71
Reiseberichte / Re: Andalucia y más 2026
« Letzter Beitrag von Ilona am 10. August 2026, 13:47:05 »18.04.26 – Von Ronda nach Algeciras
Highlights: Schlumpfhausen und das Elfendorf
Wir schliefen recht gut in dem ruhigen Apartment und das Frühstück bereiteten wir uns selbst zu. Nachdem das Geschirr gespült und verstaut war, brachten wir die Koffer nach unten vor die Haustüre. Heiko holte das Auto vom Parkhaus und ich bewachte so lange das Gepäck.
Wir hatten erst überlegt, ob wir den Schluchtenweg in Ronda gehen sollten, doch das wäre schon wegen dem Gepäck zu umständlich gewesen. Zudem waren wir vor deren Öffnungszeiten wieder on the road.
Auf dem Weg zur Küste machten wir einen Abstecher. Weiße Dörfer gibt es schließlich einige in Andalusien.
Wir erreichten nach einer kurvenreichen Fahrt
das einzige blaue Dorf.
Juzcar wird auch das Schlumpfdorf genannt.
Júzcar ist kein Dorf mit langer Historie, dennoch hat es eine weltweit einzigartige Geschichte, die im Jahr 2011 begann. Damals diente der andalusische Ort als Kulisse für den Animationsfilm Die Schlümpfe.
Zu diesem Zweck kreierte die amerikanische Filmcrew mit rund 9000 Liter blauer Farbe ein authentisches Dorf für die Schlümpfe. Die Einwohner erhielten fürs Anstreichen ihrer Häuser die Farbe und eine Entschädigung.
Der Hype ist vorüber und der 200-Seelen-Ort mittlerweile ziemlich verschlafen, aber es ist mal etwas anderes und durchaus nett anzuschauen.

Mit dem Ohrwurm von Vader Abraham
fuhren wir die Strecke zurück, als mir ein Schild ins Auge fiel. Ein paar weitere Kilometer kurvenreicher Strecke führten uns zum märchenhaften Dorf der Trolle und Elfen.
Die Ortsdurchfahrt ist gesperrt. Man parkt unterhalb des Dorfes Parauta an einem großen Sportgelände. Die Parkgebühr sollte 2 € betragen und es waren jede Menge Parkplätze frei. Eine junge Frau eilte herbei und plapperte uns in Spanisch voll. Mein rudimentäres Spanisch reichte jedoch nicht aus. Ich dachte zuerst, sie will die 2 € kassieren. Mittels dem Google-Übersetzer teilte sie uns aber mit, dass der Weg in den angrenzenden Naturpark mit den alten Olivenbäumen aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen, auf eigene Gefahr zu begehen wäre. Wir waren aber nur an dem zauberhaften Dorf interessiert.
An den Hauswänden hängen bunte Stühle und Pflanztöpfe.
Wir erkundeten jede Gasse und waren über eine Stunde in dem reizenden, weißen Dorf unterwegs. Das war ein Zufallsfund und ein toller Abstecher, bevor wir uns auf den Weg zur Costa del Sol machten.
Das war an dem Tag unsere längste Strecke. Zuerst sehr kurvenreich bis an die Küste und dann zog es sich, weil wir die mautpflichtige Autobahn vermieden. Als wir sahen, wie stark die ganze Costa del Sol bis in die Berge verbaut ist, war uns schnell klar, dass wir unseren Lebensabend keinesfalls in solch einem legebatterieähnlichen Apartment verbringen werden.
Gegen 13:30 Uhr erreichten wir Algeciras und hatten Hunger. Das indische Restaurant Korma hatte nicht nur gute Bewertungen, sondern auch offen. Nach einem sehr leckeren Essen fuhren wir zum AC Hotel weiter. Wir konnten in dem Businesshotel gleich einchecken.
Das erste Zimmer sagte uns von der Lage her an der vielbefahrenen Hafenstraße nicht zu, doch das zweite war sehr ruhig gelegen.
Wir fuhren an dem Tag noch bis Tarifa weiter. Tarifa, am östlichen Ende der Costa de la Luz in der andalusischen Provinz Cádiz gelegen, ist der südlichste Ort des europäischen Festlands. Dort blies der Wind aber nur zur Freude der Kite-Surfer sehr stark.
Parkplätze sind in dem Ort rar und direkt am Strand beim Castle standen zwei obdachlose Einweiser, die freiwerdende Parkplätze für 10 € anboten. Wir ergatterten den letzten Parkplatz, doch wegen einer halben Stunde waren wir (ohnehin) nicht bereit, das Geld zu bezahlen. Keine Ahnung, warum die zwei Obdachlosen geduldet werden und die Polizei nicht eingreift. Wir drückten einem der beiden einen Euro in die Hand. Wahrscheinlich geschieht das selten, denn er zeigte seinem Kumpel freudestrahlend seine Ausbeute.
Zur Isla de Palomas sind wir nicht rüber. Die Böen waren zu heftig.
Das Castle of Santa Catalina mit seinen Bunkern liegt an einer strategisch günstigen Lage.
Der Wind war zu stark und wir schon sandgestrahlt. Schade, denn wir wären gerne noch eine Weile in Tarifa geblieben.
Auf dem Rückweg machten wir kurz bei Lidl Halt und holten uns etwas für die Brotzeit.
Einen kurzen Stopp machten wir noch an einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Küste von Marokko. Die Gegend war aufgrund der starken Regenfälle Anfang April sehr grün.
Abends spazierten wir zu einer Luxus-Mall gegenüber vom Hafen. Wir schlenderten nur kurz durch die hochpreisigen Läden und gingen zum Hotel zurück.
Und wieder ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende.
Übernachtung: AC Hotel by Marriott, Algeciras - 214,50 € für zwei Nächte inkl. Frühstück
Highlights: Schlumpfhausen und das Elfendorf
Wir schliefen recht gut in dem ruhigen Apartment und das Frühstück bereiteten wir uns selbst zu. Nachdem das Geschirr gespült und verstaut war, brachten wir die Koffer nach unten vor die Haustüre. Heiko holte das Auto vom Parkhaus und ich bewachte so lange das Gepäck.
Wir hatten erst überlegt, ob wir den Schluchtenweg in Ronda gehen sollten, doch das wäre schon wegen dem Gepäck zu umständlich gewesen. Zudem waren wir vor deren Öffnungszeiten wieder on the road.
Auf dem Weg zur Küste machten wir einen Abstecher. Weiße Dörfer gibt es schließlich einige in Andalusien.
Wir erreichten nach einer kurvenreichen Fahrt
das einzige blaue Dorf.
Juzcar wird auch das Schlumpfdorf genannt.
Júzcar ist kein Dorf mit langer Historie, dennoch hat es eine weltweit einzigartige Geschichte, die im Jahr 2011 begann. Damals diente der andalusische Ort als Kulisse für den Animationsfilm Die Schlümpfe.
Zu diesem Zweck kreierte die amerikanische Filmcrew mit rund 9000 Liter blauer Farbe ein authentisches Dorf für die Schlümpfe. Die Einwohner erhielten fürs Anstreichen ihrer Häuser die Farbe und eine Entschädigung.
Der Hype ist vorüber und der 200-Seelen-Ort mittlerweile ziemlich verschlafen, aber es ist mal etwas anderes und durchaus nett anzuschauen.

Mit dem Ohrwurm von Vader Abraham
fuhren wir die Strecke zurück, als mir ein Schild ins Auge fiel. Ein paar weitere Kilometer kurvenreicher Strecke führten uns zum märchenhaften Dorf der Trolle und Elfen.
Die Ortsdurchfahrt ist gesperrt. Man parkt unterhalb des Dorfes Parauta an einem großen Sportgelände. Die Parkgebühr sollte 2 € betragen und es waren jede Menge Parkplätze frei. Eine junge Frau eilte herbei und plapperte uns in Spanisch voll. Mein rudimentäres Spanisch reichte jedoch nicht aus. Ich dachte zuerst, sie will die 2 € kassieren. Mittels dem Google-Übersetzer teilte sie uns aber mit, dass der Weg in den angrenzenden Naturpark mit den alten Olivenbäumen aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen, auf eigene Gefahr zu begehen wäre. Wir waren aber nur an dem zauberhaften Dorf interessiert.
An den Hauswänden hängen bunte Stühle und Pflanztöpfe.
Wir erkundeten jede Gasse und waren über eine Stunde in dem reizenden, weißen Dorf unterwegs. Das war ein Zufallsfund und ein toller Abstecher, bevor wir uns auf den Weg zur Costa del Sol machten.
Das war an dem Tag unsere längste Strecke. Zuerst sehr kurvenreich bis an die Küste und dann zog es sich, weil wir die mautpflichtige Autobahn vermieden. Als wir sahen, wie stark die ganze Costa del Sol bis in die Berge verbaut ist, war uns schnell klar, dass wir unseren Lebensabend keinesfalls in solch einem legebatterieähnlichen Apartment verbringen werden.
Gegen 13:30 Uhr erreichten wir Algeciras und hatten Hunger. Das indische Restaurant Korma hatte nicht nur gute Bewertungen, sondern auch offen. Nach einem sehr leckeren Essen fuhren wir zum AC Hotel weiter. Wir konnten in dem Businesshotel gleich einchecken.
Das erste Zimmer sagte uns von der Lage her an der vielbefahrenen Hafenstraße nicht zu, doch das zweite war sehr ruhig gelegen.
Wir fuhren an dem Tag noch bis Tarifa weiter. Tarifa, am östlichen Ende der Costa de la Luz in der andalusischen Provinz Cádiz gelegen, ist der südlichste Ort des europäischen Festlands. Dort blies der Wind aber nur zur Freude der Kite-Surfer sehr stark.
Parkplätze sind in dem Ort rar und direkt am Strand beim Castle standen zwei obdachlose Einweiser, die freiwerdende Parkplätze für 10 € anboten. Wir ergatterten den letzten Parkplatz, doch wegen einer halben Stunde waren wir (ohnehin) nicht bereit, das Geld zu bezahlen. Keine Ahnung, warum die zwei Obdachlosen geduldet werden und die Polizei nicht eingreift. Wir drückten einem der beiden einen Euro in die Hand. Wahrscheinlich geschieht das selten, denn er zeigte seinem Kumpel freudestrahlend seine Ausbeute.
Zur Isla de Palomas sind wir nicht rüber. Die Böen waren zu heftig.
Das Castle of Santa Catalina mit seinen Bunkern liegt an einer strategisch günstigen Lage.
Der Wind war zu stark und wir schon sandgestrahlt. Schade, denn wir wären gerne noch eine Weile in Tarifa geblieben.
Auf dem Rückweg machten wir kurz bei Lidl Halt und holten uns etwas für die Brotzeit.
Einen kurzen Stopp machten wir noch an einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Küste von Marokko. Die Gegend war aufgrund der starken Regenfälle Anfang April sehr grün.
Abends spazierten wir zu einer Luxus-Mall gegenüber vom Hafen. Wir schlenderten nur kurz durch die hochpreisigen Läden und gingen zum Hotel zurück.
Und wieder ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende.
Übernachtung: AC Hotel by Marriott, Algeciras - 214,50 € für zwei Nächte inkl. Frühstück
Neueste Beiträge
.
Also ich glaube, ich wäre eher über die Hängebrücke gegangen als über diesen Holzpfad an den Steilwänden.
. 














































