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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Susan am 30. Dezember 2025, 23:10:34 »
5. Oktober II.  Ausflug nach Sierra Nevada

Wir wollen noch weiter  ins Gebirge und fahren deshalb von Monachil aus die teilweise recht steile Straße hinauf zum Puerto El Purche, einem Pass auf 1476 m. Es geht dann ein Stück bergab bis zur A-395 die von Granada aus hinauf ins Skiresort Sierra Nevada führt. Dass es das gibt, ist uns bekannt, doch wir staunen, wie groß das Resort dann ist. Wir parken den Roller im unteren Ortsteil, immerhin schon auf gut 2100 m Höhe. Die Strecke, die wir nun gefahren sind, ist übrigens oft eine Etappe bei dem Radrennen Vuelta a España. Das gehört zu den großen neben der Tour de France und dem Giro d' Italia.
Wir kommen zum Dorfplatz und - hurra! - da gibt es ein offenes Cafe.  ;D



Die Bedienung versteht leider kein Englisch und offenbar auch nicht mein spanisches "Pastel". Sie holt jedoch jemanden, der uns versteht, und so können wir noch lecker Waffeln zu unserem Kaffee bestellen.

Danach drehen wir eine Runde durch den Ort.


Ausblick ins Tal
vom Mirador neben dem Cafe.





Das Skigebiet ist auf den Nordwesthängen des 3398 m hohen Veleta, dem dritthöchsten Berg in Festland Spanien. Es ist das südlichste von Europa und die Saison kann vom späten November bis in den Mai hinein dauern. Problematisch ist oft der starke Wind hier oben.



Und wer nicht glaubt, dass hier etwas los ist, schaue mal im Winter auf die Webcams  8)

Wir fahren die gleiche Strecke zurück, halten unterwegs noch mal für die Aussichten


nahe Passhöhe


nahe Camping Ruta del Purche

etwas tiefer gelegener Wander- und Picknickplatz mit Hecken-WC (leider nötig)



Außer uns astronomischen lungern hier noch ein paar iberische Steinböcke herum  ;D (laut App)



Alles in allem ein gelungener Sonntag  ;D

Heutige Strecke einfach

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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Susan am 30. Dezember 2025, 22:05:59 »
Willkommen zurück, Ilona   :winkewinke:

Da hast du einen wunderschönen abendlichen Himmel als Hintergrund zur Alhambra von Sacromonte aus erwischt.

Euer Abendessen sieht sehr lecker aus.

War schon etwas enttäuscht, dass der Sonnenuntergang dort die Alhambra irgendwie nicht angestrahlt hat, doch dann kam das Abendorange  ^-^
Das Essen schmeckte auch lecker!


5. Oktober  I.  Los Cahorros de Monachil (fast)

Der Sonntag zeigt sich von seiner besten Seite  :strahl:

Nach den vielen Stadtbesichtigungen wird es mal wieder Zeit für Natur. Nach einem gemütlichen Frühstück satteln wir also den Roller und brausen nach Monachil. Die Anregung zu unserer ersten Unternehmung kommt aus Silvias Andalusien Bericht. Jedoch folgen wir einer Komoot Wanderbeschreibung, was sich dann als ungünstig herausstellen wird. Den Roller parken wir auf dem großen Parkplatz Los Cahorros im Ort, der ist auch schon gut gefüllt. Wir folgen dann den Wegweisern zum Flussfußweg und wandern den entlang.  Das ist anstrengender als erwartet, über Stock und Stein und einige Hindernisse hinweg. Nicht gerade Knie oder Knöchel schonend.





Wenigstens sind die Ansichten unterwegs ganz nett. Ich habe mich gewundert, wer da so rote Netze im Bach treiben lässt, tatsächlich aber sind es Wasserpflanzen.



Ein Rascheln im Gebüsch


Sierra Nevada Perleidechse
laut App

Wir kommen außerdem noch an den Ruinen des alten Wasserkraftwerks vorbei, sowie an dem neueren Gebäude. Hätten wir bis dahin vielleicht sogar rollern können? Streetview gibt uns da keine eindeutige Antwort.



Nach etwa 1,5 km kommen wir zu einer ersten Hängebrücke.



Es geht rechts weiter auf einem Weg entlang eines Bewässerungskanals. Hier sieht es schon schluchtig aus  ^-^



Es folgt eine zweite Hängebrücke



Hm, irgendwie schaut die anders aus als in den Fotos der Trail Beschreibung  :gruebel: Und bei den folgenden Treppen streikt Kersten, Knie schmerzt trotz Bandage.  :( Somit verpassen wir den eigentlich interessanten Teil der Schluchtwanderung.




Kehrt, Marsch!

Wir wandern nun am vorherigen Abzweig zum Fluss vorbei weiter neben dem Bewässerungskanal her. Auch da türmt sich anfangs noch die Felswand über uns auf. Auf dem Bild schwer zu erkennen, sehen wir einen Teil des Höhenwegs oben.





An einer der Felswände erspähen wir sogar einen Kletterer; weitere Eindrücke



Schließlich kommen wir in offeneres Gelände, können die Wasserleitung zum Kraftwerk verfolgen und Blicke auf die Hügellandschaft mit Olivenhainen werfen.





Der Weg verbreitert sich zu einer Schotterpiste und wir landen letztlich oberhalb von Monachil an der Bergstraße. Dort hätten wir ebenso gut parken können. Die Strecke wäre vielleicht nicht viel kürzer als die am Fluss, ist jedoch angenehmer zu laufen. Damit hätten wir noch die Kraft für den interessanten Canyonteil haben können. Hier finde ich auch ein Schild mit einem netten Plan der Tour.



Auf einem Pfad neben der Straße spazieren wir zurück zum Parkplatz.

Teil II folgt ...
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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Christina am 30. Dezember 2025, 18:36:14 »
3 Wochen schon, so lange kam mir das tatsächlich nicht vor.

Da hast du einen wunderschönen abendlichen Himmel als Hintergrund zur Alhambra von Sacromonte aus erwischt.

Euer Abendessen sieht sehr lecker aus.
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Reiseberichte / Re: Herbstwandern in Finnland - September 2025
« Letzter Beitrag von Christina am 30. Dezember 2025, 18:24:04 »

Bei Skandinaviern gehe ich davon aus, dass sie gut Englisch können. Hast Du trotzdem inzwischen auch schon etwas Finnnisch gelernt?

Genau, Englisch ist kein Problem. Ich kann inzwischen viele einzelne finnische Wörter, aber tatsächlich gelernt mit Grammatik habe ich es nicht. Ich habe darüber nachgedacht, aber es ist extrem schwierig weil es keinerlei Anknüpfungspunkte bei mir bekannten Sprachen gibt. Und wenn ich wegen meines Knies vielleicht tatsächlich zukünftig nicht mehr werde wandern können, gibt es dann auch keinen Grund mehr für einen Finnland Urlaub, außer mal noch ein Städtetrip nach Helsinki in Kombination mit Tampere.

Vielen Dank fürs Mitreisen Horst.

Zusammen mit den anderen Finnland Berichten bin ich geneigt, das Land in unsere geplante Nordtour mit aufzunehmen. Auf Wunsch eines einzelnen Herren  ;) wird es wohl aber eher eine Früh/ Mittsommertour werden.
Und schon mal einen guten Rutsch und die besten Wünsche fürs Neue Jahr!


Wenn schon Nordlandtour dann auch Finnland ;) Früh-/Mittsommer ist auf jeden Fall auch eine gute Zeit für Skandinavien.

Susan, vielen Dank fürs Dabeisein und Kommentieren. Auch dir alles Gute im Neuen Jahr!
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Reiseberichte / Re: Herbstwandern in Finnland - September 2025
« Letzter Beitrag von Susan am 30. Dezember 2025, 11:40:47 »
Herzlichen Dank, liebe Christina, für diesen interessanten Reisebericht aus Lappland. Begeistert haben mich vor allem die herrlichen Herbstfarben, doch auch die Landschaft an sich schaut nett aus mit den Seen und den Bootshäuschen. Sympatisch finde ich außerdem, dass bei den Wanderungen immer eine Art Grill- oder Picknickplatz in der Nähe war. Zusammen mit den anderen Finnland Berichten bin ich geneigt, das Land in unsere geplante Nordtour mit aufzunehmen. Auf Wunsch eines einzelnen Herren  ;) wird es wohl aber eher eine Früh/ Mittsommertour werden.

Zu schade, dass du nicht all deine Pläne verwirklichen konntest. Ich drücke die Daumen, dass es nächstes Jahr besser klappt.

 :danke: Und schon mal einen guten Rutsch und die besten Wünsche fürs Neue Jahr!
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Reiseberichte / Re: Mit dem WoMo nach Schweden und Norwegen - September/Oktober 2025
« Letzter Beitrag von Ilona am 30. Dezember 2025, 10:43:21 »
Die Lofoten würden mich schon mal reizen, aber nur bei so einem Traumwetter.

Eine Garantie gibt's dafür halt nicht, aber ihr hattet wirklich Glück :beifall:.
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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Ilona am 30. Dezember 2025, 10:40:59 »
So, wir sind auch wieder im (kalten) Land :adieu: und ich erfreue mich gerade an deinen sonnigen Bildern :thumb:.

In Granada gibt es auf jeden Fall viel zu erkunden und leckeres Essen.
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Reiseberichte / Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Letzter Beitrag von Susan am 29. Dezember 2025, 21:55:53 »
Ich hoffe, ihr habt alle schöne Feiertage verlebt!

Da es hier seit Tagen mal wieder grau in grau und ungemütlich ist, versetze ich uns mal schnell wieder in den sonnigen Süden

4. Oktober   Waschtag & Sacromonte

Euch ist es vielleicht nicht so aufgefallen, doch wir sind schon 3 Wochen unterwegs. Die saubere Unterwäsche geht zur Neige.   ;) Zum Glück verfügt der Campingplatz nicht nur über Waschmaschinen, sondern auch Wäschetrockner. Waschpulver ist schon drin in der Maschine und bezahlt wird mit Karte.

Am Nachmittag machen wir uns einmal mehr auf den Weg in die Stadt. Zwar bietet auch der Campingplatz Touren zum Sacromonte - inklusive Flamenco Show-  an. Doch grad an einem Samstag machen wir das lieber auf eigene Faust. Geparkt wird im Kathedralen Viertel, dann fahren wir mit dem Citybus C34 hinauf nach Sacromonte. Selbst mit dem kleinen Bus ist es eng in den Gassen, die zahlreichen Fußgänger müssen sich schon in Hauseingänge quetschen um den Bus vorbei zu lassen. Ich hatte vorher erkundet, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen. Dummerweise werden die jedoch nicht angesagt, so dass wir prompt eine zu weit fahren.  ::) Glücklicherweise steht dort wenigstens ein Hinweisschild zum ersten Ziel. Heißt rund 300 m zurück auf der Straße und dann den steilen Abhang hinauf.

Wie Christina ja schon berichtet hat, siedelten hier ab dem 16. Jahrhundert Sinti und Roma in Höhlenwohnungen. Wie das ausschaute, können wir gut im Museo Cuevas del Sacromonte nachvollziehen. Der Eintritt kostet 5 Euro pP und wir bekommen einen Schnellhefter mit Erklärungen in deutsch. Begrüßt werden wir von einer rostigen Band  ;), dann geht es auf einen Rundgang durch verschiedene Höhlen.







Ähnlich wie viele Häuser im Süden wurden auch die Felsen rund um die Höhlen und diese innen weiß gekalkt. Der Kalk sorgt u.a. für Stabilität, tötet Pilze und Bakterien ab und reflektiert die Sonnenstrahlung, somit für eine angenehme Temperatur innen. 

Wir sehen Wohnhöhlen, eine Küche mit integriertem Schweine- und Hühnerstall sowie verschiedene Handwerksbereiche.






Weben und Töpfern


Korbflechten und Schmiede

Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Flamenco. Offenbar lernten schon kleine Kinder diesen Tanz, das zeigt ein Video.



Zwischendrin kommen wir an Kanälen und Wasserbecken vorbei. Mit all dem Seerosengrün erst schwer zu sehen: da leben auch einige Frösche drin



Nach dem Rundgang spazieren wir noch zu einem Ausstellungsgebäude am Hang, einer Schatzhöhle und dem Mirador bei den Höhlen.



Der Legende nach vergruben die maurischen Adligen auf ihrem Weg ins Exil hier ihre Wertsachen aus Angst vor Räubern. Sie hatten ja noch die Hoffnung eines Tages zurückzukehren. Um sich nicht mit ihnen zu belasten, ließen sie auch ihre afrikanischen Sklaven frei. Die hatten nun weder Besitz noch ein Heim, kannten jedoch die Gedankengänge ihrer ehemaligen Herren. So beschlossen sie, in die Berge zu gehen und die Schätze für sich zu bergen. Sie hoben Gräben, Gruben und Höhlen aus, jedoch ohne Erfolg zu haben. Ihnen blieb daher nichts anders übrig als in den Höhlen zu leben. Später, nachdem sie sich schon mit den Gitanos vermischt hatten, gab es weitere Versuche die vermuteten Goldschätze zu finden. Doch bis heute ist nicht bekannt, ob es einigen von ihnen tatsächlich gelungen ist.

Die Ausblicke am Mirador gehen zum Camino de Sacromonte mit weiteren Höhlen und natürlich hinüber zur Alhambra.





Wir stiefeln den Berghang wieder hinunter und kehren auf einen Aperitif - ein Alhambra Bier - in eine kleine Bar ein.




Sacromonte

Eigentlich hatten wir überlegt, hier irgendwo essen zu gehen. Doch nachdem hier ein Kleinbus nach dem nächsten Gäste ausspuckt, versuchen wir unser Glück lieber in der Stadt. Mit dem nächsten C34 fahren wir also wieder hinunter zur Kathedrale. Mittlerweile ist es dunkel geworden, doch es ist so einiges los hier in den Gassen. Wir können nochmal die Capilla Real ablichten und die Kathedrale, auf dessen Vorplatz ziemlicher Trubel herrscht. Wir kommen an der Plaza de Romanilla vorbei und bemerken dort erstmals das Denkmal zu Ehren der Wasserverkäufer, die einst das Wasser aus der Zisterne der Alhambra in die Stadt gebracht haben.



An Restaurants besteht hier kein Mangel - an Gästen darin allerdings auch nicht. Einer der Wirte lächelt uns so freundlich an, da sagen wir nicht nein, obwohl er leider nur noch Tische innen frei hat. So landen wir in der Antigua Taberna der Cathedral. Kersten nimmt das Tagesmenue, bestehend aus einem großen gemischten Salat, Albondigas (Hackbällchen in Tomatensauce) und einen Schokopudding für sage und schreibe 9,90 Euro. Ich wähle unter den Tapas, zum Glück nur 3, denn auch die Portionen sind nicht klein. Dazu gibt es mal wieder Tinto de Verano.



(Das Bild von den Albondigas ist leider verwackelt).

Danach bummeln wir zurück zum Roller und fahren heim. Mittlerweile finden wir den Weg fast ohne Navi  ^-^
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Reiseberichte / Re: Herbstwandern in Finnland - September 2025
« Letzter Beitrag von Horst am 29. Dezember 2025, 19:13:49 »
Das Du nicht gerne viele Leute um Dich herum auf Wanderungen & Co brauchst, kann ich gut nachvollziehen. Das ist für mich auch oft ein entscheidender Grund für Ziele oder gar die gesamte Reise.
Wo man sich wohlfühlt ist ja bei jedem anders. Du scheinst da im Norden so eine zweite Heimat gefunden zu haben.
Ich wünsche Dir, dass Dein Knie beim nächsten Trip noch mehr zulässt und Du die Reise so noch mehr genießen kannst.
Bei Skandinaviern gehe ich davon aus, dass sie gut Englisch können. Hast Du trotzdem inzwischen auch schon etwas Finnnisch gelernt?
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Reiseberichte / Re: Mit dem WoMo nach Schweden und Norwegen - September/Oktober 2025
« Letzter Beitrag von Susan am 29. Dezember 2025, 18:40:56 »
Die Landschaft ist einfach nur herrlich  :herz:  An der Glasbläserei würde ich auch sofort vorbei fahren, schade, dass der Besitzer? so unfreundlich schien. Campingplatz bezahlt mit Überweisung, ist das nicht sehr teuer?

Kommt das wirklich vor dass ein Wohnmobil auf einem Stellplatz umgeweht wird  :o, sind die Dinger nicht extrem schwer ?

Es braucht wahrscheinlich schon einen ausgewachsenen Orkan bzw. eine entsprechend starke Böe um die 3,5 Tonnen umzupusten. Gehört habe ich dies nur einmal, als hier im Norden ein solcher Herbststurm tobte. Kommt also selten vor, ist aber nicht auszuschließen.
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