« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 03. März 2026, 18:52:12 »
20.11.2025 New Plymouth – Stratford
Dieser Tag sollte deutlich besseres Wetter bringen. Beim Durchstöbern der Nachrichten in der Früh sahen wir, dass der Polizeieinsatz mit einer Messerstecherei zu tun hatte. Eine Person wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Das Frühstück war wieder im Kühlschrank vorbereitetes, aber ein wesentlich besseres als in Taupo. Danach fuhren wir zum Paritutu Rock beim Hafen. Der markante Felsen konnte bestiegen werden. Der Weg zum Aussichtspunkt ist nicht ohne und mit einer Kette im oberen Teil gesichert.
Leider ist diesig und die Sicht nicht besonders gut.
Auf der anderen Seite des Felsens befindet sich die Black Beach. Hinunter gingen wir nicht, da vom Meer herein ein kräftiger Regenschauer aufzog.
Das Highlight der Gegend ist der Egmont-Nationalpark, mit dem formschönen und von weitem in der Ebene sichtbaren 2.518m hohen aktiven Stratovulkan Mount Taranaki. Der letzte Ausbruch fand 1854 statt. Er ist so monströs, da die Ebene auf Meeresniveau liegt und er frei in der Ebene steht. Das Blöde ist nur, dass es nur wenige Tage im Jahr gibt, an denen er wolkenfrei ist. Auch an diesem Tag versteckte sich der Berg ab der Hälfte hinter Wolken. Das Schutzgebiet erstreckt sich kreisförmig mit einem Radius vom 9,6 km um den Vulkan.
Der Mount Taranaki hat mehrere Zufahrtsmöglichkeiten. Wir fuhren die Hauptstraße um den Berg auf die andere Seite, hier schien die Bewölkung geringer zu sein. Eine Stichstraße führt von Stratford hinauf zum Dawson Falls Visitors Center auf rund 900m. Im Nationalpark ist noch der ursprüngliche Wald zu sehen.
Mehrere Wanderwege beginnen hier. Auch an diesem Ort steht ein Pou. Die leuchtenden Augen sind Innenseiten von Muscheln.
Wir entschieden uns für den Rundweg zu den Wilkies Pools. Der Weg führt sehr schön durch den Wald hinauf zu den Pools.
Durch die feuchte Luft sind die Bäume mit Flechten und der Boden dicht mit Moos bewachsen.
Bei einem Aussichtspunkt vor einer Brücke zeigte sich kurz der schneebedeckte Gipfel des Vulkans.
Auf der anderen Seite der Bücke gab es einen Blick in die Ebene mit schönen Wolkenformationen.
Nach der Brücke sind über Stock und Stein die Wilkies Pools zu erreichen. Es handelt sich um mehrere kleine Wasserfälle, die schöne Ausschwemmungen im Felsen erzeugt haben.
Zurück geht es wieder durch knorrige Bäume und kleinen Wasserfällen zum Visitor Center.
Kurz nach dem Visitor Center ist bei einem kleinen Parkplatz der Beginn des Weges zu den Dawson Falls. Zuerst besuchten wir den Aussichtspunkt. Viel schöner ist es aber die Stufen hinunter zur Basis des Wasserfalls.
Es war nun kurz nach Mittag. Bevor wir zur nächsten Zufahrt des Vulkans fuhren, wollten wir zu unserer Unterkunft dem Regan House in Stratford fahren. Wir hatten auch die Hoffnung, dass sich inzwischen die Wolken etwas lichteten.
Das Regan House wird von einem älteren Ehepaar in einem stielvollen Haus in einem sehr schön angelegten Garten betrieben. Lang dürfte es diese Unterkunft nicht mehr geben, da vor der Einfahrt ein Schild „For Sale“ steht. Wir wurden von der Gastgeberin herzlich empfangen und konnten schon unser Zimmer beziehen. Nach einigen Erklärungen über das wichtigste der Umgebung, fragte sie, wann wir das Frühstück haben wollten. Wir sagten, dass wir am nächsten Tag früh auf müssten, da wir eine lange Wanderung geplant hätten. Sie meinte, da werdet ihr ein Frühstück brauchen und wann wir denn wegwollten. Ich sagte 5 Uhr 15 wäre optimal. Sie sagte überraschenderweise zu unserer Freude zu uns ein Frühstück zu machen.
Leider haben sich die Wolken um den Mount Taranaki noch nicht verzogen, die Wolkenbasis scheint aber höher zu sein. Wir fuhren trotzdem zum Stratford Plateau auf 1.150m Seehöhe. Der riesige Parkplatz liegt unterhalb der Wolkendecke und die Aussicht war hervorragend. In der Ferne leuchtete unter der Wolkendecke dunkelblau das Meer herauf. Es waren nur wenige Autos zu sehen.
Die Vulkanspitze war weiterhin hinter Wolken versteckt.
Von diesem Parkplatz führt ein Weg zuerst zu einer Materialseilbahn und danach als Fußweg zu einer neu errichteten spektakulären Brücke über die Schlucht das Manganui Rivers. Der Fluss führt momentan kein Wasser.
Die Brücke scheint für so machen ein psychologisches Hindernis zu sein. Manche drehten nach den ersten Schritten um, andere schritten ängstlich darüber.
Sie wurde als sicherer Zugang zum Manganui Skigebiet errichtet. Es ist nur zu Fuß erreichbar. Dh die ganze Ausrüstung muss vom Parkplatz heraufgetragen werden. Vereinsmitglieder dürfen dann wenigstens die Lastenseilbahn nutzen. Zwei Schlepplifte führen den Berg hinauf.
Als wir die geschlossene Manganui Lodge erreichten, begann sich die Wolkendecke abzusenken. Bald waren wir vom Nebel umschlossen. Wir machten uns daher auf den Rückweg.
Vor dem Abendessen versorgten wir uns für die morgige Wanderung noch mit Lebensmittel. Für 18 Uhr hatten wir auf Anraten einen Tisch im Colonel Malone's Restaurant & Bar reserviert. Das war auch notwendig, das Lokal war voll.
Wir wurden von der netten älteren Frau bedient, bei der wir zu Mittag reserviert hatten. Die Bierbestellung funktionierte bei ihr hervorragend.
Auf dem Rückweg zum Regan House sahen wir, dass der Vulkangipfel im Sonnenuntergang wolkenfrei war.
Als wir in die Straße zum Regan House einbogen, sahen wir, welchen tollen Namen diese Überlandstraße hat.
« Letzter Beitrag von Christina am 03. März 2026, 18:07:39 »
Vielen :herz:lichen Dank Susan für deinen Bericht. Es hat wieder viel Spaß gemacht so ausführlich mit euch unterwegs zu sein.
Für Spanien habe ich nun, nach Horsts Bericht, erneut viele Anregungen bekommen, so gut wie alles, was ihr angeschaut habt, käme für uns auch in Frage, ich hoffe, dass wir das mal angehen, bisher konnte ich Peter trotz der tollen Bilder in Horsts Bericht nicht von Spanien überzeugen, vielleicht gelingt das dann mit deinem Bericht.
« Letzter Beitrag von Christina am 03. März 2026, 17:56:50 »
Interessant die Besichtigung der Dhau Werft, schön, dass man sogar an Bord des sich im Bau befindlichen Schiffs gehen durfte und dadurch auch den Holzrumpf sehen konnte.
Der Strand sieht auch nett aus, ist ein Teil des Sandes sogar rosa (auf dem Foto mit den Möwen) oder liegt das an meinem Monitor oder deiner Kamera?
« Letzter Beitrag von Ilona am 03. März 2026, 15:26:06 »
26.12.25 – Traditioneller Schiffsbau und am Turtle-Beach
Da wir an dem Tag keine weiten Strecken zurücklegen mussten, gingen wir erst nach einem ausgedehnten Frühstück auf Erkundungstour.
Eine der Erzählungen aus 1001 Nacht handelt von Sindbad, dem tapferen Seefahrer. Obwohl er aus Bagdad stammte, wird er mit dem Oman in Verbindung gebracht. Das ist kein Wunder, denn die Seefahrerei hat hier Tradition. Vor allem Sur hat eine lange Geschichte als Hafen- und Seefahrerstadt, die Handelsbeziehungen mit Arabien, Ostafrika und Indien pflegte. Die Stadt gilt zudem als Zentrum des Schiffsbaus für große, ozeangängige Dhaus. Das sind traditionelle Holzsegelboote, die noch immer in Handarbeit produziert werden.
Wir suchten nach der Dhau-Werft und fuhren erst über die Khor Al Batah Hängebrücke, die die Stadtteile Sur und Al Ayjah über eine Meerenge miteinander verbindet.
Auf der anderen Seite befindet sich die Werft mit arbeitgeberfreundlichen Arbeitszeiten.
Wir löhnten einen kleinen Obolus und schauten uns zuerst die Deko-Dhaus im Verkaufsraum an. Dieses Modell war leider zu groß für den Koffer.
Das war die kleinste befahrbare Dhau in der Werft.
Die mittelgroße war fast fertig,
doch bei der großen Dhau war noch einiges zu tun.
Man hatte im Rumpf des Schiffes das Gefühl, in einem Wal zu stecken.
Erst an Deck sieht man, wie groß das Schiff ist.
Von außen eine kunstvolle Holzarbeit.
Solche Dhaus werden heutzutage vor allem für touristische Zwecke in den Emiraten und Qatar genutzt.
Nach dem Werftbesuch fuhren wir die Küste am indischen Ozean entlang.
Obwohl wir wussten, dass wir keine Schildkröten antreffen würden, wollten wir zum Turtle-Beach. Die gepanzerten Meeresbewohner kommen vorwiegend in den Sommermonaten von Mai bis September und vor allem nachts zur Eiablage an den Strand. Die Weibchen der bis zu 1,5 m großen Grünen Meeresschildkröten kommen nach 2 -3 Jahren an ihren Geburtsort zurück und buddeln solche Nistlöcher. Nach ca. zwei Monaten schlüpfen die Babies.
Es lagen jede Menge dieser Eihüllen herum.
Die kleinen Turtles schlüpfen zwischen 4:00 und 6:00 Uhr morgens und nur wenige erreichen auf ihrem Weg das Meer. Kein Wunder, wenn so viele gefräßige Möwen auf leichte Beute warten.
Einige große Sepiaschalen fanden wir auch am Strand.
Der Turtle-Beach bei Ras Al-Hadd ist für jedermann zugänglich. Anders sieht es im Schutzgebiet von Ras Al-Jinz aus.
Wir machten uns auf den Rückweg und kehrten unterwegs in einem gut bewerteten Imbiss ein. Für umgerechnet 4,20 € erhielten wir beide leckere Chicken-Tikka-Sandwichs mit Pommes und Softdrinks.
Zurück in Sur schauten wir uns noch schnell in der örtlichen Mall um, bevor wir den restlichen Nachmittag am Hotel-Pool ausklingen ließen. Zum Abendessen blieben wir wieder im Hotel.
Übernachtung: Best Western Sur, 2 Nächte 130 € mit Frühstück
Herrlich diese Pools zwischen den Felsen! Mit dem Stichwort "warm" wäre ich wahrscheinlich schon dort baden gegangen Die Umkleidezelte wären ja schon hilfreich. Ich gehe mal davon aus, dass man sich im Oman nicht mal einfach so unterm Handtuch umziehen darf.
Doch, denn unbedeckt umziehen geht gar nicht . Im Wadi Shab mussten wir uns unterm Duschtuch umziehen. Man sollte auch keinen Bikini tragen. Im Wadi Bani Khalid waren sogar Schilder, dass man im Burkini baden soll. So etwas besitzen aber nur die wenigsten Touristen.
Echt dumm, dass die Dromedare so einfach an ungesundes Zeug kommen. Gibt es denn wild lebende oder gehören die alle jemanden?
Also dieses Wüstenschiff gehörte jemand, denn es trug ein Halsband (mit einem Transponder?). Andere hatten ein Band zwischen den Vorderbeinen, damit sie laufen, aber nicht wegrennen können. Die zwei Dromedare entlang der Straße waren aber wild.
Die sind erfinderisch , denn sie packen den Rand der Müllcontainer mit ihren Zähnen und kippen ihn dann um. Das hatte ich am Vortag gesehen, als wir das Camp suchten.
« Letzter Beitrag von Susan am 03. März 2026, 12:25:56 »
28.10. bis 2.11 Heimreise in fünf Etappen
Für weitere längere Zwischenstopps war ich dann doch zu unruhig. Zudem würde es mit dem nahenden November noch schwieriger, in Frankreich offene Campingplätze zu finden. Deshalb sind wir dann relativ direkt nach Hause gefahren. Die erste Etappe führt uns von Toledo nach Bordeaux, dort übernachten wir auf dem bewährten Camping am Lac. Madrid haben wir umfahren, daher hatten wir da morgens wenig Stau, mehr allerdings dann am frühen Abend in Bordeaux.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis Lyon und von dort aus nach Neuenburg am Rhein. Der dortige Campingplatz Drei-Länder-Camping Gugel erwies sich als der teuerste der Reise. Über's Wochenende haben wir dann noch unsere Freunde im Odenwald besucht, ehe es am Sonntagnachmittag zurück nach Hannover ging. Die letzte Etappe konnten wir durch die neue Autobahn A49 von der A5 nach Kassel verkürzen.
Kurzes Fazit
Ein paar Zahlen: die Campingplätze kosteten uns im Schnitt 29,22 Euro die Nacht. Der größte Ausreißer war der in Neuenburg mit rund 10 Euro mehr. Wir haben 337,15 Euro Maut bezahlt, das meiste in Frankreich. Spaniens Autobahnen sind mittlerweile fast alle ohne Gebühr zu befahren. Die Preise in den Restaurants erscheinen uns zivil; erstaunt hat uns das üppige Menue in Granada für 9,99 Euro.
Irgendwie sind es dann doch mehr Stadtbesichtigungen geworden als beabsichtigt. Es war trotzdem schön, diese Ziele mal wieder zu sehen bzw. abzuhaken. In Toledo und der Umgebung könnte man sicher noch mehr Zeit verbringen. Den Umständen geschuldet waren auch weniger Wanderungen dabei. Apropos, der Professor der orthopädischen Klinik hier hat Kersten von einer Knie-OP abgeraten. Er bekommt jetzt Einlagen und soll beim Sport halt die Bandage tragen.
Es gibt noch einiges zu erkunden in Spanien, deshalb wird uns das Land sicher noch öfter wiedersehen. Nach dem ersten Eindruck diesmal würde ich die Pyrenäen gern noch näher anschauen.
Ähnliches gilt für die Sierra Nevada.
Und dann sind da ja noch ein paar Ziele, die Horst hier vorgestellt hat. Für Stranderholungstage allerdings ziehen wir die Algarve vor.
Meine Highlights:
Albarracin
Ruta de la Hoz
Redrocks natürlich
Alhambra immer mal wieder gern
das Dorf unter den Felsen
Herzlichen Dank an euch fürs virtuelle Mitreisen! Ich hoffe, ihr hattet Spaß. Bis zum nächsten Mal, dann im hohen Norden