb habe ich den Zugang nicht gefunden). Ok, so nah war ich einem Mitglied einer königlichen Familie wohl noch nie, da habe ich aber nichts davon und muss meinen Plan ändern, Besichtigung ist dann ab 12 Uhr wieder möglich.

Nicht weit von Christiansborg entfernt steht das BLOX, aus ineinander verschachtelten Würfeln gebaut, was man am besten von der anderen Kanalseite aus sieht, wie ich gestern Morgen feststellen konnte. Im BLOX gibt es Wohnungen, ein großes Fitnessstudio, Büros und das DAC, das Dansk Arkitektur Center mit Wechselausstellungen zum Thema Design und Architektur. Der Eintritt ist in der Copenhagen Card inkludiert.

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Als erstes schaue ich mir eine Ausstellung über die Designerin Cecilie Manz an („The Needle in the Haystack“), am Beispiel verschiedener Projekte von ihr wird der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt dargestellt. Sehr interessant und die fertigen Stücke sind wunderbar, typisch dänisch schlicht und trotzdem (un)auffällig schön.

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Eine sehr große Fläche nimmt die Ausstellung zum Thema nachhaltiges Wohnen „Living Better Lives“ ein. Es wird am Beispiel des Architekturbüros Vandkunsten die Entwicklung der dänischen Wohnarchitektur in den letzten 50 Jahren gezeigt und in Modellräumen bzw. -häusern, die mich an die Möbelausstellung von Ikea, bei der man ja auch verschiedene vollständig eingerichtete Räume betreten kann, erinnert, dargestellt, wie man zu viert auf 37 qm wohnen kann. Dies wird hauptsächlich durch das Sharing Konzept verwirklicht, d.h. alle möglichen Geräte und Gegenstände sollen von möglichst vielen Menschen/Haushalten gemeinsam genutzt werden, so dass nicht unnötig Platz für das Aufbewahren dieser Gegenstände in den individuellen Häusern/Wohnungen gebraucht wird. Dazu gehören Waschmaschinen, Küchengeräte, die man eher selten nutzt, handwerkliche Maschinen, die man nur hin und wieder braucht, aber auch Bücher und gemeinsam genutzte Gärten und Gewächshäuser. Toll gemacht, inhaltlich für mich aber nicht überzeugend, denn gerade Corona hat doch gezeigt, wie schnell es geht, dass man zu Hause bleiben muss und dann froh ist, über jeden Quadratmeter mehr, den man hat (und die Wahrscheinlichkeit, dass es weitere Pandemien geben wird, recht groß ist), darüber hinaus habe ich selbst in unserer Schweizer Zeit erlebt, was es heißt, die Waschmaschine mit anderen Familien zu teilen, das führt im besten Fall zu vielen Einschränkungen und im schlechtesten Fall zu sehr viel Streit. Auch wenn es natürlich im Hinblick auf die Umwelt sicherlich gut ist, den Platzverbrauch des Einzelnen einzuschränken.

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Nun ist es Zeit fürs Mittagessen und da es im DAC auch ein Restaurant gibt, kann ich erstmal hierbleiben. Vom Restaurantbereich hat man auch Zugang zur Dachterrasse mit Blick über die Gebäude entlang des Kanals, da gerade aber einige Wolken aufgezogen sind, möchte ich erst nach dem Essen rausgehen, vielleicht scheint dann wieder die Sonne. Ich und eine Handvoll weiterer Individualbesucher des DAC, die hier essen wollen, werden etwas stiefmütterlich behandelt, da eine große Gruppe (eventuell eine Firma, jedenfalls keine Touristen) zum Mittagessen da ist. Schließlich findet sich aber noch ein Sitzplatz für uns alle und nach einer längeren Wartezeit bekommen auch wir unser Essen. Ich trinke einen Chai Latte und esse das Tagesgericht, auch heute kein Smørrebrød, sondern sehr leckere Rindfleischstreifen auf Kartoffeln mit Salat (EUR 23,53).

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Nach dem Essen hat sich die Wolkendecke tatsächlich etwas gelichtet und ich möchte auf die Dachterrasse gehen. Die Tür ist aber verschlossen, obwohl ich vor und beim Essen einige Leute draußen gesehen habe. Ich frage bei einem der Mädels, die die Gruppe bedienen, nach. Ja, sie hätte die Tür verschlossen, weil das dauernde Öffnen und Schließen die Gruppe stören würde und nein, sie öffnet die Tür jetzt nicht für mich, ich solle mir die Ausstellungen anschauen und in ca. einer halben Stunde wiederkommen. Die Ausstellungen habe ich aber weitgehend schon gesehen und so lange warte ich bestimmt nicht, na ja, ich hatte gestern ja schon einige Ausblick von oben, aber in Ordnung finde ich so ein Vorgehen nicht.

Nach unten in Richtung Ausgang kann man entweder eine bunte Treppe nehmen oder eine gläserne Rutsche. Da bin ich ja schon in der Versuchung die Rutsche zu nehmen, dazu bräuchte ich aber jemand, der in dieser Zeit meinen Geldbeutel, Handy und Kamera hält, in solch einer Situation hat das Alleinreisen eben einen Nachteil. So beobachte ich nur, wie eine andere Besucherin die Rutsche nimmt.

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Ich schaue mir noch die kleine Ausstellung über Architektur und Inneneinrichtung des SAS Royal Hotel hier in Kopenhagen (heute Radisson Collection Royal Hotel) an, das erste Design Hotel weltweit und vom Gebäude selbst bis zur Inneneinrichtung von Arne Jacobsen (der die weißen (Wohn)gebäude und den Strand in Klampenborg entworfen hat, wo ich am Sonntag war) entworfen.

Dann verlasse ich das DAC

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und gehe zurück zum Schloss Christiansborg, wo die Königlichen Empfangsräume auf mich warten.

Das ist neben der Kleinen Meerjungfrau nun (erst) der zweite Ort, wo eine größere Zahl an Touristen vor Ort ist. An der Kasse muss ich tatsächlich in einer kleinen Schlange warten, allerdings wohl eher deshalb weil sich die Leute vorher nicht darüber informieren, was sie anschauen möchten. Bei beiden Personen vor mir muss die Dame an der Kasse erstmal ausführlich erläutern, was im Schloss alles besichtigt werden kann, wieviel es kostet und wo sich die Zugänge befinden. Bei mir geht dann alles ganz schnell, ich lege meine Copenhagen Card vor und bitte um ein Eintrittsticket zu den Königlichen Empfangsräumen.

Wie überall bisher muss/kann man auch hier Jacke und Tasche in kostenlose Schließfächer einschließen, zusätzlich muss man hier dann noch Plastiküberzieher über die Schuhe ziehen - witzig, ich kann man mich noch gut an die Zeiten erinnern, als man zu Schlossbesichtigungen riesige Filzpantoffeln überzog, nun also Plastik.

In den Räumen im ersten Stock ist es dann wieder erstaunlich leer. Wie zu erwarten sind diese sehr pompös, wie man es auch aus anderen europäischen Schlössern kennt, insgesamt gefällt es mir gut, es ist warm, die Sonne scheint durch die Fenster, die Anzahl der Räume erschlägt einen nicht und wenn es mal wieder zu wichtigen politischen Treffen in Dänemark kommen wird, erkenne ich vielleicht sogar einen der Räume wieder :). Im zweiten Stockwerk befindet sich das Büro des Premierministers, das natürlich nicht zugänglich ist.

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Das Wetter ist immer noch recht sonnig, da zieht es mich nochmal raus „aufs Land“. Mit der U-Bahn fahre ich in Richtung Flughafen auf die Insel Amager, Stadtteil Ørestad, bis zur Station „Femøren“ (eine Haltestelle weiter ist dann schon der Flughafen). Von dort sind es nur ein paar hundert Meter bis zum Ostseestrand. Abgesehen von Strand und Meer, die immer einen Ausflug lohnen ;D, gibt es hier das „Kastrup Søbad“, eine moderne Holzkonstruktion am Ende eines Stegs, wo es Sitz- und Liegeflächen gibt, sowie Treppen ins Wasser. Badende sehe ich hier ausnahmsweise keine, aber es sitzen/liegen einige Leute auf den Holzflächen. Die Konstruktion erinnert mich an die Anlage zur Show „Water World“ in den Universal Studios in Los Angeles.

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Ich genieße noch ein bisschen die Sonne und spaziere zum nahegelegenen Jachthafen, dann zurück zur U-Bahn-Station.

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Ich möchte mir noch einige moderne Bauten eigentlich nicht weit von hier auch auf Amager anschauen, dazu muss ich aber die U-Bahn zurück in die Innenstadt nehmen, dort dann in eine andere U-Bahn-Linie wechseln, mit der es wieder in Richtung Süden und Flughafen geht. An der Station „DR Byen“ steige ich aus.

Zu sehen gibt es das Gebäude des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders DR von 2006, daneben das Konzerthaus des DR von Jean Nouvel von 2009 ganz in blau und einige sehr moderne Wohn“blocks“, darunter das runde „Tietgenkollegiet“, ein Studentenwohnheim, der Architekt hat sich an südchinesischer traditioneller Architektur orientiert.

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Gegen 16 Uhr fahre ich wieder in die Innenstadt zur Station „Christianshavn“. In der Nähe habe ich heute eine Filiale der Kette „Espresso House“ gesehen, dort ruhe ich mich bei einem Café Latte und einem Jul-Muffin (Weihnachtsmuffin) aus (EUR 9,95).

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Nun möchte ich nochmal bunte Lichter sehen und fahre mit der U-Bahn zur Station „Kongens Nytorv“, von dort gehe ich zum Nyhavn und anschließend zur Stelle vor Schloss Amalienborg, von wo aus man die hell erleuchtete Oper auf der anderen Kanalseite sieht (die taghell beleuchtete Baustelle direkt neben der Oper macht das Fotografieren leider etwas schwierig), auch der Blick auf das etwas entfernt liegende HOFOR Kraftwerk ist sehr interessant, der Rauch aus den Schornsteinen sieht wie Watte aus bei etwas längerer Belichtung.

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Beim Schauspielhaus, also zwischen meinem Fotografiestandort und Nyhavn gibt es eine Haltestelle des Wasserbusses. Es gibt drei Wasserbuslinien, die nach Fahrplan wie andere öffentliche Verkehrsmittel fahren (und damit auch in der Copenhagen Card enthalten sind) und alle innerhalb des Inneren Hafens unterwegs sind. Bisher hat es leider nicht sinnvoll geklappt einen Wasserbus zu nutzen, aber nun gibt es die Gelegenheit. Ich muss zwar einige Zeit auf das nächste Schiff warten und es ist auch nicht besonders schnell unterwegs, aber es bringt mich direkt zur Fisketorvet Mall (Haltestelle „Bryggebroen“, ich muss nur die Brücke überqueren, da der Wasserbus auf der anderen Kanalseite hält), wo ich nochmal in den Supermarkt muss. Da der Lidl nicht wirklich viel Auswahl bietet und ich auch mal einen dänischen Supermarkt sehen will, wähle ich heute den Fotex aus, der sich ebenfalls in der Mall befindet. Dort gibt es unter anderem eine unglaublich riesige Auswahl an tiefgefrorenen Mikrowellengerichten, eine asiatische Suppe/Eintopf wird mein Abendessen werden.

Gegen 18.15 Uhr bin ich zurück im Hotel.

Wetter: teils sonnig, teils bewölkt, ca. 8° C
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Horst am 16. Mai 2022, 21:36:32
Also bei der Rutsche wäre ich nicht in Versuchung gekommen... ;)
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 17. Mai 2022, 16:33:02
Ich hätte auch lieber die bunte Treppe genommen :zwinker:. Gerutscht bin ich zum letzten Mal im Grundschulalter und das ist schon ein paar Lenze her.

Kopenhagen lohnt sich echt bei Nacht :beifall:. Aber im November wurde es bestimmt schon früh dunkel?
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 17. Mai 2022, 18:06:25
Na ja, ich bin auch schon ewig nicht mehr gerutscht, aber eigentlich mag ich das total, ich glaube zuletzt vor einigen Jahren mal in einem Hallenbad, das war auch so kurvig wie die Glasröhre. Und im Salzbergwerk in Berchtesgaden, aber da gibt es keine Kurven.

Leider wird es im November sehr früh dunkel, dort noch früher als hier bei uns. Ab 15 Uhr gab es schon die ersten Anzeichen, dass der Tag zuende geht, um 16 Uhr war es je nach Wetter schon sehr dämmrig und ab 16.30 völlig dunkel. Deshalb ist November auch eigentlich nicht meine bevorzugte Urlaubszeit, dazu kommen dann noch die Weihnachtsmärkte, die ich auch nicht mag, aber Corona bringt einen zu bis dahin unvorstellbaren Dingen ;D. Das war ja erst mein zweiter Urlaub in 2021 und ich wollte halt die Möglichkeit noch nutzen.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 18. Mai 2022, 18:09:30
6. Tag – Mittwoch, 24.11.

Um 8.30 Uhr gehe ich vom Hotel zum Rathausplatz, von dort der Tour 4 meines Reiseführers folgend durch die Altstadt. Ich entdecke einige weihnachtlich dekorierte Geschäfte, einen weiteren Platz mit Weihnachtsmarkt und einen idyllischen Innenhof.

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Ans nördliche Ende der Altstadt schließen sich mehrere Parks an, ich spaziere durch den Kongens Have, wo sich Rosenborg Slot befindet, erbaut Anfang des 17. Jh. im niederländischen Renaissance Stil. Nur gut 100 Jahre wurde es als königliches Wohndomizil genutzt, danach kam es bei den Monarchen aus der Mode und diente als Aufbewahrungsort für aussortierte Möbel, Kunstwerke, Porzellan, usw. – und wurde schließlich zum Museum für all diese Dinge. Mich interessiert das nicht so sehr, da der Eintritt in der Copenhagen Card enthalten ist, hätte ich trotzdem mal einen Blick reingeworfen, aber im Winter öffnet es erst um 11 Uhr (jetzt ist es erst viertel vor zehn) und nur an den Wochenenden sind alle Räume geöffnet, so dass ich mich mit dem Blick von außen begnüge und in den nächsten Park, den Østre Anlæg wechsle.

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Hier steht das Statens Museum for Kunst (Eintritt in der Copenhagen Card enthalten), das ich nun besuche.

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Die aktuelle Sonderausstellung von Werken von Giovanni Battista Piranesi (1720 – 1778) schaue ich als erstes an. Von diesem Künstler und seiner Kunstrichtung habe ich noch nie gehört, bin aber nun total fasziniert davon. Piranesi war Archäologe, Architekt und Bühnenbildner und hat sich dann als er nach Rom reiste und von den dortigen alten Bauwerken begeistert war auf Radierungen und Gravuren spezialisiert, zunächst um Reiseführer zu bebildern (ja, Reiseführer gab es damals auch schon, oft wurden sie aber nicht zur Planung einer Reise gekauft, sondern um Bilder von Orten zu sehen, an die man selbst niemals würde reisen können), dann schuf er Zeichnungen, die immer weiter von der Realität abwichen bis zu fast völlig ausgedachten Räumlichkeiten, insbesondere gigantischen Gefängnissen mit Treppen, die im Nichts enden, Kerkern, labyrinthartigen Gängen. Das ganze extrem detailliert und weil schwarz-weiß auch ziemlich düster, schon albtraumhaft. Leider habe ich überhaupt kein Foto davon gemacht, aber im Internet kann man sich einige seiner Werke anschauen.

Das Museum ist ziemlich groß, so dass ich mir nur einzelne Bereiche bzw. Bilder genauer anschaue: dänische und skandinavische Malerei ab 1900, deutsche Maler ab 1900, und ich freue mich, einige Bilder von L.A. Ring zu sehen, den Maler, den ich am Sonntag im Ordrupgaard Museum entdeckt habe.

Gabriele Münter:

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Erich Heckel:

(https://abload.de/img/211124_014_forumwvk4q.jpg)

Erik Raadal:

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L.A. Ring:

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Nochmal L. A. Ring:

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Auch in diesem Museum gibt es ein Restaurant. Zu Mittag gibt es für mich dort einen Grünen Tee und mal wieder Smørrebrød – eine dicke Scheibe Schwarzbrot mit Hummus aus weißen Bohnen, Rote Beete und Salat (EUR 24,88).

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Nach dem Essen spaziere ich durch den dritten Park, den Botanisk Have, also botanischen Garten. Dort gibt es im November natürlich nicht viel zu sehen, aber interessant ist immerhin das Palmenhaus (Eintritt ist in der Copenhagen Card enthalten), von außen und von innen. Innen herrscht leider nicht nur hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, sondern auch noch eine rosafarbene Beleuchtung, so dass Fotos nur schwierig möglich sind und der Aufenthalt insgesamt nicht so angenehm ist.

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Für den restlichen Nachmittag habe ich mir nochmal ein Museum ausgesucht, die Ny Carlsberg Glyptotek direkt neben dem Tivoli, wie der Name schon sagt, mal wieder gestiftet vom Brauerei Gründer Carl Jacobsen. Die Glyptotek ist hauptsächlich ein Skulpturenmuseum, nicht gerade meine bevorzugte Kunstform, aber man soll sich ja hin und wieder mal Neuem öffnen ;D.

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Ich schaue mir hauptsächlich die Ägypten Ausstellung mit Skulpturen, Friesen, Grabbeigaben und einigen Mumien an.

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Dann mache ich einen kurzen Abstecher auf die Dachterrasse des Museums, von hier sieht man das Rathaus und einige Türme des Tivoli.

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Abschließend besichtige ich die Sonderausstellung zur dänischen Bildhauerin Anne Marie Carl-Nielsen (1853 – 1945). Und die ist tatsächlich sehr interessant, es wird einiges zum Leben und Arbeiten der Bildhauerin erzählt (Bildhauerei war damals eine fast ausschließlich Männern vorbehaltene Kunstform) und zu einigen ihrer Skulpturen werden Vormodelle in kleinerem Maßstab, anderem Material usw. gezeigt, so dass man den Aufwand, den eine fertige Skulptur benötigt, gut nachvollziehen kann.

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Im Café des Museums, direkt neben dem schönen Wintergarten gibt es dann einen Café Latte und einen Schokokuchen/keks (viel leckerer als das Foto vermuten lässt, innen gefüllt mit cremiger Schokolade) (EUR 13,45).

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Nach Kaffee und Kuchen spaziere ich ins Hotel zurück und nach einer kurzen Pause zur Fisketorvet Mall und die umgebende Bebauung, dort gibt es bei Dunkelheit einige nette Motive. Auf der Cykelslangen (Fahrradschlange) Brücke ist reger Betrieb und (für mich nicht verwunderlich) ich kann einen Unfall mit drei beteiligten Fahrrädern beobachten, zum Glück ist keiner ernsthaft verletzt und auch die Fahrräder sind nach ein paar Handgriffen noch bzw. wieder fahrtüchtig.

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Gegen 18 Uhr bin ich dann wieder im Hotel.

Wetter: bewölkt, teils Nieselregen, ca. 8°C
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 19. Mai 2022, 16:11:37
Zitat
Auch in diesem Museum gibt es ein Restaurant. Zu Mittag gibt es für mich dort einen Grünen Tee und mal wieder Smørrebrød – eine dicke Scheibe Schwarzbrot mit Hummus aus weißen Bohnen, Rote Beete und Salat (EUR 24,88).

Dafür wäre ich zu geizig, auch weil ich kein Brotfan bin.

Ich bin überrascht, dass im November noch so viele bunten Blätter hingen und der eine Strauch so fliederfarbene Blüten hatte :herz: .

Als Kunst- und Kulturbanausin hätte ich nicht so viele Museen besucht, höchstens weil es dort drinnen warm ist :toothy9:.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 19. Mai 2022, 18:08:39
Zitat
Auch in diesem Museum gibt es ein Restaurant. Zu Mittag gibt es für mich dort einen Grünen Tee und mal wieder Smørrebrød – eine dicke Scheibe Schwarzbrot mit Hummus aus weißen Bohnen, Rote Beete und Salat (EUR 24,88).

Dafür wäre ich zu geizig, auch weil ich kein Brotfan bin.


Als Kunst- und Kulturbanausin hätte ich nicht so viele Museen besucht, höchstens weil es dort drinnen warm ist :toothy9:.

Zum draußen Picknick machen war es natürlich zu kalt und dass es in Kopenhagen teuer ist, wusste ich ja vorher. Ich esse gerne im Urlaub das, was jeweils üblich ist und dort ist es zu Mittag eben das Smörrebröd (am nächsten Tag gibt es dann noch was ganz anderes, ist dann aber noch teurer). Zwischenzeitlich war ich ja in Belgien, da sieht es mit Mittagessen zwar anders, aber auch nicht besser aus (Bericht kommt natürlich noch). Wenn ich das so mit meinen Deutschland Reisen in den vergangenen Jahren vergleiche, ist das Preis-Leistungsverhältnis (egal ob in der Großstadt wie Hamburg oder an touristischen Orten wie Rügen oder Borkum) hier mit Abstand am besten, was das Restaurant Essen angeht, hier bekomme ich eine komplette Mahlzeit mit Fleisch/Fisch, zwei Beilagen und Salat zum gleichen Preis wie in Kopenhagen oder Flandern ein einfache, eher als Imbiss zu bezeichnendes Essen. Aber um solche Unterschiede zu erleben, reisen wir ja alle :)

Ich habe die vielen Museen in diesem Urlaub richtig genossen, das hatte ich schon ewig nicht mehr. Will ich auch nicht in jedem Urlaub haben, immer so wie es jeweils passt.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 19. Mai 2022, 18:55:22
Uff, bin jetzt auch wieder auf dem Laufenden.

Die Rutsche hätte mich auch in Versuchung geführt  ^-^ Vor allem da ich nicht im Wasser landen muss ( wie in so manchen Aquaparks, die wir mit Klein Colin besucht haben) Die bunte Treppe gefällt mir aber auch. Vielleicht übernehme ich ja das Konzept für unsrige, die mal wieder gestrichen werden müsste.  ;)

Auf den ersten Blick kam mir Nyhavn leer vor (also an Schiffen) aber ein Bildervergleich hat gezeigt, dass wir da beim letzten Mal auch Lücken hatten. Fiel nicht so auf, weil da tausende Menschen herumlungerten  ::) Auf jeden Fall sehr schöne Abendbilder davon.

Mir war gar nicht bewusst, wie viele unterschiedliche Museen Kopenhagen hat. Einiges davon würde mich auch interessieren, müsste dann den Göttergatten irgendwo "parken" oder mal allein auf Reisen gehen.

Auf jeden Fall hast du ein wunderbar abwechslungsreiches Programm gehabt
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 20. Mai 2022, 18:03:17
Uff, bin jetzt auch wieder auf dem Laufenden.

Auf den ersten Blick kam mir Nyhavn leer vor (also an Schiffen) aber ein Bildervergleich hat gezeigt, dass wir da beim letzten Mal auch Lücken hatten. Fiel nicht so auf, weil da tausende Menschen herumlungerten  ::) Auf jeden Fall sehr schöne Abendbilder davon.

Auf jeden Fall hast du ein wunderbar abwechslungsreiches Programm gehabt

Könnte natürlich schon sein, dass am Nyhavn im Sommer mehr Schiffe liegen, z.T. waren da ja Restaurants drauf oder man konnte Rundfahrten machen, das lohnt sich im Winter nicht so oder auch wegen Corona.

Ich fand es auch sehr abwechslungsreich ;D Klar, vielleicht etwas museumslastig, aber es waren viele unterschiedliche Museen und da ich die Copenhagen Card hatte, war jeder Museumsbesuch total entspannt, ich habe nur das angeschaut was ich wollte und nur soviel, dass es nicht zu viel wurde. Wenn ich jeweils einzeln Eintritt gezahlt hätte, hätte ich eher das Gefühl gehabt, das jeweilige Museum intensiv und möglichst komplett anschauen "zu müssen".
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 20. Mai 2022, 18:24:28
7. Tag – Donnerstag, 25.11.

Gegen Viertel nach sechs werde ich von einem ohrenbetäubenden Lärm, der nicht aufhören will, geweckt – och nö, Feueralarm. Jetzt erwischt es mich also doch noch, ich hatte schon in den Bewertungen gelesen, dass (Fehl)Feueralarme relativ häufig vorkommen und ironischerweise hingen erst gestern Abend überall neue Hinweisschilder, dass es verboten ist, elektrische Kochplatten auf den Zimmern zu verwenden (am Wasserkocher klebt ein Zettel, dass nur Wasser eingefüllt werden darf und an der Mikrowelle wird darauf hingewiesen, dass man das Gerät bei Rauchentwicklung sofort abschalten soll).

Ich schaue aus dem Fenster und dann zur Türe hinaus, ob irgendwo Rauch oder Feuer zu sehen ist, nein, also kann ich ohne Hektik etwas einigermaßen vernünftiges Anziehen, draußen sind schließlich Wintertemperaturen. Meine Tasche mit den Wertsachen packe ich eh schon immer abends nach den Reisenotizen und der Planung für den nächsten Tag, da muss noch mein Handy dazu, dann gehe ich (natürlich mittels Treppe) die drei Stockwerke nach unten und komme irgendwo an der Seite des Hotels ins Freie. Vor dem Haupteingang stehen schon mehrere Feuerwehrautos und Feuerwehrmänner wuseln herum, aber es scheint zum Glück wieder nur ein Fehlalarm zu sein, das Personal ist hinter dem Rezeptionstresen geblieben und einige Gäste sitzen in der Lobby. Dorthin gehe ich dann auch und recht bald schon hört der Alarm auf, die Feuerwehrleute verlassen das Haus und das Personal teilt mit, dass man wieder auf die Zimmer könne. Ich fahre mit zwei Mädels im Aufzug nach oben, eine erzählt, dass sie schon seit ein paar Wochen hier wohnt und es in jeder Woche einen Fehlalarm gegeben hat, da läuft meiner Meinung nach etwas falsch, so häufig dürfte das nicht vorkommen. Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass ein Großteil (? zumindest gefühlt) der Zimmer/Studios an Bauarbeiter aus Osteuropa vermietet sind, die jeden Tag mit Kleinbussen vom Hotel zur Baustelle transportiert werden und auch die Wochenenden hier verbringen, die, verständlicherweise, bei so einem langen Aufenthalt nicht mit Mikrowelle und Wasserkocher zufrieden sind, sondern mit den auf den Hinweisschildern erwähnten elektrischen Kochplatten kochen, gestern abend ist einer mit großen Flasche Sonnenblumenöl durch die Lobby gelaufen. Na ja, ich bin nur froh, dass es erstens ein Fehlalarm war und zweitens es nicht passierte, als ich gerade unter der Dusche stand ;D.

Nochmal ins Bett gehen lohnt sich nun nicht mehr, ich dusche und frühstücke und um Viertel nach acht spaziere ich nochmal in Richtung Fisketorvet Mall und von dort am Kanal weiter nach Süden durch das Wohngebiet, wo auch Hausboote liegen. Eine sehr interessante Gegend, man könnte noch ein gutes Stück weitergehen, aber ich habe noch ein paar andere Punkte für meinen letzten Besichtigungstag auf dem Zettel stehen.

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Daher gehe ich zurück Richtung Hotel und zur dortigen S-Bahnstation. Meine Copenhagen Card gilt heute leider nicht mehr (maximale Dauer sind fünf Tage), daher kaufe ich am Automaten eine Tageskarte für heute (EUR 10,76).

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Mit der nächsten S-Bahn fahre ich dann in Richtung Farum, also nach Nordwesten bis zur Station Emdrup. Ich möchte zur Grundtvigskirche im Stadtteil Bispebjerg, den Google Maps Ausschnitt habe ich mir ausgedruckt, da ich mich hier außerhalb des Bereichs des Stadtplans meines Reiseführers befinde. Es hat inzwischen angefangen zu regnen, eine ganze Woche ohne Regen wäre für November und Kopenhagen auch ein wenig zu viel verlangt. Irgendwie komme ich schon bald völlig vom Weg ab und bin mir nicht mehr sicher, in welche Richtung ich gehen muss. Ich frage einen jungen Papa, der mit dem Kinderwagen spazieren geht, der mal wieder sehr hilfsbereit ist, perfektes Englisch spricht und mir auf seinem Handy den Kartenausschnitt der Gegend zeigt und gleich zwei mögliche Wege erklärt, den kürzeren und den, der einfacher zu merken ist.

So komme ich tatsächlich noch zur Kirche und werde, als ich um die Ecke biege und sie zum ersten Mal sehe, fast erdrückt, obwohl ich natürlich schon Bilder gesehen habe. Aber Größe, Form und Farbe der Kirche führen zusammen mit dem Regenwetter zu einer irgendwie unheimlichen Stimmung.

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Die Kirche wurde zwischen 1921 und 1940 gebaut, entworfen vom Architekten Peder Klingt und benannt nach dem dänischen Philosophen und Pastor Grundtvig. Im expressionistischen Gebäude mit neugotischen Stilelementen haben 1800 Menschen Platz. Baumaterial ist hauptsächlich ein gelblicher Ziegel (6 Millionen Stück davon wurden verbaut), der in Dänemark häufig verwendet wird und die umliegenden Wohnhäuser wurden zusammen mit der Kirche aus denselben Ziegeln gebaut, um die Wirkung der Kirche noch zu vergrößern.

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Der Innenraum ist völlig schlicht gehalten und auch wenn mir an sich schlichte Kirchen gut gefallen, ist es hier drinnen ähnlich unheimlich wie draußen vor dem Turm der Kirche. Wenn die Sonne hereinscheinen und einige weitere Besucher da wären, würde der Eindruck sicherlich anders sein.

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Auf dem Rückweg zur S-Bahn Station stelle ich fest, dass ich auf dem Hinweg tatsächlich in die völlig falsche Richtung gegangen bin :verlegen: und der Weg zur Kirche dadurch mehr als doppelt so lange wurde.

Mit der S-Bahn fahre ich zurück in die Innenstadt bis zur Station „Nørreport“ und gehe von dort in den Stadtteil Nørrebro, wo ich bisher noch nicht war. Nørrebro ist von der Altstadt durch eine Reihe von (Jahrhunderte alten) Stauseen getrennt, die auf mehreren Brücken überquert werden können. Eine bei schönem Wetter wunderbare Gegend, man kann beidseitig an den Ufern der Seen entlangspazieren, aufgrund des Regenwetters und der damit verbundenen feuchten Kälte heute, mache ich aber nicht mal ein Foto von der Brücke herunter (was mich nachträglich mal wieder ärgert), sondern gehe ohne Stopps bis zu meinem nächsten Ziel, dem „Mærsk Tower“. Wie der Name schon sagt, wurde auch dieser Turm, wie die Oper, vom reichsten Dänen Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller (bzw. dessen Stiftung) finanziert. Er ist Teil der Universität von Kopenhagen, genauer gesagt befindet sich dort die medizinische Fakultät. Das 75 Meter hohe Gebäude wurde 2017 fertiggestellt, die braunen Lamellen sind aus Kupfer und beweglich, so dass sie als Sonnenschutz dienen können. Der Turm ist für jedermann zugänglich und der Blick aus dem obersten Stockwerk soll lohnenswert sein, aufgrund des Regenwetters verzichtet ich aber darauf, die Sicht wäre doch extrem bescheiden und ich habe ja schon jede Menge Ausblicke von oben gehabt.

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Nach einem Blick auf die neben dem Turm stehende Sankt Johannes Kirke, gehe ich zurück in Richtung Bahnhof „Nørreport“.

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Direkt daneben sind seit 2011 die Torvehallerne (Markthallen), im Freien und verteilt auf mehrere gläserne Gebäude befinden sich Marktstände und Selbstbedienungsrestaurants mit Sitzplätzen. Ich entscheide mich für das „Palao“ – der Burger mit allen möglichen Extras an Käse und Bacon sowie die Fries sind sehr lecker, das gilt auch für den Smoothie aus Spinat und Ingwer. Mit EUR 34,16 ist es allerdings nicht ganz günstig, vor allem wenn man bedenkt, dass man aus Plastik bzw. Pappe isst und trinkt und sich alles selbst am Tresen bestellt und abgeholt hat.

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Nach dem Essen fahre ich von der Station „Nørreport“ in den westlich der Innenstadt gelegenen Stadtteil Frederiksberg. Hier besuche ich das Bakkehusmuseet (EUR 10,09). Dieses Haus gehörte der Familie Rahbek zu Beginn des 19 Jh., einem liberalen Künstlerehepaar, das Schriftsteller und sonstige Künstler regelmäßig zu sich einlud, zum diskutieren und sprechen über Kunst und Politik, ein „Künstlersalon“, wie das damals hieß. Zum Beispiel war Hans Christian Andersen ein häufiger Gast und wurde wohl von Kamma Rahbek zum ersten Mal als Dichter bezeichnet.

Ich mag solch kleine Museen, die einen Einblick geben in das Leben in früheren Zeiten, und genieße daher den Rundgang durch das im romantischen Stil eingerichtete Haus (überwiegend rekonstruiert, teilweise mit Original Möbeln).

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Im oberen Stockwerk wird eine Sonderausstellung gezeigt mit dem Thema „Überwintern“ von Natur und Pflanzen.

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Im Garten gibt es im Sommer ein Café, das jetzt im Winter leider geschlossen ist, man kann eben nicht alles haben, dafür musste ich mir das Museum nur mit zwei weiteren Personen teilen.

Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, sogar die Sonne ist manchmal zu erahnen, daher spaziere ich durch den neben dem Bakkehus liegenden Schlosspark. Das sich dort befindliche Schloss Frederiksberg aus dem 18. Jh, wird heute als Königliche Militärakademie genutzt und kann daher nicht besichtigt werden.

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Vom Park gehe ich zur nächsten U-Bahn Station und fahre nochmal ins Stadtzentrum bis zur Station „Marmorkirken“. Dort in der Nähe befindet sich das ehemalige Matrosen-, dann Sozialviertel Nyboder mit u.a. hübschen kleinen Häusern im Renaissance Stil (die orange-farbenen). Leider ist fast das gesamte Viertel eine Baustelle, bei näherem Blick auf die Häuser ist eine Modernisierung aber wohl auch dringend nötig.

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Ich gehe zurück zur U-Bahn Station „Marmorkirken“ und fahre bis zur übernächsten Station "Gammel Strand". Nochmal am Weihnachtsmarkt auf dem Højbro Plads vorbei, gestern vormittag bin ich am anderen Ende gewesen und an der Skulptur „Generations lifting Generations“ von Svend Viig Hansen am Gammel Strand, gehe ich zum Sorte Diamant, im Café der Bibliothek möchte ich Kaffeepause machen.

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Obwohl ich schon mehrmals hier vorbeigekommen bin, fällt mir erst jetzt eine weitere „alternative“ Meerjungfrau auf – die mir sehr bekannt vorkommt. Genau – die Skulptur ist von der Bildhauerin Anne Marie Carl-Nielsen und das Modell zur fertigen Skulptur habe ich gestern in der Ny Glyptotek gesehen.

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Das Licht reicht jetzt um 16 Uhr gerade noch so für ein paar Fotos von der Meerjungfrau, dann gehe ich rein und bestelle Café Latte und einen Carrot Cake (EUR 11,30).

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Eine halbe Stunde später, nun ist es schon dunkel, nur der Himmel in Richtung Westen ist noch erleuchtet, spaziere ich den mir nun schon vertrauten Weg am Wasser entlang zurück in Richtung Hotel bzw. Fisketorvet Mall. Die beleuchteten Gebäude sehen so toll vor dem Sonnenuntergangshimmel aus, da hätten sich ein paar Fotos mit Stativ gelohnt, leider liegt das Stativ aber im Hotel. Egal, mit der Nachtfunktion der Kamera gibt es auch ein paar schöne (wenn auch nicht ganz scharfe) Bilder.

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Ich gehe nochmal in den Fotex um mir Brötchen und Käse (aufgeschnittene Wurst habe ich tatsächlich nicht gefunden) als Proviant für den morgigen Reisetag zu kaufen, dann geht’s zurück ins Hotel.

Wetter: vormittags bewölkt, meist Regen, nachmittags aufgelockert bewölkt, ca. 5°C
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 22. Mai 2022, 20:41:26
Schade, dass es sich so eingetrübt hat. Das Bakkehus Museet gefällt mir auch aus ganz den gleichem Grund, finde es interessant wie die  Leute früher so gelebt haben.

So frontal wirkt die Kirche echt bedrückend, wirkt eher wie ein Mahnmal  ??? Die alternativen Meerjungfrauen sind mir neu, wohl erst nach 2012 aufgestellt?  Für eine Bootstour war es vermutlich zu kalt, oder? Die fanden wir immer recht interessant.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 23. Mai 2022, 14:41:14
Die Kirche könnte man als Movielocation für einen Horror- oder den nächsten Harry Potter-Film nehmen. Von der Seite geht's ja noch, aber frontal  :verpiss:.

Zitat
Ich entscheide mich für das „Palao“ – der Burger mit allen möglichen Extras an Käse und Bacon sowie die Fries sind sehr lecker, das gilt auch für den Smoothie aus Spinat und Ingwer. Mit EUR 34,16 ist es allerdings nicht ganz günstig, vor allem wenn man bedenkt, dass man aus Plastik bzw. Pappe isst und trinkt und sich alles selbst am Tresen bestellt und abgeholt hat.

Uiiihhhh  :o, hoffentlich war das Fleisch wenigstens vom Wagyu oder Kobe-Rind.

Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 23. Mai 2022, 19:48:39
Die alternativen Meerjungfrauen sind mir neu, wohl erst nach 2012 aufgestellt?  Für eine Bootstour war es vermutlich zu kalt, oder? Die fanden wir immer recht interessant.

Wann die alternativen Meerjungfrauen aufgestellt wurden, weiß ich leider nicht. Eine "touristische" Bootstour war in meiner Copenhagen Card enthalten, ein Anbieter macht das auch im Winter, aber die Boote haben eine "Glashaube", darauf hatte ich keine Lust, da man da nicht so gut rausschauen und erst recht nicht fotografieren kann. Wenn ich noch Zeit gehabt hätte, wäre ich mal mit dem Wasserbus, der als öffentliches Verkehrsmittel auch in der Copenhagen Card enthalten war, bei Tag die gesamte Strecke gefahren, da konnte man sich wahlweise drin oder draußen aufhalten, aber das ging zeitlich eben nur das einemal für eine Teilstrecke bei Nacht und da sass ich drinnen,weil es mir draußen zu kalt war.

Uiiihhhh  :o, hoffentlich war das Fleisch wenigstens vom Wagyu oder Kobe-Rind.

Nee, war nur ganz normales Rindfleisch ;D
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 23. Mai 2022, 19:54:05
8. Tag – Freitag, 26.11

Heute habe ich leider nur noch die Abreise auf dem Plan, bereits viertel vor sieben checke ich nach Frühstück und dem restlichen Packen aus und gehe zu Fuß zum Bahnhof.

Um 7.26 Uhr fährt der IC nach Hamburg pünktlich ab, wie schon bei der Anreise ist auch in diesem Zug fast jeder Platz belegt, so dass ich froh bin, eine Platzreservierung zu haben. An der Grenze werden die Masken wieder aufgesetzt, anders als in Richtung Dänemark gibt es keine Grenzkontrollen bei Einreise nach Deutschland.

Um 12 Uhr komme ich weiterhin pünktlich in Hamburg an. Zeit für ein Mittagessen habe ich heute nicht, ich kaufe mir nur ein Hamburger Franzbrötchen für später, um 12.24 Uhr geht es dann schon mit dem ICE weiter nach Mannheim.

Um viertel vor fünf erreiche ich immer noch pünktlich Mannheim, hier hat der vorgesehene Anschlusszug über eine halbe Stunde Verspätung wegen eines technischen Defekts, zum Glück kann ich aber eine andere Verbindung nehmen, zwischen Mannheim und Worms fahren viele Züge und S-Bahnen. In Worms muss ich dann ein letztes Mal umsteigen für den kurzen Hopser nach Hause, wo ich planmässig um viertel nach sechs ankomme und schon von Peter am Bahnhof erwartet werde.

Wetter: überwiegend bewölkt, vormittags teils Sonne, nachmittags teils Regen, ca. 3 °C


Fazit:

Nach all der Unsicherheit vor Reisebeginn, ob es im Hinblick auf die beginnende Omikronwelle sinnvoll wäre, die Reise anzutreten oder auf den Januar oder Februar zu verschieben, war die Entscheidung für die Reise genau richtig, es gab keine Beeinträchtigungen während meines Aufenthalts, keine Maskenpflicht, wobei ich und viele andere im Laufe der Woche in vollen öffentlichen Verkehrsmitteln die Maske dann doch wieder hervorholten, die 3 G Kontrollen vor Zugang zu Museen und Restaurants waren weitgehend problemlos (Einzelheiten dazu ja schon im Bericht), es gab während meines Aufenthalts keine neuen, zusätzlichen Regeln, weder in Dänemark noch in Deutschland, auch wurde Dänemark nicht als Risikogebiet aus deutscher Sicht hochgestuft (dann hätte ich bei der Rückkehr ein Einreiseformular ausfüllen müssen, wäre auch kein großes Problem gewesen).

Die Weihnachtsmärkte waren zum Glück nicht allzu störend, es waren so wenige Touristen in Kopenhagen unterwegs wie von mir erhofft.
Das Wetter war viel besser als ich für einen November in Kopenhagen erwartet hatte. Seit langem habe ich mal wieder sehr viel Zeit in Museen verbracht, das hat mir richtig gut gefallen, zumal es wirklich wunderbare Museen waren.

Die Copenhagen Card hat sich gelohnt, EUR 135 hat die Karte gekostet, die von mir genutzten Eintritte und öffentlichen Verkehrsmittel hätten EUR 248 gekostet.

Ich hatte mir vor Reisebeginn lange überlegt, ob ich bei Ankunft in Kopenhagen ein bisschen dänisches Bargeld am Automaten holen sollte, habe mich dann dagegen entschieden, da ich mehrfach gelesen hatte, dass man alles und überall (zumindest in der Stadt) mit Karte bezahlen könne. Und genauso war es, selbst eine kleine Flasche Wasser beim 7/11 Kiosk konnte mit Karte bezahlt werden, Schließfächer in Museen waren per Zahlenschloss abschließbar, nur einmal war eine Münze nötig, da stand dann aber ein Automat daneben, wo man mit Karte die passende dänische Münze kaufen konnte. Toiletten waren immer kostenlos, es saß auch niemand an der Tür, der ein Trinkgeld erwartet hätte.

Sprachprobleme gab es keine, alle mit denen ich gesprochen habe, konnten Englisch, Speisekarten, Beschreibungen in Museen, Fahrkartenautomaten, alles war auch in Englisch verfügbar.

Kopenhagen hat mich vor allem wegen der vielen außergewöhnlichen modernen Gebäude begeistert, den vielen Möglichkeiten ans Wasser zu kommen, mal die Kanäle, mal die Ostsee. Die Innenstadt war auch nett, aber da gibt es viele andere Städte in Europa, die idyllischere, besser erhaltene historische Stadtzentren vorweisen können. Sehr schön war auch die nächtliche Beleuchtung einzelner Gebäude oder Brücken. Wie immer habe ich längst nicht alles gesehen, was mich interessiert hätte, daher ist ein weiterer Besuch irgendwann in der Zukunft nicht ausgeschlossen (wenn nur die Liste der Wunschziele nicht so lange wäre ;D).
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 24. Mai 2022, 11:05:46
 :danke: fürs Teilen deiner Erlebnisse, liebe Christina. Jetzt konnte ich mir ein Bild von Kopenhagen machen, denn dieses Reiseziel stand noch nie auf unserer Liste.

Ich denke auch, dass die Reisezeit genau richtig war. Im November war es zwar schon kühl, aber dadurch konntest du die Card abarbeiten.

:respekt:, dass du dir das Reisen im Alleingang zutraust. Ich verreise ungern alleine.

Das Smørrebrød und das teure Essen setzt Kopenhagen jetzt nicht auf meine Bucket List. Doch sage niemals nie :floet:.

Ich bin jedenfalls virtuell sehr gerne mitgereist :adieu:.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Silvia am 24. Mai 2022, 16:03:27

So, ich bin jetzt auch durch mit dem Kopenhagen-Bericht ... erst mal ein RIESIGES Dankeschön für das Vorstellen dieser Stadt, die - ich gebe es zu - bisher überhaupt noch nicht auf meinem Bildschirm war.

Soviel Kunst und Architektur wäre mir persönlich etwas zuviel, aber jeder hat ja andere Interessen  ;D   ... die Preise für's Essen lassen einen auch schlucken  :verpiss:  (aber du warst ja anscheinend darauf vorbereitet)

Was die Rote Beete betrifft: Die wird auch in Schweden und Norwegen im Herbst/Winter viel mehr als hier bei uns genutzt/angeboten.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 24. Mai 2022, 18:00:41
Ilona vielen Dank für deine Begleitung. Nur wegen des Essens würde ich nicht unbedingt auf Kopenhagen verzichten, wenn man abends essen geht, gibt es ja auch "normales" Essen, kein Smörrebröd. Aber ihr seid ja sowieso eher lieber in wärmeren Gefilden unterwegs - wo es ja auch nicht immer einfach ist mit dem Essen, wenn ich mich da an deinen Sardinien Bericht erinnere ;D

Schön, dass du auch mitgelesen hast, Silvia. Interessant mit den Roten Beeten, ich war zwar schon in Stockholm, aber das ist so lange her, daher kann ich mich ans Essen gar nicht mehr erinnern.

So viele Museen möchte ich auch nicht in jedem Urlaub haben, aber hier hat es gut gepasst.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Susan am 24. Mai 2022, 20:08:09
Herzlichen Dank für deine Eindrücke aus Kopenhagen, bin sehr gern mitgereist  ^-^

Das war eine schöne Städtereise mit einige Anregungen für mich, besonders die Museen. Bisher waren wir immer über Himmelfahrt oder Pfingsten dort, da haben wir uns mehr auf das Draußen konzentriert  8)  War dann natürlich sehr viel voller in der Stadt, aber das macht uns meist weniger aus.

Wie ich sehe, hast du ja schon die nächste Städtereise auf dem Plan  - ich bin gespannt auf Helsinki  ;)

 :danke:
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 25. Mai 2022, 14:58:48
Ilona vielen Dank für deine Begleitung. Nur wegen des Essens würde ich nicht unbedingt auf Kopenhagen verzichten, wenn man abends essen geht, gibt es ja auch "normales" Essen, kein Smörrebröd. Aber ihr seid ja sowieso eher lieber in wärmeren Gefilden unterwegs - wo es ja auch nicht immer einfach ist mit dem Essen, wenn ich mich da an deinen Sardinien Bericht erinnere ;D

Hallo Christina,

der Essensfluch im Urlaub lastet schon 17 Jahre auf uns. Wir tragen's meistens mit Humor :toothy9:, außer wenn wir von einem tollwütigen Sarden vor die Tür gesetzt werden.

Mit den wärmeren Gefilden ist das so eine Sache. Wenn du einen Angetrauten mit Superkräften als Regenmacher hast, zieht der die Tiefs an und lässt es sogar in der Wüste regnen  :totlach:.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 25. Mai 2022, 18:07:05
Vielen Dank fürs Mitfahren Susan, bei gutem Wetter bin ich auch lieber draußen unterwegs.

Helsinki war nun eine relativ spontane Entscheidung, weil Peter irgendwie die Lust aufs Reisen verloren hat und in seinem am Freitag startenden Urlaub, für den wir eigentlich ein paar Tage Wandern geplant hatten, lieber zu Hause bleibt, daher Helsinki alleine. Ich hoffe nur, dass es nicht zu voll wird, aber ich wollte nicht bis Herbst warten, wer weiß, welche Pandemie dann wieder Probleme macht ;D Ich hätte gerne nach ein paar Tagen Helsinki eine Rundreise durch Südfinnland gemacht, da sind mir aber die Automietpreise zu hoch, daher werden es zehn Tage Helsinki mit Tagesausflügen per Zug und Bus. Bei gutem Wetter vermutlich ganz ohne Museen :)
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 25. Mai 2022, 18:14:57
Mit den wärmeren Gefilden ist das so eine Sache. Wenn du einen Angetrauten mit Superkräften als Regenmacher hast, zieht der die Tiefs an und lässt es sogar in der Wüste regnen  :totlach:.

Vielleicht müsstest du da mal das absolute Gegenteil, z.B. Island ausprobieren, da wird dann aus dem Regenmacher ein Schönwettermacher :totlach:.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Ilona am 26. Mai 2022, 14:03:09
Vielleicht müsstest du da mal das absolute Gegenteil, z.B. Island ausprobieren, da wird dann aus dem Regenmacher ein Schönwettermacher :totlach:.

Gerne, wenn du mir das garantierst.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 26. Mai 2022, 18:21:43
Vielleicht müsstest du da mal das absolute Gegenteil, z.B. Island ausprobieren, da wird dann aus dem Regenmacher ein Schönwettermacher :totlach:.

Gerne, wenn du mir das garantierst.

Nee, Garantie gibts leider keine ;D
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Paula am 29. Mai 2022, 12:08:46
Hallo Christina,

Nun bin ich endlich auch dazu gekommen deinen Reisebericht in Ruhe durchzulesen! Schade dass ich erst bei der Rückfahrt einsteigen konnte, aber so viel Trubel in der Arbeit hatte ich  schon lange nicht mehr, gestern habe ich den ganzen Tag gearbeitet und jetzt wird es in den nächsten 4 Wochen hoffentlich etwas ruhiger.
Ich bin sehr überrascht von der schönen modernen Architektur in Kopenhagen. Beim Lesen habe ich öfter versucht Vergleiche mit München und Berlin anzustellen und da kommt Deutschland wirklich schlecht weg. Ich hatte bisher gar keine Vorstellung von Kopenhagen und kann mir dort jetzt auch sehr gut eine Woche Urlaub vorstellen, lieber aber wenn es warm ist. Ich würde gern diese Schwimmbäder im Fluß bzw Kanal ausprobieren, das habe ich erst einmal erlebt in Wolfsburg und fand das total klasse!
Im November ins Wassergehen kann ich mir ja überhaupt nicht vorstellen, die Dänen sind echt hart im Nehmen, dabei sind sie doch für ihr hyggelig bekannt…
Wenn ich alleine unterwegs bin gehe ich auch gern in Museen, ich war mal eine Woche in Paris bei schönem Wetter und habe fast alle Museen besucht, ich würde das in Kopenhagen bestimmt auch machen und für November hattest du ja wirklich gutes Wetter.
Kirchen schaue ich auch gerne an, aber auf den Kirchturm mit der Außentreppe hätte ich mich wahrscheinlich nicht gewagt.
Was mir nicht gefallen hat sind die vielen roten Beete, das ist so ziemlich das einzige Gemüse das ich gar nicht gerne esse  :)

Danke für den interessanten Bericht, jetzt habe ich schon wieder einen Ort mehr auf meiner unendlich langen Reiezielwunschliste  8)
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 30. Mai 2022, 17:50:15
Freut mich, Paula, dass du noch nachgelesen hast, hoffentlich hast du es die nächsten Wochen wirklich ruhiger auf Arbeit.

In den Hafenbecken würde ich tatsächlich auch gerne mal eine Runde schwimmen bei Wärme und Sonne, allerdings wäre es mir dann zu voll in der Stadt, Kopenhagen gehört ja leider auch zu den völlig von Touristen überlaufenen Städten.

Wenn man Rote Beete nicht mag, hat man es dort wohl etwas schwer - aber man kann sicherlich darum bitten, die Rote Beete wegzulassen und durch was anderes zu ersetzen. Vielleicht gibt es das auch eher im Winter als in der wärmeren Jahreszeit.

Ja, ja die Wunschzieleliste. Wird wohl bei jedem eher immer länger als kürzer, egal wie viel man unterwegs ist ;D.
Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Silv am 02. Juni 2022, 12:54:40
Hallo Christina,

ich habe nicht viel kommentiert, ich wusste einfach nicht was.... :-[   Kunst und moderne Architektur ist ja nicht so ganz meins. Und dann noch ne ganze Woche lang... :verlegen:

Aber trotzdem DANKE für den Bericht! Die Bilder hab ich immer angeguckt, nur nicht alles mitgelesen.  ;)

Titel: Re: Kopenhagen im November 2021 - Kunst, bunte Lichter und moderne Architektur
Beitrag von: Christina am 02. Juni 2022, 18:46:12
Hallo Silvia,

muss und kann ja nicht jedem alles gefallen ;D Ich mag Städteurlaub genauso wie Natururlaub und nachdem die letzten beiden Reisen (also Rügen, Borkum und Helgoland) hauptsächlich Natur waren, fand ich es toll, mal wieder in der Stadt zu sein.