09. Tag, Freitag, 06.02. - 1. TeilHeute wacht Peter mit Halsschmerzen auf, meine sind schon wieder besser geworden.
Gegen 8.45 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Osten, nach Faro. Die Stadt gilt als Hauptstadt der Algarve, ist mit 60.000 Einwohnern aber keine wirkliche Großstadt. Hinter der Altstadt gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz, von dort spazieren wir durch ein Tor in der Stadtmauer ins historische Zentrum der Stadt.
Schnell ist große Platz Largo da Sé erreicht, umgeben von renovierten weißen Gebäuden und vielen Orangenbäumen, das erinnert mich an Andalusien, hier an der Algarve sind die Orangenbäume nicht so zahlreich vertreten wie in Andalusien. Die vielen Autos stören den an sich positiven Eindruck, den der Platz macht, etwas.
Das Rathaus der Stadt befindet sich hier und der Bischofspalast, unser Interesse gilt aber der Kathedrale. Sie wurde 1251 erbaut, davor standen schon ein römisches Forum und eine Moschee an dieser Stelle.
Die Kathedrale öffnet um 10 Uhr, wir müssen zusammen mit ein paar anderen Touristen noch ein paar Minuten warten. Kurz nach 10 Uhr kommt dann ein Mitarbeiter und teilt mit, dass sich die Öffnung verzögert, weil sich seine Kollegin heute krank gemeldet hat und er alles alleine machen muss. Eigentlich kein Problem, inzwischen hat es aber mal wieder angefangen zu regnen, dazu weht am Eingangstor ein kalter Wind, nicht gut für zwei Erkältete wie wir es gerade sind.
Gegen Zahlung von EUR 5,00 p.P. dürfen wir einige Minuten später den Kathedralenbereich betreten. Peter und ich gehen gleich in den Kirchenraum, da ist es trocken und windstill und wir sind erstmal noch alleine. Die Kirche ist für algarvische Verhältnisse (nicht für andalusische) recht üppig mit goldenen Altären ausgestattet, mehrere Nebenkapellen gibt es, mal mit Gold verziert, mal mit den typischen Fliesen ausgestattet.
Nach der Innenraumbesichtigung hat es aufgehört zu regnen und wir steigen auf den Turm der Kathedrale. Eine tolle Sicht hat man von hier über die Stadt und die Lagune. Nur doof, dass gerade keine Sonne scheint.
Im Obergeschoss der Kathedrale schauen wir uns noch das kleine Museum mit sakraler Kunst an, wieder unten gehen wir durch den hübschen Innenhof der Kathedrale mit Orangenbäumen
zu einer kleinen Kapelle in deren Wände menschliche Knochen und Schädel eingemauert sind, aus heutiger Sicht ziemlich makaber (Fotos habe ich keine gemacht, weiß mal wieder nicht, warum nicht).
Nun scheint wieder die Sonne und ich besteige nochmal den Turm der Kathedrale, bei Sonnenschein sind die Ausblicke doch gleich nochmal so schön, Peter wartet unten.
Dann verlassen wir die Kathedrale und bummeln durch die engen Gassen der kleinen historischen Altstadt. Viele hübsche Ecken gibt es, einiges wartet aber auch noch auf eine Renovierung.
Wir queren nochmals den Largo da Sé
und verlassen dann den Altstadtbereich durch den Arco da Vila.