Neueste Beiträge

Seiten: « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 »
61
Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 12. August 2026, 20:01:03 »
8. Tag, 28.04.

Zum letzten Mal gehe ich heute gegen 8 Uhr zum Frühstück, gegen 8.45 Uhr mache ich, auch zum letzten Mal, einen Spaziergang über den Wilhelminapier, heute ohne Kreuzfahrtschiff und erneut bei strahlendem Sonnenschein. Eigentlich möchte ich den Urlaub heute nicht schon beenden, ich hätte durchaus noch ein paar Tage hier füllen können.

Im Albert Heijn kaufe ich noch Proviant für die Zugfahrt ein, dann geht es ins Hotel zurück zum Packen, eilig habe ich es nicht, mein Zug fährt erst um 11.35 Uhr ab Hauptbahnhof.

Gegen 10 Uhr wird es mir aber zu langweilig auf dem Zimmer, ich beschließe schon jetzt zum Bahnhof zu fahren und einen früheren Zug nach Utrecht zu nehmen, nicht, dass doch mal ein holländischer Zug Verspätung hat  ;) und ich den ICE in Utrecht verpasse (Zugbindung besteht nur für den ICE Anteil der Fahrt).

Am Hauptbahnhof schaue ich noch durch den Souvenirshop der Tourist Info, richtig schöne Postkarten haben die hier, da nehme ich eine für mich mit, auch sonst gibt es viele tolle Sachen, ich bleibe aber standhaft und kaufe nichts, das einzige was ich noch gerne hätte, wäre ein Paar Miniholzschuhe, solche habe ich mir bei meinen anderen beiden Holland-Reisen auch gekauft, die Tradition möchte ich fortsetzen, genau die gibt es aber nicht, nicht weiter verwunderlich, mit dem typischen Klischee von Holland, das die Holzschuhe perfekt verkörpern, möchte man in Rotterdam nichts zu tun haben.

Der Zugang zur Bahnhofshalle (die Tourist Info befindet sich auch dort, aber noch im Bereich vor der Zugangssperre) gelingt mir heute mit meinem QR Code Ticket problemlos (anders als bei der Anreise als ich den Bahnhof verlassen wollte). Ich bummle noch durch ein paar der sehr netten Geschäfte, die es hier neben zahlreichen (Fastfood) Restaurants, Cafés und einem Supermarkt, gibt.

Der 10.50 Uhr Zug nach Utrecht ist dann meiner. Pünktlich erreicht er um halb zwölf sein Ziel. Hier habe ich nun eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des ICE. Der Bahnhof hat mir schon bei der Hinfahrt gefallen, nun schaue ich ihn mir genauer an: hell, sauber, mit vielen Sitzgelegenheiten, Toiletten, vielen Geschäften und Restaurants, fühlt man sich eher als wäre man in einem Flughafen als einem Bahnhof. Und in einem der Geschäfte komme ich sogar noch zu meinen Holzschuhen und in einem anderen entdecke ich einen hübschen Schal, schon lange war ich auf der Suche nach einem Ersatz für den alten.

Pünktlich um 12.27 Uhr fährt dann der ICE in Utrecht ab. Er ist sehr voll, da haben wohl sehr viele Deutsche in Amsterdam den Königstag gefeiert (viele haben orangene Pullis oder Schals oder Hüte dabei). Ich finde aber dennoch auch ohne Sitzplatzreservierung einen freien Platz, wenn auch entgegen der Fahrtrichtung.

Kurz hinter Venlo, also nicht mehr weit von der deutschen Grenze entfernt, kommt der Zug zum Stehen. Durchsage: „Wir mussten anhalten, wissen aber noch nicht weshalb.“ Oh je, das klingt gar nicht gut, am üblichen vorausfahrenden oder kreuzenden Zug kann es diesmal wohl nicht liegen. Nach einiger Zeit dann die Hiobsbotschaft: „Auf der Strecke zwischen hier und Mönchengladbach gibt es Beschädigungen, die repariert werden müssen (natürlich auf der deutschen Seite). Unklar ist, ob wir warten, bis die Reparaturen durchgeführt sind oder ob wir über Eindhoven und Aachen nach Köln fahren. Letzteres würde einen Umweg von mindestens zwei Stunden bedeuten.“

Herrlich!! Ich bin ja nur froh, dass ich mich mit ausreichend Getränken und Essen versorgt habe, denn nun werde ich, zusammen mit vielen anderen noch viele Stunden in diesem Zug verbringen und die Vorräte im Bord Bistro und Bord Restaurant werden auf jeden Fall nicht ausreichen – das ist mir jetzt schon klar.

Nach längerer Wartezeit wird dann mitgeteilt, dass sich die Fahrleitung für den Umweg entschieden hat. Nun geht es also erstmal zurück in Richtung Venlo, hier wird ein weiterer längerer Stopp eingelegt, die Türen werden geöffnet und man kann sich auf dem Bahnsteig die Füße vertreten. Um 15.15 Uhr (eine Stunde vor der geplanten Ankunftszeit in Frankfurt Flughafen!) starten wir dann die Runde durch Holland.
Um 15.55 Uhr verlassen wir Eindhoven, das Bordbistro hat hier nochmal Proviant laden können und ich schaffe es tatsächlich mir noch einen Cappuccino zu kaufen, bevor die Milch wieder aus ist.
Die endlose Fahrt durch Holland vergeht erstaunlich schnell, ich bin irgendwie dauernd beschäftigt: Kaffee kaufen, Toilette, mich und dann Peter über den neuesten Zeitplan informieren, dieser ändert sich gefühlt minütlich, essen, trinken.

Kurz vor Aachen schnüffelt dann ein Schäferhund mit zwei deutschen Zollbeamten im Gepäck und bei den Passagieren (sehr angenehm, wenn man Angst vor Hunden hat) nach Drogen.

Um 17.30 Uhr verlassen wir dann endlich Aachen (nun würde ich eigentlich seit zwanzig Minuten im Regionalzug zwischen Frankfurt und Alzey sitzen). In Köln leert sich der Zug merklich, viele können ab hier einen anderen ICE in Richtung München nehmen.

Um 19.10 Uhr sind wir dann endlich mit 2 h 40 minütiger Verspätung in Frankfurt Flughafen.

Meinen Anschlusszug um 19.24 Uhr nach Mainz erreiche ich gut, aber kaum zu glauben, auch dieser hat wieder mehrere ungeplante Stopps auf der Strecke, so dass in Mainz aus einer Umsteigezeit von 10 Minuten 2 Minuten werden, in denen ich auch noch das Gleis über die Treppe wechseln muss (für den Aufzug bleibt keine Zeit). Ein sehr netter junger Mann, der ebenfalls diesen Umstieg macht, bleibt dann noch in der Tür des Anschlusszugs stehen bis ich da bin, sonst wäre er mir vermutlich direkt vor der Nase weggefahren.

Jetzt ist es 20 Uhr und es geht auf die letzte Zugetappe meiner Rückfahrt. Ankunft in Osthofen soll um 20.30 Uhr sein, von dort würde es dann mit dem Bus zu meinem Heimatbahnhof gehen, Ankunft dort wäre 21.18 Uhr. Ganz so schlimm wird es für mich nicht, in Osthofen wartet Peter mit dem Auto. Unglaublicherweise verläuft aber auch dieser Reiseabschnitt nicht ohne Störung, noch ein Stopp wäre es vor Osthofen, da kommt der Zug wieder mal zum Stehen, diesmal wegen einer ungeplanten Signalreparatur. Peter schreibt mir dann, dass ich am nächsten Bahnhof aussteigen soll, das ist mit dem Auto nicht weit von Osthofen und wer weiß, wie lange der Zug noch bis dahin brauchen wird.

Bis wir dann zu Hause sind, ist es 21 Uhr. Ein sehr langer, nervenaufreibender Tag geht damit zu Ende und leider auch der Urlaub.

Damit waren nun sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt nur die beiden Fahrtabschnitte mit der holländischen Bahn zwischen Rotterdam und Utrecht pünktlich, sonst kein einziger! Keine Ahnung, wie das so schlimm werden konnte mit der Deutschen Bahn und erst recht keine Ahnung, wie das auch nur einigermaßen zeitnah verbessert werden kann. Etwas Positives zur Deutschen Bahn kann ich immerhin vermelden: am Mittwochabend, also dem Tag nach meiner Ankunft zu Hause, habe ich über mein Kundenkonto bei der Bahn meinen Schadensersatzanspruch (50% des Fahrpreises bei mindestens 2 Stunden Verspätung) geltend gemacht und am nächsten Morgen war bereits die Bestätigung über die Rückzahlung von EUR 19,00 in meinem E-Mail-Postfach. Auf dem Konto war das Geld dann auch gleich nach dem langen Wochenende am Montag.

Wetter: sonnig, windig, ca. 15° - 20° C

In den nächsten Tagen folgt dann noch das Fazit, dann habt ihr es geschafft  ;)
62
Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Paula am 12. August 2026, 15:30:05 »
Horst, das war eine tolle Tour, danke dass du uns wieder so viele neue Places gezeigt hast! Der Film am Ende ist die Krönung  8)
Ich würde ja am liebsten gleich losziehen, leider sind im Moment immer abwechselnd Josef oder ich krank, vermutlich werden wir nächstes Jahr in Deutschland und Umgebung bleiben, aber es kommen auch wieder bessere Zeiten, spätestens wenn ich in Rente gehe wird eine lange Reise fällig und bis dahin ist die Orange auch weg vom Fenster…
Ich wünsche dir noch viele tolle Reisen  :herz:
63
Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Paula am 12. August 2026, 15:24:34 »
Das ist eine gute Idee, das haben wir bei der Wave ja auch gemacht

Dann würde ich eher jemand in Mesquite suchen, das liegt doch viel näher. Sonst gehen die Kosten durch die Decke.

Ja ich würde auf jeden Fall möglichst in der Nähe suchen.
64
Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. August 2026, 15:24:05 »
Ich glaube wir haben unseren Andalusienurlaub damals schlecht vorbereitet, denn wir waren in Gibraltar oben auf dem Felsen, aber von Tunnels die man besichtigen kann oder Tropfsteinhöhlen höre ich zum ersten Mal  ???

Ich weiß jetzt nicht, wann damals bei euch war. Vielleicht waren die Tunnels noch nicht freigegeben und die Tropfsteinhöhle noch keine Attraktion.

Wir sind damals mit der Seilbahn hochgefahren und haben die schöne Aussicht bewundert und die frechen Affen, die andern Touristen das Essen und Sonnenbrillen geklaut haben, einer ist sogar in den Andenkenshop der Seilbahn gehüpft und hat sich dort eine Schachtel Süßigkeiten gemopst. Kann also gut sein dass der Affe auf dem Bild das Eis nicht von einem Menschen bekommen hat, sondern sich das selbst organisiert hat!

Das glaube ich weniger, denn die Kühltruhe war verschlossen, als wir daran vorbeigingen. Ich tippe auf einen Tourbusfahrer, der sich köstlich darüber amüsierte. Die locken die Affen unterwegs mit Keksen an.

So viel Kilometer mit Rückenschmerzen, nein das ist kein Spaß. Ich hatte auch solche Tage, habe dann aber Voltaren eingeworfen, dann ging es meist. Wir werden leider alle älter und da wird man meist nicht gesünder  :( ich hoffe es geht dir wieder besser.

Es ist nur bedingt besser, da es sich um eine Verengung vom Spinalkanal der LWS handelt. Man kann die Schmerzen nur durch Physio lindern und die Muskulatur aufbauen. Ansonsten Infiltrationen oder eine OP, die meistens nicht viel bringt. Schmerzmittel vermeide ich, so lange es einigermaßen auszuhalten ist.
65
Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. August 2026, 15:16:01 »
Das ist eine gute Idee, das haben wir bei der Wave ja auch gemacht

Dann würde ich eher jemand in Mesquite suchen, das liegt doch viel näher. Sonst gehen die Kosten durch die Decke.
66
Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Paula am 12. August 2026, 15:13:06 »
Schade dass ich da niemals hinkommen werde (außer jemand seilt mich von einem Hubschrauber ab) denn diese Anfahrt würde ich mir niemals zutrauen. Diese Farb und Musterkombination ist otherwordly

Wenn man will kann man sicher z.B. in Vegas einen Anbieter finden, der eine (Privat-)Tour in das Gebiet anbietet.

Das ist eine gute Idee, das haben wir bei der Wave ja auch gemacht
67
Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Paula am 12. August 2026, 15:10:39 »
Hallo Ilona,
Ich glaube wir haben unseren Andalusienurlaub damals schlecht vorbereitet, denn wir waren in Gibraltar oben auf dem Felsen, aber von Tunnels die man besichtigen kann oder Tropfsteinhöhlen höre ich zum ersten Mal  ???
Wir sind damals mit der Seilbahn hochgefahren und haben die schöne Aussicht bewundert und die frechen Affen, die andern Touristen das Essen und Sonnenbrillen geklaut haben, einer ist sogar in den Andenkenshop der Seilbahn gehüpft und hat sich dort eine Schachtel Süßigkeiten gemopst. Kann also gut sein dass der Affe auf dem Bild das Eis nicht von einem Menschen bekommen hat, sondern sich das selbst organisiert hat!
So viel Kilometer mit Rückenschmerzen, nein das ist kein Spaß. Ich hatte auch solche Tage, habe dann aber Voltaren eingeworfen, dann ging es meist. Wir werden leider alle älter und da wird man meist nicht gesünder  :( ich hoffe es geht dir wieder besser.
68
Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. August 2026, 13:49:30 »
Unser nächstes Ziel waren die Great Siege Tunnels am Upper Rock. Das Tunnellabyrinth ist das eindrucksvollste von Menschen erdachte Verteidigungssystem.

In den schmalen Röhren stauten sich die britischen Reisegruppen und lauschten gespannt ihren an Dramatik nicht zu überbietenden Führern. Wir gingen bis zur hinteren Verteidigungsöffnung weiter. Diesen weiten Weg mit Gefälle gingen die betagten Ladies und Gentlemen nicht.



Von den Tunnels war es ein weiter Weg zur Chinesischen Mauer Charles V Wall, einer schier unendlich langen, schmalen und steilen Treppe. 

 


 
Die schmale Treppe teilt man sich mit den Affen und Schilder warnen davor, dass die aggressiv sein können.

Der Affe spürte wahrscheinlich meine Angst und ging neben mir auf der Mauer. Manchmal sprang er vor mir auf die Treppe und fauchte. Ganz ehrlich, zum Knuddeln war der nicht.

 

Ich redete immer wieder beruhigend (also um mich zu beruhigen :totlach:) auf ihn ein. Bestechungsbananen hatten wir keine im Rucksack, denn die Affen soll man nicht füttern. Der alte Knabe hatte eine große, offene Geschwulst am Bobbes und als er mich wieder anfauchte sah ich, dass er keine Zähne mehr hatte. Da tat er mir richtig leid. 

Der Hindernislauf auf der langen Treppe war aber noch nicht vorüber. Die Affen schliefen auf der Treppe oder lausten sich. Platz machten die jedenfalls nicht. Ein übermütiges Baby turnte am Geländer herum.



Außer Puste und endlich oben angekommen, erwartete uns ein besonders gechillter Affe.



Hier befindet sich auch die Wasser- und Futterstelle und deshalb halten sich die meisten Affen dort auf.

So lange die Seilbahn außer Betrieb ist (sie wird komplett erneuert), machen die Touranbieter das Geschäft ihres Lebens. Da die Kleinbusse in den engen Einbahnstraßen die meiste Zeit im Stau stehen und nicht alles angefahren werden kann, hatten wir uns schon im Vorfeld dagegen entschieden.



Vor dem Skywalk war viel los. Der Glasbalkon bietet in alle Richtungen Ausblicke.



Zudem gefiel uns bei diesen Touren nicht, dass die Berberaffen durch Futter angelockt werden und sich regelrecht auf die Kleinbusse stürzen. Sie springen zur Belustigung der Touristen teilweise ins Wageninnere. No way!



Von nun an führt die Strecke abwärts und unser nächstes Ziel war die St. Michael’s Cave.



Die natürliche Tropfsteinhöhle ist in 300 m Höhe. In der Mitte befindet sich ein Konzertsaal



und die beeindruckenden Tropfsteine werden alle 7 Minuten in einer kurzen Licht- und Tonshow illuminiert.







Nach dem Erzengel Michael (rechts im Bild) ist die Höhle benannt.



In dem angrenzenden Pub stärkten wir uns kurz mit zwei Empanadas.

Im Souvenirshop davor gibt es Eiscreme zu kaufen. Keine Ahnung, welcher Hornochse wer dem Affen ein Eis spendiert hat. Da kann man nur den Kopf schütteln.



Ein kurzer Abstecher führte uns zur schwankenden Windsor Hängebrücke.



Von der Seilbahn stehen nur noch die Stützen. Bis Ende 2027 soll die neue Bahn fertiggestellt sein.



Am Apes Den war nur die eine Mutter mit ihrem Baby.



Devil’s Gap Battery ist die letzte Sehenswürdigkeit in Richtung Tal.



Gut, dass uns keine Schlangen begegnet sind und schnell waren wir ohnehin nicht unterwegs.



Zurück in der Stadt, steuerten wir das erste Restaurant auf dem Weg an. Das indische Restaurant Neha war ein absoluter Glücksgriff.

Kurz nachdem wir die Grenze passierten, wurde der Durchgang gesperrt, weil sich eine Maschine der British Airways auf den Rückflug machte.



Zurück im Parkhaus wurden 22,05 € für 7 Stunden und 17 Minuten fällig.

Mit den ganzen Schlenkern und den Strecken innerhalb der Tunnels, kamen 16,6 km zu Fuß zusammen. Von den unzähligen Treppenstufen abgesehen, ging es teilweise ganz schön bergauf. Das Ganze mit meinem Ischias. Ihr könnt euch vorstellen, wie platt ich an dem Abend war.

Aufgrund des späten Mittagessens hatten wir abends keinen Hunger und setzten auch keinen Fuß mehr vor die Hoteltür. Das war ein toller, aber auch anstrengender und für mich leider schmerzhafter Tag, den wir keinesfalls missen möchten.

Übernachtung: AC Hotel by Marriott, Algeciras - 214,50 € für zwei Nächte inkl. Frühstück

69
Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. August 2026, 13:28:52 »
19.04.26 –Algeciras <=> Gibraltar

Highlight: The Rock

Ausschlafen war auch an dem Tag nicht geplant, denn der frühe Vogel fängt den Wurm oder so. Das Frühstück war ok, jedoch für ein Marriott-Hotel nicht überragend.

Nach 20 km und 30 Minuten Fahrt erreichten wir das Telpark Parkhaus in La Línea de la Concepción in der Nähe der Grenze zu Gibraltar. Dort stellten wir den Ebro unter und machten uns auf den kurzen Fußweg (ca. 500 m – 6 Minuten) zum Grenzübergang.



Die Einreise war unkompliziert. Die Beamten schauten nur kurz auf den Pass bzw. Ausweis und schon waren wir im britischen Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel, das geographisch eine Enklave innerhalb Spaniens ist.



Neben diesem Schild war ein kurzer Hinweis, dass die Seilbahn außer Betrieb ist.



Na toll, denn bereits beim Überqueren der Runway



lahmte ich ganz gewaltig. Mein Ischias feuerte blitzartige Schmerzen ins linke Bein. Mir war aber beim Blick auf The Rock



noch nicht bewusst, dass wir den zu Fuß erklimmen würden.



Die Stadt war so früh am Morgen noch ausgestorben, das änderte sich im Laufe des Tages jedoch.



Mein Rücken jaulte trotz Schmerzmittel, als er den Anfang der unzähligen Treppen zum Moorish Castle sah.



Immer wieder blieb ich stehen und machte Dehnübungen, die mir mein Physio mit auf den Weg gegeben hatte. Meine Güte war der Aufstieg schmerzhaft. Schließlich hatte ich mich die Tage zuvor keinesfalls schonen können. Doch mein Wille war stärker als die Schmerzen :evil:.

Beim Moorish Castle (das wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war) befindet sich der Ticketschalter für das Naturschutzgebiet und £ 25 pro Person wurden fällig. Der Preis beinhaltet alle Sehenswürdigkeiten und die erste folgte gleich.

Vor dem Eingang saßen die ersten Berberaffen.



Die Tunnelanlage und Geschützstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg wurden zu einem riesigen Museum umfunktioniert und müssen mit Helm betreten werden.



The Rock ist eine mächtige Klippe. Er besteht überwiegend aus Kalkstein, zeigt aber auch Einlagerungen aus Karbonat. Diese Voraussetzungen waren ideal für den Tunnelbau und dieser begann vor über 200 Jahren durch die britische Armee.

Im Laufe der Zeit sind etwa 55 Kilometer Tunnel entstanden und der Fels ist durchlöchert. Wenn man bedenkt, dass nur 6,7 km² Fläche dafür existiert, muss das entstandene Tunnelsystem sehr verzweigt und in unterschiedlichen Höhen angelegt worden sein. Zum Vergleich dazu ist das Straßennetz von Gibraltar nur etwa halb so lang wie das Tunnelsystem.

Die Geschichte der Tunnel beginnt Ende des 18.Jahrhunderts und noch bis 1968 entstanden ständig neue Gänge. Viele Bereiche sind bis heute gesperrt, aber Besuchern ist es möglich, zwei sehr unterschiedliche zu besichtigen: Zum einen diese World War II Tunnels und dann noch die Great Siege Tunnels.
 
Zwischendurch gibt es große Belüftungsöffnungen im Felsen, die eine gute Sicht auf die Runway bieten. In den Morgenstunden sorgte EasyJet für einen regen Flugverkehr.



Hier sieht man den kleinen Airport und den North Front Friedhof mit über 750 Kriegsgräbern aus beiden Weltkriegen.



...

70
Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. August 2026, 13:13:54 »
Hallo Horst,

das war ein krönender Abschluss im VoF.

:danke: für den tollen Reisebericht mit vielen bunten Steinen. Er macht so richtig Lust auf den Wilden Westen.

Der Trailer ist allerdings das Sahnehäubchen. Dein Video ist wieder einmal perfekt geschnitten :beifall:.
Seiten: « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 »