15. Mai Kew GardensHeute wollen wir das wichtigste Ziel des ursprünglichen Gärten Plans besuchen. Da es etwas weiter heraus aus der Innenstadt geht, laden wir vorsichtshalber jeder noch 10 Pfund auf unsere Oystercard. Mit der District Line und einmal umsteigen fahren wir in ca. 40 Minuten zum südwestlichen Vorort Kew. Von der Station aus gehen wir 500 m bis zum Victoria Gate des Royal Botanic Gardens Kew (kurz Kew Gardens).
Die sind eine riesige Parkanlage mit bedeutenden Gewächshäusern; einige viktorianisch, andere moderner. Kew Gardens zählt zu den ältesten botanischen Gärten der Welt. Baron Henry Capel ließ im 17. Jhd. hier einen exotischen Lustgarten anlegen. Ab 1759 wurde der deutlich erweitert und dient dann seit 1840 als nationaler botanischer Garten.
Der Eintritt ist im London Pass enthalten. Wir bekommen einen Prospekt mit Plan, der ist hilfreich um sich im Gelände zu orientieren. Für Fußlahme fährt eine Bimmelbahn mit sechs Stopps durchs Gelände.
Gleich am Anfang sehen wir das berühmte Palmenhaus, lassen es aber erstmal links liegen.

Ebenfalls gleich zu sehen eine der Skulpturen des Bildhauers Henry Moore. Seit ein paar Tagen bis zum 31.1.2027 stehen 30 von denen hier im Park verteilt.

eine Auswahl
An einem Teich vorbei kommen wir schließlich zum
Princess of Wales Conservatory. Dies wurde 1987 von Prinzessin Diana eröffnet. Es zeigt Pflanzen der zehn tropischen Klimazonen, von Wüste bis Regenwald. Wir drehen - brav links herum - eine Runde durch das verwinkelte Glashaus.

Wüste
Diese Sukkulenten fielen mir besonders auf (Namen habe ich mir nicht immer gemerkt).


Aeonium
So ähnliches habe ich - sehr viel kleiner - in meiner "Zimmerwüste"

Und hier eine Auswahl der teilweise blühenden Kakteen. Interessant fand ich da den "Schlängel" Kaktus, der offenbar flach über den Boden wächst.

Es wird tropischer und eine Tür weiter dann feucht-schwül -was meiner Kamera nicht so gefällt


Die Seerosen waren leider noch nicht so weit, doch sehen wir andere exotische Blüten und Orchideen


Übrigens hat der durch BBC Dokumentationen bekannte Naturforscher Sir David Attenborough hier an der Grundmauer eine Zeitkapsel vergraben. Sie enthält Samen von Grundnahrungsmitteln und gefährdeten Arten. 2085, wenn die Arten selten geworden oder ausgestorben sind, soll sie wieder ausgebuddelt werden.
Wir spazieren weiter zu
The Hive. Dies Aluminium Ungetüm soll einen Bienenkorb nachstellen. Entworfen wurde es für den britischen Pavillon auf der Expo 2015 in Mailand. Danach kam es nach Kew. In dem Netzrahmen sind eintausend LED-Leuchten eingebaut, die im Einklang mit den Schwingungen der Bienen hier im Garten leuchten sollen. Im Hintergrund werden dazu auch (Musik)geräusche animiert, bei denen man sich aber lieber die Ohren zuhält


Nächstes Ziel:
Carbon Garden. Da gibt es mal was schön blühendes zu sehen, außerdem Bänke zum Sitzen für den älteren Herren

Dieser Gartenteil ist ziemlich neu und zeigt Ausstellungen über die wichtige Rolle von Kohlenstoff im Leben auf der Erde, Auswirkungen des Klimawandels und welches Potenzial Pflanzen haben, diesen zu bewältigen.

Bei der Eiche läuft uns ein Fuchs über den Weg, zu schnell für ein Bild.

Pavillon im Carbon Garden
Kleine Verschnaufspause...