Autor Thema: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland  (Gelesen 4737 mal)

Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #60 am: 22. Februar 2026, 08:48:01 »
Wir waren beim letzten Bild ungefähr beim roten Strich:



Den Mann, den ich auf dem Gipfel des Red Craters getroffen habe, hat das so gemacht. Es ist nur bis zum Gipfel gegangen. Wenn man aber die Emerald Lakes gut sehen will, muss man noch etwas auf der anderen Seite hinuntergehen. Wenn der gleiche Weg zurückgegangen wird, braucht es auch keinen Shuttle. Es gibt Parkplätze beim Ausgangspunkt.

Der lange Abstieg braucht gut trainierte Kniemuskulatur. Das war bei einigen Wanderern deutlich zu sehen. Auch wenn der Weg mit langen Serpentinen und daher eher flach sehr kniefreundlich angelegt ist. In den Alpe wäre der Weg sicherlich um 1 bis 2 Kilometer kürzer, weil es deutlich direkter hinuntergehen würde.
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Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #61 am: 22. Februar 2026, 19:11:51 »
17.11.2025   Tongariro Alpine Crossing Teil 3

Wir waren jetzt schon bei den letzten Besuchern wollten uns aber bei diesen traumhaften Wetterbedingungen nicht so rasch von dieser Landschaft trennen.



Wir erforschten daher die Emerald Lakes genauer.









Jeder Pool eröffnet für sich ein eigenes Panorama.







Nach einiger Zeit machten wir uns auf den Weg durch ein weiteres Becken hinauf zum Blue Lake.



Wieder mit tollen Aussichtigen. Je weiter wir zum Blue Lake kamen, desto besser wurden der schneebedeckte Vulkan Mt. Ruapehu zu sehen. Auf diesem Bild sind 3 Vulkane zu sehen.






Auch beim Blue Lake war es sehr schön, mit einem großartigen Ausblick auf das Becken vor dem Red Crater, das im Prinzip auch eine alte Caldera ist.







Es wurde aber Zeit weiterzugehen, da bis zum Endpunkt der Wanderung noch eine größere Wegstrecke zurückzulegen war. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von dieser schönen Landschaft. Wir waren ziemlich die Letzten, die diesen Bereich verließen. Noch ein letzter Blich zurück.



Nun ging es in langen Serpentinen, kienschonend hinab zum Endpunkt. Die Aussicht auf die Ebene mit dem Lake Rotoraira war sehr schön. In der Ferne war der Lake Taupo zu sehen.





Die braunen Wiesen erinnern an Afrika.





Auf halben Weg war neben dem Weg ein Einschlagkrater vom letzten Ausbruch eines Seitenkraters des Vulkangebietes zu sehen. Der Stein kam von der gegenüberliegenden Seite von den dampfenden Flächen über eine weite Strecke geflogen.







Hinunter kamen wir schnell voran. Nach etwas mehr als einer Stunde war das Gebüschgebiet und nachfolgend der Wald erreicht.





Auch wenn der Waldweg schön war, zog es sich etwas, bis wir den Endpunkt der Wanderung, den während der Hochsaison gesperrten Ketetahi Parkplatz, erreichten. Wir erwischten einen der letzten Shuttels von Tongariro Expeditions, das uns zu unserem Auto brachte.

Insgesamt waren wir 8 Stunden zu Fuß unterwegs. Die Streckenlänge betrug mit allen Abstechern 22,8 km und rund 1.100 Höhenmeter wurden überwunden.

Am Abend erreichten wir Taupo. Wir nahmen das Abendessen wieder beim Dixie Browns ein. Wieder mit Bestellproblemen beim Bier. Dieses Mal bekamen wir Dosen von einer lokalen Brauerei, wieder mit Zusatzgeschmack.



Am Nachbartisch überfielen Vögel den Tisch fraßen von den zurückgelassen Essenresten, soviel sie konnten. Die Singvögel sind in Neuseeland überhaupt sehr frech.



Wir parkten wieder neben dem Auffälligen Mac Donalds in Taupo, der eine altes Flugzeug als Gastraum hat.




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Susan

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #62 am: 23. Februar 2026, 13:23:34 »
Schön für euch, dass die Sonner dann doch noch hervorgekommen ist.  Die Emerald Lakes in dieser Vulkanlandschaft sind der Hammer.   :herz:  Tolle Bilder sind euch da gelungen!   
Der Abstiegsweg schaut ja elend lang aus, kann mir lebhaft vorstellen wie sich das zieht.  Respekt für eure Leistung.

Es war auch mein Gedanke, dass der Rückweg ab dem Aussichtspunkt ja kürzer und vielleicht zu schaffen ist. Den Bildern nach ist er aber auch steiler und geht wahrscheinlich auch auf die Knie? Wir Flachländler sind sowas ja nicht gewohnt.
Liebe Grüße
Susan


Christina

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #63 am: 23. Februar 2026, 18:36:47 »
Was für eine tolle Wanderung und was für ein Wetterglück ihr hattet. Herrliche Fotos.

Ich glaube, ich habe noch nie Bilder von dieser Wanderung gesehen und wegen des "alpine" im Namen immer gedacht, das wäre einer Wanderung in den europäischen Alpen ähnlich, aber das ist ja ganz was anderes. Ich bin wirklich begeistert.


LG Christina

Paula

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #64 am: 24. Februar 2026, 10:09:55 »
das ist wirklich eine tolle Wanderung! Gut zu wissen dass man sie ohne Guide machen kann wenn man den gleichen Weg zurück geht. Ich würde eventuell bis zum blue lake gehen wenn ich es schaffe und dann umkehren. Der Startpunkt der Wanderung liegt ja einiges höher als der Endpunkt, so dass man nicht so viele Höhenmeter runter gehen muss, da habe ich mit den Knien auch Probleme.
Ihr habt schon recht dass ihr den Urlaub nicht ins "höhere Alter" aufgeschoben habt, mal schauen ob ich mich in ein paar Jahren dazu noch aufraffen kann...
Viele Grüße Paula

Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #65 am: 24. Februar 2026, 20:30:42 »
das ist wirklich eine tolle Wanderung! Gut zu wissen dass man sie ohne Guide machen kann wenn man den gleichen Weg zurück geht. Ich würde eventuell bis zum blue lake gehen wenn ich es schaffe und dann umkehren. Der Startpunkt der Wanderung liegt ja einiges höher als der Endpunkt, so dass man nicht so viele Höhenmeter runter gehen muss, da habe ich mit den Knien auch Probleme.

Ich glaube nicht, dass es vom Blue Lake zurück viel weniger anstrengend ist. Man muss nochmals hinauf auf den Red Crater. Der Weg von der Blue Lake Seite ist loser feinkörniger Schotter. Wenn es Unsicherheiten bei den Knien gibt, würde ich jedenfalls Wanderstöcke zur Entlastung mitnehmen.
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Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #66 am: 26. Februar 2026, 19:24:12 »
18.11.2025   Taupo und Umgebung

Das Wetter für die nächsten beiden Tage war sehr schlecht vorhergesagt. Es gab Überflutungswarnungen für weite Teile der Nordinsel. Auch für Taupo und insbesondere um Rotorua. Wir waren daher überrascht, dass das Wetter in der Früh noch recht gut aussah.

Rasch machten wir uns auf den Weg zu den Huka Falls, um die Zeit zu nutzen. Der Waikato River ist der Abfluss des Lake Taupo und erreicht in einer engen Schlucht die Huka Falls. Unweit vom Parkplatz führt eine Brücke über die Schlucht. Das Wasser fließ hier mit hoher Geschwindigkeit unter der Brücke über Stromschnellen hindurch.







Wir gingen weiter Richtung Norden und erreichten bald den Aussichtspunkt, bei dem der Waikato River spektakulär in ein bereites Becken stürzt. Gewaltige 200 Kubikmeter Wasser fließen pro Sekunde durch die Schlucht.







Durch die eingemischten Luftbläschen entstehen die schönen blauen Farben.



Nach dem Wasserfall fließt der Fluss wieder ruhig in einer dunkelgrünen Farbe.



Der Weg führt weiter entlang des Flusses durch viele Farnbaume, bis zur Brücke des New Zealand State Highway SH1. 





Wir überquerten die Brücke und gingen auf der anderen Seite zum Parkplatz zurück. Diesen Weg muss man nicht unbedingt gegangen sein.

Auf halben Wege wird eine Bucht am Fluss erreicht, bei der es warme Quellen geben soll. Wir konnten aber nichts entdecken.

Das Wetter schien noch auszuhalten, so entschieden wir uns zum Wai-o-Tapu Thermalgebiet zu fahren. Nach einer ¾ Stunde war es erreicht. Wir kamen gerade an, als die Fahrzeugkolone vom Lady Knox Geysir ankam. Diesen Geysir haben wir mit Absicht ausgelassen. Er wird einmal pro Tag für die Touristen aktiviert, indem Waschmittel in die heiße Quelle geschüttet wird. Wenn schon ein Geysir, dann wollen wir einen echten sehen.

Nachdem der Eintritt bezahlt wurde, machten wir uns auf den Rundweg. Er führt zuerst zu einer Reihe von Deckeneinbrüchen, die durch Geothermie ausgelöste werden.









Vorbei an Schlammtöpfen ging es zur Artist´s Platte, von dem aus schon der Champagne  Pool zu sehen war.







Die Artist´s Platte wurde nun umrundet, um zum Aussichtsbereich des Champagne Pool zu kommen.





Der Champagne Pool erinnern an die Grand Prismatic Spring im Yellowstone. Leider gibt es keine Aussichtsplattform wie im Yellowstone, aber es lässt sich die Farbenbracht auch so erahnen.







Hier endet der kleine Rundweg. Wir gingen aber den größten, der an dieversen Aussichtspunkten vorbeiführt.



Bei einem war ein interessantes Hinweisschild angebracht.



Tatsächlich trafen wir in einer Talsenke eine Mitarbeiterin des Parkes, die mit einem Handgerät zur Gaskonzentrationsmessung durch den Park wanderte.

Der Endpunkt der großen Schleife ist der Green Lake, wie kann er auch anders heißen. Lieder war es schon zu bewölkt, so konnte er nicht seine volle Farbe zeigen.







Den Enten scheint das saure Wasser nichts zu machen.



Der Rückweg führte wieder an Deckeneinbrüchen vorbei. Aus machen war lautes Gebrabbel von kochendem Wasser zu hören. Der Sound von einem Krater wurde für den Film „Herr der Ringe“ verwendet.







Zum Schluss erreichten wir ein weiteren Tümpel mit hellgrünem Wasser.



Ein Stück weiter vom Wai-o-Tapu Thermalgebiet, befinden sich der frei zugänglichen und recht aktiven Waiotapu Mud Pool.











Wir fuhren die Hauptstraße Richtung Rotorua weiter und bogen ein paar Kilometer später zum Warm Lake Rotowhero ab. Ein dampfender dunkelgrüner See.



Wir folgten dieser sehr schlechten Seitenstraße und erreichten bald den Parkplatz des Kerosene Creek. Der Bach wird durch mehrere heiße Quellen gespeist und hat dadurch eine optimale Badetemperatur von rund 35°C. Die Badestellen sind über einen kurzen Weg erreichbar. Es hat bereits zu tröpfeln begonnen, beim Baden im Bach spielt das aber keine Rolle. Zum Schutz des Gewandes und der Schuhe hatten wir unseren Müllsack.





Das Wasser war sehr angenehm und es war nicht viel los. Wir blieben rund eine Stunde im Wasser.

Als wir die Badestelle verließen, regnete es schon ordentlich. Da keine Wetterbesserung mehr in Sicht war, kehrten wir am mittleren Nachmittag zu unserer Unterkunft zurück.

Zum Abendessen fuhren wir wieder in den Ort und gingen in ein anderes Lokal dem Finn MacCuhal's Irish Pub. Vor dem Pub gibt es einen interessanten Schutzweg über die Straße. Ich denke, dass ist das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass Fußgänger Nachrang haben.



Im Finn MacCuhal's Irish Pub hatten wir keine Probleme mit der Bierbestellung, da die Kellnerin auf Zack war und verstand, was wir wollten.

Ein kleine Regenpause nutzen wir, um noch zur Promenade des Lake Taupo zu gehen.






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Christina

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #67 am: 27. Februar 2026, 19:53:19 »
Toll. die vielen grünen und türkisen Farben der neuseeländischen Gewässer.


LG Christina

Susan

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #68 am: 27. Februar 2026, 21:32:12 »
Beeindruckende Stromschnellen und Fälle! Das Thermalgebiet ist intereesant, kommt jetzt jedoch nicht so farbenfroh rüber wie einiges im Yellowstone NP. Ist vielleicht auch dem bedecktten Himmel geschuldet.

Die Warnsirene sollte für gefährliche Luftqualität / Vulkangase sein? Nicht verkehrt so etwas. Im Vulcano NP, Hawaii, gab es nur Ampelanzeigen dafür. Vielleicht haben wir andere Warnungen aber auch verpasst, denn den einen Tag sind wir von allein wegen Halskratzens und komischen Geruch schnell wieder hinaus.

So eine beheizte Flussbadestelle würde uns auch gefallen  ;D Schade, dass es dann tatsächlich so heftig zu regnen anfing.
Liebe Grüße
Susan


Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #69 am: 28. Februar 2026, 19:48:26 »
Beeindruckende Stromschnellen und Fälle! Das Thermalgebiet ist intereesant, kommt jetzt jedoch nicht so farbenfroh rüber wie einiges im Yellowstone NP. Ist vielleicht auch dem bedecktten Himmel geschuldet.


Ja, dass stimmt. Mit dem Yellowstone ist nichts vergleichbar. Vielleicht Kamtschatka, ab wer kommt schon zu den Thermalgebieten von Kamtschatka  :gruebel: :weissnicht:
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Heike Heimo

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #70 am: 01. März 2026, 08:11:44 »
19.11.2025   Taupo - New Plymouth

Die ganze Nacht hatte es kräftig durchgeregnet. Wir fuhren am Morgen in den Ort, um zu frühstücken. Beim Frühstück beratschlagten wir, was wir mit diesem Tag machen. Wir beschlossen Taupo zu verlassen und einen Tag früher in die Egmont Region zu fahren. Die letzte Nacht in Taupo ließen wir verfallen. In New Plymouth fand ich eine günstige Unterkunft. Auch das Wetter soll an der Westküste besser sein.

Auf dem Weg nach New Plymouth liegen die Waitomo Caves. In diesen Höhlen leben eine spezielle Art von Glühwürmern. Die kurze Tour mit dem Boot durch die Höhlen ist von den Tourbusen auf Wochen ausgebucht. Es blieb uns daher nur die Glühwürmer, gemeinsam mit einer Tropfsteinhöhlentour durch die Ruakuri Cave zu besichtigen. Egal welche Tour besucht wird, die Preise sind gesalzen, wie überall wo Eintritt verlangt wird.

Beim Visitor Center stand wieder zwei Pou



Der Eingang über einen Spiralgang in die Höhle ist spektakulär.



Angelangt in der Höhle, wurde zuerst ein Bereich mit Tropfsteinen erreicht.





Danach kam der Höhepunkt die Glühwürmer. Die Würmer sind nicht wie unsere in Europa. Sie fliegen nicht, sondern sitzen an den Wänden in bestimmten Höhlen. Von den Glühwürmern hängen dünne Fäden herab. Mit ihrem Leuchten locken sie Insekten an, die sich in die Höhle verirren. Die Tiere verfangen sich in den Fäden und dienen dann als Nahrung.



Die blauen Lichtpunkte an den Wänden schauen in der Dunkelheit sehr gut aus. Auf den Bildern sind sie leider weiß.





Der weitere Weg führte an einem Rinnsal vorbei, das über Steinen floss. In der Höhle hat sich das Rinnsal aber angehört wie ein rauschender Fluss. Mit den Glühwürmern war sehr schön.



Wir erreichten einen großen Raum mit weiteren Tropfsteinen.





Auf dem Rückweg kamen wir bei einer vertikalen Röhre vorbei, die bis zur Erdoberfläche reichen soll.



Der Weg führt nochmals zur den Glühwürmern, bevor wir die Höhle nach 1 ½ Stunden wieder verließen.


Nach New Plymouth war es noch eine 2 ½-stündige Fahrt. Der Regen hatte aufgehört und es waren sogar erste Auflockerungen zu sehen.

Auf dem Weg stach uns besonders ins Auge, dass die Neuseeländer ihr Land vergiften. Das Gras an den Straßen wird nicht gemäht, sondern vermutlich mit Roundup freigespritzt. Auch die Wiesen, auf denen die Kühe weiden, sind abschnittsweise braun. Wie beobachteten einen Bauern, der seine Wiese gerade mit einem Tankanhänger „behandelte“.



Die Kühe werden auch anders gehalten als bei uns. Es sind viele Tiere auf engen Raum eingezäunt und sie werden anscheinend alle paar Tage auf eine andere Wiese getrieben.



Gegen Abend erreichten wir New Plymouth und bezogen unser Zimmer beim Heta Bed and Breakfast etwas außerhalb. Zum Abendessen sind wir in den Ort gefahren. Anscheinend hatten wir nun den Dreh heraus, wir bekamen wieder ein richtiges Bier. Zum Sonnenuntergang machten wir einen Sparziergang an der Strandpromenade. Als wir ankamen, war Richtung Hafen viel Polizei zu sehen und es wurde gerade alles abgesperrt. Wir gingen daher in die andere Richtung.


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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #71 am: 02. März 2026, 18:19:13 »
Tropfsteinhöhlen kennt man ja, aber die Glühwürmchen machen den Besuch dann zu etwas Besonderem.



LG Christina

Susan

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #72 am: 03. März 2026, 10:41:36 »
Tropfsteinhöhlen besucen wir auch immer wieder gern  ^-^ Und hier gibt es als Bonus auch noch besondere Glühwürmchen zu sehen
Liebe Grüße
Susan


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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #73 am: 03. März 2026, 18:52:12 »
20.11.2025   New Plymouth – Stratford

Dieser Tag sollte deutlich besseres Wetter bringen. Beim Durchstöbern der Nachrichten in der Früh sahen wir, dass der Polizeieinsatz mit einer Messerstecherei zu tun hatte. Eine Person wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Das Frühstück war wieder im Kühlschrank vorbereitetes, aber ein wesentlich besseres als in Taupo. Danach fuhren wir zum Paritutu Rock beim Hafen. Der markante Felsen konnte bestiegen werden. Der Weg zum Aussichtspunkt ist nicht ohne und mit einer Kette im oberen Teil gesichert.



Leider ist diesig und die Sicht nicht besonders gut.



Auf der anderen Seite des Felsens befindet sich die Black Beach. Hinunter gingen wir nicht, da vom Meer herein ein kräftiger Regenschauer aufzog.





Das Highlight der Gegend ist der Egmont-Nationalpark, mit dem formschönen und von weitem in der Ebene sichtbaren 2.518m hohen aktiven Stratovulkan Mount Taranaki. Der letzte Ausbruch fand 1854 statt. Er ist so monströs, da die Ebene auf Meeresniveau liegt und er frei in der Ebene steht. Das Blöde ist nur, dass es nur wenige Tage im Jahr gibt, an denen er wolkenfrei ist. Auch an diesem Tag versteckte sich der Berg ab der Hälfte hinter Wolken. Das Schutzgebiet erstreckt sich kreisförmig mit einem Radius vom 9,6 km um den Vulkan.

Der Mount Taranaki hat mehrere Zufahrtsmöglichkeiten. Wir fuhren die Hauptstraße um den Berg auf die andere Seite, hier schien die Bewölkung geringer zu sein. Eine Stichstraße führt von Stratford hinauf zum Dawson Falls Visitors Center auf rund 900m. Im Nationalpark ist noch der ursprüngliche Wald zu sehen.



Mehrere Wanderwege beginnen hier. Auch an diesem Ort steht ein Pou. Die leuchtenden Augen sind Innenseiten von Muscheln.





Wir entschieden uns für den Rundweg zu den Wilkies Pools. Der Weg führt sehr schön durch den Wald hinauf zu den Pools.





Durch die feuchte Luft sind die Bäume mit Flechten und der Boden dicht mit Moos bewachsen.





Bei einem Aussichtspunkt vor einer Brücke zeigte sich kurz der schneebedeckte Gipfel des Vulkans.



Auf der anderen Seite der Bücke gab es einen Blick in die Ebene mit schönen Wolkenformationen.



Nach der Brücke sind über Stock und Stein die Wilkies Pools zu erreichen. Es handelt sich um mehrere kleine Wasserfälle, die schöne Ausschwemmungen im Felsen erzeugt haben.







Zurück geht es wieder durch knorrige Bäume und kleinen Wasserfällen zum Visitor Center.







Kurz nach dem Visitor Center ist bei einem kleinen Parkplatz der Beginn des Weges zu den Dawson Falls. Zuerst besuchten wir den Aussichtspunkt. Viel schöner ist es aber die Stufen hinunter zur Basis des Wasserfalls.



Es war nun kurz nach Mittag. Bevor wir zur nächsten Zufahrt des Vulkans fuhren, wollten wir zu unserer Unterkunft dem Regan House in Stratford fahren. Wir hatten auch die Hoffnung, dass sich inzwischen die Wolken etwas lichteten.

Das Regan House wird von einem älteren Ehepaar in einem stielvollen Haus in einem sehr schön angelegten Garten betrieben. Lang dürfte es diese Unterkunft nicht mehr geben, da vor der Einfahrt ein Schild „For Sale“ steht. Wir wurden von der Gastgeberin herzlich empfangen und konnten schon unser Zimmer beziehen. Nach einigen Erklärungen über das wichtigste der Umgebung, fragte sie, wann wir das Frühstück haben wollten. Wir sagten, dass wir am nächsten Tag früh auf müssten, da wir eine lange Wanderung geplant hätten. Sie meinte, da werdet ihr ein Frühstück brauchen und wann wir denn wegwollten. Ich sagte 5 Uhr 15 wäre optimal. Sie sagte überraschenderweise zu unserer Freude zu uns ein Frühstück zu machen.

Leider haben sich die Wolken um den Mount Taranaki noch nicht verzogen, die Wolkenbasis scheint aber höher zu sein. Wir fuhren trotzdem zum Stratford Plateau auf 1.150m Seehöhe. Der riesige Parkplatz liegt unterhalb der Wolkendecke und die Aussicht war hervorragend. In der Ferne leuchtete unter der Wolkendecke dunkelblau das Meer herauf. Es waren nur wenige Autos zu sehen.





Die Vulkanspitze war weiterhin hinter Wolken versteckt.



Von diesem Parkplatz führt ein Weg zuerst zu einer Materialseilbahn und danach als Fußweg zu einer neu errichteten spektakulären Brücke über die Schlucht das Manganui Rivers. Der Fluss führt momentan kein Wasser.





Die Brücke scheint für so machen ein psychologisches Hindernis zu sein. Manche drehten nach den ersten Schritten um, andere schritten ängstlich darüber.





Sie wurde als sicherer Zugang zum Manganui Skigebiet errichtet. Es ist nur zu Fuß erreichbar. Dh die ganze Ausrüstung muss vom Parkplatz heraufgetragen werden. Vereinsmitglieder dürfen dann wenigstens die Lastenseilbahn nutzen. Zwei Schlepplifte führen den Berg hinauf.



Als wir die geschlossene Manganui Lodge erreichten, begann sich die Wolkendecke abzusenken. Bald waren wir vom Nebel umschlossen. Wir machten uns daher auf den Rückweg.



Vor dem Abendessen versorgten wir uns für die morgige Wanderung noch mit Lebensmittel. Für 18 Uhr hatten wir auf Anraten einen Tisch im Colonel Malone's Restaurant & Bar reserviert. Das war auch notwendig, das Lokal war voll.

Wir wurden von der netten älteren Frau bedient, bei der wir zu Mittag reserviert hatten. Die Bierbestellung funktionierte bei ihr hervorragend.

Auf dem Rückweg zum Regan House sahen wir, dass der Vulkangipfel im Sonnenuntergang wolkenfrei war.





Als wir in die Straße zum Regan House einbogen, sahen wir, welchen tollen Namen diese Überlandstraße hat.


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Christina

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Re: Reise an das Ende der Welt – Südsee über Neuseeland
« Antwort #74 am: 04. März 2026, 18:01:55 »
Toll, dass ihr am Abend den Vulkan doch noch sehen konntet. Und die Wanderung war auch ohne Gipfelblick lohnenswert.


LG Christina