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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 25. Mai 2026, 14:45:49 »
11. Tag, Sonntag, 08.02. - 1. Teil

Peter geht es nicht wesentlich besser als gestern und er möchte daher noch einen weiteren Tag in der Ferienwohnung bleiben. Das Wetter dagegen ist heute besser als gestern und so mache ich mich gleich nach dem Frühstück auf den Weg nach Silves, einer 14.000 Einwohner Kleinstadt im Hinterland der Algarve, nur 20 Fahrminuten von Alvor entfernt.

Ich parke auf einem großen Parkplatz am Rande der Innenstadt (kostenlos), hier sind auch Toiletten, die Touristinfo und zwei Cafés bzw. Fastfoodrestaurants.

Am Fluss Arade, der in Portimão ins Meer mündet, entlang führt mich mein Weg in die Innenstadt vorbei an der Markthalle (mit hässlichen Plastikzelten der Essensstände davor) und der alten Brücke, letztere ist leider komplett eingerüstet und nicht betretbar. Auch dieser Fluss ist braun von eingeschwemmter Erde nach den vielen Regenfällen.



Ich überquere den Praça Al-Muthamid, der vor nicht langer Zeit neu angelegt wurde und nach dem arabischen Dichter und Gouverneur von Silves (der später Herrscher von Sevilla wurde) benannt ist. Der Platz ist sehr weitläufig, es gibt einen modernen Brunnen und ein paar eher seltsam aussehenden Häuschen (?), wohl im arabischen Stil, deren Nutzung sich mir nicht erschließt.




Recht steil geht es dann den Berg hinauf


bis zum Praça do Município.





Der hübsche Platz liegt direkt am Stadttor aus der Römerzeit, ausgestattet mit zwei Ausgängen.


Ich gehe durch das Tor und weiter den Berg hinauf, vorbei an der Kathedrale von Silves, die teilweise eingerüstet und verschlossen ist,



erreiche ich den Eingang zur Burg, der von einer Statue des Königs Dom Sancho I. von Portugal bewacht wird.



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Sehr schön.

Für das T3 in Frankfurt hatte ich das schon erwartet, danke für die Bestätigung Ilona.

Wobei mir das mit dem Wasser inzwischen nicht mehr wichtig ist, weil es an jedem Flughafen (zumindest an denen ich in den letzten Jahren war) inzwischen nach der Siko Waserspender auch für Flaschen gibt. Da nehme ich einfach immer ein paar leere mit und fülle sie dann wieder. Aber ich finde es sehr angenehm, wenn man die Elektronik nicht mehr rauskramen muss.
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Super :beifall: .

Das ist im neuen T3-Terminal in Frankfurt schon der Fall und wird demnächst hoffentlich an allen Flughäfen eingeführt. Die Getränkepreise nach der Siko sind teilweise echt unverschämt. Im T1 in Frankfurt geht's mit 1,50 € für Wasser gerade noch.
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Zitat
Am Flughafen Nürnberg gelten bei der Sicherheitskontrolle neue Regeln für Passagiere. Nach der Umstellung auf moderne CT-Technik dürfen Flüssigkeiten, Gele und elektronische Geräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones im Handgepäck bleiben, wie der Airport mitteilte.

Demnach entfällt auch die bislang geltende 100-Milliliter-Grenze für Flüssigkeiten. Künftig dürfen Reisende auslaufsichere Behälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern durch die Sicherheitskontrolle mitnehmen. Auch müssen Flüssigkeiten nicht mehr in transparenten Plastikbeuteln verstaut werden.

>Quelle

Dürfte die Preise für Wasser usw. am Gate spürbar reduzieren. ;)
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Susan am 22. Mai 2026, 18:59:43 »
Soweit ich es hier auf den Bildern gesehen habe, schaut Alvor wirklich sehr nett und ruhig aus. Der Nachmittagsspaziergang war ja dann doch sehr schön.

Albufeira würde ich nur für einen quirligen Abend empfehlen, Lagos ebenso. Carvoeiro ist sehr gewachsen seit wir das erste Mal da waren. Selbst im Herbst (Ferien) war da noch einiges los.

Zur Frage mit der Siesta kann ich leider wenig beitragen. Zu den fraglichen Zeiten sind wir entweder am Strand oder sonstwie unterwegs.  8) Wir standen allerdings nie - so weit ich mich erinnere- bei Museen, Festungen oder Kirchen vor verschlossenen Türen. Restaurants sonst schienen fast immer offen. Ihr bekommt auch schon früh Abendessen, aber auch noch ziemlich spät. Wir haben es schon erlebt, dass wir dachten wir wären spät dran, doch der Pulk kam erst nach uns (22 Uhr).  ;)
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 22. Mai 2026, 17:57:59 »
Auf mich macht Alvor einen verhältnismäßig beschaulichen, entspannten Eindruck. Zumindest in der Nebensaison.
Werde mir den Ort merken. Die Algrave und ein Stück die Westküste hoch möchte ich auf jeden Fall mal gerne machen.
Gibt es in Portugal eigentlich auch so eine lange Mittagspause wie in Spanien (Siesta)?

Den Eindruck hatte ich von Alvor auch, wir haben den touristischen Hotspot Albufeira komplett ausgelassen, daher kann ich damit keine Vergleiche ziehen, aber auch schon im Vergleich mit dem was ich von Praia da Rocha (dem Strandort von Portimao) oder Cavoeiro gesehen habe, war Alvor wesentlich ruhiger, weniger Hotels, weniger typische Tourigeschäfte, weniger Restaurants.

Was die Essenszeiten angeht hat Portugal keinerlei Ähnlichkeit mit Spanien, Mittags gibt es ab 12 Uhr ein normales Mittagessen und Abends ab 18 Uhr (in diesem Urlaub waren wir abends nicht im Restaurant, aber auf den Azoren und in Lissabon). Siesta z.B. bei den Öffnungszeiten von Geschäften, Museen, Kirchen bin ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ich würde aber sagen, nein. Zumindest standen wir kein einziges Mal vor verschlossenen Türen. Vielleicht kann Susan da noch etwas dazu sagen, sie hat ja viel Portugal Erfahrung.

Zitat
Wie auch auf Mallorca sind hier an der Algarve viele Restaurants und Hotels den Winter über geschlossen, die Fenster sind in dieser Zeit mit Papier oder Stoffen beklebt, ich weiß nicht, warum das gemacht wird, das vermittelt einen so trostlosen Anblick.

Das kenne ich hierzulande von den Eiscafés, die über den Winter auch ihre Schaufenster mit Papier zukleben.

An den braunen Brühe erkennt man, wie das Wetter zu der Zeit in Portugal gewütet hat. Ich dachte bei jeder Meldung an dich und bin froh, dass ihr von den Flashfloods verschont geblieben seid.


Ah ok, vielleicht habe ich das immer übersehen bei uns, aber zumindest das Eiscafé in Alzey, das auch im Winter zu hat, hat die Scheiben nicht beklebt, da kann man reinschauen. Aber da werde ich mal darauf achten nächsten Winter.

Das ist ja lieb, von meiner Schwester haben wir auch eine besorgte Mail bekommen, ob bei uns alles in Ordnung ist. Wir waren sehr froh, dass es nur viel geregnet hat, aber wir nicht in Gefahr waren.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 22. Mai 2026, 15:41:32 »
Zitat
Wie auch auf Mallorca sind hier an der Algarve viele Restaurants und Hotels den Winter über geschlossen, die Fenster sind in dieser Zeit mit Papier oder Stoffen beklebt, ich weiß nicht, warum das gemacht wird, das vermittelt einen so trostlosen Anblick.

Das kenne ich hierzulande von den Eiscafés, die über den Winter auch ihre Schaufenster mit Papier zukleben.

An den braunen Brühe erkennt man, wie das Wetter zu der Zeit in Portugal gewütet hat. Ich dachte bei jeder Meldung an dich und bin froh, dass ihr von den Flashfloods verschont geblieben seid.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Horst am 22. Mai 2026, 07:20:37 »
Auf mich macht Alvor einen verhältnismäßig beschaulichen, entspannten Eindruck. Zumindest in der Nebensaison.
Werde mir den Ort merken. Die Algrave und ein Stück die Westküste hoch möchte ich auf jeden Fall mal gerne machen.
Gibt es in Portugal eigentlich auch so eine lange Mittagspause wie in Spanien (Siesta)?
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 21. Mai 2026, 18:24:51 »
10. Tag, Samstag, 07.02. - 2. Teil


Vom Museum, das sich am Ende (oder Anfang) der Hafenpromenade befindet, folge ich einem Weg weiter am Wasser entlang bis zu einem weiteren kleinen Hafenbereich. Ganz viele Katzen gibt es hier und schöne Ausblicke auf die gegenüberliegende Küste und das bergige Hinterland. Am Ende des befestigten Wegs kann man einem Pfad die Klippen hinauf folgen, das getraue ich mich aber wegen der leider häufig vorhandenen Wachhunde alleine nicht, der Weg wäre aber vermutlich eh sehr matschig gewesen.







Daher drehe ich wieder um, verlasse über die Hafenpromenade den Ort



und drehe bei herrlichem Sonnenschein auf dem Holzbohlenweg eine Runde durch die Lagune






bevor ich zurück zur Ferienwohnung gehe. Dabei hat man die Hotel- und Apartmenttürme, die man seit Ende der 80iger Jahre hier gebaut hat, gut im Blick, natürlich überhaupt nicht schön, aber immerhin längst nicht so dicht bebaut, wie z.B. rund um Portimão.


Sehr schön dagegen ist nun der Blick auf das blaue, vom Wind aufgepeitschte Meer. Ich mache einen kurzen Toilettenstopp in der Ferienwohnung und gehe dann nochmal in Richtung Felsen am Ostrand des Strands, aber schon auf dem Weg dorthin fängt es wieder zu regnen an, daher drehe ich schnell wieder um.




Wetter: vormittags 2 h starker Regen, nachmittags 2 h Sonne, sonst bewölkt, ca. 18°C
Wanderung: Spaziergang durch Alvor 7,37 km, 120 hm
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 21. Mai 2026, 18:20:50 »
10. Tag, Samstag, 07.02. - 1. Teil

Peter fühlt sich ziemlich krank und möchte den Tag in der Ferienwohnung verbringen. Vormittags soll es sowieso regnen, nachmittags trockener und sonniger werden. Ich fahre daher nach dem Frühstück erstmal einkaufen fürs Mittagessen und tanke auch gleich noch.

Auf dem Rückweg fängt es zu regnen an und das wieder mal richtig kräftig, da bleibt nur mit Buch und Kuscheldecke aufs Sofa zu gehen.


Wie angekündigt sieht das Wetter nach dem Mittagessen viel freundlicher aus und ich mache mich auf den Weg, Alvor näher zu erkunden, da sind wir am ersten vollen Urlaubstag recht schnell durchgegangen.

Auf dem Holzbohlenweg gehe ich in Richtung Zentrum. Wie auch auf Mallorca sind hier an der Algarve viele Restaurants und Hotels den Winter über geschlossen, die Fenster sind in dieser Zeit mit Papier oder Stoffen beklebt, ich weiß nicht, warum das gemacht wird, das vermittelt einen so trostlosen Anblick.


Ich gehe die Uferpromenade entlang, das Wasser der Flussmündung ist schlammbraun, das kommt von den Überschwemmungen im Hinterland, dabei wird sehr viel Erde in die Flüsse gespült, das war bei unserem ersten Besuch vor etwas über einer Woche noch nicht so extrem, da hatte das Wasser nur eine leicht bräunliche Farbe. Aber seither hat es erneut sehr viel geregnet und in vielen Teilen Portugals sind ganze Dörfer und Stadtteile überschwemmt, leider sind auch Todesopfer zu beklagen, die Berichte darüber laufen auf verschiedenen portugiesischen TV-Sendern in Dauerschleife. Da haben wir hier an der Algarve viel Glück.



Ich bummle ein bisschen durch den Ort, hübsche Häuser wechseln sich mit weniger hübschen, teils verfallenen ab, auf jeden Fall positiv, dass das Ortszentrum noch aus den typischen zweistöckigen Häusern besteht, und nicht, wie in vielen anderen Orten entlang der Küste, Hotel- und Apartmentblocks hingestellt wurden.



Es fängt schon wieder zu tröpfeln an, daher besuche ich sowohl das Innere der kleinen Igreja da Misericordia



als auch das der großen Igreja do Divino Salvador de Alvor, wo wir beim ersten Besuch schon waren.

Dann gehe ich wieder zum Hafen und ins dortige recht neue und kostenfreie Museum (Alvor Lifeguards Interpretive Center) im ehemaligen Schuppen des örtlichen Rettungsboots (Nutzung von 1933-1983). Dieses wurde restauriert und bildet das Zentrum des Museums, es wird auf die Geschichte und die große Bedeutung der Seenotrettung an der Küste eingegangen (heute befindet sich die nächste Seenotrettungsstation in Portimão, dank schneller Schiffe sind große Entfernungen kein Problem mehr) und auf das frühere und aktuelle Leben der Fischer. Ein sehr interessantes kleines Museum, in dem ich die einzige Besucherin bin und in dem ich einen heftigen Regenschauer samt Gewitter gut überbrücken kann.


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