2. Tag – Freitag, 30.01.Gleich nach dem Aufstehen gegen Viertel vor sieben mache ich den Wasserhahn in der Dusche an, denn wie wir gestern Abend festgestellt haben, muss man das Wasser ewig laufen lassen, bis es mal warm wird, so viel zum Wassersparen, auf das man mit einem Pappaufsteller im Bad hingewiesen wird.
Als ich dann bereit bin zum Duschen, ist auch das Wasser warm.
Wir wollen uns heute Alvor und Umgebung anschauen, können also nach dem Frühstück gegen 9 Uhr ohne Auto direkt auf dem Boardwalk hinter dem Hotel losspazieren. Alvor liegt an einer Flussmündung und hat ein ausgedehntes Netz an Holzbohlenwegen sowohl am Strand entlang, als auch durch das Marschland am Rande des Flusses. Wir gehen zunächst auf dem Boardwalk in Richtung Westen. Auf Höhe des Ortszentrums wechseln wir an den Strand und laufen entlang der Wasserkante bis zum Damm, der den Beginn der Flussmündung markiert, am Anfang des Damms steht ein Leuchtturm, auf der westlichen Seite der Flussmündung befindet sich ebenfalls ein Damm mit Leuchtturm, im Hintergrund ist die nächste Stadt, Lagos zu sehen bzw. aufgrund des nebligen Wetters eher zu erahnen.
Als wir auf dem Damm sind, lockert es etwas auf und Lagos ist besser zu erkennen.
Wir laufen vor bis zum Leuchtturm und wieder zurück
und folgen dann dem Weg parallel zur Flussmündung in Richtung Hafen.
Bald rückt Alvor ins Bild, sieht recht hübsch aus mit der Kirche auf dem höchsten Punkt und den Booten und Jachten im Hafen davor.
An den Hütten, in denen die Fischer ihre Ausrüstung aufbewahren, vorbei gehen wir zur kleinen Hafenpromenade
und von dort den Berg hinauf zur in schönem blau-weiß gehaltenen Kirche.
Wir schauen uns das Innere an
und bummeln im Anschluss durch einige Straßen des Orts.
Zum Mittagessen gehen wir in unser Apartment (eingekauft dafür haben wir schon gestern Nachmittag), in den nächsten Tagen werden wir noch genug Gelegenheit haben, in Restaurants zu essen.
Nach Essen, Pause und einem Kaffee gehen wir gegen 15 Uhr wieder los, jetzt auf dem Boardwalk in östliche Richtung. Hier endet der Sandstrand nach wenigen hundert Metern an einer Steilküste mit dekorativen Felsgebilden im Wasser davor. Zwischen den Felsen kann man zu einem weiteren Strand gehen und von dort an sich nochmal zu einer weiteren Bucht (und von dort noch viel weiter), für uns endet der Spaziergang zwischen den Felsen wegen des hohen Wasserstands aber schon in der ersten Bucht nach dem Hauptstrand.
Zum Glück gibt es aber auch noch einen Pfad, der auf die Klippen hinaufführt und von oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Felsformationen mit ihren von der Erosion geschaffenen Formen. Man könnte dem Pfad wohl noch bis zum nächsten Ort, Portimão folgen, aber es wird immer unwegsamer, irgendwann geht es steil bergab, links und rechts dichte Vegetation, das ist unser Umkehrpunkt.
Wir kommen an einer Treppe vorbei, die zu einer Bucht hinunterführt.
Die Treppe ist stellenweise ziemlich ausgewaschen und Stufen fehlen, am Ende muss man auch noch einen sehr hohen Absatz überwinden, der unterste Teil der Treppe ist irgendwann mal weggebrochen, aber es lohnt sich, das Wasser lässt uns ein wenig Platz, um zwischen den Felsen herum zu gehen, das ist wieder eine ganz andere, genau so schöne Perspektive, wie vorhin beim Blick von den Klippen nach unten. Ich bin begeistert.
Nach ausgiebigem Erkunden und Fotografieren geht es wieder nach oben, Peter baut mir aus ein paar Steinen eine Zwischenstufe zum ersten Absatz, sehr lieb.
Wir gehen wieder zurück an den Hauptstrand und trinken dort im Strandrestaurant „O Luís“ einen Kaffee.
Dann fahren wir noch zum Supermarkt, wir haben nicht mehr genügend Mineralwasser und das stark nach chlor schmeckende Leitungswasser wollen wir nicht in größeren Mengen trinken.
Gegen 18 Uhr sind wir dann „zu Hause“.
Wetter: bewölkt, immer mal wieder kurz sonnig, sehr windig, ca. 18°C
Wanderungen: vormittags vom Hotel zum Leuchtturm, durch das Marschgebiet zum Ort, durch den Ort und zurück zum Hotel 12,18 km, 59 hm; nachmittags zum östlichen Strandende und entlang der Klippen und zurück bis zum Strandrestaurant „O Luís“ 3,75 km, 118 hm.