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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. Februar 2026, 11:59:52 »
Hallo Susan,

was wurde eigentlich aus der Bilderverlinkung von Wordpress? Konnte der Support nicht helfen?

Die Spanische Hofreitschule war bestimmt beeindruckend. Die hätten wir uns auch angeschaut.

Zitat
Könnt ihr verstehen, warum jemand eine teure 4 Gläser plus Tapas Verkostung bucht und nichts weiter als die Nüsse davon verzehrt? Also nicht mal am Sherry nippt? Yep, sowas gibts.

Das kann ich mir insofern schon vorstellen, wenn die Tour für alle über einen Anbieter gebucht wurde und einer davon vielleicht gar keinen Alkohol trinkt.

Die Bodega ist schon sehr groß. Keine Ahnung, ob ich eine Flasche davon mitgenommen hätte. Zu Hause schmecken die Tropfen meistens nicht so gut wie vor Ort.
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Reiseberichte / Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Letzter Beitrag von Ilona am 12. Februar 2026, 08:39:33 »
Das Buffet schaut ja lecker aus  8) Doch Klimaanlage, die sich nicht regeln lässt, ist auch für uns ein fetter Minuspunkt. Konntet ihr im zweiten Hotel nicht so früh einchecken oder was war der Grund für den Wechsel?

Die Klimatechnik war wirklich eine Katastrophe und das in einem recht neuen Hotel.

In der Vorweihnachtszeit sind die Zimmerpreise auch in Maskat sehr hoch und deshalb war es eine Preisfrage. Ein Zimmer für über 200 €/Nacht zu reservieren, das man erst ab dem nächsten Morgen nutzt, wäre hinausgeworfenes Geld. Das Radisson bietet zwar einen Early Check-in an, doch erst ab 9:00 Uhr früh und ohne Frühstück. Das wäre dennoch teurer gekommen, als ein Zimmer in dem einfachen, aber sehr beliebten 3*-Swiss-Belinn zu nehmen. Da konnten wir sofort aufs Zimmer und hätten nicht noch eine Stunde in der Lobby warten müssen. Unter Anrechnung der Punkte, waren die zwei Übernachtungen im Radisson günstig, sonst hätte ich das 5*-Hotel nicht gebucht.
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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Susan am 12. Februar 2026, 01:01:25 »
Weiter gehts ...

Mit dem Roller fahren wir in die Altstadt von Jerez und parken am Stadttor del Arroyo. Von dort spazieren wir Richtung Kathedrale. Die hat natürlich auch grad Mittagspause.  ::)



Also schlendern wir weiter und kommen zum Park Alameda Vieja. Der liegt auf dem Gelände der alten maurischen Burg Alcázar de Jerez. Scheinbar ist Freitag kein guter Tag für einen Besuch in Jerez, denn auch die Burg können wir uns heute leider nur noch durchs Gitter und von außen anschauen.  :(



Bevor es weiter geht, schaue ich, ob wir wenigstens noch eine Sherry Kellerei besichtigen können. Zumindest das klappt, auch wenn nur noch eine englische Tour Plätze frei hat. Wir haben nun noch gut zwei Stunden Zeit, uns in der Stadt etwas umzugucken. Entlang der Mauern vom Alcázar kommen wir zur Plaza del Arenal, einer der vielen Plätze von Jerez.





Wir schlendern kreuz und quer durch die Gassen und eines ist mal klar: verhungern muss hier niemand - verdursten auch nicht  ;) Nostalgisch erinnern wir uns an unser erstes Tapas Essen genau hier im Ort. Dabei waren auch Rinones al Jerez. Gut, dass wir erst hinterher - so ohne Handy und Google - erfahren haben, dass es sich da um Nierenscheiben gehandelt hat.  8)





Unsere Sherrytour habe ich bei den Bodegas Tio Pepe gebucht. Deren Geschichte beginnt 1835, als der dreiundzwanzigjährige Manuel María González beschließt sein Glück mit einer Weinkellerei zu versuchen. Unterstützung erhält er von seinem Onkel, der ihm neben Kapital vor allem sein Wissen über Weinanbau und -kellerei beibringt. Daher der Name Tio Pepe. Eine Vision wurde wahr als Sherrywein immer bekannter und beliebter wurde. Besonders für den Export nach England ging González eine Partnerschaft mit Robert Blake Byass ein. Seitdem ist die Kellerei als González Byass bekannt, Tio Pepe als deren Marke für Fino Sherry. 1935 entschied Luis Pérez Solero, die Tío Pepe Flaschen mit einer Jacke, einem spanischen Hut und einer Gitarre auszustatten. Er ahnte nicht, dass seine Kreation eines der kultigsten Werbelogos der Welt werden würde.



Beinahe hätten wir uns in die deutsche Führung eingeschmuggelt, denn bislang wollte keiner unsere Tickets sehen. Wir haben aber doch brav auf den englischen Guide gewartet. Mit dem spazieren wir zur Real bodega de La Concha, gebaut zu Ehren der Königin Isabella II. Dies ist quasi ein Weinkeller, entworfen von Gustave Eiffel. Hier lagern 206 Fässer La Concha Amontillado mit Emblemen zu den Marken der Bodega und zu den Ländern, in die geliefert wird.





Mit einer Bimmelbahn geht es dann weiter, vorbei an Versuchsfeldern, alten Werkzeugen, Produktionsstätten und Lagerhallen.



Vor der Bodega La Cuadrada steigen wir wieder aus; hier lagern rund 4000 Fässer mit reifendem Sherrywein.  Es gibt es Vorträge über die verschiedenen Weinreben und Zubereitungsarten von Sherry und ähnlichem. Außerdem wird hier ebenfalls Brandy gebraut und sogar Whisky. In Fässern mit durchsichtigem Deckel können wir sehen, wie verschiedene Holzarten die Farbe des Weins beeinflussen. Eine Anekdote darf auch nicht fehlen. Einem der Aufseher über den "Weinkeller" wurde langweilig und so trainierte er Mäuse darauf, eine Leiter hinauf zu Weingläsern zu erklimmen. Vor einer Fassreihe steht noch immer solch ein Weinglas mit Leiter, doch Mäuse darauf bekommt keiner mehr so richtig zu sehen.  ^-^




Gang zwischen den Gebäuden

Wir spazieren zu weiteren Bodegas, manche sehen nun tatsächlich eher nach Kellern aus. Es gibt bis zu 300 Jahre alte Fässer zu sehen, andere sind der Königsfamilie gewidmet und enthalten besonders edle Weine. In einem Teilbereich sind von Berühmtheiten, die die Bodega besucht haben, signierte Fässer ausgestellt. Ob da immer noch Sherry drin reift, habe ich nicht mitbekommen.



Ein weiterer Weinkeller kann für Veranstaltungen gebucht werden.



Wir dürfen uns dann noch einen Film anschauen über das Unternehmen und seine Produkte; die operieren mittlerweile weltweit und nicht nur mit Sherry. Dann kommen wir endlich zum wichtigsten, dem Tasting  ;) Das findet in einem moderneren Gebäude statt. Für jede Gruppe sind da Tische vorbereitet und hier benötigen wir auch die Tickets. Mit Rücksicht auf den Fahrer habe ich 2 Gläser mit Snack gebucht. Wir bekommen einen Fino serviert und eine Art Sherry Spritz.



Beides ähnelt sich und so bereue ich es, dass ich nicht wenigstens einmal die 4 Gläser Verkostung gebucht habe. Könnt ihr verstehen, warum jemand eine teure 4 Gläser plus Tapas Verkostung bucht und nichts weiter als die Nüsse davon verzehrt? Also nicht mal am Sherry nippt? Yep, sowas gibts.

Natürlich schauen wir uns auch noch im Shop um, obwohl das mit dem Sherry als Aperitif nachgelassen hat. Eine Flasche Oloroso (rot/trocken) kommt mit und ein Souvenirfläschchen Tio Pepe mit Hut und Gitarre.

Wir rollern dann gemütlich zurück zum Campingplatz.
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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Susan am 11. Februar 2026, 22:34:41 »
17. Oktober Ausflug Jerez de la Frontera – tanzende Pferde & Sherry

Am Freitag unternehmen wir eine Rollertour nach Jerez de la Frontera. Wir waren bisher einmal kurz dort, 1996, da wird es mal wieder Zeit für einen Besuch. Die Anfahrt verläuft dank Handy-Navi (an Kette) problemlos und - da ich Autobahnen ausgeschlossen habe - ruhig.

Jerez ist unter anderem berühmt für die Königlich Andalusische Reitschule. Sie wurde 1973 von einem Schüler der Spanischen Hofreitschule  Wien gegründet und 1987 vom König offiziell anerkannt. Andalusische Pferde werden hier in einer Form der klassischen Reitkunst, die auch folkloristische Elemente enthält, dressiert. Erste Erwähnung dieser Reitkunst gab es bereits um 700 v Chr. Angeblich unterscheidet sich sie klassische Reitkunst vom Dressurreiten wie wir es z.B. von den Olympiaden her kennen. Ich kann das nicht beurteilen, denn eigentlich interessiert mich das kaum. Bin da immer zwiegespalten zwischen Bewunderung der Fähigkeiten von Pferd und Reiter und Abneigung gegen Dressur allgemein. Trotzdem wollen wir uns das hier mal anschauen.
Tickets für die Show der tanzenden Pferde konnte ich kurzfristig noch online bekommen (27/18 Euro). Führungen über das Gelände und die Ställe waren allerdings ausgebucht.

Die Königliche Reitschule befindet sich im Park des Schlosses


Recreo de las Gardenas
Es können einige Räume des Schlosses besichtigt werden, außerdem ist dort ein Museum zur klassischen Reitkunst untergebracht.

Durch den schön angelegten Park spazieren wir zum Picadero, der Reithalle, wo auch die Show stattfindet. Wir sehen außerdem noch den Trainingsplatz.





Die Reithalle bietet 1600 Zuschauern Platz, heute bleibt nicht nur die königliche Loge leer  8) "Wie die andalusischen Pferde tanzen" ist laut Werbung ein Pferdeballett begleitet von alter spanischer Musik und Reiterinnen und Reitern in Kostümen aus dem 18. Jahrhundert. Die Show besteht aus fünf Teilen. Anfangs werden uns Fähigkeiten, die aus dem Viehhüten abgeleitet sind, gezeigt: Tempowechsel und Pirouetten ähnliche Drehungen. Es folgt die Vorführung klassischer Dressurübungen. Die Namen habe ich mir nicht gemerkt  :floet:



Danach sind Kutschfahrten dran. Die Gespanne können ganz schön enge Radien fahren.



Kurze WC-Pause für die Zuschauer und fürs Neuaufbereiten des Hallenbodens. Danach gehts es weiter mit Dressurübungen der Hohen Schule an der Longe. So etwas wie Seitpässe, Hufschläge auf der Stelle in unterschiedlichen Rhythmen und Sprünge.





Letzteres schaut natürlich toll aus, doch mir geht es irgendwie gegen den Strich, wie die Pferde dazu animiert werden.  :(

Den Abschluss der Show bestreitet eine Gruppe aus acht Pferden samt Reiter / Reiterin, die verschiedene Figuren vorführen, was dann am ehesten an ein Ballett erinnert.





Das Ganze hat insgesamt etwa anderthalb Stunden gedauert. Interessant waren die Aufführungen schon, doch Fans vom Dressurreiten werden wir trotzdem nicht. Bei der Reithalle gibt es auch ein Restaurant / Cafe. Da gönnen wir uns einen Eiskaffee zur Erfrischung. Eigentlich wollten wir nun noch das Schloss und das Kutschenmuseum besichtigen, doch die haben nun am Freitagmittag schon zu bzw. Siesta.  ::) Gefühlt sind wir quasi die letzten, die das Gelände verlassen (natürlich durch einen Souvenirshop geführt).

Fortsetzung folgt ...
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Reiseberichte / Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 11. Februar 2026, 19:10:02 »
15.11.2025   Coromandel Coastal Walk    Teil 2

Gegen Mittag erreichten wir den Lookout. Als wir ihn erreichten, schafften wir noch ein paar Fotos, bevor es zu regnen begann.





Die Jause ging sich schon nicht mehr aus, dass anziehen des Regenschutzes war wichtiger. Wir beschlossen hinunter ins Gebüsch zu gehen, um etwas Schutz zu haben. Der Weg hinauf zum Aussichtspunkt war erdig und recht steil. Mit dem Regen würde er sicher sehr glitschig werden.



Wir verpackten den Rucksack in einem der Müllsäcke und warteten.

Nach gut 20 Minuten ließ der Regen nach und es nieselte nur noch. Wir verließen unseren Unterstand und machten uns auf den Rückweg. Die Jause holten wir bei der schönen Aussichtsstelle nach.





Bevor wir wieder zum Einschnitt beim Sugar Loaf kamen, machten wir noch einen Abstecher zu einem abgestorbenen großen Baum, der exponiert auf einem Vorsprung stand.





Je weiter wir zum Parkplatz zurückkamen, desto besser wurde das Wetter. Die Wolken wurden immer weniger und die Sonne kam hervor.



Die Wanderung bis zum Lookout und zurück war 12 km lang, mit 690 Höhenmetern. Wir haben 4 ½ Stunden gebraucht.

Zurück geht es wieder auf der gleichen Straße, wie bei der Herfahrt. Nur das Wetter war nun deutlich besser. Die Landschaft und das Meer bekamen eine ganz andere Farbe.









Auch erste blühende Weihnachtsbäume waren zu sehen.



Die Blühten haben feine rote Haare. Wenn sie abfallen, entsteht unter dem Baum ein dunkelroter Teppich.



Auf dem Küstenweg hielten wir an einer Stelle, von der Orcas gesehen werden könnten. An diesem Tag zeigte sich keiner. Als Ausgleich waren die Bäume an der Küste sehr schön.







Zum Abendessen gingen wir in Matarangi zum Piper Café. Wir gehörten schon fast ein bisschen dazu. Die Einheimischen, mit denen wir gestern gesprochen hatten waren auch wieder da und grüßten freundlich.

Zum Abschluss des Tages machten wir noch einen ausgiebigen Strandspaziergang.





Am Abend durchforstete ich wieder die Nachrichten zum Tongariro. Das Rāhui soll am Montag, dem 17.11.2025 aufgehoben werden und der Park darf dann wieder betreten werden. Da hätten wir großes Glück, da der 17. der schönste Tag unserer 4 Tage in Taupo sein sollte. Ab Dienstag ist sehr schlechtes Wetter vorhergesagt.

Tatsächlich war der Shuttle zum letzten Termin vom Ende des Wanderweges zum Beginn des Tongariro alpine crossing auf der Nationalparkseite buchbar. Ich schlug natürlich sofort zu.
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Reiseberichte / Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 11. Februar 2026, 19:02:40 »
:herz: :herz: :herz:  Was für eine herrliche Gegend, du machst mich gerade extrem sehnsüchtig ....

Ich würde am liebsten gleich mit der Planung anfangen  (Start so in 10-15 Jahren wenn ich in Rente bin  :zwinker: )

Da denken wir umgekehrt :D. Wer weiß, ob ich in 10 Jahren wenn ich in Pension gehe, noch zu solch langen (weiten) Reisen in der Lage bin  :weissnicht:
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Reiseberichte / Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Letzter Beitrag von Susan am 11. Februar 2026, 17:45:30 »
Das Buffet schaut ja lecker aus  8) Doch Klimaanlage, die sich nicht regeln lässt, ist auch für uns ein fetter Minuspunkt. Konntet ihr im zweiten Hotel nicht so früh einchecken oder was war der Grund für den Wechsel?
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Reiseberichte / Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Letzter Beitrag von Susan am 11. Februar 2026, 17:42:44 »
Ich schließe mich Silvia an  ;D Könnte auch gleich mit der Planung beginnen
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Reiseberichte / Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Letzter Beitrag von Ilona am 11. Februar 2026, 13:27:25 »
18./19.12.25 – Die Reise nach Maskat

Wir hatten uns für einen Direktflug mit der Oman Air ab Frankfurt entschieden. Die Airline fliegt nur einmal am Tag und das als Nachtflug mit einem Dreamliner (Boeing 787).



Obwohl Oman Air die letzten Tage vor dem Abflug immer wieder versuchte, die restlichen Business Class Plätze mittels Versteigerung an die Passagiere zu bringen, war mein Gebot einfach zu niedrig. Die Eco hatte jedoch genügend Beinfreiheit. Für Kissen, Decken und Kopfhörer war zudem gesorgt.

Wir starteten recht pünktlich und sobald die Flughöhe erreicht war, begann der Service. Die zwei Chicken Stückchen unter dem trockenen Reis, konnten sogar mit einem Wein hinuntergespült werden. Softdrinks, Säfte und Wasser gab es natürlich auch.
 


Schlafen konnten wir auf dem sechseinhalbstündigen Flug überhaupt nicht. Eine Stunde vor der Landung wurden noch Schokomuffins und ein Getränk verteilt.
 
Die Maschine landete pünktlich um 5:50 Uhr in der Frühe. Die Immigration dauerte leider ziemlich lange. Während wir in der Schlange standen und es kaum vorwärts ging, aktivierte ich die eSIM. Die Verbindung funktionierte erst einmal nicht und ins Airport-Wlan konnte ich mich auch nicht einloggen. Nach einem Neustart des Phones und kurz bevor wir an den Schalter durften, hatte ich plötzlich Empfang und schon die erste WhatsApp vom Autovermieter. Der überpünktliche Mitarbeiter wartete schon einige Zeit auf uns. Am Schalter wurden die Abdrücke aller 20 Finger gescannt, Fotos gemacht und nach dem Grund des Aufenthalts gefragt. Im Pass entdeckte der Beamte, dass wir vom letzten Jahr schon zwei Oman-Stempel hatten. Das freute ihn und wir durften endlich einreisen.

Wir holten schnell die Koffer vom Band, damit der Mitarbeiter von Jet Car Rentals nicht noch länger warten musste. Eigentlich wollten wir den Mietpreis bar bezahlen, doch die ATMs waren so früh am Morgen alle leer. Ich ging zu einem Geldwechselschalter, doch die Gebühren waren so hoch, dass mir der freundliche Angestellte riet, woanders zu tauschen. Im Flughafen sind die Gebühren unverschämt hoch. Ich wechselte nur 100 € und davon wurden 12 € Gebühren abgezogen. So blieb uns nichts anderes übrig, den Mietpreis über 966 € per Kreditkarte mit einem Aufschlag von 5 % zu bezahlen. Davon waren 217 € für die Kaution, die 30 Tagen nach Ende des Mietzeitraums zurückerstattet wurden.

Wir erhielten einen silbernen KIA Sportage mit 87862 km auf dem Tacho und kaum Sprit im Tank. Als ich abends das Bild machte, hatte es kurz zuvor geregnet. Das war aber das einzige Mal in den 10 Tagen.



Da ich eine Marotte habe und allen vierrädrigen Reisebegleitern einen Namen verpasse, hieß dieser einfach Sultan. Dies vielleicht auch in Wertschätzung des verstorbenen Langzeitsultans Qaboos (rechts im Bild).



Er war ein Visionär, Staatsmann und Friedensstifter, der sein Land 49 Jahre lang mit Respekt und Toleranz gegenüber allen Menschen regierte. Sultan Qaboos wohnte einige Monate im Jahr in seinem Haus in Garmisch-Partenkirchen. Es war ihm u. a. wichtig, dass Frauen bevorzugt studieren dürfen. Wer mehr über den früheren Regenten erfahren möchte, der sollte unbedingt diesen Artikel lesen. An Sultan Qaboos sollten sich viele Oberhäupter ein Beispiel nehmen, denn das würde unnütze Kriege verhindern. Sein Nachfolger Haitham bin Tarik (links im Bild), der auch der Cousin ist, regiert das Land genauso weltoffen und fortschrittlich.

Da uns das Straßengewirr um den Flughafen trotz Navi zu ein paar Extrarunden zwang, checkten wir erst kurz nach 8 Uhr im Swiss-Belinn Hotel ein. Ich hatte das Hotel für den Vortag reserviert, bat aber um einen Late Check-in mit Late Check-out. Die Unterkunft war sozusagen als Stundenhotel gebucht  ;) ;D. Das preiswerte Hotel ist in der Nähe vom Flughafen und gut bewertet. Bei einem Zimmerpreis von 71 € inkl. Frühstück gab es nichts zu beanstanden.


 
Wir stellten unser Gepäck ins Zimmer und gingen erst einmal frühstücken. Das Frühstück war nichts Besonderes, aber es war ausreichend und machte satt. Danach duschten wir und legten uns ein paar Stunden aufs Ohr. Während Heiko etwas schlafen konnte, war ich hellwach. Um 14 Uhr checkten wir aus. Jetzt wurde es Zeit, dass Sultan Sprit bekam. An der nächsten Shell-Tankstelle wurde der KIA vollgetankt. Bei umgerechnet 50 Cent/Liter kostete die Tankfüllung gerade mal 21 € :happy:.

Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft steuerten wir das City Centre in Seeb an. Das ist eine große Mall mit einem riesigen HyperMax. Das meiste wird importiert und dementsprechend umfangreich ist das Sortiment an internationalen Waren. Wir kauften fürs Erste nur jede Menge Wasser ein. Danach steuerten wir den nächsten Geldwechselschalter an. Hier wurden im Gegensatz zum Flughafen kaum Gebühren fällig. Mit genügend Wasserflaschen auf dem Rücksitz und omanischen Rial im Portemonnaie, fuhren wir zum nächsten Hotel weiter.

Das Radisson Collection Grand Hormuz befindet sich auch in der Nähe vom Flughafen und ist ziemlich neu. Da sich nach unserer Lanzarote-Reise etliche Radisson Punkte angesammelt hatten, betrug der Zimmerpreis für zwei Nächte nur noch 131 €. Beim Check-in bekamen wir zudem ein Upgrade mit Lounge-Zugang. Darüber freuten wir uns sehr.

Zur Begrüßung bekommt man oft Kahwa, auch Omani-Kaffee genannt, gereicht. Auch im Hotel stand eine Kanne. Der Beduinenkaffee ist ein dünner Kaffee aus Arabica-Bohnen, der mit Kardamom und Nelken gewürzt ist. Man trinkt bzw. bekommt nur die Menge einer Espressotasse davon. Traditionell isst man dazu eine Dattel.



Das Zimmer war sehr geräumig, aber eiskalt heruntergekühlt :frier:. Im Oman wollten wir eigentlich nicht frieren.



Die Temperatur ließ sich nicht regeln. Letztendlich schalteten wir die Klimaanlage aus. Leider konnte man das Fenster nicht öffnen, so dass sich nach kurzer Zeit ein muffiger, modriger Geruch im Zimmer breit machte. So hervorragend die Luxusherberge sonst auch ist, solange die ihre Klimaanlage nicht in den Griff bekommen, können wir dieses Hotel nicht weiterempfehlen.

Ab 18 Uhr war die Lounge geöffnet. Es durften nur berechtigte Personen mit freigeschalteter Karte hinein. Wir hatten keine Ahnung, was uns dort erwartet und waren mehr als überrascht. Es stand ein kleines, aber feines Büffet zur Verfügung. Alkoholische Getränke gab es zudem und das ohne Zuzahlung.



Wir waren dank der fürsorglichen Servicekraft aus dem Iran pappsatt. Die junge Frau ist einfach ein Goldstück.

Die Lounge hat einen Balkon und weil es draußen so schön warm war, blieben wir eine ganze Weile, bis wir uns ins gekühlte Zimmer zurückzogen. Letztendlich steckte uns der Nachtflug in den Knochen und die Müdigkeit siegte.
 
Übernachtung: Radisson Collection Muscat, Hormuz Grand

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Reiseberichte / Re: O(h) Man(n), Oman 2025
« Letzter Beitrag von Ilona am 10. Februar 2026, 14:57:25 »
Hallo Ilona,
das ist ja faszinierend, wir haben neulich von Bekannten gehört die an einer Gruppenreise durch den Oman teilgenommen haben und auch ganz fasziniert von der Wüstenlandschaft waren. Ich bin ja noch auf der Suche nach einem passenden Ersatz für USA Reisen, veilleicht ist das ja auch was für mich, ich bin gespannt!!!!

Auch dir ein  :herz: liches Willkommen, Paula.

Der Oman ist tatsächlich eine Alternative und hervorragend zum Erkunden auf eigene Faust geeignet. Eine Gruppenreise würde ich dort nie machen. Uns reichte 2024 die Jeep-Safari und die Fahrt mit dem Kleinbus. Bis da immer wieder alle Leute beisammen sind ::) . Zudem sieht man nur das, was auf dem Touri-Programm steht.
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