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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 05. August 2026, 18:37:06 »
6. Tag – Sonntag, 26.04. - 3. Teil

Eine Kaffeepause hatte ich heute noch nicht, das möchte ich nun nachholen. Da bietet sich das Museumscafé des Het Nieuwe Instituut an, das neben dem Chabot Museum ist, noch eine gute halbe Stunde geöffnet (es ist 16.30 Uhr) und eine wunderbar in der Sonne liegende Terrasse mit Blick auf das Depotmuseum hat. Bei hausgemachter Limonade und einem Brownie (EUR 9,00) entspanne ich ein Weilchen.



Bis zur Schließung um 17 Uhr bleibt dann noch Zeit für einen Besuch der Toilette, erwähnenswert wegen der bunten Farben und des Museumshops, der unzählige Bücher, auch auf Englisch zum Thema Design und Architektur bietet.



Das Wetter ist so schön sonnig und warm, das lädt zu einem abschließenden Spaziergang ein. Ich gehe in die Innenstadt, wo ich mir die „Lijnbaan“ anschaue. Zur Bauzeit in den 1950iger Jahren war das die erste (oder eine der ersten) Fußgängerzone Europas, gesäumt von zweistockigen Gebäuden in Modularbauweise, mit Geschäften im Erdgeschoss und Büros und Lagerräumen im ersten Stock. Dahinter wurden 10 große Wohnblocks gebaut. Das ganze Ensemble ist ein nationales Monument seit 2010.




Ich wäre gerne noch ein bisschen länger durch die Innenstadt geschlendert und hätte vielleicht in den ein oder anderen Laden geschaut, aber es ist mir viel zu voll, nicht nur viele Fußgänger hat es, sondern auch Autos ohne Ende, gefühlt zieht sich durch die gesamte Innenstadt ein einziger Stau. Vermutlich liegt das am morgigen Feiertag, dem Königstag oder vielleicht ist es Sonntagnachmittags immer so, ich jedenfalls mache mich auf den Weg zum Hotel.

Dabei komme ich noch am Karel Doorman Gebäude vorbei, gebaut 1951, renoviert und dabei mit der heutigen Fassade versehen 2012, wirkt es auf mich ein bisschen wie eine Plastikbox. Das „Plastik“ ist aber Glas mit Streifendesign und soll als Windschutz für die Balkone / Loggias dahinter dienen.


Auch interessant die Skulptur Two Turning Vertical Rectangles (1969) von George Rickey.


Kurz vor der Erasmusbrücke fallen mir noch diese drei unterschiedlichen Fassaden ins Auge.


Dann folgt noch ein Einkauf im Supermarkt um die Ecke vom Hotel und gegen 18 Uhr bin ich im Zimmer.

Wetter: sonnig, ca. 7 - 17°C
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 05. August 2026, 18:31:18 »
6. Tag – Sonntag, 26.04. - 2. Teil

Ich fahre wieder zurück zur Station Marconiplein. Von hier erstreckt sich in Richtung Norden / Nordosten das Wohnviertel Spangen, das zum Stadtteil Delfshaven gehört und eines der ärmsten Wohnviertel der Niederlande sein soll, in Spangen ist aber auch Sparta Rotterdam, der älteste Fußballklub Hollands zu Hause mit seinem Stadion „Het Kasteel“. Nördlich davon befindet sich die Van Nelle Fabri(e)k, wo ich um 13.30 Uhr an einer Führung teilnehmen möchte. Das Ticket (EUR 19,50) habe ich mir schon zu Hause online gekauft, die englischsprachige Führung findet nur samstags und sonntags um jeweils 13.30 Uhr statt.

Vom Marconiplein könnte ich nun noch die Straßenbahn für ein Stück des Wegs nehmen, ich bin aber nicht unter Zeitdruck und das Wetter ist schön, also gehe ich zu Fuß. Am Wohnviertel ist nichts besonders auffällig, es sind keine zigstöckigen Wohnblocks, sondern drei bis vierstöckige Häuser aus dem typischen roten Backstein. Ich komme an besagtem Stadion vorbei und kann für das letzte Wegstück auf einem Fußweg am Fluss/ Kanal Schie entlang gehen.



An der Pförtnerloge ist der Treffpunkt für die Führung, in einem kleinen Raum lasse ich mein Ticket scannen, es gibt Sitzmöglichkeiten, ein paar Bildbände und Bücher über die Fabrik und Architektur allgemein liegen aus und sind auch käuflich erwerbbar. Auch eine Toilette ist vorhanden.

Ungefähr 15 Leute aus unterschiedlichen Ländern (da kann ich nur anhand der Sprachen raten, eine Vorstellung der Teilnehmer gibt es natürlich nicht, wir sind ja nicht in den USA :)) nehmen an der Führung teil. Der Guide ist älterer Holländer.

Die Van Nelle Fabrik gehört zum Weltkulturerbe und ist architektonisch eines der herausragendsten Gebäude der Niederlande. Sie wurde in den 1920iger Jahren erbaut, wie schon bei meinem Besuch des Sonneveld Hauses (das einem der Direktoren der Van Nelle Fabrik gehörte) gestern erwähnt, waren Brinkman en Van der Vlugt die Architekten, die im Auftrag des Fabrikinhabers eine für diese Zeit hochmoderne Fabrik erbauten. Sehr viel Glas wurde verwendet, das viel Licht und Luft (viele Fenster zum öffnen) in die Fabrikräume ließ, eine weitere Besonderheit war die Stahlbetonskelett Bauweise die mit ihren pilzartigen Trägern ebenfalls sehr viel Platz für Licht und Luft ließ. Außerdem waren die sanitären Einrichtungen für die Arbeiter meilenweit oberhalb des damaligen Standards, Duschen hatten die meisten damals nicht mal zu Hause, ganz zu schweigen von ihrem Arbeitsplatz.




In der Fabrik wurden Tee, Kaffee und Tabak verarbeitet und zum Verkauf verpackt, angeliefert in Rohform mit dem Schiff vom Rotterdamer Hafen direkt an die Anlegestelle vor der Fabrik.

Die gläsernen Verbindungen zwischen den zwei Gebäuden sind übrigens keine Gänge für Fußgänger, sondern waren mit elektrischen Transportbändern für den Warentransport ausgestattet. Diese „Brücken“ sollten ursprünglich waagrecht angebracht werden, aufgrund von finanziellen Problemen wurden die Gebäude aber mit weniger Stockwerken gebaut als geplant, was also eher zufällig zum heute herausragendsten Merkmal der Fabrik führte.



Im leicht gebogenen Gebäude waren die Büros der Direktoren, drei gab es, sichtbar an den drei Garagen, die sich im Erdgeschoss des Gebäudes befinden. Vom Bürogebäude führt eine diesmal tatsächlich für Fußgänger gedachte verglaste Brücke zum Treppenhaus des Produktionsgebäudes. Von dort ist der runde Pavillon auf dem Dach erreichbar mit Panorama Blick über das gesamte Gelände und darüber hinaus.


Die Fabrik gehört heute (nach mehreren Verkäufen) einer belgischen Firma, die einzelne Räume an Unternehmen (Anwaltskanzleien, Architekturbüros, Unternehmensberater, Designer usw.) vermietet, aber auch Events finden hier statt. Drei interessante Details noch: eines der Unternehmen, die heute Mieter in der ehemaligen Fabrik sind, ist das Architekturbüro Brinkmann en Van der Vlugt bzw. deren Nachfolger, so schließt sich der Kreis; einer der Räume wird von der finnischen Designfirma Marimekko genutzt, die fast schon als Synonym für Finnland steht und mich natürlich sofort an meine Finnland Urlaube erinnert; die türkisfarbigen Fliesen im Treppenhaus sind die gleichen, die im Bad des Hauses Sonneveld verwendet wurden, entweder weil Herrn Sonneveld diese so sehr gefielen, dass er sie auch zu Hause haben wollte oder weil noch viele der Fliesen nach der Fertigstellung der Fabrik übrig waren (das lässt sich heute nicht mehr klären).







Eine Stunde ist für die Führung vorgesehen, sie dauert aber länger, auch, weil ein paar der Teilnehmer ständig Fragen haben. Insgesamt war die Führung sehr interessant, ich hatte mir aber erhofft, mehr vom Inneren der Fabrik zu sehen, z.B. in eine der gläsernen Brücken gehen zu können oder auch in die gläserne Panoramalounge auf dem Dach. Aber das alles erlaubt der belgische Inhaber nicht bzw. würde dafür sehr viel höhere Gebühren fordern. Da das Außengelände für jedermann zugänglich ist, kann man sich also überlegen, ob man nicht auf die Führung verzichtet und sich die Gebäude nur von außen anschaut. Sehr schön wäre das Ganze auch bei Dämmerung oder Dunkelheit, der ikonische Schriftzug auf dem Dach ist dann farbig beleuchtet.

Die Führung wird vom Chabot Museum organisiert und im Ticketpreis für die Führung ist auch der Eintritt ins Chabot Museum enthalten und dorthin möchte ich nun noch gehen.

Das Chabot Museum steht neben dem Haus Sonneveld, also im Museumspark und dieser ist praktischerweise mit der Straßenbahnlinie, die ihre Endstation in Spangen am Sparta Fußballstadion hat, gut erreichbar. Dorthin mache ich mich also nach dem Ende der Führung zu Fuß auf den Weg.

Die Haltestelle Museumspark erreicht die Tram gegen 20 nach drei, ein paar Minuten später bin ich beim Museum. Das Museum ist in einer Villa untergebracht, das wie das benachbarte Huis Sonneveld im Bauhaus Stil in den 1930iger Jahren errichtet wurde. Architekten waren hier nicht Brinkman en Van der Vlugt, sondern Gerrit Willem Baas, der aber ein ehemaliger Angestellter von Brinkman war. Besonderheit des Hauses ist der gebogene Balkon, während am Haus Sonneveld alles kantig ist.


Gezeigt werden zurzeit die Werke von drei Künstlerinnen aus Rotterdam. Im Erdgeschoss stellt Anne Wenzel aus, sie macht große, dunkle, wuchtige Skulpturen, die sich auf frühere oder aktuelle politische Ereignisse oder Personen beziehen, so z.B. der Sturm auf das Capitol in Washington 2021. Es geht um Heldentum, Macht und Gewalt und um die Macht des Volkes gegen die Macht der Politik.



Im ersten Stock schaue ich mir die unterschiedlichen Objekte von Evelyn Taocheng Wang an. Sie malt, zeichnet und schreibt, ihre Werke wirken oft humorvoll und leicht. Es geht bei ihr um Migration, Verbindung und wie wir uns präsentieren mittels Kleidungsstil und Marken.



Im dritten Stock schließlich finden sich die Werke von Silvia B. In den hier gezeigten Skulpturen geht es um die heutige junge Generation, die geprägt ist von hohem Druck hinsichtlich Aussehen und Kleidung und der eigenen Darstellung in den sozialen Medien, dazu die Hoffnung und Erwartung die Umwelt zu retten, die Klimakrise in den Griff zu bekommen. Sehr ungewöhnliche Skulpturen finde ich.




Im Untergeschoß wird ein kurzer Film über den Bau der Van Nelle Fabrik gezeigt, der eine tolle Ergänzung zur Führung ist.

Am Ausgang kann man noch seine Stimme abgeben, welche der drei Künstlerinnen den diesjährigen Chabot Preis erhalten soll, ich wähle Evelyn Taocheng Wang, da mir die Leichtigkeit ihrer Werke gefallen hat, trotz der ernsten Themen, die zugrunde liegen.
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Christina am 05. August 2026, 18:14:52 »
6. Tag – Sonntag, 26.04. - 1. Teil

Auch heute habe ich einen Termin, auch heute um 13.30 Uhr, was die Gestaltung des Vormittags wieder etwas erschwert bzw. einschränkt.

Ich fahre mit der Metro zur Station Marconiplein, um mir den Fuchs anzuschauen. Der Fuchs nennt sich auf Niederländisch Bospoldervos und wurde von Florentijn Hofman 2020 gestaltet.



Die Skulptur ist 16 m lang und 10 m hoch und soll die Straße bzw. Gegend aufwerten und Aufmerksamkeit auf sie lenken, die Plastiktüte im Maul soll die Verbindung von Natur und Stadt zeigen oder auch die Problematik von Plastiktüten für die Natur. Mir gefällt der Fuchs sehr gut, ist doch mal eine andere Art von Skulptur als die sonst üblichen, sehr viel auffälliger, sehr viel einfacher zu deuten. Florentijn Hofmann hat noch andere Skulpturen in Rotterdam geschaffen, den großen Raben neben dem Naturhistorischen Museum (siehe mein 2. Urlaubstag) oder die bunten „Papier“boote, die ich bei der Schiffsrundfahrt gestern vor einer Wohnanlage gesehen hab (siehe mein Bericht zum gestrigen Tag) und von ihm stammen auch die riesigen gelben Gummienten, die vor ein paar Jahren in verschiedenen Häfen weltweit zu sehen waren.

Vom Fuchs ist es nur Spaziergang den Schiedamseweg entlang zu meinem nächsten Ziel, Delfshaven. Heute ein Stadtteil von Rotterdam gehörte der Hafen früher zur Stadt Delft und war dann eine Zeitlang eine eigenständige Stadt. Hier findet man noch ein Stück Holland wie aus dem Bilderbuch mit Kanälen, Ziehbrücken und Giebelhäusern.




Das schöne Gotteshaus nennt sich Kirche der Pilgerväter, denn von hier starteten 1620 die Pilgerväter mit dem Schiff in die heutigen USA, wobei sie korrekterweise nur bis Southampton fuhren und dort an Bord der bekannten Mayflower gingen, die sie schließlich nach Amerika brachte. Das Innere der Kirche kann ich leider nicht anschauen, denn darin findet, nicht überraschend für einen Sonntagvormittag, ein Gottesdienst statt.






So hübsch Delfshaven auch ist, der wirklich alte Teil ist sehr klein. Man sieht auf der Karte zwar zwei Kanäle umgeben von Bebauung und überspannt von Brücken, alt ist aber davon nur der kleinste Teil, überwiegend handelt es sich um recht neue Häuser, auch die alte Mühle ist umgeben von solch moderneren Häusern, von etwas weiter weg, sieht sie aber sehr typisch holländisch und alt aus.



Schneller als gedacht bin ich daher mit meinem Besuch von Delfshaven fertig. Durch das angrenzende Wohnviertel




gelange ich zu einer weiteren interessanten „Sehenswürdigkeit“ der Gegend, dem Dakpark. Vor einigen Jahren wurde auf dem Dach eines Einkaufszentrums in neun Metern Höhe eine Grünfläche mit über einem Kilometer Länge und 85 m Breite eingerichtet, mit Rasenflächen zum Grillen und Spielen, Bänken, Wasserspielen, auch ein Restaurant in einem gewächshausähnlichen Gebäude gibt es. In diesem Restaurant hatte ich mir überlegt Mittag zu essen, da ich nun aber schon so früh hier bin, spaziere ich nur vorbei und komme am Ende des Dakparks wieder zum Marconiplein mit der Metrostation.




Es ist jetzt 11 Uhr und ich beschließe mit der Metro nach Schiedam zu fahren, eigentlich ist die Zeit bis zum Termin später zu kurz, aber besser ein bisschen was von Schiedam sehen, als überhaupt nicht dort gewesen zu sein. Schiedam ist zwar mit Rotterdam zusammengewachsen und auch nur eine Metrostation vom Marconiplein entfernt, aber trotzdem ein eingeständiges Städtchen mit einem historischen Stadtkern. Diesen erreicht man von der Metrostation nach einem Spaziergang am neu gestalteten Kanalufer entlang in ungefähr 10 Minuten. An der Grote of Sint Janskerk und dem nebenanliegenden Platz Grote Markt angekommen, bin ich gleich begeistert. Eine gemütliche Kleinstadtatmosphäre herrscht hier, dazu die hübschen alten Häuser und der Kanal. Da wäre es besser gewesen nach einem Besuch beim Fuchs direkt hierher zu fahren und Delfshaven samt Dakpark auszulassen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.






Ich schaue mich noch ein wenig um, gehe in die Kirche hinein



und suche dann nach einem Restaurant fürs Mittagessen. Am Grote Markt werde ich fündig, „Lucas Drinkwinkel“ bietet schöne, auch sonnige Plätze auf der Außenterrasse und Sandwiches und ähnliche Kleinigkeiten. Es ist noch nicht ganz 12 Uhr, daher bin ich anfangs der einzige Gast, das ändert sich aber schnell. Mein Schinken-Käse Brot ist lecker (zusammen mit einem Eistee EUR 17,70) und gegen halb eins muss ich mich dann leider auf den Rückweg zur Metrostation machen.

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Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 05. August 2026, 16:23:47 »
So früh werden wir wir es kaum dahin schaffen, also müssen wir wohl auf den Shuttle zurückgreifen. Eigentlich hatte ich per Roller anreisen wollen, doch hatten wir ja Pech mit dem Feiertagswochenende und keine freien Campingplätze. Hoffentlich klappts beim nächsten Mal besser.

Bestimmt klappt es das nächste Mal. Es funktioniert anscheinend gut mit dem Shuttlebus, sagte uns ein Niederländer.

Das Apartment in Ardales gefällt mir.

In dieses Apartment wäre ich am liebsten für längere Zeit eingezogen. Einzig ein Pool fehlt für heiße Tage. Wir hatten allerdings nur optimale Wander-, aber keine Badetemperaturen.
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Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Susan am 05. August 2026, 16:05:46 »
 :herz: nochmals El Torcal - wie schön

So früh werden wir wir es kaum dahin schaffen, also müssen wir wohl auf den Shuttle zurückgreifen. Eigentlich hatte ich per Roller anreisen wollen, doch hatten wir ja Pech mit dem Feiertagswochenende und keine freien Campingplätze. Hoffentlich klappts beim nächsten Mal besser.

Das Apartment in Ardales gefällt mir.
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Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 05. August 2026, 14:52:48 »
16.04.26 – Von Antequera nach Ardales

Highlight: Naturpark El Torcal

Gut, dass ich das Hotel nur für eine Nacht gebucht hatte. Das Frühstück zog nämlich die Bewertung noch mehr runter. Die Aufbackbrötchen lagen doch tatsächlich noch vom Abendessen dort und waren mittlerweile Wurfgeschosse. Vielleicht war das auch nur die Deko :gruebel: ? Wenigstens gab es noch ein paar Scheiben Toast. Der Rest vom Büffet war überschaubar und zwei von vier Kaffeeautomaten defekt. Den Hotelmanager hätte ich schon längst gefeuert.
 
Doch damit wollten wir uns nicht weiter befassen, denn wir freuten uns auf den zweiten Durchgang im Naturpark El Torcal.

Vor 9 Uhr war die Schranke noch offen und wir konnten wieder bis zum Besucherzentrum fahren.



500 m zuvor graste eine Herde Iberische Steinböcke, die überhaupt nicht menschenscheu waren.



Direkt am Parkplatz beginnen zwei Wanderrouten. Der grüne Trail ist 1,44 km lang und leicht zu gehen. Wir entschieden uns für den gelben Trail mit 2,75 km Länge und mittlerem Schwierigkeitsgrad.



Direkt neben dem Pfad schnaubte plötzlich etwas. Guten Morgen :winkewinke: auch.



Die Karstlandschaft mit ihren Felstürmen und Labyrinthen ist ein Traum!









Stolz ist man auf den 9,25 m hohen Französischen Ahorn oder auch Felsen-Ahorn genannt. Mit rotem Herbstlaub ist der bestimmt eine Augenweide.



Hier im Tal verläuft übrigens der leichte grüne Trail.



Auf dem gelben Trail geht es anfangs mit ein paar Kletterstellen bergauf. Unterwegs trafen wir auf drei junge Leute aus Norddeutschland. Nachdem ich sie fotografiert hatte, prahlten die Jungspunde, dass sie für nur 38 €/Person mit der Ryanair und streikfrei nach Malaga geflogen sind. Da konnten wir natürlich nicht mithalten. Schade, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass wir den Preis nach der Entschädigungszahlung von je 400 € mit einem Plus von 144 €/Person überbieten konnten.
 
Ein kurzer Slot Canyon



und ein Arch lagen auf dem Weg.



Noch ein letzter Blick auf ein grandioses Amphitheater



vor dem kurzen Endspurt zum Besucherzentrum, das wir nach zwei Stunden erreichten.



Im Naturpark El Torcal hat es uns sehr gut gefallen. Die Wanderung können wir jedem ans :herz: legen.

Nach einem Boxenstopp setzten wir uns auf die Terrasse des Selbstbedienungsrestaurants. Dort gefiel es uns so gut, dass wir zum Mittagessen blieben. Wir bestellten gegrillte Schwertfischsteaks mit Beilagen. Die waren richtig lecker zubereitet.

Nach dem Essen machten wir uns wieder auf den Weg. In Antequera kauften wir noch kurz bei Mercadona ein, denn in den nächsten zwei Unterkünften waren wir Selbstversorger. Anschließend fuhren wir gemütlich nach Ardales weiter, wo wir nach ca. 1 Stunde Fahrt am Apartmenthaus eintrafen. Die Zugangsdaten und Instruktionen erhielt ich im Laufe des Vormittags per WhatsApp.

In Ardales wurden wir durch schmale Straßen geleitet. Der Neubau des Apartmenthauses befindet sich am Ortsende. Auf die enge Tiefgarage verzichteten wir, da es genügend freie Plätze vor dem Haus gab. Das Apartment über zwei Stockwerke war der Hammer und super gepflegt.



Der Ausblick war jetzt nicht berauschend, aber ruhig war die Gegend auf jeden Fall.



Zum Abendessen hatten wir uns Brötchen, Wurst, Käse, Serrano-Schinken und eine Flasche Cava besorgt. Das alles mundete viel besser als das Büffet am Vorabend.

In dieser Unterkunft hätten wir es durchaus ein paar Tage aushalten können.

Übernachtung:  Aptos Millan über Booking.com - 105 € nur Übernachtung



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Reiseberichte / Re: Desert Sun - durch die Wüsten Kaliforniens und Nevadas im März 2026
« Letzter Beitrag von Horst am 05. August 2026, 07:25:59 »
Wirklich schade, dass man damals noch recht wenig Detailinformationen hatte, andererseits hätte die Zeit für genaueres Erkunden sowieso nicht gereicht.
Das ist wahr und das Internetzeitalter hat mir viele weitere Reisen auch in die USA beschert mit vielen neuen Zielen, nachdem ich fast alles durchhatte was man aus Reiseführern herauslesen konnte. Trotzdem, mein erster Wave-Besuch 2003 ohne wirkliche Wegbeschreibung, nur mit ein paar Landmarken und die Spannung und Aufregung auf dem Weg und das Erlebnis dort wirklich anzukommen (und dann dort alleine zu sein) war ähnlich toll wie ich das auf der ersten Island-Reisen 2009 erlebt hatte. An Informationen zu kommen war damals äußerst beschwerlich. Eine der tollsten Touren in Island zum Dynkur-Wasserfall wurde spontan wegen einer Postkarte gemacht, die mir vor Ort in einem Geschäft ins Auge stach. So ein Ziel dann zu erreichen hatte etwas episches und war auch ein bisschen Glückssache. Das fehlt heute manchmal etwas, weil man eben nahezu alles vorher recherchieren kann.
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Susan am 04. August 2026, 22:37:16 »
Zitat
Ich dachte schon, ihr kommt erst wieder zurück, wenn es hier wieder erträgliche Temperaturen hat
;D Nö, wir hatten genug kühle Sommertage - endlich können wir bis spät abnends im T-Shirt draußen sietzen.  ;)  Obwohl es schon etwas weniger schwül sein dürfte.

Habe jetzt endlich alles nachgelesen. Vor etlichen Zeiten habe wir mal zumindest eine große Hafentour in Rotterdam gemacht - da gab es aber viele der Hochhäuser noch nicht. Imposant waren da die Schiffe und die Anlagen zum Bau, Reparatur und Verladung.

Eigentlich bin ich ja kein besonderer Freund von moderner Archtektur, hier wurde aber viel Einfallreichtum gezeigt. Besonders gefallen haben mir da die Kubus Häuser, das Depot und der Tornado und auch dein Hotel. Die Kofferausstellung finde ich sehr interessant, hört sich spannend an, die Geschichte zu den Teilen hören zu können. Von Cyanotypie hatte ich noch nie gehört, doch die Bilder in Blau wären total mein Fall. Türkis ist eine meiner Lieblingsfarben, doch das Bad im Huis Sonneveld ist dann doch etwas grell  8)

Dordrecht mit seinem eher traditionellen Stil und der Strand sind eine nette Abwechslung zwischendurch.  Der Schaum an letzerem sieht mir aber gar nicht gesund aus.  :(

Schade, dass es mit den Nachtbildern nichts geworden ist. Mir war nicht bewusst, dass es dort schon im April so lange hell ist.
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Reiseberichte / Re: Das andere Holland - Rotterdam April 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 04. August 2026, 11:37:06 »
Das Bad in dem Huis ist ja schrill  ;D und die Zimmer wie im Krankenhaus.

Die Bootsfahrt gefällt mir, dafür bin ich immer zu haben.

Ansonsten könntest du wirklich Reiseführer über die von dir besuchten Städte verfassen. Immer sehr ausführlich und detailliert. 
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Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 04. August 2026, 09:04:30 »
Das war ja wirklich ein rekordverdächtig kurzer Besuch in der Alhambra ;D.

Ich musste da nicht jedes Mosaik begutachten :floet:. Zudem der Geruch in den kleineren Kammern (vor allem mancher Menschen).

Von der Alcazaba hat mir am besten der Blick auf die Altstadt von Granada gefallen, da hast du anscheinend gar keine Fotos gemacht?

Doch, aber morgens voll im Gegenlicht.

Bei dem Ticket für den Nasridenpalast hattet ihr Glück, dass ihr den ersten Zeitslot am Tag bekommen konntet, das hat bei mir ja leider nicht geklappt. Aber bei mir durfte man nicht so nah an den Löwenbrunnen heran, sondern musste unter den umlaufenden Arkaden bleiben, das hat schöne Foto davon sehr erleichtert. Die vielen Verzierungen an Wänden und Decken sind immer wieder schön anzuschauen.

Bei den Tickets war ich schnell und unter den ersten :thumb:. Ja, die filigranen Arbeiten sind richtig toll.

Ich bin trotzdem ein wenig erstaunt, dass ihr gar nicht von der Altstadt hinüber zur Alhambra schauen wolltet oder den Sonnenuntergang von dort anschauen, aber gut, so ist jeder anders.

Das wäre doch gar nicht möglich gewesen. Am Anreisetag war die Sonne schon untergegangen und am nächsten Tag waren wir abends in Antequera.

Mehrere Tage wollte ich keinesfalls in Granada verbringen. Du hattest die Stadt ausführlich vorgestellt und Susan hat auch viel Bilder von Granada gezeigt.

Mehr Zeit haben wir evtl. mal im Ruhestand. Jetzt allerdings noch nicht.

Der Naturpark El Torcal wäre auch was für mich, gut, dass ihr den ohne viele Menschen genießen konntet.

Uns ist die Natur halt wichtiger als irgendwelche Städte. Im El Torcal wird es am späten Nachmittag ruhiger, aber der Park schließt im Frühjahr auch früher, weil es nicht so lange hell ist. 

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