« Letzter Beitrag von Susan am 23. Februar 2026, 12:36:27 »
Erstmal vielen Dank für euer Mitgefühl. Der Urlaub war schon vorbei, als mein Vater verstorben ist. Es war tröstlich, dass er zumindest so gegangen ist wie er es wollte, nämlich ohne lange Bettlägerigkeit.
Das Problem mit den Bildern scheint behoben zu sein. Da hat jemand meine Website gehackt und gespammt, dem haben wir jetzt hoffentlich einen Riegel vorgeschoben. Muss mich da wohl ein bisschen mehr kümmern
Da wir am Wochenende überraschend Besuch bekommen haben, geht es mit dem Bericht erst nachher weiter.
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 22. Februar 2026, 19:11:51 »
17.11.2025 Tongariro Alpine Crossing Teil 3
Wir waren jetzt schon bei den letzten Besuchern wollten uns aber bei diesen traumhaften Wetterbedingungen nicht so rasch von dieser Landschaft trennen.
Wir erforschten daher die Emerald Lakes genauer.
Jeder Pool eröffnet für sich ein eigenes Panorama.
Nach einiger Zeit machten wir uns auf den Weg durch ein weiteres Becken hinauf zum Blue Lake.
Wieder mit tollen Aussichtigen. Je weiter wir zum Blue Lake kamen, desto besser wurden der schneebedeckte Vulkan Mt. Ruapehu zu sehen. Auf diesem Bild sind 3 Vulkane zu sehen.
Auch beim Blue Lake war es sehr schön, mit einem großartigen Ausblick auf das Becken vor dem Red Crater, das im Prinzip auch eine alte Caldera ist.
Es wurde aber Zeit weiterzugehen, da bis zum Endpunkt der Wanderung noch eine größere Wegstrecke zurückzulegen war. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von dieser schönen Landschaft. Wir waren ziemlich die Letzten, die diesen Bereich verließen. Noch ein letzter Blich zurück.
Nun ging es in langen Serpentinen, kienschonend hinab zum Endpunkt. Die Aussicht auf die Ebene mit dem Lake Rotoraira war sehr schön. In der Ferne war der Lake Taupo zu sehen.
Die braunen Wiesen erinnern an Afrika.
Auf halben Weg war neben dem Weg ein Einschlagkrater vom letzten Ausbruch eines Seitenkraters des Vulkangebietes zu sehen. Der Stein kam von der gegenüberliegenden Seite von den dampfenden Flächen über eine weite Strecke geflogen.
Hinunter kamen wir schnell voran. Nach etwas mehr als einer Stunde war das Gebüschgebiet und nachfolgend der Wald erreicht.
Auch wenn der Waldweg schön war, zog es sich etwas, bis wir den Endpunkt der Wanderung, den während der Hochsaison gesperrten Ketetahi Parkplatz, erreichten. Wir erwischten einen der letzten Shuttels von Tongariro Expeditions, das uns zu unserem Auto brachte.
Insgesamt waren wir 8 Stunden zu Fuß unterwegs. Die Streckenlänge betrug mit allen Abstechern 22,8 km und rund 1.100 Höhenmeter wurden überwunden.
Am Abend erreichten wir Taupo. Wir nahmen das Abendessen wieder beim Dixie Browns ein. Wieder mit Bestellproblemen beim Bier. Dieses Mal bekamen wir Dosen von einer lokalen Brauerei, wieder mit Zusatzgeschmack.
Am Nachbartisch überfielen Vögel den Tisch fraßen von den zurückgelassen Essenresten, soviel sie konnten. Die Singvögel sind in Neuseeland überhaupt sehr frech.
Wir parkten wieder neben dem Auffälligen Mac Donalds in Taupo, der eine altes Flugzeug als Gastraum hat.
« Letzter Beitrag von Ilona am 22. Februar 2026, 10:37:23 »
22.12.25 – Vom Jebel Akhdar zum Jebel Shams
Geschlafen haben wir auf über 2000 m Höhe sehr gut.
Zum Sonnenaufgang glühten die Berge
und die wilden Esel zog es zum Wasserreservoir unterhalb des Hotels.
Uns zog es ein Stockwerk höher zum überschaubaren Frühstücksbüffet. Das war eher auf den englisch/orientalischen Gaumen abgestimmt. Doch das frisch gebackene Fladenbrot mit Honig und Ei schmeckte gut und machte satt.
Etwas Bedenken hatten wir vor der Rückfahrt, denn wo es steil rauf geht, geht es auch steil runter. Da dürfen die Bremsen nicht versagen.
Nach 15 Minuten Fahrt und bevor es die steilen Serpentinen abwärts geht, sieht man den Ort Sayq, wo wir übernachtet hatten.
Dann hieß es, soweit mit der Motorbremse möglich, die Serpentinen herunterzufahren. Falls die Bremsen versagen, liegt die Rettung hoffentlich in solchen Notbremsrampen.
Mit heißgelaufenen Bremsen erreichten wir das Tal und fuhren nach Nizwa, der einstigen Hauptstadt, zum Fort weiter. Die Festung ist die älteste und berühmteste im Oman.
Der Eintritt kostete 5 OMR/Person = ca. 11 €.
Einzig in diesem Fort gibt es einen mächtigen Rundturm (40 m Ø und 24 m hoch). Er ist ein Bollwerk omanischer Verteidigungsarchitektur.
Musikanten begrüßen die Besucher mit traditionellem Gesang und Tanz.
Über eine enge verwinkelte Treppe besteigt man den Festungsturm. Nach sechs Türen erreicht man heutzutage unbeschadet die obere Plattform. Feinde stürzten früher in solche Falllöcher und wurden mit heißem Dattelsirup übergossen.
Von oben hat man einen guten Rundumblick über Nizwa.
Im Fort selbst befindet sich noch ein Museum und im Garten ein kleiner Zoo.
Die Folkloregruppe zieht immer wieder durch den Innenhof. Hochachtung vor diesen Männern, die den ganzen Tag und in der Hitze die Besucher unterhalten.
Außerhalb vom Fort ist der Nizwa Souq. Untypisch für einen orientalischen Markt ist, dass es hier Festpreise gibt und man nicht handeln kann.
Hier lief uns das Ehepaar von den Bahamas wieder über den Weg. Nach einem kurzen Plausch gingen wir zum Dattelmarkt weiter. Ich kaufte eine Packung leckere Datteln in dunkler Schokolade, die mit Mandeln gefüllt waren. So offene Ware, von der sich jeder (selbst mit einem Zahnstocher) bedient, meide ich grundsätzlich.
Unser nächster Abstecher führte uns nach Misfat Al Abriyeen, einem urigen Bergdorf, das man nach 9 km serpentinenreicher Straße erreicht. Da im Ort die Parkplätze rar sind, müssen Besucher 450 m entfernt auf dem Parkplatz parken.
Die zwei- bis dreistöckigen Lehmhäuser wurden dicht aneinander und übereinander an den Berghang gebaut. Ich bezeichnete den Ort als Meteora des Orients.
In einer Gasse ist der Zutritt für Männer verboten.
Meine Neugierde führte mich kurz diesem Wasserkanal entlang zu einem Frauengebetssaal.
Das Dorfschwimmbad war nicht befüllt.
Am späten Nachmittag lichteten sich die Besuchergruppen und wir setzten unsere Fahrt in die Berge fort.
Diesmal ohne Fahrzeugkontrolle, doch auch sehr steil und die letzten 9 km auf einer Dirtroad
erreichten wir nach 1,5 Stunden das Sama Heights Resort auf über 2000 m Höhe. Auf den ersten Blick war dies eine traumhafte Unterkunft am Fuß des Jebel Shams, dem mit 3000 m höchsten Berg im Sultanat.
Wir hatten ein Steinhäuschen gebucht und die Katze davor wollte mit einziehen. Während es im Tal mollige 30°C hatte, waren es in der Höhe trotz nur 14°C. Die Sonne ging aber schnell unter und die Cabin hatte keine Heizung. Es gab nur eine Klimaanlage ohne Heizfunktion. Stattdessen stand ein Mini-Heizlüfter im Raum und dieser brachte null Leistung, denn er schaltete nach einer Minute ab. An der Rezeption holte ich einen zweiten Heizlüfter, der nach kurzer Zeit überlastet war. Im Bad gibt es keinen Heizstrahler, sondern zu allem Elend nur eine Ventilatoröffnung, durch die die Kälte hereinströmte. Ein Fenster hatte die Cabin nicht. Nur ein Fliegengitter mit einem Klappladen davor. Die Holztüre dichtete auch nicht ab. Kurzum enttäuschte die Unterkunft sehr. Etwas wärmer war es nur in der 100 m entfernten Lobby und dort versammelten sich alle Gäste zum kurzen Aufwärmen.
Um 19 Uhr gab es Essen im 150 m entfernten Restaurant, das auch nicht beheizt ist. Zwei Gasstrahler im großen Raum brachten nichts und mit jedem Gast, der durch die Tür trat, strömte eiskalte Luft herein.
Das Essen vom Büffet war schmackhaft. Es wurde von der indischstämmigen Belegschaft zubereitet.
Die Getränke waren im Preis inklusive. Also Wasser und Softdrinks, da die wenigsten Restaurants eine Alkohollizenz haben.
Nun hieß es bei 0°C Außentemperatur in der 8°C kalten Eishöhle zu übernachten. Nach einer Katzenwäsche zogen wir schnell drei Lagen Klamotten über. Das klamme Bett war so kalt, dass man bei jeder Drehung einen Kälteschock bekam .
Mitten in der Nacht und mit Stirnlampe (die Raumbeleuchtung war zu schwach) buchte ich über Booking.com ein Zimmer im warmen Tal. Eine weitere Nacht würden wir hier nicht verbringen, denn der Fahrer klagte schon über Halsweh und durfte auf keinen Fall krank werden.
Übernachtung: Sama Heights Resort, Jebel Shams, 2 Nächte 1 Nacht für 308 € mit Halbpension über Booking.com
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 22. Februar 2026, 08:48:01 »
Wir waren beim letzten Bild ungefähr beim roten Strich:
Den Mann, den ich auf dem Gipfel des Red Craters getroffen habe, hat das so gemacht. Es ist nur bis zum Gipfel gegangen. Wenn man aber die Emerald Lakes gut sehen will, muss man noch etwas auf der anderen Seite hinuntergehen. Wenn der gleiche Weg zurückgegangen wird, braucht es auch keinen Shuttle. Es gibt Parkplätze beim Ausgangspunkt.
Der lange Abstieg braucht gut trainierte Kniemuskulatur. Das war bei einigen Wanderern deutlich zu sehen. Auch wenn der Weg mit langen Serpentinen und daher eher flach sehr kniefreundlich angelegt ist. In den Alpe wäre der Weg sicherlich um 1 bis 2 Kilometer kürzer, weil es deutlich direkter hinuntergehen würde.
Hallo Ilona, sorry das habe ich wirklich falsch verstanden. Dass du den Schal nur in der Moschee getragen hast habe ich verstanden, aber du hattest ja schon eine Kopfbedeckung auf und hast den Schal noch zusätzlich tragen müssen. Die "normale" Kopfbedeckung ist also sonst auch nicht nötig, verstehe ich das richtig? Das ist für mich wirklich ein entscheidender Punkt. Ich würde nicht in ein Land reisen wo ich den ganzen Tag eine Kopfbedeckung tragen muss (egal welcher Art mit Hals verhüllt oder ohne), mich nervt das wirklich ungemein.
Alles gut, Paula . Wir waren doch nicht im Iran.
Bei einem Moschee-Besuch dürfen nur das Gesicht, die Hände und die Füße zu sehen sein. In Abu Dhabi war man da nicht ganz so streng. Deshalb hatte ich im Oman keinen Schal im Gepäck und musste vor Ort einen kaufen.
Wenn nicht-jüdische Männer eine Synagoge betreten, dann ist eine Kopfbedeckung (Kippa) Pflicht. Die Frauen hingegen brauchen keine, jedoch sollten auch die Schultern und Knie bedeckt sein. So hat jede religiöse Stätte ihre Regeln, die man bei einem Besuch befolgen muss.
« Letzter Beitrag von Paula am 21. Februar 2026, 11:31:44 »
Hallo Ilona, sorry das habe ich wirklich falsch verstanden. Dass du den Schal nur in der Moschee getragen hast habe ich verstanden, aber du hattest ja schon eine Kopfbedeckung auf und hast den Schal noch zusätzlich tragen müssen. Die "normale" Kopfbedeckung ist also sonst auch nicht nötig, verstehe ich das richtig? Das ist für mich wirklich ein entscheidender Punkt. Ich würde nicht in ein Land reisen wo ich den ganzen Tag eine Kopfbedeckung tragen muss (egal welcher Art mit Hals verhüllt oder ohne), mich nervt das wirklich ungemein.
« Letzter Beitrag von Paula am 21. Februar 2026, 11:26:56 »
was für eine tolle Wanderung! Diese Mischung aus Vulkanlandschaft und Yellowstone ist genau was mich an Neuseeland reizt. 20 km ist allerdings für mich auch zu lang-vor allem in Kombination mit den Höhenmetern. Sehe ich das richtig dass ihr hier gerade an dem "Blue Lake Te Wai..." Aussichtspunkt steht? Dann käme ja der lange Abstieg ja erst noch und man könnte statt dessen hier umkehren, und dann hätte man insgesamt vielleicht 12 km und auf dem Rückweg ginge es überwiegend bergab, sehe ich das richtig? Das würden wir sicher schaffen auch mit unseren 60+
« Letzter Beitrag von Heike Heimo am 20. Februar 2026, 20:10:12 »
17.11.2025 Tongariro Alpine Crossing Teil 2
Am Ende des Beckens begann der Aufstieg zum höchsten Punkt der Wanderung dem Red Crater auf 1.870m Seehöhe. Wieder wurde mit einem Schild eindringlich gewarnt.
Der Wind war nun sehr stark und der Nebel wurde immer dominanter. Es brauchte Geduld, bis sich eine Lücke auftat. Es ging nun im Sand Richtung Gipfel an Felsnadeln vorbei. Unter der Wolkendecke konnte die Weite des Landes um den Berg erahnt werden.
Vom Weg gab es auch einen schönen Ausblick auf das Becken, dass wir zuvor durchwandert hatten.
Der Vulkan Ngauruhoe versteckte sich weiterhin standhaft.
Auch der Gipfel des Red Craters gelangte zunehmend in Wolken. So ist es halt am Berg.
Der Red Crater machte seinen Namen alle Ehre und erinnerte sehr an Island.
Im Krater befindet sich eine große teilweise eingestürzte Lavaröhre.
Auf der anderen Seite des Gipfels duckten wir uns an eine Geröllwand, um uns beim Jausnen vor dem Wind zu schützen. Dabei merkten wir, dass von der Geröllwand eine angenehme Wärme ausging. Sogar Dampf war zu sehen.
Wir warteten zu und hofften auf Wolkenlücken. Bei einer erkannten wir, dass von unserem Platz schon die Emerald Lakes zu sehen waren.
Die geführten Gruppen wurden durchgepeitscht und den Hang hinuntergetrieben. Vorher bekamen sie noch eine Schulung, wie sie auf dem losen Terrain hinunter gehen sollten. Es wurden daher immer weniger Menschen.
Wir warteten weiter und hofften auf Besserung. Als die Wolken wieder mehr auseinander rießen, sahen wir die Emerald Lakes türkis heraufleuchten. Ein wunderbarer Anblick.
Wir machten uns auf den Weg, weiter hinunter zu verschiedenen Aussichtspunkten auf die Seen. Mit der Zeit war zu erkenne, dass die Phasen mit besserer Sicht mehr wurden. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde über den Emerald Lakes immer öfter ein großer blauer See sichtbar.
Nach einer weiteren halben Stunde waren fast alle Wolken verschwunden und die Landschaft entfaltete ihre volle Schönheit. Auch die Aussicht in die Ebene war nun traumhaft.
Ich wollte dieses Glück nutzen und ging nochmals hinauf zum Red Crater. Er war nun in seiner vollen Pracht zu sehen und dahinter stand fast völlig wolkenfrei majestätisch der Ngauruhoe.
Außer mir war nur noch ein Mann heroben. Er machte ständig Videos und sagte bei jedem Video „Der Schicksalsberg“. Wir kamen ins Gespräch und machten gegenseitig Fotos mit dem Vulkan im Hintergrund. Fragen traute ich mich nicht, welches Schicksal der Berg für ihn hatte.
Als ich wieder bei Heike war, erzählte ich ihr von meiner Begegnung. Sie lachte und fragte, ob ich nicht wüsste, dass der Vulkan Ngauruhoe der Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“ ist. Ich habe die Filme zwar gesehen, aber anscheinend haben sie keinen Eindruck bei mir hinterlassen.
Interessante Wanderung durch die Vulkanlandschaft. Leider für uns mittlerweile zu lang. Für solche Aktivitäten haben wir tatsächlich wohl schon zulange mit der Verwirklichung des Reiseziels Neuseeland gewartet.
Leider gibt es keine kurze oder Teilvariante. Es muss der gesamte Weg zurückgelegt werden