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Reiseberichte / Re: Der Norden Englands – von der Ostküste zum Lake District
« Letzter Beitrag von Horst am Heute um 09:33:53 »
 
4.Tag, 7.6.2022 Dienstag





Heute Morgen steht ein besonderes Castle auf dem Programm.
Über viele Jahre habe ich die England-Wikinger Saga in 13 Büchern von Bernard Cornwell verschlungen, in denen es um die Entstehung Englands ging. In jedem der Bücher spielte eine Burg eine große Rolle: das Bamburgh Castle in Northumbria. Da es zudem auch noch richtig eindrucksvoll und toll am Meer gelegen ist, war es einer der Aufhänger für diese Reise (ein zweiter Aufhänger folgt heute Mittag).




Wir nähern uns der Burg zunächst von Norden wo man vom Strand eine schöne Spiegelung auf die Burg bekommt. Auch der Strand würde zu einem Spaziergang einladen aber dafür haben wir im Moment keine Zeit. Wir fahren wieder durch den Ort Bamburgh und parken direkt beim südlichen Parkplatz. Auch von den Dünen gibt es schöne Perspektiven auf die Burg und natürlich besehen wir sie uns hier aus der Nähe. Das muss für den Moment reichen, ...






... wir haben um 12.00 Uhr einen Termin und fahren dafür die wenigen Minuten nach Seahouses an die Küste und holen bei Billy Shiels unsere gebuchten Tickets ab. Nebenan beim National Trust bezahlen wir noch eine Landungsgebühr, dann ist noch kurz Zeit für eine Ortsrunde und dann müssen wir auch schon zum Treffpunkt.
Zumindest von der Erwartung her steht etwas Besonderes an. Wir machen eine Bootstour durch die Farne Islands, wobei wir auch eine Stunde auf Inner Farne Island zur Vogelbeobachtung anlanden. Ich denke wer mich kennt ahnt schon um welche Vögel es dabei für uns hauptsächlich geht.
Das Wetter ist heute gut, die See verhältnismäßig ruhig und kein Regen zu erwarten – perfekt. Wir ergattern noch einen Platz außen und schon geht es los. Der Kutter nimmt Fahrt auf und fährt hinaus aufs Meer.






Nach 20 Minuten erreichen wir die ersten der Inseln. Vögel leben fast auf allen Inseln. Die Farne Inseln sind eine Gruppe von 15-20 inzwischen unbewohnten Inseln (je nach Meereshöhe), von denen Inner Farne die größte ist.





Etwa 150.000 Brutpaare von über 20 Vogelarten beziehen hier regelmäßig ihr Sommerquartier, die wir bereits vom Boot aus auf dem Wasser oder hier auf Staple Island bewundern können.








Ganzjährig ansässig ist eine Kegelrobbenkolonie mit etwa 5000 Tieren.






Dann landen wir auf Inner Farne an. Eine Stunde die sicher wahnsinnig schnell vergehen dürfte haben wir auf der Vogelinsel und der erste Puffin wartet schon an der Bootsanlegestelle. Ein Holzbohlen-Pfad führt über die Insel, bei dem man besser eine Kopfbedeckung verwendet. Zum einen um nicht zum Vogelkot-Opfer zu verkommen aber hauptsächlich um nicht von den Küstenseeschwalben (Arctic Tern) verletzt zu werden die hier gerne mal Attacken auf die höchsten Punkte (Köpfe) einer Gruppe machen (Alfred Hitchcock lässt grüßen).





Eigentlich sehen die ganz harmlos aus aber sie verteidigen ihre Brutplätze die beiderseits des Weges liegen und ihre Schnäbel sind spitz.





Wir kommen aber unbeschadet durch und zur Nordseite der Insel ...




... wo eine von vielen großen Puffin-Gruppen zu finden ist. Wahnsinn was hier los ist.




Ohrenbetäubender Lärm, und bei so vielen Vögeln gehen einem schlichtweg die Augen über. Eine Aufnahme ohne das ein Vogel durchs Bild fliegt ist eine Kunst.   












An den Klippen trennen Seile von den Vögeln aber man ist trotzdem teilweise so nah dran, dass man die Vögel streicheln könnte.
Etwas Vergleichbares habe ich noch nicht erlebt.






Der Pfad führt im Bogen um die Insel – alles voller Vögel, überall Puffins, ...




... meist in großen Gruppen. Unfassbar.


















Natürlich nutze ich jede Minute aus und muss mich eilen um rechtzeitig zum Boot zurück zu kommen. Beim meinem Laufschritt zurück werde ich dann doch noch von einer Seeschwalbe auf den Kopf gepickt und meine rote Jacke ist nicht mehr überall rot und zeigt an, dass demnächst eine Wäsche notwendig ist.
Danach geht es zurück nach Seahouses wo wir erst mal Kaffee trinken.






Im Buch von Ellen Bowness lese ich noch von einem bei Ebbe schönen nördlichen Aussichtspunkt bei den Harkness Rocks ...






... auf Bamburgh Castle und da wir sowieso in den Norden wollen und jetzt Ebbe ist, wird das unser nächstes Ziel und der nochmalige Abstecher lohnt sich.
Spruch des Tages – am Parkplatz treffen wir auf einen Briten und halten ein Schwätzchen. Auf die Frage ob er Engländer oder Schotte ist antwortet er „English – but don’t blame me for this“.






Das war‘s noch nicht für den Tag. Aus vielen Möglichkeiten wählen wir uns Holy Island aus. Auf die Insel führt der Lindisfarne Causeway – eine 7km lange Straße die nicht bei Flut befahren werden kann. Man sollte also den Tideplan studieren – 2 Stunden vor und nach der Flut ist die Insel nicht zugänglich, bzw man kommt nicht von ihr runter.





Lindisfarne Island bekannt als Holy Island (heilige Insel) war Ausgangspunkt der Christianisierung Nordenglands im 8. Jh. Das Kloster Lindisfarne  wurde 635 gegründet und genoss internationalen Ruf, wurde aber 793 von Wikingern zerstört.





Im 12. Jh. bauten Mönche aus Durham die Abtei wieder auf. Die Klosterruinen Lindisfarne Priory sind bis heute Pilgerstätte.





Sehenswert ist auch die ehemalige Burg Lindisfarne Castle, die 1549 zum Schutz gegen die Schotten errichtet wurde.
Vor dem Ort fängt ein Parkplatz alle Reisenden ab (Ausnahme ein Behinderten-Parkplatz im Ort). Allerdings sind es nur 5 Minuten bis zum Ort und den Ruinen der Priory. Auf dem Parklpatz schenkt mir eine Reisende ihr Parkticket auf dem noch Reststunden drauf sind, was ich gerne entgegen nehme, da meine Münzsammlung schon wieder recht dürftig aussieht.




Auf dem Weg zum Castle sollte man unbedingt mal am Hafen stoppen. Dort gibt es einiges zu entdecken und der Blick auf die Burg, die Priory-Ruinen und die Weite der Insel ist besonders schön.





Mit ein paar Aufnahmen vom Castle, das um 17 Uhr schon geschlossen hat, verabschieden wir uns von der Insel und diesem tollen Tag im Norden Englands, fahren zurück nach Alnwick und landen zum Abendessen bei einem Inder (was in Britannien meist ganz ok ist – so auch heute).



Übernachtung:
5b Paikes Street, Alnwick, Northumberland (über AirBnB)
Wertung: 8/10 – Wohnung toll geschnitten, großzügig eigentlich, Abwertung für 2.Stock, keinen eigenen Parkplatz und etwas muffigen Teppich 
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Reiseberichte / Re: Der Norden Englands – von der Ostküste zum Lake District
« Letzter Beitrag von Horst am Heute um 09:23:41 »
Jetzt bin ich gespannt auf die Tour morgen. Besenflugstunde auf dem Schloss wird es wohl nicht sein  :zwinker:  wäre ziemlich wetterunabhängig.
Nein und die Flugstunde(n) findet auf dem Wasser statt.  ;)

Seit ich in Norwegen Puffins in echt gesehen habe, mag ich sie noch mehr  ^-^
Na dann kommt jetzt was, was Du magst...  ;)
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eumerika.de - Infos / Re: Unser aktuelles Bannerfoto ....
« Letzter Beitrag von Rainer am 07. August 2022, 17:32:50 »
Richtig geraten. Das war unser allererstes Banner im Forum im Mai 2013.
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Reiseberichte / Re: Der Norden Englands – von der Ostküste zum Lake District
« Letzter Beitrag von Silv am 07. August 2022, 14:39:23 »
Seit ich in Norwegen Puffins in echt gesehen habe, mag ich sie noch mehr  ^-^
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eumerika.de - Infos / Re: Unser aktuelles Bannerfoto ....
« Letzter Beitrag von Silv am 07. August 2022, 14:36:49 »
Hat ja noch keiner was zum Banner gesagt. Wieder sehr schön, Tippe mal auf die Tetons?

Hätte ich auch gedacht.
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Reiseberichte / Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Letzter Beitrag von Silv am 07. August 2022, 14:36:10 »
Die bunten Häuschen gefallen mir!  :)

Ihr seid noch so warm angezogen. Als wir in Schweden ankamen, war es richtig warm. War es nur an der Küste so kühl oder ist es dann am 22./23. so warm geworden?
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Reiseberichte / Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Letzter Beitrag von Ilona am 07. August 2022, 12:07:27 »
Ich glaube, dass zu der Reisezeit ein Womo von Vorteil ist. Zumindest da Essen ist dann gesichert :cool2:.
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eumerika.de - Infos / Re: Unser aktuelles Bannerfoto ....
« Letzter Beitrag von Susan am 06. August 2022, 23:41:06 »
Hat ja noch keiner was zum Banner gesagt. Wieder sehr schön, Tippe mal auf die Tetons?
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Reiseberichte / Re: Der Norden Englands – von der Ostküste zum Lake District
« Letzter Beitrag von Susan am 06. August 2022, 23:40:00 »
Also mir gefällt Robin Hood's Bay genauso wie das meist fotografierte Dorf Staithes  8) Miss Marple mäßig, auch wenn die nie da war. Da könnte man herrliche Cosy Crimes spielen lassen.

Kann mich gar nicht dran erinnern, dass wir Richtung Alnwick durch einen Tunnel mussten  :gruebel: Allerdings kamen wir über die A1. So eine Website-Bezahlung kennen wir von der Umweltzone London. Der Campingplatz dort lag leider knapp drinnen und wir mussten auch ein wenig kämpfen, bis wir die Bezahlung hinbekommen haben. ::)

Jetzt bin ich gespannt auf die Tour morgen. Besenflugstunde auf dem Schloss wird es wohl nicht sein  :zwinker:  wäre ziemlich wetterunabhängig.
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Reiseberichte / Re: Schnuppertour Mittsommer in Südschweden
« Letzter Beitrag von Susan am 06. August 2022, 23:23:52 »
Okay, das war jetzt ein längerer Boxenstopp  ;)

Weiter geht's mit dem Friluftsled Kleven

Kurz hinter dem Parkplatz führt dann ein Wanderweg in die Felsenwelt von Kleven


durch diese hohle Gasse ...




einen Teich gibt es hier auch
sogar etwas größer und wie wir noch sehen vielleicht nicht ganz natürlich



teils geht es über Stege, Treppen und Brücken, teil über nacktes Gestein gehen wir bis zur Landspitze




ein Hauch von Redrocks




Blick nach Hållö
mit dem Leuchtturm


nochmals näher
sowohl von Kungshamn als auch von Smögen werden Bootsfahrten dorthin angeboten

auf gleichen Weg gehen wir wieder zurück





und nochmals die Smögenbryggan entlang



Diesmal nehmen wir uns die Zeit, ein wenig in den Läden zu stöbern. Vor allem möchte ich ein Restaurant für heute abend finden - zum Fisch essen, muss ja eigentlich einmal sein, wenn wir an der Küste sind.  Offenbar bin ich zu dusselig, die Öffnungszeiten richtig zu lesen  :o Vor Ort meinte ich, dass vor Midsommar mehr das Lunchgeschäft bedient wird (offen bis 18 Uhr), hier zuhause im Web sehe ich doch längere Öffnungszeiten.   :gruebel: Immerhin bekomme ich ein Räkor-Sandwich  ^-^ Reichhaltig und lecker, leider nicht fotografiert. (Der Gatte bekommt eine Zimtschnecke)

Mit dem Boot tuckern wir zurück nach Kungshamn und bekommen noch ein paar Ansichten von Smögen, Hållö und Kungshamn.




Ferienappartements




Kungshamn I


Kungshamn II

Wir rollern zurück zum Campingplatz. Kurz überlegen wir für ein Stündchen ein Kajak auszuleihen, sind dann doch zu faul  :floet:



Abendprogramm wie üblich, keine Mückenattacken   ;)




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