Autor Thema: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018  (Gelesen 115791 mal)

Paula

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #120 am: 03. Oktober 2018, 22:24:24 »
Der River Orchy ist ja wunderschön, schade dass es da nicht mehr Wanderwege gibt.
Viele Grüße Paula

Silvia

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #121 am: 04. Oktober 2018, 19:43:58 »
Ein Hammertag   :toothy9:

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #122 am: 05. Oktober 2018, 10:47:04 »
Dienstag, 17. Juli 2018 - Heute geht es über den Atlantik ;)

Da ich es heute nicht weit habe, habe ich mein Frühstück für 8 Uhr bestellt. Es schmeckt wieder ausgezeichnet und ich checke anschließend aus. Das Bier von gestern Abend geht aufs Haus, da ich zwei Nächte im Tigh Na Cheo war, was wohl eher ungewöhnlich ist.

Um 8.45 Uhr sitze ich im Auto und fahre Richtung Oban, dort möchte ich gerne ein Bootstour unternehmen, habe aber noch nichts vorgebucht, da ich das Wetter abwarten wollte.

Meinen ersten Stop mache ich in Glencoe an der kleinen Marina, denn vorgestern Abend hatte ich dort einige Reiher beobachtet. Ich mache einen kleinen Spaziergang am Loch Leven entlang, leider ohne Reiher-Sichtung



Da die Sonne langsam rauskommt, nutze ich anschließend den schönen Morgen, packe meinen Campingstuhl an den kleinen Steinstrand und lese für eine Stunde. Ja, ein wenig Ruhe muss auch manchmal sein und die letzten beiden Tage war sehr viel los und das muss verarbeitet werden ;)

Gegen 12 Uhr erreiche ich schließlich das Castle Stalker, besser gesagt das Castle Stalker View Cafe. Von hier soll die Sicht auf das Castle Stalker perfekt sein:





Ich beschließe einen Cappucciono zu trinken und möchte die Scones mit Clotted Cream und Marmelade probieren - mein vorletzter Genuss-To-Do-Punkt - jetzt fehlen nur die schottischen Muscheln.



Okay - also mein Lieblingsessen wird es nicht. Der Scone ist etwas fest, ich hatte mir das fluffiger vorgestellt und die Clotted Cream ist wirklich richtig, richtig fett. Da wachsen schon beim Anschauen die Speckringe auf den Hüften. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich eigentlich vom Frühstück noch richtig satt bin.
Aber Quark oder Frischkäse mit Marmelade mag ich deutlich mehr.

Weiter geht meine Fahrt nach Oban. Oban ist ein nettes Städtchen, aber total überlaufen und so ist es mit dem Parken natürlich schwierig, richtig Lust auf Stadt habe ich auch nicht. Ich parke nur kurz an verbotener Stelle, denn ich habe in einem Schaufenster eine ganz reizende Puffin-Schürze entdeckt. Diese kaufe ich dann gleich zwei Mal, einmal für Desiree und einmal für mich. Billig sind sie nicht, aber die Puffins sind von einer schottischen Künstlerin gemalt und ich finde die Schürzen etwas ganz besonderes.

Danach checke ich schon einmal im Glenrigh Guest House ein. Ein wunderschönes Haus direkt an der Corran Esplanade gelegen. Mein Zimmer ist etwas kitschig, leicht verwohnt und das Bad nicht ganz sauber. Eines der teuersten Hotels der Reise, aber ich fühle mich nicht wirklich wohl.





Deshalb mache ich mich auch schnell wieder auf den Weg, denn ich will ja heute noch über den Atlantik :). Vorher checke ich allerdings, ob ich heute noch eine Bootstour machen kann. Leider bin ich dafür zu spät: entweder sind die Touren ausgebucht oder ich schaffe es zeitlich nicht mehr.

Egal, ich füttere Anke mit dem Namen Easdale und lasse mich treiben. Meinen ersten längeren Stopp mache ich an der Clachan-Bridge, diese wird auch Bridge Over the Atlantic genannt. Sie schafft für Autos und Fußgänger eine Verbindung zwischen dem schottischen Festland und den beiden Fährhäfen auf der Hebrideninsel Seil, einer der Slate-Inseln vor der Küste von Argyll and Bute.
Die Brücke wurde von dem schottischen Ingenieur und Architekten Robert Mylne geplant und erbaut. Sie wurde im Jahre 1792 eröffnet. Sie ist heute noch in Betrieb und damit eine der ältesten unveränderten Brücken über Meeresarme im westlichen Europa.



Auf dem Foto kommt es nicht rüber, aber die Brücke ist sehr, sehr steil und wenn man oben ankommt, sieht man nicht wohin man fährt, sondern nur die eigene Motorhaube gen Himmel gerichtet, was mir erst einen kleinen Schreck und dann ein lautes Lachen entlockt.



Und dann komme ich nach Easdale und es ist: LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK!

















Würde Scotty heute kommen und mich einmal frei beamen, dann würde ich Easdale als mein Ziel nennen. Dieser winzig kleine Ort am Meer, an die Felsen gekuschelt und die traumhafte grüne Umgebung haben mein Herz im Sturm erobert.

Ich spaziere also durch den Ort und mache meine Bilder und beschließe hier auch zu essen. Es gibt einen Pub mit einigen Tischen draußen auf dem Dorfplatz. Ich trinke ein Bier und esse einen Topf Muscheln mit Blick aufs Meer. Hinter mir sitzt ca. das ganze Dorf, trinkt Bier und hält Dorfplausch, dem ich ganz ungeniert lausche ;)











Köstlich - meine Muscheln und dann mit diesem Blick. Das muss einfach schmecken:



Eigentlich will ich hier nie wieder weg! Manchmal kommt das kleine trotzige Kind eben durch - natürlich muss ich weg und so mache ich mich schweren Herzens wieder auf nach Oban, nicht ohne die Grundschule von Easdale noch zu fotografieren, von deren Fenstern man aufs Meer blicken kann.





Wenigstens kann ich wieder auf der Bridge over the Atlantic lachen, denn auch die Rückfahrt ist spannend :) - ich halte noch einmal an und spaziere ein wenig am Strand jedoch ohne Kamera. Ich bin schlichtweg traurig, diese Gegend zu verlassen und bereue, dass ich für Loch Lomond und Umgebung soviel Zeit eingeplant habe.



Zurück in Oban parke ich das Auto beim Guesthouse und laufe noch einmal Richtung Städtchen. Sieht alles nett aus, mir ist es aber viel zu viel Trubel hier und so laufe ich zurück und warte auf einer Bank an der Corran Esplanade auf den Sonnenuntergang.





Mein heutiges Guesthouse:







Die Karte des heutigen Tages:


serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #123 am: 05. Oktober 2018, 12:56:47 »
Mittwoch, 18. Juli 2018 - Ein nerviger Fahrtag

Ich stehe erst um 7 Uhr auf, dusche und sitze um 7.30 Uhr beim Frühstück. Das Frühstück überrascht, es gibt eine realtiv große Karte und ich entschließe mich zu Rührei mit Lachs, welches sehr nett angerichtet und ausgesprochen lecker ist.



Okay, dem Salat fehlt Dressing - aber der Lachs haut alles raus :) - einfach köstlich!

Ja, nun muss ich mich von der Küste verabschieden und irgendwie drückt es schon jetzt meine Laune - ich bin einfach ein Meer-Mensch und ich habe keinerlei Vorfreude auf Loch Lomond. Bei der Planung wusste ich dies natürlich nicht, jetzt muss ich durch!

Die Fahrt über die A 85 und A 82 ist einfach nur ätzend, es ist extrem voll und die Röcke jagen mich immer wieder, obwohl ich längst über dem Speedlimit fahre. Urlaub und Spaß ist irgendwie anders.

Zwei Stopps lege ich unterwegs ein. Den ersten an der Glenorchy Parish Church im kleinen Ort Dalmally. Dort vertrete ich mir die ein wenig die Füße.



Mein nächster Stopp sind die Falls of Falloch. Der kleine Parkplatz ist gut besucht und ich bekomme die letzte freie Lücke, die auch ziemlich eng ist, so dass ich mehrmals vor und zurück fahren muss, so dass ich aussteigen kann.

Der Weg ist kurz, viele Leute sind unterwegs mit Picknickkörben und Decken und einige Jugendliche mit eindeutig zuviel Alkohol in ihren Taschen.
Die Fälle sind wunderschön, aber die Jahrmarktatmosphäre gefällt mir gar nicht.





in unmittelbarer Nähe befindet sich die Installation "Woven Sound" des Architekten John Kennedy, welche einen käfigartigen Gang über dem Wasser darstellt. Diese greift einen 1803 in den Tagebüchern der Grand Tour von Dorothy Wordsworth niedergeschriebenen Gedanken auf, und bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Wasserfall.



Zurück am Auto habe ich ein kleines Problem, denn es haben sich entlang des Parkplatzes weitere Autos an den Waldrand gestellt und ich habe keine bzw. nur sehr wenig Rangiermöglichkeit. Ich brauche eine geschlagene halbe Stunde um aus meiner Lücke zu kommen, dabei fahre ich ständig Zentimeter vor und zurück. Nach ca. 10 Minten in ich schon so entnervt, dass ich kurz überlege einmal mit Vollgas nach hinten zu fahren.  >:D

Selbst die Abfahrt zu meiner Ferienwohnung gestaltet sich nicht ungefährlich, obwohl ich rechtzeitig nach links blinke, merkt der Turbo-Rock hinter mir nichts und bremst dann quietschend ab.

Meine neue Unterkunft gefällt mir gut, aber es ist leider auf der kleinen Terrasse extrem laut, da nur ein kleiner Grünstreifen und eine Mauer die Terrasse von der A 82 trennen.











Trotzdem will ich heute nicht mehr weg, ich brate mir ein paar Kartoffeln mit Schinken und Ei und lese den Rest des Nachmittag und Abend auf der Terrasse und später im bequemen Bett.



Natürlich gibt es auch eine Karte zum heutigen Tag:


Koko

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #124 am: 05. Oktober 2018, 14:46:49 »
So, endlich die letzten Tage nachgereist :).
(Du hast ja ganz schön viel an Zielen reingepackt. Wir haben ein paar Urlaube mehr gebraucht, um das alles zu sehen  ;D )


Diagnose:
Da hat der Schottland-Virus voll zugeschlagen  :toothy9: ...

Merkt man u. a. auch am "Beim nächsten Mal"-Feeling, das sich eingestellt hat ;)



Bin gespannt, wie "Loch Lomond & the Trossachs" jetzt weg kommen. Ich befürchte, ähnlich wie bei uns ;)



serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #125 am: 05. Oktober 2018, 19:58:13 »
Stimmt, es waren viele Ziele, aber ich fühlte mich (außer manchmal beim Auto fahren  >:D) nie gehetzt und ehrlich gesagt, dachte ich nicht, dass mich der "Virus erwischt" und wollte somit soviel vom Land sehen, wie es nur geht.

Nun gibt es Schottland 2.0 und zwei meiner Highlights verdienen Wiederholung  :)

Christina

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #126 am: 05. Oktober 2018, 20:02:33 »
Da gab es ja nun doch einiges nachzulesen ;D.

Schade mit dem Regen auf Skye, aber immerhin gab es zum Abschied schöne Lichtstimmungen. Die nachfolgenden Tage haben mir dann alle gut gefallen, die Landschaft ist teilweise wirklich traumhaft. Weniger schön, dass es so oft so voll war. Und ich bewundere dich wirklich mit diesem großen Auto auf den engen Straßen, so ein Auto hätte ich nicht unbeschädigt nach Hause zurück gebracht (und ein wesentlich kleineres auch nicht ;D, dazu dann aber mehr in meinem Wales Bericht).

Ich liebe Cream Tea - und habe den ohne jegliches schlechtes Gewissen letzte Woche mehrmals genossen, allerdings immer am Nachmittag nach einer Wanderung.


LG Christina

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #127 am: 05. Oktober 2018, 20:58:16 »
Welcome back, Christina! Ich hoffe,  ihr hattet eine tolle Woche in Wales.  :)

Naja, ich reise immer zur Hauptsaison und in den Ferien - ich fand es nicht so schlimm und die Touri-Hotspots lassen sich ja meiden, es gibt genügend Alternativen. Klar, manchmal ist ein Parkplatz voll und man muss warten oder fährt halt wieder  :weissnicht:

Aber wenn ich z.B. an den Arches, Zion oder Bryce 2012 im Juli denke, dagegen war Schottland nicht wirklich voll und wenn man z.B. die gängigen Busrouten anschaut und deren Haltepunkte meidet, wie z.B. Urquart Castle, Eilean Donan Castle, Old Man of Storr, Mealt Falls,  usw. kann man überall noch viel Natur mit wenig Menschen genießen, wie das Beispiel Glen Etive oder Glen Orchy zeigen.

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #128 am: 06. Oktober 2018, 21:17:58 »
Donnerstag, 19. Juli 2018 - Loch Lomond in Grau :)

Hm, was soll ich sagen, aber Loch Lomond und die Trossachs sind eindeutig nicht meine Gegend. Es sieht aus wie im Taunus nur mit mehr Lochs und dann regnet es auch noch, als ich um 7 Uhr aufstehe. Also erst einmal einen Kaffee und meine Planung gecheckt.

Eigentlich wollte ich heute gerne von Balmaha nach Inchcailloch einer Insel (Loch Lomond Natural Reserve) im See übersetzen und den Tag mit einer Wanderung auf der Insel verbringen. Bei diesem Wetter zieht es mich aber erst einmal nirgendwo hin. Die Wettervorhersage sagt ab 15 Uhr weniger Regen voraus - bis dahin gammel ich rum: lese, frühstücke, wasche ein letztes Mal Wäsche.

Gegen 14 Uhr fahre ich nach Balloch in den Co-op, denn ich will noch ein paar Lebensmittel-Mitbringsel für uns einkaufen: verschiedene Chutneys, Lemoncurd, Shortbread, Millionairs und Fudge fürs Lehrerzimmer. Für Peter wandert noch ein Whisky-Likör in den Wagen.

Dann führt mich mein Weg weiter zur Milarrochy Bay. Hier gibt es einen großen Parkplatz, Waschräume und
Toiletten und einen schönen Kiesstrand. Viel ist nicht los, aber wer will bei diesem Wetter schon an den Strand?

Mir gefällt es trotzdem und ich genieße eine Stunde im Campingstuhl mit meinem Tolino. Immer wieder kommen Hiker vorbei, denn nicht weit vom Strand gibt es einen Campingplatz, der bei den West-Highland-Trail-Hikern beliebt ist.







Mein absolutes Lieblingsbild aus Schottland - es vermittelt für mich alles, was ich dort gefunden habe: Ruhe, Landschaft, ein grandioser Himmel mit wunderbarem Licht, Einsamkeit, Einheit mit der Natur ...:



Besuch bekomme ich auch:











Trotz oder gerade wegen der Wolken hatte ich auch noch beim Fotografieren Spaß :)

Nach ca. zwei Stunden reiße ich mich los und fahre noch ein Stück am See entlang bis nach Rowardennan bis zur Rowardennan Lodge, denn mehr außer diese und einen großen Parkplatz gibt es hier nicht.





Ein kurzen Spaziergang mache ich noch zu einem Denkmal für Kriegsgefallene, welches ein wenig wie ein Tor aus einem Sci-Fi-Film wirkt.



Gegen 19 Uhr bin ich wieder in Balloch und beschließe zum Chinesen zu gehen.

Ich entscheide mich für das Princess Rose, welches ganz gute Bewertungen hat, bin aber sehr enttäuscht. Das Essen ist kaum gewürzt, Fleisch eher glitschig und die Gurken-Zitronen-Dekoration erschließt sich mir nicht, es fehlt mir zudem an Gemüse an meinem Gericht. Zudem mag ich keine Cola aus der Dose, zumindest nicht im Restaurant - aus der Kühlbox nach einer Wanderung dagegen kann sie absolut köstlich sein ;)

Schließlich halte ich noch in der Duck Bay, nur wenige hundert Meter von meinem Appartement. Das Licht schreit nämlich gerade dazu:







Leider finde ich meinen ND Filter nicht, ich muss ihn gestern bei den Falls of Falloch verloren/vergessen haben. Mist.

Um 21.30 Uhr bin ich an meiner Unterkunft und genieße noch ein Bier auf der Terrasse und lese einen Moment, dann falle ich müde ins Bett - auch wenig machen, macht müde ;)

Und die Karte zum heutigen Tag:



Andrea

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #129 am: 07. Oktober 2018, 12:19:06 »
Das ist doch mein Baum!  :toothy9:

Merkwürdigerweise bin ich bisher davon ausgegangen, dass ich den am Firkin Point aufgenommen habe, das liegt allerdings am gegenüberliegenden Ufer.... :gruebel:
Liebe Grüße, Andrea



www.antiwalks.eumerika.de

Paula

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #130 am: 07. Oktober 2018, 12:48:35 »
Dein Lieblingsbild gefällt mir auch, wenn das Wetter jetzt noch ein bisschen besser wäre würde es mich auch nach Schottland ziehen  ;D
Viele Grüße Paula

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #131 am: 07. Oktober 2018, 13:19:36 »
Das ist doch mein Baum!  :toothy9:

Merkwürdigerweise bin ich bisher davon ausgegangen, dass ich den am Firkin Point aufgenommen habe, das liegt allerdings am gegenüberliegenden Ufer.... :gruebel:

Musste auch sofort an dich denken, Andrea.   :winkewinke: Aber leider hast du Recht, DEIN Baum steht wirklich am Firkin Point auf der anderen Seite des Sees :knuddel:

Dein Baum hat ein etwas größeres Wurzelwerk und steht näher am Wasser - aber das ist ja auch egal. Mir gefallen beide  :herz:

Andrea

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #132 am: 07. Oktober 2018, 13:51:16 »
Genau. Das ist wirklich irritierend. Aber mir gefallen auch beide und daher freue ich mich sehr über das Bild  :herz:
Liebe Grüße, Andrea



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serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #133 am: 07. Oktober 2018, 17:21:33 »
Genau. Das ist wirklich irritierend. Aber mir gefallen auch beide und daher freue ich mich sehr über das Bild  :herz:

Das freut mich!  :)

serendipity

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Re: High on the misty mountains ... Mein Schottland-Roadtrip im Juli 2018
« Antwort #134 am: 07. Oktober 2018, 17:38:34 »
Freitag, 20. Juli 2018 - Ein weiterer Tag rund um den Loch Lomond

Heute schlafe ich aus, das heißt, ich stehe ohne Wecker um 8 Uhr auf und genieße meinen ersten Kaffee auf der kleinen Terrasse mit Blick auf den See. Was mache ich heute?

Ich beschließe an den Loch Katrine zu fahren und zwar nach Stronachlachar. Später kann ich immer noch darüber nachdenken, ob ich das Finnich Glen besuche. Vom Finnich Glen habe ich tolle Fotos gesehen, aber der Zugang soll sehr schwierig sein, vor allem wenn der Boden nass ist. Ich weiß noch nicht, ob ich das alleine probieren möchte.

Nach einer Dusche und einem leckeren Frühstück aus Käsebrot mit Banane und weiteren zwei Tassen Kaffee, mache ich mich auf den Weg zum Loch Katrine.







In Stonanchlachar gönne ich mir einen Cappuccino und spaziere ein wenig herum - viel gibt es allerdings hier nicht zu sehen.









Gute Idee: Die ausgediente, wunderschöne alte Telefonzelle dient als Aufbewahrungsort für den Defi:





 Da es noch früh am Tag ist und das Wetter auch nicht ganz so schlecht aussieht - die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 40 % - beschließe ich Richtung Finnich Glen zu fahren, um mir wenigstens selbst einen Eindruck vom Abstieg in die Schlucht zu verschaffen.

 

Dort angekommen suche ich einen Parkplatz an der Straße, denn es gibt keine offiziellen Parkplätze. An einer Stelle stehen schon zwei Fahrzeuge und ich kann mein Dickschiff noch dahinter abstellen, auch wenn ich nun etwas schräg stehe ;)

Ich laufe die Straße entlang und über eine Brücke, hinter der Brücke geht es durch eine kleine Lücke einer Mauer und dann folge ich dem Trampelpfad zum Eingang in die Schlucht. Herrje, ist das steil!  An den Wänden sind Seile befestigt und die Stufen sehen rutschig und nicht sehr vertrauenerweckend aus.

Teufelchen und Engelchen streiten in meinem Kopf - Teufelchen siegt, wir wollen es probieren *diabolisches Kichern im Kopf*.

Die ersten Meter sind geschafft, Blick zurück:



Blick nach vorn - ob das wirklich eine gute Idee war?
Die Wände sind faszinierend und eigentlich will ich ja wirklich runter - ein bisschen Abenteuer muss sein - Teufelchen siegt.



Fast geschafft ;) Natürlich setze ich mich hier noch einmal auf den Hintern und der fühlt sich danach ziemlich feucht und matschig an.



Und dann bin ich unten - hach, wie gut, dass das Teufelchen gesiegt hat. Hätte ich jetzt noch das Stativ mit, meinen verlorenen ND Filter und Gummistiefel dann wäre das Ganze perfekt :) - so sind es nur 98 %. Sogar das Engelchen ist zufrieden - dabei unkt das Teufelchen, dass wir ja auch wieder hoch müssen.



Da es teilweise doch recht duster in der Schlucht ist, kann man ein wenig mit den Belichtungszeiten spielen und kommt zu ganz vernünftigen Aufnahmen.









Eine wirklich tolle Location und da der Weg nicht ganz einfach ist, auch gar nicht überlaufen. Mit mir sind zwei Pärchen unterwegs, eins aus der Schweiz und eins aus England, die ebenfalls fotografieren und so nimmt man gegenseitig Rücksicht, es wird nur leise gesprochen und keiner läuft für ein Handy-Selfie vors Bild ;).

Nach einiger Zeit habe ich feuchte Füße, denn die Wanderschuhe halten zwar viel aus, aber ständigen Wasserkontakt eben nicht. Zeit für den Aufbruch. Bilder gibt es davon keine mehr, denn die Kamera habe ich vorsorglich in den Rucksack gepackt. Für den Aufstieg nutze ich alle viere und trotzdem rutsche zwei Mal aus und lande auf den Knien. Ey, ich sehe aus wie eine Sau - aber es hat sich gelohnt!

Am Auto kommen erst einmal eine Flasche Wasser und die Feuchttücher, die ich bei meinen Trips immer im Auto habe, zum Einsatz und auf den Sitz lege ich ein Handtuch. Ich muss ins Appartement und mich wieder menschlich herrichten ;)

Gegen 17 Uhr bin ich wieder im Appartement. Die Schuhe bekommen eine Ladung Kleenex gestopft, damit sie schneller trocknen und wandern gleich ins Auto, denn ich werde sie auf dem Rest der Reise nicht mehr brauchen. Die Hose fliegt in die Waschmaschine, vielleicht trocknet sie bis morgen, ansonsten darf sie dies auf der Rückbank tun. Und ich bekomme eine Dusche und werde Dank großem Handtuch auf jeden Fall trocken. Dann schmeiße ich mich in die Gammelhosen und schaue, was ich aus den noch vorhandenen Resten zu einem Abendessen verarbeiten kann, denn morgen bin ich im Hotel und dann geht es leider schon wieder auf Fähre. Ok, es wird kein Festmahl, aber es gibt so etwas ähnliches wie Bruschetta - also altes geröstetes Brot mit allem, was noch im Kühlschrank ist - dazu zwei Gläser Wein - mein mitgebrachter Weißweinvorrat von sechs Flaschen ist damit auch vernichtet. Ich lese bis ca. 21 Uhr auf der Terrasse, dann wird es mir zu kühl und ich packe mein Hab und Gut zusammen, morgen muss es nur für einen Kaffee und die Croissants reichen, die ich als Gimmick in der Küche vorgefunden habe.

Die Karte zum heutigen Tag: