Also ich hätte dann den Ritt auf den Dromedaren bevorzugt. Ist bestimmt gemächlicher als auf Quads herumzuheizen
Mit den Schmerzen im Bein hättest du bestimmt auch einen großen Bogen um die Wüstenschiffe gemacht. Ich bin als Kind mal auf einem Kamel geritten und das reichte mir.
Physio fände ich auch besser als Tabletten. Hoffentlich kannst du die Hüft-OP noch etwas hinauszögern. Ein Freund von uns hatte an der OP lange nicht so die Freude.
Die OP wird auf jeden Fall so lange wie möglich hinausgezögert. Mir wurde das anscheinend auch in die Wiege gelegt, denn meine Schwester hat mittlerweile zwei Hüftprothesen. Bei ihr ging alles gut und sie ist happy damit. Allerdings muss man pfleglich damit umgehen (z. B. Antibiotikaprophylaxe vor Zahnreinigungen ...).
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 01. März 2026, 08:11:44 »
19.11.2025 Taupo - New Plymouth
Die ganze Nacht hatte es kräftig durchgeregnet. Wir fuhren am Morgen in den Ort, um zu frühstücken. Beim Frühstück beratschlagten wir, was wir mit diesem Tag machen. Wir beschlossen Taupo zu verlassen und einen Tag früher in die Egmont Region zu fahren. Die letzte Nacht in Taupo ließen wir verfallen. In New Plymouth fand ich eine günstige Unterkunft. Auch das Wetter soll an der Westküste besser sein.
Auf dem Weg nach New Plymouth liegen die Waitomo Caves. In diesen Höhlen leben eine spezielle Art von Glühwürmern. Die kurze Tour mit dem Boot durch die Höhlen ist von den Tourbusen auf Wochen ausgebucht. Es blieb uns daher nur die Glühwürmer, gemeinsam mit einer Tropfsteinhöhlentour durch die Ruakuri Cave zu besichtigen. Egal welche Tour besucht wird, die Preise sind gesalzen, wie überall wo Eintritt verlangt wird.
Beim Visitor Center stand wieder zwei Pou
Der Eingang über einen Spiralgang in die Höhle ist spektakulär.
Angelangt in der Höhle, wurde zuerst ein Bereich mit Tropfsteinen erreicht.
Danach kam der Höhepunkt die Glühwürmer. Die Würmer sind nicht wie unsere in Europa. Sie fliegen nicht, sondern sitzen an den Wänden in bestimmten Höhlen. Von den Glühwürmern hängen dünne Fäden herab. Mit ihrem Leuchten locken sie Insekten an, die sich in die Höhle verirren. Die Tiere verfangen sich in den Fäden und dienen dann als Nahrung.
Die blauen Lichtpunkte an den Wänden schauen in der Dunkelheit sehr gut aus. Auf den Bildern sind sie leider weiß.
Der weitere Weg führte an einem Rinnsal vorbei, das über Steinen floss. In der Höhle hat sich das Rinnsal aber angehört wie ein rauschender Fluss. Mit den Glühwürmern war sehr schön.
Wir erreichten einen großen Raum mit weiteren Tropfsteinen.
Auf dem Rückweg kamen wir bei einer vertikalen Röhre vorbei, die bis zur Erdoberfläche reichen soll.
Der Weg führt nochmals zur den Glühwürmern, bevor wir die Höhle nach 1 ½ Stunden wieder verließen.
Nach New Plymouth war es noch eine 2 ½-stündige Fahrt. Der Regen hatte aufgehört und es waren sogar erste Auflockerungen zu sehen.
Auf dem Weg stach uns besonders ins Auge, dass die Neuseeländer ihr Land vergiften. Das Gras an den Straßen wird nicht gemäht, sondern vermutlich mit Roundup freigespritzt. Auch die Wiesen, auf denen die Kühe weiden, sind abschnittsweise braun. Wie beobachteten einen Bauern, der seine Wiese gerade mit einem Tankanhänger „behandelte“.
Die Kühe werden auch anders gehalten als bei uns. Es sind viele Tiere auf engen Raum eingezäunt und sie werden anscheinend alle paar Tage auf eine andere Wiese getrieben.
Gegen Abend erreichten wir New Plymouth und bezogen unser Zimmer beim Heta Bed and Breakfast etwas außerhalb. Zum Abendessen sind wir in den Ort gefahren. Anscheinend hatten wir nun den Dreh heraus, wir bekamen wieder ein richtiges Bier. Zum Sonnenuntergang machten wir einen Sparziergang an der Strandpromenade. Als wir ankamen, war Richtung Hafen viel Polizei zu sehen und es wurde gerade alles abgesperrt. Wir gingen daher in die andere Richtung.
Beeindruckende Stromschnellen und Fälle! Das Thermalgebiet ist intereesant, kommt jetzt jedoch nicht so farbenfroh rüber wie einiges im Yellowstone NP. Ist vielleicht auch dem bedecktten Himmel geschuldet.
Ja, dass stimmt. Mit dem Yellowstone ist nichts vergleichbar. Vielleicht Kamtschatka, ab wer kommt schon zu den Thermalgebieten von Kamtschatka
« Letzter Beitrag von Susan am 27. Februar 2026, 21:32:12 »
Beeindruckende Stromschnellen und Fälle! Das Thermalgebiet ist intereesant, kommt jetzt jedoch nicht so farbenfroh rüber wie einiges im Yellowstone NP. Ist vielleicht auch dem bedecktten Himmel geschuldet.
Die Warnsirene sollte für gefährliche Luftqualität / Vulkangase sein? Nicht verkehrt so etwas. Im Vulcano NP, Hawaii, gab es nur Ampelanzeigen dafür. Vielleicht haben wir andere Warnungen aber auch verpasst, denn den einen Tag sind wir von allein wegen Halskratzens und komischen Geruch schnell wieder hinaus.
So eine beheizte Flussbadestelle würde uns auch gefallen Schade, dass es dann tatsächlich so heftig zu regnen anfing.
« Letzter Beitrag von Susan am 27. Februar 2026, 21:20:24 »
Also ich hätte dann den Ritt auf den Dromedaren bevorzugt. Ist bestimmt gemächlicher als auf Quads herumzuheizen
Zitat
Zitat von: Susan am Heute um 11:59:31
Zitat
Was macht man denn gegen Hüftathrose; Tabletten Spritzen, Physio?
Derzeit Physio. Falls die Schmerzen und das Kribbeln im Bein stärker werden, dann ein neues Hüftgelenk. Tabletten vermeide ich, denn die schaden letztendlich mehr.
Physio fände ich auch besser als Tabletten. Hoffentlich kannst du die Hüft-OP noch etwas hinauszögern. Ein Freund von uns hatte an der OP lange nicht so die Freude.
Obwohl Toledo nicht in Andalusien liegt, gibt es doch einiges an arabischer Architektur, wie diese Steinbögen bei den ehemaligen Moscheen, das fällt mir jetzt auf, nachdem ich in Andalusien war.
Seit dem frühen 8. Jahrhundert beherrschten die Mauren einige Jahrhunderte lang fast die ganze iberische Halbinsel. Die Rückeroberung durch christliche Herrscher fand dann ab etwa 1212 statt. Darum findet man auch außerhalb Andalusien einiges an arabischer Baukunst. Das Kalifat von Granada im Süden fiel dann als letztes, darum ist dort wahrscheinlich am meisten erhalten.
« Letzter Beitrag von Susan am 27. Februar 2026, 21:01:19 »
Santa Iglesia Catedral Primada de Santa María
Wir kommen von einer anderen Seite als geplant schließlich doch zur Kathedrale von Toledo.
Westseite mit Puerta del Perdón
Mit dem Bau der Kathedrale wurde 1226 begonnen, somit wird sie dies Jahr 800 Jahre alt. Sie wurde über einer Moschee errichtet, die vorher im 6. Jahrhundert eine christliche Kirche gewesen war. Um 1300 herum war das Kreuzschiff fertig gestellt, danach wurde weitere zweihundert Jahre an der Kirche gebaut.
Für den Besuchereingang müssen wir einmal rechts um die Ecke. Dort wie auch am Ticketshop (12 + 8 Euro) gegenüber stehen die Leute Schlange, es geht jedoch relativ zügig voran. Innen in dem gewaltigen Gemäuer von 120 x 59 Meter, verläuft sich die Masse schnell. Begrüßt werden wir quasi von diesem riesigen Wandgemälde, das zeigt wie der Heilige Christopherus das Jesuskind über den Fluss trägt.
88 Säulen tragen das gewölbte Dach. Die Buntglasfenster sind aus dem 15. Jhd.
Wie nicht anders erwartet ist die Kathedrale überaus prunkvoll ausgestattet.
eine der Seitenkapellen und der zentrale Altar erste mit kunstvoll gestaltetem Gitter, das Altarbild aus vergoldetem und bemaltem Holz, entstanden zwischen 1498 und 1504
Weitere Seitenkapellen erspare ich euch mal
Im Kapitelsaal sehen wir eine prachtvolle Kassettendecke im Mudéjarstil sowie bunte Gemälde mit sowohl religiösen als auch alltäglichen Szenen. Die Decken der Hauptkirche sind ebenso mit Fresken geschmückt, interessant finde ich den Blick in die Kuppel. Das sind nicht nur die Fresken, sondern auch Figuren die quasi in die Kuppel schauen.
Die Gemäldegalerie der Sakristei haben wir uns nur flüchtig angeschaut und so eines der Bilder von El Greco verpasst. Der Kreuzgang ist ebenfalls mit Fresken geschmückt, der Innenhof leider mit Maschendraht versperrt. Vielleicht der Tauben wegen?
Irgendwo hatte ich gelesen, dass man den Turm auch ersteigen kann. Wir haben jedoch keinen Zugang gefunden
Hier noch ein paar Details aus den vielen Eindrücken in der Kathedrale: Holzschnitzereien , ein Relief in der Kapelle von Santiago, das Allerheiligste der Kathedrale uä
Jetzt haben wir uns aber eine Kaffeepause verdient
Heute mal kein Eisbecher sondern Orangen-Mandel-Kuchen.
« Letzter Beitrag von Christina am 27. Februar 2026, 18:44:58 »
Obwohl Toledo nicht in Andalusien liegt, gibt es doch einiges an arabischer Architektur, wie diese Steinbögen bei den ehemaligen Moscheen, das fällt mir jetzt auf, nachdem ich in Andalusien war.