Mittwoch 8.Juli 2026Heute hatten wir noch eine Wanderung im Picos Nationalpark geplant und hatten anschließend in Ribadesella an der Küste für zwei Nächte ein Hotel gebucht.
Diesmal sollte es hoch in den Nationalpark gehen zu zwei Bergseen die man umrunden kann (siehe Rother Wanderführer "Picos de Europa" Wanderung 1 "Lagos de Cavadonga"). Man kann dort nicht hochfahren, es gibt ein Busshuttle und so haben wir nach dem Frühstück ausgecheckt und sind zum größten der drei Parkplätze gefahren von dem die Busse abfahren: Aparcamiento P3 Muñigo.
Kurz nach 9 Uhr waren wir da, der Parkplatz war noch erstaunlich leer. Im Internet hatte gestanden dass die Parkautomaten total nervig sind und nicht gut funktionieren, ich hatte extra 1 € Münzen gesammelt. Vor Ort war aber gar kein Parkautomat zu finden. Statt dessen gab es jetzt ein Verkaufshäuschen wo man bei einem jungen Mann Tickets kaufen konnte, soweit so erfreulich. Er sprach auch englisch und so konnte er uns erklären dass man die Bustickets vorab kaufen kann und dass bis 14 Uhr keine mehr verfügbar sind (und die einzigen Rückfahrtickets gabs für 16 Uhr, da waren dann die späten ausverkauft). Tja davon stand im Internet nichts (und auch nicht im Rother Wanderführer in der neuesten Ausgabe von 2023)

für 2 Stunden da rauf fahren macht ja gar keinen Sinn. Ich finde es ja sinnvoll dass man mit einem Shuttle in einen Nationalpark fährt, aber dass man Tickets zu bestimmten Zeiten buchen muss (und dann auch noch für die Rückfahrt) finde ich völlig daneben. Da soll ich dann vorher genau wissen wann meine Wanderung zuende ist? Unter solchen Bedingungen macht das keinen Spaß.
Jetzt mußte eine alternative Tagesplanung her und eine Wanderung zu der man selbst hinfahren darf/kann. Wir haben uns für die Wanderung 16 entschieden: "Von Carrena nach Asiegu", dazu sind wir fast den ganzen Weg nach Las Arenas wieder zurück gefahren. Der große Parkplatz am Ortsrand von Carrena war schon fast voll! Josef hat schnell den GPS Track aufs Garmin geladen, dann waren wir startklar. Die Wanderung geht in ein typisch asturisches Bergdorf.
Der Startort Carrena ist ganz hübsch, zieht sich auch schon den Berg hoch

überall viel Blumen


nach dem Ort ging es bald durch den Wald


zwischendurch gab es ein paar Gehöfte, aus einem kam lautes Gebell da waren wohl größere Hundezwinger, das war etwas unheimlich

die Mieze war uns lieber und hat sich über Besuch gefreut

es ging immer bergauf und als wir aus dem Wald rauskamen sind wir durch hohe Farnfelder gewandert

sowas haben wir in Europa noch nicht gesehen, es wurde jetzt in der Sonne auch gut warm

schließlich kamen wir an einem Aussichtspunkt auf das Picos Gebirge an, hier hätte man ein Fernglas brauchen können.

mit Zoom: der herausragende Berg in der Mitte ist der Picu Uriellu, er wurde 1904 erstmal bestiegen

der Aussichtspunkt war schön gestaltet mit etlichen Infotafeln zu den Bergen. Die Hängematte war leider schon besetzt, aber es gab auch noch Bänke. Außer der jungen Frau mit ihrem Hund haben wir auf der Wanderung niemanden getroffen, wer die Ruhe sucht ist hier richtig und der Platz war sehr idyllisch. Wir haben Pause gemacht und unsere mitgebrachten Empanadas und Äpfel verzehrt.

vom Aussichtspunkt aus schaut man auch runter auf das Dorf Asiegu das wir nun besichtigen wollten.

auch hier wieder viel Blumenschmuck

ganz typisch sind diese erhöht gebauten Speicher



Katzen gab es ganz viele

wir waren auf der Suche nach einer Sideria die im Wanderführer erwähnt war. Cider ist ein typisches Produkt Asturiens, den wollten wir natürlich probieren. Leider war Mittwochs Ruhetag und eine andere Brauerei (heißt das so?) die auch Verkostung anbietet haben wir nicht gefunden.


die Kirche war leider geschlossen


das alte Schulhaus das auch im letzten Jahrhundert noch in Betrieb war, drinnen hing ein Klassenfoto aus den 40er oder 50er Jahren

ein hübscher Ort, der Besuch lohnt sich, im Idealfall dann mit Verköstigung


am Rückweg hat man noch lange den schönen Bergblick

sehr schöne blühende Wiesen, hier ist mir ein Foto einer Kolibrimotte gelungen

in den Wiesen standen die Apfelbäume aus denen der Cidre gekeltert wird

gegen 14 Uhr waren wir zurück am Parkplatz und sind in die benachbarte Kneipe eingekehrt (2 cafés con leche, 2 Wasser, 2 Bocadillos macht 10€, alles unglaublich günstig hier), es war am Mittag wieder gut warm. Die Wanderung hat uns gut gefallen aber die Bergseen wäre uns natürlich lieber gewesen. Wir haben also noch eine Rechnung offen für den nächsten Besuch

Als nächstes haben wir den Playa de Gulpiyuri angesteuert. Diesen Part hatte ich besser vorbereitet. Dort gibt es nämlich in umittelbarer Nähe keinen Parkplatz, aber ich habe auf google maps eine ehemalige Bar gefunden, die zwar geschlossen ist, aber dort gibt es Platz für ein paar Autos. Der Weg von der Autobahnausfahrt ist etwas tricky zu finden, aber das hatte ich mir genau angeschaut und so sind wir über den eigentlich für Fahrzeuge gesperrten Schotterweg zu der ehemaligen Bar gefahren, da standen dann schon etliche Autos, auch am Sandweg den Hügel runter der zum Strand führt.
am Schild sieht man gut wie winzig der Strand ist

wir waren auch gerade noch rechtzeitig da, wenn Ebbe ist verschwindet das Wasser völlig, jetzt war noch eine Pfütze übrig

Fotos ohne Menschen zu schießen war eine Herausforderung obwohl gar nicht mehr so viele Leute hier waren, vielleicht auch wegen des Wetters das sich deutlich eingetrübt hat, ea war auch nur noch knapp 25 Grad warm

zum Größenvergleich mit Menschen


wir haben natürlich -wie alle- versucht in die Höhlen reinzugehen aber man kommt nicht weit, das Meer sieht man durch die Höhle nicht.

am Strand sind wir auch noch ein bisschen rumgekraxelt,

aber man hat ziemlich schnell alles gesehen und zum baden war eh nicht genug Wasser, also sind wir noch an einen weiteren Strand gefahren:

hier ist das Parken einfach: es gibt einen großen kostenpflichtigen Parkplatz (4€), der etwa zur Hälfte belegt war. Auch hier war es sehr bewölkt und es war auch nicht mehr richtig warm. wir sind nur zum Fotografieren ins Wasser (in kurzen Hosen ging das)

Fotos ohne Menschen zu machen war anfangs unmöglich
Wir haben wie alle versucht in die Höhlen reinzugehen, hier kommt man viel weiter rein als in Gulpiyuri, die Höhlen sind viel größer, aber es wird schnell stockdunkel

es steht praktisch jeder mit dem Handy im Wasser (wir auch

)

diese Felsen sind aber auch wirklich spektakulär! Hier wäre es besser gewesen genau zu Ebbe an der Strand zu gehen, da hätte man noch weiter rein gehen können




anschließend sind wir zu unserem nächsten Hotel nach Terenes bei Ribadesella gefahren, das Hotel war trotz Google Maps nicht leicht zu finden, wenn man in Ribadesella im entscheidenden Kreisel nicht die richtige Ausfahrt erwischt landet man auf der anderen Seite des Flusses und kommt gar nicht mehr weiter. Google maps wolte einen riesen Umweg fahren, wir haben dann gewendet und beim zweiten Anlauf die richtige Strecke gefunden.
Das Hotel liegt in einer wunderbar ruhigen Gegend auf einem Hügel. Wir bekamen ein Zimmer im ersten Stock mit Blick auf den Garten und den Pool. Den haben wir dann auch gleich getestet

am nächsten Tag habe ich auch Fotos gemacht.
Zum Abendessen hatten wir schon am Vortag im Restaurant El Prau reserviert, es war nur ein paar Häuser vom Hotel weg. Um 20 Uhr waren wir die ersten Gäste
Das Essen war gut, besonders die mit Käse und Schinken überbackenen Artischocken

und der Cheesecake mußte auch probiert werden, er war besser als der gestrige aber nicht so gut wie der erste


Einer der Günde für die Wahl unseres Hotels waren die Dinosaurierspuren am Strand nahe des Hotels, da sind wir nach dem Essen noch hinspaziert

es führt ein Weg über die Wiese zum Felsenstrand

leider haben wir auch mit viel Fantasie keine Dinosaurierspuren entdecken können


Wie üblich haben wir den Tag mit einem Glas Wein auf dem Hotelbalkon ausklingen lassen

Unterkunft: Hotel Terenes Costa, Terenes (gebucht bei booking.com), 360 € für 2 Nächte incl. Frühstück
die heutige Route: