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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 16. Mai 2026, 13:33:27 »
Zitat
Wobei, es gibt tatsächlich ein paar Wanderer, das sind aber nach der Größe der Rucksäcke zu urteilen, wohl Fernwanderer, denen nicht viel anderes übrigbleibt, als jeden Tag ihre geplante Route zu absolvieren, die tun mir bei dem Wetter dieses Jahr wirklich leid.

Wer um diese Jahreszeit eine Fernwanderung unternimmt, muss das Wetter einkalkulieren.

Schön, dass sich die Verkäuferin doch noch "besonnen" hat und euch das Shirt zum Regulärpreis :cool2: verkaufte. Wahrscheinlich wollte sie ihren Lohn aufbessern. Ein Shirt für 36 € sollte schon ein Markenprodukt und kein Ich-war-da-Souvenir sein.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 15. Mai 2026, 18:34:23 »
7. Tag – Mittwoch, 04.02.

Auf Sonnenschein folgt Regen und von dem soll es heute reichlich geben. Gegen 9.15 Uhr fahren wir aber trotzdem los, das Cabo de São Vicente und Umgebung und damit die südwestlichste Festlandsecke Europas steht heute auf dem Plan.

Eine knappe Stunde später sind wir dort – ui, das weht aber ordentlich, es hat kurz vor dem Ziel immerhin aufgehört zu regnen, aber mit dem Sturm ist nicht zu spaßen. Er kommt in Böen und ich werde fast weggeweht, da muss man sich genau überlegen wie nahe man an die Kante geht.

Peter hätte ja zu gerne eine „letzte Bratwurst vor Amerika“ gegessen, aber wir wussten schon vorher, dass der entsprechende Verkaufsstand im Winter nicht da ist. Wir schauen uns ein bisschen um (näher an den Leuchtturm oder gar innen hinein kommt man nicht) und gehen dann bald zurück zum Auto, an die Wanderung, die der Rother Wanderführer hier vorschlägt und die ich in Betracht gezogen hatte, braucht man bei diesem Wetter gar nicht zu denken. Wobei, es gibt tatsächlich ein paar Wanderer, das sind aber nach der Größe der Rucksäcke zu urteilen, wohl Fernwanderer, denen nicht viel anderes übrigbleibt, als jeden Tag ihre geplante Route zu absolvieren, die tun mir bei dem Wetter dieses Jahr wirklich leid.


Ein Stückchen landeinwärts steht das Forte Beliche, eine kleine Festungsanlage, in der wohl Heinrich der Seefahrer wohnte, wenn er in Sagres war. Viel zu sehen gibt es nicht, das Gelände des Forte ist verschlossen, die Gebäude sind einsturzgefährdet und nur zu einzelnen Anlässen wird vorübergehend geöffnet. Mir gefällt aber der Blick hinunter auf den steinigen Meeresboden.



Ein weiteres Stück landeinwärts befindet sich ein Souvenirshop mit Café, der geöffnet ist. Wir stöbern zunächst im Shop, die T-shirts mit Aufschrift „I was at the end of the world“, würden uns gefallen, es gibt aber eigentlich für uns beide nicht die passende Größe, Peter nimmt dann trotzdem eines in XL, entweder ihm passt es oder wenn nicht, dann mir, zumindest für Haus- und Gartenarbeit, da kann es gerne weiter und länger sein.

Am Regal steht ein Preis von EUR 18,00, an der Kasse soll es dann plötzlich EUR 39,00 kosten, dann möchten wir es nicht. Die Verkäuferin will sehen, wo etwas von EUR 18,00 steht und meint als wir ihr es zeigen dann, das wäre für die Kindershirts, ja klar, glauben wir sofort, auf dem entsprechenden Regal mit den Kindershirts an anderer Stelle steht ja auch nicht EUR 15,00.

Wir lehnen dann nochmal ab und gehen aus dem Laden, da ruft uns die Verkäuferin nochmal herein, Peter reagiert gar nicht mehr, ich kann dann doch nicht so unhöflich sein und gehe zurück, die Verkäuferin meint nun, sie habe sich geirrt und bietet das Shirt für EUR 18,00 an. Da wir es ja tatsächlich gerne haben möchten, kaufe ich es dann doch noch.

Wir trinken im angrenzenden Gebäude noch einen Kaffee und nutzen die Toiletten. Danach fahren wir in Richtung Sagres, am Ort vorbei und parken auf dem riesigen Parkplatz der Fortaleza de Sagres. Die Festungsanlage nimmt die gesamte Spitze der Landzunge vor Sagres ein, dorthin kommt man nur, wenn man den für hiesige Verhältnisse (und für das Gebotene) doch recht üppigen Eintritt von EUR 10,00 p.P. zahlt, der Parkplatz ist dafür kostenfrei.

Ein Fußweg führt einmal rund um die Landzunge herum, eigentlich ein harmloser Spaziergang, aufgrund des Sturms doch eine größere Herausforderung. Wir versuchen trotzdem die Aus- und Anblicke zu genießen, man sieht hinüber zum Leuchtturm vom Cabo de São Vicente und zum Ort Sagres (kaum zu erkennen aufgrund der Wolken/Regen/Nebel), auf dem Gelände steht eine Kirche und ein weiterer Leuchtturm.







Nach dem Rundgang gehen wir ins Museum, das in einem recht neuen und ganz modernen Gebäude untergebracht ist.


Thema des Museums ist die Seefahrtgeschichte Portugals, vor ein paar Jahrhunderten hatte Portugal ja eine ganze andere Bedeutung in der Welt als heute.


Allzu viel Zeit nehmen wir uns aber nicht für das Museum, es ist schon Mittagszeit und ich habe Hunger, leider gibt es auf dem gesamten Fortaleza Gelände überhaupt keine Möglichkeit etwas zu essen, schade, sonst hätten wir uns nach einer Stärkung dem Museum intensiver widmen können. So schauen wir uns noch im Souvenirshop um, der richtig schöne, geschmackvolle Sachen hat. Am Ende kann ich mich dann aber doch für gar nichts entscheiden, Peter begeistert sich für ein Brillenetui, Brillenputztuch und Notizbuch mit identischem „Seefahrer“ Motiv, das kommt dann natürlich alles mit.

Wir fahren nach Sagres und finden dort gleich neben dem vorab ausgesuchten Parkplatz ein nettes Café („Caffe Espresso Sagres“). Heute klappt es wie gewünscht mit einem weniger üppigen Mittagessen, wir essen beide eine Käse-Schinken Focaccia mit Chips und weil es so gemütlich im Café ist, danach gleich jeweils einen Milchkaffee und einen Schokokeks, der genauso lecker ist, wie er aussieht (zusammen mit einem weiteren Kaffee und einem Mineralwasser EUR 32,60).



Als wir das Café verlassen ist es noch trocken und wir spazieren durch Sagres bis zum Hafen am anderen Ortsende. Vom Ort selbst habe ich gar keine Fotos gemacht, es gibt ein paar Straßen mit Wohnhäusern und ein paar kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants und an der Küste ein großes, vor sich hin verfallendes Hotel.

Der Hafen ist für das kleine Sagres recht groß mit Hafenmauer und Leuchtturm, auch hier wird noch mit kleineren Booten Fischerei betrieben, sehr schön.




Kurz bevor wir das Auto erreichen, fängt es wieder zu regnen an.

Wir fahren dennoch zu einem der als sehr hübsch beschriebenen Orte am Meer östlich von Sagres in Richtung Lagos mit dem sehr deutsch klingenden Namen Burgau. Auf der steilen und engen Straße durch den Ort fahren wir bis hinunter zum Parkplatz beim Hafen und Strand und parken kostenlos neben zahlreichen Campervans aus ganz Europa, die man an der gesamten Algarve sehr häufig sieht, Wohnmobile oder Wohnwagen dagegen kaum, wohl weil für sie ein Großteil der Parkplätze gesperrt ist.

Wir spazieren durch die engen Gassen, kehren aber sehr schnell wieder zum Auto zurück, es regnet in Strömen, von den fast nie mit Dachrinnen ausgerüsteten Hausdächern tropft es bei jedem Schritt, das macht überhaupt keinen Spaß, bei Sonnenschein aber sicher ein nettes Örtchen.


Auf weitere Aktivitäten im Freien haben wir heute keine Lust mehr, wir fahren zu einer Mall bei Portimão, ich möchte mich in einem Buchladen umschauen (aufgrund des Regenwetters habe ich doch mehr gelesen als gedacht und mein mitgebrachtes Buch geht zu Ende) und wir wollen im Trockenen ein bisschen bummeln. Tatsächlich finde ich ein englischsprachiges Buch, so richtig toll ist es in der Mall aber nicht, die Rolltreppen funktionieren alle nicht, die Aufzüge sind dementsprechend voll, insgesamt es ist es recht voll, viele Schüler verbringen hier wohl Zeit nach der Schule, Familien sind beim Einkaufen und außerdem ist das Einkaufszentrum nicht komplett überdacht, es gibt immer wieder Dachöffnungen, um das Licht hereinzulassen und damit leider auch den Regen, daran, dass es hier auch regnen könnte, haben die Erbauer wohl gar nicht gedacht.

Im hiesigen Supermarkt entdecken wir aber noch ein paar Sachen, die wir in „unserem“ Supermarkt in Alvor vermisst haben, also doch noch ein erfolgreicher Mall-Besuch.

Gegen 17.45 Uhr sind wir dann wieder zurück in der Unterkunft.

Wetter: Regen, trocken zwischen 10 und 14 Uhr, starker Wind, ca. 18°C

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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 15. Mai 2026, 18:15:16 »
Mal ein organisatorische Frage zwischendurch - wart ihr mit Eurem Standort in Alvor zufrieden oder hättet ihr Euch im nachhinein besser östlicher oder westlicher platziert?

Wir waren sehr zufrieden und würden Alvor jederzeit wieder als Standort wählen. Weiter westlich würde ich, wenn man wie wir ohne einen bestimmten Schwerpunkt "alles" von West bis Ost und Nord anschauen möchte, nicht gehen, da dort bald die Autobahn endet und ohne Autobahn ziehen sich die Wege. Weiter östlich kann man natürlich übernachten, um da einen zeitlichen Vorteil zum Erreichen der östlich liegenden Ziele im Vergleich zu Alvor zu haben, muss man darauf achten, dass man die Autobahn gut erreicht, also ohne, dass man durch eine Stadt hindurch muss.

Also entscheidender als die Frage weiter westlich oder östlich ist die Autobahnanbindung. Wir sind ein paar Mal durch die Außenbezirke von Portimao zur dortigen Autobahnauf-/abfahrt gefahren, statt die von Alvor zu nutzen und das kostet richtig viel Zeit, weil die Strassen morgens und abends voll sind, da fahren die Einheimischen zur Arbeit, Schule, Einkaufen, sehr nervig. Und das wird rund um Albufeira, was ja mittiger liegt, auch der Fall sein.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Horst am 15. Mai 2026, 07:15:05 »
Mal ein organisatorische Frage zwischendurch - wart ihr mit Eurem Standort in Alvor zufrieden oder hättet ihr Euch im nachhinein besser östlicher oder westlicher platziert?
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 14. Mai 2026, 18:20:51 »
:strahl: am Morgen und tagsüber 18°C - da kann man im Januar nicht meckern.

Seit unserer Oman-Reise habe ich übrigens ein Fatima-Auge außen an unserer Haustüre angebracht. Ich hoffe, es hilft auch bei Nicht-Muslimen gegen den bösen Blick.

An den Temperaturen immerhin gab es nichts auszusetzen. Weil es jede Nacht bewölkt war, wurde es nicht kalt nachts, wenn es klar ist, kann es durchaus auf Null Grad runtergehen, wie ich ein paarmal gelesen habe, da muss auch mal die Autoscheibe freigekratzt werden. Aber das hätte ich natürlich gerne in Kauf genommen, für mehr Sonne oder mal einen schönen Sonnenuntergang abends. Bei uns waren es nachts um die 12, 13° C und tagsüber dann je nach Sonnenscheindauer oder Regen 15°-18°C.

Schönes Mitbringsel. So ein Auge hatten auch die bunten Fischerboote auf Malta.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 14. Mai 2026, 12:09:46 »
 :strahl: am Morgen und tagsüber 18°C - da kann man im Januar nicht meckern.

Solche Märkte gehen immer  :thumb:. Wir schlendern da auch gerne durch, wobei die Preise fürs Obst und Gemüse meistens hoch sind.

Die Türgriffe hätte ich jetzt nicht mit der Fatima in Verbindung gebracht. Wieder was gelernt.

Seit unserer Oman-Reise habe ich übrigens ein Fatima-Auge außen an unserer Haustüre angebracht. Ich hoffe, es hilft auch bei Nicht-Muslimen gegen den bösen Blick.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 13. Mai 2026, 18:37:32 »
6. Tag – Dienstag, 03.02. - 2. Teil

Wir bummeln noch durch das an der flussabgewandten Seite des Hügels liegende maurische Viertel. Hier sehen wir mehrfach die typischen Türgriffe in Handform (Hand der Fatima, in der Hand ist eine Kugel = Auge, dieses ist durch die Hand verdeckt und soll damit das Haus vor dem Bösen schützen) und auch wieder die maurischen Fenster- und Türgitter.








Über den Praça da República, an dem wir vorhin noch die Sonne genossen haben, nun schon wieder unter bedecktem Himmel,


gehen wir zurück ans Flussufer. Nach dem üppigen Mittagessen gestern steht uns heute eher der Sinn nach etwas Leichterem wie Sandwiches und Salate. Da sind wir vorhin an einem netten Café, das genau das anbietet vorbeigekommen. Leider sind dort aber alle Plätze schon belegt. Auf der Suche nach einer Alternative entdecken wir zufällig dann doch wieder ein typisch portugiesisches Restaurant, das Restaurant des Sportvereins von Tavira („Ginásio Clube Tavira“) im ersten Stock eines alten Stadtpalastes, das laut dem Aufsteller vor dem Haus nicht nur für Vereinsmitglieder zugänglich ist.

Zwischen Fotos von Sportmannschaften an den Wänden und Regalen mit Siegerpokalen sitzen wir im sonst typisch portugiesisch eher karg und ungemütlich eingerichteten Speisesaal neben vielen Einheimischen, aber auch Touristen. Ein komplettes Menü wird hier (zum Glück) nicht angeboten, ich nehme einen gegrillten Kabeljau mit Kartoffeln und Salat, Peter das Tagesgericht Hähnchenfleisch in Soße mit Pommes und Reis, dazu ein Orangensaft (der sich als Fanta aus der Dose entpuppt) und ein alkoholfreies Bier, auf den Nachtisch verzichten wir schweren Herzens, aber das wäre wieder viel zu viel (EUR 26,00). Alles hat wieder sehr gut geschmeckt.


Vorbei an ein paar Fischerbooten, die ein bisschen Farbe ins inzwischen graue Tageslicht bringen, gehen wir nach dem Essen zurück zum Auto.


Unser nächstes Ziel, die Ilha de Tavira, ist nicht weit entfernt von der Stadt. Wie wir vorhin von der Burg aus gesehen haben, liegt Tavira ja nicht direkt am Meer, sondern an einer Lagune. Die Ilha de Tavira grenzt die Lagune vom Meer ab, auf ihrer dem Meer zugewandten Seite befindet sich der Strand von Tavira. Erreichbar ist die Insel entweder mit regelmäßig vom Stadtzentrum aus verkehrenden Ausflugsbooten oder mit dem Auto bzw. Fahrrad. Die Insel ist nämlich mit einem schmalen Damm mit dem Festland verbunden. Auf der Festlandseite des Damms im Örtchen Pedras d’El Rei befindet sich ein großer Parkplatz (jetzt zur Nebensaison kostenlos) von dem aus wir den Damm in wenigen Minuten erreichen. Der Damm kann zu Fuß (Fahrräder müssen auf dem Festland bleiben) oder mit einem kleinen Bähnchen überquert werden.


Wir gehen zu Fuß und haben in ca. 25 Minuten die Praia do Barril erreicht. Hier stehen einige nett restaurierte niedrige Gebäude in denen früher die Küstenwache stationiert war, heute sind verschieden Cafés, Restaurants und Souvenirshops darin untergebracht, die meisten jetzt in der Nebensaison geschlossen. Sehr interessant ist der sogenannte „Anker-Friedhof“ in den Dünen. Es handelt sich nicht um die Anker von Booten oder Schiffen, sondern von Fischernetzen zum Thunfischfang. Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jh. war der Thunfischfang und die anschließende Weiterverarbeitung des Fischs eine wichtige Einnahmequelle der Einwohner von Tavira.



Zweimal im Jahr kamen die Thunfischschwärme im Meer vor Tavira vorbeigeschwommen, um sie zu fangen, wurden riesige Netze (bis zu drei Kilometer lang) am Meeresboden mit eben diesen Ankern vom Ankerfriedhof befestigt. Wenn sie voll waren, wurden die Netze an Land gezogen. Alles war extrem harte Handarbeit, um z.B. so einen Anker an seinen Platz zu bringen, wurde er von 16 Männern in ein Boot gehievt, mit dem Boot aufs Meer gebracht und an der richtigen Stelle ins Wasser gelassen. Im Laufe der Jahre sank die Zahl der Thunfische immer weiter bis sich der Fang nicht mehr lohnte und eine Thunfischfanggesellschaft nach der anderen insolvent wurde. 1966 wurde der Thunfischfang dann endgültig aufgegeben. Die Anker blieben im Sand zurück, in der Hoffnung, dass sie doch irgendwann mal wieder genutzt werden würden (oder wie ich vermute, auch weil man sie so nicht anderweitig entsorgen musste ;)). Irgendwann wird von den Ankern nichts mehr übrigbleiben bzw. zu sehen sein, teilweise werden sie im Sand versinken, teilweise sich zersetzen.

Abgesehen von den Ankern selbst, wird die Erinnerung an den Thunfischfang auch durch eine ganze Reihe von Tafeln mit Erklärungen und Fotos aufrechterhalten.

Wir gehen dann noch ein Stück am Strand entlang (man könnte 4,5 km bis zum anderen Ende der Insel und der dortigen Strandsiedlung wandern und wieder zurück, Rother Nr. 32, dafür fehlt uns bei diesem trüben Wetter aber die Motivation) und laufen dann zurück zum Auto.






Zwischen dem Zentrum von Tavira und Pedras d’El Rei liegt das Fischerörtchen Santa Luzia. Hier stoppen wir nochmal und schauen uns auf einem kurzen Spaziergang die zahlreichen Boote, die hier vor Anker liegen, an. Eigentlich wollten wir hier noch Kaffee trinken, aber es ist fast alles geschlossen und die ein, zwei Cafés, die geöffnet haben, gefallen uns nicht.







Daher fahren wir nun wieder zurück nach Alvor, auf der Fahrt fängt es zu regnen an. Wir gehen noch in den Supermarkt und tanken dort (wie auch in Frankreich gibt es in Portugal an den großen Supermärkten dazugehörige Tankstellen, die wesentlich günstiger sind, als eigentliche Tankstellen) und sind gegen 17.30 Uhr wieder in der Ferienwohnung.

Wetter: vormittags sonnig, dann bewölkt, ab 16 Uhr Regen, ca. 18°C
Wanderung: Pedras d’El Rei – Praia do Barril und zurück 4,5 km, 20 Höhenmeter



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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 13. Mai 2026, 18:20:21 »
6. Tag – Dienstag, 03.02. - 1. Teil

Ungefähr eine Stunde dauert die Fahrt über die Autobahn nach Tavira, das östlich von Faro liegt. Auf der Fahrt sind wir mal wieder erstaunt über die vielen Autos mit ausländischen Kennzeichen, mehrheitlich Deutsche, aber auch sehr viele Briten und Niederländer und sogar Norweger können wir entdecken, der Rest verteilt sich auf (fast) alle anderen europäischen Länder.

Gegen 10 Uhr erreichen wir den ausgesuchten großen Parkplatz (kostenlos) am Rande des Zentrums neben der neuen Markthalle. Dieser (und den dazugehörigen Toiletten) statten wir auch gleich einen Besuch ab, es gibt viel Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Obst, Gemüse und Gewürze.



Von der Markthalle schlendern wir in Richtung Ufer und können schon mal ein Wohnhaus mit den typischen Gittern an Fenster und Türen aus der Zeit der Mauren entdecken, die einen Blick hinaus erlaubten, aber nicht hinein.


Tavira liegt beidseits des Flusses Gilão, die Flusspromenade macht gleich einen sehr netten Eindruck.




Wir gehen durch die alte Markthalle


und überqueren dann den Fluss auf einer modernen Brücke, die errichtet wurde, weil die alte Römerbrücke, die sich ein Stückchen entfernt davon befindet, bei einer Überschwemmung beschädigt wurde und nicht mehr mit Autos überquert werden darf.




Von dieser dem Stadtzentrum gegenüberliegenden Flussseite kann man wunderschöne Blicke auf das sich um einen Hügel gruppierende weiße Zentrum genießen.



Aber auch auf dieser Flussseite gibt es sehenswerte hübsche und weniger hübsche, weil noch nicht renovierte, Häuser.



Auf der Römerbrücke überqueren wir dann den Gilão wieder und entdecken dabei einige alte Bürgerhäuser mit direktem Flusszugang, allerdings hat der Fluss auch schon Teile der Uferterrassen mit sich fortgespült.



Wir kommen zum Hauptplatz Praça da República, der einen sehr sympathischen und belebten Eindruck macht und mit seinen Straßencafés zu einer Pause einlädt. Dieser Einladung folgen wir gerne und setzen uns auf eine der Caféterrassen („Belém Brunch Bar“). Bei einem Caramel Macchiato (ich), einem Milchkaffee und einem Schokocroissant (Peter) genießen wir die Sonne (EUR 8,00).


Danach spazieren wir den Hügel hinauf



bis zu den Überresten der von den Arabern ursprünglich errichteten Burg (Eintritt frei). Sehr schön der Burggarten mit einigen blühenden Pflanzen.



Die Befestigungsmauern können bestiegen werden, von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt bis zur daran angrenzenden Lagunenlandschaft mit ihren Salzgärten. Gut kann man einige Villen aus dem späten 19. Jh. erkennen mit ihrer typischen Dachkonstruktion: jedes Zimmer hat sein eigenes Walmdach.





Noch etwas höher als die Burg liegt die Igreja Santa Maria, auch sie (wie viele Kirchen im spanischen Andalusien, wie ich letztes Jahr um diese Zeit erleben durfte) errichtet auf den Fundamenten einer Moschee. Für EUR 4,00 p.P. können wir uns das (im Vergleich zu den meisten andalusischen Kirchen) bescheidene Innere anschauen und auf den Kirchturm steigen.



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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 12. Mai 2026, 18:16:29 »
Der Bordwalk ist eigentlich toll. Während der Moskitosaison möchte ich den allerdings nicht gehen.

Ein leckeres, preiswertes Mittagsmenü habt ihr ergattert  :thumb:.

Zitat
beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h)

Das ist sehr preiswert. Wenn ich da an die Parkgebühren in Andalusien denke ::) .

Zitat
die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen

Hoffen wir mal, dass die Kirche dort noch lange stehen bleibt. Wellen und Wind nagen stetig an den Felsen.

Während der Moskitosaison würde ich insgesamt nicht gerne an der Algarve sein, wobei ich nicht weiß, wann und ob es damit dort ein Problem gibt. Wir hatten aber tatsächlich in der Wohnung immer wieder mal Schnaken und haben dagegen eine Mückenklatsche und ein Spray gekauft, wenn wir draußen unterwegs waren, gab es aber keine Mücken.

Mit den andalusischen Parkgebühren musste ich ja zum Glück ohne Mietauto keine Erfahrung machen. An der Algarve war das der einzige Parkplatz an dem wir Gebühren bezahlt haben, alle anderen waren kostenlos, das könnte aber im Sommer anders sein.

An die Erosion mussten wir dort oft denken, da waren immer wieder Gebäude sehr nah an der Kante.
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Reiseberichte / Re: Bei Nordseewetter an der Algarve - Jan/Feb 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. Mai 2026, 14:50:51 »
Der Bordwalk ist eigentlich toll. Während der Moskitosaison möchte ich den allerdings nicht gehen.

Ein leckeres, preiswertes Mittagsmenü habt ihr ergattert  :thumb:.

Zitat
beim Bezahlen der Parkgebühr am Automaten (EUR 2,80 für 3,5 h)

Das ist sehr preiswert. Wenn ich da an die Parkgebühren in Andalusien denke ::) .

Zitat
die Besonderheit ist die Lage der Kirche auf dem ins Meer hineinragenden Felsen

Hoffen wir mal, dass die Kirche dort noch lange stehen bleibt. Wellen und Wind nagen stetig an den Felsen.
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