Sonntag 5. Juli 2026Ich hatte gut geschlafen und habe mir im Zimmer schon mal Kaffee gekocht und den im Bett beim Zeitung lesen getrunken, Josef hat länger geschlafen. Ich war schon immer eher ein Frühaufsteher, in letzter Zeit ist das echt ein Nachteil weil ich nach langen anstrengenden Tagen eigentlich zu früh wach werde. Ich brauche dann einen Mittagschlaf, was im Urlaub natürlich meistens nicht geht (außer wir machen einen Pause am Strand). Ich genieße aber auch morgens die Tasse Kaffee im Bett

in unserem Hotel gab es kein Frühstück, aber in den Kommentaren stand dass man im Café gegenüber sehr gut frühstücken kann, da sind wir also hin. Unsere Vorstellung von Frühstück unterscheidet sich allerdings von dem was Spanier frühstücken: es gab Kaffee und süße Teilchen. Für mich ist notfalls okay, für Josef aber nicht. Zum Glück war in dem Café ein kleiner Laden integrriert wo man unter anderem Joghurt und abgepackte Wurst kaufen konnte und Brot (inclusive 2 Kaffee waren das 10,7 €, essen und trinken -vor allem Getränke- sind wesentlich billiger als bei uns). Wir haben uns also mit einem Baguette, Joghurt und Chorizo draußen an einen Tisch gesetzt und das Baguette mangels Messer mit den Händen geteilt, die Spatzen haben sich über die vielen Krümel gefreut. Die Süßteilchen gabs als Nachtisch

Heute wollten wir in Zumaia eine Wanderung entlang der Flysch-Felsen machen und anschließend dort auch zum baden gehen. Weil wir (richigerweise) angenommen haben dass es am Strand keinen Schatten gibt hatte ich das Strandzelt eingepackt. Direkt am Strand gibt es keinen Parkplatz, es gibt eigentlich nur zwei Parkplätze am Stadtrand, einen davon haben wir angesteuert. War leider komplett voll

zum Glück war Sonntag und wir haben uns (wie andere vor uns auch schon) auf die Parkplätze einer Autowerkstatt nebenan gestellt. Die Werkstatt war offensichtlich geschlossen (hat zum Glück funktioniert, das Auto war abends noch da). Parken war in allen spanischen Städten ein großes Problem. Vom Parkplatz aus sind wir dann zum Strand gelaufen. Weil wir nicht die ganze Zeit das Zelt und die Badesachen mitschleppen wollten blieben die erst mal im Auto. Man ging erst mal durch einen kleinen Park am Fluß entlang und dann über eine Brücke zur Uferpromenade (Flußufer)
Zumaia ist auch nur ein kleiner Ort, irgendwie logisch dass es keinen riesen Parkplatz gibt, andererseits zieht die interessante Küste natürlich massig Besucher an...

dort an der Flußuferpromenade haben wir gesehen dass es auch einstündige Schiffsrundfahrten zum Flysch gibt, die fahren auch laufend ab, ich habe mal an dem Häuschen gefragt: ja es gibt noch Karten für alle Fahrten, das könnten wir ja am Nachmittag nach der Wanderung machen...
durch diese schmale Promenade geht es zum Strand, das seltsame Gebäude links war ein Aufzug. An einem der Klamottenständen habe ich mir eine wunderbare ganz dünne Baumwollhose gekauft die ich im Urlaub ständig getragen habe. Sowas bekommt man in Deutschland überhaupt nicht. Und man hat die Hitze schon früh am Morgen wieder gespürt.

der Strand wird von diesen Hunden bewacht


unten am Strand war schon morgens viel los, klar heute ist ja Sonntag


von diesen tollen Felsformationen mußten wir natürlich gleich mal zig Fotos machen




nach einer Weile haben wir uns losgerissen (wir würden ja später zum baden noch mal herkommen) und haben den Wanderweg gesucht. Dazu muss man hoch auf die Klippen. Josef hatte die Route im Internet gefunden, ich habe hier mal in Google maps eine ungefähre Karte erstellt
der Weg nach oben war schon sehr schweißstreibend, es war heute noch heißer als am Vortag, ich glaube Mittags waren es 35 Grad. Oben angekommen steht diese kleine Kirche

der Eintritt hätte 4 € gekostet, nach einem kurzen Blick durch die Tür fanden wir das nicht so interessant

der Blick von oben auf den Strand ist natürlich super. Man sieht dass der Strand ziemlich schmal ist und jetzt war auch noch fast Flut (Ebbe wäre um 14:30 Uhr gewesen). Im Idealfall sollte man den Besuch bei Ebbe machen, aber bei der Hitze kann man nicht am Nachmittag wandern.

der Weg geht dann immer oben nah an der Klippe lang und es gibt immer wieder Wege nach unten, wir sind dann natürlich auch runter zum Meer gegangen.


das Meer war ziemlich wild


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wie man sieht ist es hier sehr felsig

schade dass wir die Badesachen nicht dabei hatten, denn hier hätte man Badeschuhe gebraucht. Josef ist mit seinen Stoffsandalen weiter rein gegangen, ich hatte meine ledernen Wandersandalen ausgezogen, die dürfen zwar ins Wasser scheuern aber an den Füßen wenn sie nass sind. Ich habe mich statt dessen hingesetzt un den Blick genossen. Und wenn man ruhig sitzt entdeckt man Details: hier waren lauter kleine farblich angepaßte Krabben unterwegs, die konnte man leicht übersehen

bei Ebbe kann man sicher noch viel weiter rausgehen und fotografieren

dann ging es wieder rauf auf die Klippe. An jedem Strandstück unten waren Duschen! Das hätte ich niemals erwartet. Das war aber an jedem Strand den wir besucht haben so. Wenn es einen offiziellen Weg gab waren da Duschen und an größeren Stränden bzw. viel besuchten Stränden auch immer Mülleimer und Toiletten. Das habe ich in Frankreich z.B. in der Bretagne immer sehr vermisst

der Blick war einfach traumhaft, sowohl oben als auch unten am Strand. Dann bog der Weg aber ins Landesinnere ab.

Da habe ich dann nach wenigen Minuten gemeutert. Hier ging dann kein Wind mehr und es wurde immer heißer. Und grüne Wiesen habe ich schon oft gesehen. Josef hat seine Karte inspiziert: da kommt nichts weiter mehr und wir hatten noch nicht mal die Hälfte des 12 km Rundweges zurückgelegt. Da sind wir lieber umgedreht.
Unten an der Uferpromenade zurück, es war halb eins, haben wir gesehen dass in 10 Minuten das nächste Schiff fährt, wir haben kurz überlegt ob wir lieber erst zum Baden gehen uns aber doch für die Fahrt gleich entschieden, Tickets gab es noch. Also schnell 2 Tickets kaufen, jaaaa so schnell geht das nicht denn da muss man ein online Formular ausfüllen mit Name, Adresse, Mailadresse etc pp (wenigsten wollten sie diesmal keine Personalausweisnummer). Zum Glück konnte eine der beiden Angestellten englisch und hat mir beim ausfüllen am ipad geholfen. Im Vergleich zu unserem letzten Spanienurlaub sprachen erfreulich viele Leute englisch, wie schön! Die Tickets wurden mir dann per Mail zugeschickt. Finde ich ja übertrieben umständlich...ich weiß leider nicht mehr was wir bezahlt haben ich glaube etwas über 20€ pro Person.
Bei der Ausflugsfahrt erfährt man wohl sehr viel über die Geologie der Küste, es gab aber Infos nur auf spanisch

auf dem Boot waren etwa 30 Leute und wir waren wieder die enzigen Ausländer. Das Boot war klein und hat entspechend stark geschaukelt, zum Glück wurde mir nicht schlecht, zwei andere Frauen bekamen am Ende der Tour Kotztüten

auf dem wackeligen Boot Fotos zu machen war schwierig aber ein Teil der Bilder sind was geworden



der Guide hat fast die ganze Tour über etwas erzählt und hat Mineralien und Versteinerungen rumgehen lassen, also wenn man spanisch kann war das bestimmt sehr informativ. Uns hat die Perspektive vom Wasser aus im Vergleich zur Wanderung sehr gut gefallen und wir waren auch so zufrieden.


An Land zurück haben wir uns in ein Strassenrestaurant gesetzt und was ganz kaltes zu Trinken bestellt. Und Hunger hatten wir eigentlich auch. Früher haben wir im Urlaub mittags nie eine Essenpause gemacht, da sind wir von früh bis spät durch die Gegend gewandert, aber das schaffe ich jetzt gar nicht mehr. Auch Josef war dann Mittag oft froh über eine Pause. Ich habe mir die kanarischen Kartoffeln mit roter Mojosoße bestellt und Josef hatte frittierte Calamaries und einen herrlichen Tomatensalat. Den hätten wir umso mehr genossen wenn wir gewußt hätten dass im weiteren Verlauf der Reise Tomaten genauso schmecken werden wie in Deutschland. In Nordspanien werden wohl keine Tomaten angebaut und die aus dem Süden werden genauso unreif geliefert wie bei uns

Danach waren wir gestärkt für den Rückweg zum Auto um die Wanderrucksäcke abzulegen und die Badesachen einzupacken.
Ich hatte mitlerweile ziemlich Rückenschmerzen und habe mich etwas mühsam zum Strand zurück geschleppt. Dort haben wir das Halbzelt aufgebaut und ich habe mich erst mal hingelegt. Ohne diesen Schutz hätte man es am Strand in der vollen Sonne nicht ausgehalten.
Natürlich haben wir auch gebadet und weitere Fotos gemacht.


diese Felsen sind sowas von faszinierend


die typische spanische Strandfamilie sieht übrigens so aus: Papa trägt 2 Klappstühle und in der anderen Hand die Kühltasche, Mama trägt den Sonnenschirm und schiebt gegebenenfalls einen Kinderwagen, die größeren Kinder haben ihr Strandspielzeug dabei.
Klingt jetzt vielleicht banal aber wir fanden es absolut amüsant immer die Männer mit den 2 Stühlen beladen zu sehen



ich konnte mich nicht entscheiden ob hier Hoch- oder Querformat das bessere Bild ergibt


ist das nicht ein genialer Strand? Es war definitiv einer der schönsten im Urlaub! Das Wasser hatte 22 Grad! So warm hätte ich es auch im Hochsommer nicht erwartet, es war einfach perfekt.

um viertel vor 7 haben wir uns auf den Heimweg gemacht, der Weg zurück zum Auto war mit Rückenschmerzen echt kein Vergnügen, im Hotel habe ich erst mal eine Voltarentabeltte eingeworfen.
Zum Abendessen wollten wir diesmal in ein Restaurant an dem großen Platz gehen wo gestern alles ausgebucht war, tja heute am Sonntag war alles geschlossen. Selbst die Imbisbude hatte geschlossen. Mußten wir also wieder runter an den Strand.
Heute waren die Häuser in Mutriku irgendwie bunter als gestern

wir sind wieder im gleichen Lokal gelandet, alles andere hatte zu! Aus Erfahrung wird man klug, heute habe ich das einzige Gericht auf der Karte bestellt das ich eindeutig identifizieren konnte: einen Burger

und der war gut!
am Heimweg

zuhause habe ich noch ein paar Rückenübungen gemacht und wir haben uns zu Rotwein und Oliven auf unsere Terrasse gesetzt.
Unterkunft: wie gestern
die heutige Route: