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Reiseberichte / Re: Nordspanien Juli 2026
« Letzter Beitrag von Paula am 27. Oktober 2026, 21:39:47 »
Donnerstag 9. Juli 2026

Heute konnten wir in Ruhe ausschlafen. Erstens gab es erst um 8:30 Uhr Frühstück und außerdem hatten wir zwei von drei Tagespunkten bereits gestern absolviert (die beiden Strände) und hatten also gar keinen großen Plan.

Frühstücken konnte man draußen auf der Terrasse, aber Spanier bevorzugen wohl wie Amis die innenräume, wir waren die einzigen die sich nach draußen setzten, wir waren auch wieder die einzigen Deutschen. Das Frühstück war okay, aber für den Preis hätte ich mehr erwartet, es gab weder Eier noch Gemüse, dafür aber Tortilla und sehr guten Schinken und Käse und diverse Kuchen. Also eher das was Spanier frühstücken. Was ich etwas frech fand war die Kaffeemaschine in der Rezeption: da hätte man außerhalb der Frühstückszeiten 1 € für einen Kaffee bezahlen sollen. Also bei 180 € pro Nacht würde ich jetzt schon erwarten dass das im Preis inbegriffen ist. Zum Glück haben wir ja immer einen Tauschsieder und Tassen dabei und löslicher Kaffee gehört immer zum ersten Einkauf im Urlaub.

Heute habe ich auch dran gedacht Fotos vom Hotel zu machen
unser Zimmer:



Balkon



Blick in den Garten



Blick vom Garten aufs Hotel, ich weiß nicht mehr welcher Balkon userer war.



Wie man sieht war es komplett bewölkt, das sollte den ganzen Tag so bleiben, es war ca 25 Grad und leider sehr schwül.
Nach dem Frühstück mußten wir zunächst noch ein paar Sachen einkaufen. Ich habe einen Supermarkt (Supermercados Dia) in der Nähe des Hafens rausgesucht wo ein großer Parkplatz ist. Wir haben gerade noch so einen Parkplatz bekommen  :o, der Supermarkt war leider nicht besonders gut sortiert, ich habe wieder keine Haferflocken gefunden. Das ist mir im Urlaub öfter aufgefallen dass die AUswahl in den Geschäften doch ziemlich beschränkt ist, da sind deutsche Supermärkte ein Paradies dagegen (außer beim Angebot von Schinken, Chorizo und frischem Fisch. Ansonsten ist in Deutschland die Auswahl um Klassen besser).

Anschließend sind wir auf den Parkplatz vor Llames gefahren, Ziel waren heute die Buffones de Pria. Der Weg ist auf der Karte mit dicken schwarzen Punkten idiotensicher eingetragen



und eine Beschreibung und schöne Fotos was man zu erwarten hat gab es auch



So sah es dann in der Realität aus:



Völlig überlaufen  :( und weil es absolut windstill war und keinerlei Wellen gab es auch an den blowholes nichts zu sehen. Das war auch im Wanderführer so beschrieben. Wahrscheinlich kommt man am besten im Winter bei stürmischer See. Man sieht auch nix wenn man in so ein Loch reinschaut (man sieht nur schwarz, vermutlich sind sie zu tief)



Es gibt da mehrere solcher Löcher und mit Wandersandalen war auf den Felsen sehr schwer zu gehen, mir war heute außerdem schwindelig, ich vertrage wohl die Schwüle nicht. Ich habe mich an einer geeigneten Stelle hingesetzt und in eine Richtung geschaut wo nicht so viele Leute unterwegs waren und habe Josef die restlichen Löcher erkunden lassen (da sah es natürlich genau gleich aus)



er war nach 20 Minuten wieder zurück und dann haben wir überlegt was wir mit dem restlichen Tag anfangen. Josef hatte die Beschreibung eines Spaziergangs  gelesen, die ein Spanier hier immer mit seinem Hund macht und mangels besserer Alternativen (so richtig Badewetter war auch nicht) haben wir uns diesen Weg vorgenommen. Das sollte auch mit meinem schwachen Kreislauf zu machen sein. Ich habe versucht die Route auf Google Maps nachzuzeichnen, das müßte ungefähr hinkommen:



dazu sind wir aber erst zum Parkplatz zurück gegangen wo ich meine Sandalen gegen die Wanderschuhe getauscht habe. Der Trick bei dieser Route ist dass man den Fluß der hier ins Meer fließt durchqueren muss was nur bei Ebbe geht. Auf der Karte ist das bei dem roten Punkt "Guadamia Beach", am nächsten Foto sieht man die Treppe auf der gegenüberliegenden Seite (etwas verdeckt ungefähr in der Bildmitte). Im Moment stand das Wasser zu hoch, wir haben gehofft dass es genügend gefallen ist bis wir dahin kommen (sonst müßte man eben den gleichen Weg zurück gehen)



aber zunächst geht der Weg ja erst mal weg von der Küste ins Hinterland. Es war eine schmale Strasse die man auch hätte fahren können. Uns sind unterwegs aber keinerlei Menschen und nur ein oder zwei Autos begegnet.



ein Teil des Weges ist Jacobsweg (Pilgerweg nach Santiago de Compostela)



und auf eine alte Römerbrücke sind wir auch gestoßen. Vorher sind wir einmal in einer Sackgasse an einem Bach gelandet. Diesen überquerten wir hier. Die Wegbeschreibung war halt nur so ungefähr, Google Maps hat unterwegs sehr geholfen.



in der Landschaft verstreut standen ein paar sehr schöne Häuser, meist hinter hohen Mauern, hier wohnen bestimmt keine Armen. An einem Anwesen stach dieser historische Speicher raus





wieder mal sehr viel Farn



und schließlich sogar ein Stück Eukalyptuswald



und dann waren wir an der Treppe angelangt die wir runter zum Fluss gehen müßten. Da war übrigens auch ein kleiner Parkplatz wo drei Autos Platz hatten. Vor uns ging eine Familie runter, wir konnten sehen wie sie bis zum Hintern im Wasser die Taschen über den Kopf haltend durchs Wasser rüber zum Strand gegangen sind, also für uns noch nicht niedrig genug. Wir hatten keine Badesachen dabei.



wir sind erst mal die Strasse weitergegangen von wo aus man einen schöne  Blick auf die Bucht hat



die Strasse endet an einem Parkplatz. Ich habe extra das Schild fotografiert, damit ich später noch weiß wo wir gelandet sind.





von dieser Recreation area wußten wir nichts, da sind wir ja mehr zufällig gelandet.
Der Parkplatz ist zwar klein, aber dahinter erstreckt sich eine riesige Hochebene, die wunderbar für Besucher hergerichtet ist.



schön verstreut stehen da Tische und Bänke jeweils mit einem Mülleimer und einem gemauerten Grill ausgestattet (und immer weit genug weg vom nächsten Tisch so dass man völlig ungestört dort sitzen kann). Die wenigen Leute die hier oben waren haben sich in der weiten Landschaft verloren, wir hatten das Gefühl wir haben das alles für uns allein  8)



und davor dann der Blick auf die bizarre Felsenküste





ein Paradies für Fotografen  ^-^



die Felsen haben extrem scharfe Kanten, man muss sehr aufpassen wo man hintritt, Josef hat sich einen fetten Kratzer in einer Wade zugezogen. Gut dass wir unsere Wanderschuhe angezogen haben, die Sandalen wären hier nicht geeignet.



wir sind überall rumgelaufen und haben Fotos gemacht.





Und nach einer Weile haben wir uns an einen der Tische gesetzt und die mitgebrachten Äpfel verzehrt. Dabei ist uns dieses Paar aufgefallen über das wir uns so amüsiert haben, diese Szene (der Mann trägt die beiden Stühle) haben wir in Spanien ständig gesehen.



die beiden verschwanden hoch oben auf der Klippe, wir hatten gar keinen Weg gesehen der da rauf führt und haben den Weg dann gesucht und gefunden. Ich glaube ohne die beiden wären wir nicht auf die Idee gekommen.



dort wurde es dann noch viel interessanter, denn hier gab es Löcher wie morgens an den Buffones, aber hier hat man bis aufs Wasser gesehen. Wie faszinierend   O0











schließlich war ich nah genug bei Ihnen dass ich hören konnte wie sie miteinander gesprochen haben: das waren Deutsche! Wahrscheinlich sind sie schon lange hier da sie die spanischen Gewohnheiten wo prinzipiell immer der Mann die Stühle trägt angenommen haben  ;D



es gibt Spalten die sich tief in die Klippe einschneiden und man muss weit drumrumlaufen um auf die andere Seite zu kommen



dahinten sind zwei Männer beim Angeln, wir haben sie gefragt: sie angeln hier regelmäßig und meistens fangen sie was (heute hatten sie noch nix vorzuweisen)



noch mehr Löcher





wieder mit Blick bis zum Wasser



okay, die restlichen 100 Felsenfotos erspare ich euch. Ich denke unsere Begeisterung für die Landschaft hier ist rübergekommen  ;)

eigentlich war es vom Wetter auch besser als es auf den Bildern ausschaut, trüb war es nur wenn man Richtung Landesinnere schaute und es war angenehm warm. Als wir uns sattgesehen hatten sind wir zur der Treppe zurück gekehrt und jetzt war das Wasser nur noch wadenhoch, wir haben also die Schuhe ausgezogen und sind durchs Wasser an den Strand gewatet.



unten hat uns die nächste Überraschung erwartet: hier mündet ja ein Fluß ins Meer und bei Ebbe fällt auch hier das Wasser total ab, man kann ins Flussbett reinlaufen:



total klasse hier!



je weiter man ins Flußbett reinläuft umso steiniger wird es und die grün bewachsenen Steine sind total glitschig, irgendwann kommt man nicht mehr weiter



ich bin noch nie in einen Fluss reingelaufen der ins Meer fließt  O0



und dann ist da ja uch noch die Meeresbucht in die man bei Ebbe auch reinwandern kann  ^-^





in den Uferklippen schienen da ähnliche Höhlen zu sein wie gestern am Playa Cuevas del Mar

Blick von weiter oben auf die Meeresbucht, von links kommt der Fluß rein.



Hier waren natürlich wie immer Duschen, so dass wir den Sand von den Füßen waschen konnten!
Völlig begeistert von unsrer Tour und richtig hungrig sind wir gleich hier oben im Restaurant El Rancho de Nacho eingekehrt wo wir Kaffee, Wasser und eine Käseplatte geordert haben



was für ein toller Tag! Völlig unerwartete Highlights, manchmal muss man sich einfach überraschen lassen. Das ist jetzt neben dem Strand von Liencres der nächste Ort wo ich gern mal wieder hinfahren möchte

Wir sind dann ins Hotel zurück gefahren und haben noch eine Weile im geheizten Pool verbracht und gemütlich auf den Liegen.

Zu Abend gegessen haben wir Restaurant La Portiella, gleich gegenüber vom Restaurant gestern Abend. Wir suchten uns einen Platz im großen Biergarten mit Blick aufs Meer



und heute stand der Cider auf der Karte den wir in Asiegu nicht probieren konnten. Er schmeckt leider nicht so gut wie Cidre in Frankreich. Aber die Einheimischen machen eine ziemliche Show um das Zeug: der Profi nimmt die Flasche in die rechte Hand uns hebt sie so hoch er kann, das Glas in der anderen Hand wird so tief gehalten wie möglich und dann wird aus der Flasche ins Glas eingeschenkt (das Glas in Armspannweite von der Flasche weg) und dabei darf man natürlich nichts verschütten. Diese Technik haben sowohl die Kellner als auch einzelne Gäste beherrscht. Also ein Bayer kann eine Flasche Weissbier in einem Zug in ein Weissbierglas füllen ohne dass es überschäumt, aber diese Technik hier ist deutlich kunstvoller  ;D



das Essen war deftig und lecker (wieder eine Fabela)



und der Cheesecake kam diesmal im Glas, nicht schlecht aber kein Vergleich zum ersten



Übernachtung: wie gestern

die heutige Route:

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Technik / Re: Heute schon KI genutzt?
« Letzter Beitrag von Horst am 27. Oktober 2026, 20:51:13 »
Ehrlich gesagt bin ich doch überrascht, dass ihr doch nur wenig KI-Dienste nutzt.

Mal abgesehen von Beruf und Freizeit nutze ich sie gerade für das Reisen schon sehr sehr häufig.
Egal ob es auf Reisen ist oder natürlich noch viel häufiger im Vorfeld bei der Planung.
Gerade bei der Planung spart die KI schon viele Stunden an Zeit.
Ich kann mir umfassend inklusive Bildmaterial Informationen über ein neues Reiseland zusammenstellen lassen inklusive Wanderung.

Ein Beispiel. Zum Jahreswechel haben wir vor ein paar Tage ins Allgäu zu fahren.

Chatgpt habe ich folgende Frage gestellt: "Ich suche im Allgäu (Im Großraum Oberstdorf (+- 30 Kilometer) für Anfang Januar eine Wanderung mit 2 Stunden und nicht mehr als 150 Höhenmetern."

Hier mal die Antwort nach etwa einer Sekunde Wartezeit:




Das muss jetzt nicht alles zu 100% stimmen. Muss man sich dann hat im Einzelnen noch anschauen (sind auch jeweils Links dabei). Aber das könnte ich jetzt noch z.B. bei Google Gemini gegenchecken und bin dann mit wenig Aufwand schon mal zu einer Grundlage gekommen ohne dafür Geld oder Zeit zu investieren.

Meine Freundin hat auf unserer letzten Tour in Kroatien z.B. bei einer Ausgrabungsstätte und bei einigen Stadtbesichtigungen die KI als Audioguide verwendet. Dabei hat die KI über GPS erkannt wo man gerade ist und hat passend dazu Historisches oder Wissenswertes erzählt.

Hat man mal etwas kompizierteres mit dem Vermieter zu klären oder hat im Supermarkt auf der Suche nach einem Produkt eine Frage ob der Laden das hat - ist die KI als Übersetzer schnell zur Hand.
Auf Wichtiges (z.B. die Abfahrtszeit einer Fähre) würde ich mich allerdings nicht auf eine KI verlassen.
Da sollte man schon z.B. eine zweite KI (ich nehme auch recht gerne Google Gemini) verwenden oder eben selber noch mal nachrecherchieren.

Für mich ein Vorteil von KI Recherche ist auch, dass ich für eine neue Suche auch meist einen neuen "Chat" eröffne, den ich später nach belieben weiterführen kann oder nochmal aufrufen kann aus meiner Liste von Chats in denen ich auch nach einem Begriff suchen kann. So habe ich eine regelrechte Such-Bibliothek mit meinen Themen (vorausgesetzt man ist zumindest angemeldet).
Finde ich in einem Online-Magazin ein schönes Landschaftsfoto mache ich einen Screenshot und lade es der KI hoch und lasse mir erzählen wo das ist und ob ich da leicht hinkomme. 
Natürlich kann ich mir auch GPS Daten nennen lassen und die wiederum bei Google Maps eingeben um ans Ziel zu kommen.

Aber dass ist nur ein minimaler Ausschnitt.

Ich gebe ausdrücklich Christina recht, dass man Ergebnisse der KI kritisch beurteilen muss.
Aber bei den Anfrage-Ergebnissen sind auch wahnsinnig viele gute Tipps und Infos dabei, die man in so kurzer Zeit nie und zudem so individuell zusammenstellen könnte.

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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Susan am 27. Oktober 2026, 19:05:00 »


Zu meiner Teenagerzeit war es ja uncool ABBA zu hören, trotzdem liefen deren Hits auf jeder Fete. Danach haben wir die Band etwas aus den Augen Ohren verloren Sie hatten sich ja auch getrennt und waren solo unterwegs.  Dann kam das Musical Mamma Mia! heraus. Das habe ich sehr gern mehrmals geschaut, ebenso wie dessen Verfilmung. Von daher ein Muss beim Stockholmbesuch
 :floet:

Das Museum wurde 2013 eröffnet und ist Teil der Swedish Music Hall of Fame. Es beherbergt mehrere originalgetreue Kulissen und eine Vielzahl von Ausstellungsstücken.

Für jedes der Mitglieder gibt es eine Ecke zu deren musikalischer Vorgeschichte.



Sie waren alle schon mit anderen Gruppen aktiv und in Schweden erfolgreich. Sie lernten sich paarweise kennen (und lieben), sind auch schon zusammen aufgetreten, ehe sie zum ESC 1974 zu ABBA wurden. 




das Tonstudio


Mischpult davor
Puh, so viele Knöpfe und Regler - da könnte ich mir nie merken welcher wofür ist  ::)


Ferienhaus auf Viggsö,
dort komponierten Björn und Benny viele der berühmten ABBA-Songs

Zu sehen sind auch viele der Bühnenkostüme bzw. deren Nachbildung. Die Gruppe war damals bekannt für ein schrilles Auftreten.





Die zahlreichen goldenen Schallplatten und Auszeichnungen dürfen natürlich nicht fehlen.


ein Ausschnitt

Bei der der Live-Übertragung der Vorausscheidung des ESC 2004 lief zum 30. Jahrestages ein mit Karikatur-Puppen inszeniertes Video: ABBA – The Last Video Ever.



Interessant und witzig finde ich die Ausstellung über Dinge, die der Band von ihren Fan zugeschickt  wurden. Beispiel


meisterlich gestrickte Handschuhe

Im Museum gibt es mehrere Stationen, an denen Fans Selfies mit Puppen oder Hologrammen von ABBA sowie in Szenen der Musikvideos machen können. Auch zum Beispiel im Jeep aus dem Film Mamma Mia! Eine besondere Attraktion ist das "Ring-Ring-Telefon". Mit viel Glück könnt ihr da mit einem der vier sprechen, denn die rufen in unregelmäßigen Abständen dort an.

Auch ich habe die Möglichkeit genutzt - als wenig los war - einmal mit Agnetha, Björn , Benny und Anni-Fried auf der Bühne zu stehen  ;)


Dancing Queen

Es gibt etliches mehr zu sehen und zu lesen, auch zu den Karrieren nach ABBA, doch ich will euch nicht zu sehr strapazieren.

Wir hätten nach dem Besuch noch Zeit für Gröna Lund gehabt, doch solch Vergnügungsparks sind nicht so unser Ding. Für ein Erkunden der Parks auf der Insel fehlte uns etwas die Motivation. Auch Museums Schlendern kann anstrengen  ::)

Mit dem Pendlerboot fahren wir wieder hinüber nach Slussen. Kersten stürmt dann voran vom Schiff, um noch Getränke zum Happy Hour Preis zu ergattern. Trotz Bewölkung ist es warm genug, die draußen zu genießen.


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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Susan am 27. Oktober 2026, 17:50:25 »
18. Juni Stockholm Museen

Leider haben wir heute weniger schönes Wetter. Gern hätte ich ja einen Ausflug zu den Schären gemacht, so wird es aber einer mit Museumsbesuchen.
Wir fahren wieder mit der Bahn in die Stadt. Weiter geht es zur Insel Djurgården. Mit unserer Tageskarte können wir auch die so genannten Pendlerboote (Nahverkehr auf Wasser) benutzen.
Heute besuchen gleich zwei große Kreuzfahrtschiffe Stockholm



Erstes Ziel:


Vasa Museum

Ausgestellt ist hier das fast vollständig erhaltene Segelschiff  Vasa  aus dem Jahr 1628. Es zählte damals zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen. Dummerweise kenterte der Segler schon auf der Jungfernfahrt bei der ersten stärkeren Windboe und sank. Es gab dann mehrere Versuche das Schiff zu bergen, die aber scheiterten. Dann geriet es in Vergessenheit. Erst 1951 begann ein Meeresarchäologe wieder die Vasa zu suchen. Er wurde fündig und so konnte sie 1961 gehoben werden.

Schon der erste Eindruck beim Betreten der Halle ist:  "was für ein Pott" Und dafür, dass sie mehr als 300 Jahre im Wasser lag, erstaunlich gut erhalten.



Laut Museums sind 98 % des Schiffs Originalteile und nur 2 % nach der Bergung hinzugefügt bzw. ersetzt. Mittlerweile wurden die Oberflächen aber schon imprägniert, um Risse zu vermeiden.
Es sind, glaube ich, sieben Stockwerke, auf denen das Schiff rundum besichtigt werden kann.
Überblick von weiter oben





Das Schiff ist ohne Bugspriet 61 Metern lang, etwa 11 m breit und von Kiel bis Großmastspitze gut 52 m hoch. Die gesamte Segelfläche lag bei etwa 1.300 m². 64 Kanonen waren an Bord.
Geschmückt war die Vasa mit über 700 Statuen: römische Krieger, Löwen, Nixen, griechischen Göttern und Fratzenfiguren. Sie sollten Schwedens Stärke demonstrieren.




Details

In Nebenräumen gibt es Ausstellungen zur Geschichte des Schiffes und der damaligen Zeit, sowie zu Fundstücken, die bei der Bergung gefunden wurden. Es wird auch ein Film gezeigt, den wir allerdings nicht gesehen haben. War immer zu voll mit Kreuzfahrern  ::)


Modell der Vasa
und Geschichte zum Untergang

Wenn man so davor steht, sieht das Schiff schon etwas kopflastig aus. Tatsächlich war es etwas falsch proportioniert und hatte für eine stabile Lage zu wenig Ballaststeine im Rumpf.  Außerdem gerieten die unteren Kanonenluken bereits bei geringer Krängung unter Wasser. Gerüchte damals behaupteten, dass der König aus Neid erst nach Baubeginn auf der Aufstellung einer zweiten Kanonenbatterie bestand und das die Probleme verursachte.   

Untersuchungen in den 1990er Jahren zeigten, dass die Schiffsfiguren leuchtend bunt bemalt waren. Das hat man dann an einigen der entsprechenden Fundstücke nachgebildet.



Ein wenig stöbern wir noch in den Ausstellungen zum damaligen Leben in Stockholm. Dann ist aber auch gut  ;)

Durch einen kleinen Park vorbei am Sprit-, am Wikinger- und am Wrackmuseum spazieren wir zum nächsten Ziel. Dies habe ich mit Zeitschlitz gebucht,  nun haben wir noch Zeit für eine Kaffeepause.



Fortsetzung folgt ...
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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Susan am 27. Oktober 2026, 17:49:59 »

Wie waren denn die Spritpreise jetzt im September? Schade, dass die Decklung ausgelaufen ist. In Frankreich war zu der Zeit zumindest bei Total der Preis gedeckelt. Dadurch kam es da ab und an zu Engpässen.

Zwischen 2,50€ und 2,90€ der Diesel

Boh, das ist ja eine Wahnsinnssteigerung zu unseren Preisen  :o

Die Slussen Terrasen mit diesen Glasbauten sind ziemlich neu; so um 2024 fertiggestellt. Drum herum wird aber einiges gebaut. Wenn ich richtig gelesen habe, eine neue U-Bahntrasse.

In der Stadt kannst du gerne schneller machen  ;)

:thumb: Von mir aus auch, obwohl Stockholm schon sehenswert ist.

Na, denn  ;D ... Voila

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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Christina am 27. Oktober 2026, 17:41:40 »
Die Aussicht von Södermalm ist toll. Diese Glasbauten mit den Grasdächern gab es nach meiner Erinnerung damals noch nicht (Ein Foto existiert nicht, insgesamt habe ich damals noch sehr wenige Fotos gemacht, obwohl es ja auch schon digital war). Wenn man in Södermalm an der "Kante" weitergeht, hat man einen schönen Blick auf Gröna Lund und auf den Katharinahissen samt Strasse, die unten am Fels entlang führt. Und dahinter ist ein Altstadtviertel mit der Lotsgatan, mit alten, einfachen, niedrigen Holzhäusern, das war auch irgendetwas historisches, kann mich leider nicht mehr genau erinnern und einen Bericht habe ich damals nicht geschrieben.

Den Runenstein in der Altstadt habe ich wohl übersehen.
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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Ilona am 27. Oktober 2026, 15:17:07 »
In der Stadt kannst du gerne schneller machen  ;)

:thumb: Von mir aus auch, obwohl Stockholm schon sehenswert ist.

Königin Silvia stammt aus Heidelberg. Falls Sie Heimweh hat, kann sie einfach durch die Altstadtgassen schlendern. Dort sieht es ähnlich aus.

Gut, dass es einen Lifta :zwinker: für die Oberstadt gibt. 
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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Silv am 27. Oktober 2026, 13:35:24 »

Wie waren denn die Spritpreise jetzt im September? Schade, dass die Decklung ausgelaufen ist. In Frankreich war zu der Zeit zumindest bei Total der Preis gedeckelt. Dadurch kam es da ab und an zu Engpässen.

Zwischen 2,50€ und 2,90€ der Diesel


Sorry für das Tempo, Ilona. Möchte gern vor dem nächsten Urlaub fertig werden  8)


In der Stadt kannst du gerne schneller machen  ;)
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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Susan am 26. Oktober 2026, 22:01:21 »
Bummel durch Gamla Stan

Frisch gestärkt spazieren wir zurück zur Altstadt. Vom Park aus kommen wir zur St. Jakobskirche,



leider wegen Bauarbeiten nicht zu besichtigen. Auch die Fassade des Opernhauses ist verhängt.


Das Reichstagsgebäude,
Sitz des schwedischen Parlaments, wurde ab 1888 auf einer eigenen kleinen Insel erbaut.

Über eine Brücke und am Slottskaien entlang landen wir auf einen Platz, an dem wir heute Morgen schon vorbeigekommen sind. Die Löwenstatur dort ist nun nicht mehr ganz so umlagert. Weitere Skulpturen von unserem Bummel:



St.Georg mit dem Drachen, Sjöguden (der Meeresgott) und Järnpoiken (Junge, der den Mond schaut). Den hätte ich beinahe übersehen so klein ist er. Auf den Prästgatan-Runenstein bin ich nur durch andere Fotografen aufmerksam geworden. Er ist in einer Hauswand  an der Ecke Prästgatan und Kåkbrinken eingemauert. Der Stein stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist damit älter als die Stadt Stockholm selbst. Seit dem 17. Jahrhundert dient eine aufrecht im Boden eingelassene Kanone als Schutz der Ecke.

Vom Platz aus erkunden wir die Altstadtgassen. Die sind zum Teil recht eng, dafür sehr belebt. Fotos ohne Menschen sind daher schwierig.


typische Häuser

Das Herz der Altstadt ist der Stortorget, im Mittelalter der Marktplatz. Ihn säumen Patrizierhäuser aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. Viele beherbergen heutzutage im Erdgeschoss ein Restaurant, Café oder einen Andenkenladen.



Im ehemaligen Börsenhaus hier findet ihr das Nobelpreismuseum (nicht besucht, nicht fotografiert)


Altstadtgassen
Rechts Mårten Trotzigs gränd, Stockholms engste Gasse. Wie ihr seht, geht es in der Altstadt durchaus auf und ab.

Schließlich landen wir am südlichen Ende des Skeppsbrokaien. Dort gibt es etliche Lokale, leider sind wir ein Ticken zu spät für das Feierabendangebot. Der Durst will trotzdem gelöscht werden, zwei 0,4 Bier kosteten umgerechnet 14,60 Euro.



Das Bild unten rechts zeigt die Slussen Terrassen. Auch dort viel Außengastronomie.

Ich möchte gern noch zum Monteliusvägen auf der Insel Södermalm. Von dort soll man tolle Aussichten auf die Stadt haben. Ob ich Kersten wohl überreden kann zur Oberstadt hochzulaufen? Wir finden eine Alternative: den Katarinahissen. Versäumt abzulichten, daher schaut hier
So überwinden wir die Höhe bequem per Fahrstuhl. Wie ich erst jetzt gelesen habe, gab es den Lift schon 1883; natürlich in etwas anderer Form,  siehe. 
Schon von der Brücke aus haben wir hier oben tolle Aussichten.






Blick zu den Häusern von Södermalm


Kornhamnstorg

Besagten Weg finden wir allerdings nicht so richtig, ist wohl doch noch eine Ecke weg.  :gruebel:

Wir steigen hinunter zu den Slussenterrassen und da in die Bahn zurück nach Bredäng.



Sorry für das Tempo, Ilona. Möchte gern vor dem nächsten Urlaub fertig werden  8)
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Reiseberichte / Re: Mittsommer Tour 2026: Nordland & Fjordland
« Letzter Beitrag von Susan am 26. Oktober 2026, 22:00:57 »
Stockholm ist sicher eine schöne Stadt um dort zu wohnen; das viele Grün und am Wasser. Jedoch bestimmt nicht ganz preiswert. Ich war erst gar nicht so erpicht darauf, Stockholm zu besuchen. Aber eine Freundin meinte, die Stadt dürfe man nicht verpassen  ;)
 
Eine Schärentour - es gibt ja Fähren - hätten wir auch gern gemacht. Leider hat das Wetter so nicht mitgespielt.

Habe jetzt nicht drauf geachtet, ob man auch Kreditkarten für die Fahrkarten hätte nutzen können. Mit der App kommt man hier einfach zurecht. Musste mich nur mit Handyfotos zurückhalten, um den Akku nicht zu leer zu knipsen.
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