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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am Heute um 18:37:32 »
6. Tag – Dienstag, 03.02. - 2. Teil

Wir bummeln noch durch das an der flussabgewandten Seite des Hügels liegende maurische Viertel. Hier sehen wir mehrfach die typischen Türgriffe in Handform (Hand der Fatima, in der Hand ist eine Kugel = Auge, dieses ist durch die Hand verdeckt und soll damit das Haus vor dem Bösen schützen) und auch wieder die maurischen Fenster- und Türgitter.








Über den Praça da República, an dem wir vorhin noch die Sonne genossen haben, nun schon wieder unter bedecktem Himmel,


gehen wir zurück ans Flussufer. Nach dem üppigen Mittagessen gestern steht uns heute eher der Sinn nach etwas Leichterem wie Sandwiches und Salate. Da sind wir vorhin an einem netten Café, das genau das anbietet vorbeigekommen. Leider sind dort aber alle Plätze schon belegt. Auf der Suche nach einer Alternative entdecken wir zufällig dann doch wieder ein typisch portugiesisches Restaurant, das Restaurant des Sportvereins von Tavira („Ginásio Clube Tavira“) im ersten Stock eines alten Stadtpalastes, das laut dem Aufsteller vor dem Haus nicht nur für Vereinsmitglieder zugänglich ist.

Zwischen Fotos von Sportmannschaften an den Wänden und Regalen mit Siegerpokalen sitzen wir im sonst typisch portugiesisch eher karg und ungemütlich eingerichteten Speisesaal neben vielen Einheimischen, aber auch Touristen. Ein komplettes Menü wird hier (zum Glück) nicht angeboten, ich nehme einen gegrillten Kabeljau mit Kartoffeln und Salat, Peter das Tagesgericht Hähnchenfleisch in Soße mit Pommes und Reis, dazu ein Orangensaft (der sich als Fanta aus der Dose entpuppt) und ein alkoholfreies Bier, auf den Nachtisch verzichten wir schweren Herzens, aber das wäre wieder viel zu viel (EUR 26,00). Alles hat wieder sehr gut geschmeckt.


Vorbei an ein paar Fischerbooten, die ein bisschen Farbe ins inzwischen graue Tageslicht bringen, gehen wir nach dem Essen zurück zum Auto.


Unser nächstes Ziel, die Ilha de Tavira, ist nicht weit entfernt von der Stadt. Wie wir vorhin von der Burg aus gesehen haben, liegt Tavira ja nicht direkt am Meer, sondern an einer Lagune. Die Ilha de Tavira grenzt die Lagune vom Meer ab, auf ihrer dem Meer zugewandten Seite befindet sich der Strand von Tavira. Erreichbar ist die Insel entweder mit regelmäßig vom Stadtzentrum aus verkehrenden Ausflugsbooten oder mit dem Auto bzw. Fahrrad. Die Insel ist nämlich mit einem schmalen Damm mit dem Festland verbunden. Auf der Festlandseite des Damms im Örtchen Pedras d’El Rei befindet sich ein großer Parkplatz (jetzt zur Nebensaison kostenlos) von dem aus wir den Damm in wenigen Minuten erreichen. Der Damm kann zu Fuß (Fahrräder müssen auf dem Festland bleiben) oder mit einem kleinen Bähnchen überquert werden.


Wir gehen zu Fuß und haben in ca. 25 Minuten die Praia do Barril erreicht. Hier stehen einige nett restaurierte niedrige Gebäude in denen früher die Küstenwache stationiert war, heute sind verschieden Cafés, Restaurants und Souvenirshops darin untergebracht, die meisten jetzt in der Nebensaison geschlossen. Sehr interessant ist der sogenannte „Anker-Friedhof“ in den Dünen. Es handelt sich nicht um die Anker von Booten oder Schiffen, sondern von Fischernetzen zum Thunfischfang. Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jh. war der Thunfischfang und die anschließende Weiterverarbeitung des Fischs eine wichtige Einnahmequelle der Einwohner von Tavira.



Zweimal im Jahr kamen die Thunfischschwärme im Meer vor Tavira vorbeigeschwommen, um sie zu fangen, wurden riesige Netze (bis zu drei Kilometer lang) am Meeresboden mit eben diesen Ankern vom Ankerfriedhof befestigt. Wenn sie voll waren, wurden die Netze an Land gezogen. Alles war extrem harte Handarbeit, um z.B. so einen Anker an seinen Platz zu bringen, wurde er von 16 Männern in ein Boot gehievt, mit dem Boot aufs Meer gebracht und an der richtigen Stelle ins Wasser gelassen. Im Laufe der Jahre sank die Zahl der Thunfische immer weiter bis sich der Fang nicht mehr lohnte und eine Thunfischfanggesellschaft nach der anderen insolvent wurde. 1966 wurde der Thunfischfang dann endgültig aufgegeben. Die Anker blieben im Sand zurück, in der Hoffnung, dass sie doch irgendwann mal wieder genutzt werden würden (oder wie ich vermute, auch weil man sie so nicht anderweitig entsorgen musste ;)). Irgendwann wird von den Ankern nichts mehr übrigbleiben bzw. zu sehen sein, teilweise werden sie im Sand versinken, teilweise sich zersetzen.

Abgesehen von den Ankern selbst, wird die Erinnerung an den Thunfischfang auch durch eine ganze Reihe von Tafeln mit Erklärungen und Fotos aufrechterhalten.

Wir gehen dann noch ein Stück am Strand entlang (man könnte 4,5 km bis zum anderen Ende der Insel und der dortigen Strandsiedlung wandern und wieder zurück, Rother Nr. 32, dafür fehlt uns bei diesem trüben Wetter aber die Motivation) und laufen dann zurück zum Auto.






Zwischen dem Zentrum von Tavira und Pedras d’El Rei liegt das Fischerörtchen Santa Luzia. Hier stoppen wir nochmal und schauen uns auf einem kurzen Spaziergang die zahlreichen Boote, die hier vor Anker liegen, an. Eigentlich wollten wir hier noch Kaffee trinken, aber es ist fast alles geschlossen und die ein, zwei Cafés, die geöffnet haben, gefallen uns nicht.







Daher fahren wir nun wieder zurück nach Alvor, auf der Fahrt fängt es zu regnen an. Wir gehen noch in den Supermarkt und tanken dort (wie auch in Frankreich gibt es in Portugal an den großen Supermärkten dazugehörige Tankstellen, die wesentlich günstiger sind, als eigentliche Tankstellen) und sind gegen 17.30 Uhr wieder in der Ferienwohnung.

Wetter: vormittags sonnig, dann bewölkt, ab 16 Uhr Regen, ca. 18°C
Wanderung: Pedras d’El Rei – Praia do Barril und zurück 4,5 km, 20 Höhenmeter



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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am Heute um 18:20:21 »
6. Tag – Dienstag, 03.02. - 1. Teil

Ungefähr eine Stunde dauert die Fahrt über die Autobahn nach Tavira, das östlich von Faro liegt. Auf der Fahrt sind wir mal wieder erstaunt über die vielen Autos mit ausländischen Kennzeichen, mehrheitlich Deutsche, aber auch sehr viele Briten und Niederländer und sogar Norweger können wir entdecken, der Rest verteilt sich auf (fast) alle anderen europäischen Länder.

Gegen 10 Uhr erreichen wir den ausgesuchten großen Parkplatz (kostenlos) am Rande des Zentrums neben der neuen Markthalle. Dieser (und den dazugehörigen Toiletten) statten wir auch gleich einen Besuch ab, es gibt viel Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Obst, Gemüse und Gewürze.



Von der Markthalle schlendern wir in Richtung Ufer und können schon mal ein Wohnhaus mit den typischen Gittern an Fenster und Türen aus der Zeit der Mauren entdecken, die einen Blick hinaus erlaubten, aber nicht hinein.


Tavira liegt beidseits des Flusses Gilão, die Flusspromenade macht gleich einen sehr netten Eindruck.




Wir gehen durch die alte Markthalle


und überqueren dann den Fluss auf einer modernen Brücke, die errichtet wurde, weil die alte Römerbrücke, die sich ein Stückchen entfernt davon befindet, bei einer Überschwemmung beschädigt wurde und nicht mehr mit Autos überquert werden darf.




Von dieser dem Stadtzentrum gegenüberliegenden Flussseite kann man wunderschöne Blicke auf das sich um einen Hügel gruppierende weiße Zentrum genießen.



Aber auch auf dieser Flussseite gibt es sehenswerte hübsche und weniger hübsche, weil noch nicht renovierte, Häuser.



Auf der Römerbrücke überqueren wir dann den Gilão wieder und entdecken dabei einige alte Bürgerhäuser mit direktem Flusszugang, allerdings hat der Fluss auch schon Teile der Uferterrassen mit sich fortgespült.



Wir kommen zum Hauptplatz Praça da República, der einen sehr sympathischen und belebten Eindruck macht und mit seinen Straßencafés zu einer Pause einlädt. Dieser Einladung folgen wir gerne und setzen uns auf eine der Caféterrassen („Belém Brunch Bar“). Bei einem Caramel Macchiato (ich), einem Milchkaffee und einem Schokocroissant (Peter) genießen wir die Sonne (EUR 8,00).


Danach spazieren wir den Hügel hinauf



bis zu den Überresten der von den Arabern ursprünglich errichteten Burg (Eintritt frei). Sehr schön der Burggarten mit einigen blühenden Pflanzen.



Die Befestigungsmauern können bestiegen werden, von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt bis zur daran angrenzenden Lagunenlandschaft mit ihren Salzgärten. Gut kann man einige Villen aus dem späten 19. Jh. erkennen mit ihrer typischen Dachkonstruktion: jedes Zimmer hat sein eigenes Walmdach.





Noch etwas höher als die Burg liegt die Igreja Santa Maria, auch sie (wie viele Kirchen im spanischen Andalusien, wie ich letztes Jahr um diese Zeit erleben durfte) errichtet auf den Fundamenten einer Moschee. Für EUR 4,00 p.P. können wir uns das (im Vergleich zu den meisten andalusischen Kirchen) bescheidene Innere anschauen und auf den Kirchturm steigen.



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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 12. Mai 2026, 18:16:29 »
Der Bordwalk ist eigentlich toll. Während der Moskitosaison möchte ich den allerdings nicht gehen.

Ein leckeres, preiswertes Mittagsmenü habt ihr ergattert  :thumb:.

Zitat
beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h)

Das ist sehr preiswert. Wenn ich da an die Parkgebühren in Andalusien denke ::) .

Zitat
die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen

Hoffen wir mal, dass die Kirche dort noch lange stehen bleibt. Wellen und Wind nagen stetig an den Felsen.

Während der Moskitosaison würde ich insgesamt nicht gerne an der Algarve sein, wobei ich nicht weiß, wann und ob es damit dort ein Problem gibt. Wir hatten aber tatsächlich in der Wohnung immer wieder mal Schnaken und haben dagegen eine Mückenklatsche und ein Spray gekauft, wenn wir draußen unterwegs waren, gab es aber keine Mücken.

Mit den andalusischen Parkgebühren musste ich ja zum Glück ohne Mietauto keine Erfahrung machen. An der Algarve war das der einzige Parkplatz an dem wir Gebühren bezahlt haben, alle anderen waren kostenlos, das könnte aber im Sommer anders sein.

An die Erosion mussten wir dort oft denken, da waren immer wieder Gebäude sehr nah an der Kante.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. Mai 2026, 14:50:51 »
Der Bordwalk ist eigentlich toll. Während der Moskitosaison möchte ich den allerdings nicht gehen.

Ein leckeres, preiswertes Mittagsmenü habt ihr ergattert  :thumb:.

Zitat
beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h)

Das ist sehr preiswert. Wenn ich da an die Parkgebühren in Andalusien denke ::) .

Zitat
die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen

Hoffen wir mal, dass die Kirche dort noch lange stehen bleibt. Wellen und Wind nagen stetig an den Felsen.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 11. Mai 2026, 20:13:54 »
Und noch zwei Orte, die wir so noch nicht besucht haben  ;) Bei Portimão ist das wahrscheinlich kein Verlust, obwohl das Museum dort schon interessant ausschaut, ebenso die Idee des Fotografier-Marathons. Ferragudo wirkt da schon netter. Dass zwischen ganz schick gemachten Häusern ruinenmäßige stehen, kommt in Portugal leider öfter vor.  :(
Selbst gegenüber Spätherbst ist es wirklich sehr leer in den Gassen.


Es gibt dann doch so viele Orte an der Algarve, dass man auch in mehreren Urlauben nicht alle anschauen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass Portimao bei Sonnenschein und wenn es im Zentrum etwas belebter ist, doch ganz nett ist, da tun wir dem Ort vielleicht unrecht mit unserem eher negativen Eindruck, ein Muss ist es aber sicher nicht. Ferragudo gehört von den Orten, die wir gesehen haben, auf jeden Fall zu den schönsten.

Ja, über die verfallenen Häuser war ich doch ziemlich erschrocken, das hatte ich nicht erwartet, auf den Azoren hat es mich nicht gewundert, die gehörten ja zu den ärmsten Gegenden Portugals und leben erst seit ein paar Jahren dank Tourismus wieder auf, aber an der Algarve als Touristenzentrum seit Jahrzehnten hätte ich mehr Geld vermutet.

Von der Besucheranzahl war es überall sehr angenehm, man war nicht alleine (außer in Portimao), aber es war nie überfüllt, gab immer Parkplätze.

So eine erfolgreiche Shoppingtour im Urlaub hat doch auch mal was :thumb:. Zu Hause haben wir dafür nie Zeit und shoppen deshalb gerne im Urlaub.

Zum Shoppen im Urlaub kommen wir eigentlich nur bei schlechtem Wetter, dann passt es aber wirklich, weil man sich viel mehr Zeit nehmen kann als zu Hause, bei Sonnenschein aber bin ich lieber draußen unterwegs.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 11. Mai 2026, 20:03:46 »
5. Tag – Montag, 02.02.

Gegen 7 Uhr stehen wir nach einer sehr unruhigen Nacht mit Sturm, der an den Fenstern rüttelte und Balkonmöbel umwarf und Regen, der an die Scheiben klatschte, auf. Heute Morgen sieht das Wetter aber wieder recht freundlich aus.

Um 9.15 Uhr fahren wir nach Armação de Pêra, etwa 30 km östlich von Alvor gelegen. Etwas außerhalb des Orts liegt der Strandparkplatz, der Ausgangspunkt für die Rother Wanderung Nr. 31 ist. Die letzten hundert Meter der Anfahrt zum Parkplatz führen über eine unbefestigte Straße, die hauptsächlich aus Schlaglöchern besteht. Als wir einparken kommt ein heftiger Regenschauer herunter, Aussteigen nicht möglich. Wir warten ein Weilchen und entscheiden uns dann, nicht hier zu bleiben, sondern uns im Ort einen befestigten Parkplatz zu suchen und von dort loszuwandern. Wer weiß, wie matschig die unbefestigte Straße nach dem erneuten Regen noch werden wird, womöglich stecken wir dann fest.

In Armação de Pêra gibt es einen großen fast leeren Parkplatz am Ortsrand, der allerdings gebührenpflichtig ist, auch jetzt in der Nebensaison.

Inzwischen scheint wieder die Sonne und wir gehen erstmal ein Stück in den Ort hinein auf der Suche nach einer Toilette. Wir werden schnell fündig und wenden uns dann dem Strand zu. Hier am Ortsrand haben sich die lokalen Fischer niedergelassen, in kleinen Holzhütten und auf dem Strand davor bewahren sie ihre Ausrüstung auf. Auch die Boote liegen hier auf dem Sand, zur Zeit ist hinaus aufs Meer fahren vermutlich wegen des schlechten Wetters nicht möglich.



Wir gehen wieder zurück zum Parkplatz, hier beginnt nämlich ein Boardwalk, der durch das Marschland und die Dünen führt (und eben mit anderem Ausgangspunkt auch Teil der eigentlich geplanten Rother-Wanderung ist).


Wir folgen dem Holzbohlenweg ein Stück und wechseln dann an den Strand – ist das herrlich hier, der weite Strand, das blaue Meer mit den weißen Schaumkronen, der Wind, die Sonne, nur die dichte Bebauung beim Blick in Richtung Armacão de Pêra stört etwas.



Nach einiger Zeit wechseln wir durch die Dünen zurück zum Boardwalk.



Auch hier ist es sehr schön mit den verschiedenen Gräsern und Tümpeln, es gibt ein paar Vögel zu beobachten und Enten, die sich vom Wind auf dem Wasser treiben lassen, sehr lustig anzuschauen.



Die Sicht auf die Tiere wäre von der eigens dafür gebauten Beobachtungsplattform sicher besser, diese ist aber völlig verfallen, der Pfad dorthin zugewachsen.


Wir wenden uns dann wieder in Richtung Ortszentrum. Bei der Suche nach einem Restaurant fürs Mittagessen kommen wir am schön gestalteten Bereich der Ermida de Santo Antonio vorbei.



Zum Essen gehen wir dann in ein einfaches, typisch portugiesisches Restaurant („Real Cozinha“), das optisch wenig einladend ist, aber gut besucht von Einheimischen und ein paar englischen Touristen. Es gibt ein Mittagsmenu für EUR 13,00 pro Person, das Brot und Oliven sowie eine (etwas geschmacklose) Suppe als Vorspeise, ein Hauptgericht und einen Nachtisch samt Kaffee sowie Mineralwasser beinhaltet. Als Hauptspeise nehme ich eine Art Gulasch aus Schweinfleisch mit Muscheln, Peter ein paniertes Fischfilet dazu bekommen wir Reis und Pommes als Beilage sowie einen Salat. Zum Nachtisch wähle ich eine sehr leckere Mousse au Chocolat, Peter nimmt irgendeinen Kuchen.


Pappsatt verlassen wir nach dem Essen das Restaurant und bummeln noch etwas durch den Ort bzw. haben das vor, der Himmel hat sich jedoch leider wieder zugezogen, neuer Regen droht. Wir beschränken uns daher auf die Besichtigung der Igreja Matriz de Armacão de Pêra auch wieder mit Skulptur davor,



gehen nochmal zur Ermida wo wir vor dem Essen schon waren, da waren einige Leute im Weg, nun möchte ich das Foto von der kleinen Kirche nachholen (jetzt ist es leider bewölkt und es sitzen trotzdem Leute davor),



dann geht es schnellstens zurück zum Auto, beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h) fallen bereits die ersten Tropfen, als wir im Auto sitzen, schüttet es wieder.

Wir fahren ein Stück zu einem anderen Küstenabschnitt. Bei der Kirche Nossa Senhora da Rocha gibt es einen großen Parkplatz (kostenlos) und ein Restaurant, dessen Toiletten man nutzen kann.

Hier gibt es mal die Gelegenheit für ein Foto vom Mietauto ohne andere Autos daneben


und wir schauen uns die Kirche von Nahem an, das lohnt aber nicht weiter, die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen. Vor dem noch dunklen Himmel hebt sich das Weiß der Kirchenmauer gut ab. Von Westen wird der Himmel schon wieder blau, daher folgen wir dem Küstenpfad ein ganzes Stück, bis es uns zu matschig und steil wird.





Dann fahren wir weiter bis zum Parkplatz der Praia da Marinha. Dieser Strand war ja Ausgangspunkt unserer schönen Klippenwanderung vorgestern. Den Strand haben wir uns da aber nur von oben angeschaut, nun wollen wir die Felsformationen auch noch von unten sehen. Leider hat der Himmel aber schon wieder teilweise zugezogen und der Wasserstand ist so hoch, dass uns nur ein recht kleiner Sandabschnitt bleibt, der trocken liegt, die Felsbögen und sonstigen Felsen würde man höchstens schwimmend erreichen – sehr schade.




Von der Praia da Marinha fahren wir zum Supermarkt und dann in die Unterkunft, die wir gegen 17 Uhr erreichen. Wir machen uns nochmal zu Fuß auf den Weg zum Strand mit seinen Felsen, ich möchte mich noch an Fotos mit „weichem Wasser“ mit der ND Filterfunktion meiner Kamera versuchen, leider fängt es schon nach ein paar Bildern wieder an zu regnen.



Wetter: Sonne und Regen im Wechsel, ca. 18°C
Wanderung: bei Armacão de Pêra, 5,8 km, 124 Höhenmeter

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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 10. Mai 2026, 08:36:43 »
So eine erfolgreiche Shoppingtour im Urlaub hat doch auch mal was :thumb:. Zu Hause haben wir dafür nie Zeit und shoppen deshalb gerne im Urlaub.

Die bunt umrahmten Häuserfassaden peppen alles auf.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Susan am 09. Mai 2026, 14:07:19 »
Und noch zwei Orte, die wir so noch nicht besucht haben  ;) Bei Portimão ist das wahrscheinlich kein Verlust, obwohl das Museum dort schon interessant ausschaut, ebenso die Idee des Fotografier-Marathons. Ferragudo wirkt da schon netter. Dass zwischen ganz schick gemachten Häusern ruinenmäßige stehen, kommt in Portugal leider öfter vor.  :(
Selbst gegenüber Spätherbst ist es wirklich sehr leer in den Gassen.

So eine Unwetterwarnung kann einem schon die Ferienlaune vermiesen  :(  Immerhin gut, dass so etwas auch auf deutschen Handys ankommt.

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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 08. Mai 2026, 18:24:06 »
4. Tag – Sonntag, 01.02. - 2. Teil

Wir gehen zurück zum Auto und fahren auf die andere Flussseite nach Ferragudo. Dies ist ein noch recht ursprüngliches Fischerdorf mit weißen Häusern auf einem Hügel und engen Gassen. Zunächst stoppen wir an einem Aussichtspunkt auf den Ort, mit einem Blick von der anderen Flussseite hat es heute Vormittag ja nicht geklappt. Sehr hübsch, dazu steht noch ein dekoratives Orangenbäumchen an der richtigen Stelle.



Dann fahren wir erstmal um den Ort herum zum Forte de São João do Arade direkt am Strand. Das sieht bei blauem Himmel sicher deutlich netter aus.


Schließlich parken wir am Hafen (kostenlos) und schlendern an diesem entlang



und anschließend durch die schmalen Sträßchen. Viele malerische Ecken gibt es hier und vom höchsten Punkt hat man einen guten Blick hinüber zu den vielen Wohnblocks von Portimão.












An einem netten Platz in Hafennähe finden wir ein Café, auf dessen Terrasse wir jeweils einen Milchkaffee und ein Pastel de Nata genießen (EUR 6,50).


Gegen 16 Uhr fahren wir zurück nach Alvor, kaufen noch im Supermarkt ein und sind ab 17 Uhr in der Unterkunft. Das Wetter lädt leider nicht mehr zu einem Strandspaziergang ein.

Wetter: bewölkt, nachmittags leichte Regenschauer, ca. 18°C

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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 08. Mai 2026, 18:14:40 »
4. Tag – Sonntag, 01.02. - 1. Teil

Nach dem schönen Wetter gestern ist für den gesamten heutigen Tag trübe Suppe angesagt, auch soll es hin und wieder regnen. Da passt es ganz gut, dass Peter gestern entdeckt hat, dass er keine Wanderhose dabei hat (und deshalb gestern eine Jeans anziehen musste, was zum einen nicht sehr bequem war und zum anderen diese Jeans gleich schon dreckig an den Hosenbeinen wurde) und die blaue Jeans sich als kurze Hose beim Entfalten heute Morgen entpuppt – damit kann er in diesem Urlaub nichts anfangen, also müssen wir jetzt shoppen. (Zum Glück sind in Portugal die meisten Geschäfte am Sonntag geöffnet.)

Von Alvor ist es nicht weit in den deutlich größeren Ort Portimão, an dessen Rändern es einige Gewerbegebiete mit Geschäften und Einkaufszentren gibt. Wir steuern den Decathlon an, da gibt es Sportkleidung und diese hoffentlich auch in größeren Größen, denn die kleinen und oft eher zierlichen Portugiesen überragen wir beide doch deutlich. Und tatsächlich, es gibt hier alles genauso wie in Deutschland, Peter findet zwei Wanderhosen und dann auch noch ungeplant zwei Paar Sneaker und für mich fällt auch noch eine Wanderhose ab.

Nach dem erfolgreichen Einkauf sind wir gegen 11 Uhr in der Innenstadt von Portimão. Diese soll nicht unbedingt lohnenswert sein, aber bei diesem Wetter und weil wir in der Nähe wohnen, bietet sich eine Besichtigung trotzdem an. Wir parken (kostenlos zu dieser Jahreszeit) an der Flusspromenade und bummeln erstmal durch einen kleinen Flohmarkt, der sich auf der Promenade ausbreitet.


Etwas wirklich Interessantes ist für uns nicht dabei und wir folgen der Promenade weiter in Richtung Meer.


Portimão liegt am Mündungsgebiet des Flusses Arade und hat deshalb auch einen Stadtteil direkt am Meer. Gegenüber von Portimão liegt Ferragudo recht malerisch auf einem Hügel. Wir erhoffen vom Weg in Richtung Meer einen schönen Blick auf Ferragudo und wollen dann irgendwo am Strand Mittagessen. Diese Idee verwerfen wir aber recht schnell wieder, denn Ausblicke gibt es nicht, der Uferbereich ist weiträumig abgesperrt, wir kommen an einem verfallenen ehemaligen Kloster vorbei,



dann ist ein großes Areal eingezäunt, wo früher mal die Zollabfertigung von welchen Schiffen auch immer durchgeführt wurde, dann folgt ein weiteres eingezäuntes Areal diesmal wohl militärisch genutzt. Dort entlang zu gehen macht keinen Spaß, wir drehen daher um und erkunden den Stadtkern (wie ich es auch ursprünglich geplant hatte, das war eine nicht sehr erfolgreiche spontane Idee).

In Portimão gibt es, wie auch an vielen anderen Stellen an der Algarve, eine Vielzahl von Storchennestern, z.B. am verfallenen Kloster oder auf einem Kran am Hafen.



Am Stadtmuseum mit Restaurant


gehen wir vorbei wieder durch den Flohmarkt und dann ins Zentrum.

Dieses ist eher trist, praktisch alle Läden und Restaurants an denen wir vorbeikommen, haben (weil heute Sonntag ist?) geschlossen, nur wenige Leute sind unterwegs.



An sich sehr schön wäre die Kirche auf dem höchsten Hügel der Stadt, leider ist diese aber von Bauzäunen umgeben und es lungern einige Männer herum, weshalb wir auf eine Besichtigung der Kirche verzichten.



Ganz nett ist der benachbarte Platz der Republik,


von hier gehen wir ins alte Viertel der Fischer, aber wirklich hübsche Ecken finden wir nicht.


Es gibt einige Restaurants hier, da wir aber nicht sicher sind, ob diese geöffnet haben, gehen wir gar nicht soweit, sondern drehen bald wieder um und kehren zum Mittagessen ins Restaurant („Faina“) des Stadtmuseums am Hafen ein.

Und das ist eine wirklich gute Wahl, modern im Industriestil eingerichtet, mit Fotos, die die Fischerei zeigen, wie sie bis zur Mitte des vorherigen Jahrhunderts üblich war und vor allem mit leckerem Essen. Ich esse einen Fisch-Gemüse-Auflauf mit Salat und trinke dazu ein Ginger Ale, Peter bestellt ein Steak mit Spiegelei und Pommes, dazu ein alkoholfreies Bier und als Nachtisch je einen Kaffee und für Peter eine Panna Cotta, diese ist laut Peter nicht ganz so gelungen bzw. entspricht nicht seinen Erwartungen, alles andere ist sehr gut (EUR 43,80). Das Restaurant ist gut besucht mit einigen einheimischen Familien und ein paar Touristen.




Während des Essens hat es angefangen zu regnen, da bietet es sich an, nun dem Museum einen Besuch abzustatten (EUR 3,00 p.P.). Dieses befindet sich in der ehemaligen Fischkonservenfabrik „La Rose Hermanos“, wurde 2007 eröffnet und ist schön gemacht, in einem Bereich wird die Geschichte der Stadt und der Gegend von der Steinzeit an bis Mitte des vorherigen Jahrhunderts gezeigt, die Erklärungstafeln sind fast immer auch auf Englisch. Am besten gefällt uns der Bereich der sich dem Fischfang (Schwerpunkt waren Sardinen) und der Verarbeitung des Fischs hier in der Konservenfabrik widmet.



Die Sardinen wurden auf einem Transportband direkt von den Schiffen in die Fabrik gebracht und dort an verschiedenen Stationen weiterverarbeitet. Eines dieser Transportbänder führt heute noch (oder vermutlich wieder) vom Kai am Hafen über einen Steg bis durch die Mauer ins Museum.


Toll finde besonders ich die Fotografie - Ausstellung im ersten Stock des Museums, sie zeigt die Siegerfotos mehrerer Jahre eines jährlich in Portimão stattfindenden Fotografie - Marathons, bei dem von der Jury vorgegebene Themen innerhalb von 12 bzw. 24 h fotografisch umgesetzt werden müssen.

Nach dem Museumsbesuch hat es aufgehört zu regnen, wir erhalten aber per SMS eine Unwetterwarnung von der portugiesischen Regierung: „Persistent rain in coming days. Risk of flooding. Avoid traveling near rivers. Remove belongings from flood-prone areas.” Na toll.
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