6.Tag - 24.3. Dienstag: Vom Sunrise bis Sunset in der Mojave Wüste Auch heute heißt es wie üblich früh aufstehen. 90 Minuten dauert die Fahrt und sie soll zum Sonnenaufgang am Red Rock Canyon State Park südlich von Ridgecrest (nach wie vor in Kalifornien) enden.

Das klappt auch soweit und ich schlage pünktlich zum Sunrise am Parkplatz zu den Red Cliffs östlich des Highway 14 auf.


Leider tut es dort der Zahlautomat nicht.
So fahre ich weiter zum Visitor Center auf die Westseite des Highway 14, wo das mit dem Automaten auch nicht funktioniert aber Bezahlumschläge für Bargeld vorhanden sind. Von denen fülle ich einen aus, lege die 6 Dollar Day Use Fee in den Umschlag und werfe das Ganze in einen dafür vorgesehenen Kasten (Self-Pay-Box).

Vom Visitor Center geht es auf eine kleine Ringstraße die, an den Campingplätzen vorbei, auch zu interessanten Badlandslandschaften des Parks führt, ...

... die jetzt gerade schön von der Morgensonne angestrahlt werden.

Danach steuere ich den Wrangler wieder zurück zum Parkplatz an den mächtigen Red Cliffs.


Dort folge ich dem Red Cliffs Trail ein Stück nach Osten. Von einer kleinen Anhöhe eröffnet sich der Blick ins Nachbartal mit klassischer Wüstenvegetation. Der Red Rock Canyon gehört zur Mojave Wüste Kaliforniens.

Hier ergibt sich auch die Möglichkeit einen Hang östlich der Red Cliffs zu erklimmen um eine andere Perspektive auf die Felswände zu bekommen.

Gleich gegenüber dem Highway startet der Hagen Canyon Trail, ein Rundweg von 2km und keinen nennenswerten Höhenmetern.

Der Weg fängt gleich mit schönen Badlandsformationen an.




Nach Durchquerung eines Washs landet man am eigentlichen Hagen Canyon, der eigentlich gar nicht Teil des Trails ist, dem ich aber neugieriger weise trotzdem mal einen Besuch abstatte.

Als ich schon umkehren will, erkenne ich einige schöne Badlandsformationen in der Ferne und verlasse den Wash an einer Stelle wo die Canyonwände zurückweichen und lande im nächsten Wash der mich zu den Formationen bringt.


Die Ecke gefällt mir. Ich klettere ein bisschen auf und ab und finde immer wieder Anlass auf meinen Auslöser zu drücken.

Irgendwann kehre ich wieder um, gehe auch zurück durch den Hagen Canyon und bin dann wieder back on Trail.

Der eigentliche Trail hat auch noch einige schöne Felsformationen ...

... und sogar Blumen im Petto.

Nach ca. 2,5h (nachdem ich den Weg um das doppelte verlängert habe) bin ich sehr zufrieden wieder zurück am Parkplatz.
Danach wird es langsam wieder heiß. Es ist jetzt 11 Uhr schon über 30°C. Also Zeit für einen Ortswechsel. Ich fahre die kurze Strecke nach Ridgecrest, kaufe im Walmart ein, fahre zur Tanke - hier ächzen die Amerikaner (bei einem Gallonenpreis von 4,60 $ - was umgerechnet ca. 1€ für den Liter Normalbenzin bedeutet) über die hohen Preise durch Trumps Iran-Ausflug. Danach geht es zum Check Inn ins Motel wo ich eine kurze Pause einlege.
Gegen 15 Uhr breche ich wieder auf. Etwa 20 Minuten auf Asphalt und dann noch einmal das Gleiche auf einer Dirtroad führen mich in die Wüste nach Norden. Ein kurzer Teil der Piste ist ziemlich ausgewaschen und übel aber im Großen und Ganzen von einem PKW zu bewältigen. Ein Ersatzrad und das Werkzeug zum Wechseln kann hier aber sicher nicht schaden.

Von weitem sieht man schon bei der Anfahrt wie sich die Trona Pinnacles in einzelnen Gruppen wie Perlen an einer Kette aus der sonst flachen Landschaft erheben.

Bei den Trona Pinnacles handelt es sich geologisch gesehen um bis zu 40 Meter hohe Kalkablagerungen, entstanden vor etwa 10.000 bis 100.000 Jahren auf dem Grunde von Gletscherseen, die vom Schmelzwasser der Sierra Nevada gespeist wurden. Zu diesen Kalkablagerungen kam es, als heißes, kalkhaltiges Wasser aus unterirdischen Thermalquellen durch Risse und Spalten in der Erdkruste nach oben sickerte und sich dort mit der kohlensäurehaltigen Lauge der Seen vermischte.

Mal abgesehen von einer Band die ihren Videodreh hierher in die Wüste Südkaliforniens gelegt hat ...

... und einem Coyoten der mir direkt vor die Kamera Läuft ...

... sieht man hier keine Seele.

Das ist sicher anders, wenn hier wieder mal ein Film gedreht wird. Meist dienten die Pinnacles als Filmkulisse für Science-Fiction Filme wie Tim Burtons Planet der Affen oder Star Trek.

Kein Wunder, man fühlt sich hier schon ein bisschen wie auf einem anderen Planeten.


Auch die Trona Pinnacles gehören zur weitläufigen Mojave Desert, einer Wüste deren Fläche in etwa einem Drittel der Größe Deutschlands entspricht.





So erkunde ich einige Ecken dieses übrigens vom BLM verwalteten Gebiets bis das letzte Licht verschwunden ist und fahre dann zu meinem Zimmer in Ridgecrest zurück.
Übernachtung: Clarion Inn, Ridgecrest, Kalifornien