Ich bin natürlich auch gern dabei Freue mich schon auf Bilder von der Algarve, auch wenn das Wetter nicht so mitgespielt hat. Leider habe ich momentan wenig Zeit fürs Forum, also mal sehen wie ich so mitkomme
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 30. April 2026, 20:47:43 »
05.12.2025 Auckland – Shanghai
Kurz nach Mitternacht hoben wir zum rund 13-stündigen Flug mit Air New Zealand nach Sanghai ab. Damit verlassen wir diese Insel. Weiter entfernt kann eine Reis von zuhause auf diesem Planeten nicht mehr gehen. Sie ist die am nächsten liegende größere Landfläche zum Antipoden-Punkt zu unserem Wohnort in Österreich. Wir waren praktisch am Ende der Welt.
Im Morgengrauen setzten wir zum Landeanflug an. Auf diese Stadt war ich schon sehr gespannt. Die Ausmaße der Stadt sind im morgendlichen Dunst nur schwer zu erkennen. Beim Verlassen des Flugzeuges wurden wir beim Ausgang von einer Flughafenmitarbeiterin erwartet, die uns aufforderte wegen dem langen Aufenthalt in die Stadt zu fahren.
Die Einreise war relativ unproblematisch. Wer das erste Mal in China einreist, muss bei Selbstbedienungsautomaten die Fingerabdrücke und den Pass einscannen. Erst danach kann der Einreiseschalter aufgesucht werden. Ein Beamter kontrolliert die Daten und ein Fingerabdruck wird genommen. Das war es.
Die e-SIM von Holafly funktionierte auch in China ohne Probleme. Heike hatte durch die VPN Verbindung sogar Zugriff auf WhatsApp, Facebook etc. Mit den chinesischen SIM-Karten geht das nicht.
Vom Flughafen führt die U-Bahn direkt in das Zentrum. Auch in Shanghai ist keine Fahrkarte notwendig. Es reicht eine gängige Kreditkarte oder die Apple Watsch. Natürlich funktionieren auch die gängigsten Zahlungsmittel in China, Alipay oder WeChat über das Handy. Abgerechnet wird nach der Fahrstrecke. Der Fahrpreis war extrem billig.
Die Fahrt in das Zentrum dauert rund 90 Minuten. In der U-Bahn ist es still. Niemand spricht, alle schauen in ihre Mobiltelefone. Auch wenn offensichtlich zusammengehörige Gruppen einsteigen.
Wir verließen die U-Bahn bei der Station Lujiazui beim gleichnamigen Park. Wir tauchten in einen Hochhausjungel ein.
Als erste zogen wir alles an Kleidungsstücke an, die wir mitgenommen hatten. Die kühlen Temperaturen um 5°C waren wir nicht mehr gewohnt.
Der Park ist umgeben von einer imposanten modernen Hochhauskulisse, wie ich sie noch nicht gesehen habe.
Hier stehen die drei höchsten Hochhäuser der Stadt. Rechts der Shanghai Tower mit 632m, links das Shanghai World Financial Center mit 492m und in der Mitte der Jin Mao Tower 420,5m. Der Shanghai Tower ist momentan auf dem dritten Platz der weltweit höchsten Gebäude.
Im Park sind auch viele Skulpturen zu sehen.
Die öffentlichen Toiletten waren kostenlos und beschrieben, welche Art von WC sich in den Kabinen befindet.
Auf breiten Fußgängerwegen über den Straßen mit dem Autoverkehr machten wir uns auf dem Weg zum Mingzuh Kreisverkehr. Geschätzt 2/3 der Autos und alle öffentlichen Busse waren E-Fahrzeuge.
Da es noch recht früh war, war noch wenig los auf den Straßen und den Fußgängerwegen. Nur Polizisten und Wachmänner waren zu sehen.
Bei einem Geschäft am Kreisverkehr kauften wir einen kleinen Imbiss. Dabei testeten wir, ob die Alipay App funktionierte. In Singapore war beim ersten Test kein Bezahlen möglich. Anscheinend war damals die Registrierung nicht richtig. Nun konnten wir ohne Probleme bezahlen. Ohne Alipay oder WeChat geht in dieser Stadt, außer U-Bahn fahren, nicht viel.
Vom Kreisverkehr hatten wir auch einen ersten schönen Ausblick auf ein weiteres Wahrzeichen von Shanghai dem 468m hohen Oriental Pearl Tower.
Weiter geht es durch die Häuserschluchten Richtung Huangpu Fluss.
Der schiffbare breite Fluss durchschneidet die Stadt.
Mit der U-Bahn fuhren wir auf die andere Seite des Huangpu Fluss. Gewöhnungsbedürftig bei den U-Bahnzugängen ist, dass eine Personen- und Gepäckskontrolle ähnlich einem Flughafen durchgeführt wird. Wir stiegen am oberen Ende der Nanjing Road aus. Diese Straße ist die Haupteinkaufsstraße der Stadt. Die Fußgängerzone ist rund 1,5 km lang.
Viele riesige Videowalls sind an den Wänden angebracht.
Alte Gebäude gibt es hier nur noch wenige.
Auch in dieser Stadt haben die Weihnachtsmärkte Fuß gefasst. Glühwein gab es aber keinen.
Auf der Nanjing Road war noch wenig los. Polizisten waren aber schon sehr viele zusehen. Schätzungsweise alle 100 bis 200 Meter steht ein Turm, ähnlich einem Hochsitz mit einem Polizisten darauf der die Menge beobachtet. Zusätzlich stehen welche daneben herum oder sitzen in keinen Fahrezuegn. Die haben an der Uniform kleine Lichtspiele. Anscheinend ein Zeichen, dass sie einsatzbereit sind.
Darüber hinaus sind unzählige Überwachungskameras angebracht. Es gibt richtiggehende Kamerabäume. Fast bei jedem Hochsitz steht noch ein moderner Polizeicontainer. Das dürften Überwachungs- und Kommandozentrallen sein.
Bald kam das Ende der Straße beim Huangpu Fluss in Sichtweite.
Bei der Promenade des Huangpu Fluss steht eine große Statue von Mao Zedong
Die Promenade ist berühmt für die außergewöhnliche Sicht auf Skyline von Shanghai. Tatsächlich war das hier ein sehr schönes Plätzchen und der blaue Himmel kommt auch immer mehr hervor.
Wir ließen die Szenerie einige Zeit auf uns wirken, bevor wir wieder zurück in die Nanjing Road gingen. Es war schon gegen Mittag und der Hunger machte sich bemerkbar. Möglichkeiten gab es genug, nur welche sollten wir nehmen. Es gibt nur chinesische Schriftzeichen. In einem Einkaufzentrum ließen wir uns dann von einer Türsteherin anwerben und gingen mit ihr mit.
Wir wurden von einer Kellnerin bedient. Glücklicherweise haben die Speisekarten Fotos was angeboten wird. Mit der Übersetzungsapp könnte das Wichtigste erkannt werden. Wir bestellten in Zeichensprache.
Bald kam das Essen. Die Bedienung ist hier im Laufschritt unterwegs. Der kleine Ofen wurde angezündet und die Pfanne daraufgestellt. Da machte die Kellnerin lautstark eine kleine Zeremonie, bevor wir mit dem Essen beginnen konnten.
Bei der Bestellung kam uns überhaupt nicht in den Sinn, dass das Essen scharf sein könnte. Erst als wir die grünen Schoten sah und Heike meinte, dass könnte scharf sein. Vorsichtig machte sie einen Biss. Es war luzifermäßig scharf. Es brannte wir die Hölle. Also hieß es vorsichtig essen.
Mit den Stäbchen hatte ich so meinen Kampf.
Zum Abschluss bekamen wir noch einen Eislutscher am Tisch geschenkt.
Die nächste Hürde war das Bezahlen. Es konnte nur über den an jedem Tisch befindlichen QR-Code mit Alipay oder WeChat bezahlt werden. Das blöde ist nur, dass bei Alipay nach dem ersten Schritt alles in chinesischen Zeichen angezeigt wurde. Die Kellnerin bemerkte das. Sie schickte uns einen Mann, der etwas Englisch sprach und uns half. Es wurde alles korrekt abgerechnet und gekostet hat das Essen ganz wenig.
« Letzter Beitrag von Christina am 30. April 2026, 18:18:11 »
Hallo Ilona, hallo Horst
Es geht auch schon gleich weiter mit dem wie meist recht langweiligen Anreisetag.
1. Tag – Donnerstag, 29. 01.
Bereits um 4 Uhr klingelt der Wecker, um 5 Uhr sind wir abfahrtbereit. Ein so früher Aufbruch wäre an sich nicht nötig, der Flug geht erst um 9.50 Uhr und wir haben nur ca. 30 – 60 Minuten Fahrzeit zum Flughafen, aber es sind Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen angesagt, da wollen wir genug Zeitpuffer haben.
Den brauchen wir dann doch nicht, der Verkehr fließt recht zügig und bereits um 5.40 Uhr stehen wir auf einem freien Platz im Parkhaus P1. Ursprünglich hatte ich das um 80 EUR günstigere Parkhaus Holiday Parking Nord reserviert, von dort sind es ein paar Minuten mit der S-Bahn zum Flughafen oder 20 Minuten zu Fuß zum Terminal 2 (und dann mit dem Skytrain zum Terminal 1). Kurz vor Reisebeginn habe ich dann festgestellt, dass die S-Bahn wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt fährt und bei Schneeregen wollten wir auch nicht zu Fuß gehen, daher habe ich dieses Parkhaus storniert und das P1 mit direktem Zugang zum Flughafengebäude gebucht.
Um 6 Uhr geben wir die Koffer am Automaten auf, dann geht es ohne Wartezeit durch die Sicherheitskontrolle (Flüssigkeiten und Elektronik müssen nicht separat gescannt werden). Nun haben wir noch viel Zeit bis zum Abflug, die wir nutzen, um zu frühstücken, Sandwiches fürs Mittagessen im Flugzeug zu kaufen, Wasserflaschen aufzufüllen, Beine zu vertreten. Auch Zeitung lesen können wir, da werden erstaunlicherweise immer noch eine ganze Reihe von aktuellen Tageszeitungen kostenlos im Terminal angeboten.
Um 9.30 Uhr beginnt das Boarding, der Start verzögert sich dann etwas, das Flugzeug muss noch enteist werden und die Triebwerke sollen sich durch einige Minuten Betrieb im Leerlauf aufwärmen.
Das Flugzeug ist komplett voll, wir haben uns einen Fenster- und Mittelplatz reserviert (im Economy Tarif inklusive, inzwischen hat LH ja angekündigt, dass das zukünftig kostenpflichtig wird). Der Flug verläuft unspektakulär, fast durchgängig gibt es eine geschlossene Wolkendecke unter uns zu sehen. Eine kleine Wasserflasche wird verteilt und ein Täfelchen Schokolade. Zur Mittagszeit essen wir unsere Sandwiches und um 12.15 Uhr (Zeitumstellung 1 h) landen wir in Faro.
Die Koffer sind schnell da, bei Sixt müssen wir kurz warten, dann haben wir die Auswahl (das hatte ich, soweit ich mich erinnere in Europa noch nie, da wurde immer ein Auto zugeteilt) zwischen einem VW Polo, einem Hyundai i20 und einem Opel Corsa (alle in der gebuchten Kategorie EDAR). Ich überlasse Peter die Wahl und er entscheidet sich für den Hyundai. Mit diesem rollen wir um 13.15 Uhr vom Gelände der Autovermietung.
Eine knappe Stunde dauert die Fahrt über die Autobahn (seit diesem oder letztem Jahr mautfrei) zu unserem Übernachtungsort Alvor. Während der Fahrt regnet es in Strömen, zum Glück hört es auf, als wir an der Unterkunft, dem Pestana Alvor Beach Villas Seaside Resort ankommen, denn wie in vielen der Hotelbewertungen geschrieben, laufen auch wir kreuz und quer über das weitläufige Hotelgelände, um die Rezeption zu finden – vergeblich. Wir gehen schließlich an die Rezeption des benachbarten Pestana Hotels, dessen Einrichtungen auch von den Gästen der Pestana Beach Villas genutzt werden können, dort zeigt man uns auf einem Lageplan, wo sich die Rezeption der Beach Villas befindet. Dort können wir gegen 14.20 Uhr schon einchecken, auch wenn die offizielle Eincheckzeit erst um 15 Uhr beginnt.
Wir bringen das Gepäck ins Apartment im ersten Stock (ohne Aufzug, zum Glück kann Peter mir meinen Koffer hinauftragen) mit dem wir sehr zufrieden sind, wir können sogar über die Dächer hinweg das Meer sehen, obwohl wir kein Meerblick Apartment gebucht haben.
Dann fahren wir zum Supermarkt für den großen Ersteinkauf und machen im Anschluss Kaffeepause in der Unterkunft. Währenddessen klingelt es an der Tür, „Housekeeping“, wir bekommen von zwei Hotelmitarbeitern eine Flasche Wein und einen Obstteller übereicht, was für eine nette Geste.
Gegen 17 Uhr zieht es uns aber noch zum Strand, dieser grenzt direkt an das Hotelgelände, ebenso ein Holzbohlenweg, der am Strand entlang ins Zentrum von Alvor führt.
Leider fängt es aber schon nach wenigen Minuten an zu regnen, so dass ich nur noch ein paar Handyfotos mache, bevor wir zurück in die Unterkunft gehen. Mit einem schönen Sonnenuntergang wird es heute jedenfalls nichts.
Wetter: FRA Schneeregen, 1°C; Algarve bewölkt, immer wieder starker Regen, sehr windig, ca. 15°C
Kosten: 14 Nächte Ferienwohnung Pestana Alvor Beach Villas, EUR 770,86, ohne Frühstück, inkl. Bettwäsche, Handtücher, tgl. Reinigung, Parken gebucht über booking.com; Mietauto EDAR 14 Tage, EUR 282,71 von Sixt, gebucht über den ADAC; Flug FRA - FAO mit Lufthansa, Economy mit Aufgabegepäck, 2 Personen EUR 485,56 (EUR 225,78 und EUR 259,78), gebucht über die Lufthansa Website; Parken am Flughafen FRA im Parkhaus P1 EUR 189,13
« Letzter Beitrag von Horst am 30. April 2026, 08:54:00 »
Hallo zusammen,
durch Zufall bin ich über diesen Link von rexby gestolpert. Man kann dann endlos nach unten scrollen und wird von den Anregungen regelrecht erschlagen.
Man könnte sich dort anmelden um weitere Infos zu bekommen - aber für mich hat es gereicht - den jeweiligen Zielnamen bei Google Maps einzugeben um zu sehen wo es ist und dann eventuell in meine Online-Sammlung aufzunehmen. Immer wieder erstaunlich, wie vielfältig Spanien ist.