Jetzt melde ich mich doch eher wieder als gedacht
Ich weiß die meisten von euch sind keine Skifahrer (mehr). Vielleicht habt ihr trotzdem Spaß an ein paar Eindrücken von unserer Januarreise. Die Gegend ist sicher auch im Sommer sehenswert. Ich habe erst überlegt, den Kurzbericht unter dem Topic Kanada zu posten, doch hier scheint er mir besser aufgehoben.
Ähnlich wie Heike und Heimo hatten wir für Kerstens runden Geburtstag an eine ausgedehnte Tour in Neuseeland gedacht. Obwohl zur Planungszeit mein Vater für seine Krankengeschichte recht rüstig erschien, kann ja mit knapp 90 Jahren immer mal was sein. Und dann möchte ich nicht grad am anderen Ende der Welt sein. Also Pläne verschoben, dann sollte es zumindest für unseren Skiurlaub etwas Besonderes sein. Angebote von Canusa für Ski Canada flatterten ins e-mail Postfach. Kurz verglichen mit meinen eigenen Buchungsquellen – so günstig bekomme ich das nicht hin. Also haben wir gebucht.
Januar 2026 Ski Kanada Whistler Blackcomb Die Anreise Die kanadische ETA bekommen wir schnell und problemlos, sie ist gültig bis zum Ablauf unserer Reisepässe.
Nachdem British Airways einen der Zubringer ab Hannover gestrichen hat, buchten wir um auf Air Canada. So fliegen wir seit langem mal wieder mit Lufthansa. Zwischenzeitlich kostete dort Skigepäck einiges extra, jetzt kommt es aber wieder umsonst mit. Gebucht habe ich Premium Economy, denn so haben wir mehr Freigepäck. Nötig wegen des Volumens der Skikleidung, trotz Vakuumbeutel. Wegen des ganzen Geraffels checken wir am Vorabend in Hannover ein.
Früh am Morgen starten wir Richtung Frankfurt, Zeit genug für ein Frühstück, dann geht es weiter nach Vancouver. Die Flugroute verläuft nördlicher als wir es kennen, eher an der Norwegenküste entlang, denn über Großbritannien. Zeitweise wurde es dann eher ein Nachtflug. Im Januar geht ja in Grönland kaum die Sonne auf (Polarnacht).

Morgen- oder Abendrot?


Hell ist es dann wieder über den Weiten Kanadas.



Berge British Columbia
Wir landen überpünktlich in Vancouver. Dort sieht es weniger winterlich aus als zurzeit daheim in Hannover.

Die Einreise erfolgt über Automaten: Pass scannen, in die Kamera schauen und etwa fünf Fragen beantworten. Wir bekommen dann eine Art "Kassenbon", den wir nach Aufgabeln des Gepäcks (alles mitgekommen) bei einem Zollbeamten abgeben müssen.
Da wir diesmal nur an einem Ort bleiben, haben wir statt Mietwagen einen Shuttle gebucht. Der Veranstalter hatte eine mail mit Fotos, wo wir hin müssen, geschickt, eigentlich ist der Schalter aber auch so nicht zu verfehlen. Wir werden schon erwartet und nach einer knappen halben Stunde Wartezeit geht es in einem Kleinbus los. Anfangs fahren wir mitten durch die Stadt, sieht so recht interessant aus. Schön ist dann die Weiterfahrt auf dem Sea-to-Sky Highway. Tolle Aussichten auf die Bucht, nur winterlich wirkt es immer noch nicht so recht.



Der Fahrer hält für einen Boxenstopp am Parkplatz von
Porteau Cove Provincial Park.


Nach etwa zweieinhalb Stunden Fahrt erreichen wir Whistler und unser Hotel. Die Dame an der Rezeption ist ganz erstaunt und fragt zweimal, ob wir tatsächlich 14 Tage bleiben.

Das ist wohl alles andere als Üblich. Die Skier kommen in einen Skiraum, einer der Angestellten wird sie uns täglich herausgeben und nachmittags wieder verstauen.
Wir erhalten wie gewünscht ein Two-Queen Zimmer. Die Sitzgelegenheit am Tisch ist etwas beengt, sonst sind wir aber sehr zufrieden. Wir haben einen Kühlschrank, einen Wasserkocher und eine Pad-Kaffeemaschine sowie Starbucks Kaffee. So können wir an den meisten Tagen hier frühstücken, Teller und Picknickbesteck haben wir dabei. Einen großen Fernseher gibt es freilich auch, den haben wir aber nicht benutzt. Das Bad hat eine Wannendusche und mit den Pflegeprodukten dort duften wir immer frisch zitronig.


Nach einer kurzen Nacht zuhause und beinah 24 Stunden auf den Beinen, hauen wir uns erstmal aufs Ohr. Den Wecker haben wir auf 20 Uhr gestellt, sind dann aber doch zu dösig um nochmals aufzustehen.