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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Susan am 31. Juli 2026, 20:28:01 »
Wir sind tatsächlich wieder im Lande  ;D

Ungewohnt warm hier  ;) da macht Reiseberichte (nach)lesen mehr Spaß als Bügeln. Rotterdam als Ziel konnte ich mir so gar nicht vorstellen, doch beim flüchtigen Drüberschauen gefällt mir doch so einiges dort. Werde jetzt etwas gründlicher schauen.
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Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 31. Juli 2026, 19:42:30 »
Ich steige gleich mal zu, da gibt es sicherlich einiges an Erinnerungen aufzufrischen und dazu ganz viel Neues, ich habe ja nur drei Städte angeschaut.

Da hat euch der LH Streik zwei Monate nach uns auch noch getroffen und auch noch viel schlimmer, das ist ja doch ziemlich unverschämt, euch auf so einen Umsteigemarathon zu buchen, obwohl es einen zweiten Direktflug an dem Tag gab, zum Glück bist du hartnäckig geblieben.

Das mit den Upgrades zu größeren Autos scheint sich also in Spanien fortzusetzen, Horst ging es ja auch schon so (und mir bei meinem ersten Mallorca Aufenthalt), dabei kann man so große Autos doch dort gar nicht gebrauchen. Ich hatte schon ein bisschen Sorge, dass es uns in Faro auch passiert, aber wir haben genau die gebuchte Klasse bekommen. Wobei es dann an der Algarve eigentlich gar keine problematischen Stellen gab, das ist dort mit den engen spanischen (Alt)städten gar nicht zu vergleichen.
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 31. Juli 2026, 18:31:43 »
4. Tag – Freitag, 24.04. - 3. Teil

Und was hilft, um den Kopf wieder frei zu bekommen? Bei mir immer Sonne, Wind und Wellen und auch das kann Rotterdam bieten. In Sichtweite zum Fotomuseum ist die Metrostation „Rijnhaven“, mit der Linie D/E fahre ich zwei Stationen bis „Beurs“ und von hier mit der Linie B zur Endstation Hoek van Holland Strand – eine knappe Stunde nach Verlassen des Fotomuseums stehe ich am Nordseestrand.


Klar ist das kein Strand inmitten unberührter Natur, es gibt viele Cafés und Restaurants, Strandhäuschen in denen man seine Sachen verstauen kann und Ferienhäuser (Beach Villas von Landal). Und in Richtung Süden blickt man auf die Maasmündung und den Rotterdamer Hafen. Lange Strandspaziergänge sind trotzdem möglich und wer gerne nach großen Schiffen Ausschau hält, ist auch an der richtigen Stelle. Ich gehe erst ein Stück nach Norden, dann nach Süden bis zur Maasmündung. Leider weht ein sehr starker und kalter Wind und im Wasser scheinen irgendwelche Algen oder chemische Substanzen zu sein, der Schaum sieht ziemlich unnatürlich aus. Ich warte einige Zeit darauf, dass ein Schiff die Maas hinauf oder hinunter fährt, verliere dann aber doch die Geduld und gehe schließlich in eines der Cafés, dort windgeschützt in der Sonne kann ich sogar im T-shirt draußen sitzen und meinen Cappuccino trinken. Wenn man mehr Zeit hat, kann man hier noch einiges entdecken, im Ort Hoek van Holland stehen zwei Leuchttürme und ein architektonisch interessanter Wohnkomplex, es gibt zahlreiche Weltkriegsüberbleibsel samt Museum und auch ein Naturschutzgebiet in den Dünen mit Spazier- und Fahrradwegen.








Ich mache mich gegen 16.30 wieder auf den Weg zur Metrostation. Auf der Rückfahrt in die Stadt entscheide ich mich, an der Station Rijnhaven an der ich eingestiegen bin auch wieder auszusteigen und mich dort noch etwas umzuschauen. Das Stadtviertel Afrikaanderwijk, das an die Metrostation angrenzt ist bekannt für seine Murals, ein paar davon möchte ich mir noch anschauen. Dafür muss ich nicht weit gehen: die Metro fährt hier als Hochbahn und die Betonstützen sind bunt bemalt. An den Fassaden naher Mehrfamilienhäuser entdecke ich zwei weitere Wandbemalungen.






Nun ruft endgültig das Hotelzimmer und ich spaziere gemütlich, vorbei an Fotomuseum und Fenix dorthin, ein paar Fotos unterwegs im schönen Nachmittagslicht müssen auch noch sein.





Gegen 20 Uhr bin ich erholt genug, um nochmal rauszugehen, ich brauche noch ein paar Kleinigkeiten aus dem Supermarkt. Und etwas später möchte ich dann endlich zu meinen Fotos von der beleuchteten Brücke kommen. Um 20.50 Uhr bin ich an der Spitze des Wilhelminapier, aber leider ist es gerade einmal leicht dämmrig und es will einfach nicht dunkel werden.



Ich spaziere ein bisschen herum und gegen 21.10 Uhr gehen dann endlich ein paar Lichter an.


Ich harre noch bis 21.20 Uhr aus, dann reicht es mir, es weht ein eiskalter Wind und weil der Himmel so klar ist, wird es wohl nicht vor 22 Uhr dunkel sein, so lange will ich nicht mehr warten. Für die Nachtfotografie bin ich eindeutig zur falschen Jahreszeit hier, da kann ich mir vorstellen, in ein paar Jahren irgendwann zwischen November und Februar nochmal nach Rotterdam zu kommen.



Um 21.30 Uhr bin ich wieder in meinem warmen Hotelzimmer.

Wetter: morgens Wolken / Hochnebel, dann sonnig, kalter Wind, ca. 3 - 15°C
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 31. Juli 2026, 18:20:43 »
4. Tag – Freitag, 24.04. - 2. Teil

Auch wenn der Tornado der Hauptgrund für meinen Besuch des Fenix war, schaue ich mir nun natürlich auch noch die Ausstellungen an. Und die überraschen mich dann positiv. Das ist nicht vergleichbar mit dem gestrigen Museum und lohnt sich unbedingt. Ich beginne im zweiten Stock, wo sich im großen, hellen Loft des ehemaligen Lagerhauses die Ausstellung „All Directions“ verschiedener Künstler zum Thema Migration befindet.

Ein Künstler verbindet die afrikanische Tradition des Haareflechtens mit Rotterdam und stellt die wichtigsten Rotterdamer Bauwerke in geknüpfter Form dar,


ein indischer Künstler hat ein Eisentor konstruiert, das sich halbstündlich von einer Wandseite zur anderen bewegt, was nicht nur zu einem lauten Knall führt, sondern die Wand jedes Mal ein bisschen mehr beschädigt – ein Symbol sowohl dafür, dass irgendwann jede Wand / Grenze bröckelt als auch für den Schmerz, den sich schließende Tore / Grenzen für Menschen bedeutet, die sie überqueren wollen.


Eine Erinnerung daran, dass viele Einwanderer in Holland Putzjobs haben, ist der Vorhang aus Wischmopps einer italienischen Künstlerin.


Bekannt ist das Pop Art Gemälde von Robert Indiana mit dem Wort Love.


Und natürlich noch viele andere sehr eindrückliche Kunstwerke sind zu sehen. Auch auf diesem Stockwerk ist das Museumscafé mit Sitzgelegenheiten, da mache ich eine kleine Verschnauf- und Trinkpause, dann geht es ins Erdgeschoss, wo sich zwei weitere Ausstellungen befinden.

Zunächst schaue ich mir das „Kofferlabyrinth“ an: über 2000 Koffer hat das Museum überall auf der Welt gesammelt und die Geschichten der Eigentümer dazu. Einige dieser Geschichten kann man mittels Audioguide anhören (sogar auch auf Deutsch) – das ist richtig gut gemacht, sehr abwechslungsreich und mit gerade so viel Interaktion wie auch ich das noch mag ;): man sucht sich selbst die Koffer aus, deren Geschichte man anhören möchte.


Abschließend besuche ich die dritte und letzte Museumsausstellung, die Fotoausstellung „Family of Migrants“, eine Sammlung von Fotos zum Thema Migration mit Bildern aus der Zeit von 1905 bis 2025. Sie ist inspiriert von der Fotoausstellung „Family of Man“, die ich zufälligerweise schon gesehen habe, 2010 in Clervaux in Belgien (Eröffnung dieser Ausstellung war 1955 im Museum of Modern Art in New York).

„Family of Migrants“ zeigt bekannte und bislang unbekannte Fotos, meist ist es schwere Kost, bei der ich hin und wieder ein paar Tränchen verdrücke, aber es gibt auch positive Bilder z.B. von Albert Einstein bei seinem Einbürgerungsschwur 1940 in den USA.





Gegen zwölf Uhr verlasse ich das Museum – das mich unerwarteterweise ganz unabhängig vom „Tornado“ sehr begeistert hat.

Fürs Mittagessen finde ich am Deliplein gleich neben dem Fenix das Burgerrestaurant „Hamburg“, auf der sonnigen Terrasse stärke ich mich mit einem Burger mit Pommes und einem Ice Tea (EUR 22,00).


In Katendrecht gibt es ein weiteres Museum, das ich auf meiner Liste habe, Tickets (EUR 17,50) für das Niederländische Fotomuseum können jederzeit vor Ort gekauft werden, also habe ich keinen Termindruck.

Auch dieses Museum befindet sich in einem ehemaligen Lagerhaus, der Umzug dahin erfolgte erst kürzlich. Das „Santos“ Gebäude in dem brasilianischer Kaffee gelagert wurde, stammt aus dem Jahr 1901 und war mit 24,5 m das höchste Lagerhaus der Stadt, nun wurde es mit einer „goldenen“ Dachkonstruktion noch um ein Stockwerk erhöht. Vom Deliplein sind es nur zehn Minuten zu Fuß zum Fotomuseum.


Es werden die wichtigsten Stationen der Entwicklung der Fotografie vom ersten analogen Foto anfangs des 19. Jh. bis zur aktuellen digitalen Fotografie dargestellt und es gibt mehrere thematische Fotoausstellungen. Das Museum ist auch nationales Archiv für unzählige Fotos, die als bedeutsam für das Land angesehen werden (laut Homepage des Museums werden im Jahr 2028 wohl 7,5 Millionen Fotos aufbewahrt sein), auch dazu gibt es Informationen und man kann einen Blick in die Archive und auf die Arbeitsplätze der Archivare werfen.


Eine der Ausstellungen zeigt Fotos von Rotterdam im Laufe der Geschichte, das gefällt mir richtig gut, aber es sind mir eigentlich schon zu viele Fotos, vielleicht bin ich auch nach dem vormittäglichen Museumsbesuch nicht mehr richtig aufnahmefähig.

Ich lasse daher eine ganze Reihe Fotos aus und widme mich noch der zweiten Ausstellung „Awakening in Blue“. Blau ist meine Lieblingsfarbe, das passt also schon mal. Es geht um Fotografie im weiteren bzw. historischen Sinn, nämlich mittels Cyanotypie, auch „Blaudruck“ oder „Sonnendruck“ genannt. Das Verfahren wurde 1842 entdeckt, dabei wird Papier (oder ein sonstiger Trägerstoff) mit einem lichtempfindlichen Eisensalz beschichtet, darauf werden z.B. Blätter oder sonstige Gegenstände gelegt und das Ganze dann dem Licht ausgesetzt. Das beschichtete Papier verfärbt sich blau, dort wo die Gegenstände gelegen haben, bleibt es weiß. (Zugegebenermaßen kannte ich die Cyanotypie nicht, sie wird aber wohl von (Hobby) Künstlern seit einigen Jahren wieder viel genutzt, das benötigte Material gibt es als Set im Bastelbedarf und das Internet hält viele Anleitungen bereit).



Es ist viertel nach zwei und nun habe ich für heute endgültig genug Zeit in Museen verbracht, mehr kann mein Kopf nicht mehr aufnehmen.
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 31. Juli 2026, 18:10:58 »
4. Tag – Freitag, 24.04. - 1. Teil

Nach dem Frühstück verbringe ich noch ein bisschen Zeit im Hotelzimmer, gestern Abend habe ich noch ein Ticket für das Migrationsmuseum Fenix (EUR 15,00) für den ersten Zeitslot des Tages um 10 Uhr gebucht und das Fenix liegt nur ein paar Gehminuten vom Hotel entfernt.

Gegen halb zehn mache ich mich dann auf den Weg, ich werfe einen Blick zur Erasmusbrücke, die Aida Perla ist weggefahren, die Brücke wieder in voller Länge sichtbar.


Dann gehe ich am Hotel New York vorbei (dazu habe ich im Bericht zum 1. Tag etwas geschrieben) und der Skulptur „Lost Luggage Depot“ vom kanadischen Künstler Jeff Wall aus dem Jahr 2001. Die Skulptur greift die Geschichte des Wilhelmina Pier als Ablegestelle der Schiffe der Holland America Lijn auf, mit denen über Jahrzehnte Millionen von Menschen Europa mit dem Ziel USA oder Kanada verlassen haben.




Über die Rijnhavenbrug erreiche ich Katendrecht und das Fenix. Wie ebenfalls im Bericht zum 1. Tag schon geschrieben, befindet sich dieses in einem ehemaligen Lagerhaus und ist weithin erkennbar am seiner silbernen Skulptur auf dem Dach.


Der „Tornado“ ist auch der Hauptgrund meines Besuchs, vom Museum selbst verspreche ich mir nicht so viel, sondern vermute, dass es inhaltlich und konzeptionell ähnlich sein wird wie der „Hof van NLD“ in Dordrecht gestern. Ich hoffe, dass ich mit meinem Ticket gleich zur Öffnungszeit des Museums eine Chance habe, den „Tornado“ ohne allzu viele anderen Besucher erleben zu können. Diese Hoffnung wird allerdings gleich geringer, als ich die Schulklasse sehe, die ebenfalls auf die Museumsöffnung wartet.

Pünktlich um 10 Uhr öffnen sich die Türen und schon beim ersten Blick nach oben bin ich begeistert, der „Tornado“ ist nicht nur eine Skulptur auf dem Dach, sondern „beginnt“ bereits im Gebäude.


Als erstes muss aber natürlich mein Ticket gescannt werden, dann bekomme ich einen Aufkleber, der zeigt, dass ich mich berechtigterweise im Museum aufhalte. Ich stelle fest, dass anders als auf der Website des Museums ausgeführt, ein Ticketkauf auch vor Ort problemlos möglich ist (und auch kaum mehr Zeit in Anspruch nimmt, als das Scannen des vorab gebuchten Tickets).

Nun geht es aber „in den Tornado“, die silberfarbene „Schlange“ ist nämlich die Treppe bzw. mehrere freihängende Treppen, die aufs Dach führen. Im oberen Bereich ist der Aufgang mit einem Glasdach versehen, dann erreicht man die Dachterrasse.



Die geschwungene Form und die spiegelnde Oberfläche der Tornadoskulptur ermöglichen viele wechselnde Blickwinkel auf die Skulptur selbst und die umgebenden Hochhäuser sowie den Himmel. Und erstaunlicherweise haben weder die Schüler noch die Mehrheit der sonstigen Besucher den Tornado als erstes Besuchsziel gewählt, außer mir sind nur wenige andere Personen hier oben und eine ganze Zeit lang habe ich die Dachterrasse sogar für mich allein. Und das genieße ich ausgiebig! Designt hat den Tornado Ma Yansong vom chinesischen Architekturbüro MAD.






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Reiseberichte / Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 31. Juli 2026, 14:40:43 »
Andalucia y más 2026  :adieu:

Vorwort

Schon sehr lange stand Andalusien auf unserer Liste und im Frühjahr 2026 sollte es endlich soweit sein. Sehr viele schwärmen von der Costa del Sol und haben sogar ihren Altersruhesitz dort. Ein paar Jahre vor der Rente könnte man sich Südspanien schließlich auch unter diesem Gesichtspunkt anschauen :zwinker:.

Nach der Rückkehr fragte mich mein Chef, wie denn der Urlaub so war. Meine Antwort lautete:

Aufregend
Anstrengend
Erlebnisreich
Schmerzhaft


Den Flug hatte ich 11 Monate im Voraus direkt bei der Frusthansa gebucht. Da konnte keiner ahnen, dass die Piloten genau in diesem Zeitraum zu einem mehrtägigen Streik aufrufen.

Zwei Tage vor Abflug erhielt ich mitten in der Nacht eine Mail, dass der Direktflug nach Malaga annulliert wurde. Ich hätte zwar die Möglichkeit gehabt, nach einem Alternativflug zu suchen, doch nachts schlafe ich und checke keine Mails. Am Morgen war bereits eine weitere Mail im Postfach, dass unser Flug automatisch umgebucht wurde. Die KI oder eine andere schlaue Software hatte es zu gut mit uns gemeint und uns von Frankfurt nach Wien (Austrian), von Wien nach Zürich (Austrian) und von Zürich nach Malaga (Swiss) umgebucht. Aus den vormals drei Flugstunden wären neun Stunden geworden. Da unsere Reisen immer durchgetaktet sind, wären die erste Hotelübernachtung und die Tickets für die Alhambra flöten gegangen. Das Hotel wäre mir egal gewesen, doch die begehrten Alhambra-Tickets muss man Monate im Voraus kaufen.
 
Die Aufregung war somit an dem Sonntagmorgen groß. Ich hing an dem Tag unzählige Male und insgesamt 8,5 Stunden in der Warteschleife der Senator-Hotline. Nach 30 Minuten wurde ich immer aus der Leitung geworfen. Nachmittags waren wir zum Geburtstag eingeladen. Dies war die einzige Unterbrechung. Am Abend kam ich dann endlich durch und landete bei einer netten Dame in Istanbul. Sie buchte uns auf die zwei letzten Plätze der zweiten Lufthansa-Maschine um, die nachmittags startete. So fiel an dem Tag nur einer der beiden LH-Flüge dem Streik zum Opfer und wir trafen zwar später, aber nicht erst am nächsten Morgen in Malaga ein. An dem Abend fielen uns riesige Felsbrocken vom Herzen. Schnell schickte ich noch eine Mail an das Mietwagenunternehmen, dass wir ca. fünf Stunden später eintreffen. Nun blieb zu hoffen, dass dieser Flug nicht auch noch gestrichen wird.

Anreise

Am 14.04.26 war es dann so weit und wir machten uns vormittags in aller Ruhe auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Das Auto stellten wir wieder bei Parkobello unter. Flugreisende waren an dem Tag rar und im Parkhaus viel mehr Platz als sonst.

Mein Senator-Status ermöglichte uns den First Class Check-in, obwohl wir nur Economy Tickets hatten.



Das war eine feine Sache, denn an den drei Schaltern war nichts los.



Danach kommt gleich die Siko und die Kontrolle verlief am Streiktag recht zügig. Anschließend besuchten wir die Senator-Lounge. Genügend Zeit bis zum Abflug um 13:50 Uhr hatten wir.

In der Lounge war aufgrund des Streiks auch wenig los. Wir frühstückten und informierten uns über das Welt- und Boulevard-Geschehen.



Die Lufthansa feierte einen Tag später ihr 100jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund wurden zwischendurch Cocktails und süße Leckereien gereicht.





Nach dem Süßkram fand noch eine kleine Portion Currywurst Platz.



Pappsatt machten wir uns auf den Weg zum Gate. An der netten Servicekraft vom Jubiläums-Leckereien-Tisch kamen wir jedoch nicht vorbei, ohne dass sie uns noch wenigstens ein Macaron auf die Hand mitgab. Tortenstücke lehnten wir ab, denn die konnten wir schlecht auf der Hand zum Gate balancieren.

Der Airbus musste erst noch betankt werden und das Bording verzögerte sich um 15 Minuten. Zudem mussten Techniker anrücken, da dem Pilot beim Rundgang um die Maschine ein Fleck am Triebwerk aufgefallen war. Weitere 20 Minuten vergingen. Aber das sahen wir nach der ganzen Aufregung im Vorfeld gelassen.
 
Der Vogel hob mit etwas Verspätung ab und das Triebwerk funktionierte einwandfrei.



Nach der guten Vorlage genügte uns dies auf dem dreistündigen Flug.



Nach der Landung um 17:30 Uhr holten wir das Gepäck und gingen schnell zum Treffpunkt des Mietwagenanbieters. Wir hatten uns für ein Fahrzeug von Marbesol entschieden. Preis und Leistung stimmten hier.

Mit dem Shuttlebus wurden wir ein paar Kilometer außerhalb des Flughafens gebracht. Bei der Autovermietung wird man nach Nummern aufgerufen. Die Abwicklung erfolgte schnell und unser Erstaunen war groß, als wir den SUV sahen. Eigentlich wollten wir ein kleineres Modell und kein Riesenschiff. Doch dieser EBRO S700 war uns zugeteilt.



Die Automarke war uns kein Begriff, so dass ich unterwegs googelte. Die KI wusste natürlich Bescheid:

Ebro ist eine wiederbelebte spanische Automobilmarke, die seit 2025 in Barcelona moderne SUV-Modelle (S700, S800, S900) auf Basis chinesischer Chery-Technologie produziert. Das Angebot umfasst Benziner und Plug-in-Hybride mit Leistungen von 147 bis über 400 PS, wobei der Fokus auf Platzangebot, moderner Technik und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis liegt.

Aha, wir hatten auf einen Asiaten getippt und keinen feurigen Spanier erwartet. Daraufhin gab ich ihm den Namen El Toro.

Das Riesenschiff hatte nur 4408 km auf dem Tacho und eine kleine Delle im Blech. Damit konnten wir leben.

Wir mussten noch bis Granada zu unserer ersten Unterkunft fahren. El Toro hielt den Fahrer auf Trab. Sobald Heiko den Blick von der Straße nahm, meckerte ihn das Auto an ;D. Wurde Heiko von der Sonne geblendet und kniff die Augen zusammen, stand auf dem Display, dass er eine Kaffeepause einlegen soll :totlach:. Nach 1,5 Stunden erreichten wir ein großes Einkaufszentrum in Granada. Dort kehrten wir auf einen Imbiss beim Burger King ein, bevor wir zum Hotel fuhren.
 
Das Hotel ist in der Nähe der Alhambra und verfügt nur über ein paar Parkplätze. An dem Abend war allerdings keiner mehr frei und der Mietwagen wurde vis-à-vis auf dem P2 Parkplatz der Alhambra abgestellt. Die Parkgebühren sind gleich und kosteten stolze 23 € für 24 Stunden. Das wussten wir aber.

Die Zimmer und vor allem die Bäder in dem älteren Hotel sind etwas klein. Für eine Nacht reicht der Platz aber vollkommen aus.



Da wir uns an dem Tag noch nicht groß bewegt hatten, machten wir einen Abendspaziergang hinunter zur Alhambra und schauten, wo der Eingang zum Nasridenpalast ist.

Wo es hinunter geht, geht's auch wieder hinauf :girly:. Wir waren jedenfalls nach dem Spaziergang platt und fielen nach dem Duschen gleich ins Bett.

Übernachtung: Hotel Porcel Alixares - 96,62 € inkl. Frühstück

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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 30. Juli 2026, 17:51:09 »


Die AIDAperla ist eigentlich kein Riesenschiff. Es fasst nur 3300 Passagiere. Bei unserer ersten Kreuzfahrt mit der nagelneuen MSC Euribia waren 6000 an Bord. Aber dennoch sind diese Pötte wie Kleinstädte. Ich hoffe, dir verstellte am nächsten Abend kein weiterer Dampfer die Sicht auf die beleuchtete Brücke.

Ich kenne mich mit Kreuzfahrtschiffen nicht so aus, aber ich fand die Höhe und Länge des Schiffs hier im direkten Vergleich mit den Hochhäusern dahinter enorm. 3300 Passagiere, das ist mehr als unser Dorf Einwohner hat.  :)
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 30. Juli 2026, 14:08:47 »
Die Fahrt nach Dordrecht mit dem Wasserbus erinnert mich an Kopenhagen. Dordrecht ist ein reizendes Städtchen mit Wasserwegen, die auch an Brügge oder Straßburg erinnern. Der Ausflug hat sich gelohnt :thumb:.

Die AIDAperla ist eigentlich kein Riesenschiff. Es fasst nur 3300 Passagiere. Bei unserer ersten Kreuzfahrt mit der nagelneuen MSC Euribia waren 6000 an Bord. Aber dennoch sind diese Pötte wie Kleinstädte. Ich hoffe, dir verstellte am nächsten Abend kein weiterer Dampfer die Sicht auf die beleuchtete Brücke.   
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Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Horst am 29. Juli 2026, 18:58:01 »
!Warst du schon mal in den South Buttes (also das Gebiet neben der Wave)? Ich glaube da sieht es ähnlich aus, da wollte ich unbedingt mal hin, allerdings braucht man da ja ein Permit und einen Guide wohl auch da die Anfahrt nicht ohne ist.
Ich war schon in den CBS, das letzte Mal 2024:
https://www.eumerika.de/smf/index.php/topic,2111.msg54738.html#msg54738

Das Permit für CBS ist auch kurzfristig kein Problem. Die Anfahrt erfordert ein Allradfahrzeug.
Die Anfahrt zur Whitney Pocket klappt auch mit PKW.
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 29. Juli 2026, 18:02:59 »
3. Tag – Donnerstag, 23.04. - 3. Teil

Nach einer dreiviertel Stunde bin ich deshalb auch schon fertig und mache ich mich auf den Weg



zum „Huis Gijn“, das zweite Museum im Kombiticket vom „Hof van NLD“. An diesem traditionell holländischen Haus bin ich heute Vormittag schon vorbeigekommen, jetzt geht es ins Innere. Das Haus stammt aus dem Jahr 1729, gezeigt wird der Zustand von 1922. Der Jurist, Banker und Sammler Simon van Gijn bewohnte das Haus mit seiner Frau von 1864 bis zu seinem Tod 1922. Van Gijn vermachte das Haus samt Einrichtung der Stadt mit der Auflage, es zu einem Museum umzuwandeln. Seit 1925 kann man nun erfahren, wie eine reiche holländische Familie in einem Stadthaus zum Ende des 19. Jh. lebte. (Ein Foto von der Fassade des Hauses habe ich leider nicht gemacht, kann man sich aber auf Google Street View anschauen, Nieuwe Haven 29-30.) Hier gefällt es mir richtig gut, ich mag es immer mal wieder in das Leben zu früheren Zeiten einzutauchen.




Gegen 15 Uhr habe ich mir alles angeschaut. Das Café, das sich im Haus befindet kommt nun wie gerufen. Mit einem klassisch holländischen Apfelkuchen mit Sahne und einem Cappuccino setze ich mich in den schönen Museumsgarten und ruhe mich aus.


Ein paar weitere Straßenzüge erkunde ich noch auf dem Rückweg zur Wasserbusanlegestelle Merwekade.




Ich nehme das Schiff um 16.30 Uhr und bin eine Stunde später wieder mitten in den Wolkenkratzern von Rotterdam- was für ein Kontrast!

Am Wilhelminapier liegt immer noch die Aida Perla, unglaublich wie riesig das Schiff ist, vom schönen Las Palmas Gebäude mit seinem gerundeten Aufbau ist nichts mehr zu sehen.


Ich mache eine Pause im Hotel und gehe gegen 20 Uhr nochmal raus, irgendwann möchte ich ja noch Fotos von der beleuchteten Brücke machen, habe aber Zweifel, ob ich die heute wegen des Riesenschiffs überhaupt von der Spitze des Wilhelminapier sehen kann. Und es ist so wie ich befürchtet habe, das ist nicht möglich, das Schiff ist viel zu groß, dazu ist auch noch weiträumig alles am Pier mit Gittern abgesperrt, man sieht nur den linken Teil der Brücke, aber nicht den „Schwanenhals“. Das sehen sicher einige anders, aber ich habe kein Verständnis dafür, warum solche riesigen Kreuzfahrtschiffe mitten in der Stadt anlegen und nicht wie alle anderen Schiffe dieser Größe außerhalb der Stadt im Hafen festmachen. Na ja, es wird hoffentlich noch Abende ohne Kreuzfahrtschiff geben.

Wetter: sonnig, kalter Wind, ca. 6 - 15°C
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